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4 die Retinmezeile 1.50 Mark. Lei Wieöerhoiungrn r ! Nachlaß. » Zur die Schriftleitun z verantwortfich : Zranz Zunkin Hecsjeiö. Zernfprecher Nr. 8. :

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: ErMeint jeden Drchentsg. der Rezugsprels br« ; trägt im voraus zahlbar, für f*ersfd» 7.50 Warf, : durch die Post bezogen 7.80 Mark, bei freier Z ; stellung ins fiaus.« druck und Verlag von Ludwig : Zunks Suchdruckerei in Hersfeld.

Ae. 148

^uwhMv den 28. Juni

1^1

Rückzug KorfKuLyS.

polnischer Kriegsrat Wer Oberschlesie«.

Ueberfrem»««g der oberschlesischen Judustrte.

«-<' Durch Mitwirkung eines früheren polnischen Of­fiziers ist das Protokoll des letzten polnischen Kriegs­rats über Oberschlesien bekannt geworden. Der Kriegs­rat fand in Belschowitz, dem militärischen Oberkom­mando der Aufrührerarmee, unter dem Vorsitz Oberbefehlshabers Warwa statt. ES waren sowohl Korfanty als auch die polnischen Generalftabsoffiziere enroefenb. Gegenstand des Kriegsrates waren die Ber- hKüdlttNgen zwischen den Generalen Henniker und- ser über die Räumungsfrage. Als von einer Seite ge­äußert wurde^ die Engländer wären den Polen in den Rücken gefallen, Unterbrach Korfanty den Redner und erklärte laut, daß hiervon keine Rede sein könne. Er sei glücklich, daß die Engländer gekonrmen seien, und den deutschen Selbstschutz aufgehalten hätten. Es hätte keine drei Tage mehr gedauert, bis der letzte Pole aus Oberschlesien hätte abziehen müssen. Als darauf ein Müglied des Kriegsrates der Meinung Ausdruck gab, » in diesem Falle 7...... ~ ......

Krieg hätte erklären mir Mister Generalstabsoffiz.., ________ ______________

den vor jedem derartigen Abenteuer, denn felbst die gesamte reguläre polnische Aruree fei -em mohl-iszivli- nierten Häuflein Reichswehr nicht gewachsen. Das sei seine und anderer Sachverständigen Meinung. Zur Ueberraschung aller Anwesenden bestätigte Korfanty die Angaben des polnischen Generalstabsoffiziers, gab aber bekannt, datz man sich jetzt zurückziehen müsse. Wie von Lerond versprochen worden sei, komme eine Eutwasf- ««ng »er polnische« Insurgenten auf teilten Fall in Betracht, sondern nur ein Rückzug. Es sei aber sicher, daß neben einem großen Entgegenkommen in Verwal- jungssragen vor allen Dingen das militärische Gehirn der großen Bewegung in Takt bleiben werde, um in im Falle, daß Polens Wünsche nicht voll befriedigt würden, unter Aufbietung aller Kräfte der polnischen Nation eine neue Erhebung vorzunehmen und glücklich M Ende zu führen« ~

^ ^ - Ein Geheimbericht §ero«»s.

M' Der vomB. L.-A." veröffentlichte Geheimbefehl, -en General Lerond an die französische Mission in Ver­min gesandt haben sollte, wird von der Agence Havas «ls in allen Teilen erfunden erklärt. Nach dem Ge- tzeimhefehl soll zwischen Lerond und Korfanty ein den

des

jvimtx» vvi ivtviuuny <nijvi-uu yuv/ e Polen offiziell an Deutschland den rssen, erhob sich ein höherer pol- zier und warnte die Anwesen-

- Ueber den Geheimbericht wird nach demB. L.-A. gemeldet, daß er von der hysterische!- Angst vor Deutsch­land diktiert sei. Lerond fürchtet, daß der Selbstschutz m Oberschlesien immer stärker werde und faselt von der engen Verbindung zwischen Selbstschutz und Orgesch. Der Bericht fährt dann fort:Korfanty verliert dage­gen von Tag zu Tag mehr an Popularität und Ehan- cg®, und er werde in der nächsten Zeit gezwungen sein, 'Oberschlesien M räumen, wenn wir nicht sofort alle stra­tegischen Punkte einnehmen, um dadurch den deutschen Vorstoß aufzuhalten und so Korfanty im Larrde zu hal­ten. Wir haben infolgedessen mit allen anderen Ver­tretern der Entente folgendes beschlossen: 1. Korfanty kann aus dem Gebiete, das er besetzt hat, seine Orgam- sation sortsühren und vermehren zum Schutz der polni­schen Einwohner. Wir fordern von Korfanty, daß er unseren Gebeimbeseblen unbedingt Gehorsam zollt. 2. Die Truppen der Alliierten müssen zu einer geschlosse­nen Gruppe zusammengezogen werden und die Aus­gabe erhalten, weitere deutsche Vorbereitungen und Vorstöße, sowie die Besetzung strategischer Punkte, eben­so wie die Vereinigung der deutschen Abteilungen zu einer Front zu verhindern. 3. Unsere Truppen müssen so ausgestellt und verstärkt werden, daß wir in jedem Augenblick bereit sein können, die dentschen Truppen zu entwaffnen und ihre Munition zu Seschlagnahmen, falls sie nicht auf den ersten Befehl von uns die Waffen aus- liefern "

Der Geheimbericht ist auch vomTag" veröffentlicht worden. Während Havas ihn dementiert, behauptet Ber Taa", daß er den Bericht auf einem Wege erhalten habe der ihm gestattet habe, die Authentizität des Schrisistückes nachzuprüfen.

Die Räumung Oberschleftens.

m- Rotterdam. DieMorningpost" meldet aus Oppeln: Der Rückzug des deutschen Selbstschutzes und der polnischen Jnsurgeuten vollzieht sich in der vorge- schrievenen Weise. Ueber die Frage der Amuestre für die Aufrührer find die Verha«dluuge»t noch urcht abge­schlossen. Es ist jedoch anzunehmen, daß dw AmnesW nur beschränkt sein wird. Gemeine Verbrechen, wie Plünderungen und Mord dürften wohl n.cht embe- drissc« sein. Die Juteralluerte Komnnsstvn siebt die Sage als erheblich gebessert an. Man rechnet damit, daß sie ganze Anfsiandsbemegung tu den nächsten Tage« beendet sein wird.

Rene englische Trnppenverstärknugen.

t -H Mainz. In Mainz sind am Sonntag zwei weitere ; Züge mit englischen Truppen über Bebra nach Ober- schlesien abgefahren.

Polen rüstet weiter.

^ Kopenhagen. DieBerlingske Tidende" meldet aus Warschau, daß dort mit der Einzrehung der rungit , Zurüchestellten begonnen wird. Dre Tagung der fo- zialdemokratischen Kammerfraktion hat sich «Ämit S i für die Unterstützung der oberschlestschen Politik der

Fjegtermig erklärt.

w Ge«f. DerHerald" meldet, daß die Neuyorker Banken in größerem Maße oberschlesische Jndustriepa- piere zu dem billts.. - - ~

igen Marktkurse erwerben. IN Reu- .. Anzahl Verkaufsangebote von ober- schlesischen Jndustriewerten vor.

York liegen eine

Besprechunge« -er Regier««s mit -ea Parteiführer«.

#* Die Reichsregierung hat am Sonntag Wer die Lage in Oberschlesien den Parteiführern vertrauliche Mitteilungen gemacht. Die Mitteilungen des Reichs- außenmimsters haben den Abgeordneten die Zuversicht gegeben, daß keine Veränderungen in der Haltung der Reichsregierung in der oberschlestschen Frage eintreten und auch keine wesentlichen Aenderungen in den Er- ächtlich der Entscheidung über Ober-

wartrrngen, die hirsi schlesien gehegt wer

Zusammentritt des Auswärtigen Ausschusses.

_** Berlin. (B. T.) Der Auswärtige Ausschutz des Reichstages tritt am Dienstag zusammen und wird sich mit der oberschlesischen Frage und den Zwangsmaßnah­men am Rhein beschäftigen.

Geplante Kohle «Preiserhöhung.

»* Düsseldorf. lF. G--A.) Wie verlautet, wollen nicht nur die westfälischen Kohlenreviere, sondern auch die oberschlesischen eine Kohlenp^eiserhöhung beantragen.

Die Deutscherrhetze in der Provinz Posen.

** Wie aus Danzig gemeldet wird, haben am Sonn­abend abend in Posen, Bromberg, Ostrowo und Thorn neue deutsch-feindliche Demonstrationen stattgefunden. In Ostrowo sind die bei den letzten Unruhen geplünder­ten deutschen und jüdischen Geschäfte von neuem demo­liert w«cden.

Der Krieg in MeinasiSK«

r Staatsstretchplan Mustafa Kemals.

»* Nach Meldungen aus Angora plant Mustafa mal einen Staatsstreich, um r« Konstantinopel eine Re-

Ke-

gieru«q zu bilde«, die dann sofort die Offensive gegen Griechenland aufnehmen soll. Mustafa Kemal erhält Unterstützung und Munitionsnachschübe von den Bol- schewisten und Italienern.. Die Italiener lieferten bis­her 2000 Maschinengewehre. Auch treffen russische Truppenverstürkunaen ein Q

durch den Staatsstreich vor ein fati accompli gestellt se­hen, und Franzosen, Italiener und Japaner würden keine Einwendungen erheben, wenn Mustafa Kemal auch in Konstantinopel zur Regierung gelangt.

Die Antwort Griechenlands.

** Die Athener Blätter veröffentlichen den Text der Antwort der griechischen Regierung auf den Schritt der alliierten Regierungen vom 2L Juni. Die griechische Regierung antwortet, daß sie sehr dankbar für das freundschaftliche Angebot sei, daß aber die Lage gebiete, daß sie sich bei ihren Entscheidnugen nur von militäri- schen Interessen leiten lassen dürfe. Dieser Entschluß sei eine Folge des Weltkonflikts. Die Lage im nahen Osten sei das Ergebnis der Anwendung der Sanktio­nen, die im Vertrag von Sevres enthalten sind. Grie­chenland habe nicht nur in Kleinasien gegen sich selbst Verpflichtungen, sondern es habe auch die Mission übernommen, die gemeinsamen Entschlüsse der Alliier­ten der Türkei anfzuzwingem Jede Verschleppung der Offensive würde die Lage zum Schaden Griechenlands verändern und den Widerstand des Gegners nur ver­schärfen. Die griechische Regierung werde aber bereit sein, ihren großen Alliierten, in welcher Phase der Operationen es auch immer fei, anzuhören, und hoffe, daß sie von der Türkei konkrete Vorschläge für die Ver­wendung der ihr aus dem Vertrage erwachsenden Rechte erhalten werdet«

Die Antwort der griechischen Regierung auf das Vermittlunqsangebot der Alliierten wird in Griechen­land mit Befriedigung ausgenommen. Die Blätter er­kennen übereinstimmend an, daß die Regierung ge­zwungen fei, der nationalen Strömung zu folgen und die Interessen des griechischen Volkes zu wahren.

Enttäuschung in London.

w- Die griechische Note hat in London eine große Ueberraschung hervorgerufen. Die Blätter stellen fest, daß sowohl Curzon als auch Lloyd George enttäuscht sind. König Konstantin sei wahrscheinlich über die Ber- Handlungen in Paris nicht unterrichtet gewesen.

Rene Offensive der Griechen.

** Die griechische Ministerpräsident Guuaris, der in einer Volksversammlung erklärte, die anatolische Frage werde nur durch die griechischen Bajonette entschieden werden, hat sich sofort nach Smyrna begehen. Vian sieht darin einen Beweis dafür, daß das Datum der griechi­schen Offensive nicht mehr anfgeschoSen werden wird. Der griechifche Generalstab hofft, mir der Offensive etwaigen persischen und russischen Verstärkungen für die Gemaltsten zuvorzukommen. Der russische Außenmini­ster Tschitscherin wird in den nächsten Tagen in Angora erwartet. Er wird dort mit den persischen Delegierten zusammentreffen, um gemeinsam mit der Regierung von Ilngora Wer Bündnisfragen zu beraten.

Einstimmige Billigung der Politik Briands.

<w Der französische Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat die Debatte über die Erklärungen Briands betreffend die oberfchlesische Frage imd das

Fortvesteyen ser -Uvangsmaßnahtnen gegen Dexua- laW fortgesetzt. Die Pariser Blätter konstatiere« den Reden der Deputierten, daß der KammerausschuL eiustimmig die Erklärungen Briands gebilliar habe. Auch die auwesenöen sozialistischen Deputierten habe« keine Einwendungen gegen die Darlegungen Briands erhoben.

Seine Bermindernust der Bes*tz«nssar«ee.

** Wie derTemps" meldet, teilte Briand im Ka«- merausschuß weiter mit, daß die Besatzungsarmee i* Deutschland 123 000 Mann stark sei und daß ihre Redu- zrerung zur Zeit nicht in Aussicht gestellt werden sönnt.

Zahlu«ssfor»er«Rge« ohne Ende.

Der Rat des Völkerbundes hat die Borschläge -er Kommission betr. die Regelung für die Uebertragun« von Reserven, die angeblich das Deutsche Reich ant Grund der sozialen Versicherungsgesetze für Elsatz- Lothringenzurückgelegt" haRn soll, gutgeheitzen. Die Kommission hat mit allen Stimmen den Wert dieser Re^ fernen am 31. Dezember 1920 auf 65 Millionen festge-' setzt. Die erste Rate soll Deutschland ant 1. Juli zahlerw

Das erste A«ft«ne« »er Kontr»«kom«rssio».

** Die neuernannte Finanzkontrollkommission Bet Alliierten für Deutschland hat am Sonntag ihren erste« Besuch dem Auswärtigen Amt abgestattet. Die Kom­mission verlangt den ungehinderten EiWlick in die Vorbereitungen des neuen Reichsetats.

Die Wie»era«fbauverha«»l««se« in Paris.

** Berlin. (D. A.) Der Staatssekretär Bergmann und oer Reichskommissar für den Wiederaufbau Dr. Guggenheimer sind am Sonnabend nach Paris abgereift Die auf mehrere Tage berechneten Verhandlungen mit dem französischen Wiederaufbauunnister Loucheur be­ginnen am Montag und haben, wie amtlicherseUs hev- vorgehoben rvird, wesentlich die Frage der Preisfest­setzung und Finanzierung zum Gegenstand.

Die Holzhäuser für Nordfraukreich.

e-r Berti«. (B. T.) Die Besichtigung der in Deutsch­land anfgebauten Probehäuser für Nordfrankreich durch eine französische Kouunisfion hatte das Ergebnis, datz eine Reihe von Abäönuerguswünschen geäußert wurde. Sierdurch wird eine neue Preisberechnung notwendig.

itr Zeit werden 76 verschiedene Typen zur Begut­achtung ausgestellt.

MMÄaMmAe^Wte MMpfiruppe«.

** DieMorningposi" meldet aus Moskau: Auf de« Kongreß der dritten Jnteruattonale brachten die Deut­schen den Antrag ein, ein internationales Freiwilli- gen-Regiment der Roten Armee zusammenzustellen und im Falle eines neuen revohtttonären Aufstandes in Mitteldeutschland sofort die Direktiven der revolutio­nären Zentralleitung in Moskau durchzuführen. Die Angehörigen des Roten Regiments sollen auf die euro­päischen Mittelstaaten verteilt werden und für die dauernde Bereitstellung der revolutionären Waffenbe- stände verantwortlich sein. Der Antrag der Deutschen wurde einstimmig angenommen.

Englisches Lob für Dr. Wirth.

M^nitf demRotterdamichen Courant" erwiderte Chamvcelaiu im englischen ilnterhause auf eine An­frage Hendersons, daß England die peinlich genaue Ver­tragserfüllung durch Deutschland in der letzten Zeit an- erkemre, an dem Bestreben, die Sanktionen für Deutsch­land in absehbarer Zeit zu mildern, festhalte und daß England seinen durch Lloyd George bekannt gegebenen Standpunkt, die oberschlesische Frage streng nach dem Abstimmnngsergebnis zu lösen, nicht zu berichrigen gedenke.

Die Auflösung 6er Telbstfchutzorgauisationen.

x- Amtlich wird mitgeteilt, daß alle Selbstschntzorga- nisationen im ganzen deutschen Reiche und öic_ Ein­wohnerwehren in Bayern auszulösen sind. Wer sich an einer solchen Formation beteiligt, wird mit einer Geld­strafe bis zu 50 000 Mark oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten und Festung von gleicher Dauer bestraft

Die Emreisebeschräuknng in den Vereinigten Staate«.

e* DieTimes" melden aus Neuyork: Der Einwan- derungskommissar hat von 13 870 die Einreise begehren­den Teutschen 11710 die Einreise in die Bereinigten vom Senat

Staaten verweigert auf Grund der leoien und Repräsentantenhaus angenommenen rungsbill.

Advokat Wilso«.

Einwande

Wilson er-

^ Der frühere amerikanische Präsident ----- schien, wie aus Neuyork gemeldet wird, vor dem Rich­ter Mac Cov und legte den Eid als Advokat ab. Er war von dem früheren Staabb'efretär Kolby und von seinem früheren Privalsekreiär Tumultn begleitet. Wilson scheint sich der besten Gesundheit zu erfreuen.

Aufhebung des Haftbefehls gegen Kasparck.

Halle. (B. T.) Ter Haftbefehl gegen den unab­hängigen Landrat a T. llasparek in Nordban-en ist vom autzerordentlichen Gerichr in Norddanien aufgehoben worden, weil der Verdacht gegen uasparek, an den lln- ruhen in Mitteldeutschland beteiligt gewesen zu sein, nicht mehr besteht.

Auch Millcraud reist «ach Amerika.

w. Paris. (F. G. 9L) Wie dieChicago Tribune" mitteilt wird Präsident Millerand den Besuch Wilsons im letzten Jahre erwidern und sich nach Washington be- aeben.

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