s Wkrths Nede in Par!§.
Die Rede des Reichskauzle:.! Wirth in Bremen wird von der französischen Presse bisher nur sehr wenig besprochen. Nur die „ßibtnce" gibt dazu einen lauge» Kommentar. Die in Deutschland Negierenden — so schreibt sie — seien alle gleich und begingen wieder dieselben Irrtümer wie früher. Die Rede Wirths enthalte schwere Drohungen neuen die Entente. Also selbst Wirth, ben man als ein Muster der Bescheidenheit bewertet habe, scheut sich nicht, bis zur Erpressung vorzu- gehen. Wenn Wirth erklärte, daß Oberschlesien ungeteilt au Deutschland fallen müsse, so begehe er damit einen schweren Fehler, indem er bei seinen LandSleuten unsin- nige Hoffnnngen erwecke, die auf seinen Füll verwirklicht werdet! könnten. Habe doch selbst England glatt zugegebett, daß die beiden Bezirke Pleß und Nybnik ein Poldu fallen müßten. Diese englische Anschauung sei je- Soch auf keinen Fall für die anderen Ententemächte annehmbar. — Die anderen Blätter geben nur einige kurze erläuternde Bemerkungen. So die „Information", daß die Ausführungen WirthS über die Unteilbarkeit Ober- schlesiens in Widerspruch standen mit dem von ihm vertretenen Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völ- ker, indem Wirth durch die Nichtaufteilung 450 000 Polen unter deutscher Herrschaft belassen wolle, die durch ihre Abstimmung bekundet hätten, daß sie von Deutschland nichts mehr wissen wollten.
Fr? Die Abfindung der Hohenzollern.
' MwoR ton nahezu drei Äayre nach dem poWchen Umsturz verflossen sind, ist die vermögensrechtliche Auseinandersetzung zwischen dem Hohenzollernhause und dem Freistaat Preußen immer noch nicht abgeschlossen. Es besteht auch wenig Aussicht, daß das Gesetz über die Abfindung der Hohenzollern noch im Herbst verabschiedet wird. Inzwischen sind dem Kaiser nach Holland aus seinem Privateigentum Vorschüsse über- wiesen worden. Aus einer Aufstellung, die der Beamte des preußischen Finanzministeriums Kurt Heinig, der an der Liquidation des Grundbesitzes mitgearbeitet hat, in seinem soeben erschienenen Buche „Hohenzollern" gibt, entnimmt die „Bossische Zeitung", daß dem Kaiser bis Ende 1920 insgesamt 69 063 535 Mark überwiesen worden sind. Diese Summe setzt sich aus folgenden Einzel- überweisungen zusammen: November 1918 ans dem Hausschatz 650 000 M.. Januar 1919 aus dem Allodial- rermögen des Hausschatzes 8 Millionen Mark, August 1919 desgleichen 1183 535 Mark, September desgleichen 6 Vtilliouen Mark, September aus dem Verkauf der Grundstücke Wilhelmstraße 72/73 an das Deutsche Reich 40 Millionen Mark, Oktober aus dem Allodialvermögen 10 Millionen Mark, 1919/20 3 230 000 Mark. Die Ueber- weisung im August erfolgte hauptsächlich zum Ankauf des Landsitzes Doorn. In diesem Zusammenhang weiß Heinig zu berichten, daß der frühere Kaiser mit der Rückkehr nach Deutschland gedroht habe, salls die Ueberwei- fung immer wieder hinan sgezögert werde. Aber auch durch diese Drohung wurde eine Ueberweisung nicht ermöglicht. Das Hans Doorn wurde mit einer Anzahlung gekauft, ehe diese Ueberweisung aus Berlin erfolgte.
Me Aussichten für die KurtoffeLernte.
In einer Sitzung des Vereins der Kartoffelgrotz- händler, Vertretern der Erzeugervereinigungeu und Mitgliedern der Preisprüfungsstelle für den Regierungsbezirk Magdeburg wurden die Aussichten für die Spätkartoffelernte erörtert. Von den Sachverständigen wurde dabei betont, daß bis jetzt keinerlei Anlaß zu einer Beunruhigung wegen einer etwaigen Fehlernte vorhanden sei. Die Frühkartoffelernte im Bezirk Magdeburg hat eine gute Mittelernte gegeben. Die Ernteaus- > sichten für die Spätkartoffeln können zurzeit noch nicht mit voller Sicherheit beurteilt werden, da die Witterung in den kommenden Wochen hierauf von großem Einfluß “■^totofreliMltierettr"&7^
62 bis 65 Mark.
Unser größtes Steuerbukett.
Berlin. Am Freitag setzte das Reichskabinett feine Beratungen über die neue Steuerreform Wirths fort. Inzwischen ist, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, die Zustimmung der mehrhettssozialistischen Minister zu den neuen Steuervorlagen ausgesprochen worden, so da» mit der Annahme der gesamten Steuervorlagen durch das Reichskabinett Ende dieser Woche, bezw. Anfang nächster, zu rechnen ist. Der Reichstag wird die neuen Steuervorlagen — die größten seit der Gründung des Reiches — bei seinem Wiederzusammentritt am 6. September vorfinden.
Die Steuerberatungen. e-t Das Reichskabinett beschäftigte sich am Donnerstag mit den Steuerfragerr. Wie verlautet, stehen die Beratungen über die Steuerfragen vor dem Abschluß. Eine ausführliche Darstellung der Beratungen ist zu erwarten.
Die Wahl des Reichspräsidenten.
»-»Berlin. Eine Veröffentlichung des Reichßmini- ßteriums über die Neuwahl des Reichspräsidenten wird «»mittelbar nach der Bekanntgabe der Entscheidung des Obersten Rates über Oberschlesien erfolgen.
Gedenkfeier für die Neichsverfasiung.
•>■*■ Bei der Wiederkehr des Tages, an dem vor zwei Jahren die deutsche Reichsverfassung in Kraft trat, wird am 11. August auf Veranlassung der Reichsregierung eine Gedenkfeier stattfinden.
Eisenbahnunfall.
w Auf der Strecke Sorau—Guben entgleiste am Donnerstag ein mit englischen und französischen Soldaten besetzter Zug. Soweit wie jetzt bekannt ist, ist nur Materialschaden entstanden.
Wie sieht es in Rutzlaud aus?
** Tschttscherin teilt in einem Funkspruch mit, daß die Meldungen über eine katastrophale Lage in den Hungergebieten in Rußland übertrieben seien. Alle Meldungen über Hungerrevolten und Aufstände seien aus der Lust gegriffen. Die Regierung, die Gewerkschaftsorganisationen und alle öffentlichen Organisationen hätten sich in den Hilfsdienst gestellt. Die Bevölkerung in den nicht von der Hungersnot befallenen Gebieten arbeite Hand in Hand mit der Sowjetregierung. Tschttscherin erklärt dann ausdrücklich, daß die fremden Organisationen zur Bekämpfung der Hungersnot völlig freie Hand hätten. Zum Schluß stellt Tschttscherin fest, daß in Rußland 18 Millionen Menschen hungern. Die Lage sei „ ernst, aber nicht verzweifelt.
Kommunistische Vorbereitungen.
>* Berlin, In den Berliner Fabriken sind Flugblätter verbreitet worden, in denen die Besetzung der Fabriken durch die kommunistischen Betriebsräte zum ; 1. September verlangt wird. Auch andere Anzeichen, z. B. Abhaltung von Arbeitslosenversammlungen auf freiem Felde und Massenspaziergänge der Arbeitslosen vor den Regierungsgebäuden, lassen auf eine Absicht der enununisten schließen.
Die Beamten uns sie seinen ser anr.
^ Berlin. Im Finanzministerium fanden Verhand- lungen über die neuen Äeamteugehttlter und die zum Herbst im allgemeinen zu erwartende Teuerung, sowie über die durch die Annahme des Ultimatums unmittelbar sich ergebenden finanziellen Belastungen statt. Wie verlautet, ist ein Teil der Beamten-Korporationen bereits zu Verhandlungen im Finanzministerium ausgefordert worden.
Hilfe für bayerische Landwirte.
o^ München. In der letzten Sitzung des Landtages wurde der Antrag des Landwirtschaftsministeriums an- ßcnmnmen, wonach zur Linderung der durch die anhaltende Dürre entstandenen Notlage der Landwirte, bc- souders der Viehhalter, insgesamt ein Betrag von 10 ^Wprmen Mark aus Staatsmitteln zur Verfügung gestellt wird.
_ . Die trockene Elbe.
Infolge des niedrigen Wasserstandes ber Elbe hat die sächsisch-böhmische Dantpfschiffahrtsge- sellschast den Betrieb einstellen müssen.
„ Rene Hitzewelle.
** .^erlitt. (B. Z.) Der Beginn einer neuen Hitzeperiode steht unmittelbar bevor. Das vom Golf Bis- caya nach Mitteleuropa gelaugte Hochdruckgebiet be- Zerrscht mehr als bisher die Wetterlage und steht in Wechselwirkung mit einer neuen, aus niederen Breiten beraiAiehendelt Depression ' ScW ernt Sonnabend wird
Thermometer wahrscheinlich wieder auf 30 Grad Celsius steigen.
_ „ Opfer der Berge.
»^' Innsbruck. Die Frau eines Staatsrates aus Deutschland, Rösing, ist bei einer Bergtour abgestürzt und tot ausgefunden worden. Ferner sind der Stadtrat A. Tringhorn aus Karlsbad und der Regierungsbaurat Krieger aus Offenburg in Baden tödlich abgestürzt. Ferner werden drei bekannte Jnnsbrucker Touristen und eine Wienerin, sowie deren 17jühriger Sohn vermißt. Man vermutet, daß diese auch den Bergen zum Opfer gefallen sind.
Lohnhcrabfetzuug in Schweden.
Stockholm. (B. Z.) „Politiken" meldet, daß zwischen den schwedischen Seeleuten und den Reedern über eine 20prozentige Lohnherabsetzung verhandelt werde.
Ein Dementi.
^ Paris. (F. Z.) Eine Meldung aus Griechenland dementiert eine telegraphische Meldung über eine griechische Niederlage bei Sivri Hissar und den Rückzug nach Eskischehir.
Der Anfstand in Marokko,
Madrid. (F. Z.) Nach einer Meldung aus Melilla haben die spanischen Truppen ihre Stellung bei Nador geräumt.
ASerlei vom Tage.
Die Staatsschuld Polens beträgt nach der Vossischen Zeitung jetzt bereits ungefähr 600 Milliarden Polenmark.
Der Entwurf eines Hausgehilfengesetzes wird nach der Bearbeitung durch das Reichsarbeitsministerium dem Reichskabinett zugeheu, so daß er im Herbst dem Reichstage vorgelegt werden kann.
Ein Landarberterstreik ist auf zahlreichen Gütern Westmecklenburgs auSgebrochen. Berständigungsver- handlnngen sind bisher ergebnislos geblieben.
Der Unabhängige Rerchstagsavgeordnetc Dr. Breit- scheid ist laut „Figaro" in Paris eingetroffen. Breitscheid trage sich mit der Absicht, sich mit zahlreichen politischen sozialistischen Persönlichkeiten zu unterhalten.
Der spanischen Regierung soll von Ratsuli das Angebot gewacht worden sein, er wolle die gesamte spanische Zone Marokkos pazifizieren, wenn man ihn zum Kha- lifen des Sultans für die spanische Einflutzzone ernenne.
Ein Wetterftnrz mit einem Temperatnrrückgang mm i^. Grad^aürrnheit ifu nach der langandauernden ^Pepk!r!M»''Mtz^iWw iiMuWiiiii.u ^Jinmun »hwi^hkwi Es folgte ein richtiger Schneesturm.
Veniselos heiratet ivieder. Die griechischen Zeitungen melden, daß sich Veniselos mit einer reichen Dame aus der altgriechischen Familie Schilazzi in Air-les- Bains wieder verheiratet hat. Veniselos steht jetzt im 65. Lebensjahre, seine Gattin ist 45 Jahre alt.
Der neue Berliner Brotpreis. Wie der „L.-A." meldet, wird vom 15. August ab der Preis für ein 1900- Grammbrot gegen Miarken auf 6,95 Mark und der Preis für zwei Schrippen auf 45 Pfennig erhöht.
Wo ist Kapp? Die Gerüchte, daß sich der eheinalige Landschaftsdirektor Kapp aus einem Gute bei Saatfeld in Thüringen und Radek in Mitteldeutschland aushalte, entsprechen nicht den Tatsachen. Kapp befindet sich noch immer in Schweden.
Die neue Schlichtungsordnung, die zurzeit dem Reichswirtschaftsrat zur Begujachtung vorliegt, wird von dieser Körperschaft im Laufe des Septembers verabschiedet werden und soll alsdann sofort dem Reichstage zugehen.
Eine merkwürdige Auferstehung wird voraussichtlich das deutsche U-Boot „U 20" erleben, das seinerzeit die „Lusttania" versenkte nnd seinerzeit an die jütische Westküste getrieben wurde. Nun bestellt die Absicht, das U-Boot an Land zu bringen und zu einer Restauration umzubauen.
Die geflüchteten Kasienboten Schwitz und Hetdenich von der Kölner Niederlassung der Elsässischen Bank, die mit 2 800 000 Mark durchgegangdn waren, haben sich der Kölner Polizei gestellt. Sie hatten noch etwa 40 000 Mk.
Eröffnung der Ferienkurse in Jena. Der 27. Fe- rienkursus in Jena ivurde in Anwesenheit von etwa 700 Personen eröffnet. Es sind meist Lehrer und Lehrerinnen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern: auch aus den abgeschnittenen Grenzmarken sind Hörer anwesend. Eine Anzahl Teilnehmer stammt aus Aegypien, Griechenland, Serbien, Ungarn, Deutsch-Böhmen, Mähren, Dänemark, Skandinavien und Holland.
Unsere Viehliefernugen. Die Reparationskommis- sion hat entschieden, daß Deulschlattd in den nächsten 6 Monaten abzuliefern hat: Pferde 29 400, Schafe 130 000,
Hornvieh 175 ooo.__
WiifeuFdiaK und Kunst
Ein J-o-Weltsprache-Kongreß in Wien findet fast gleichzeitig mit dem Kongreß der Esperantisten in Prag vom 6. bis 11. d. Mts. statt, zu dem sich bereits 130 Teil- nehmer aus vierzehn verschiedenen Ländern angemeldet haben. Das Ido ist ein verbessertes Esperanto, und dem Ido wird vielleicht bald ein verbtzssertes Ido folgen, und so ad infinitum.
Ein englisches Werk über Moltke. In einer bei Con- stable in London erscheinenden Schrislenserie „Schöpsec des 19. Jahrhunderts" hat der britische Oberstlemnan! F. E. Whitton ein Werk über Moltke veröffentlicht. Der Bersasier gibt ein ansprechendes Bild von dem Lebe des großen Schlachtenlenkers, dessen strategischer um wissenschaftlicher Bedeutung er gerecht wird und dessen feine Persönlichkeit gut zum Ausdruck kommt.
VennlkÄteÄ ' ........p
Ein historisches Bauwerk Berlins steht vor der Ge-' l fahr, durch die Industrie zu verschwinden. Es handelt.' sich um das Niederländische Palais Unter den Linden,^ das neben dem Schlosse des alten Kaisers steht. An- _ geblich soll es einem Bankneubaue Platz machen. 3
Sechzehn tödliche Hitzschläge. Wie die «lütter be«; richten, sind vom Sonntag bis zum Mitfiooch in Baden und Württemberg 16 tödliche Hitzschläge zu verzeichnen k gewesen. Die Mehrzahl der Leute wurde aus dem Felde beim Arbeiten das Opfer der abnormen Hitze, welche sich bis zu 38 Grad gesteigert hatte.
Großfener bei Berlin. In dem Dorfe Mahlow an der Zossener Eisenbahn brach ein Großfener aus, durch das das ganze Dorf mit dem Rittergut gefährdet wurde. Die mitten im Dorfe liegenden Scheunen und Stallungen standen in Flammen. Der Schaden ist sehr erheblich: große Erntevorräte sind vernichtet.
Für 90 000 Mark Handschuhe gestohlen. In Neu- haldensleben bei Halle wurden in einer Handschuhfabrik Handschuhe im Gesamtbetrage von 90 00V Mark gestohlen.
Explosion. Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung! explodierte in einer Verkaufsbude auf dem Kirmesvlatz! in Syburg (Wests.) ein Spirituskocher. Eine Verkäuferin erlitt schwere Verletzungem Die Verkaufsbude brannte vollständig nieder. -. .
Fntternot. Infolge der Dürre herrscht in Linz erste große Futternot, Hier wie auf der Linzer Höhe wird jetzt das Vieh in den Wald getrieben. Vielfach sieht man sich genötigt, das Vieh abzuschaffen.
Ein großer Waldbrand vernichtete in den dem Fürsten v. Wittgenstein zu Berleburg (Wests.) gehörigen Waldungen 400 bis 500 Morgen sechzigjährigen Fichten- bestandes. Der Schaden wird auf mehrere Millionen '^Turch Starkstrom getötet. Als ein Wirtschaftsstatt- Halter auf einem Gute in Westvreußeu beim Dreschen mit dem Zusammenlegen des Höhenförderers beschäftigt war, kam er mit diesem mit der elektrischen Hochspannungsleitung in Berührung und wurde sofort getötet. Ein Borschnitter, der ihn aus der gefährlichen Lage befreien wollte, wurde ebenfalls von dem Strom getroffen und verfiel hierbei in Irrsinn.
Bom Blitz getroffen. Während eines starken Gewitters in Halle, das ansehnliche Regenmassen brächte, schlug der Blitz an mehreren Stellen ein. Der Turm des Rathauses, der vom Blitz getroffen wurde, glich in kurzer Zeit einer Feuersäule und stürzte bald darauf auf das Dach des Rathauses.
Eiu Staffellanf staatsgefährlich. Die Stadt Boppard (Rhld.) beabsichtigte, anläßlich einer 600jährigen Gedenkfeier einen Stafsellauf rund um die Stadt zu ver- anftaltem Der hohe Ententedelegierte hat jedoch diesen Wettkampf untersagt mit der Begründung, es handele
sich hier um ver
-faßt mit der Begründung, es handele botene Mannschaftskämpfe.
Durch ein? gewaltiges Großfener wurden mehrere, pharmazeutische Fabriken in Röhr (Westerwald) vollkommen vernichtet. Auch die Wohnhäuser wurden teilweise schwer beschädigt. Der Schaden geht in die Millionen. _
Neue große Waldbrände haben das Gebiet von Rei- ningen in Oberelfaß und den Sennheicner Wald heim- gefucht. Das Feuer ist vielfach auf Brandstiftung zu- rückzuführen. Ueber 200 Hektar Waldbestand wurde vernichtet und ein Schaden von 3 bis 4 Millionen Franken außer teiltet. Die sog. Pulvermühle bet Sennheim wurde infolge des Waldbrandes eingeäschert.
Eine Reihe großer Waldbrände wird aus Oberschlesien gemeldet. Der Gieschewalder Hochwald steht in. Stammen. Es bremst auffallenderweise an mehreren.: teilen. In Petrowitfch bei Nicolai find ebenfalls ver-, »». MMUWMWWMME scheinend liegen in allen Fällen Brandstiftungen «öl Man vermutet, daß es sich um eine neue Kampfes- - Methode der Polen handelt.
Ein rumänischer Heiratsschwindler verhaftet. Die Berliner Kriminalpolizei hat einen rumänischen, Heiratsschwindler, der seit längerer Zeit gesucht wurde, in einem Kaffeehaus in der Potsdamer Straße feftge- nommen. Der Verhaftete war seinerzeit Sergeant bet eines rumänischen Dragonerregiment. Als er eines Tages auf Wache stand, geriet er mit dem kontrollierenden Hauptmann in Streit, in dessen Verlauf er hießen niederschoß. Auf einem ungesattelten Pferde ritt er 42 Kilometer weit und verkaufte dann das Pferd. Als Frau verkleidet kam er über die Grenze und schließlich nach Berlin, wo er allerhand Schwindelgeschäfte machte.
Der Nollingsverg (bei Lorch a. Rh.), in dessen Be- mciimtßen seither ein Stillstand eingetreten war, hat, mimt verursache durch die ungeheure Trockenheit, erneut seine Wanderung begonnen. Zwar stürzten in den letz- * teu Tagen nur kleinere Felsstücke zu Tal, doch ist ernstlich mit dem Abbröckeln größerer Felsmassen zu rechnen, da das Erdreich jeden Halt verloren hat.
Eigenartige Verhältnisie scheinen im Würzburger Lehrerseminar zu herrschen, die sich seit Antritt der neuen Leitung bemerkbar machen. Im Dezember vorigen Jahres ging ein Seminarist ins Wasser, an Ostern erlitt ein anderer infolge der Behandlung einen Herzschlag, der ebenfalls seinen Tod herbeiführte, und nun ist abermals einer der Zöglinge abgängig, nachdem ihm offensichtlich Unrecht geschehen war.' Der junge Mann wird seit 16. Juli vermißt. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß er sich auch ein Leid angetan hat.
Vier Frauen für ein Pfund Tee. Alles wirb teurer, das Brot, die Mieten, die Kleidung. Die Preise für Eskimofrauen sind aber immer noch sehr billig» So wird von einem Eskimotrapper erzählt, daß er vier Frauen für ein Pfund Tee und etwas Tabak gekauft habe. Ueberhaupt blüht der Tauschhandel mit Frauen unter den Eskimos. Eine dieser nordischen Schöne» wechselte in kurzer Zeit sechsmal den Besitzer, für sie wurde zweimal ein Pfund Tee gezahlt, zweimal^ eine Buchse kondensierte Milch, einmal ein Päckchen Tabak und einmal eine Speckseite. Nach den Bräuchen der Es- ‘ kimos kann der Gatte seine vertauschte Frau stets wieder zurückkaufen, wenn er das Doppelte Ätz Preises -mhlt. Das soll aber nicht oft vorkommen. v
Heiteres vom Tage. „Wie findet denn dein Mann dein neues Kostüm?" „Ich weiß nicht, er bat die Rech-. I nmtß noch nicht gesehen!"--- Vater: „Gewiß, wenn ! meine Tochter Sie liebt, ich habe nichts dagegen, allein , eines muß ich Ihnen, sagen, kochen kann sie nicht." — ! Freier: „Das macht Nichts, wenn sie es bann nur nicht ‘ tut."--August kommt zu spät in die Schule „Wo warst du?" fragte ihn der.Lehrer. - „Mein Vater" hat mr gebraucht," erwiderte Ailgust. — „Hütte er da nicht inen andern nehmen können'?" fragte der Lehrer ivieder mö August sagt: „Nee, er hat mir jehauen!"- - Lr ber, ich habe vorhin einen Zehnmarkschein verloren.
1 We ihn finden, möchte ich ihn wiederhaben, am >vWira können St? ttm als ^vittfuprfi mu>rtn?u "