Kersftl-er Tageblatt
•Anzeigenpreis für die einspaltige Petitzeile oder ; deren Raum 1.— Mark, für auswärts 1.50 Mark, * die Reklamezeile 3— Mk. Bei Wiederholungen ; Dachlah. + Für die Sdiriftleliung nerantraortlich :
Franz Funk in Bersfeld. + Fernsprecher Dr. 8. ;
Hersfelöer Kreisblatt"
Amtlicher Muzeiger für den kreis HersfelS
Erscheint jeden Wochentag Der Bezugspreis beträgt monatlich für Bersfeld u. durch die Pofl bezöge» 8.00 Mk., bet freier Zustellung ins Saus, Abholer 7.00 Mk. ^ Druck und Verlag von budolg Funks Buchdrudrerei In Bersfeld, Mitglied des VDZV.
«A7MNME
Nr. 95
Montag, den 24. April
WA%
Die deutsche Antwortnote.
Die dem Präsidenten der italienischen Delegation überreichte deutsche Antwortnote, die vom Reichskanzler
Dr. Wirth unterzeichnet ist, hat folgenden Wortlaut:
Seit mehreren Jahren hat Deutschland die russische Sowjet-Republik anerkannt. Eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Ländern über die Folgen des Kriegszustandes war jedoch notwendig, bevor die,or- deutlichen diplomatischen Beziehungen wieder ausgenommen werden konnten. Die Verhandlungen, Die hierüber zwischen den beiden Regierungen geführt wurden, waren schon vor mehreren Wochen soweit vorge- schritten, Daß sie einen Abschluß ermöglichten. Die russische Verständigung war für Deutschland deshalb besonders wichtig, weil hier die Möglichkeit bestand, mit einem der großen am Kriege beteiligten Staaten zu er- «em Friedenszustand zu gelangen, der alle dauernde Schuldnerschast ausschließt und von Grund aus erneute, durch die Vergangenheit nicht belastete Freund,chafts-
Beziehungen ermöglicht.
Deutschla»rd ging nach Genua mit dem herzlichen Wunsche auf gemeinsame Arbeit mit allen Völkern zur Wiederaufrichtung des leidenden europäischen Erdteils im Vertrauert auf das wechselseitige Verständnis sur die Sorgen aller seiner Glieder. Dre Vorr-chlage de^ Londoner Programms lassen die deutschen Jntereiseu außer acht. Ihre Unterzeichnung hatte gegenüber Deutschland drückende Reparationsansprüche hervorge- Mfeu. Eine Reihe von Bestimmungen hatte dazu, geführt, daß die Folgen der zaristischen Krtegsgewste Deutschalud allein zur Last gefallen waren. Wiederholt hat die deutsche Delegation Mitglieder der Delegationen der einladenden Mächte in eingehenden Besprechungen auf diese schweren Bedenken aufmerksam gemacht. Dies ist jedoch ohne Erfolg geblieben. Vielmehr wurde der deutschen Delegation bekannt, daß die einladenden Mächte Sonderverhandlungen ant Rußland eingeleitet harten. Mitteilungen über diese Verhandlungen ltetz'.n darauf schließen, daß eine Verständigung binnen kurzem bevorstehe, daß aber die Berücksichtigung der gerechten deutschen Wünsche nicht in Aussicht genommen seU Die deutsche Delegation ließ demgegenüber keinen Zweifel, daß sie gezwungen sei, ihre Interessen unmittelbar zu> vertreten, da sie sonst in die Lage gekommen wäre, sich in der Kommission einem Entwurf gegenWer: zu sehen, der für sie unannehmbar, aber von d^ Mehrheit ^
Kommission, ^reits^vere^^
AA^^stwlmnna mit dem bereits vor Wochen aufge- Pellten Entwurf unterzeichnet nnd alsbald bc^auntge- ^ Dies?/Vorgang zeigt in aller Deutlichkeit daß die deutsche Delegation den Weg der Verhandlung mu Rußland nicht aus Mangel an Gemeinschaftsfilm, Itm- öern aus zwingerrden Gründen beschritten hat. Er <,ergt ebenso deutlich, daß die deutsche.Delegaston bestrebt wesen ist, bei ihrem Verfahren jede Heimlichkeit, lernzu- haltcii. Es würde durchaus den Wünschender dg Delegation entsprechen, wenn auf der Konferenz eine allgemeine Regelung der russischen Frage Klänge und wein in diese Gesamtregelung der 6cW)»ittfW ^ trag eingefügt werden könne. Die Möglichkeit hierfür ist fein wobt gegeben. De'- Vertrag greift in das Verhältnis dritter Staaten zu Rußland in keiner Weise eilt. Auch ist es in jeder seiner Bestimmungen von dem Gedanken getragen, dessen Verwirklichung, sie Mit. Recht als das Hauptziel der Konferenz bezeichnen, naml.ch von dem Geiste, der das vergangene als endgültig abgeschlossen ansieht und eine Grundlage des gemeinsamen friedlichen Wiederaufbaus sich zum Ziel seist
Was die weitere Behandln«« der russischen r^age auf der Konferenz betrifft, so halten auch die deutschen Delegierten es für richtig, daß sie sich a« den Beratungen der ersten Kommission über diejenigen Fragen. dre den zwischen Deutschland und Rußland bereits geregelten Fragen entsprechen, nur dann beteiligt, wenn etwa ibte Mitarbeit besonders gewünscht werden sollte. Da- araeu bleibe die deutsche Delegation an allen dementgen der ersten Kommission übertragenen Fragen interessiert,
-ie sich nicht auf die im deutsch-russischen Vertrage gere
gelten Punkte beziehen.
Die deutsche Delegation hat mit Genugtuung die Entwickelung begrüßt, welche die Verhandlungen der
Kommissionen genommen haben. Sie fühlt sich ewig mit dem Geiste der Solidarität und des Vertrauens, der diese Arbeiten beseelte. Weit entfernt von dem Gedanken sich von der europäischen Gemeinschaftsarbeit aüzu- menden ist sie bereit, an den von der Konserenz von Genua zu erfüllenden Aufgaben im Geiste der Völker- «n-föhnnung und im Sinne des Ausgleichs östlicher und westlicher Wohlfahrt mitzuarbeiten.
Die Antwortnote Tschitscherms.
Die an den italienischen Ministerpräsidenten gerich- snntr Dschitscherins hat folgenden Wortlaut:
" DM russische Delegation hat mit größter Aufmerk- ramkei? die Vorschläge der alliierten Regierungen ge- it me ^m^lnhang zu dem Protokoll vom 15. b $$i enthalten sind, und hat gleichzeitig die Ansicht ih-
Reaierunn darüber eingeholt. Sie russische Dele- I^inn verbleibt bei der Ansicht, daß die gegenwärtige s'; Lag? Rußland?' und die Ninstände, die zre herbeigeführt ba§en Rußland reichlich berechtigen wurden, sich von allen lemen in den oben erwähnte:! Vorschlägen ange- . Sm'Loflichtungeu im HiEck ans seine Gegen
! Delegation berest'einen weiteren Schritt zu tun in dem j wftrS^ einer Lösung, um die Dif-
fereuzen auszugleichen. Sie ist bereit, die Artikel 1, 9 und 3a des oben erwähnten Anhangs unter folgenden
Bedingungen anzunehmen: . t
1. daß die Kriegsschulden vnd die Zinsenrückstände oder die anfgeschobenen Ziusevzahluugen aller Schulde» vermindert werden. , , m r
2. daß ein angemessener finanzieller Beistand Rnß- land bewilligt werde, um diesem zu helfen, ans seiner Seewärtigen wirtschaftlichen Lage so schnell als mög«
berauszukommeu.- ,
Was den Artikel 26 betrifft, so ist die russische Regierung unter dem Vorbehalt der oben angeführten Be- bingmgen bereit, den vormaligen Eigenttimern die Nußuietznng ihrer nationalisierte« oder beschlagnahmten Güter wieder zu geben, oder, falls dies nicht möglich ist, den berechtigten Forderungen der ehemaligen Defilier Genüge zu tun, sei es durch ein gegenseitiges direkt mit ihnen abzuschließendes Abkommen oder auf Grund von Abkommen- deren einzelne Bestimmungen auf der gegenwärtigen Konferenz erörtert und festaelegt werden würden. Ein finanzieller Beistand von fetten des Auslandes ist absolut unentbehrlich für den wirt- fchafilichen Wiederaufbau Rußlands. Solange sich keine Aussicht auf Wiederaufbau bietet, sieht die russische Delegation keine Möglichkeit, ihr Land mit dem Gewicht der Schulden zu belasten, die es nicht zahlen könnte. Die russische Delegation wünscht auch klar zu verstehen zu geben- obgleich sich dies eigentlrch von selbst versteht, daß die russische Regierung kecnerlet Verpflichtungen für die Schulden ihrer Vorgängerin übernehmen kann, solange sie nicht offiziell de jure von alle« interessierten Mächte« anerkannt worden ist.
ire von allen interessierte«
Frankreich protestiert!
^Paris. (T. U.) Nach den Meldungen »er Pariser Morgenblätter hat die französische Delegation in Genua dem italienischen Ministerpräsidenten in seiner Eigen? schaft als Vorsitzender der Konferenz von Genua ein Schreiben überreicht, worin gegen die deutsche Antwortnote protestiert wird. Die französische Delegation führt in dieser Note aus, daß sie die Legitimität des deutsch- rnssischen Vertrages bestreiten müsse, da er gegen die Vestimmnngen von Cannes verstoße. Die französische Delegation verlangt von dem italienischen Ministerpräsidenten de Facta die Einbernfnng einer Konferenz der Delegierten der alliierten Mächte, in der diese Frage^M-, gerollt werden M^ ^ , MMMfirm mobilisiert feine Industrie.
»^ Paris. lF. A) Die „Humauttee" br»«gt die aus- sehenerregeuse Meldung, daß die französische Indnstrie von anstlicher Seite die Ordre erhalten habe, sich für eine eventuelle Mobilmachung bereitzuhalten. Die Mitteilung der „Humanitee" lautet: Vou absolut Anvers lässiger Seite erfahren wir, daß General Payeur, Direktor der Abteilung für Kriegsgerät, in den vergangenen Tagen an die Betriebe, die während des Krieges für die Armee gearbeitet haben, geheime Instruktionen hat ergehen lassen, aus denen dentlich hervorgeht, daß die sreuzi sche Regierung die industrielle Ptobilmachung für einen sehr nahen Zeitpunkt vorbereitet. Die Munitcons- mcnge, deren Beschaffung für diefen Fall in Ausstch» genommen ist, ist außergewöhnlich groß. Sie überschreitet für einzelne Betriebe die Produktion des Iah- rcS iNA An eine Granatenfabrik im Südosten Frank- rcichs, die im Kriege täglich 3VVV Granaten von 10» Mil- limew ßerftehte, ist Die Ordre ergangen, sich anf eine Produktion von 5000 Stück täglich einzusteüen. — Das Blatt fügt «och hinzu: Wir fürchten kein Dementi nn* ieret ^' ^ doüi'caree in ^ungemütlicher Lage".
w Paris. (F. A) Ueber den Verlauf der Sitzung des Ministerrais ist entgegen den sonstigen Gepflogenheiien der Oesfentlichkeit keine Mitteilung übergeben worden. ES rxrlautet, aber, daß die mit Elektrizität geladene At- vnüvhüre innerhalb der Regierungskreise mit lgrößter mesoraniS angesehen wird. Der französische MlUister- präsident Plüncaree befindet sich in einer ungemütlichen ^^' Französischer Stnrmlauf gegen Barthv«.
^ tL 30 Barwou hat sich, wie man behaup
tet mif Anraten Millerauds nach Parts begehen, um eine sehr pessimistische Darstellung der französtichen Situation auf der Kouferenz zu geben. Die ^Franzmen erklären, Barthon habe Fraukreich in eme «uertragliche Lage hineinmanövriert, und ^^^^uc die bitiersten ^nrwiit'f^ höfl CT bett littst MOt AW^j X^^tt ^^ SS% Poincaree dürfte versuchen, die SUna- tio« zu retten. Da man weist wie Diete9l^ungsaktion Poincarees aussehen wird, dürften ernste Tage für die
Konferenz kommen.
Polen 615 Sernnoant»
/® b i Der ^Tagesanzeiger" meldet aus Genua: Die völnische ß^HÄ?iÄ W es, falls der deutsch-rufsuche „Vertrag nicht in alUu ie> neu Teilen zurückgezogen würde, für Polen unmöglich f?" s^uen Heeresbestand herabzusetzen. - Das Blatt meldet weiter, daß die deutschen ^^verständigen mich erst Dann ihre Zustimmung zu dem h^ Veriraa gegeben hätten, als si^ vor dte voll endete^ at lache gestellt worden seien. (1!) Weiter fordern die Polen, daß der deutsch-russische Vertrag vor der Gesamtlonfe- renz in Genua zur Erörterung gestellt wird.
Frankreich ««nachgiebig. t .
H Berlin. (S. C.) Die in der Nacht zum Sonnabend in Berlin eingegaugenen Meldunger,^aus^ Genua lassen a;» qaap 4ttt ßTfAßittciitctt nI5 uuve^üvve^t ctiu)cthvIu Der amtliche NasbLicht weiß noch zu berichten, daß die Annullierung des dentsch-russischen Vertrages uach wie vor von der französischen AElegatton al^ dle Vor- bedingung für weitere Verhandlungen Frankreichs mu
Rußland und Deutschlmid gefordert wird. Die deutsch» Antwort wird eine Erwiderung durch die Alliierten ritt» den. Man glaubt in unterrichteten Kreisen, daß die Antwort der Alliierien schon am Sonnabend Dem deutschen Reichskanzler Dr. Wirth überreicht wird.
Die Autwort auf die russischen Gegenvorschläge.
»-»-Berlin. lT. U.) Das von Lloyd George der russischen Delegatton übergebene Memorandum hat folgenden Inhall: 1, Die alliierten Regierungen lehnen Die Verantwortung für die von den Evwiels erhabenen Ansprüche ab. 2. Mit Rücksicht aus a-e ernste Wirtschaftslage Rußlands sind die alliierten Regierungen Dereit, die russische Kriegsschuld in einer gewissen uuüer zu vereinbarenden Höhe abzuic.it? tten und die aufgeworse- nen Zinsen zu ermäßigen. 3 Der Svw-eiregienci.a kann in folgerrden Gunsten nicht cntgegeuaekvwmen werben: Hinsichtlich der Schulden uno finanziellen Verpfliclsticn- ae. die Rußland frenrden Staatsangehörigen gegenüber hat, unD hinsichtlich des Rechts solcher frentöen Staatsangehörigen auf Rückaabe ihres Gtgenttims oder Ersatz für erlittene Schäden aus diesem Eigentum.
Die russische Frage.
** Genua. (F. Z.) Die itaL Morduuug unterstützt den englischen Standpunkt der Untrennbarkeit der Grundsätze von Cannes, den Russen die politische Anerkennung zu versprechen, wenn Rußland seine BvrkricaS- schulden anerkenne. Die französische Regierung bleibt somit mit ihrem Widerstände gegen die Wcederaus- nahme der Bezteüunaen mit Rußland isoliert Die Wiederaufnahme der Beziehungen mit Rußland wird auch von der Kleinen Entente gewünscht.
Die Wirtschaftskommission.
w ®enna. In Der Sitzung der zweiten Unterkvmmii- sion der Wirtschaftskommission am Freitag wurde»» einige das gewerbliche Schutzrecht betreffende Bestirn- muna^n der Londorcer Sachverständigenvorschläge beraten, wonach im allgemeinen die durch den Kriea un» die Revolution beeivträMigten Schutzrechte wiederherge- stellt wurden, jedoch zu Ungunsten Deutschlands, da die rm SBetfailler Vertrag vorgesehenen Maßnahnren bestehen bleiben sollen. Die deutsche Delegation erklärte ihre Zustimulurra zu dem Grundgedanken der Bestimmungen, legte jedoch dagegen Verwahrung ein, daß Deutschland durch die Bestimmungen des Verfmll« Vertrages benachteiligt wird. Ks.LMM^-^^ f.f^^ siuende_uaLu^^WMMWErkkäruna der deutschen Ver- kMer keine Notiz. Die deutschen und die österreichischen Delegierten, die den deutschen Standpunkt nachdrücklichst unterstützten, enthielten sich daher der Abstim
mung.
Auch tschechisch-russische Sonderverhandlungeu.
»-»- Prag. Es bestätigt sich, daß in Genua auch tschechisch-russische Sonderverhandlungen geführt werden, die auf tschechischer Seite von Dr. Birsa geleitet werden, der den Heimtransport der tschechischen Legionäre aus Sibirien geleitet hat und Land und Leute und die Verhältniße in Rußland genau kennt. Er steht in Verbindung mit vielen Politikern im Rätelaaer und ist Pra- sident der tjcüecho-slowakischen Hilfskommission für die russischen Hungergebiete. Auf der Konferenz von Genua vertritt er die Tfchecho-Slowakei und spielt eint erste Rolle in den Hanöelsvertragsverhandlunaen mir Sowjetrußland. Er bat die Besprechungen mit Tscbit- .schercn, Krassin und Litwinoff wieder ausgenommen, um die langwierigen Verhandlungen endlich zu einem Abschluß zu bringen. Von dem Abschluß eines Handelsvertrages mit Sowjetrußland wird auch der Abschluß eines Vertrages mit der Sowjet-Ukraine ab-
StUttbUAgsvlan für Oesterreich.
«-»> Genua. lF. 3.) In einer von den Alliierten an- beräumten Versammlung der Olaubtaerstaaten Oesterreichs wurde auf Vorschlag des italienischen Vertreters; beschlossen, Oesterreich alle Schulden für die Wiedergutmachung und Lebensmittellieferungen in der Nachkriegszeit z« stauben und für diese Zeit den österreichischen Staat von jeder Hypothek zu befreien, um ihm dadurch die Aufnahme einer Kreditanleihe zu ermöa-
Läugere Dauer der ©ernteter Konferenz.
»,* «erlitt. (S. C.) Die deutsche Regierung rechnet mit einer längeren Dauer der Konferenz von Genua. In Berlin warten noch 32 deutsche Sachverständige auf, ihre Berufung nach Genua. Die am 16. April gegebene Anordnung der Reichsregierung laufet auf Netseberert- schaft bis zum 20. Mai.
Keine Einmischung der Neutralen.
».Bafel. tS. C.> Der „Basier Anzeiger" meldet aus Genua: Die schweizerische Delegation hat gerne titfant mit den übrigen neutralen Delegationen beschlossen, da» keinerlei Interesse der Neutralen besiehe, in den StrerA fall zwischen Deutschland und den Alliierten wegen deS Abschlusses des deuttch-russischen Vertrages von iciteit
der Neutralen einzugreifen.
Eine nochmalige Einladung Amerikas?
m> Zürich. (S. C.) Der „SageSanzeiger* meldet aus Rom: Die nächste Ueberraschung auf der Konferenz von Genua bereitet die italienische Regierung vor. Wie mus den römischen Zeitungen zu entnehmen ist, will die italienische Regierug, sobald die Hauptkonferenz in die Erörterung der Währnugs- und Krcditfrage eingetreten ist, einen Antrag auf Einladung der Veremigten Staaten von Nordamerika zur Teilnahme an diesen Seratungen einbringen. Die Einladung soll von der Gesamtkonse- renz ausgesprochen werden.,
Trotzkis Abrustnugsplan.
Riga. lF. Z.) Von dem am 5. Mai zusammentre- tenden Zentralerekutivausschuß soll Trotzkis Abrü- stungsvrojekt bestätigt werden. Die Slusführung des Projektes wird von dem Ergebnis der Konferenz von Genua abhängen.