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Hersfelöer Tageblatt

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tzersfel-er Kreisblatt'

Amtlicher MnZeiser für den Kreis Hersfrl-

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Nr. 3

Mittwoch, be» 4. Januar

1»S»

Die inlernnfionnle Finstnjfial&niiliiL '

Die FiMrz- und Geschäftsleute Frankreichs, Eug- Wnds, Beigiens und Italiens, die sich zur B-raturch des internationalen FinaNzproblerns in Paris an den Ver­handlungstisch setzten, haben ihre Besprechungen beendet. Es soll ein Plan ausgearbeitet worden sein, der der Kon­ferenz des Obersten Rates in Cannes vorgelegt werden wird. Der Gedanke der Schaffung einer interstaatlichen Gesellschaft ist jedoch noch immer nicht ausgegeben wor-- öen. Das Ziel, das man sich dabei gesetzt hat, ist aber ebenso lobenswert wie unmöglich. In kurzer Zeit will man auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiete den Vorkriegszusiaud wieder herstellen. Das soll durch die erwähnte internationale Gesellschaft zu Wege gebracht werden. Der französische Wiederaufbauminister Loucheur, der schon in London über die wichtigsten Punkte des zu schaffenden Werkes unterrichtet worden war, hat in die­ser Hinsicht den Standpunkt der Engländer zu dem sei­nen gemacht. Ausgehend von der zerfahrenen Lage auf dem Gebiete des Transportwesens denkt man dabei zu­erst an die Reorganisation der Eisenbahnen, wobei na­mentlich der Osten Europas in Betracht kommt. Die Schiffahrt soll, wo Schienenwege noch nicht gebaut oder wo sie zerstört sind, helfend eingreifen. Auch an den Transport mit Kraftwagen wird gedacht, und die Auto­mobilindustrie der Weststaaten nimmt bereits reges In- .teresse an diesem Projekt. Die ausreichende Verwendung von Flugzeugen spielt dabei ebenfalls eine nicht geringe Rolle, doch sträuben sich die Franzosen besonders gegen die Errichtung von Flugstationen auf deutschem Boden oder gar gegen die Erlaubnis, daß Deutschland selbst solche hersielle. Man pocht da wieder auf den Verfasster Friedensvertrag, und bringt so diele Absicht von vorn- herein zum Scheitern. Indem man auf diese Art durch zwangsweise Ausschließung eines Teiles von Mitteleu- röM dem Problem bereits den internationalen Charakter nimmt, stößt man bei der für die Ausführung der Pläne notwendigen Gesetzgebung auf neue Schwierigkeiten. In­ternationale Zusammenkünfte und Gerichtshöfe haben sich bisher praktisch noch keineswegs als Erfolg versprechend erwiesen, und einzelne Delegierte sagen ganz offen, daß man leicht Gefahr laufen könnte, abermals Berge von Akten unnötigerweise zu beschreiben und Arbeit und Zeit zu vergeuden. Inzwischen ist mau auch weiterhm auf der Suche nach einer neuen Münzeinheit fM Me valuta-

- europäische" Münzeinheiten. ^"H den Franken angeglichen werden soll. Ursprünglich dachte man daran sofort an die Hilfe Amerikas zu appellieren. Da man jedoch weiß, wie skeptisch jenseits des Ozeans über noch in der Entwicklung befindliche, unfertige Pläne gedockt wird, und nach den schlechten Erfahrungen, die man mit Amerika bei der Behandlung von unpraktischen, rein theoretischen Problemen gemacht hat, will man sich jetzt Mühe geben, erst einmal seine Absichten klar zu Pa­pier zu bringend- und dann erst die Vereinigtem Staaten um Mithilfe ersuchen. Man rechnet bannt, daß dann die Union ihr Möglichstes tun wird, um die Staaten Süd­amerikas zur Mitarbeit heranzuziehen, ebenso wie Eng­land Daran denkt, seine Dominien für die Schaffung des neuen Geldes zu interessieren. Bei Behandlung all die­ser Fragen darf man jedoch nicht vergessen, daß es sich dabei nur um Anregungen der Regierungen handeln kann, keineswegs jedoch um regelrechte politische Maß­nahmen. Die Initiative ünrb hierbei nämlich nahezu vollständig dem PriVatkapital überlassen, das, sei es in Form von Anleihen oder Schaffung von Guthaben ir­gendwelcher Art, an dem Werke beteiligt werden solle. Was Deutschland angebt, so wird daran gedacht, daß hier Anteilscheine geschaffen werden, die zur Hälfte in den Besitz des Reiches überleben, das mit diesen Guthaben einen Teil der Reparationen sicherstellen soll. Inzwi­schen drängt die internationale Finanzkatamität zu sofor­tigem Handeln, und es muß fraglich erscheinen, ob man sich heute mit bloßen Experimenten begnügen darf. Die Zeit drängt so sehr, daß theoretisch-akademische Erörte­rungen nur schädlich wirken können, da sie der raschen Ergreifung von Maßnahmen im Wege stehen.

Der Plan eines Finanzkonsortiums.

m DerDaily Telegraph" betont, daß der Bericht der alliierten Wirtichaftsleute, die soeben in Paris getagt ha­ben, die prinzipielle Entscheidung enthält, daß Deutsch­land und die anderen Feindstaaten gemäß dem engli­schen Borschlage in das beabsichtigte Finanzkonsortium ausgenommen werden.

Der AWaR Zu Cannes»

Aus Paris wird gemeldet: Die Bemühungen, im Voraus eine Einigung wenigstens über die Grundlagen der Probleme, die in Cannes erledigt werden sollen, her- beizuführen, haben in den letzten Tagen eine Fortsetzung auf verbreiterter Basis erfahren. Es haben in Paris eine Reihe von Besprechungen stattgeMöen, die in cr= ster Linie dem Ziele galten, die übrigen Alliierten mit den von Frankreich und England ins Auge gefaßten- smigen zu befreunden. Hinsichtlich der von Lloud George Ißtbestrebten Projekte zur wirtschaftlichen Konsolidier nag nr0Ms und insbesondere zur Wiedereingliederung , nMMs in die Weltwirtschaft ist eine Einigung im eseutlichen gelungen. In der Frage der Reparationen gegen scheinen die Schwierigkeiten, die dem englisch- anzösischen Einvernehmen eni gegen stehen, noch keines- egs behoben. Die GrnndMgc des ^wlfctieu Lloyd rorge und Briand vereinbarten Provisoriums für das jahr 1922 sind in fünf Punkten zusammeugefatzt. Aus

den Erklärungen, die Briand inzwischen der Senats- kommIsjon für auswärtige Angelegenheiten gegeben hat, ist ersichtlich, daß Paris seine endgültige Zustimmung zu Steter Losung von vier Punkten abhängig gemacht hat. Das aber hat zur Voraussetzung, daß Belgien zu einer teilweise« Zurückstellung der vom ihm im Fried mSver- ! trag zugcsichsrteu Proritiit sich bereitfindst, sodaß man jagen darf, daß das Resultat von Cannes mehr oder we­niger von dem guten Willen und der Einsicht der Brüs­seler Regierung abhängig ist.

Lloyd George in Cannes.

«-» Paris. lL. SO Lloyd George hatte in Cannes eine Unterredung mit den Mitgliedern der britischen Dele- gatron.

Auch Ratheuau reift nach Cannes.

»-»- Aus Paris wird gemeldet: Wie aus bester Quelle bekannt wird, gedenkt Dr. Rathenau sich am Dienstag nach Cannes zu begeben.

Die Auknust der Delegierten in Cannes.

Wie derTemps" mitteilt, wird Briand am Diens- tag ^arcs verlassen und am Mittwoch vormittag mit den Samverständiaen der französischen Delegation in Cannes ankommen. Loucheur wird 24 Stunden früher dort ein- ! treffen. Bonar Law und Sir Worthington Evans sind I bereits mit Lloyd George und Winston Churchill in Can- ; nes zuiammengetrosfen, die anderen Mitglieder der eng­lischen Delegation werden erwartet. Die japanische und belgische Delegation sind für Donnerstag angesagt. Briand und Lloyd George werden am Mittwoch und Donnerstag Vorbesprechungen habe». Die offizielle Ta­gung des Obersten Rates wird am Freitag, 6. Januar, eröffnet werden.

Washington und Cannes.

w -fMiS. (F. 33 Die Vermutung. Saß die Haltung Frankreichs IN der Ubovff; ane im Zusammenhang mit den bevorstehenden Verhandlungen in Cannes zu brin­gen sei, findet eine gewisse Bestätigung in der Buffas- funa, daß Frankreichs Konzessionen an die englischen Wunsche von der günstigen Gestaliuna der englisch-sran- Süfndicu Bezrehungen in Cannes abhängig mache. Man scheint leöenfalls in Frankreich die Hoffnung nicht auf- gegeben zu haben, daß aus der in Cannes anzustreben­den Lösung eine Verdichtuua der Entente zu einem for­mellen Defensivbündnis zwischen beiden Ländern her- vorgeben kann.

M« «vue« der Ryeiulan-Vesstzung.

-^ W e aus Brüssel gemeldet wird, wird auf der Kon- >ereuz von Cannes auch die Frage der rf einiftben Be­samung besprochen werden. Mau ist der Auffassung, daß die Unterhalluuaskosten auf 46 Millioncu Goldmark fest gesetzt wert den müßten. Die Länder, die ihren An­teil der Kosten überschreiten, hätten den Fehlbetrag aus der eigenen Tasche zu bezahlem

Devtfchland käM zahle»!

«< Basel. <S. C.) DieBaseler Nachrichten" melden aus Paris: Die Wiederautmachunaskormnifsion bat am Montag d e deutschen Einwendungen zur Kenntnis ge- nommen und die von Deutschland eingereichten Fjnauz- unterlmu'n geprüft. Die Wiedemuimüchmigskommis- sion ist durch die deutschen T-arWungen uicbi zu der Ueberzengnng gelaugt, daß Denlschla«- nicht zahle» könne. Sie wird in den nächsten Tagen den Deutschen Gegenvorschläge unterbreiten für die Leistungen an deuttoen Sachwerten und für die Goldablieferung.

Wetten über die Ianuarzahlnng.

r^DerStotterdamsche Courant" meldet aus London: Die Wetten bei Lloyds standen für die deutsche Zahlung am 15. Januar in den letzten Tagen wie folgt: für den vollen Eingang der deutschen Zahlungen 1:4, für einen teilweise» Eingang bis zu zwei Drittel des zu zahlenden Betrages 3:1 und für eine Stundung durch die Alltier- ten 1:3.

Die Entschädigrmgszghlmrgeu im srattzösikchev Budget. »-- Basel. MC.> DerBaseler Anzeiger" meldet aus Paris: Das vom Senat und von der stammet am 1. Januar angenommene Budget für das Jahr 1922 ent­halt unter den Einnahmeposten über eine Milliarde Franken Wiedergutn:achunasbcträgc von Deuischland. Der Staatspräsident wies in seinem Schlußwort aus­drücklich aus die Notwendigkeit bin, daß Frankreich von den ^filierten bei seinen gerechten Forderungen nicht im Stich gelassen werden dürfe.

Besprechungen Thennis mit Briand.

«-« Paris. (F. Z.) Der belgische Ministerpräsident Thennis und der belgische Minister des Aeutzern Ias- par, die Belgien im Obersten Rat vertreten, sind Diens­tag in Paris cimtctrvffen. wo sie mit Briand vor dessen Abreise nach Cannes eine Zusammenkunft haben wer­den. Sie werden am Mittwoch die Weiterreise nach Cannes wrtsctzen.

Frankreichs militärische NorbercitUngen.

»^Zürich. (S. C) DerTagesauzeiger" meldet aus Paris: Es ist unverkennbar, daß große militärische Vor­bereitungen im Gange sind. In den elsässischen Garni­sonen besteht seit dem 28. Dezember Kriegsbereitschaft-

Kontrolle des denikche» Etats.

>« Berlin. jS C.) Aus Paris liegen neue Nachrichten vor. Die deutschen Vertreter in Paris haben den deut­schen (5:!atSvnranfd)tag für das Jahr 1922 eingefordert, desscir Vorscllag von der Reparationskommission ge­wünscht worden ist.

Um den Goldschatz der Reichsbank-

w Berlin. <S. C.j Wie wir erfahren, haben in der Frage der Goldbeschaffuna für die am 15. Januar fälltet ilahlitiiix..an die Entente offizielle Verhandlungen

des Reiches mit der Reichsbank begonnen. Die Gs« werkfchasten haben sich in einer neuen Erklärung an de» Reichskanzler bedingt für die Inanspruchnahme des Goldschatzes ausgesprochen.

Ein «ener Bruch des Friedensvertrages geplaut? w3n Oppelner Eutentekretse« hat in den letzten T^ gen die schon vor einiger Zeit ausgetanchre Vermutung feste Gestalt geWonneu, daß unter den Frauen, die i« Cannes von Frankreich ausgeroll- werben sollen, Och auch diejenige befindet, den Dentschland zugeforschene« Terl OSerschlefiens besetzt zu halten, bis Deutschla«» fenreu ZahlnugsvexyslichtLugs« uachkommt.

Die Besatzungskssten für Oberschlesien.

®^ Gens. (S. C ) DasJournal" meldet aus Paris: Der Botschasierral wird zwischen dem 10. und 20. Ja­nuar die Gesamtkoste» der oberschlesischen Verwaltung und Besetzung für das verflossene Jahr feststelle» sowie die Anteile, die Deutschland und Polen an diesen Kosten und den allgemeinen Reparationsverpflichtungen, die ans Oberschlesien entfallen, zu übernehmen haben.

Mhe des GReNbAhn§rsL?s:§S.

« Die volle Wiederansualune deS Grstzvcrliner Eisen- bshuserkehrS dürste Dienstag früh Tatsache merde«, nachdem am Montag Sie Arbeiter ohne Ausuahme an die ÄrbeiisfteLen zurüllgekehrt sind. Im übrigen Reich ist der Betrieb am Montag wieder in Gang gekommen. M» dem fahrplanmäßigen Zugoerkehr ist wieder von Diens­tag a« zu rechnen.

*

Der Eisenbahnerstreik hat die aus wirtfchaftlichen Gründen fo wünschenswerte schnelle Beilegung gefun­den. Die von den Svitzenoroanisattonen mit der Regie­rung getroffenen Vereinbarungen sind von den Organi­sationen hauptsächlich deshalb gebilligt worden, weil ht den nächsten Tagen neue Verhandlungen über eine Re­gelung der Löhne und Gehälter der Eisenbahner begin­nen sollen. Mit Rücksicht auf die Anpassung der Tarife an die Geldentwertung ist es leicht verständlich, daß auch die Eisenbahnarbeiter in Anbetracht der ungeheuer stei­genden Teuerung eine Aufbesserung ihrer Bezüge ver­langten, weil die bisherigen Löhne vollständig unzurei­chend waren, um die sehr bescheidene Lebenshaltung z» sichern. Es ist nur leider zu bedauern, daß es erst zu einem Streik, durch den wiederum dem deutschen Wirt- schaitsleben wr^er Schaden zuMsKat morsen St. fmwien ..~/b^, «m vix cn-tuctruna .^ugesilmdniffe abzuringen. Wenn auch der Streik nur wenige Tage gedauert hat, so sind doch die Ausfülle bei den heutigen hohen Tarifen sehr groß. Die Verteuerung aller Waren und vor allem auch der Lebeusmittel und der sonstigen lebensnotwen­digen Artikel muß naturgemäß-die Angleichung der Ver- dienstmöqlichkeiten an die Teuerung zur Folge Haben- Wenn das Verhältnis zwischen Einkommen und Teuerung allzuaroß ist, dann muß natürlich die Zufrie­denheit um in das Gegenteil umwandeln und die Sorge um das Dasein die Arbeitsfrendiakeit beeinträchtigen und lahmen. Die Regierung hat bisher gegen die Grund­ursachen der Teuerung ohne Erfolg angekämpft. So­lange aber diese u.icht beseitigt werden, wird jede Lohn- zulaae nur unzulänglich bleiben. Der Hebel muß, wenn eine Besserung eintreten soll, ganz wo anders angesetz« werden.

Arrkuahms der Arbeit im Esteuer Bezirk.

r-«- Im Eisenbahndtrektionsbezirk Esien ist ein Teil der Mitglieder des Denffchen Elfenbakmerverbandes wieder zur Arbeit erschienen. Man rechnet damit, daß im Saufe des Dienstags der Verband seine Mitglieder aufforder» wird, die Arbeit wieder aufsunebmen. Der Verkehr ist wieder ziemlich regelmäßig. Die v-Züge sind wieder gefahren. Auch der Personenzugverkebr wurde, abae- febeu von einigen Stockungen, durchgeführt.

Die neue Loh«- und Gehaltsreaelung.

w LautB. T." sind die Vorbereitungen für die am & Januar beginnenden Verhandlungen, in denen eine grundsätzliche Regelung der Lohnverhäliniste der Eisen­bahner erfolgen foll. in vollem Gange. Gleichzeitig solle« bei diesen Verhandlungen auch die Gehälter der Beam­ten geregelt werden.

Die KcmmRnistcN wieder ans dem Plane.

«^ In einzelnen Gebietsteilen des Landes, wo der Streik mit großer Euischiedenhe-i durchgeführt worden war, versuchen jetzt die Kommnnisten für die Weiterfütz- rnng des Streiks Propaganda zu ma öe-r Die kommu­nistischen Zeitungen bezeichnen das Err. pnks der Ver­handlungen mit der Regierung als Verrat an den Eisen­bahnern. Ein Erfolg dieser Agitation ist ausgeschlossen.

SäMimwfMM der M6MÄ8gMMffl»lg.

Oberkommissar Petisnö, der von seiner Reise nach Paris zurückgelehrt ist, gab in der Sitzung des Meme- ler Staatsrates wichtige Erklärungen über seine Pariser Reise ab. Er führte uns, daß er die Botschafterkouse- renz um die Ermächtigung ersuchi habe, daß das Nce- melgebiet mit Deutschland, Litauen und Polen Wirt­schaftsverträge ghschftetzen dürfe. Die Botschafterkonfe- re»5 hat in ihrer Sitzung vom 20. Dezember die Ge­nehmigung zum Abschluß solcher Abkounnen erteilt. Vizepräsident des StaaiSrates Kraus fragte sodann an, ob die Memelländer vor der endgültigen Entscheidung über die Zukunft des Memelgebictes gekört werden sol­len. Er bitte um einen endgültigeft Bescheid. Ober- kommissar Petißns erklärte, er könne sagen, das- die Bo- r schafterkonfereuz in ihrer Sitznna vom 20. De-eml^ seine Frage, ob die Vertreter des Memelgebieic^- Mtzürr, werden sollen, bevor die endgültige EnW.-eit-uaa gemvt wird, bejahend beantwortet bat. Am SchMsie der Sit­zung erklärte Vizepräsideul Kraus, daß im Memelland der Friede feinen Einzug gehalten habe. Zwei Stobt«