HersM-er Tageblatt
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Qr. 101
Mittwoch den 17. August
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Aufruf an die Oberschlesier
** Der Reichspräsident und die Reichsregierung haben . lgenden Aufruf erlassen: „Die Entscheidung über Ober- hlesien ist wider Erwarten nicht gefallen. Der Spruch t vertagt worden. Die Leidenszeit des oberschlesischen wlkes hat ihr Ende noch nicht gefunden. Es gilt in -her Ausdauer weiter auszuharren. Oberschlesier I nsere Sache ist gerecht und die Gerechtigkeit wird und uß siegen, wenn das Selbstbestimmungsrecht der Völ-
llen. Der Spruch
r Geltung haben soll. Ihr habt Euch mit überwäl- gender Mehrheit für Deutschland ausgesprochen. Euer nd des Reiches Wohlergehen hängt davon ab, daß Ober- Alesien beim Reich verbleibt. Oberschlesier! Ihr habt sher trotz schwerster Herausforderungen musterhafte uhe und Ordnung bewahrt. Die berechtigte Abwehr -r Gewalttaten polnischer Insurgenten hat Euch die Zelt nicht verargt. Bewahrt auch weiterhin die Gelbst-
tcht, die Euch bisher ausgezeichnet hat. Laßt die ktth Überlegung nicht schwinden und laßt Euch ditr$ nicht t unüberlegten Handlungen verleiten, die Eurer gi :chten Sache nur Schaden bringen könne. AM Euch äfft das ganze deutsche Volk, daß der Tag nicht fern ist, n dem die Schranken zwischen Euch und dem Mutter-
sie its
e Eurer ge-
er Völker in der Wiedervereinigung Oberschlesieus mit Zentschland, dem es seit sieben Jahrhunderten angehört it, Anerkennung findet zum Besten Oberschlestens, des -eutschen Reiches, des wirtschaftlichen Wiederaufbaues mropas und des Friedens der Welt. Der Reichspräsi- ent Ebert. Die Reichsregierung Dr. Wirth."
Dre Aussichten im VölkerSundsrat.
** Der Pariser Berichterstatter der „Westminster Ga- ette" fchreibt zur oberschlesischen Frage: Man sieht in Zäris die französisch-polnische Sache als verloren an. fße Anzeichen deuten darauf hin, daß China und Spaten und wahrscheinlich auch Brasilien den englischen Standpunkt vertreten werden. Es bestehe die Gefahr, aß die Isolierung Frankreichs noch deutlicher zu Tage reten werde. Das voluische Pferd sei ein sicherer Ver- terer. Weiter schreibt der Berichterstatter des liberalen Zlattes, der Oberste Rat. wie er bisher bestand, ist auf eden Fall tot. Die Methoden der hastigen Zusammeu- tinste, die im Angesicht der gesamten Welt in Szene ge- etzt wurden, die boxermäßigen Zweikämpfe von Staats- ^nännrrn,-deren Gegensätze offenbar wurde»; die- Aust eitschung einer fieberhaften öffentlichen Meinung, einer Zeitungsmeinung, die theatralische Aufmachung dieser Verhandlungen und der völlige Bankerott der europai- chen Diplomatie, der hier zu Tage trat, sind letzt vorbei, kein Wunder, daß Harvey verletzend von europäischen Staatsmännern denkt, kein Wunder, daß Amerika, besten Sympathie und Mitwirkung trotz allem nötig ist. von liefern traurigen Zustand angeekelt, Europa den Rücken vendet.
Anhörnng Deutschlands vor dem Völkerbund.
** Lloyd George erklärte im englischen Unterhause, daß den Vertretern Deutschlands und Polens zwestel- .os Gelegenheit gegeben werde, ihre Sache vor dem Völkerbünde zu vertreten.
irasilieu den englischen Es bestehe die Gefahr,
gestellt hätte, Nach den Erkundigungen, die das Blatt an um errichteten Stellen eingezogen hat beruht die Mel- duua Nicht auf Tatsachen. Lerond habe nicht daran gedacht, von seinem Posten zurückzutreten.
fiufößöimgdßr WWUWft WaWsmaßnagmen.
Offizielle Ankündigung der Entente in Berlin.
»^ Berlt«. Die Berliner Regierung ist durch eine Note offiziell von dem Beschluß des Obersten Rates int Kenntnis gesetzt worden, nach dem die im März dieses Jahres gegen Deutschland verhängten wirtschaftlichen Zwartgsmatzuahmeu gegebenenfalls am 15. September 1921 außer Kraft gesetzt werden sollen, wenn die deutsche Regierung neben anderen mehr formellen Bedingungen: der Schaffung einer alliierten Stelle zur Prüfung deü deutschen Ein- und Ausfuhr zu stimmt und künftig die im Znsamnrenhang mit den wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen getroffenen Anordnungen arrerkennt.
Der Mißerfolg der Zollgrenze.
Die „Times" besprechen am Montag die Aufhebung der wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen. Interessant ist dabei das Eingeständnis des Blattes, daß die Zollschranken wenig Früchte getragen haben.
Freilassung der Avignon-Gefangenen.
»-«-Paris. Auf Anordnung der französischen Regierung werden alle im Gefangenenlager von Avignon noch befindlichen Staatsangehörigen der Zentralmächte — 34 Deutsche, 3 Oesterreicher, 1 Bulgare und 2 Türken — freigelassen. Die Entlassenen sollen nach Mannheim transportiert werden.
(Nach früheren Meldungen sollen'sich im Gefangenenlager von Avignon noch über 100 Gefangene befinden. Wenn nur die vorstehend angegebene Zahl freigelassen wird, dann verbleiben immer noch etwa 80 Gefangene in Avignon.)
Erhöhung der Kohlenliesernugen.
x- Berlin. Die Reparationskommission hat auch für den Monat September die deutschen Kohlenlieserungen auf 2 200 000 Tonnen festgesetzt. Für den Monat Oktober ist eine Erhöhung auf 2 400 000 Tonnen in Aussicht gestellt.
Die Hilfe der Gewerkschaften.
Die in Berlin versammelte Konferenz des internationalen Gewerkschaftsbundes, an der Vertreter Srankreichs, Belgiens, Hollands, der Tschecho-Slowakei, ttö-Slawiens, Schwedens, der Schweiz, Dänemarks, Luxemburgs, Lettlands und Deutschlands teilnahmen, beschloß, die in den einzelnen Ländern zur Bekämpfung der Hungersnot in Rußland eingeleiteten Sammlungen i zu zentralisieren. Diese Leistungen sollen möglichst zur sanitären Hilfeleistung und zur Beschaffung von 8e» bensmitteln verwandt werden. 1 Million Mark werde: sofort aus den Mitteln der Gewerkschaft gespendet. Eine Expedition soll sofort nach Rußland gesandt werden.
8»:
löUNUMMMmulWii im Ssjetzlsn Gßöißl
Die polnischen Vertreter.
•w Wie in Oppeln aus gut unterrichteter Quelle ver- autet, wird sich Polen bei den deumachstigen Berhgnd- längen über die oberschlesische Frage im Bolkerbunds- rat neben seinen ständigen. Abgeordneten Paderewskl und' Askenazy noch durch Korfanty und den Beuthener
und' Askenazy noch durch Korfanty und ven -MUthener Rechtsanwalt Dr. Bollny, der die rechte Hand Kovsantys ist, als Sachverständige für Oberschlesien vertreten lassen.
Keine Richtlinie« für die italienischen Vertreter.
W Der italienische Ministerpräsident Bonomi hat einem Redakteur des „Petit Parisien" gegenüber ge- äußert, die italienische Regieruitg habe ihrer Vertretung im Völkerbünde volle Freiheit bet der Entscheidung über Oberschlesten gelassen.
Lloyd George über die Gegensätze
w Rotterdam. Lloyd George gab bei seiner RtEehr von Paris nach Londoll einem Vertreter der „West- mirtfter Gazette" eine Erklärung ab über die neuen den Alliierten" bevorstehenden Schwserißkeiten. ^lond George saate es müßte zwischen den Ländern, die sich im Krieg;, verbündet hätten, dieselbe Einigkeit herrychen, i te fi während des Krieges stark gemacht habe.
i^ London. Im Unterhaus gab Lloyd Geor^ Erklärungen über die Berhmidlungen tm Obersten Rat über die oberschlesische Frage ab. — Emem a»ittstrßetter oe» „Manchester Guardian" gegenüber erklärt cAeorge, daß die Beratungen zwischen den All. irrten über Oberschlesien sehr schwierig gewesen seien und er sehr düster in die Znknnft sehe.
Pessimistische snglifche Anffasiurrg.
w Berlin. Die oberschlesische Frage w rd, wie mm London gemeldet wird, durch den Volkerhundsrat ntmt entschieden werden können, denn die BeichtiGe des ^ol- kerbundes müssen einstimmig gefaßt fein. Die Haltung Frankreichs ist zunächst aber noch ungellart. Es wird daher in London vermutet, day um ganze oberschlesische Frage einstweilen in der Schwebe bleiben wird.
Lerond bleibt in Oberschlesien. .
»» Paris. tF. Z.) Das Blatt „Excelsior" dementiert die gleich nach dem Abschluß der Beratungen dM Ol^r- sten Rates verbreitete Wteldung, daß der swuäö M Oberkommisior in Oberschlesien, General Lerond, nicht wieder aus seinen Posten zurückkehren werde und daß :r selbst den Antrag auf Abberufung aus ObeAchiesicn
Polnische Sfironsge.
im- Die Polen entfalten, wie aus Schneidemühl gemel- nagetätigkeit. So sind besonders ni^stpreußen zaol- reiche polnische Agenten an der Arbeit. Abgesehen davon, daß sie die Stärke, Art der Bernaffnung und die ganze Garnisonierung der Reichswehrtruppen und Sicherheitspolizei zu erkunden suchen, besteht ihre Hauptaufgabe darin, etwa noch vorhandene Einwohrtertvehren ausfindig zu machen. Vom polnischen Kriegsministerium in Warschau find hohe Belohenngcu auf solche Entdek- kungen ausgesetzt worden. Auch auf die Schiffahrtsver- Hältnisse erstreckt sich die Spionage.
Polnische Gransamkeiten.
X’ Von Augenzeugen wird über die Mißhandlung des italienischen Sergeanten auf dem» Bahnhof Char- lottenqrnbe in Oberschlesien am 1. August noch Folgendes in Erfahrung gebracht: Vor Ankunft des Zuges tranken französische Wachleute und Insurgenten zusammen im Wartesaal. 9U§ der Zug einlief, erschienen vor dem Abteil, in dem der italienische Sergeant saß, etwa 30 Insurgenten. Sie rissen den Italiener aus dem Abteil heraus und fließen unter Flüchen auf Italien auf denselben ein, bis er zusammenbrach. Die polnische Ortswehr und auch die französische Wache haben dem Vorfall zugefehen. Ein Franzose stand am Fenster des Wartesaales und lachte über die Mißhandlung. Als der Zug sich in Bewegnrlg setzte, raffte sich der Italiener auf und suchte ein Abteil zu erreichen. Die Insurgenten folgten ihm und mißharldelten ihu zum zweiten Mal. Kurz vor dem Tunnel sprangen sie aus dem Zuge. Der Italiener starb an den Verletzungen.
Das Da»zrg-po!nrfchs Abkommen.
Der Wirtschaftsvertrag zwischen Danzig und Polen, dessen Unterzeichnuug bevorsteht, enthält m a. folgende Bestimmungen: In den Danzmer Börsenvorstand werden mindestens zwei Vertreter volnischer Banken berufen. Danzig wird die Lebensmittelansfuhr solange verbieten wie Polen, — Polen hofft aber bereits in den nächsten Jahren wieder Getreide auSführen zu können. Polen nnterhsilt in Danzig einen polnischen Oberzollin- spektor. Es wird ein Handels- und Gefchäftsniederlas- snugsvertrag auf paritätischer Grundlage geichlossen. Die Danziger können in Polen, die Polen in Danzig beliebig viel Grinwbesitz erwerben. Vor Gerichr ist der Gebrauch der polnischen Sprache zulässig.
Die HNNgersNöt in Antzland.
Der Berichterstatter der „Daily Mail" meldet über die augenblickliche Lage in Rußland und aus ihre Rückwirkung auf das Ausland u. a.: Die Volschemistischett Atachthaber lassen sich zu schrecklichen Gransamkeiten hinreißen. Die ßiegiernng der Sowjets besteht nur noch durch den Terror. Tschitscherin weigerte sich, die internationale Untcrstützungskommissivn zu ermächtigen, irgendwelche behördliche Befugnisse in den von der Hnn- ! gersnot befallenen Gebteterl auszuüben. Viele Länder ! weigern sich, zu dem Hilfswerk beizutragen, wenn die Lebensmittelvorräte durch die Hände der Kommissare i gehen sollen. Sie beschränken sich darauf, den Rand- ! ftaaten Hilfe zu bringen, um dort das Umsichgreifen der I Cholera und des Tnvhns zu vermeiden
Das unglückselige Los, unter das der Gewalwertrag von Versailles die besetzten Gebiete gebeugt hat, beschäftigt in immer stärkerem Maße die Oeffeutlichkeit. Und die Klagen über die schwarze Schmach, die rücksichtslose Verwelschungspolitik der Franzosen, die Willkürherr-- schüft der Besatzungstruppen mehren sich mit jedem Tago Aber neben dieser geistigen Not werden vielfach die eben-^ schweren miterieHen Nöte der besetzten Gebiete überse-i Hell. Die Teuerung bedrückt die besetzten Gebiete viel; mehr als das unbesetzte Deutschland. Hier wirkt das,: Uebergewicht der französischen, englischen, vor allem der, amerikanischen Valuta in preistreibender Weise auf die- Bewegung der Lebenskosten ein. Am stärksten machen: sich die Wirkungen in den Preisen für Wohnung undt Gegenstände des Bekleidungsbedarfes fühlbar.
Aber auch ein Blick auf die Kosten des Ernährungsaufwandes läßt den höheren Teuerungsgrad des besetzten gegenüber dem unbesetzten Gebiet deutlich zu Tage treten. Die rückläufige Bewegung, die, abgesehen von Brot, Zucker und Kohle, im Anfang des Jahres in den; wichtigsten Kleinhandelspreisen einsetzte, machte sich in) den Städten des besetzten Gebietes weit langsamer be-- merEMr als im Reiche sonst. So betrug der Preis für 1 Kg. Roggenbrot bei ansteigender Preisbewegung seit Anfang des Jahres in Wiesbaden 2,45, Koblenz 2,56, Köln 2,53 und Trier 2,66 Mark, während es in Berlin nur 2,37 Mark Von Hülserrfrüchten kosteten Erbsen (im freien Handel), deren Preis im Durchschnitt sich auf 4,60 Mark das Kg. gestellt hatte, im Juni in Wiesbaden 4,<4,, Düsseldorf 5,14, Köln und Aachen 5.— und Trier 6,40
Mark. Auch der Weizenmehlpreis stand im Juni in
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durchschifft von 2,88 Mark in Mai. Der Reispreis stand
nach lebhaften Sprüngen in den voranfgehenden Monaten mit 7,50 Mark in Düsseldorf, 8 Mark in Trier über dem Städtedurchschnitt von 5,03 Mark. Ebenso eryob sich auch der Zuckerpreis, der seit Februar eirw durchweg aufstrebende Richtung zeigte, mit 8,40 Mark in Wiesbaden, Koblenz und Düsseldorf, 8,50 in Köln mm 8,60 Mark in Trier, merklich über den Berliner Preis von 8,20 Mark. Der Preis für ausländisches Schweineschmalz, der bei freiem Verkauf in Berlin von 42 MarV im Januar auf 20 Mark im Juni gesunken war, hatte sich in den besetzten Städten in langsameren Tempo ermäßigt, und zwar in Koblenz aus 22 Mark, in Düsseldorf aus 23,45 Mark. Köln auf 22 Mark, Aachen 23 Mark und Trier 24 Mark, bei einem Durchschnittspreis für Preußen von 21,39 Mark im Mai. Der Milchpreis ging in Wiesbaden, Koblenz und Trier mit 3,00, 3,10 und 3,50 Mark für 1 Ltr. noch wesentlich über den Berliner Höchstpreis von 3 Mark hinaus. Der Eierpreis stand in Wiesbaden mit 1,62, Koblenz und Düsseldorf mit1-49, Köln mit 1,54, Aachen mit 1,58 und Trier mit 1,50 Mark: pro ^tück durchgehend über dem Berliner Preis von 1.39 Mtrk und dem Städtedurchschnitt von 1,40 Mark
Auch die Fleischpreise haben einen höheren Stand. So betrug im Juni der Rindfleischoreis für je 50 Kg. in Düsseldorf 1362,50 Mark, Köln 1358,50 Mark, Aachen 1300 Mark im Vergleich zu 1275 Mark in Berlin; der Schweinefleischpreis in Düfletdorf 1625, Köln 1600, Aachen 1575 gegenüber 1487,50 Mark in Berlin.
Mit Errichtung der Zollinie am Rhein und der „Sanktionen" hat die allgemeine Teuerung noch zngc- nommen, und die verheerenden Folgen dieser Matznah- men wirken sich noch immer weiter aus.
von
Die Irijchen Sorgen Engiande.
w Die Nachrichten über die irischen Verhaudlungen stehen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses in Ellgland. Selbst die letzten Entscheidungen tu Paris werden in der Presse kaum erwähnt. Auch die Einladung HardingS zu einer Konferenz in Washington ist nur von zwei Zeitungen kurz kommentiert worden, und Whitehall schweigt sich vollkommen darüber aus. Beide Seiten, Irland sowohl wie die englische Regierung, haben in den letzten Verhandlungen ihre beiderseitigen Vorschläge vorgelegt und es abgelehnt, den Vorschlag der Gegenseite anzunehmen, ohne jedoch die Tür für weitere Besprechungen zu schließen. Auch die südirische Presse hat den Eindruck, daß die Verhandlungen noch weit von ihrem Ende seien. Die Blätter meinen jedoch, daß kein patriotischer Ire unter den jetzigen Umständen die Verantwortung auf sich nehmen würde, die Ve Handlungn mit der Regierung abzubrechen. Der „Cork Examiner" betont, daß die jetzigen Bedingungen Englands schon bedeutend besser seien als diejenigen, die man den Ulsterleuten zugebilligt habe. Die Ulsierpreye drückt ihr Erstaunen über das Entqegenkommen Englands aus und findet bittere Worte gegen de Valero. Die nördlichen Regierungskreise scheinen jedoch mit den-