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Reisfelder Tageblatt

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Freitag, den 2. Juni

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Oogd George ilßer die EnildHMigong.

»-»-Das englische Unterhaus hatte sich am Mittwoch nach­mittag fast vollständig versammelt, als Lloyd George

ute u. a. aus:

ternationale

aufstand, um über die Wiedergutmachungen zu sprechen. Der deutsche Botschafter wohnte der Sitzung in der Di- plomatenloge bei. Der Premierminister führt England sei durchaus willens, in eine iw.

Diskussion einzutreten, die den Zweck verfolgt, die Frage der gesamte« Weltkriegsschulden zu re­geln, unter der Bedingung natürlich, daß nicht nur die Schuldner Englands Erleichterungen er­halten, sondern daß auch England eine Erleichterung ge­währt wird. Lloyd George führte weiter aus, es sei sicher, daß die Seutsche Regierung wirkliche Anstrengun­gen gemacht hat, um ihre Wiedergutmachungspflicht zu erfüllen. Die gegenwärtige deutsche Regierung habe be- stimmt ihr Bestes getan, und er glanbe. sie werde ehrlich auf diesem Wege fortfahren trotz aller politischen Schwierigkeiten, und infolgedessen habe sie Anrecht auf jede Achtung. Eine Politik der Nichterfüllnug würde eine Politik des Unglücks für Deutschland sein. ES sei nicht die Rede davon, daß Frankreich allein vorgehe. Wenn Deutschland allzu widerspenstig gegen den Ber- sailler Vertrag sein würde, müßte es daran denken, daß auch England ihn unterzeichnet und ratifiziert habe und an ihn gebunden sei. Wenn eine Regierung sich weigern sollte, den Vertrag zn erfüllen, so würde man Frankreich nicht allein lassen. Alle Unterzeichneten des Vertrages müßten und würden gemeinsam handeln. Wir traten, so erklärte Lloyd George weiter, stets für eine Politik der Mäßigung ein. Auch wenn unsere Absichten in Frank­reich verkannt werden, treten wir weiter für eine Poli­tik der Mäßigung ein nnö für Erfüllung des Vertrages. Jedes separate Handeln eines Verbündeten würde für Ne Entente verhängnisvoll werden. _

Nach dem Premierminister ergriff Lord Robert Ce- cil das Wort und erklärte, man müsse Frankreich klar machen, daß die Verbündeten von Deutschland mehr ver­langen, als es zahlen könne. Außerdem sei Offenheit Frankreich gegenüber das beste Mittel, um die guten Beziehungen wieder herzustellen.

Frankreich und die Haager Konferenz.

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fchafter in Paris der französischen N^.erm?u ü^rrenyt > öie Blatter Bören, hat worden ist, ist no- Ppiurarse nicht beaMwortet word 6er interalliierten Kom Der französische Ministerpräsident wird das französische ^n auf Sie ernsten Zw

Der französische M..... Parlament darüber enticherden laßen.

Die politische Lage.

tat Berlin. (S. C.) Die Unklarheit der politischen Lage und die Erwartung,daß die defrnitrve Entscheidung der Reparationskommission vielleicht erst nach Pfingsten fal­len werde, haben die äußrer der großen Parieren be­stimmt, die Pfingstfeiertage in Berlin und nächster Um­gebung zu verleben. Auch die Mitalreder der Rerchsre- gierung bleiben zum größten Teil in Berlin. ^te gün­stige Aufnahme der deutschen Reparatronsnote wird am Donnerstag auch in Rotterdamer Meldungen zugegeben. So berichtet am Mittwoch abend die Reuter-Agentur aus Paris, daß die deutsche Note die Hauptforderung der alliierten Finanzhoheit über Deutschland erfülle und daß über die weiteren alliierten Forderungen erne Ver­ständigung jetzt zu erwarten sei.

Desallerletzte" Rachgeven.

»> Rotterdam. (S. C.)Daily Mail" laßt sich von sei­nem Berliner Korrespondenten melden, daß der Rerchs- kanzler Dr. Wirth in Gesprächen der letzten Tage ge­äußert habe, die neuen, Zugestandmsse jetrwr Nepara- lionsnote seien die endgültig letzten, tue er verantworte. Nur die inoffiziellen Zusicherungen Englands und Ita­liens in Genua geben ihm den Mut diese Zugeständ­nisse noch einmal vor dem Reichstag zu vertreten. ^^un auch diese Konzessionen nur Vorschläge seien, so glaube er daß die ihm folgende Regierung diejenige sein wurde, die Sie Alliierten am bittersten enttäuschen würde. Neue Belastungen von fehlgeschlagenen Hoffnungen ertrüge das deutsche Volk nicht mehr.

Französische Sonderforderungen.

w. Paris. (F. Z.) Die Reparationskommission hat sich in ihrer am Donerstag in Berlin ribcrreichten Ant- nwrt das Recht Vorbehalten, auf einige Details der wischen ihr und der deutschen Regierung vereinbarten Regelung in einer weiteren Mitteilung zurückzukom- men. Es scheint sich hier vor allem um eine Anzahl fran­zösischer Forderungen und Wünsche zu handeln, die die französische Regierung am Mittwoch in einem Schreiben au den Vorsitzenden der Kommission formuliert hat.. Sie beziehen sich zum Teil auf die Durchführung der alliier­ten Finanzkontrolle, zum anderen Teil auf das Budget.

Die Wetten für eine Anleihe,

x Rotterdam «S. C.)Courant" meldet aus London: Bei Lloyds notierten am Dienstag die Wetten für die internationale Altleihe an Deutschland 6 gegen 2.

Die Annahme der Finanzkontrolle.

»-.Rotterdam. «S. E.) DieTimes" melden: Die An­nahme der alliierten Finanzkontrolle durch Deutschland erhalte alle Vorbedingungen der Morgan-Konferenz. Die Londoner Presse rechnet jetzt mit einem schnellen Fortmma der Pariser Anleiheverhandlungen, die nur nr h efmt G°fahrvunkt haben: Der immer noch fehlende Mcht W weitere Besetzungeit und

Strafmatznahmen. , _ . .... ,AAA

Frankreich und der Haag.

^ Paris. Die Einlaüultg ö»r Konfer^ im Haag ist Lee französischen Regierung amtlich übermittelt wmden

DerPetit Parisien" schreibt offenbar beeinflußt: Es fe? wahrscheinlich, oaß die Antwort auf diese Einladung der französischen Regierung die Gelegenheit Bieten werde, ihre Ansicht über die Bedingungen, unter denen diese Konferenz sich vollziehen soll, kimdzugeben. Es sei ferner wahrscheinlich, daß diese Ansicht sich nicht wesent­lich von der unterscheiden würde, die in den letzten Ta­gen die amerikanische Regierung zmn Ausdruck gebracht habe. Man wisse, daß Amerika erkläre, es könne sich solange nicht nach dem Haag begeben, bis RutzlanS seine Denkschrift vom 11. Mai zurückgezogen habe. Selbst wenn Sie französische Regierung es nicht für angebracht erachte, soweit zu gehem fei es zweifelhaft, daß sie sich im Haag vertreten lasse, ohne vorher sicher zu sein, daß die von der Konferenz anzunehmende Verhandlungs- methoöe sowie die Grundsätze ihren Wünschen ent­sprechen.

Polnische Schreckensherrschaft in Oberschlesien

Wie die Blätter aus Oberschlesien melden, dauern Sie polnischen Unruhen in Oberschlesien an. Trupps von 20 bis 500 Menschen durchzogen, polnische Lieder singend, die Straßen von Kattowitz. Personen, die für Deutsche gehalten wurden, wurden auf das grausamste

mißhandelt, ^n der Mühlstraße wurden drei Leute vor dem Hause des Deutschen Volksbundes halb tot geschla­gen. Auch auf dem WUhelmsplatz wurden mehrere Leute schwer mißhandelt. Die Besatzungstruppen und die Polizei sehen den Ausschreitungen tatenlos z«. Auch in der Umgebung von Kattowitz herrschen ähnliche Zu- ------ - ' - - - - - fte und der Fer-

stünde. So wurden auf der Bc_____________ ..... ..... dmaudgrube die deutschen Arbeiter schwer mißhandelt. Auch in Laurahütte ereigneten sich ähnliche Vorfälle. Nach den bisherigen Feststellungen befinden sich unter den Mißhandelten zwei Lehrer, ein Arzt und ein Kauf­mann. Die Ortschaften Ruda, Kunzendorf, Paulsdorf, Nakoschau, Bielchowitz usw. werden von polnischen Banden durchzogen, die mit Gewehren bewaffnet sind, .^n Ruda erhielt eine Anzahl Grubenämter polnische Drohbriefe, die folgenden Wortlaut haben:Am 1. Juni haben Sie das polnische Oberschlesien zu verlassen, wenn nicht, dann Handgranaten. Die Mordkomnns- sion." Die neuen Grenzpfähle in Ruda, die die Auf­schriftvorläufige deutsch-polnische Grenze" tragen,

neuen Grenpfähle zertrümmert. Wie .;; der deutsche Bevollmächtigte bei ___ ................ Kommission in Oppeln die Kommis­sion auf Sie ernsten Zwischenfälle in Kattowitz Hingewie- fen und sie um den Schutz der Deutschen gegen die pol-

nischen Ausschreitungen ersucht.

Die Uebergabe Oberschlesiens.

h Berlin. sB. T.) Die Uebergabe Oberschlesiens wird etwa am 10. $Vuni beginnen und, vorausgesetzt, daß keine . nvischenfälle eintreten, ungefähr 14 Tage dauern. Die Grenze zwischen dem geraubten Teil und dem beim alten Vaterlande verbleibenden wird aber erst etwa am 1. Juli gezogen sein. Es werden dann sofort Sie Vorbereitungen für die Autonomiebestimmungen in die Wege geleitet werden.

Die Durchführung des Napallo-Verlrages.

->< Berlin. lB. Z.) Zu den Berichten, daß Tschitscherin am Freitag zu den Verhandlungen über einen deustch- russischen Handelsvertrag und über einen Konsularver­trag hier eintreffen würde, erfahren wir, daß bei der hie­sigen Sowjetvertretung am Donnerstag noch nichts über das Eintreffen des russischen Außenministers bekannt war Verhandlungen über die Ausführung des Ra- vallovertrages können nicht geführt werden, bevor mcht der Vertrag vom Reichstag genehmigt ist. Bisher haben nur unverbindliche Besprechungen zwischen Mitgliedern der russischen Delegation und Vertretern des Auswär­tigen Amtes über Punkt 3 des deutsch-russischen Ver­trages «Aufnahme der diplomatischen und konsularischen Beziehungen) stattgefunden. Daß übrigens in den näch­sten Tagen auch keine Verhandlungen über die Ausdeh­nung des Rapallovertrages aus die Ukraine in Aussicht genommen sind, gebt daraus hervor, daß der Leiter der Vsteuropäischen Abteilung im Auswärtigen Amt, Frei­herr von Maltzahn, am Freitag in Urlaub geht.

Verhandlungen mit der Ukraine.

»--Berlin. (T. U.) Der Präsident der ukrainischen Sowjetrepublik, Rakowski, ist am Donnerstag in Ber­lin angekommen. In den nächsten Tagen werden die Verhandlungen über die Ausdehnung des Rapallo- Vertrages auf die Sowjet-Ukraine beginnen. Es haben in dieser Angelegenheit in der letzten Zeit bereits unver­bindliche Vorbesprechungen stattgefunden. Bei diesen Vorbesprechungen ergab sich, daß die Sowjet-Ukraine dre Auszahlung der 400 Goldmillioneu der Hedmaun-Reme- rnng verlangt, was tatsächlich eine Durchbrechung des Rapallo-Vertrages bedeuten würde, da diesen 400 Mil­lionen erheblich höhere Forderungen gegeuüberstehen. Es ist gerade der Sinn des Paragraphen 2, grundsätzlich alle bestehenden Forderungen für beide Seiten zu an­nullieren.

JuMläumstagung des Landwirtschaftsrats.

Der Präsident der Landwirtschaftskannner der Pro­vinz Hannover, von Reden, forderte zur Landarbeiter- frage: Gesetzlichen Schutz gegen' die uneingeschränkte Abwanderung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte, Siche­rung der Räumung von Werkwohnungen bei Beendi­gung des Dienstverhältnisses, vorbehaltlose und schnelle Gewährung von ReichSzuschttssen auch für Bauten und Werkwohnungen auf dem Lande, keine Behinderung der Steigerung wlS Verbesserung der Arbeitsleistung auf

dem Wege des Akkordvertrages, vefonoerer L>cyuy le­benswichtiger landwirtschaftlicher Betriebe und Neben- betriebe, Heranziehung ausländischer Arbeitskräfte, die besonders für Gegenden mit ausgedehntem Hackfrucht- bau nach wie vor als unerläßlich gilt, Legitimierung der ausländischen Arbeitskräfte durch eine Zentralstelle. In

unerläßlich gilt, Legitimierung der .......... . --------fräste durch eine Zentralstelle. In der Aussprache wurden u. a. betont, daß die Landwirt­schaft erheblich mehr für die Erstellung von Werkwoh­nungen getan habe als die Industrie. Die Leitsätze wurden zum Beschluß erhoben.

Dann sprach der Direktor der Bayerischen Landes­bauernkammer Dr. Horlacher über LasAgrarprogramm der deutsche« Sozialdemokatie". Das Referat gipfelte in einem längeren Antrag, der besagt:Angesichts der taktischen Manöver aller sozialistischen Gruppert zur Ge­winnung von Anhängern unter der Landwirtschaft ist es neuerdings erhöhte Pflicht aller landwirtschastlichen Organisationen, über die wahren Ziele des Sozialismus aufzuklären. Die Einigkeit unter der gesamten land­wirtschaftlichen Bevölkerung, ob Inhaber von kleinen, Mittel- oder Großbetrieben, muß nach wie vor das feste Bollwerk gegen den Erzfeind des freien landwirtschaft- chen Besitzes, den Sozialismus aller Schattierungen, bilden."

Bollwerk

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Im weiteren Verlauf der Tagung des Deutschen Landwirtschaftsrates nahm die Berfanimlung ein Re­ferat des Justtzrats Dr. Meidiuger-Berlin über die Frage der Wuchergefetzgeb««a entgegen. Es wurde ein Antrag angenommen, wonach u. a. gefordert wird, daß endlich das besondere Wuchergerichtsverfahren beseitigt und mildernde Rechtsmittel gegen Urteile des Wiicher- gerichts zugelassen werden. Ferner wurde ein Antrag angenommen, der die Ltefernng vo« Lebe«s«itteln z« billigen Preisen oder unentgeltlich an notleidende Kreise, besonders auch des Mittelstandes in Stadt und Land, sowie an Studenten, Krankenhäuser und wohltätige 'An­stalten, ferner die Gewährung von Erholungsauienthal- ten an erholungsbedürftige Kinder nnö Sie Gewährung von Erwerbsmöglichkeiten auf Sem Lande für Studen­ten während der Ferien vorsieht.

Damit war die 50. Inbiläumstagung des Deutschen Landwirtschaftsrats abgeschlosiem

Deutsche Schutzbundgruppe in Amerika.

fchen zur Schutzbundtagung befindet sich auch ein Tele- aranrm aus Neuyork, in dem eine Anzahl deutscher Or­ganisationen mitteilt, öaß sie Sie Vorarbeiten für Sie Grünöung einer besonderen Gruppe Amerika des Deut­schen Schutzbundes vollendet habe.

Die beschlagnahmte« Sentsche« Güter in Belgie«.

»^ Zürich. (T. U.) Nach einer Meldung derNeuen Züricher Zeitung" soll in Belgien in einigen Wochen mit der Lignidation der beschlagnahmten deutschen Güter begonnen werden, falls nicht die von Erzberger unter­zeichnete Konvention von der deutschen Regierung Snrchgeftihrt wird.

Partei streit in Bayern.

^Mönche«. (T. U.) Die Landtagsfraktion des Bayerischen BauernSunSes wird die parlamentarischen Konsequenzen ziehen, wenn die in der Frage der Ge- treidenmlage gegen den bayerischen Larlöwirtschaftsmi- nister Wntzelhofer eingeleitete heftige Agitation, an der sich auch Mitglieder der Bayerischen Volkspartei be­teiligt haben, nicht aufhören sollte.

Bemühnnge« um Amerikas Teilnahme im Haag.

^ Washington. (T. U.) Auf die offizielle Erklärung des Außenamtes, daß die Regierung der Bereinigten Staaten die Einladung zur Haager Konferenz nicht an= nehme, erhoben die alliierten Botschafter beim Staats­departement Vorstellungen. Sir schlugen vor, die ame­rikanische Regierung möchte daim wenigstens Delegierte in solche Kommissionen der Konferenz entsenden, die sich leSrglich mit Wirtschaftsfragen beschäftigen.

Serbisch-italienisches Abkomme«.

»* Der serbische Minister Kratelj ist von Rom nach Belgrad zurückgekehrt. Er brächte Sen definitiven Text der Uebereinkommen mit Italien mit, der von beiden Seiten bereits vollständig paragraphiert und nntcrschrie- ben ist. Von dem Uebereinkommen betrifft das eine Zara, das andere den Hafen von Barosch. Die Ver­handlungen gestalteten sich sehr schwierig, unS die Un­terschrift konnte erst auf dem Bahnhof uumittelbar vor der Abreise der Delegation erfolgen. Der Vertrag wird wahrscheinlich in einigen Tagen von beiden Regierun­gen ratifiziert werden. Die Räumung der dritten von italienischen Truppen in Dalmatien besetzten Zone wird dann sofort stattfinden. In jugo-slawischen Kreisen hält man die Attseinandersetzung mit Italien für durchaus befriedigend.

Jtalienisch-serdrsche Eisenbahnfrage«.

»-»Wien. Infolge der Hiermit der südslawischen Ne- gierung. an der von Italien aus den :0. Juni nach Ve- ntMa eiuverufenen Konferenz zur Beratung der Söd- bahnfrage gernäß dem FriedenSvertrag teUzmiehrnen, dürfte die Kouferenz vertagt werden. Für die EüdSabn ergibt sich daraus eine schwierige Lage, da das ehemalige Konnnissartat Ende des Jahres abläuft.

Das neue Wiener Kabinett.

Die neue Wieuer Regierung setzt sich zusammen: Bundeskanzler: Prälat Seipel, Vizekanzler nnd Inne­res: Dr. Frank, Aeußeres: Dr. Grünburger Finanzen: Laudesrat Segur, Handel: Kraft, Justiz: Waber. Acker­bau: Buchinger, Heereswesen: Vaugoin. Verkehr: Ode- «al, Sozialverwalsttna: Schmidt. Der bisherige yitm deskanzler Schober übernimmt wieder das Polizeiprä-- sidium in Wien.