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Kersklöer Tageblatt

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E- Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfelö

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Dodilak. * Für die Sibrifileiiunc ceraniöoi Frate Funk in Bekleid. + Fernst schar Dr.

Nr. 40

Donnerstag, den 16. Februar

1922

Deutschland und Genua.

tet' Soll eine erfolgverheißende Basis für Genua aus- beitet werden, so müssen Deutschland, Oesterreich, ant und Rußland von Anfang an als gleichberech- Teilnehmer hinzugezogen werden. Rußland steht za dank seiner unangreifbaren Lage, feines roten Heeres «nd seiner wirtschaftlichen Reichtümer, auf deren Ver­wertung die Welt wartet, erheblich günstig' ' ' *

verarmte Mitteleurmia. Soweit Deutschland in Frage r»mmt, droht ihm Poincaree mit jenen Zwangsmaß­nahmen, die auf den unmögliche deutsche Leistungen er­wartenden französischen Steuerzahler wie eine Sugge­stion wirken. Solange diese Sanktionen aber nicht aus her politischen Rüstkammer verbannt werden, und der «mste Wille Deutschlands, seinen Verpflichtungen nach- Mkommen, anerkannt wird, kommt Europa nicht zur

ier da als das

Die Bedingungen, die Poincaree Rußland für seine Bang nach Genua vorzuschreiben gedenkt, gehen auch sehr weit. Eine gewisse Sicherheit muß Island, dem die Lieferung von Kapitalien und die Leistung wertvoller Arbeit zugemutet wird, allerdings ron den Moskauer Machthabern verlangen. Aber man karf den Bogen nicht überspannen und das mit Recht stines eigenen Wertes bewußte russische Volk fremder Beaufsichtigung unterwerfen wollen. Immerhin mutet Frankreich den Rusien wenigstens nicht zu, sich bet der Gestaltung ihrer inneren Staatsform den Wünschen von Haris zu fügen. Das wird aber von Poincaree hin- schtlich Deutschlands und Ungarns verlangt.

Die WirLschaflskwAferenz.

»»Aus Rom wird gemeldet: Wie von maßgebender Eeite mitgeteilt wird, denkt die italienische Regierung durchaus nicht daran, das für die Eröffnung der inter-

rationalen Wirtschaftskonferenz von Genua festgesetzte Aatnm zu verschieben. Hierzu wäre eine Vereinbarung Älter den Mächten notwendig, die die Einberufung der Äirtschaftskonserenz gemeinsam beschlossen haben. Bts- Lr hat aber die italienische Regierung von keiner Seite Äne derartige Anregung erhalten. Als Termin für die Eröffnung der Konferenz von Genua bleibt nach wie

wr der 8. März bestehen. Wie weiter von zuverlüssi- tr Seite mitgeteilt wird, hat die italienische Regierung e Regierungen der verbündeten Mächte dringend ge-

<1 Seite mitgei______ , , . .

sie Regierungen der verbündeten Mächte dringend g« Wen, die Zusammenkunft der alliierten Staatsminister, sie die letzten Vorschläge der deutschen Regierung über sie Reparationszahlungen Deutschlands beraten sollen, lis nach dem AuSgang der italienischen Kabinettskrise X verschieben.

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land sei der deutschen Regierung ohne neue Fnansprnch- nahme der Notenpresie setzt nicht mehr möglich.

Die Regelung der Reparationszahlungen.

,-». Rotterdam. lS. C.) DieMorningpost" meldet aus Berlin, daß die deutsche Regieruna den alliierten Kabinetten vor geschlagen habe, die Regelung der deut­schen Reparationszahlungen für das Fahr 1922 bis nach der internationale« Wirtschaftskonferenz von Genua zu vertagen, da die deutsche Regierung von dieser Konfe­renz eine Neubelebung der internationalen Handelsbe, zieh«ngea erwarte, die einen großen Einfluß auf die deutsche wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ausüben würde.

** Paris. (F. G. A.> Nach einer Meldung desPetit Parisien" ist in der Frage der Beantwortung der deut­schen Note an die Reparattonskommission seitens Frank­reichs bereits die Entscheidung getroffen worden, und zwar verlautet, daß die Reparationskommisfio« mit -er Festsetzung der Höhe der von Deutschland im Jahre 1922 zu leistenden Reparationszahlungen beauftragt werden soll. Darauf soll eine Konferenz der alliierten Finanz­minister, die wahrscheinlich in London stattstnden wird, die Vertellrmg der deutschen Reparationszahlungen rrgeln.

»»Berlin. (L. A.f Aus Paris wird demLok.-Anz* gemeldet, daß die Reparatwnskommission die Vollmacht erhalten hat, die Höhe der deutschen Zahlungen im Jahre 1922 festzusetzen.

D!e Vertrauensfrage.

»»Aus Berlin wird gemeldet: Die inverpoMische Lage ist ««verändert. Die Entscheidung über daz Vertrauens­votum an die Reichsregierung ist noch völlig ungeklärt. Es sind Versuche des Zentrums und der Demokraten zu verzeichnen, die für Dr. Wirth eine möglichst große Mehrheit im Parlament gewinnen wollen. Ob diese Versuche zu einem Erfolg führen, kann erst die Abstim­mung im Reichstag über das VertraueuLvornm zeigen. Die Mehrheitssozialdemokraten sind bemüht einen An­trag zn formulieren, der auch den Uuabhängige« die Zu­stimmung ermöglicht. Auch der Erfolg dieses Versuches ist noch sehr ungewiß. In der Haltung der rechtsstehen­den Parteien ist keine Aendernna zu berichten. Die Bayerische Volkspartei oat noch immer nicht zu der Frage des Vertrauensvotums Stellung genommen. Es hat den Anschein, daß sie dem Vertrauensvotum zustim­men wird. Die Mehrheit im Reichstage für die Re­gierung Wirth wird aber voranssickUich eure sehr kleine sein, und es ist sehr fraglich, ob sie für einen dauerirdeu Bestand des Kabinetts Wirth ausreichen wird.

Ctae neue Akttor» der Nelchrgewerks

N* Berti#. Die Reichsgewerktchaft deutscher Eisen beamten und -Anwärter hat eine neue Aktion Reichskanzler eingeleitet. Es wird gefordert, daß vom Reichsetsenbahnminister Gröner eingeleiteten! zipliuarverfabrev gegen bie Eisenbahner, die bet Streik eine führende Rolle gespielt habe«, -»rch eine gemeive Amnestie erledigt werde«.

Ehr««g der Opfer des Eise«vah«erstreiks. j * Berlin. (L. A.) Im Lichthof der technischen HoWt schule in Berlin fand am Mittwoch mittag um 1 Uhr ein« tiefe Ehrung für die drei beim Eisenbahnerstreik veralt (dürften Nothelfer, die Studenten Adolf Eckhardt, KaM Richter und Herbert Stenzel, statt. Von einem mM schwarzem Tuch geschmückten Podium herab richtete öe# Rektor der Hochschule Worte der ehrenden Anerkennua» für die im Dienste des Vaterlandes ums Leben ®etom< menen an die dichtgedrängte Menschenmenge, zu bee auch viele ^.Frauen gehörten, Es sprachen ferner Ber-i ireter der Stichenten und der Vorsitzende der technischem Nothilfe. Zuletzt nahm das Wort der Eiseubahnprü-- schent Wulfs. Aus seiner Ansprache klang heraus unM die Haltung der Tellnehmer zeigte eine tiefe Teilnahme -er Reichshauptstadt an dem Schicksal der Toten.

Die Disziplinarverfahren gegen Eisenbahvbeamie. i w Berlin. Die Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahsvj beamten und -Anwärter gibt bekannt, daß bisher gear« 147 Beamte Disziplinarversahre» eingeleitet morde» sind. 18 Beamte wurden bisher vom Dienst suspendiert:

Die Frage bet Maßregelungen -er Streikschul-igem »»Berlin. (F. G. A.) Die Reichsgewerkschast -eut- scher Eisenbahnbeamten und -Anwärter hat für Don­nerstag eine Borstandssitzung einberufen, in der map sich nochmals mit der Frage der Maßregelung der Be­amten aus Anlaß des Eisenbahnerstreiks besclzäftigc« will. Es soll in dieser Sitzung der Beschluß gefaßt wer­den die Reichsregierung zu ersuchen, in wenigen laße# eine bestimmte Mitteilung über die Durchführung des Maßregelungsbeschlufles zu mache» Sollte dies nicht geschehen, dann scheint die Reichsgewerkfäzaft wieder mit Drohungen gegen die Reichsregierung Vorgehen yk wollen.

Neue Unruhen in Irland.

»»Aus Paris wird gemeldet: Ueber die Berliner »»AusBerl

Seife mehrerer Mitglieder der Revarationskommission ,nter Führung des Belgiers Beemelmans schreibt der .Temps": Die Mission Beemelmans besteht darin, von Ier deutschen Regierung gewisse Erleichterungen z« er­langen in der Anwendung der Bestimmungen des § 4 ISachleistungens im Artikel 8 sReparations des Ver- sailler Vertrages. Die Reparationskommission will, um Zeitverlust zu vermeiden, die zwischen den deutschen Lieferanten und den Abnehmern bei der Entente zu- «ande gekommenen Verträge über die deutschen Mate- üallieferungen ohne weiteres ratifizieren.

_______ ..SiÄ'Äl« daß die Retchstagsfrattion der unabhängigen Sozialde- mokratie beschlossen hat, gegen den Antrag, der der Reichsregierung das Seilrollen ausfvricht, zu stimmen. Sollte von den Regierungsparteien ein anderer Antrag formuliert werden, so wird die Reichstagsfraktion der unabhängigen Sozialdemokratie besonders dazu Stel­lung nehmen. Es kommt der unabhängigen Sozialde- mokratie in erster Linie darauf an, von der Reichsr.'gie- rung Garantien und Sicherheiten zu erhalte«, daß ir- geudwelche Maßregelungen gegen Beamte aus Anlaß des Eisenbahnerstreiks nicht vorgenommen werde«.

Noch keine Einigung über die Gcnuakoufcrenz.

H- Rotterdam. tS. C.) Der ^Rotterdamsche Courant* meldet aus London, der englische Premierminister habe [tot 1 auzvsiiclien Ministerpräsidenten den Vorschlag un­terbreiten lassen, die Wirt schal tskonferenz vo« Genna i« der letzten Märzwoche zusammentrete« zu lassen. Man rechnet in Londoner »naßgebenden Kreisen mit Bestimmt- beit damit, daß auf dieser Basis eine Einigung zwischen Frankreich und England über die Genuakonferenz er­zielt werden wird. Die offizielle Beantwortung der trmofifcbeit Note soll daher vorläufig ausgesekt werden. '»^ Paris. (F. Z.) Eine Havasmeldung aus London besagt, daß trotz scheinbarer Unnachgiebigkeit des eng­lischen Ministerpräsidenten in der Frage der Vertagung der internationalen Wirtschaftskonferenz von Genua die Öen den Kabinetten in London, Paris und Rom er geführten Verhandlungen bereits in nächster Kett zu einem positiven Resultat führen dürften. So­wohl die englische wie auch die italienische Regierung hätten ihren formellen Widerstand gegen eine Bertagnng her Konferenz anfgegeben und sich mit dem Gedanken einer Hinausschiebung des Eröffnnngtermins um un- aefähr 14 Tage vertraut gemacht. Man könne nunmehr ziemlich sicher damit rechnen, daß die Konferenz um den 24. oder 2?. März herum zusammentreten werde. Die Meldung stellt fest, daß die französische Regierung in ihrer nad) London gerichteten Note einen Aufschub der Konferenz um 3 Monate nicht gefordert, sondern nur als wünschenswert angeregt habe, um die technischen Vor­arbeiten für die Konferenz durchführen zu können. Wei­ter läßt die Meldung durchblicken, daß die französische Regierung sich jetzt damit abfinden würde, wenn der Er- bffnttngstcrmin für die Konferenz für die letzte März- woche festgesetzt wirb. 4

1 Deutschland bittet abermals um Zahlungsstuudusg.

Basel. (S. C.s Der Pariser .Mattn* meldet, daß der deutsche Botschafter in Paris, Dr. Mayer, erneut längere Zeit mit dem französischen Ministerpräsidenten konferiert hat. Der deutsche Botschafter soll bei dem französischen Ministerpräsidenten den Wunsch der deut­schen Regierung mitaewilt haben, nach Begleichnng der letzten deutschen Zehutage-Zahlnng eine mehrmonatige i Panse in den deutschen Reparationszahlungen eintrete» an lassen. Die Beschaffung neuer Devisen aus dem Aus­

Dr. Wirth beim Reichspräsidenten.

w Berlin. (L. A.) Am Mittwoch mittag begab sich, wie derLok.-Auz." meldet, der Reichskanzler noch ein­mal zum Reichspräsidenten, um über die Lage zu beraten.

Eine Gesamisitzuna des Reichskabinetis cinbernfe».

»»Berlin. (S. C.) Der Reichskanzler Dr. Wirth hat für Mittwoch nachmittag unmittelbar nach der Tagung des Reichstages eine Sitzung des Gesamtkabinetts etn- berufen. ctn ihr wird die Entscheidung des Kabinetts über das Votum des Reichstages kaüen, gleichviel ob es ein Vertrauens- oder ein Mißtrauensvotum ist. Der Führer der unabhängigen Socialdemokratie, Abgeord­neter Dittmann, hat am Dienstag abend in Gegenwart anderer Parlamentarier erklärt, die Unabhängigen hiel­ten die Kanzlerschaft Dr. Wirths trotz aller Gegnerschaft auf verschiedenen Gebieten für das kleinere Uebel, denn nach dem Sturz der Regierung Wirth würde ein rechts­orientiertes Kabinett gebildet werden. Danach würden die Unabhängigen ihre Haltung im Reichstag einrichten.

Um die große Koalition.

»»AuS Berlin wird gemeldet: Die am Dienstag abend abgehaltenen FraktionSbesprechungen zwischen der Deut­schen Volkspartei und der Diehrheitssozialdemokratie haben auf Grund der Verhandlungen, die am Dienstag nachmittag zwischen den Parteiführern geführt worden sind, doch einige nene Gestchttzpnnkte ergebe«. Es sind neue Verhandlungen über die Bildung einer große« Regierungskoalition eingeleitet worden. Die Mehr- Heitssozialdemokraten und die Deutsche Volkspartei fcheinen jedoch diesen neuen Verhandlungen zur Er­langung einer großen Koalition im Reichstage sehr skeptisch gegenüber zu stehen. Die Entscheidung lag bet den Mehrheitssozialdemokraten. Diele haben in ihrer letzten Fraktionssitzung folgenden Beschluß gefaßt:Die mehrheitssozialdemokratische Fraktion wird am Mitt­woch im Reichstage bem Anträge znstimmen, der der Reichsregierung das Bertranen ansspricht. Sie lehnt es jedoch ab, vor dem Abschluß der Abstimmung im Reichstage über das VertrauenSr

Reichstage über das Vertrauensvotum Stellung zu der Frage der großen Koalition zu nehmen.* Damit scheint die Frage einer großen Koalition im Reiche wieder ein­mal vertagt zu sei«.

»»Aus Lon-ou wird gemeldet: Die Lage t# IN««»! ist bedenklich. Bon der englischen Liegierung flnb alle! notwendigen Maßnahmen getroffen worden. Ministers Churchill gab im Unterhaus die Erklärung ab, baß t»i Ulster genügende Verstärkungen zur Verfügung gesteü-t worden seien, um die Ordnung aufrecht zu erhalten, k Bet den Stratzenkämpfen in Belfast zwischen den Unio»! nisten und Sinns einem wurdc.» sieben Personen getötet, und elf schwer verletzt. ;

Michael Eollins vat in einer Drahtung die ameri­kanische Bereinigung für die Anerkennung der irische« Republik aufgefordert, einen Staatsstreich, der gegen die vorläufige Irische Regierung geplant werden sollte» nicht zu unterstützen. .m Belfast kam es zu neue» Schießereien. In eine Schar von Kindern wurden dret Bomben geworfen. Zwei Kinder wurden getötet unb fünf andere ins Kran?'.ubauI gebracht. Drei row diese indern liegen im Sterben. In Dublin wurde» zwei _ iken von bewaffneten Männenr überfallen, die bet bei einen 5000, bei der anderen 6000 Pfund Ster­ling raubten. Bet einem Ueberfall auf zwei Banken in Sligo wurden 9000 und 6000 Pfund Sterling geraubt. Wie weiter gemeldet wird, ist in Dublin die Ein der britischen Truppen suspendiert worden. Die Räu-j muna des Gebietes westlich von Cork durch das brittfche' Militär ist auf Befehl untersagt worden.

Vor einem Bttrgerkrieq i« Irland.

*» London. iF. G. A.) Die Lage in Irland Bleibt weiter ernst. Es scheint zu einem großen Bürgerkriege zu kommen. Die Republikaner unter Führung de Ba- leras verfolgen das Ziel, die Republik anstelle des Frei-' staates zu setzen.

Schmarz-«>eib-rvi* oder die «ene« Farbe«?

Aus Kamerun kommt die Nachricht, daß im Spät­sommer vorigen Jahres zum ersten Male wieder ei» deutsches Schiff den Kongo hinaufgefahren fei Die französischen Behörden verboten ihm natürlich, an der Grenze des ehemaligen Schutzgebietes anzulegen. Aber die Eingeborenen, dce mit freudigem Erstaune« bie alt­bekannte schwarz-weiß-rote Flagge wiedersahen, wuß­ten doch die Verbindung mit ihren ehemaligen Beschüt­zern wieder herzustellen und ihnen ihre Anhänglichkeit und ihre Unzufriedenheit mit den heutigen Machthaber» zu beweisen. In unzähligen Booten näherten sie sich dem deutschen Schiist mit einer eiligst zusammengeholte» Musikkapelle brachten sie den Deutschen Ovationen, überreichten Landesprodukte in Hülle und Fülle als Ge­schenke und baten die Besatzung, in Deutschland dafür zu sorgen, daß sie wieder unter deutsche Herrschaft kämen.

Die Loslösnugsbestrebunge« int Saargebiet.

»»Mürrche«. (L. SL) Im Plenum des bayerische» Landtages beantwortete am Mittwoch der bayerische Mi- nisterprüsidem Graf Lerchenfeld die drei Interpellatio­nen über bie Loslösuugsbestrebunge« der Fravzose« tm Saargebiet. Der Ministerpräsident ließ keinen Zweifel darüber, daß die Regieruiulskommissiorc im Saargebiet die tür vom Völkerbund übertragene Gewalt nicht im Stmre des Bersailler Vertrages, sondern tm Sinne des Bertragsbntchs ««wende urrd mit allen Mitteln darauf hinarbeite, das Saargebiet mit dem französische« Geist» z« -«rch-ringe«. Die Regtcrulrgskommiision «ehrn».