Einzelbild herunterladen
 

HersMerTageblatt

Anzeigenpreis für die einspaltige Petilzeile oder : deren Raum 80 Pfennig, für auswärts 1.50 (Darf?, die Reklamezeile 3 M. Bei Wiederholungen DadilaB, * Für die Sdiriftleltung nerantmortlidi : ^ Franz Funk in Bersfeld. > Fernsprecher Dr. 8.

6bk6^EÄE§ ^ttisblcitir iss^

/ f i bezogen 6.50 Mark, bei freier Zustellung ins

w : Baus. % Dru* und Verlag von budmig Funks

MMtücherMWSzger für oo Kreis yersfelo ; ^m^wb^

Nr 7

r^ Sieg Lloyd Georges.

f ** Paris. (L. A.) Die Annahme des Borschlages Lloyd Georges, eine neue Konferenz einzubernfen, be­zeichnet die Pariser Morgenpresse als einen englische» Sieg auf der ganzen Linie. Alle Gesichtspunkte, die, wie man weiß, Lloyd George in der letzten Zeit verfochten hat, kehren in dem Borschlage wieder: das russische Problem, die Frage der Garantien gegen Angriffe einer der Nachbarstaaten, die auf das Drei-Staaieu-Rbkom- «en über das Rheinland anspielt, die große interna­tionale Wirtschaftskonferenz mit Hinzuziehung Deutsch- kands und Rußlands. Voraussichtlich wird Genua der Ort dieser Tagung sein. Die Pariser Presse ist über den Verlauf der ersten Sitzung nicht erbaut. DerFigaro" tagt dazu, die Verhandlungen bedeutete» einen Banke­rott der Reparation. Lloyd George triumphiere auf der

** Basel. Der Sonder-Berichterstatter der .Basier Nachrichten" auf der Konferenz in Cannes bezeichnet die rEntscheidung des Obersten Rates, sich zunächst mit den - Plänen Lloyd Georges für den gemeinsamen Wieder- aufbau Europas anstatt mit der Entschädigungsfrage zu beschäftigen, als einen wichtigen Erfolg des engli­schen Ministerpräsidenten. Dieser Erfolg Lloyd Georges erkläre die Verstimmung in den französischen Kreise» der Konferenz.

' In dem Blätterwalde der Entente rauschte es in den letzten Tagen geheimnisvoll vonSensationen", mit de­nen Lloyd George die Welt von den lieblichen Gefilden der cote d'azur aus überraschen wollte. Die Verhand­lungen haben nun begonnen, zunächst zwischen den Mi­nistern der Ententeländern privatim und dann am Frei­tag in öffentlicher Sitzung des Obersten Rates. In die­ser Sitzung ist hauptsächlich das russische Problem und die Frage des Wiederaufbaues Europas leraten worden. Lloyd George hat Vorschläge gemacht, die allgemein die grundsätzliche Zustimmung der auf der Konferenz ver­tretenen Ntächte gesunden haben. Auch Briand hat sich damit einverstanden erklärt. Durch den Wiederaufbau Rußlands würde zweifellos die Zahlungsfähigkeit Deutschlands und auch sein wirtschaftlicher Wiederauf­bau gefördert werden. Aber diese für die wirtschaftliche Gesundung Europas uubediugt rwtwendigen Voraus­setzungen sind für die Haltung Briands in keiner Weise ausschlaggebend gewesen, vielmehr die Bedingung, daß Sowjetrußland sich verpflichtet, die Borkriegsschulden anzncrkennen und die von Frankreich geliehenen Dtil- liarden für den Ausbau des russischen Eisenbahnnetzes gegen Deutschland zurückzuzahlen. Was Llovd George gesprochen hat, ist sehr vernünftla. «"Mr tat sich auch nicht gmchcut. Die auem AnsMen nach rur ryn gumuge Stimmung auf der Konferenz g eich dadurch auszu- nützen. daß er Briand verwarf, einen Vertrag mit den Kemalisieu algeschloßen zu haben, während er sich bis­her geweigert labe, der Aufnahme der Beziehungen zur russischen Sowjetrepublik zuzustimmen. Diese Anspie­lung auf den Rugoravertrag ist zwar nicht bedeutungs­voll, doch aber dafür svurptoma^itch, daß die eng!i:ch- französischen Gegensätze in den Or enifragen ebenso we­nig beseitigt sind, wie auch in der europäischen Kouti- wntalpoliNk sch die Ansichten E wlands von denen Frankreichs immer mehr entfernen.

Der Derhandlungsgegensiand des ersten Tages ist gegenüber dem Entsckädiguugsproblem, das in den näch­sten Tagen beraten werden wird, für Frankreich natur- gemäß von mltergeordneter Bedeutung: denn Frank­reich hat nur das eine Ziel im Auge. Deutschland mit allen vjcüco zu schwächen und aus ihm an E"'schädi- gungen hcrauszvbolen, was nur irgend möglich ist. Wir halten deshalb den OviinllSvms der nach dem Verlauf der er en Sirnnm vienack wieder aufgetaucht ist, für verfrüht. Gewiß ist daran wohl kaum nt zweifeln, daß Lloyd George mit Rücksicht aus se N Wicde'mnfbanpro- (iwm und in Anbetracht des drohenden völligen wirt- schaftlschen Znsammenbruchs DeynW^nW günstigere ZaAv'-gsh-edivgnngen, als sie im Londoner iKtlmatmn vorgesehen sind, vorschlagen m rd, aber hiergegen wird Briand mit a^en Mlsteln ankmnpsen, schon aus inner- politifcheu GrjN'den. die er bei feiner Haltung in Rech­nung stellen muß Dann bat Briand auch noch Trümpfe militärischer und maritimer Art in der Ha d. die er sicher gegen Wyod George avsspw'ey wi"d Und hier­mit rechnet > ran auch in Frankreich Denn schon vor ei­nigen Tagen meldete die "m > : vo «veffe daß auch dicsvml Frankreich seinen Standmn'kt behaupten weröe. Zu einem vorzeitiger: Optimismus liegen aPo keine Gründe vor. Auch die Antwort der Rcim^ationskom- mission auf die letzte beiOtbe Note m dem Stundungs- ersuchen für die Entschädigurraswl lnogen gibt keinen Anlaß dazu Aus der Fo^m der Antwori nub ihrem Inhalt spricht sogar ein sarkastischer Hohn darüber daß Deutschland nach jedem Strohhalm greift und glarrbt, in ihm einen Rettungsanker zu finden. Sollten aber wirklich die Zahlunnsbedinguuaen etwas gemildert wer. den, so wird sich die Entente durch vermehrte Sachlei­stungen lchadlos zu hasten verstehen Also in Wirklich- ; fett dürfte unsere Lage in nichts gebessert werden, wk. j Der erste T<»q in Canne«.

1 Lloyd Georges Borschläge für Europas Wiederanfban.

»» Ueber den Verlauf der ersten Sitzung der Konferenz in Cannes wird gemeldet: Die Konferenz trat vormit­tags 11 Uhr unter dem Vorsitz Briands zusammen. Nachdem der Vorsitzende die Delegierten begrüßt hatte, begriindete Lloyd George in einer großen Rede, den

Montag, den 9. Januar

Vorschlag für den wirtschaftlichen Wiederaufva» Euro­pas. Er sagte, Satz das Schicksal aller Nationen Europas eng miteinander verknüpft sei. Besonders die Lage Ruß­lands übe ihre Rückwirknug auf die ganze Welt aus. Lloyd George schlug vor, eine internationale Konferenz mit Einschluß Dentschlands und Rußlands zusammen­treten zu lassen. Die Sowjetregierung müßte allerdings Garantie« bieten. Vor allem müsse man die Auerkeu- nuug der Schulder: der früheren russische« Regierunq verlangen. Der italienische Ministerpräsident Bo«om» erklärte im Prinzip sein Einverständnis. Auch der bel­gische Delegierte Theunis gab eine Erklärung ab, die dem englischen Vorschlag durchaus günstig ist. Der ja­panische Delegierte erklärte^ er nehme die Rede zur Kenntnis. Bria«d, der sodann das Wort ergriff, drückte seine grundsätzliche Zustimmung aus und legte besonde­ren Nachdruck auf die von Rußland zu erlangenden Ga- rantien.

Am Nachmittag wurde der Entwurf des Planes i» den Einzelheiten besprochen. Der Plan steht die Einbe­rufung einer internationalen Konferenz in aller Kürze vor. Die hauptsächlich interessierten Mächte mit Ein­schluß Deutschlands und Rußlands sollen eingelaöen werden. In Konferenzkreisen wird als Verhandlungs- ort Prag genannt. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest; jedoch nimmt man an, daß die Konferenz schon im Fe­bruar zusammentreten dürfte.

Die Stabilisierung der Währung.

»»Paris. (L. A.) Der Berichterstatter desOeuvre* in Cannes glaubt mitteilen zu können, daß das Finanz­abkommen vom 13. August annulliert werden wird. Frankreich werde sowie England bei der ersten deutschen Goldmilliarde 340 Millionen Mark für Besatzungskosten erhalten. Derselbe Berichterstatter teilt mit, daß man im Zusammenhang mit dem Plan für den Wiederauf­bau Rußlands ein neues Müuzsystem für Rußland inS Auge ge-atzt habe. Er meint, daß man in den Kreisen der Konferenz geneigt fet, ein ähnliches Verfahren auch für Dentschland anzuwenden, wenn die Kontrolle über die Reichsbank es erlaube, eine neue Emission von Pa­piergeld zu untersagen oder zu regeln. Auf Grund von Berechnungen und Vorschlägen des Staatssekretärs Bergmann werde, wie der Korrespondent behauptet, die Mark auf einer Basis von ungefähr 13 Centimes stabi­lisiert werden.

Noch keine Beschlüste in Cannes gefaßt.

«-»Berlin. <S. C.> Die Meldungen der Berliner Morgenblätter aus Cannes, wonach der alliierte Rat in Cannes eine Fünf-Mächtekonferenz, zu der auch Deutschland und Rußland hinzugezogen werden sollen, für den nächsten Monat bereits beschlossen hat, find bis Sonnabend früh amtlich weder von Reuter noch von «öonoß. hon Seinen bet^cwinffyn, gynrTirirhf^vaarn? turen. bestätigt worden. Auch der amtliche Bericht über die erste Sitzung des Obersten Rates in Cannes, der am Freitag abend ausgegeben wurde, enthält davon kein Wort. Nach einer Meldung der beiden Nachrich­tenagenturen ist in der ersten Sitzung der Konferenz überhaupt noch kein endgültiger Beschluß gefaßt worden.

Die Grundlagen der Beratungen in Cannes.

^Sonden. (F. G. As Aus Cannes wird gemeldet: D^ Grundlage für die Beratu: gen der Sachverständigen wird, wie aus unterrichteter Quelle verlautet, der P^an des englischen Ministerpräsidenten einerseits und der Biands und Loucheurs andererseits, wie er kürzlich in London gefaßt worden ist, gewesen sein, nämlich 1. Wie­derherstellung der deutschen Finanzwirtschast und 2. Prüfung des dentchen Verlangens nach einem Zahlungs­aufschub. Es scheint, daß über den ersten Punkt keiner­lei ernste Meinungsverschiedenheiten zwischen den ver­bündeten Regierungen bestehen.

^ Llov- Georgs hat im Anschluß an seine Rede eine Zusammenfassung seiner Vorschläge in Form einer Ne- sslrrtion vorgeleat. Die Vorschläge enthalten folgende Richtlinien: Alle Nationen sollen durch ihre Minister­präsidenten vertreten sein. Dann führt Lloyd George in feiner Resolution weiter aus, daß es notwendig sei, die Hillsv ittel eines jeden Landes auf das größtmyg- li e Maß zu entwickeln. Deshalb sei es notwendig, die Hindernisse, die den internationalen Handel einschrän- ken, zu beseitigen. Es seien jedoch gewisse Garantien un­entbehrlich, die aber keineswegs die Souveränität der beteiligten Staaten berühren werden. Es solle keine Einmischung in ihre nationale Wirtschaft stattfinden. Es solle r rcibeit bestehen bezüglich des Grundeigentums und des Aufbaues der großen Unternehmungen öffent­lichen Charakters. Wo Ausländer dem Lande zu Hilfe kommen, müsse dieses alle Garantien dafür geben, daß das Eigentum der Ausländer respektiert werde und daß gerechte Gläubigeransprüche befriedigt würden. Die Re­gierungen. die auf der Konferenz verschieden vertreten sein wurden, müßten sich verpflichten, ihre Schnitzen an- zuerkemwu und die Gläubiger für Stbäden, die durch

zuerkermen und die Gläubiger für Schäden, die durch eventl. ^onfigfotionen Seguestrationen entstanden sind, schcchGs zu halte«. Die Regierungen müßten weiterhin eine Gesetzgebung auSarbeiten, die die Handelsbeziehnn- gen sowie andere Kontrakte sicherstelle. Lloyd Georges Projekt verrannt dann eine vernünftige Basis für die Wechselkurse. Ferner hatten sich alle Beteiligten der nmstürzlcrisck'en Propaganda in den anderen Ländern und jeder aggressiven Handlung gegen ihre Nachbarn zu enthalten. Der letzte Paragraph des Dokuments be­sagt, daß hie Mächte bereit sind, die Sowjetregiernng auf ein eventl. Verlangen hin anzuerkennen, falls sie die vor­stehenden Bedingungen amiimmt.

Belgien verlangt Zahlung.

»»Rotterdam. <S. C.) Der BrüsselerSoir" meldet:

Die belgischen Deleaierteu in Cannes ßnö- ouotuntefen.

Worden, sofern die Belgien Anstehende Sunm im Januar und Februar fälligen deutscher tionszahlnngen geändert vezw. Herabgeset sollte, die Erklärung in offizieller Form aus ferenz des Obersten Rates abzugeben, Latz e: gien unmöalich sei, in diesem Falle seine § den zurückzuerstatten.

Berat»»» der Reparationsfrage.

»»Paris. (F. N.) Aus Cannes wird berilyrer: V°« Oberste Rat hat in seiner ersten Sitzung am Freitag be­schlossen, am Sonnabend morgen um 11 Uhr mit der Beratung der Reparationsfrage zu beginnen. Da 61# dahin die Kommissionen ihre Arbeiten aber noch nicht be­endet haben, ist mit einer Vertagung der Sitzung aH Montag zu rechnen. Nach einer HavasmelLung soll W der Reparationsfrage ein Kompromiß vorbereitet wer­

-m aS-

den. Man ist dahin übereingekommen, Belgien einen größeren Betrag als bisher zuzuerkennen. Zu dieser» Zweck wurde beschlossen, die von Deutschland für SaS Jahr 1922 geforderten Barbeträge zu erhöhen. I gemeinen Herrscht auf der Konferenz große Zuversicht Es ist jedoch damit zu rechn««, Latz die Verhandlung«» innerhalb der Kommission sich noch einige Zeit hinzieberr.

Unverwüstlicher Optimismus.

»-»Der Korrespondent desBerl. Tagebl." erklärt Was neben den Berichten über den Verlauf der Eröff­nungssitzung an Meldungen aus Cannes vorliegt, find meist unkontrollierbare Gerüchte. Die einzige Tatsache ist, daß seit Donnerstag von neuem über die Zahlungs­verpflichtungen Deutschlands verhandelt wurde und daß ein neues Arrangement, das den Bersailler $ erste# und das Londoner Abkomme» revidiert, in Aussicht 3t stehen scheint.

Lloyd Georges Eutschädignugsvorschlag.

»»Aus Cannes wird gemeldet: Die Entschädigungs­frage ist in der ersten Sitzung der Konferenz noch nicht besprechen worden. Dagegen wird von den unverbind!- lichen Vorbesprechungen bekannt, daß Lloyd George vor- - geschlagen habe, Deutschland solle im Lause deß 1922nur" eine Gesamtsumme von 500 Millionen, zahl­bar in Monatsraten von 125 Millionen von jetzt an bis zum 15. April, bezahlen.

Rathenau doch ans der Reise nach Cannes?

»»Am Freitag nachmittag verbreitete sich in Cannes das Gerücht, daß Dr. Rathenau, von Sachverständige» begleitet, in Meutone eingetrosfen sei. Eine Bestätigung dieser Nachricht ist von Berliner amtlicher Seite »och nicht zu erlangen gewesen.

Eine neue Ohrfeige, folgende Antwort erteilt: Die Reparattonskommissio» beehrt sich der Kriegslastenkommissiou den Empfang ifc res Schreibens von, 3. Januar zu bestätigen, worin mit= geteilt wird, daß die deutsche Regierung es für angezeigt kracktet, im gegenwärtigert Augenblick sich der Aeußs- rung auf die in dem Schreiben der Kommission vom 1t» Dezember genannten Fragen zu enthalten. Demgegen­über kann die Kommission nur die Erklärung wieöer- Holeik, die sie den Vertretern der deutschen Regierung ai» 27. Dezember mündlich asgegeben hat, daß die deutsch» Regierung allein berufen ist, die Zweckmäßigkeit einer Antwort oder die Unterlassung einer Antwort auf da» Schreiben vom 16. Dezember zu beurteilen, daß aber immerhin das in dem Schreiben der deutschen Regierung vom 14. Dezember vorgebrachte Stundungsersuchen von der Kommission erst nach Empfang der im Schrei, bett vom 16. Dezember bezeichneten Erleichterunye» würde geprüft werden. Die Reparationskommissio» weist die deutsche Regierung daraus hin, daß sie durch Abgabe der hierdurch wiederholten Erklärung ihr die volle Verantwortung für ihre Entscheidung überlaste» habe.

Rücktritt de Valeras.

Eig. Drahtn. unseres Berliner Dr. F.-MitarbeiterS.

<>^ Im irischen Parlament ist von der provisorischen Regierung bekannt gegeben worden, daß de Valero von dem Posten eines Präsidenten der irischen Republik zu- rückgetreten ist. Mit ihm zusammen ist die gesamte pro­visorische Regierung zurückgetreten.

Das Schicksal der Deutschen Werke.

Die sranzösische Presse berichtet, daß die Devische» Werke zerstört werden sollen. Wie dieT. U " erfährt, ist an zuständiger Berliner Stelle davon nichts bekannt. Immerhin rechnet man mit einer scha se» Um elkung des Betriebes, die wahrscheinlich teilweise Zerstörungen von Maschinen und dergleichen bedingen würde.

Rußland will keine Entschädigung.

»»Berlin. (R. G. SO Aus gut unterrichteter Quelle wird erklärt, daß die in Ententekreisen bestehende Er­wägung. Rußland auf Grund des Versailler Verträge? einen Anspruch auf Reparationszahlungen von feite» Deutschlands zu gewähren, um diese zur Deckung der russischen Schulden an die Entente zu verwenden, kei­nerlei Anklang bei der russiscl^n Sowjetregierung finde. Die Sowjetregierung ist bestrebt, die Beziehungen zu Deutschland nach Möglichkeit zu erweitern und zu festi­gen. Rußland beanspruche durchaus keine materiellen Zugeständnisse und Kompensationen aus Grund des von ihm nicht anerkannten Versailler Vertrages.

Der. Gesetzentwurf zum Schutze der Republik.

»»Berlin. lS. (f.) Dem am 19. Januar wieder zu­sammentretenden Reichstag wird als erste RegierungS- varlaae ein Gelekevtwurk zum Schütze Nr Republik