Ams her Heimat»
^ »Bücherzettel*. In Bersenderkretsen besteht viel- Mh die Ansicht, daß „Bücherzettel" in Kartenform, wie Ae Aur Bestellung von buchhändlerischen Werken, Bü- »ent usw. verwandt werden, als „Drucksachenkarten" Bit ennatztgten Gebühr von 40 Pfg. versand! werden nnen. Das ist ein t^ntum. Die „Drunsachenlarten" Hilden eine Berfendungsart für sich: in ihrem Wortlaut dürfen keinerlei Zusätze oder Abänderungen handschriftlich oder auf mechanischem Wege gemacht werden. „Bücherzettel". die als offene Karten oder unter Umschlag oder Band eingeliefert werden können, müssen auf der Vorderseite die Angabe „Bücherzettel" tragen. Es ist gestattet, auf ihnen die bestellten oder angebotenen Werke Handschriftlich oder mechanisch zu bezeichnen und die gedruckten Mitteilungen ganz oder teilweise zu streichen »der zu unterstreichen: sie sind nur gegen die gewöhnliche Drucksachengebühr von 50 Pfg. zur Beförderung zu gelassen.
— Die Sicherheit der Postvakete. Der Verlust von gewöhnlichen Paketen wird von der Post nur noch aus Än- krag des Empfängers oder des Absenders gemeldet. In vielen Fällen ist der Empfänger nicht darüber unterrichtet, daß er ein Paket zu erhalten habe, der Absender wiederum in dem Glauben, die Sendung sei dem Emp- Anger ausgehändigt. So beantragt weder der eine noch der andere Nachforschungen. Der Fortfall der Fehl- kneldungen bringt deshalb eine große Unsicherheit des Paketverkehrs und reizt zur Veruntreuung. Der Deut- Me Industrie- und Handelstag hat deshalb sich in einer Eingabe an den Reichspostminister mit dem 'Antrag ge- wandt, das alte Verfahren der Fehlmeldung auch ohne Antrag vom Absender oder Empfänger wieder eintreten M lassen.
-g- Hersfeld. (Turnerisches.) Nächsten Sonntag, mittags 2 Uhr, finden in der Turnhalle des Turnvereins Hersfeld die Kreismeisterschaftskämpfe des 7. deutschen TurnkreiseS statt. Zu den Kämpfen sind iber 40 Teilnehmer gemeldet und zwar die Besten des Oberweserkreises. Das Turnen der aktiven Turner wird sich zu einem Kunstturnen gestalten, so daß die Zuschauer auf turnerischem Gebiet etwas außerordentliches zu sehen bekommen Auch wird das Turnen der Frauen und Alten Interesse erwecken. Die bei diesem Turnen hervorgeyenden Kreismeister werden zu den deutschen Kampfspielen in Berlin zugelassen.
§ Hersfeld (Schöffengericht.) Bor dem gestrigen Schöffengericht wurde als einzige Sache die Anklage gegen den Postsekretär Bach von hier verhandelt, welcher sich der Beleidigung von Mitgliedern des Wohnungsamtes dadurch schuldig gemacht haben sollte, daß er in einer Eingabe an den Herrn Regierungspräsidenten, in der er diesem seine Notlage schilderte, sowie die Unmöglichkeit eine Wohnung in Hersfeld zu bekommen u. a. gesagt hatte, daß er weder geschmiert noch sich als „Roter" bekannt habe Zu der Ber- Handlung hatte der Angeklagte die Ladung voa 21 Zeugen beantragt, um durch diese den Beweis der Wahrheit für seine Behauptungen zu führen. Die Berhandlung ergab, daß von 2 Mitgliedern der SozialdemokratischenPartei einer, obwohl von auswärts, sofort eine Notwohnung erhalten und dann zweimal getauscht hatte, der andere ebenfalls einen Wohnungstausch hatte vornehmen können, während der Angeklagte Bach, obwohl er seit März 1920 in der Wohnungsliste eingetragen war, kkine Tauschwohnung erhalten konnte. Auf Grund der Er-
von Robert Schumann. sIurAufführnng durch derMhorverei« am SK.Febr. 1924.)
Geschichtliches.
Die Komposition stammt aus dem Jahre 1848 u«d wurde unter persönlicher Leitung des Komponisten im August desselben Jahres im Leipziger Gewandhaus zum ersten Male aufgeführt. Sie gehört bis zum heutigen Tage zu den beliebtesten Chorwerke» leistnugs- fähiger Chorvereinigungen, denn e8 gibt kaum ein zweites Werk, das so reich an Melodien ist. Was feine musikalische Form betrifft, so läßt sich dieselbe nicht kurzweg bestimmen. Schumann selbst war deshalb feinfühig genug, sein Werk ohne Gattungsbezeichnung zu veröffentliche«. Der berühmte Musikgelehrte Hanslick schreibt darüber: „Am richtigsten wird man die „Peri" noch immer zu den Kantate» zählen, obwohl die Einführung einer erzählenden Stimme (Haft Art der Esangeliste» in den biblischen Oratorien) ein fremdes Element hinzubrtugt. Man vergißt gern den Streit um seine Bezeichvung, wo das bezeichnete selbst so unbestreitbar schön ist, rote die Musik zur „Peri."
Inhalt.
Der Dichtung, welche einem Abschnitt aus Th. MooreS Epos „Lalla Rovkh" entuvmmen ist und von LchumannS Jugendsrenud Emil Alechfig übersetzt wurde, liegt ein Gedanke aus dem „Faust" zugrunde: „Wer immer strebend sich bemüht, den wollen wir erlösen." Eine.Peri", «ach der ortentatischeu Sage ein anmutiges Wesen der Lust, ist wegen eines Fehltrittes aus dem Paradies ver wiesen. Reumütig steht sie an der Himmelstür, Einlaß begehrend. Et« Engel kündet ihr: „Es sei die Schuld der Peri bar, die bringt zu dieser Pforte des Himmels liebste Gabe dar." Die Peri eilt auf die Erde, um diese „liebste Gabe" zu entdecken. Sie kommt nach Indien, wo der Eroberer „Gazna" einen verheerenden Krieg führ: Dort fängt sie von einem sterbenden Helden einen Tropfen Blut auf und bringt ihn als heilige Gabe zur Himmels- pforte. Sie wird aber abgewiesen und kehrt zum zweiten Male mit dem letzten Seufzer einer Jungfrau zurück, die mit ihrem Meltebten den Tod geteilt hat. Wieder wird sie abgewiesen, das verlangte Opfer soll noch heiliger sein. Da gelingt es ihr beim dritten Male, Einlaß ins Paradies zu erhalten. Sie bringt die Träne eines reuigen Sünders als heiligste Gabe.
Die Musik.
1. Teil.
Das Werk ist nach Händelscher Art in drei Abteilungen gegliedert. Die kurze Orchestereinleitung schlägt innige Töne an, sie beginnt gleich mit dem Sehnsuchtsmotiv der Peri. Nach wenigen Takten meldet sich der Solo-Alt als Erzähler und berichtet,
gebniffe der Beweisaufnahme hielt der Verteidiger des Angeklagten, Herr Nechtsanwalt Biill, Caffel, den Beweis für erbracht, daß Mitglieder der Sozial- demokratischen Partei von dem Wohnungsamt vorgezogen worden sind. Herr Rechtsanwalt Brill hielt weiter den Beweis dafür erbracht, daß es bei dem Wohnungsamt nicht ganz einwandfrei zugegangen sei. Er wies vor allem darauf hin, daß eS unverständlich sei, wie der Zeuge Sauer, der damalige Vorsteher des Wohnungsamtes, aus seine — des Verteidigers — wiederholten bestimmten Fragen, ob er materiell« Vorteile während seiner Tätigkeit auf dem Wohnungsamte erhalten habe, damit beantworten könne: „Daß ich nicht wüßte." Diese ausweichende Bekundung des Zeugen Sauer genügte nach Ansicht des Verteidigers, um festzustellen, daß tatsächlich Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind. Dies wurde dann auch durch die eidliche Aussage eines Zeugen bestätigt, der nach dem Ausscheiden Sauers aus dem Wohnungsamte gesagt hatte, nun könne er seine 100 Mark sich wiederholen. Nach Ansicht des Verteidigers müsse hiernach die Freisprechung des Angeklagten erfolgen, weil der Angeklagte lediglich in Wahrnehmung berechtigter Interessen an die zuständige Stelle, den Regierungspräsidenten, seine Eingabe gerichtet habe, um die Uebel- stände beim Hersfelder Wohnungsamt zu beseitigen. Das. Gericht sprach den Angeklagten frei und legte die gesamten Kosten der Staatskasse auf. Es ließ dahin gestellt, ob der Wahrheitsbeweis gelungen sei, indem es sich ebenfalls auf den Standpunkt stellte, daß der Angeklagte schon aus dem Gesichtspunkte der Wahrnehmung berechtigter Interessen freizusprechen sei.
Fulda. Das im 54. Jahrgang im Verlage der J. & Mys Buchdrucker«! hier erscheinende frühere Fuldaer Kreisblatt, später Fuldaer Tageblatt, erscheint jetzt unter dem Titel „Fuldaer Neue Zeit", Tageszeitung für die Arbeitnehmerschaft (Arbeiter, Beamte und Angestelltes. Das Blatt war zuletzt auch zwei Jahre Eigentum der hiesigen demokratischen Partei.
Brückenau. In der kommenden Kurzeit jährt Heb zum 175. Male der Tag, an dem auf Veranlassung und Kosten des damaligen Fürstabts und nachmaligen Fürstbischofs von Fulda, Ämanü von Buseck, die Stahlquelle erhob« und gefaßt wurde. Badekommissar und Badpächter beabsichtigen, aus diesem Anlaß um den 21. Juni herum eine den Zeitverhältuissen entsprechend entsafte aber würdige Jubiläumsfeier zu Veranstaltern
Felsberg. Die Mühle in dem Dorfe Altenburg wurde durch Großfeuer größtenteils eingeäschert. Vieh und Mobiliar konnten gerettet werden. Es wurden jedoch größere Mengen Getreide und Mehl vernichtet.
Hauau. Die im Deutschen Metallarbeiterverband organisierten Gold- und Silbera-heiter der Hanauer Edel- metallindustrie haben mit 1000 gegen 121 Stimmen den Streik beschlossen. Der Streikbeschluß tritt sofort in Kraft.
+ Frankfurt. Sämtliche Frankfurter wohltätige» Bereit«, das WoblsabrtAnmt und die Stadtverwaltung haben sich zu einer großzügigen Sam ulung für oic notleidende» alten Leute zu fa nun engefcWneu. Insbesondere soll den Pensionären unter die Anne gegriffen werden.
Die Krimiualpvlizer nahm in mehreren Zuhörer- räumen der Gerichtssäle eine allste meine Perivnalfelt- fielluug oder „Filznng", wie es in der Emunersprache heißt, vor, doch war die Ausbeute an (Stounent, die verhaftet werden konnten, nur gering.
-4- Augenblicklich .wird hier ein ganz «mstanvUctzer
idaß eine Peri weinend vor Edens Tor stebt. In dem sie Mri leibst das Wort «us chrem klagenden Gesang „Wie glücklich sie wandeln. Sie seligen Geister" klingt die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies. Ein zweiter Erzähler, dieses Mal der Solo-Tenor, verkündet das Nahen eines Engels. Wieder hören wir im Orchester das Sehnsuchtsmotiv. Der Engel macht die Peri auf die Möglichkeit ihres H-tlS aufmerksam, wenn es ihr gelänge, dem Himmel die verlangte Gabe zu bringen. Aus dem nun folgenden dewewegten Gesang der Peri spricht HoffnungSfreudigkeit. „Wo find' ich diese Gabe", fragt sie? Der Erzähler gibt die Antwort- Nu» fliegt üe zu Indiens Blumenhügeln, um dort die Gabe zu suchen, $n einem sehr melodischen Satz preisen 4 Solostimmen die Schönheit dieses Landes. Nach diesem ansprechenden Chorsatz wird es unruhig im Orchester. Die Chortenüre künden, daß Indiens Fluren vom Krieg verheert werden. Die Musik wird kriegerisch, wild und farbenprächtig. „O Land der Sonne, wessen Schritt geht über deines Boden", schreit das geängstete Volk auf. Gazna. der Eroberer ist da ’ Die Schlacht beginnt! Schwerthiede, schwirrende Pfeile, sausen durch die Luft, alles das wird im Orchester treffend gemalt. DaS Schlachtgetümmel läßt »ach. Zwei Trompeten setzen plötzlich mit schar fen, schneidenden Kantaren ein; gleichsam die Heldengestalt eines Jünglings malen», der noch inmitten des allgemeine« Unterganges aufrecht dasteht. Gazna fordert ihn z«r Unterwerfung auf, bocher beantwortet die Aufforderung mit einem Pfeilschutz Dieser verfehlt jedoch sein Ziel, und damit ist auch sein Geschick defchiedev. Herde Diffonanzen lösen sich in dem nun folgenden Chorsatz mit milden, versöhnenden Klängen ab. Der Erzähler tritt wieder auf und fchtldert, wie die Perizdeu letzten Blutstropfen aus demHerzen des sterbenden Jüngling? aufföngt. Er soll ihr als „liebste Gabe" den Eintritt inS Paradies ermögliche« Mit einem brettangelegten Chorsatz, der den Heldentod des Jünglings preist und das für die Freiheit verspritzte Blut heilig nennt, schließt der sehr dramatische erste Teil.
1. Teil.
Der 2. Teil ist im Gegensatz zum ersten elegisch gehalten. Was und der Komponist hier bietet, ist aus der Seele der lieblichen, leidenden und sich sehnenden Peri heraus geschildert. Gleich der erste Satz, in welchem der Erzähler von ihrer Zurückweisung in einer wehmütige« Weise singt, versetzt uns in die rechte Stimmung. Durch alle Situationen dieses Abschnittes geht ein Zug des leibend und Sehnens. 1 Wir finden die Peri auf Aegpptens Fluren, am Nil, um dort die „liebste Gabe" zu suchen. Hier ist der Chor der Ntlgenten als ganz besonders reizvoll hervorzuheben. Wunderbar wirkt in diesem Satz die Verbindung des geschäftigen Lhorterzetts mit der süß
Wucher mit Kohlen getrieben. Für Briketts, die hinteu- betuin beiorgt werden, muß man 95 —100 Mark für bat Rentner yftien für Kahlen oder Koks bis zu 150 Mark, ^w durch den Enenbahnerstreik hervorgerufene Notlage ausgebeutE"'^iffenlose» Elementen aus das lchamwseste WaiM®SrÄÄ 2er letzten Tage führt der ^aI0™^-^ h^.es Wasser, das hier teilweise die noch überflutet hat. Dadurch wird sS» ^^»^. bes Eises verarnderi, sodaß in den näch- JÖJSSL ^ "tws «chihahrtsaustiahme nicht gerech- ivvlvvK tUHlh
• ~jm^£i einem Wirtschaftseiubruch wurde ein Gsdeli» m: Werte von o0lM Mark gestohlen.
Der Magcstrat hat sich in seiner letzten Sitzung mit siXn ^«r^b?^2es Wuchers für Gegenstände des täglichen Bedarfs beschäfirg: und dabei beschlosien, gege» 2ie unreellen Geschäftsleute mit allen Mitteln des Stra^ gesetzbuches vorzugehen.
- ^r ZfLksauSschuß in Wiesbaden hat genehmig ö5L^?le Mkeieu für Wohnungen auf 80 Prozent bet ra2äwI«S?£* gesteigert werden. Die Zuschläge für GenhaftSlokale wurden auf 120 Prozent festgelegt. miJ^w Photographen Händler H. war in einem diesige».
^^^ angesteM und hat in diefeps Ä^^^v!^0 Mark Ware gestohlen. Dafür gab ihm das Gez-uht S Monate Mfängnis..
Veckerhasea. Em bet einer hiesigen Familie als Stütze tätiges junges Mädchen, das nach Hemelr» geschickt ■ wurde, um dort Einkäufe zu machen, suchte dort seine»
Leben bnrch Ertrinke» in der Weser ein Ende zu machen.
Dem Henneiner Fährmann, der den Borfall beobachtet hatte, gelang es, die Widerstrebende unter großen
breiten in Sicherheit zu bringen. Der Gründ! nt sollen Liebeskummer und Heimweh sein.
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Grcbensein. Ein bjährigeS Mädchen nntrbe durch einen vollbesetzten Rodelschlitten derart gegen eine
Manel fiel verfett, daß es einen -ftäbcHunft erlitt und
L! ■ ahme in.ein MMer Krankenhaus finden mußte.
Vom Eichsfelde. Die Ehefrau eines Bergmanns zu Bernterode im Kreise WorbiS wurde von zwei krLftrg« Snahe» und einem mnnterca Mädel eutbundme. Mub« r und Kinder sollen sich wohl befindete . _ Dingelltädt. Umfangreiche Unterschlagungen wurde» bei der hiesigen Ortskrankenkasse sestgesiellt. __
Melsungeu. Einbrecher starteten der bresigen B^nd« Hofswirtschaft einen Besuch ab. Sie nahmen Tabakwa^ rot mit. Lebensmittel und Wertgegenstände blieben im« versehrt, so daß auzunehmcu ist, daß nur nach Geld ge» sucht wurdL _ - . -- *
Göttingen. Dr. Oskar Hagen, Pruxudozem mr mittlere und neuere Kunstgeschichte an der Gütttnger UM- verfität, hat einen Lehrauftrag zur Vertretung der Geschichte der deutschen Malerei und Graphik erharren.
- Einen erhebliche« Verlust hat im denachbarteL Beienrode ein Lanöwrit erlitten, der bei der Nnmmige» Kälte einen Teil seines Schafbestandes ^tte ft&aw ^ fett. Die Tiere konnten, nachdem Re ihres rraturlich^ Schutzes beraubt waren, der Kälte:E rtanöhaltM, br^ Schafe und ein Vamtn sind infolgedessen erfroren. J^ einem Orte des Eichsieldes sind unter äbul«k>en Uimiäw- -Lr vor kurzem 30 Schafe erfroren.
* sann Münden. Aus dem Krankenhaus rst rmt aller "ist u^ö Tücke ein Ein- und Ausdrecber ansgeru«t den die Polizei wegen etlicher Einbrüche in HelligenliaK bnafelt gemacht hatte. Er mußte wegen der von ihm wohl mit bewußter Absicht übertriebenen Krankheit i» das auf solchen Besuch nicht eingerichtete KrnnkenhauS abgegeben werden, von wo aus erauf raftn-ert-M Weise mit Hemd, Hofe und Decke durch den Luinchach» entwich. - -
I und innig klagenden Solostimme, dazu die prachtvol aueirmipiöe^rfti^^ in
raunt wie Luellenriesel«. Ein überaus duftige» Stück, meisterhaft erfaßt in seine, ÄttmmungSmaleret. Treffend bringt Schumann dann zum »nS-ruck, wie auf dem Sande die Pest lastet Die Peri beweint das Elend des geplagten Volkes, ihren Tränen wird ZauberMacht zugefchrieben. Am stillen Waldsee haucht ein Jüngling int A^m der Geliebten sein Leben auS, auch sie stirbt an seiner Seite. Leise Posaunenakkorde klagen um die im Tode Vereinte». Nun folgt all Abschluß dieses Teiles das wundervolle Schlummerlied „Schlat nun und ruhe!" Die Peri singt es mit dem Chor, welchen man sich eigentlich unsichtbar ausgestellt deuken muß. Der Satz ist von wahrhaft ver- Härter und verklärender Empfindung und gehört z» den ergreifendsten Stellen des Chorwerks.
3. Teil.
Zu Beginn des 8. Teiles schmücke« „Houris" den Thron des Höchsten mit Blumen. <Nach der Lehre des Islam find eS Mit unvergL»glichen Reizen ge- schmückte weibliche Wesen, welche die Seligen bedienen). Der Somponist läßt sie in einem lieblichem Sstimmtgen Fraueuchorsatze von tanzartigem Charakter und etwas orientalischen Solarst an unserem Ohre vorüberziehen Sie sehen dann die Peri heran- schweben, wie sie „der reinsten Siebe Seuszer" als erlösende Gase zum Himmelstor trägt. Der Engel des Herrn sendet sie aber zurück zur Erde, ein noch heiligeres Opfer zu »uchen. Rührend 'etzt darauf der Gesang der abermals verwiesene» Peri ein: „Verstoßen, verfchioffe» auf S »e« SaS Goldportal J* Doch der Schmerz ist bald überwunden, in einer höchst schwungvollen arte bringt die Peri zum Ausdruck, nicht eher zu ruh n, bis sie die erlösende Gabe gefunden Bon hier ab bis zu der Stelle, wo der sündige Mann so kindlich zu bete« beginnt, bar mau das Gefühl, als ob der komponierende Poet vor dem musikalischen Techsiker zurückträte. Die feinenden Szexen sind etwas einförmig. Herausheden kann man »ur das sehr lebensvolle vierstimmige Fraue»- quartett „Peri ist's wahr ’*. in dem die Peri von ihren Schwester» verspottet wird und den feierliften Tränen, chor „C heilge tränen in« ger Reue Wir missen aus der Dtplunterlage des Werkes, daß die Per», mit einer Reuecräne des vorher schon erwähnten iünü gen Meters Einlaß in Edens Pforten findet. In einem reichgegliederten Juvelgesang „Freude, ewige Freude, mein Werk ist getan" preist sie ihre Erlösung. Sie ist entsühnt, die Selige« empfangen sie an den Pforte« des Paradie'es. In einem jubelnden Sftlnpdior, bet welchem sich die Stimme der Perl oft neghaft über die rauschenden Orchester- und Ehorkläuge erhebt, wird das Werk in begeisterter Stimmung zu Ende geführt. Si-