Sersfelöer Tageblatt
hersfelöer Kreisblatt"
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: ^'s'slnjsunnnfrret^ 1 Amtlicher Anzeiger für den Kreis hersfelö
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" Nr. ISO
Donnerstag, den 4. August
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MS Vorreewanserung.
• ' Der Hunger und die bolschewistische Mißwirtschaft treiben Millionen verzweifelter Russen nach den Westgrenzen. Das alte gigantische Schauspiel der Völkerwanderung vor mehr als tausend Jahren wiederholt sich jetzt in einer geradezu katastrophalen Weise. Wie einst die-Wandalen, Sueben und Alanen aus den Donauländern unter Harten Kämpsen mit den Franken
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über den Rhein nach Spanien einbrachen und ebenso die Westgoten, die in Dacien, dem jetzigen Ungarn und Rumänien, saßen, in Südgallien und Spanien sich sest- zetzten, und ferner die Ost'goten, die im südlichen Nutzend saßen und in Italien einbrachen, — sie alle hatte MMnMnkötD Etzel vo^ sich hergetrieben, — so drohen jetzt von der Wolga Moskowtterhoröen über die westliche Grenze zu dringen. Damals war es die furchtbare Angriffsgewalt eines plötzlich auftauchenden Mou- Völenvolkes, die ganz Europa in Bewegung fetzte, und jetzt ist es ein noch viel größerer Gewaltherrscher, der Millionen verzweifelter Menschen nach Mitteleuropa jagt: der bleiche, verzehrende Hunger. Leider befinden sich unter diesen verzweifelten Flüchtlingen Hunderttau- sende von tüchtigen deutschen Kolonisten, die an der Wolga durch ihre musterhafte Bauernwirtschaft den Russen gezeigt hatten, was deutcher Fleiß und deutsche Arbeit vermag. Aber nicht nur Bauern mit Weibern und Kinderrt sind es, die sich in wilden Heerhausen nach dem Westen drängen, sondern auch disziplinlose Truppen der roten Armee, die gleich Marodeuren im dreißigjahrt- gen Kriege sich mit Massen in der Hand durch Bauern- Sörfer und Städte schlagen und da plündern und rau- bem Dock selbst die Truppen Trotzkis machen sich jetzt äu? den Marsch, um sich in Feindesland — und das ist alles Land, das nicht bolschewistisch ist - Nahrung und Unterhalt räuberisch zu holen. Schon nähr sich Bnd- jennv mit 28 000 Mann der polnschen Gneise.
Die Hungersnot und Choleraepiöemre in Rußland übertrifft weit die im Jahre 1801-^92, an die man jetzt erinnert wird. Unter dem zaruttschen Regiment war wenigstens noch etwas Ordnung und erfolgrerche Httts- tätigkeit, denn Sie Verkehrswege waren durch boljche- - wiMsche Mißwirtschaft lange nicht so ruiniert, wie sie es setzt sind. Die Sowjettyrannen haben sich bis jetzt . nnr durch Gewalt halten können nnd werden sicher K durch Gewalt gestürzt werden. Es ist ein altes Axiom Volk, das von grenzenlosem Phlegma und Fatalismus beseelt ist, konnte so lange dre Tyranner Trotzkys und Lenins ertragen. Es bedurfte erit der furchtbaren Auf- peitschüng durch Hunger und Cholerca, ehe es sich aus seiner Passivität zur Aktivität emvorraftte.
Die Tage der Sowjetregierung sind gezahlt. Rußland muß jetzt die kapitalistischen Staaten um Hilfe an- fleben und erwartet von dem Roten Kreuz ine einzig Niögliche Hilse. In allen, Schädeln der Verhungernden dämmert es jetzt, daß die Diktatur des Pro.etariatr,, wie sie sich in Rußland auf das abstoßendste gezeigt hat, lttcht zum Paradies, ionderri zur Halle führt. Läßt jetzt die Sowjetregierung die Hilfe des Noten Kreuzes, das natürlich unter internationaler Kontrolle feine Tätigkeit ausüben wird, zu, dann hat sie verspielr. Das wertz ste, Sie gibt damit zu, daß ihr Progrmnm uou Anmng an kine falsche Spekulation war. Sie gibt durch ,d^e uuei= nationale' Kontrolle ihre Macht an» ben Händen und wird sie, selbst wenn alles Himgerelend gestillt ist,.M)t wieder erlangeit können, lind deshalb wird sie aLncnt* lich gegen die große Volksmasse mttatig und herzlos bleiben und nur für ihre bis in den Tod ergebenen Ja- nitscharen sorgen. Das wird aber die letzte krampfhafte Gewaltanstrengung sein, die in sich von allem zusam- menbrechen muß. Der verz,oeifelten Völkerwanderung, die über Mi-teleuropa und auch den Westen zwei, snrcht- bare Gesabreu, deu Bolschewismus und die Cholera, bringen kann, nnrtz rechtzeitig ein starker Damm entgegengesetzt werden.
ErhohAng der Mieten.
land muß jetzt die kapi... UcOcit und, erwartet von
r^ an einem Bescheid au den Bervaudspräsidente» des^ Siedlungsbezirkes Rnhrkohleugebiet erklärte der preußische Minister für Bolkswohlfahrt, daß durch neue Steueru sich voraussichtlich noch in diesem Jahre erue nanz wesentliche Heraufsetzung der Miete « nicht werde vermeiden lassen.
Aerzte gegen die Brotpreiserhöhung.
Gegen die beabsichtigte Brotpreiserhöhung wendet e.A sieu Aerztekammer der Provmz Sachsen. Die be- Ächtliche Erhöhung des Brotpreises würde zur Folge S q6 zahllose Kreise der Bevölkerung noch mehr der Unterernährung mit all ihren üblen FAgen prers- gegeben waren. Neue schwere Unruhen und Kampfe feiet
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^ Berlin. Die Einnahmen des deutschen Reiches im letzte» Monat haben den Voranschlag um 20 Prozent überschritten. Eine Besserung der Finanzlage^ ist dadurch aber nicht eingetretem da alich die Ausgaben den Voranschlag um mindestens 25 Prozent überschritten
seien
( «oll- und Steuersrage«.
^ Berl L tB. T.) Die nächste Sitzung des Repa- ratimisaussHusscs im Reichswirtschaftsrat am FreüaK satt- 5 August, wird, wie verlautet, einer Besprechullg dervomAichswirtsch etnaeaauaeWN Gesetzentwürde sür die ErheHung der Einfuhrzölle für gewisse Waren und der Erhöhung der Kohlen iteuer gewidmet sein.
Der KeiigsKnniler Wer oserichlelien.
o* In Bremen fand am Dienstag abend eine von der Handelskammer einberrtfene öffentliche Versammlung statt, die von ungefähr 5000 Menschen besucht war und in der Reichskanzler Dr. Wirth über die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Lage fprach. Der Reichskanzler führte in seiner Rede aus, daß er keine Rede der Resignation, sondern der Ermunterung halten wolle. Die Losung heiße: Durch Arbeit zur Freiheit! Er kam dann auf die Bedeutung Bremens als den Ausgangspunkt für die Gesundung des Welthandels zu sprechet Dieses Wiederaufblühen sei nur möglich unter dem Gedanken des Rechts, nicht unter dem Gedanken der Macht. Wohin der Machtgedanke führe, zeige das traurige Schauspiel Oberschlesiens. Es sei eine Sabotage der größten demokratischen Ideale der Welt, wenn in Oberschlesien nicht das Recht, sondern die Diktatur Korsan- tys zur Geltung käme. Alle Mächte moralischer Natur rufen mit eherner Stimme in die Welt hinaus: Achtet den Gedanke« des Selbsibeftimmmrssrechtes der Völker, der Denwkratie und der Freiheit, wenn Ihr das unglückliche Europa nicht endgültig dem Untergang weihen wollt! Europa kann nicht noch einmal durch neuen Wirrwarr hindurch geführt werden. Leider regieren in Warschau polittsche Lerdenschaften und grenzenloser Hochmut, der die Welt rricht zur Ruhe kommen lassen will. Bremen war stets einer der Orte, von denen die deutsche Kultur und deutsche Arbeit in die Länder des Ostens getragen wurden. Deuksche Kultur, deutsche Zt- vilifation und deutsche soziale Wohlfahriseinrichtuugen stehen in Oberschlesien aus dem Spiele. Das Vertrarren Deutschlands, daß mit ihm ein faires Spiel getrieben wird, das Vertrauen in die europäische Solidarität, das gemeinsame Interesse aller Völker an der Freiheit und Demokratie darf nicht enttäuscht werden. Ferner sagte der Reichskanzler, es sei ein frevelhaftes Beginnen gegenüber dem deutschen Volke, ein zweftes Elfatz-Loth- rIngen zu schaffen, einen ewigen Brandherd zwischen großen Völkern, wodurch der europäische Kontinent aufs neue im Laufe einer gewissen Zeitspanne ins Unglück und Zerstörung gestürzt werden könne.
Eine Sitznug in zwei Periode«.
»^ Der Korrespondent des Brüsseler „Soir" meldet, daß die Sitzung des Obersten Rates vermutlich aus zwei Perioden bestehen soll. Während 4er ersten Periode soll " ~ ' ^ ---------der Neriei-
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riode soll stattsindem nachdem -die HaMMg der DdU^ scheu und Polen nach der Vertellung Ober chlenenv bekannt ist. Belgien wird auf der ersten Sitzung nicht .„;_;... * :„, Lloyd George wird sich während der ,weiten Setzung durch Lord Balfour vertreten lassen.
vertreten sein, zweiten Srtzuu^
Ratibor soll ausgehungert werden!
»-> Auf den Grubenplätzen in Rybnik fanden zahlreiche Versammlungen von Polen statt. Es wurde be- ichlossen, die Stadt Ratibor auszuhungern. Den Bauern der umliegenden Dörfer wurde verboten, Lebensrnittel zum Verkauf in die Stadt zu bringen.
Italiens Haltung.
x Im Auswärtigen Ausschuß in Rom wurde am Dienstag die oberschlesische Frage Pesprochem General de Martini betonte, daß die unterirdischen schachte in Oberschlesien sich durch das ganze Gebiet hinziehen und einen technischen Zusammenhang des industriellen Gebietes darstellen, wodurch eine Teilung Oberfthlefiens unmöglich sei. 90 Prozent aller Bergwerke und Fabriken seien außerdem in dem Besitz von Deutschen. Es wurde begrüßt, daß Deutschland angeboten habe, italienische Arbeiter in den oberschlesischen Bezirken zu verwenden.
Die Frage der Trmppeuse«d«ng.
Der deutsche Außenminister Dr. Rosen richtete an den französischen Botschafter in Berlin, Lanrent, einen Brief, der jetzt in dem „Manchester Guardian" veröffentlicht wird. Es heißt darin: Ich bin in der Lage, Ihnen den Standpunkt mitzuterlen, den die deutsche Regierung in der Frage der Beföröerimg einer französischen Division durch 'Deutschland nach Oberschlesieu em- ninnnt, die den Gegenstand verschiedener Erörterungen gebildet hat. Die deutsche Regierung hat genau den von Euer Exzellenz zum Ausdruck gebrachten Wunsch geprüft und ist keineswegs abgeneigt, diese Frage lediglich vom juristischen Standpunkt mis zu behandeln. JnZim- schen ist bekannt geworden, daß der Oberste Rat in einiger Zeit zusammentreten wird, um über die ober- schiefische Frage zu verhandeln. Die deutsche Regierung zögert nicht, zu erklären, daß sie die Entscheidungen des Obersten Rates anerkennen wird.
Wahrheit oder Dichtung?
»* Der Berliner Korrespondent des Rotterdamschen Courant meldet, in Kreuzburg wurde per Mörder de» französtichen Majors Montalegre verhaftet. Der Verhaftete ist ein 21jähriger Oberschlener, ein Lohn deutscher eitern, mit Namen Joskr. Er hat die Tat emge- standen und behauptet, oaflir eine gröpere LUMme Geldes bekommen zu haben. Der Berlmcr Lokalanzeiger bemerkt dazu, es erschelnt nrcht ansgefchlosien, daß es sich um eine durch Geld erkaufte fingierte Aussage handelt.
Um Oberschlesieu.
•x Die „Baseler Nachrichten" berichten über die Ber- handlnngcn der Sachverstandigeurommifsion über drc neuen Grenzführungspläne in Oberschlesieu, daß eine Einicyrno der SacknoAtänüiaen biSber nickt kettelt wor
den ist. Die italienischen^achödrsiändigen erklären, daß sie nicht ernnchtigt seien, die Sforzalinie zu unierslüttech Auch Lerond, der eine längere Unterredung mit Briang hatte, hat sich gegen diesen Vorschlag ausgesprochen, weil seine Wünsche für Polen noch wett über die Sforzaä linie hinausgehen. Auch Korfanty ist in Paris eifrig dafür bestrebt, ein günstiges Ergebnis für Polen zq erzielen. — Wie aber in gut unterrichteten Kreisen e« klärt wird, ist die Lage für DsUilchlaaL nicht nngünttg,
Das «nvrögltche Problem.
** Paris. Die Pariser Niorgenblätter Bestätigen die: Meldung, daß die Beratungen der Sachverständigen-!' kommission über die oberschlesische Frage keinerlei Ford-' schritte machen. Die ftanzösischen Sachverständiger^ haben alle Anstrengungerc gemacht, um die übriges Ententevertreter von dem französischen Standpunkt z« überzengen und ihnen diesen verständlich zn machen.
mehr eine neue Grenze von Gemeinde zu (Gemeinde festgesetzt werden soll, wie es der Versailler Vertrag vor» schreibt, umsomehr ergibt sich, daß " ----- die neuen Grenzen sestzusetzen, die ergebnis und den wirfst, / ' “ des erttsprechen, ««gemein
schreibt, umsomehr ergibt sich, daß die Echwierigkefte«, die neuen Grenzen sestzusetzen, die dem Abstimmungsergebnis und den wirtschastlichen Bedürfnissen des Landes entsprechen, ««gemein groß sind. — Das oberschle- sische Problem, so erklärt eine Nachrichtenstelle, bedroht den europäischen Frieden. Hierfür sind diejenigen verantwortlich zu machen, die in dem Versailler Vertrag' unabwendbare Bestimmungen festgelegt haben. — Der „Matin" gibt zu, daß die Festsetzung der Grenzen nach den einzelnen Gemeinden den wirtschaftlichen Erforder-' nisten Oberschlesiens zuwiderläuft.
Die Sachverständigenberatuuge« unter Soeben.
s* Genf. Der „Temps" meldet, daß die Beratungen der deutschen und französischen Sachverständigen unterbrochen worden sind. Die Verhandlungen werden erst nach der Entscheidung des Obersten Rates über Ober- schlesien wieder sortgesetzt werden.
Frankreich und die Sachverständige«.
^ Genf. Ueber die letzten Sitzungen der Sachver- ständigenkmnmission, in denen die Entscheidung über- Oberschlesien durch den Obersten Olaf vorbereitet werden sollte, meldet der „Temps", daß die Sachverständigen^ keinerlei konkrete Vorschläge über Oberschlesien an gestellt haben. Die Beratuligen der Sachverständigen^ kommission sollen voransstchtlich am Donnerstag wie bet ausgenommen werden. — Auf Grund der vorliegenden Errulkngäen des französischen Ministervr.sidenten iN, der Kummer wird in der Sitzung des Obersten Rates, die endgültige Entscheidung über Oberschlesien gefällt; ffftj&’fr'-^.t^ -werden siM auf ein»
Obersten Rates «jcht miderseße«.
Frankreich ist einverstanden.
>$ Genf. Havas meldet: In letzter Sitzung der französischen Kannner erklärte der Mttnisterpräsident, daß der Oberste Rar znr endgültigen Entscheidung über die Zukunft Oberschlesiens am 8. August zusarnmentretst^ werde. Weiter erklärte Briand, daß sich die französi-. schen Vertreter auch nicht einer Entscheidung über die: Aufhebung der „Sanktionen" widersetzen werden.
Neno Verhandlungen.
o^ Berlin. Die Verhandlungen über das neue Reparationsabkommen beginnen am 4. August in Berlin. —. Auch für August hat die Reparationskommission die ab- Mliefernden Kohlenmengen aus 2 200 000 Tonnen festgesetzt. i
Die Trnppenverstärknugsfrage.
Berlin. (B. T.) Wie wir hören, beabsichtigt die, Reichsregierung, eine Darstellung der oberschlesischen, Truppentransportftage zu veröffentlichen und zwar, so-; bald die erwartete Kollektivume die Stellung der En-: tente zu dieser Angelegenheit klar legt. Im Zusammen, hange damit soll auch der zwefte Brief des Autzenmint-, fters Dr. Rosen an den französischen Botschafter be-t kannt gegeben werden. Der gemeinsame Schritt 5c^ Botschafter ist bis zur Stunde noch nicht erfolgt. Eben-', so wenig ist eine diesbezügliche Ankündigung im AuS-, wattigen Amte eingetrosfen.
Die Truppeufcnduusen.
** Berli«. In der Frage der Truppenfeildungennt seitens der alliierten Botschafter in Berlin noch nicyrä: erfolgt. Es steht tu ' -------- “------ Note den Alliierten
-, wenn die angekündigte
wird.
Flüchtlinge ans Oberschlesien.
ö* Berlin. In den letzten Tagen sind wieder 2580 Flüchtlinge aus dem oberschlesischen Industriegebiet ein- getroffen.
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Das Ultimatum und seine Erfüllung.
»-. Der frühere Vizekanzler Dr. Heintze hat in Sob- land au der Spree eine Rede gehalten, in der er betonte, daß, falls Oberschlesien verloren gebe, das. Kabinett Wirth zurücktreten würde. Das deutsche Volk mune höchste aktive Politik treiben und wieder wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zum Auslande anknüpfen. Es müsse auch unter allen Umständen aufgeklärt werden, daß Deutschland nicht schuld gewesen sei am Aus. bruche des Krieges. Man könne sogar die Behauptung aufstellen, daß Deutschland zu friedliebend gewesen sei. Kur Rechtfertigung feiner eigenen Zustimmung zur Annahme des Ultimatums sagte Dr. Heintze, die Verweigerung hätte die völlige Vernichtung Deutschlands zur Folge gehabt. Die Annahme sei der letzte Versuch gewesen, Oberschlesien und das Ruhrgebiet zu retten. Wir- wurden gezwungen dazu, zu unterzeichnen, haben aber nicht versprochen, das Ultimatum zu erfüllen. Ich olaube auch nicht. bm'; man die '.r-nrdeinnaen er»ilten