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tzersfelöer Tageblatt

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Nr. L82

Zur Regierungsumbildung.

' Reichskanzler Dr. Wirth hat die Führer aller Par­teien zu Montag mittag 12 Uhr zu einer abermaligen Aussprache über die Frage der Regierungsumbildung in die Reichskanzlei geladen. Die Besprechung wird sich mit den Möglichkeiten einer Koalttionserweiterung nach rechts und links beschäftigen. Alle führenden Par­lamentarier werden der Befprechung beiwohnen. Ob es dabei zu positiven Beschlüssen kommen wird, erscheint fraglich.

Ministerpräsident Stegerwald, der am Freitag die Fraktionsführer von der Deutschen Volkspartei bis zur S. P. D. an einen Tisch gebracht hatte, hat Sonn­abend von ihnen die gewünschte Aukzeicynung ihrer Forderungen erhalten. Montag nachmittag wird Ste- ?erwarb erneut mit den Führern der vier Fraktionen onferieren. Es wird sich dann übersetzen lasten, ob die Möglichkeit einer Erweiterung der Regierungsbasis be­steht.

** Berlin Die Umbildungen der Regiernnqeu sind seit Sonnabend bedenklich erschwert worden. In der Sonntagabendsitzung der Dentschen Volkspartei wurde beschlossen, nach der Rede des mehrhettssozialdemokra- tischen Scheidemann eine abwartende Stellung einzu- nehmem In der Sitzung wurde der schlechte Eindruck her Rede Scheidemanns und auch der Kanzlerrede her- vorgehobeu. Es wnrde auch mehrfach von der Unmög­lichkeit gesprochen, in eine Regterungsumbildung mit Wuth und den Mehrheitssozialdemokraten einzutreten.

Rens Hindernisse.

.....^ Am Montag finden wieder Besprechungen statt zwischen dem Reichskanzler und den Parteiführern, wo­bei die Möglichkeiten einer Koalitionserweiterung »ach rechts oder links erörtert werden. Alle führenden Par­lamentarier werden der Versammlung beiwohnen. Ob es zu einem Beschluß kommen wird, erscheint fraglich. Durch die Anfrage der Mehrheitssozialdemokraten Bet ben Unabhängigen, ob diese in die Regierung mit ein- treten wollen, ist die Angelegenheit bedenklich verzögert "worden. Die Abendsitzung der Deutschen Volkspartei am Sonntag hat bei schärfster Zurückweisung der Rede Scheidemauns völliges Abwarten beschlossen. Dabei wurde erklärt, daß die Rede Scheidemanns und des Reichskanzlers einen schlechten Eindruck gemacht hätten. Es wurde auch von der Unmöglichkeit für die DcgtML Volkspartei gesprochen, in eine Mc am

» Berlin. (L. A.) Unter dem Vorsitz des Reichs­kanzlers Dr. Wirth wurden am Montag mittag in der Reichskanzlei die Besprechungen über die Negcermms- neubilduna im Reiche fortgesetzt. Von den politiskMt Führern waren die gleichen Herren, die an vor großen Konferenz am letzten Mittwoch teUgenommen haoen, geAen, nämlich Äe Führer der KoalÄonsvarteren und ser Deutschen Volkspartei. Ueber das Egebnis der Besprechung läßt sich noch nichts sagen, M Biese erst na® 12 Uhr mittags begonnen hat.

" Ät^ Wilhelm vou MMLemHerg f.

Der frühere König Wildes> v-n £m

temdera, der sich seit seiner MZarckE L teÄ ® v LzLväche M Alter E73 Jahren gestorh^

von

Born ^ Oktober 1891 bis zur Siaatsumw^Eg im November 1918 hatte König WMelm^ vor.-<sstrfiemberg Len Tbron inne. Er ist persönlich »^ auffallend in den Krdergrund getreten und Be®ete im allgemeinen eine zeitgemäße Auffassung seiner Stellung. 8lm lieb- LL°UE»M^

ständen vollzog, [arte König Wil- ndernis für eine des Wohl-

[es ge-

Dienstag, den 4. Oktober

seinen Entente-Staaten verausgabten Besatzungskosten vom 11. November 1918, also vom Tage des Waffenstill-

standes, ab bis Amerika 27;

_______^___,________________ ________Mill. Jr., Estgland: 52,9 Mill. Pfö., Belgien: 378,7 Mill. belg. Fr., Italien (Oberschlesien) 15,2 Mill. fr. Fr. Das ergibt zusammen in Start umgerechnet die unge­heure Summe von 09,26 Milliarden Mark.

Auch über die Höhe der Tageskosten für einen Mann der Besatzung veröffentlicht derTevips" auf authen­tisches Material gestützt, Ziffern, die folgendes Bild er­geben: 1 Amerikaner 4% Dollars = 468 Mark, 1 Franzose 15« Fr. = 114 Mark, 1 Engländer 14 Schil­ling = 280 Mark, 1 Belgier 16« Fr. = 124 Mark, 1 Italiener 22 Fr. = 165 Mark.

Diese annähernd 70 Milliarden Papiermark wür­den, wenn man das Berhältuis der Goldmark zur Pa- ptermarö mit 1:20 anntmmt, eine Summe von 3^ Mil­liarden Goldmark ergeben, die in 2% Jahren verbraucht worden sind. Auf das Jahr ergibt sich also eine Aus­gabe für Besatzungskosten von 1,4 Milliarden Gold- mark. Diese Ziffer sei in Vergleich gestellt mit den 250 Millionen Goldmark, von denen anläßlich der Londo­ner Besprechungen im März die Rede war, als die Summe, aus die man die gesamten von Deutschland zu zahlenden jährlichen Besatzungskosten 311 beschränken gedachte. Zu jenen 70 Milliarden oder 3'4 Goldmilliar- den müssen aber noch diejenigen Milliaröebeträae ge­rechnet werden, die Deutschland selbst aus der Reichs­kasse für Besatzungslasten aufgen-enoet hat, also die Ausgaben für Kasernenbauten, Bereitstellung von Exer­zierplätzen, Neubauten für verheiratete Truppenauge- Hörige, EntschäSigungen für bsscblagnahmie Wohn- räume usw., die den deutschen Rejchshaushalt für 1921 mit rund 8« Milliarden belasten.

Aus der Zusainmenstelluug der 2 einen Mann der Bssatztina ergibt sich, daß sich die Ko­sten am höchsten für einen Amerikaner stellen. Rechnet man mit 150 Mark Durchfchnrffskosten für den Mann und den Tag, so würde sich hieraus eine jährliche Last von 54 750 Mark für einen EntentesolSaten im Befehlen Gebiet ergeben. Daß dieser Zustand nicht andauern kann, sowohl im Interesse Detstschlanös als auch der Ententestaaten, liegt avf 6^-$6:w; Man Birst also die Besatzung auf ein Mindestmaß verkleinern müssen. 1)2 Milliarde GoiMhrk jährlich für Besatzungskosten zab- ^li Md die 'fffvarationLsordckurigneersüllemistiur

Lageskost eu für

>, daß sich die Kn

um

kurrenz der früheren fein Mitten Länder mit eutwe^erer Valuta schützen soll.

Die Zerrtfchen Sachleiftungen bis Ende August erfüllt.

'^Verlm. Das Garantiekomitee des Wiederambau-^ ausschusies hat in seiner Sonnadendsisung der Reichst regierung mitgeteilt, daß die Sachleistungen Deutsch- lands bis Ende August erfüllt sind. Hinsichtlich der wei­teren Sachleistungen sollen jedoch Sicherhertsuachwetse erbracht werde«. Ueber die Form der Sicherheiten soll in einer Sitzung in der kommenden Woche beratend werden.

Die deutschen KshlenUefernngen. :

r^ Berlin. Die Kohleulieferungeu an die Ententen sind im September um 488 088 Tonnen hinter der 88 er# trsqslieseruug znrLSgcblieben. Aus der Mitteilung des PariserTemps" ist zu entnehmen, daß Frankreich , hierin eine neue Verletzung des Vertrags erblicken will.'

Noch keine Aufyebnug der Uederwachusgskontrslle.

W BerU«. Die ElueutLüberwachrngskommission itt[ Berlin für die deutsche EntVLsfnWÄ, hat ihre Miets­verträge im Hotel Kaiser-Hof bis zum 1, April 1922 r-rr- Wugeri. An eine baldige Aushebung. dieser tkeborwa- chungsbehöröe der Entente ist daher zunächst nicht zu denken,

Ems Hetzrede CleMeZ-eeaus.

« Clemeneean hielt am Sonntag bei der Einweihung des ihm in St. Quentin errichteten Denkmals eine Rede gegen Deutschland. In dieser betonte der alte Feind Deutschlands u. a., Frankreich müsse das Vorrecht der Sceparationsschuld vor allen deutschen inneren Schulden verlangen. Es müsse fordern, daß jeder Deutsche we- nigstens ebensoviel Steuern zahle, wie jeder Franzose. Dre Verminderung der finanziellen Verpflichtungen Deutschlands bedeute die Verminderung der Bürgschaf- ten für die Sicherheit, deren Verlängerung nach dem Frieden«vertrage als Strafe für Verfehlungen seitens Deutschlands zulässig Fei.

Feier für denunbeksunten französischen Soldat«".

w- Auf dein Grabe desunbekannten französischen Soldaten" unter dem Triumphbogen in Parts wurde am Sonntag die Medaille niedergelegi, die ihm der ame­rikanische Kongreß verliehen hat. Bei du; er Gelegen- üeit hielten der amerikanische Boischaster Herrick, Gene­ral Perlhing und der franzMche KriegsmiLister Bar^,

»lungen seiterks

WW»S«S pMem g»oHfein^Hindernis für eine j ^elm, daß seine PZW Lswal s m.d des Wohl- tEntwicklung der Verhaltn st aer diesem Gedanken Ä?FsS'ÄBffi sn»«M er jetzt gestorben ist. Der Lanm u v Witwe

ÄÄ ÖÄ» ^^ irauerleier für die Mrltorfiw**^*": o-r- Fm Reichstagsgebäude ^»L am S ^^ ^^ h;Z

senleff des *Ä«^ z?hlreMr^ Minister

Präsiden teil des Ncichs-ages uno ».^^ichen Kürper- und Vertreter von Vehocour mwou ^ Parlamen- schaften lowieeinergrvßon-stam der Zen-

tirier aus allen Fraktionen me ,, verstorbenen Uunttssraktion des NecchGagos st Erzberger

Mitglieder Hitze, Lrimbor«. B«r ,j,ms^altion

statt.. Der zweite Vo.ittzende der -- eindrucksvollen L«»

K Ä'Ä Ääi» uu * »» - ^VLU fäMM*^

französische Zeitung »Le Temps «ver ou

fchaftspolitikern der ganzen Welt längst

Summen, die ^«tschlcmd MbrW^kaE, für Las un­produktive T'ljmarotzcrdMmLLBMsiMiS Mb o.v Rheintandporyck.Frautte-ms zu fchieüöeru, Srecherischer Irrsinn. So hat statt zum Wie^....^. der Welt und der zerstörten Gebkrie Lerwendung zu finden, die am 31. August von Leustchland bemhlte 1 Milliarde Goldmark ttttsächli^ nur zur Deckung der Be­satzungskosten dienen m^nen. Die Erkeuntnis von her UnSaÜbarkeit dieser IäWude säffint sich allmählich auch in EntenteMtsenZEöUfetzen. .Es EMaüS, wmman das Rechnen >M verlernt hat, samen wiederholt Stim- men, die <rtie Einschränkung dust« Ausgaben ^

'SSÄSSäÄMs* LßWW-MZ Angesichts der stark cMüt ert^n mkNswa^^ Imi»^ bald stattfinden und

SKS ÄS »6 «.»«w ^ .

««fy dp« MWMW^MMg an den WWÄLMkK. ww, .

® e flT^ Rollet hat einen neuen Schritt Frage, ob nicht anch S^W^ ternommen, wie wir erjapren, Iliro.-MSnmS & ÄOTirSÄ'Sle Wt M« a&r>& «>» *6«

ver-

>eransbau

Soldairü zu ireier.

Nsnrderl worden. Präsident Millerand nahm eine ratze über die Garnison von Paris ab, die der «rflstarnche- Gouverneur General Berdoulat begh^gie.

stpöWkü-ÄMbriW ÜöSgLMl'MchSN MLMGWM.

i-, Die Vertreter des erwerbStästgen MMelstanLeS versaumrelten sich Sonntag vorma^ Steuer-

MMZMMW Äs^SS® LML-Z-BLUZ-s g/f,ffÄ »Ä & «°EE»°« MMMÜ». des unterbreit«».

EmL ArtterredLUZ mit Hrudeuburg.

Das neue nationaleHamburger ^agbw^ kagesRndcA'rB

ä*OSB-< Tä&®%teS FÄBfeß

! KSSSW-«---- ee®*aüMsr pra*N»re<* *

W^BsSä« S'Sw^ gsBi»?i^

Umsatzsteuer, deren Umgestaltung im Sn U Kleinhanst-ls unS Meinge-

nötig fei, >t noch to)

Uchen Schutzverbände im- Ludcudorff bat eben /hat sich die Reichsregie- gewiesen, damw.r ff t Notichafterrat gewendet, fehlen uns> allem M

^Ä F^-erups »ach Revision des Friedeusverirases ? amihrttt Sonntag wurden in London zahl-

sam d-s M>-°-nsv«'r"N« °^^^ SKSÄ' «L»---Zu-" M°d°» -a- §®Ä ÄÄ«®^

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.. L?VsÄ 8- ^ sÄÄ»^tes$ der deutschen Kenlurrevz auf dem velgt wen marrr »> ferhtdii im >Enisterrat wurde beschlossen, du waw- - vier und "dem Senat einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die belgische Industrie vor allem gegen die Kc n-