Aus der Heimat.
ZU deu Tariferhöhungeu
im EisenLühn-GAervsrkchr.
Die Eisenbahndirektion Cassel teilt mit:
Nachdem sich zu Anfang dieses Jahres bet vielen Waren Preissenkungen bemerkbar bewacht hatten, traten seit Anfangs Junt langsamer, von Augun »»aber immer sprunghafter, wieder Preissteigerungen für alle Bedarfsgegenstände ein, die neue Lohnbewegungen und ein starkes Emporschneven der Roh. Saftpresse bewirkt haben. Von diesen Erscheinungen ist die Eisenbahnverwaltung nicht unberührt geblieb». Auch sie mußte höhere Preise für ihre Betriebs- und Baustoffe, namentlich für Kohle und Eisen, zahlen, und wesentliche, den heutigen Zettverhältnissen ange- paßte Erhöhungen der Löhne und Gehälter bewilligen.
Die hierdurch hervorgerufenen Mehrausgaben würden den Minderertrag der Reichseisenbahnen weiter vergrößern. Da es nun aber — auch nach Ansicht weiter Volkskreise — durchaus notwendig ist das größte wirtschaftliche Unternehmen nach allgemeinen kaufmännischen Grundsätzen von denMilUarden. Verlusten frei zu machen, mußte nach einem Ausgleich für die neuen Mehrausgaben gesucht werden. Durch Ersparnisse an den Betriebsausgaben ist, obwohl auf diesem Gebiete inzwischen bereits nicht unerhebliche Erfolge erreicht worden sind und zielbewußt weiter Vorgegangen wird, der Ausgleich nicht herbeizuführen.
Es mußte daher wiederum zu Erhöhungen der Gütertarife geschritten werden. Die Reichsetsenbahn. Verwaltung ist sich dessen wohl bewußt, daß die neuen Krachtverieuerungen eine nicht unwesentliche Belastung des Wirtschaftslebens bedeuten: aber sie befindet sich unter dem Zwange der Verhältnisse. Die Kreise, die die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Finanzen der Bahnen ins Gleichgewicht gebracht werden müssen, werden deshalb auch die Notwendigkeit der Maßnahmen «»erkennen und dem Vorgehen der Eisenbahnver. Wallung das richtige Verständnis entgegenbringen. Die Tariferhöhungen szum 1. November d. Js. um W Prozent, zum 1. .Dezember d. JS um 50 Prozents, Bewegen sich im übrigen in angemessenen Grenzen.
r — Rücknahme von EntsÄeidnngen und Rachveran- «Mwq. Der Grundsatz der Rechtskraft ist zwar im öffentlichen Recht gegenüber demjenigen des Zivilyro- Reffes erheblich eingeschränkt. Auch hier hat er jedoch Geltung und ist für das neue Recht durch die 88 78, 212 »er Reichsabgabenordnung positiv gestaltet worden. <yft daher z. B. auf einen Einspruch hin ein freistellender Bescheid erteilt, so kann ihn das Finanzamt wegen un- gessender Rechtsauffassung nicht zurücknehmen, auch
r auf Anweisung der vorgesetzten Behörde (Reichs- nzhof, BS. 4, S. 308). Ebenso kann ein Bescheid, h den einem Anträge auf Erstattung oder Vergü- Amg von Steuern entsprochen ist, mit einer derartigen BeMünduna nicht zurückgenommen werden (R.-F.-H., Band 6, S. 243). Nur wenn neue Tatsachen oder Beweismaterial nachträglich bekannt werden, ist eine neue Beranlagung zulässig. ’
— Für Merseude i« der vierte« WaKeEaffe. Die Msenbahndirektion Erfurt gibt besannt, daß der Bestand M Personenwagen vierter Klasse nicht zur Deckung der HedarfS ansretcht. Da künftig die neu eingefteKten Wagen vierter Klaffe durchweg mit Sitzplätzen auSge- früsLet werden, so ordnet die Eisenbahnverwaltung an, Wagen dritter Klasse aüSSiMweise für Reisende Fahrkarten vierter Klasse verwendet werden können,
öe mit Traglasten müssen nach wie vor die eiaeut- n Wagen vierter Klaffe benutzen.
Die VergÜtmrg Heg AnsfnSrtziindlerS lNrrrsfteueo- tätiger Gegenstände. Der AuSnchrhändler raun nach : des UmMtzste»ergesetzes Vergütung desjenigen Be- ÄngeA verlaugett, der der Steuer für ore Lieferrtua an An entspricht. Kauft er einen lurrtSWuerptUchtigeu Wegensimch direkt vom Fabrikarrieu. so kann er ine er« M-inug von 15 Prozent seines Fakturenbetrages dean- Miichen. Anders, wenn er von einem Zwischengxotz- Ondler erwirbt: dieser hat für die Lieferung an den AusfuhrhMdler nur 1^ Prozent Umsatzsteuer zu entrichten, und nur diesen Betrag kann der letztgenannte ’ daher zurüstforderu. Dies gilt auch beim Bezüge von Mer „Vertrrebsgesellschatt", soweit eine solsze inchl nach
-WüL^H Blut.
Rovmn von Doktor Johannes Faden
13) (Nachdruck verboten.)
«Und doch gibt es auch Frauen, die der Iagdlcideu- schüft frönen,^ warf Helene ein.
Paul nickte. «Und finden Sie das schön?"
Helene zuckte die Achseln. «Ueber den Geschurack läßt M nicht streite». Mir persönlich sagt dies weniger zu. Es mag ja sein. da8 eine andere NaturaMag« auch andere Auforderunaen an das Lebe« stellt."
«Aber finde» Sie es nicht dem West« des WeibeS widersprechend, mit der Büchse in der Hand als Diana durch das Bergland zu jagen?"
«Im allgemeinen vielleicht. I« un^eiueu Fstüen wog es feine Berechtigung habe«. Oft ist eine solche , Diana das liebenswürdigste Wesen von der Welt. — Schießen kann ich ja auch. Rech»«eu Sie mir ims ebeu- hüS als Berbrechen an?"
«Im Gegenteil," erwiderte Paul Herbert erfreut, -warum soll eine junge Daure rüM ein guter Schütze
‘ «Mit meiner Pirschdüchse schießt das Mädel nicht gerade übel," ließ sich da die Stimme dee F-orstmeisterS Wren, der soeben auS dem Hause trat, .,l»ci Geleyenveit Teint sie ja einmal ihre (veiwickliMkeit seinen. Jetzt geht das nicht mehr gut, denn da drunten kommt bereits der iuuge Baßlerswastel heraus. Püistttich wie ?«»««! Ist <ht zuverlässiger Bursch. Kommen Sie nur hinein, Paul, ich uffll Ihnen meine DopzElbüchst mitgeben. Dann ha- Den Sie zuwi xtugeln aus den Hirsch. Man kann nie wis- stu, 3Jn übrigen führt der Waffel eine BüchöMnte, so wfe Ihrien auch ein Scheotlauf zur Verfügung steht."
Herbert nahm dieses liebenswürdige Anerbieten Gerne an und verabschiedete sich einstweilen von der sun- ^ Dame, um dem Forstmeister in das JagdziMmer zu Rmn. —
Unterdessen war der Fägerwastel, rüstig ansholend, , ^ dem Forsthause an gelangt. „Grüß Gott, Fräulein," deaiMte er die Tochter seines Ia-gdherrn, «ist MweU »s-
Z 1S, Absatz 2 des Gesetzes selbst als Hersteller und da her alS luxuSsteuerpflicht'g anzusehen ist.
Haftung des Wirtes. Bei der allgemeinen Unsicher heil, unter der auch namentlich Horel- und Penssinsgan zu leiden haben, erwächst den Gastwirten, wie das Reichs gerecht in einer seiner jüngsten Entscheidungen Hirte; vom 7. Oktober d. I.) ausführte, die beKndere Pflicht Vorsichtsmatzregeln zu treffen, daß kein Gast, dessen Sa chen er in Verwahrung genommen hat. besteck i wird In dem zur Emtscheidnng stehenden Falle war der Pen sionsgast auf einige Tage verreist, und das Dienstmädcher hatte seine Zimmertür offenstehen lassen. Noch vor Rück kehr des Gastes hatte der Wirt, ein Münchener Pensions inhaber, einen anderen, keineswegs Vertrauen erweckenden Gast ausgenommen und in der Nähe des offener Zimmers untergebracht. Dieser entwendete die in diesem Zimmer zurückgelassenen Sachen. Oberlandesgerich München wie auch das Reichsgericht verurteilten der Wirt zum Schadenersatz in Höhe von 6650 Mark. Dar Sieichsgericht stellt fest, daß die Haftung des Wirtes sick nicht nur auf die Dauermieter. sondern auch aus tät Gäste erstreckt, die er nur für kürzere Jett aufnimmt, das 'üne vorübergehende Abwesenheit des Gastes daran nicht; ändert, und daß der Gast nicht verpflichtet ist, selbst be- 'ondere Anweisungen für die Zeit seiner Abwesenheit zv leben, daß er sich vielmehr aus die Fürsorge seines Wirtes verlassen kann.
— Hochkonjunktur in Häusern. Die Nachfrage nach Häusern hat sich in der letzten Zeit ganz gewaltig ge- Maert: aleichzeitia macht sich aber auch eine volkswirt- Waftlich sehr bedenkliche Häuserspekulation bemerkbar, Es gibt Objekte, die rascher ihren Besitzer wechseln aß me Ueberschreibungen vorgenommen werde» können Wenn die Häuser von Hand zu Hand gehen, werden sie natürlich nicht billiger, denn jeder Verkäufer verdient Es muß ausdrücklich betont werde:?, daß der solide Haug- besitz, der sich meist in wirtschaftlicher Notlage befindet mit derartigen Exekulationsverkäufen nichts zu tun hat
— Rückporto öeifügen'. Wer über eine etwas aus- aebeynte Korrespondenz verfüai, dem wird es fast täglich passieren, daß er mit Briefe?? bedacht wird, aur dir er ichon als höflicher Mensch sich verpflichtet fübst, zu antworten. Nur selten aber kommt es vor, daß der Brreficoreiber auch das Rückporto EeigeHigt bat In früheren besseren Zeiten wurden derartige Kleinigkeiten saunt beachtet. Heute fallen diese Kleinigkeiten aber lehr rns Gewicht. Denn es ist kaum reinaud in der
^^^ Monat? fitr Portospesen erhebliche Summen am Verlustkonto abschreihen zu können. Deshalb sollte jeder schon im eignen Interesse, wenn er jemand mit eurer Anfrage, gleichviel welcher Art, becto, kür alle mae Rückporto beifügen. Sonst kann es bei den teueren Purtoverhalittifsen leicht geschehen, das; die Antwort ansvleibt. ,
-n- Hersfeld. (Schöffengerichts Wegen der Forstdiebstahlsache gegen O. von Hof Wehnederg wurden die Beteiligte» freigesprochen, da die Grenze nicht §« erkennen war. Die Kosten fallen der Staatskasse zur Last. — Der Invalide B. von KalkobeS hatte einen Strafbefehl erhalten, weil er feine Hühner auf das Grundstück eines anderen hatte laufen lassen. Gegen die Strafe erhob der Beschuldigte Einspruch und wurde sreigesprochen. Die Koste» fallen der Staatskasse zur Last. — Der Arbeiter K. M von hier und dessen Ehefrau waren beschuldigt, in der Nacht vom 24.-25. September ö. Js. Kartoffeln von dem Felde des Spediteurs Stuckhardt gestohlen zu haben. Die Än» geklagten wurden zu je 1 Tag Haft verurteilt. Die Kosten fallen den Angeklagten zur Last. — Der Parteisekretär M. Sch. von hier war angeklagt, einem hiesigen jungen Manne das Kreuz des Jungdeutschen Ordens von der Brust gerissen zu haben. Sch. gab an er habe diese
wird zu einer Geldstrafe von 300 Mark und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Dem Beleidigten wird ferner die Befugnis zugesprochen, das Urteil binnen 14 Tagen nach Zustellung zu veröffentlichen. — Der Einwohner Fr. T. von Niederaula war ange- klagt am 8. September ds. JS. in der Gastwirtschaft Nuhn einen Damenmantel und ein Taschenmesser mitgenommen zu haben. Der Angeklagte gibt an, er wüßte nichts davon, daß er die Sachen mitgenommen habe, sondern er habe dieselben am anderen Morgen erst gesehen, als er nüchtern gewesen wäre. Er wäre aber gleich fortgegangen und habe überall nochgefragt wem der Mautel wäre. Der Angeklagte wurde freigesprochen, da er nicht abstchlich gehandelt hatte.
reits halb« viert, wollt mich derhalb n nach m Herr Doktg umschattn.'
„Kommt nur herein," lud ihn Helene freundlich ei«, »und laßt Euch die Feldflasche mit einem guten Tropfen
Des Jägers Gesicht erhellte sich. «Mach halt «rein Dank. Morg'n in der Fruba kann nmn ein guara
S« woll brauch'«. Hab aber amo a biß'l was mit«
An schon n Gruatz mm Holzschnttzerstom, und 'r schickt « G weihschild'l." Damit langte er die Arbeit des Meisters aus feinem JagSrauze?' berwr.
«Ah, gebt Nur her, Wastel," rief die tunge Same er« freut, .da hat der Toni die Eichenblötter wieder fein sauber herausgebracht! Das wird Vater fidytr mich ge- sallen." Sie nahm das Schild und geleitete den Jäger ins Haus, damit er seinem Rucksack den nötigen Proviant für die bevorstehende Pirsch einverleiben sonnte.
Born Turme der Dorfftrche tönten vier dumpfe Schräge hertiber, als Pmu Herbert, zur ?,agd qerüstet, mit dem Wastel das ForsthauS verließ
„Und nun, WeidknannSbeil." rief ihm der Forstmeister zu, der ihn bis zur Haustaube begleitece, „und ^«Wmnt's guat abi'" wie man hierzulande' in sinniger Weise an iagen pflegt!" Die beiden Mäu»lcr fcbüttcUen sich zum Abschied kräftig die Hände, und dann trat Paul Herbert seinen ersten Pirschgan-z in die Berge au. Sein Herz war geschwellt von froher Hoffnung auf reiches Weidmannsglück, und die Jagdlust leuchtete thut aus den glänzenden Ringen.
Als er am Rande des nahen Waldes augelangt war, blieb er stehen, um auf die lieblich gelegene Forstmeister«! i noch einen Abschiedsblick an werfen. Da wurde im ersten Stock hastig ein Fenster geöffnet, ein blondes Mädchen beugte sich weit über die Brüstuna, und ein weißes Tuch wehte in der icifc bewegte« Luft. Um Herberts Mund flog ein freudiges Lächeln. „Sie hat ihr Wort gehalten,* flüsterte er leise, „sie ist die letzte, die mir Abschied zuwinkt, und das soll mir eine gute Vorbedeutung sein — nicht nur für diesen Jagdzug in die Berge." ‘
— Der Fahrereibesitzer W. Bt von Bochum war angeklagt den Schlosser Hetse von Rotenburg auf der Straße Hersfeld-Friedlos überfahren zu haben. Das Gericht kam zu dem Entschluß den Ort, an dem da» Unglück geschehen ist, zu besichtigen. Das Urteil wurde Freitag morgen verkündet und lautet wie folgt: Der Angeklagte wird sreigesprochen. Die Kosten trägt die Staatskasse.
B«tzvach. Die hier wohnhaften oorbmarfict Gebrüd r Saßrer übten im porigen Jahr in Oberheffeu e n - üd - s Schrecke«srestme«t aus. Sie trieben die Satze so orn. dan gegen sie ein größeres Kommculdn der
aufgeboten werden mußte, wobei der eine Rainer "r- ^mnen wurde. Der andere, der 32jährige Korbmacher Karl Häßler, wurde verhaftet und gestand ei daß er auch in der Umgebung von Wü?
brüche und Raubzüge verübt hatte. Nachdem ih- das BolkSgerncht Aschaffenburg schon zu sechs Jahren Zu st»- hauS verurteilt hatte, erhieu er jetzt vom Würrbur- er Volksgericht für andere Straftaten weitere sechs Jahre Zuchthaus.
.. ~ Frankfurt. Vor dem hiesigen Schwurgericht hatte sich der 86jährige Kaufe an?? K. S. aus Backnang und sein Filialleiter der Kaufmann F. W aus St. Wendel wegen Beimss und schwerer UrLundousÄkchnsa zu ver- auLworteu. S. verlegte sich auf die BermitilUM und Beschaffung von Lebensrnitteln für S'üörverwsl?r»Ar . betrieb aber nebenher noch alle mögliche« Scuebergr- schäste und brächte es so weit daß er fi 5 in Meiningen eine Villa und andere Grund üefe taufen konnte Die Geschworenen vernünien'na^ zweitägiger VerhanUtr-ss die Sauldsrage bezügsich- d:' u?t-aiöt»lfä^chnng, dielten aber die Angeklagten des D stuschairl cl -nr for»' esetz eri Betrugs für überführt. S. erhielt 8^ Jahre Gefängnis. 3000 Diark Geldstrafe und 5 Jahre Ehrverlust, W. i s Jahre Gefängnis, 1500 Vst rk Geldstrafe und -; Iah - Ehrverlust. W., der u.z gegen Kautionsleistung au? freiern Fuße befand, wurde sofort verhafte:.
-tz Zur Milderung der WsZ:uugÄ»t sollen im frii-I- re-r Verrvaltungsgelrände der deut eben Luft st D ahrPge- fellichaft auf dem Flugpla^LZnude jetzt '2 Zinei. nmor- wohuurrge! eingerichtet werden: Der »och verfügbar bleibende Teil des Gebäudes wird dein Stadtain. fi Veibedübungen zur Einrichtung von UnterkilnstS- und Aufbe mabrungsrSumen überwiesen.
+ Der Geselleilausschutz der IlenihLrinuunq Frankfurt richtet an die Eltern derjenigen jungen Leute, die das McÄserhlMbrsecö erlernen wollen, die Mahnung, bei der Auswahl von Lehrstellen recht vorsichtig zu feilt. Ganz besonders füllte man feine Lehrlinge nach Frankfurt in die Lehre geben. Die AusöftSung sei dort in den meisten Fällen nur eine umngeräafte, weil man es meistens mit Svszialge'chüsi-n zu hm l abe.
H- tzena» wie s ei der Molierei Uitnsen, die der Magistrat jetzt zum Verkauf stellt, geht es ai-n mit e -,r ?or einigen Jahren eru-erb-eb . ? ’• . -.ennsialt, die die staiÄerwaltung aus betriebsnmckschastl-chen Gründen vieder verkaufen will. Der Kc-ffpreiS von 100 000 Mark oll zu Gunsten einer neuen Badeanstalt bereit gestellt und verwendet werden. Dagegen beschloß der Magistrat die llebernaüme der Häuser und des UnteruebmeuS der vranfsurfer gemeinnützigen Bangeselisst äst. L-e unter den heutigen Verbältuiffeu ohne konuuuuale Zuschüsse nicht web? lebensfähig war. Z
+ Spurlos verschwun. en ist seit dem 26. Stm rmSer des ^jährige Kaufmanuslehrling Arnold Zeus, Peterstr. 1 MHnhaft. . -'DZ, 7
Lcinefelde. Erschossen au'sgcfunden w?" d< in der in e unseres Ortes der sojährige Aiaa:-re»savriiion! ^wwr Löffelholz von hier. Was den ruhigen Mann der Junggeselle war, ht den Tod getrieben hat, ist imbe mm
Vom Düchertisch.
Ei« Buch von Pfarrer WSll. Soeben erschien im evang. MiffionSverlag in Stuttgart die dritte Auflage eines für unsere Jugend geschriebenen äußerst fesselnden Buches: „Der Neffe des Zauderers" von Pfarrer Wöll unter dem Decknamen H Nordeu. DaS Buch erschien zum ersten Male kurz vor dem Kriege, setzte sich aber trotz Krieg und SriegSliteratur durch und wurde 1919 zum zweite» Male und jetzt zum dri ten Male aufgelegt. Es ist so recht ein Buch für unsere Jugend. Wie wir hören, ist auch die Fortsetzung dieser spannenden Erzählung bereits in Arbeit und wird im Laufe des kommenden Jahres im Thuet erscheinen, ebenso eine Erzählung auS Hersfeld. Das vorliegende Buch, 160 Seiten ftar^ mit pracvtvoü -m Einband kostet nur 12 Mk. und ist in alle« Buchhandlungen am Platz zu haben.
- Paul ließ sein TÄschentuch eine» Augenblick in der Lust flattern, dann schwenkte er grüßend den Jäger hu» und folgte elastischen Schrittes feinem vorauskchiritenüe»
Nach einem halbfiLnorgen Marsche machte der iurtge i Arzt an einer vorrspringende« F-elsen kaute halt, trat biS an den Stand der Platte vor und ließ freudig die Auge» über die weite Landschaft schweifen. t
„Eine saubre Fernsicht hier hervb u. ml?" meinte den Waffel treuherzig, "
auf einen Felsbrock
nieder lieb und feine
^Jch bleibe ja auch nur stehen, um die Aussicht zu 1 genießen." erwiderte der Doktor, indem er feinen Feldstecher vor die Augen hob.
Weit über die Berge bis in daS flache Land hinein, könn« von hier aus ungehindert der freie Blick schweiß seit. Tief unten im Tale sah man Ulfing, dessen Häute- aus einem KinderSalKasten »ufammenaeftent zu sei« schienen. Weiter hinten im Flachland lagen andere, kleinere und größere Ortfchaftcrr, und ganz in der Ferne lallten sich nebelartige Rauchmasse» zusammen, die wobt aus den F-abrikschornsteinen einer Stadt herftamme« mochten. Und gerade diese Entdeckuna erfüllte den mit« gen Arzt mit dem belebenden Gefühl, der Großstadt entronnen zu sein und vier als freier Weidmann, die Büchse Über der Schulter, auf einsamer Bergesböhe die würzige, reine Luft des Hochgebirges und den stärkenden Harzgeruch des Tannenwaldes in die sich dehnenden Lungen einzuatmen. Hier unrgab ihn nicht das lärmende, Bauende Treiben der nach schnödem Besitz lügender? Menschen, biet umgab ihn der hehre Friede . der Natur, die stille Einsamkeit Waldesgrün und Tan- nenduh. Und wie um der übermüthigen irrende in der Brust einen Ausweg zu öffnen, schwenkte der Doklvr faiblicb seinen grünen Jägerüm mit der gebogene» ^lelbaürffcöcr über dem Haupte, und fein ooNer Jagd- ruf scholl hell und klar, wie ein Loblied auf die Wunder der Natur, über die Wipfel der leise nickenden Fichten bin. „Holdriv-bo" stimmte der Wastel mit ein, indem er vom Beben aufs prang und sein Jägerlustel wirbelnd in die Luft warf, um es dann geschickt wieder mitau» i langen. «Fortsetzung folgt.) J