Einzelbild herunterladen
 

Die stete Tchratu-'»

Berlin. In einer Etseubaduversammluuq in Epanimn wurde am Freitag Abend von dem Betriebs­rat mitgeteilt, daß ungeachtet des bebördlichen Demen­tis eine Tarisreform der Eisenbahnarbeirer als unab­wendbar angesehen werden müßte, zumal angesichts der bevorstehenden neuen Lebensmittelvertcuernugen.

Die Stenerberatungeu.

»-«. Berlin. Die Beratungen des Reuhskabiuetts über das neue Steuerprogramm der Regierung Wirth sind an: Krcitaa noch nicht beendet worden. Es ist bisher mein gelungen, die Zustimmung des Gesamtkabinetts für das Steuerprogramm herbeizuführen. Die Beratungen des Reichskabinetts werden am Montag fortgesetzt werden.

Die zuviel gezahlten Steuer«.

im- Berlin. (B. T.) Der demokratische Abg. Erkelenz hat an die Reichsregierung folgende kleine Anfrage ge­richtet: Zehntausends von Arbeitnehmern haben auf Grund der Bestimmungen über den Steuerabzug vom Lohn erheblich mehr an Einkommensteuer gezahlt, als sie zu zahle« verpflichtet waren, obue daß bisher eure Rückzahlung erfolgt ist. Ist die Regierung bereit, die Finanzämter auznweisen, daß eine beschleunigte Rück­zahlung erfolgt?

Um Helgoland» Zukunft.

Die Deutsche Volkspartei hielt in München eine große Versammlung ab, in der zwei Entschließungeir angenommen wurden, in denen es u. a. heißt:Wenn das deutsche Volk auch wehrlos ist, so ist es doch uim«er fe ehrlos, daß es sich Helgoland, das wahrenö des Kieses ein Turm im deutsche,! Meere war, abkau­fen, oder es zum Tauschn,ittel der Diplomaten ernied­rigen ließe. Von der Bevölkerung Helgolands wird Treue zum deutschen Mutterlands erwartet, von den Parlamenten, daß sie den Wünschen und Beschrverdeit der Heigoländer in großzügiger Weise Rechnung tra- g»n.b Wetter heißt es in der Entschließung:Die ge- plarrte Hilfsaktion für Rußland hätte nur das Endziel, das Eowjetverbrechen aus der gegemoärtige« Krise zu retten. Lei« Gramm Lebeusmittel und kein Pfennig darf daran verwendet werden."

Eisenach und Preuhen.

* Wie wir aus Berlin erfahre«, trat eine Abordnung aus Eiscuach beim prenßischen Ministerium des Innern für den Auschluß des Elseuacher Landes an die Provinz Heflew-Naffan ein.

Dazu wird weiter gemeldet: Der Minister verwies die Erschienenen auf Artikel 18 der Reichsverfassung, der allein die Voraussetzungen regelt, unter denen Gebiets- verändernttgen der Länder erfolgen konnten. Das Schwergewicht liege hiernach in dem Willen der betei- ltgten Bevölkerungskretse. Bereits die frühere preußi­sche Regierung habe gelegentlich einer kleinen Anfrage in der Laudesversammlung im Oktober 1918 erklärt, daß, falls von thüringischer Seite der Wunsch einer wirt­schaftlichen oder politischen Annäherung hervortrete, die preußische Regierung ihrerseits der Erfüllung solcher von breiten Bevölkernngsmatznahmen getragenen Wün­schen kein Hindernis in den Weg legen werde. Mit der Erhaltung von Eisenach und Dermbach als Kreis­städte sei er im Prinzip einverstanden und auch die An- gliederung einspringender und angrenzender preußischer Gebiete wurde keine Schwierigkeiten bereiten.

Brandkatastrophe in Löfflingen.

Ueber die furchtbare Brandkatastrophe in Lösslin- gen wird noch gemeldet: Eine schwere Brandkatastrophe suchte das Schwarzwaldstädtchen Löfflingen an der Bahnlinie NeustadtDdnaneschingen helE Schon nach wenigen Stunden lagen gegen 10 Wohnhäuser mit laud- wirttchaftlichen und Rehen-GehüMWWMWWWWWUW ww^otuta. ^oeuos omtetw m Brand WUNNT vermindert fort. Mehr als eiu Drittel von Löfflingen ist inzwischen niedergebrannr. Man hat es hier mit der größten Brandkatastrophe zu tun, die sich in Baden seit dem großen Feuer von Tonaneschingen im Jahre 1908 ereignet hat. Der Schaden geht in die Millionen. Große Burtervorräte wurden vom Feuer vernichtet. Um ihm Einhalt zu gebieten, mußten mehrere Gebäude -«»gerisse« werden. wodurch ein Teil der Stadt vor der Katastrophe gerettet werden fonme. Hauptsächlich sind größere alte Schwarzwatdhäuser, die zum Teil mit Kin­dern besetzt waren, abgebraunt. Eine Hilfsaktion wird sogleich von der badi'chen Regierung eingeleitet werden.

Die feindlichenBrüder".

>» Das Verhältnis zwischen Italienern und Franzo- ^."i LberMlesien führt fast täglich zu Schlägereien zwischen Ttnzieren und Soldaten der beidenSchwester- ! nationen".

Bermi«derg«g der Erwer-stÄsSN.

** Die Zahl der Erwerbslosen im deutschen Reiche ist von 358161 am 1. Juni auf 316 979 am 1. Juli gesun- : ke«. Der Rückgang beträgt also diesmal fast 12 Proz. und ist größer als der Rückgang im Mai.

Keinefreie Bahn" dem GiseAbahserl

** Das ReichsverkehrsMinisterium plant die Aufhe- bmtg der Fretfahrtvergünsttgung aller Beamten und Angestellten der Eisenbahn, oasich diese Vergünstigung isW wehr rechtfertigen lasse."

EjU ^EE^H^ M ÄÄchLk§'

»* In Aachen wurde ein Umzug von 300 Metallar­beitern von belgischen Soldaten auseinander getrieben. Der belgische Kommandant erließ ein Versammlungs- rerbos.

- FürSchwarz-weiß-rot".

»»Den Auftakt für den am Sonnabend abend auf Hamburger Außenalster geplanten Flaggerrkorio für die Beibehaltung der schwarz-weitz-roten Haudelsflagge bildete ei«e am Freitag veranstaltete Kundgebung des H^urgischeu Bürgerbnndes. Ju dieser .Kundgebung

wül^nde Entschlreuung einstimmig angenommen:

Wir sind uoerzeugt, daß der Streifen in der neuen Handelsflagge ein Hindernis zur Wiedererlangung un- ; Seegeltung bedeutet. Da dieser Streifen am 27. ' aur eine Zufallsmehrheit bekam, ! W« Mt die Befragung des gesaWie« Volkes durch Einen Volksentscheid für notwendig."

, Fretlaffnng der Kriegsgefangene«?

^.^^asel DerBaseler Anzeiger" erklärt, daß sich Regierung zu neuen Verhandlungen

E^?-« ©« ?cr Rvc6 in Frankreich zurückge- . Haltenen deutschen Kriegsgefangenen bereit erklärt hat.

,. EiN Dritiel der Stute »ertöten!

? o^^^'Nach einer Schätzung des preußischen ^^^^'.^^L^nilleriums ist bei der Fortdauer der Z rEnbeit in Preußen mit einem 8b- bis lOprozeniigen

- ^ß nn>erertraa der diesjährigen Ernte zu rechnen.

Die deutschen Vermögen in Amerika. otterdam. DieMorningpost" meldet aus Neu- i as Staatsdepartement ordnete die allgemeine : ruug der Gegenansprüche an die deutschen Pri- ! bcu in Leu Beretuigten Staaten an. Die Frei -

gäbe der deutschen Vermögen in Amerika scheint in weite Ferne gerückt zu sein.

Amerikas Bedingnng an Rußland.

m Amsterdam. DieMorutugpost" meldet aus 3keu- york: In einer Besprechung von Vertretern der Mos­kauer Svwietregieruug mit den Vertretern der ameri­kanischen Regierung haben sich die letzteren für eine Hilfeleistung ausgesprochen. Das amerikanische Staats­departement erneuerte aber gleichzeitig das Verlangen an die Moskauer Regierung, eine allgemeine russische Konstituante etuzuberufeu.

Gegen den BerlinerDjinkel".

w- Paris. In politischen Kreisen erklärt man, daß die französische Regierung darauf besteht, daß gcgeuüber Deutschland die Autorität Frankreichs wiederhergestellt und in Berlin die Auffassung zerstreut wird, die Ein­heitsfront der Alliierten sei nicht mehr vorhanden. Nur auf dieser Grundlage fei eine Einigung mit Euglaud möglich.

Ein Abgeordneter verhaftet.

** Düsseldorf. (F. Z.) Der Reichstagsabgeordnete Erkelenz ist im besetzten Gebiet von den Besamn,gsbe- Hördeu verhaftet worden. Die Gründe sind unbekannt. Plan nimmt an, daß sein Schriftwechsel seit einiger Zeit überwacht worden ist.

<>* Düsseldorf. Die Aufsehen erregende Verhaftung des demokratischen Abg. Erkelenz stellt sich als ein Miß­griff der Besatzungsbehörde heraus. Erkelenz wurde daher sofort entlasse«.

Im Kampfe mit Wilddieben.

** Bertm. (B. Z.) Ein Förster in der Nähe von Spandau hatte am Freitag einen Zusammenstoß mit drei Wilderer«, die mit dem Zerlegen von Rehen und Hasen beschästigt waren. Die Wilddiebe nahmen sofort Deckung. Der eine Wilderer legte das Gewehr auf den Förster an. Dieser aber schoß zuerst und tötete ei­nen der Wilderer. Durch einen zweiten Schutz wurde ein anderer schwer verletzt. Der dritte Wilddieb wuröe verhaftet.

Verhaftete Eisenbahnränber.

M' Berlin. (B. Z.) Der Eiferibahnverwaliriug ge­lang es durch die lliiterfuchunqsstelle bei der Eisenbakm- direktiou Altona die Entlarvnng einer großen Räuber­bande. Die Mitglieder haben auf den, große« Güter- bahnhof Wilhelursburg ganze Güterzüge beraubt. Die meisten waren Erwerbslose. Die Zahl der Teilnehmer ist noch nicht abgeschlossen,

Haßrede« in Belgien.

m- Berlin. Bei der Grimdsteinlegimg zu einer neuen Universität in Löwen ,Belgien) hielt Poincaree eine maßlose Hetzrede. Nach ihn, sprachen in nicht minder gehässigen Worten ein belgischer Kardinal und der Prä­sident der Nennorker.Colninbia-ttniversiiät. Eine Bot­schaft des Präsidenten Harding, die zur Verlesung fam, hielt sich aller politischen Auslassungen fern.

Allerlei vom Tage.

Wegen Anfhetznng znm Landesverrat und Umstirrz wurde die koninnmistischeTribüne" in Halle vom Ober- präsiöeriten der Provinz Sachsen für 10 Tage verböte«.

Die schwebende Schuld des Deutschen Reiches hat sich in der Zeit vom 11. bis 20. Juli um 163 880 OOQ Mark, also aM 187 538 580 000 Mark erhöht.

Ju Liban sind zwei englische Zerstörer und ein Kreuzer aus Memel angekommen.

In Lodz kam es zu schweren Zusaunnenstötzeu zwi­schen Polizei und Streikenden, bei denen es beiderseits Schwerverwundete gab.

I» Duisburg ist ein weiteres kriegsstarkes Regi­ment srauzösischer Truppen eingetrosfen.

Siedlungen. Im September soll eine Rheinische Siedlungswöche verbunLkw mit einer SiedlnngsDMWW

Der italienische Fehlbetrag für das Rechnungsjahr 1920 21 beträgt 10 Milliarden 300 tVitllionen Lire.

Der Turnunterricht im besetzten Gebiet ist von der MeiiüaHbfommiffioii auf Grund des Artikels 177 des Friedensvertrages durch Verbot der Ordnuttgsübuttge«, w,e Aufstellen und Marschieren in Reihen und Gruppen, eirigeschränkt worden.

_ Die holländische Kabinettskrise ist endgültig im «tune der Rekoustruktiou des gegenwärtigen Kabmetts gelöst. Anstelle des Kinauzministers de Vries tritt Jonkheer de Geer, Mitglied der Zweiten Stummer und Bürgermeister von ArnHeim.

In dem netten Tabaksteuergesetz werden nach einer Meldzrng alle Steuerermäßigungen fortsallen. Während der Steuerertrag für das Steuerjahr 1921 auf 1,8 Mil­liarden veranschlag: worden sei, erwarte man von dem neuen Gesetz einen Ertrag von 2,7 Milliarde« Mark.

Das Reichswehrmintsterium teilt mit, daß die An­gelegenheit des Zusammenstoßes zwischen Schupo und Reichswehr in Stettin der Staatsanwaltschaft übergeben wurde.

Neue LohnforderARM« stellten die Bergarbeiter im Geißetal (bet Halle) wegen der fortdauernden Steige­rung der Lebensruittelpreise. Es konuneu 13 Werke mit 12 000 Arbettern in Betracht.

Beeudiguug des Kriegszustandes mit England. Lloyd George erklärte im Unterlaufe, die englische Re­gierung habe das offizielle Datum der Beendigung des Kriegszustandes zwischen allen früheren feindlichen «staaten, mit Ausnahme der Türkei, auf den 1. Septem­ber festgesetzt.

Terroristische Pläne in R««ie«. Ein Funkspruch aus Bukarest besagt, daß Terroristen ein EtsenSahu- attentat auf den König geplant hatten, der sich bemuMit nach Frankreich degeben will.

Der Bund Denricher KtiitLranwärter iE. V.) in Berlin hält seinen stesjährtgen Bundestag am 4., 5. und 8. August in Lasset ah.

Die WaffeeLräfte der Saale. Die Verhandlungen wegen der Saaletalsperreu. an denen das Reich, Preu­ßen und Bayern beteiligt sind, werden in kurzem wie­der ausgenommen werden. Sie sind eine Fortsetzung der eingehendeu Besprechungen, die am 7. Mai d. Js. in Lobenstein stattgefunden haben.

Englische Sotdatem. die im Rheinland heiraten. Im englischen Unterhaus teilte der Kriegsminister mit, daß 138 engl'sche Soldaten und Beamte im Rheinland deut- sche Frauen geheiratet hätte». Das Kriegsamt ermil- tigte die Soldaten nicht zu solchen Heiraten, aber es hindere sie auch nicht.

Drnckansträge von über 9 Millionen Mark hat der ruisische Staatsverlag gemeinsam mit dem wiffenschast- tich-technischen Verlag der Amvietregrerung an deutsche Firmen vergeben.

Die Mänseplage in der Borderpfalz wird immer arößer. Hunderttausende sind bereits eingefangen wor­den, ohne daß eine merkliche Abnahme eingetreie« ist. In der Südpfalz ist der Schaden ««geheuer.

Einen furchtbaren Unfall erlitt «ach einer Meldung aus Moskau ein Zug mit Delegierte« des Gemerk- ichaftsko«gresses auf der Kurskbahn. Von den deutsche« ^eiemerten wurde u. a. Otto Sirinmt und Gelbrich- T.enifdiionf. neiMst.

- "Der Kronprinz. Eine Berliner Drahtuug des ,,Pe-,, tit Karinen" will wissen, in Potsdamer mouarchlstischen M Streifen sei das Gerücht verbreitet, daß der ehemalige,- deutsche Kronprinz bei der holländischen Regierung um < L Ermächtigung «achgesucht habe, Vieriugen zu ? lasstil und sich «ach Sildamerika zu begebe«, wo er uw ^ ' "'Beamtenkongreß in Wiesbaden. Auf Eiuladuug dcs si Magistrats wurde die Abhaltung des «3. RhetUlschen,« Beamteutages" im Sommer 1922 in Wiesbaden be-^ schlvssem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Brasilien wurde Dr. Arturo Bernades, zu«, Vizeprä­sidenten Dr. Urbano Santos aewählsi lckae.kaimeo niedrigeren Frachtsätze haben die W beschlossen, die

Frachtraten zwischeii dem Bereinigten Königreich und Indien bis um 40 v. H. Herabzusetze«,_______________

Vermischtes.

Volksverseuchung. Nach einer Meldung aus Köln; befinden sich in den dortigen Krankenhäusern nicht we­niger als 6000 Geschlechtskranke, jedenfalls mit einer *ttÄ 9» -m-m D--,- M H-id-lM» entstand ein Brand infolge Kurzschlusses in ^iuem elektrischen Motor. Der Brand breitete sich schnell aus Und äscherte vier Wohnhäuser, drei Scheunen und einige nUI@rmorbeM^ Der seit dem Lüdenscheider Schützeuseste vermißte Arbeiter Otto Ostermnm! ist jetzt von Waldbeereu suchenden Kindern in der Nahe von Al­ton« ausgefnndeu worden. .

Vernügl'ickte Autofahrt. Bei Boppard nt ein mit einer Ellener Gesellschaft besetztes Auto verunglückt. Eine Mittelschullehrertu wurde getötet. Zwei andere d^S S der Stadt Bielefeld, eine Zahlmeisterswitwe, die am 2. Februar ifireit 102 Geburtstag feiern konnte, ist gestorben.

Wegen der Massenerkraukungen au Paratyphus ist der Verkauf an frischen Fleisch- und Wurstwareu auf den Duisburger Wochenmärkten einstweilen verboten.

Fünf Menschenqenerationen waren in Westersteder- feld bei Oldenburg bei einer Taufe in einer Familie versammelt, nämlich Tochter, Eltern, Großelteru, .llr- großmutter und Ururalme. Die 94jährige Ururgroß» mutier hob eigenhändig ihr Ururenkel aus der Taufe.

Der Stettiner Znsammeustotz. Blätteruceldunge« aus Stettin zufolge wird eine Kommission, die aus Mit­glieder« des Neichsmittisteriums des Innern und des Reichsweüruiiiiisterimns besteht, die Untersuchung der Zusammenstöße zwischen Schutzpolizei und Reichswehr in Stettin führe«. _ .

Schwere Gewitter gingen über verschiedene steile Pommerns nieder und verursachten mancherlei Schade». J«l Gemilterstulnn kenterte ein Bovt. Die drei Insas­sen, in den zwanziger Jahren stehende Männer, find er­trunken.

Ein gefährlicher Fischrauber. Die Bisauuaite in Bayern Ist bereits westwärts über Augsbttrg vorge- dr««geu. Am Zusam, einem Fluß im Hügelrückettge- biet zwischen Donauwörth ist ein Exe«iplar des gefähr­lichen Fischränöers gesange« worden, von dem auch Sachse« und Schlesien bedroht sind, sodass die Bekämp­fung durch das Reich nicht länger umgangen werden kann.

Die Spielbank in Bad Harzburg, die mit Geuehmi- net wurde, bat ihren Betrieb wieder einstelleu müssen. Perwnen, die größere Summen verloren haben, erstat­teten Anzeige wegen Falschspiels.

Eine Versteigerung von Haarlocke«. In Londvu o^t.me Versieigerung einer Sammlung von Haarlocken berühmter Männer stattgefunden. Die Sammlung be­stand aus 20 Nummern und enthielt u. a. Haarlocken

Napoleon, Washiu gton, Byron, Miltou, Carlyle. Trotzdem die Echtheit wdes Exenwlars authentisch be- glallbcht war brächte die Sammlung schließlich nur 100

Aus der Heimat.

Sie Volkshochschule und ihre Aufgabe»

Die vom VereinVolkshochschule e. V. zu HerSfeld" auf Freitag abend in die Aula des Gymnasiums ein. berufene öffentliche Versammlung war gut besucht.

Herr Gymnasialdirektor Dr. Köhler, HerSfeld be- grüßte die Erschienenen und bittet, den Verein unter­stützen zu wolle». Der Krieg und die Revolution hätten eine ganz neue Staatsordnung und Gesetze ge. schaffen. Die staatliche Neuordnung habe dem Staats» bürger große Rechte gegeben. Wenn auch schon vor dem Kriege Vereine bestanden, die sich der Pflege des Bildungswesens aunahmen, wie: Literarischer Verein,. Chorverein, Turnverein, so hätten sich doch natur­gemäß ihre Bestrebungen nur auf einen kleinen Teil beschränken müssen. Der Staatsbürger kann jetzt mitreden in Angelegenheiten, wo er früher nichts zu lagen hatte. Aus großen Rechten erwachsen aber auch große Pflichten. ES dürfen nur solche in Sachen mit* reden, die Sachkenntnis besitzen. - Mit Unterstützung der Stadt, Behörden wurde voriges Jahr ein Bildung?- verein gegründet, der in einenVerein Volkshoch­schule e. B." umgewandelt wurde. Mit der Bitte UM eine recht rege Diskussion und stellen von Kragen an den Redner Herrn Dr. Bräuning-Dktavio erteilt Dr. Köhler ihm das Wort.

Dem Vortrage des Dr. Bräuning-Oktavio entnehmen wir folgendes: Ich bin überzeugt, daß sich schon alle,, die hier anwesend sind, in Gedanken mit der Volks- Hochschule beschäftigt haben. Sie werden auch schon gehört haben, daß Viele die seit 1918 und 1919 ent­standenen Volkshochschulen wenig befriedigten. Man machte sich von den Volkshochschulen falsche Bor- stellungem Ich setze voraus, daß hier Interesse an der Einrichtung einer derartigen Bildungsanstalt vor- Handen ist, ist doch der Verein aus allen Schichten der

^ .. ^och der Verein aus allen Schichten der Bevölkerung entstanden. Auf eine breite Basis mn& die Volkshochschule gestellt werden. Jeder muß denken: ow bin ein notwendiger Bestandteil des Volkes. Keiner darf sich ausschließen. Die Pflichten sind: Zu» lammenarbeiten! Geben und nehmen im wechselseitigen Austausch. Jeder, Dozent und Hörer, muß etwas mitnehmen.

Nach diesen einleitenden Sätzen kam der Redner

3