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KersfelöerTageblatt

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Hersfelder Kreisblatt"

Amtlicher Anzeiger für den kreis Hersfel-

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Nr. 98

Donnerstag, den 87. April

198»

Mf Am Scheivewege?

r^-^ Erklärungen Tschttscherins.

TMtschertn hat einem Pressevertreter in Genua «. & folgende Erklärung abgegeben: Solange wir uns in Allgemeinheiten bewegen, konnten die Meinungsver­schiedenheiten nicht augenscheinlich sein. Sobald aber da» Eigentumsrecht zur Sprache kam, begann für uns die Debatte von Interesse ersten Ranges zu werden. Die großen Arbeiter- und Bauernmassen Rußlands sind von 5er Idee durchdrungen, daß der Grund und Boden und der große Industriebesitz nationales Eigenrum sind. Der Grundsatz der Rationalisierung des Landes ist ei­nes jeden russischen Menschen teure Parole geworden. Unsere Bolksmassen sind -er Ansicht, daß Land, und Industriebesitz Privilegien sind, ähnlich dem feudalen Rest von der französischen Revolution und ähnlich der Leibeigenschaft vor Alexander IL Diese Privilegien sind aber ühne Einschränkung abgeschafft worden. So soll es auch mit den heutigen Privilegien sein. Infolgedessen können wir in diesem Punkte nicht nachgeben. Was vorgeschlagen wurde, ist ein System. auf dem die ehe- maligen russischen Eigentümer eine Konzession oder aber ein Recht auf Bewilligung an gemischte Gesellschaf, ten oder Trusts erhalten würden. Die praktische Trag, weite unseres Borschlages ist groß. Durch unser System aetne neue wirtschaftliche Form entwickelt werden.

unserer Ansicht yt für die Beurteilung der Frage, ob die Aenderung des ehemaligen Privateigentums be. gründet ist oder nicht, Mein die Sowjetregierung zu- Mndig. Eine allgemeine Entschädigung ist aber nach «userer Meinung vollkommen ausgeschlossen. In dieser Beziehung besteht -wischen unseren Gläubigern und uns ein Abgrund, über den hinweg wir uns noch lange ge- «nseitia besehen können, ohne daß wir te zusammen, kommen. Was die anderen Fragen anbelangt, so sehe ich keine ernsten Meinungsverschiedenheiten. NichtS- Hestowentger sind wir nach wie vor der Ansicht, daß es eine notwendige Vorbedingung für uns ist, Staatskre, Ute zu erlangen, wenn die Verhandlungen ein Ergeb- NiS haben sollen. Wir können uns sonst nicht verpflicht ten, unsere Borkriegsschulden zu bezahlen. Die ver­langte Anerkennung der Sowjetregierung ist für uns keineswegs eine Prestige- oder diplomatische Formfrage, wie vielmehr eine haudelsinteressierende Angelegenheit. Denn wir könne» nicht an die Wiederherstellung der Handelsbeziehungen denken, wenn wir keine juristisch« Person sind.

Ultimatn« a« die rufstsche^e^egatis«. leben. Die Alliierten verhandelte« über diesen Text, her beule abend oder morgen früh anSgehändigt wer­ben fett. Die Russen werden 48 Stunden Zeit hade«, ** ihre Antwort auf die Bedingungen abzugebeu

Nach einer Meldung aus London hat die französische Delegation die Stellung des Ultimatums an Rußland oerlangt und angedroht, anderenfalls die Konferenz zu verlassen. Dieses Vorgehen der französischen Delega­tion soll auf neue Instruktionen von Poincaree hin er- folgt sein, der die Delegation angewiesen habe, auf den von ihm gestellten Bedingungen zu bestehen.

Die Londoner Blätter weisen darauf hin, daß in» feige der Rede PotncareeS die Möglichkeit der Zurück- zietzung Frankreichs von der Genueser Konferenz in Genua und London eifrig erörtert werde. Wenn dieser «an eintreten sollte, so würde Lloyd George nach Lon- Son zurütSebren, um das Parlament um Unterstützung in ersuchen, und die Genueser Konferenz würde dann fortgesetzt werden. Es sei nicht wahrscheinlich, daß Lloyd George diese Frage durch Neuwahlen entscheiden lasse»

für die ganze Erde mindestens 10 Millionen Erwerbs, lose errechnet, sodaß einschließlich der unterhaliungsbe- rechtigten Familienangehörigen der Erwerbslosen in Europa zur ZeU mindestens 12 Millionen Menschen, auf der Erde etwa 80 Millionen das gewohnte Arbettsetn- kommen entbehren. Die aus öffentlichen und privaten Mitteln für den Unterhalt dieser Erwerbslosen ver­wandten Summen werden für das Jahr 1921 allein auf 10 Milliarden, für die Zeit seit dem Waffenstillstand auf 25 Milliarden Goldfranken veranschlagt. Der Lohnaus­fall wird für 1921 allein auf 25, für die Zeit seit Kriegs- ende auf etwa 60 Milliarden Goldfranken geschätzt) der durch das Brachliegen der Arbeitskräfte und Probuk. tionsanlagen herbeigeführte Ausfall in der Güterer- zeugung für 1921 auf über 87, seit dem Waffenstillstand auf über 100 Milliarden Goldfranken. Die furchtbare Größe dieser Summe kann man richtig würdigen, wenn man bedenkt, daß sie mehr betrage», als vor dem Kriege das Einkommen Mitteleuropas in den entspre- chenden Jahren, das Dreifache des gesamten Einkom- mcns des deutschen Volkes seit dem Waffenstillstand und das Dreißigfache der Deutschland auferlegten jährlichen Reparationsleistungen.

Spannung zwischen Deutschen un* Franzose».

<m Berlin. lS. C.) Die letzten Meldungen aus Ge­nua, die am Dienstag abend und am Mittwoch morgen i» Berlin eingegangen sind, bestätigen nicht nur die endgül­tige Beilegung des Konflikts auf der Konferenz, son­dern auch die Fortdauer der Spannung »mischen bea französischen und der deutschen Delegation. In jfoitfe»

entfernt, daß selbst das

-Journal" das Berhalte« d alS auffällig und befremdend______________

nehmen die Verha«dl«vgen in Genua jetzt miw «erlauf, den die Berliner Regierung erwar»

von den liebe

reund-

Re.

zu fördern.

Die Arbettrlsfigkett mrd ihre DeLSmpftmg.

In der Nmteravsschußsitz««» Z« Wirtschaft»!»«, «issio« wurde der Entwurf einer Enffchlietzmm vorge- W SÄS M»S S» arbeitet aller Völker erfolgen kann, daß aber deren Mit­arbeit besonders in den valutaschwachen Ländern durch die Tew

inftion

irmtndert würden. Diesen Zu- lederherstelluna des finanziellen chgewichtS zwischen den Volker«

und die Konsumkraft ve

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ellen Ar-

S Wertvoller Arbeite« zu verwenden)

»er^ »urch Bermittelung des internationalen Arbeit». Samtes die Erfahrungen auSzutauschen und gegenseitig I nutzbar zu machen.

, Deutsche Denkschrifi Sber die Arbeitslosigkeit.

Bom Reichsarbettsministerium war eine ausführ- | (M. Denkschrift über die Arbeitslosigkeit der Welt. ihre I Wirkungen, ihre Ursachen und ihre Bekämpfung ausge- 16tthetiei4nMjbeiL L-Ür Lurova werden rund 4 Millionen.

Die Behandln«- ausländischer Firme«.

Scharfe Protestnote an die Russen.

In der Sitzung der zweiten Unterrommission der Wirtschaftskommission wurde ein von der deutschen De- legation eingebrachter Antrag zur Erörterung gestellt, der sich auf die Behandlung ausländischer Firme« und einzelner Kaufleute im Inland bezieht. Dem Antrag liegt der Gedanke zugrnnde, daß alle Staaten die Aus. länder im allgemeinen in gleicher Weise zu Handel und Gewerbe zulassen sollen wie die Inländer. Auch sollen die danach zugelassenen ausländischen Kaufleute in steuerlicher und anderer Hinsicht arundsätzlich auf glet- chem Fuße mit den Inländern behandelt werden. Der Grundsatz der gleichen Behandlung soll ferner für die Schiffahrt gelten. Zu einer eingehenden Verhandlung kam es nur über die auch in dch» Londoner Sachverstän- digenvorschlag behandelte Frage der Besteuerung. Da. bei entstanden lebhafte MeinunaSverschiedenheiten über die grundlegende Frage, ob die Zttlastung etwaiger Aus­nahmen bei der steuerlichen Gleichbehandlung der Aus­länder mit den Inländern an die Voraussetzung ge­knüpft werden soll, daß derartige Ausnahmen allen Na. tionen gegenüber gleichmäßig angewandt werden und daß also eine unterschiedliche Beyandlung der Angehö­rigen der einzelnen fremden Staaten ausgeschlossen ist. Diese Voraussetzung wurde schließlich von der Mehrheit der in der Unterkommission vertretene» Delegierten als

dahin festlegen: Am Dienstag haben zwischen den al­liierten Sachverständigen sehr langwierige Besprechun­gen stattgefunden, die dazu geführt haben, eine Anzahß' von Fragen aufzustellen, die den Russen vorgelegt wer­den sollen. Die wichtigsten davon sind: 1. Erkennt sschulden a« und wie denkt es sich

»S zu halte«? werden die Bev-

w Genua. (B. X.) --------------------

Handlungen mit den Russen fortgesetzt. Von Seiten der Alliierten wird ihnen ein Fragebogen vorgelegt werden, auf dem die Fragen so gestellt sind, daß sie entweder mit ja oder nein beantwortet werden können. Das ist we­nigstens der Wunsch der Fragesteller. Der Pessimi»-

*TW . ......hu litt

In der Sitzung des Sonderausschusses, der die aus den Währunasschwaukungev ««d Währungs«nterschie- be« der verschiedenen Länder für den Eisenbahnverkehr sich ergebenden Schwierigkeiten erörtert, ist nach län- aeren Ausführungen der Finanzsachverständigen sestge. stellt worden, daß der Ausschuß nicht imstande sei, das Währungsproblem zu lösen und daß eS der vorgesehenen technischen Konferenz der Eisenbahnverwaltungen über­lassen werben müsse, eine für die Praxis erträgliche- sung zu suchen. Demgemäß wurde von der ersten Kom- Mission beschlossen, in Arttkel 5 des ResolutionSvorschla- geS die Währungsfrage als eine der wichtigsten und er­sten Aufgaben der demnächst einzuberufenden Techni­schen Smlferenz von Eisenbahnverwaltrmgen ausdrück- lich auzuführen.

«»Alexander giltst »roteftiert im Namen der ukraini­schen Delegation dagegen, daß RakowSky als Vertreter der Ukraine in Genua auf tritt

Das Sofferpacken beginnt

TheuniS und Hermes sind aus Genua abgeretst St­auch in den Kreisen der Sachverständigen bat das Koffer- packe» begonnen. Bon einem amerikanischen Journa­listen wurde erzählt, das Reichskanzler Dr. Wirrü Ll^d George habe wissen lassen, daß sich auch für die Führer der deutschen Delegatton die Notwendigkeit einer bal­digen Rückreise immer stärker erweise.

w^ei einem Empfange der in Genua anwesntden deutschen Journalisten führte Reichskanzler Dr. Wirth folgendes aus: Mir liegt daran, eine feierliche Erklä­rung in Ihrer Mitte abzugebeu. I» französische» Zei­tungen wird die Frage gestellt, ob der Vertrag von Ra- vallo vollständig veröffentlicht ist, ob er geheime Bestim- mungen enthält oder ob er politischen oder militärischen Zwecken als Vorwanü dient. Meine Erklärung lautet: Dvc vertrag ist vollständig veröfieuUtcht morden und enthält ketnerle Bestimmungen politischen ober militä­rischen Charakters. Er ist nach unserer Auffassung alS Friedensinstrument zu würdigen und auch der erste

miteinander in blutigem Rin macht mit der Vergangenheit

welt zu ermö, Wer uns nac kommen, und

iölker«. die haben. Er schland und Worauf eS

mit dem russischen Volke au ix kommen und der HandelS-

en es schr begrüßen, wen» in fit Rußland zu einem Abschluß der Vertrag von Rapallo stieb« Sah« ebnet

Wirth den Pressevertretern u. a. noch folgendes den heutigen delekaten Verhältnissen sei Zarü » empkebleuLivert ia foaar notroendia. Er bea

Der Friedenspaki Lloyd George».

»-* Genua. (B. X.) Lloyd George hat den von ihm, ausgearbeiteten nicht aggressiven Pakt Barthou über­reicht Vorher hat er ihn Schanzer übermittelt. Dieser hat Sctkoja damit beauftragt, die juristische ven»«»»- des Paktes,zu prüfen und der italtentschen ReAenm»

mit dem R

feien -Hambu Rede, die der Kolonie gehal

kanzler. Der Sonderberichterstatter erklärte: Jf<H glaube im Sinne des ganzen deutschen Volkes zu spre­chen. wenn ich Ihnen gegenüber zum Ausdruck bringe daß Sie hier in Genua die richtigen Worte gefunden ha­ben, wenn Sie erklärten, daß es das Ziel Dentschlanü»! sei, feine nationale Freiheit wieberanerlangee* De» Reichskanzler erwiderte: .ES ist mir eine besondere Freude, wenn ich es auch meinen Gegnern recht gemach» habe. Ich hoffe, daß die gesamte deutsche Presse die Re­gierung unterMtzen wird." .D-aS wird sie, wenn ©te fest bleiben, Herr Reichskanzler," erwiderte der Sonder» Berichterstatter. »Wir »erben nicht znriietwelche«." gab bet Reichskanzler zur Antwort.

Der schwindende dfbrfifhxngSgebaititi.

vor

ab, in der er auf die Notwendigkeit hinwieS, die titanische Armee auf nicht unter 150000 Mann ( zusetzen. Amerika mür um feinen Willen zu

eine starke Armee unterhaltest «engen, daß eS sich gegen jeden Berle&ung seiner Rechte verket­

tn der Entwickelung begriffen, deren Wirttrug die Be­ziehungen der Bereinigten Staaten zu diesen Länder« in weit gebendem Maße beeinflussen könnte und deren Tragweite man jetzt noch nicht voraus sehen könne. Ma» habe in Amerika auch kein direktes Interesse an diesen

Konflikte entstehen könnten, durch die die Bereinigte» Staaten von Amerika in ernsthafter Weise in Mittet» Herrschaft gezogen werden könnten.

Die Stabilisierung der WSHrmrgeii.

sich mit den ersten Bankiers der Welt halbamtlich Äj Verbindung zu fetzen, um die Frage der etadtstfterttnr her Bataten, wie sie in Genua vorgesehen ist, zu prüfen

Die Frage einer deutschen Anleihe.

Journalisten gegenüber, Amerika sei aufnahmeß für eine größere deutsche Anleihe, wenn ausreichende cberbeÜen gegeben würden und wenn die Anleihe-« gangen einen genügenden Anreiz bieten würden.

verstimm««» in Amerika.

* Network. Dir Rede, die der französische Minister­präsident in Bar le Duc gehalten hat, bat in «mertk» große Verstimm»«» beroorgerufem Dir Neuvorker