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Sin WeltschicdsgcrickL.

** Rotterdam. Die »Times" melden aus Neupork, daß die Regierungen von Brasilien, Eliilc, Slrgentiiiien und Mexiko sich für die Einberufung einer internatio­nalen Konferenz für die Vorbereitung eines Welt- fchiedsgerichts erklärt haben.

* Rotterdam. Havas meldet aus Neuyork, daß Prä­sident Harding nmnnevr nach Wiederherstellung des Friedenssustandes mit Deutschland und Oesterreich eine Einladung an die europäischen Mächte zu einer Kon- Senz für die Errichtung eines Schiedsgerichts ergehen se« wird. Die Absendung der Einladung stehe un- «ittelbar bevor.

Die Zollschikaue.

«k* Paris. (F. G. A.) Nach einer Meldung des »Pe­tit Parisien" äußerte der französische Rheinlaudkomuttf- far in einer Rede in Wiesbaden, daß die Londoner Be­schlüsse über das Zollregime, dessen Beseittgung von Deutschland verlangt witrde, einer wesentliches Ber» »efferuug bedürften. Die Frage würde gegenwärtig von der Rheinlarrdkouiniission beraten. Die französischen Behörden hätten im Rheinzolldienst bisher schon große Weitherzigkett bewiesen.

Die Befestigung der französische« Grenze.

** Basel. Nach Blättermeldungen aus Paris wurden Ar dem neuen französischen Etat 210 Millionen Franken «Mesetzt für die Verstärkung der Befestigung von EfMbnrg mrd Metz.

DaS Schicksal Südtirols.

* Zürich.Corrtere della Sera" meldet, daß die süd- Rrrll« Frage wegen der Beibehaltung der deutschen Sprache in den Seutschsprechenöen Gebieten demnächst auf Metzgeberifchern Wege gelöst werden soll. Eine ent- fpredieube Borlage fei bereits von den abgetretene« M1- niRctien fertiggestellt.

Die schmarz-weitz-rote Handelsflagge.

** Aus Köln wird gemeldet: Die Einführmm der 3ftitew deutschen Handelsflagge wird von den Rhein- »«bereien abgelehnt. Erklärurrgen aus Reederkreisen hefage«, Satz auf dem Rhein auch nach dem 1. April tt I. nicht die neue Flagge, sondern die alte schwarz-weitz- tote Flagge von den Rhemschifsen geführt werden wird.

Die Evtwaffuuugsvflicht erfüllt.

** Der »Temps" meldet: General Rollet hat dem BRfchafterrat angezeigt, daß er die Entwaffnung Bagerns als durchgeführt aufehe.

Anklage gegen Kapitänleutnaut Boldt.

* In London ist ein Mann der Besatzung des von einem deutschen U-Boot zerstörten englischen Hospital- fchWes durch einen englischen Richter vernommen wor­den. Die Aussagen sind schwer belastend. Von der 250 Mann starken Besatzung des Schiffes sonnten nur 20 Mann gerettet werden. Der englische Zeuge ist nach Sem Untergänge des Schiffes von einem Rettungsboote «rfgerommen worden. Daraufhin sei das deutsche A-Byot herangekommen. und, nachdem die englischen Offiziere von den Deutschen an Bord des U-Bootes ver­hört worden seien, habe das U-Boot versucht, das Ret­tungsboot zu rammen, das sei aber nicht gelungen. DaS Rettungsboot sei dann mit den geborgenen 20 Mann entkommen und durch ein englisches Kriegsschiff ent­deckt worden, nachdem es 36 Stunden auf hoher See ge­trieben hätte. Der Führer des deutschen U-Bootes ist

vor das Reichsgericht gestellte Kapitänleutnant

Botdt.

ASerlei vom Tage.

Mit

----der Verhaftung Jagows soll lautKreuzzei- Sämc" RetchsjustniMinister Schiffer den Oberreichsau- Watt b«

-beider Besprechung einer urnerpv in Streitfrage mit 432 gegen 100 Stimmen wieder einmal ein Ver­trauensvotum.

** Anläßlich des amerikanischen UnabhängigkeitsfeUes waren in Paris sämtliche öffentlichen und auch viele private Gebäude beflaggt. Die Zeitungen hoben die Bedeutung des Tages hervor mrd gaben in Leitartikeln der Sympathie Frankreichs für Amerika Ausdruck.

** Bei den Stadtverordueteuwahlen t« Hettstedt bei Eisleberr ist die Herrschaft der Kommunisten, die bisher die Mehrheit hatten, gebrochen worden.

Dentidier Reichstag«

12 9. Sitzung.

Die Interpellation der bürgerlichen Parteien wegen der Regelung des Lehrlingswesens im Handwerk wird in der geschäftsordnungsmäßigen Frist beantwortet werden.

Der Staatsvertrag über den Uebergang der Wasser­straßen von den LändÄkn auf das Reich wird in zweiter und dritter Lesung ohne Debatte genehmigt.

Darauf wird die zweite Beratung des Rachirags- etatS fortgesetzt.

Beim Haushalt der Marine erklärt Abg. K«h«t im S.), die Marine habe keine Existenzberechttgung mehr. Ihre Leitung sei gegenrevoluttonär und ver- weMe noch immer nicht die republikanische Flagge, son­dern die alte Kriegsflagge. Die viel zu hohen an- nvaßenden Forderungen der Marineverwaltung müßten abMehnt werden. Wir lehnen den Nachtragsetat ab.

Ohne weitere Debatte werden hierauf die ersten zwölf Etatkapitel der Marine gegen die Stimmen der drei sozialistischen Parieren angenommen.

Beim nächsten Kapital führt Abg. Dr. Moses (u. S.) Beschwerde über die im Verhältnis zur Mannschaft viel zu große Zahl von 91 Mariueärzteu. Reichswehr- mlntster Getzler erklärt dazu, die Bedürfnisfrage fei ge­prüft und bestätigt worden.

Der Rest des Etats wird bewilligt.

Beim Etat des Reichsministeriums des Auswärtige« bekiwmft Abg. Frau Wurm lu. S.j die Hergabe von Retchsmitteln für die Zentrale für Hcimatdienst. Abg. Dr. gramer lD. Vpt.j tritt für die Schließung der Zen­trale ein, die in der Hauptsache im Dienste der wzial- demokratischen Partei stehe. Abg. Mumm (d.-n.) schließt sich diesem Antrag- an, während Abg. Sollmann <SO&) die Zentrale verteidigt. Der Ausschuß bean­tragt eine Umgestaltung der Zentrale in der Weise, daß ihr ein parlamentarischer Beirat beigegeben wird Die Abstimmung wird vertagt.

Der .Nachtragsetat des Reichstages wird debattelos bewilligt.

Reichstages wird debattelos

Hierquj wird ohne Aussprache das Altersreutenge- L setz in dritter Lesung angenommen. Das Fernsveech- fl gebührengesetz wird dann in zweiter und dritter Lesung 4 ohne Debatte angenommen. Es folgt die zweite Be- ratura und Erledigung des Wehrmachtversorgungsge- setze^> sowie die zweite Beratung des Antrages der bür- .4 gerlichen Parteien über die religiöse Kindererziehung. 4 Ter vom Ausschuß vorgelegte Gesetzentwurf bestimmt, dich kein Elternteil ohne Zustimmung des anderen Tei- ; lee das Kind vom Religionsunterricht abmelden oder . das reliaiöie Bekenr«Ms ändern kann, in dem das Kin»

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erzogen wird. Die Ausschußvorlage wird in zweiter

Der Schriftführer verliest Interpellationen des ZEr,tMs, der Demokraten mrd der sozialistischen Par­teien, die zum Fall Iagow eingegangen sind.

Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr: Anfragen Jagow- Jnterpellattonen, kleinere s/ärlagem - S«

Interpellation über das Verfahren aeaea Faaow

.f*m®^^ Zentrum und Demokraten haben

im Re chstag folgende Interpellation eingebracht: Ist die Reichsregierung bereit, über den Stand des Ver- kahrens gegen den Regierungspräsidenten a. D. von Iagow wegen Hochverrats unverzüglich Auskunft zu

PoOtifdie Rundschau

Jm soziale« Ansschntz des Reichstages wurde die Neuregelung der Leistungen und Beiträge in der Inva­lidenversicherung beraten. Es wurde ein sozialdemokra- ttscher Eintrag angenommen, wonach als Beitrag festge­setzt werden in der 1. Lohnklasse 350, in der zweiten 450, in der brüten o50, in der vierten 650, in der fünften 750, in der sechsten 900, in der siebenten 1050 und in der ach- ^1^00 Pfennig. Der sozialpolitische Ausschutz des Reichswirtjchaftsrates hat sich gegen jede Anrechnung der Invalidenrenten auf die Bezüge aus Versicherun­gen ober Versorgungseinrichtungen gesetzlicher oder pri­vater Natur ausgesprochen.

Der RecktDausschutz -es Reichstages lehnte mit 12 gegen 12 Stimmen den Antrag der Linksparteien auf

Der Rechtsansschntz des Reichstages lehnte mit 12 gegen 12 Summen den Antrag der Linksparteien auf Zulassung der Frauen zum Richteramt ab. Die Frage soll nun zu einer prinzipiellen Klärung dem Plenum des Reichstages übergeben werden.

Die Verabschiedung der dem 6. Ausschutz des Reichstages vorliegeuden Novelle zur Angestellte« ver- stcheruug dürfte sich verzögern. Die Fraktionen der Deutschnationale« und der Deutschen Völkspartei ha­ben im Reichstage einen Gesetzentwurf als Jnitiativ- aütrag eingebracht, der die dringendsten Forderungen zur Gesunderhaltung der Finarrzen der Angestellten­versicherung erfüllt und eine geordnete Sicherstellung angemessener Versorgung der Privatangestellten für den Fall des Alters und der Invalidität sowie für den Fall ihres Todes den Hinterbliebenen gewährleisten soll.

Die neue ReiiQsgetreideardnung.

ww. Die Entscheidung über die Getreidebewirt- schaftung im kommenden Wirtschaftsjahr ist nun endgül­tig gefallen. Seit dem Jahre 1914/15 wird Deutsch­land zum ersten Male wieder einen legitimen freien Verkehr mit inländischem Brotgetreide haben. Im­merhin wird noch nicht die ganze heimische Ernte dem freien Handel und Verbrauch überlassen; es ist viel­mehr die von verschiedenen Seiten vorgeschlagene .Umlage" eingeführt. Daß die bisherige Zwangswirt­schaft nicht mehr streng durchgeführt werden konnte, be­darf keiner weiteren Erörterung. Schon in den letzter» Jahren sind ungeheure Mengen Getreide und Mehl auf dem Schleichhandelswege den Verbrauchern zuge- führt worden. Andererseits könnte auch die völlig freie Wirtschaft nicht in Betracht kommen. Würde nämlich sämtliches Getreide frei sein, so wäre eine weitgehende Annäherung des inländischen Getreidepreises an den Weltmarktpreis die notivendige Folgen und wenn auch vielleicht bei der gegenwärtigen Lage diese Ungleichung für die Konsumenten erträglich wäre, so müssen doch etwaige zukünftige Valutaschwankungen berücksichtigt werden. Stimmt die in den letzten Wochen stattgehabte

schen Getreideexportländern schlecht aus, was zwar nach den bisher vorliegenden Nachrichten unwahrschein­lich, aber dennoch möglich ist so könnte durch diese und andere Faktoren der Brotpreis für die gegenwär­tigen Einlommeusverhältnisse des deutschen Volkes unerträglich hoch werden. Deshalb ist es zu begrüßen, baß durch das Umlageverfahren der Steigerung der Ge­treidepreise gewisse Grenzen gezogen sind. Es muß nämlich von der gesamten deutschen Ernte nach dem vom Reichstag am 16. Juni beschlossenen Gesetz eine Umlagemenge von 2% Millionen Tonnen zu einem noch festzusetzenden Preise abgeliefert werden. Dieter Preis wird zwar im Interesse der Produktionsför­derung nicht nur die Unkosten der Landwirte decken, sondern auch einen gewissen Gewinnzuschlag enthal­ten müssen,- aber er wird doch unbedingt unter dem sich im freien Verkehr bildenden Preise liegen. Der Jm- Vvrt, welcher angesichts der zu erwartenden nicht un­günstigen heimischen Roggenernte hoffentlich geringer als im Vorjahre sein kann, wird weiter durch den Staat bewerkstelligt. Durch diese Regelung wird also der Preis des Getreides im freien Verkehr voraus­sichtlich unter dem Weltmarktpreise gehalten.

Die Umlage wird nicht, wie es bisher bei allem Getreide der Fall war, durch die Reichsgetreidestelle er­faßt, sondern von den Ländern nach den Anteilen auf­gebracht, mit denen sie an dem Ernteertrag der vier Getreidearten im Durchschnitt der Jahre 19061920 be­teiligt waren. Es ist nun durchaus zu fordern, daß das Umlagesoll so bemessen wird, daß auch Produzen­ten mit geringen Erträgen von der Flächeneinheit oder solche mit starker Viehhaltung oder großen Deputatlie- 'erungen noch einen Anteil für den freien Verkehr übrig behalten. Andernfalls würde das Umlagever- sahren in eine nur anders benannte Form der Zwangswirtschaft mit allen ihren Nachteilen ausarten, ja vielleicht eine noch schlimmere Form annehmen, da der Landwirt für die rechtzeitige Erfüllung des Liefer- solls mit seinem ganzen Vermögen haftet.

Der Erfolg der Umlage, die vor allem einen mög- lichst reibungslosen Uebergang zu der für das über­nächste Wirtschaftsjahr notwendigen völlig freien Wirtschaft zum Zweck hat, hängt also in erster Linie von der Handhabung der Bestimmungen des neuen Gesetzes ab. Muß doch u. a. auch dem Handel Gelegen- hei gegeben werden, allmählich wieder die Bahnen der Vorkriegszeit einzuschlagen. Dies ist angesichts der ge­waltigen Kapitalien, die bei dem aus das Vielfache ge­stiegenen Getreidepreis erforderlich sind, nur langsam möglich. Neben der früher vorwiegend üblichen Bar­zahlung im Getreidebaudel wird also in Zukunft auch die Wechselbegehung eine Rolle spielen. Nach den Erfahrungen, die bei der Aufhebung der Zwangswirt- schast anderer Produkte gemacht sind, darf man hoffen, daß etwaige Schwierigkeiten bei Inkrafttreten des Um­lageverfahrens bald überwunden werden. Solche kön­nen beispielsweise dadurch entstehen, daß die großen Mühlen, die nun wieder zu einem Teil zu Handelsmüh­len werden, ohne irgendwelche Getreidevorräte in das neue Wirtschaftsjahr eintreten. Nichts wäre verkebr-

ter, als wenn dann bei einer größeren Nachfrage i«, einzelnen Bezirken die in der Zwangswirtschaft so be-tz rüchtigten Kreissperren verhängt würden. t

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Vermischtes.

Der russische Schachmeister Rubinstein hat an W vaplanca eine Herausforderung zum Kampf um die^ Weltmeisterschaft gerichtet.

Auf eine Mine gelaufen und gesunken ist im Schmäh zen Meer der amerikanische Dampfer Mopang (3545 Tonnen). Die Mannschaft wurde gerettet.

Bon Lobleumassen erdrückt wurden ein 37 Jahre alter Fabrikarbeiter aus Gottesberg und ein 29 Jahre alter Fabrikumurer aus Tannenberg. Sre arbeiteten in einem Koblensilo einer Fabrik in Tmmenbergtat (Sa.) und wurden von imchrutschenden Kohlen ver­schüttet. , , ,

Aus Anlatz des hundertjährige« Bestehens hat die Firma Alexander Eoppel, Waffen- und Stahlwaren- fabrik in Solingen und Rohrenwerke in Hildem Zuwei­sungen und Stiftungen im Gesamtbetrage vm^ Mil­lionen Mark für die verschiedensten sozialen Zwecke ge­macht.

Das deutsche Leukluftschiff »Bodeufee", das an Ita­lien fällt, ist auf dem Flugplatz Piampino bei Rom ge­landet.

Sin großer Sierschmuggel und Eierwucher wird m. Bayern getrieben. Die Händler kaufen die Eier auf und stlchen sie auf allen möglichen Wegen aus Bas^rn her- auszubringen. Im Laufe von acht Tagen rst «ahez«^ eine halbe Million Eier beschlagnahmt und der Oesfeut- lichkett zngeführt worden.

Die Osfizierreitschule iu Soltau ist aufgelöst,««H mit dem alten Militärreitinstitut in Hannover vereinigt worden.

Unter dem Verdacht der Syiouagc wurde in Frank­furt a. M. eine Dame verhaftet, die mr Auftrag ei^ französischen OMsiers Papiere abholen wollte, für die die französische Militärbehörde ein lebhaftes Inkreise zu dokmncntieren scheint. Es handelt sich um Doku­mente, deren Geheimhaltung im Interesie der Landes­verteidigung notwendig ist. Die Verhaftete ist die ruß fische Fürstin Helene Schakowskaja, hie früher nie einem Deutschen verheiratet war, aber geschieden wurde und jetzt unter ihrem Mädchennamen in Wtesbade» lebt.

Eine Spende japanischer Aerzte von 450 000 Mark ist dem deutschen Botschafter in Tokio für die medizini­schen Fakultäterr der deutschen Universitäten überreicht worden.

Durch einen Brand im kaufmännischen Zentvum vo« Glasgow (England) wurde ein großer Häuserblock zer­stört. Zwei Feuerwehrleute wurden getötet. Der Scha­den wird auf 250 000 Pfund Sterling geschätzt.

Die Hinterlassenschaft Carnegies belauft sich auf nun 25 Millionen Dollar. Es ergab sich jedoch, daß der Stahl- könig im Laufe seines Lebens über 350 Millionen Dollar an Wohltätigkeitsorganisationen verteilt hat.

Ein Armeebefehl für heiratslustige amerikanische Soldaten. Ein Armeebefehl des amerikanischen Kom­mandos in Koblenz der sich mit der HeiratserlaubniD für amerikanische Soldaten befaßt, bestimmt, daß die Er­laubnis nur nach einer Prüfung des Charakters des Erwählten gegeben wird. Die Prüfung muß ergeben» daß gegen das deutsche Dlädchen als Frau eines ameri-- kanischen Soldaten und als Bürgerin der Vereinigtem Staaten nichts einzuwenden ist. Der heiratslusttge Amerikauer muß außerdem 100 Dollar deponieren, die WMlleiMMLR feiner- zukünftigen-Frau nach Amerika, decken sollen. Die Erlaubnis wird nur soweit erraTT, als Beförderungsmöglichkeil nach den Vereinigtem Staaten besteht. Nur die höheren Dienstgrade dürfen ihre Frauen in Deutschland bei sich behalte;!.

Die «euentdeckte« Erzfelder in der Nähe von Kirn«« auf Lappland sollen mit Unterstützung der schwedischem Regierung produktiv ausgebeutet werden. Die Erzfel­der sollen 38 bis 40 Millionen Tonnen Erz enthalten. Bon Kiruna aus ist eine Eisenbahn nach dem Gebiet geleitet worden, um die Abbeförderung des Erzes zu er­möglichen, da täglich 100 000 Tonnen Erz gewonnen und verarbeitet werden können.

Die Statistik der englischen Scheidungen für das Jahr 1919, die soeben in einem englischen Weißbuch veröffentlicht wird, gibt manche interessanten Aufschlüsse.

So zeigt sich, daß 40 Prozent aller geschiedenen Ehe» kinderlos waren. In 24 Prozent der Fälle waren die- Eheleute, die sich scheiden ließen, weniger als fünf Jahre verheiratet. In 34 Prozent dauerte die Ehe zwischen 5 und 10 Jahren und in 42 über 10 Jahre. Wahrend* 1918 2689 Ehescheidungen stattfanden, belief sich die Zahl 1919 auf 5763; es ist also eine Z.unahnre von weife über 100 Prozeßt. Gegen das Jahr 1913 aber ist eS eine Zunahme um 355 Prozent, denn die Zahl der» Ehescheidungen in diesem Jahre betrug 1267.

Heiteres vom Tage. Arzt (sum Patienten): »Sie müssen jede Aufregung vermeiden und weder 'Hinever noch Wein trinken. Nur Waffer, verstanden? Pa­tient:Sie haben gut reden, Herr Doktor. Allein der Gedanke, nur Wasser trinken zu dürfen, regt mtch schon mehr auf als alles andere." (Haaysche Courant.) Ehemann:Wo bist du wieder gewesen, Ena? Fast keinen Abend bleibst du mehr zu Haute. Frau: »9x ich mußte doch in eine Versammlung. Dort wurde ich z«r Präsidentin des neuen Asyls für verwahrloste .Kin­der gewählt." Ehemann:Kommen unsere Kinder auch da hinein?" (Answers.) Hausfrau (die ei» Mädchen engagieren will):Ich würde Sie wohl i» Dienst nehmen, aber Ihr Zeugnis ist zu schlecht." Dienstmädchen:Was kann ich denn dafür, Madam? Ich Hab s doch nicht geschrieben." (Haagsche Courant.)

Handel und Verkehr.

4- Frankfurt a. M Der letzte Fruchtmarkt wies steigend» Preise und feste Tendenz mit Namentlich Futtermittel, ins­besondere Heu und Stroh, Maisfuttermehl und neue Kartof­feln waren gefragt, sodass der Bedarf nicht ganz gedeckt werden konnte. Es kosteten pro 100 Kilo Heu 120 X Stroh 60 X Mais 260 X Bohnen 370 X Reis 500600 X Saigon-Reis 500 X Wicken 130 140 X Maismehl 280310 X Kartoffel« 260- 280 X Erbsen 300- 400 X Maissuttermehl 122 X Del« kneben waren gefragt, ebenso Wintersaat, insbesondere Klee und Luzerne. In Kleeheu kleines Angebot, doch war der Ver- . kauf schleppend.

4 Frankfurt a. M. Während auf dein Groswiehmarlt der Antrieb ungefähr der gleiche ivar wie in der Vorwoche, standen auf dem Kleinvievniarkt rund 300 Tiere weniger zum Verkauf. Insgesamt waren angetrieben 296 Ochsen, 80 Bullen, 68 Fär­sen und Kühe, 261 Kälber, 111 Schafe. 924 Schweine. Außer­dem wurden vertäust 7 Ziegen: auf den, Auslandsmarkt 32 Ochsen, aus dem Sperrhof I Ochse, 4 Bullen, 10 Färsen und Kühe. Die Preise hielten sich beim Großvieh auf der Höhe der Vorwoche, für Kleinvieh macht sich steigern« Tendenz nach -den bemerkbar.