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Hersfelöer Tageblatt

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Amtlicher Mnzeiger für den Kreis Hersfett : ' 110 juX Buchdruckerei in hersfel». t

Nr?. 146 Sonnabend, den Ä5 Juni 1981

Anzeigenpreis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 40 "Pfennig,für auswärts 60pfennig, die Reklamezeile 1.50 Mark. Sei Wiederholungen Nachlaß. ❖ Zur die Schristleitung verantwortlich Kranz Kunk in Lfersfclü. Kernsprecher Nr. S.

Erscheint jeden Wochentag. * der Sezugepreis be­tragt im voraus zahlbar, für Hersfeld 7.50 Mark, durch die Post bezogen 7.80 Mark, bei freier Ge­stellung ins Haus. ♦ druck und Verlag von Ludwig Kunks Suchdruckerei in Hers fei».

Der neue ASumungsplan.

■ Räumung Lberschlesiens binnen sieben Tagen.

: e* Die Reichsregierung ist am Donnerstag nachmit­tag im Sieichstagsgebäude zu einer Sitzung zusammen- getreten, um den Bericht des Ministerialdirektors von Maltzahu eutgegenzunehmen, der kurz vorher mit den mad) Oberschlesien entsandten Vertretern der Äoali- stionsparteien zurückgekehrt war. Nach dem Bericht von Maltzahns ist zwischen dem englischen General Hen- Aiker und dem Führer des deutschen Selbstschutzes Ge­neral Höfer ein Einvernehmen über die Räumung Dderschlesieus erzielt worden. Diese Vereinbarungen -zwischen den beiden Generalen werden die Grundlage abgeben für eine Anordnung, die von der Interalliier­ten Kommission in den nächsten Tagen erlassen werden :M. Nach diesem Abkommen soll die Räumung Ober- Mlesieus innerhalb sieben Tagen vollständig durchge- -führt sein. Zunächst müssen die polnischen Insurgenten unmittelbar nach der Verlautbarung der Anordnung -der Interalliierten Kommission ihre gegenwärtigen Li­nien räumen und innerhalb 36 Stunden eine neue Lmie ^reicht haben, die westlich von Lublinitz liegt und wei- Der unten in einem weiten Bogen um Gleiwitz herum- ^eht, sodatz diese Stadt von den Insurgenten freigege­ben wird. Erst wenn die Polen die erste Etappe ge­räumt und die neue Linie bezogen haben, wird der deutsche Selbstschutz sich von der gegenwärtigen Lime nzurückziehen, und zwar so, daß er mit dem nördlichen und südlichen Flügel in je einen Halbkreis einschwenkt. Zwischen diesen beiden Halbkreisen wird dann Oppeln und das große Gebiet um die Stadt vollständig geräumt. Die neue Linie des deutschen Selbstschutzes wird im Norden etwa östlich Kreuzburg, im südlichen Halbkreis Östlich Oberglogau liegen. Nachdem der deutsche Selbst­schutz diese Linie erreicht hat, beginnt für die Polen die Verpflichtung, sich weiter in der Richtung auf die deutsch-polnische Grenze zurückzuziehen. Erst wenn die polnischen Insurgenten Oberschlesien vollständig ge- räumt haben, tritt für den deutschen Selbstschutz die Verpflichtung ein, die beiden Halbkreise nördlich und südlich von Oppeln zu räumen und sich aufzu- Wsen. Die interalliierten Truppen werden sowohl den Polen wie auch den Deutschen bei ihrem Rückzüge un­mittelbar folgen und das jeweils geräumte Gebiet so­fort besetzen. Nach sieben Tagen muß die Räumung beendet sein. Es dürfen sich dann in dem Abstimmungs- englischen Hauptquartier in Gleiwitz: Die militärische Aktion in Oberschlesien steht vor der endgAtigen Säu­berung des Abstimmungsgebietes von den Jnsurgen- ten. In allen von den Engländern besetzten Gebreten ist das Standrecht zur Beruhigung der Bevölkerung verhängt worden. Nach Einlenkung des deutschen Selbstschutzes geht die Entwaffnungsaktion schnell vor sich. Die Postverbindungen mit allen oberschleuschen Gebieten sollen am Mittwoch nächster Woche wieder aus- oenommen werden.

Der Ränmuugsplan von den Alliierte« angenommen.

^ Bresla«. (B. T.) Der von den Generalen Hofer und Henniker ausgearbeitete Plan einer allmählichen Räumung Oberschlesiens durch die Aufständischen und den deutschen Selbstschutz ist engültrg von der Jnter- alliierte« Kommission angenommen wordem Dre Ver­handlungen hatten sich deshalb verzögert, weil nmh m: Korfauty verhandelt wurde. — Dre von Oberschlesien zurückgekehrte Kommission aus Vertretern der Regie­rungsparteien ist nach Mitteilung von zuständiger Stelle der Ansicht, daß die Interalliierte Kommission nunmehr fest entschlossen sei, das Land von den Insur­genten zu säubern.

Ein neuer Plan Korsantys.

Die Montanindustrie der Kreise Gleiwitz, und Hm- ibenburg sandte sowohl an den englischen Ministerprä­sidenten Lioyd George in London als auch an den ita­lienischen Ministerpräsidenten Giolirti in Rom jolgen- des Telegramm: „Durch zuverlässige Mist eil ungen er­fahren wir, daß die Interalliierte Kommission mit Kor- fantv über die Räumung des Industriegebietes Ve^- lmndlunqen führt. Nach unseren Jnformativiren begeht lesti Zweifel, daß diese Verhandlungen von Korfanty in unehrlicher Absicht geführt werden. Trotz Korfanty-- Zusage, das Industriegebiet von Truppen zu räumen, bat er die feste Absicht, sein gesamtes Kriegsmaterial in Polen an der Grenze in Sicherheit zu bringen unHeine militärischen Organisationen in verschleierter ,rvrm, zum Teil als Ortswehren, aufrecht zu erhalten. In Insurgentenkreifen wird bereits von dem vierten Aus­stand gesprochen. Es besteht auch die Absicht, ourch Ver­zögerung der Räumung eine Amnestie für die Jnsur- aenten und ihre Schandtaten zu erzwingen. Die Em- wicklung der Dinge in Oberschlesien hat inzwischen deut­lich bewiesen, daß Ordnung nicht geschaffen wird, so­lange Frankreichs Einfluß durch General Lermid in vberichlesifchen Fragen entscheidend zu sein schönt. Wir fordern bringend die Beseitigung der franzonschen Vor- - berrschafst Entfernung des Generals Lorond und em- scheidende Maßnahmen zur schnellen Mederrverfung des Aufstandes, dm das oberschlefische Wirtschaftsleben ver- nicktet In diesem Verlangen wissen wir uns rmt der gesamten oberschlesischen Industrie einig."

Khamberlai« über die Pariser Besprechungen.

Chamberlain erklärte im englischen Unterhaus über . die Konferenz Lord Curzons mit Briaud, die Lage in Oberschlesien sei erschöpfend geprüft worden. Dem Plan, der eine progressive Zurückziehung der Insurgen­

ten und des deutschen Selbstschutzes aus dem strittigen Gebiet vorsehe, sei zugestimmt worden. Die alliierten Truppen, die annähernd 20 000 Mann zählen, sollen für die Aufrechterhaltung der Ordnung in dem geräumten Gebiet solange verantwortlich fein, als die Entscheidung des Obersten Rates über die zukünftige Grenze noch in der Schwebe sei. Um die endgültige Lösung zu be­schleunigen, sei beschlossen worden, die Kommission zu fragen, ob sie nicht mit Rücksicht auf die geänderten Ver­hältnisse innerhalb angemessener Zeit einen gemeinsamen Bericht an Stelle der vor einigen Wochen abgegebenen Teilberichte erstatten könne. Falls keiner dieser Wege als praktisch oder angängig angesehen werde, seien die alliierten Regierungen bereit, die Angelegenheit einem in London oder Paris tagenden technischen Ausschutz zu überweifen, um dem Obersten Rat bei seiner endgül­tigen Entscheidung behilflich zu sein. Es fei zugestimmt worden, daß der Oberste Rat im nächsten Monat in Boulogne zusammentrete, wo dieser und andere Gegen­stände behandelt werden sollen. Die Pariser Unter­handlungen seien durchaus vom Geist größter Freund- schaftlichkeit getragen gewesen.

Poleus Hoffnung.

w Aus Warschau wird gemeldet: Der Aeltesten-Aus- schutz nahm den Bericht des Finanzministers über die wirtschaftliche Lage des Landes entgegen. Der Finanz- minister versuchte, wie alle seine Vorgänger, den kürz- lichen Sturz der polnischen Mark als eine vorüber­gehende Erscheinung hinzustellen. Er erklärte, fest da­von überaeugt zu sein, daß nach der Aufstellung eines ordentlichen Budgets das Ausland wieder Vertrauen zu Polen haben würde. Nach dem Bericht des Finanz- Ministers haben die polnischen Eisenbahnen ein Defizit von über 15 Milliarden Mark zu verzeichnen.

Der Gipfel polnischer Frechheit.

Warschau. (D. SW Der „Kurjer Warszawski" meldet, daß der polnische Ministerrat beschlossen habe, an den Völkerbundsrat in Genf einen scharfen Protest zu richten, weil dieser die Forderung Polens abgelehnt hat, an der Verteilung der deutschen Zahlungen betei­ligt zu werden.

Ernüchterung in Warschau.

^ Nach einer Meldung aus Warschau hat der pol­nische Außenminister im Reichstagsausschuß vertrauliche Mitteilungen gemacht. Danach ist an eine ungeteilte Zuteilung Oberschlesiens oder auch Zusprechung des ge­samten oberschlesischen Industriegebiets an Polen nicht mehr zu denken. —-—-—----———

■>* Der Rat des Völkerbundes beschäftigte sich am Donnerstag mit der Danziger Frage und beschloß, Po­len einen besonderen Platz am Weichselufer zu bewil­ligen, wo die Entladung uid Aufspeicherung von polni­schem Kriegsmaterial zum Durchgangsverkehr vorge­nommen werden kann. Polen soll das Recht eingeräumt werden, auf diesem Platze besonderes Personal zu un­terhalten und dieses damit zu beauftragen, die Ordnung innerhalb des Platzes aufrechtzuerhalten.

Uvsinuige Borschlage.

♦* Berlin. (F. G. A.) Der „Berl. Lok.-3wz." ver­öffentlicht nachstehende Londoner Meldung: Nach dem „United Telegraph" vom 23. Juni läuft im englischen Unterhaus das Gerücht um, daß Errglanö und Frank­reich neuerdings über die Lösung der oberschlesischen Frage in Gedankenaustausch getreten sind. Es wurden folgende Punkte festgelegt: 1. Die Entente macht Deutsch­land und Polen den Borschlag, zu versuchen, die ober- schlesische Frage in einer unmittelbaren Verhandlung zu regeln. 2. Sollte diese Verhandlung zu keinem Ergeb­nis führen, so will die Entente einen Vermittlungsvor­schlag an Deutschland und Polen machen. Diesen neuen " ' nlls ein unmittelbarer Gedaiiken-

schlag....---------

Vorschlägen soll ( austausch oder ei

^„„^ „VVA. v„. Notenwechsel oder eine Konferenz - dgen. 3. Deutschland bleibt ein Anteil an der ober- flesischen Kohlenförderung für einen Zeitrauvierhal-

1 2 Schutz der nationalen Minderheiten soll gesetzlich verbürgt werden. 5.. Polen soll den Wieder­aufbau der zerstörten Gebiete übernehmen. — Die fünf Punkte würden eine Abänderung des Versailler Ver­trages bedeuten. Es ist aber ganz unwahrscheinlich, daß die französische Regierung damit einverstanden ist, ab­gesehen davon, daß an eine Einigung zwischen Deutich- lanö und Polen nach Lage der Dinge garnicht zu den-

folgen. 3. Deuts schlesifchen Kohle: ten. 4. Der Sä

ken ist

Sie teilten der Seitlichen in Polen.

w Nach einer Meldung der „Schneidemühler Zei­tung" aus Bromberg sind bei den dentschserndUchen Kra­wallen am Dienstag siebe« Deutsche getötet ««-über 15

i uu» «ummutj find bei ben deutschfeindlichen Sira- wallerr am Dienstag siebe« Deutsche getötet und über 15 verletzt worden. Das Standrecht ist über Bromberg entgegen einer Meldimg der polnischen Agentur Nicht

Ueber die Unruhen am Sonntag in Bromberg wird noch gemeldet, daß sie den Charakter einer bolschewisti­schen Bewegung angenommen hatten. Es waren ver­schiedene Aufrufe der polnischen und der deutschen Ge­werkschaften erschienen. Letztere versprachen, sich ivfort an die Gewerkschaften in Deutschland zu wenden, um die Wahrheit über die umlaufenden Gerüchte zu erfah­ren, daß polnische Arbeiter aus Deutschland ausgewiesen und mitzhairdelt worden seien, da sich die ganzen Vor- kourmnisse in Bromberg auf dieses Gerücht stutztem Trotz polizeilichen Verbots fanden neue Versammlungen statt. Die Polizei griff nicht ein. Am Sonntag STbend zog die Menge nach einer Versamuilung durch die Stadt und verübte neue Ausschreitungen und Plünderungen. Deutsche und jüdische Bürger wurden mißhandelt. Völlig

demoliert sind die Räume der deutsch-sozialifttsche« „Volksmacht", das Weinrestaurant Boehlke, das Ge- schäft von Friedländer, das Schneidergeschäft Simo«. Die Demonstranten wandten sich aber diesmal nicht nur Sen die Deutschen, sondern auch gegen die Polen. Da» eehaus Bristol wurde gestürmt. Sämtliche Gäste wurden Hinausgeworsen. Danach zog die 2000köpfige Menge, der sich in großer Zahl polnisches Militär ange- f(blossen hatte, vor das Rathaus, um den als deutsch­freundlich verschrieenen Staatspräsidenten Mactascek herauszilholen. Der Staatspräsident versuchte ohne Er­folg eine Ansmache an die Menge zu halten, wurde aber von seinem Platz heruntergerissen und mißhandelt. Er lief dann unter dem Schutze einiger Offiziere dem Amts- gerichtsgebäude zu. Trotz aller Bemühungen versuchte sich die Menge immer wieder auf die Offiziere zu wer­fen. Gegen 12 Uhr machten diese von der Waffe Ge­brauch und eröffneten auf die Menge Feuer mit Ma­schinengewehren. Die Menge flutete auseinander und hinterließ neun Tote und 15 Verwundete, darunter auch einige Soldaten, die an dem Aufruhr teilgenommen hat­ten. Der schwer mißhandelte Staatspräsident wurde in ein Krankenhaus gebracht. Darauf versuchte die Menge das Gefängnis zu stürmen, um die Gefangenen zu be­freien.

Die wirtschaftliche Lage Deutschlands.

Im Ausschutz für Volkswirtschaft gab anläßlich der Besprechung der Anträge über die Erwerbslosenfür- forge Staatssekretär Hirsch vom Reichswirtschastsurini- sterium ein Bild von der allgemeinen Lage des Welt­marktes. Seiner Auffassung nach hat die Krisis hu Frühjahr ihren tiefste« Pnukt erreicht, wofür besonder»! ein jetzt zutage tretendes leises Wiederanziehen man­cher Weltmarktpreise und Frachten des freien Marktes spreche. Eine Wiederbelebung des Wellarbestsmarktes werde sicher erfolgen, wenn eine Beschleunigung, des Wiederaufbaues und der Sachleistungen für die Repa­ration erfolge und wenn insbesondere durch Finanz­matznahmen größere Mittel für die Reparation bereit­gestellt würden. In der Charakteristtk der Entwicklung des Außenhandels hob der Staatssekretär hervor, daß die deutsche Haudelsbilavz nach wie vor zwar immer noch passiv sei, daß aber in der zweiten Hälfte des vo­rigen Jahres durch die Schließunq des Loches im We­sten das Defizit gegenüber dem Vorjahre erheblich ver­ringert worden sei. Durch die Wiederaufreitzung des Loches im Westen werde neuerdings unsere Handels- eine gewisse Wiederbelebung fest. Für die Kohlenför­derung sei von Bedeutung gewesen, daß in der Zeit von Mstte 1919 bis 1920 rund 220 000 Arbeiter neu in

den Bergmannsberuf eingetreten sind. Die Förderung sei im ganzen günstig gewesen. Eine Schwierigkeit in der Kohlenversorgung werde dadurch hervorgerufen, daß die Entente uns besonders gute Kohlensorten ab- verlange, welche uns für unsere Industrie fehlen. Für die weitere Entwicklung wirkten günstig die durch die Reparation bedingten vermehrten Sachleistungen, un­günstig die finanziellen Belastungen des Ultimatums. Zur Berbesseruug unseres Produktenapparates seien u. a. die Verbesserungen der Verkchrswege, Bahnbau­ten und sonstige öffentliche Arbeiten, Landesmelioratio- nen, Nutzbarmachung der Wasserkräfte im Zusammen­hang mit dem Ausbau der Elektrizitätswirtschaft tu Angriff zu nehmen. Oberregierungsrat Schmidt führte als Zeugnis für die Wiederbelebung des Baumarktes die Zahlen der erwerbslosen Bauarbeiter an, die in zunehmender Abwärtsbewegung begriffen sind. Such auf den anderen Gebieten ist die Erwerbslosigttit t» stetigem Rückgang begriffen. Insgesamt beträgt die Zahl der unterstützten Vollerwerbslosen 358 000, darun­ter 283 000 männliche und 75 000 weibliche.

Das Erträgnis des Zollzwauges.

** Wie aus Paris gemeldet wird, teilte der franzö­sische Finanzminister im Finanzausschuß mit, daß die Zollerhebung am Rhein bis zum 20. Juni dreiviertel Milliarden Mark Einnahme erbracht habe: ihre Beibe­haltung sei daher wünschenswert.

Die Kriegsverbrechen im bayerischen Landtag.

Im bayerischen Landtag stand die Interpellation der deutsch-demokratischen Partei wegen Mitzhaudluug deut­scher Krrcgsgefa«ge«er zur Besprechung. Abg. Dr. Müller, der die Interpellation begründete, verlangte Sammlung, Sichtung und Verbreitung des Materials über die Kriegsgreuel und die nach Abschluß des Ve

faiHer Vertrages begangenen Greuel, forderte Freigabe der letzte« Kriegsgefangenen und legte schärfsten Protest ein gegen die Behandlung des Reichsgerichts durch die Entente. Der Gipfelpunkt der Scheußlichkeit bleibe die „schwarze Schmach". (Lebhafte Zusttmmung.) — Sozral- Minister Oswald erklärte, daß die Fälle von völkerrechts­widriger Vehandlung der deutschen Kriegsgefangenen zu den Akten genommen seien. Das vorliegende Ma­terial sei ziemlich umfangreich. Eine eigene Stelle : rr Bayern zur Prüfung und Sichtung des Materials zu schaffen, sei nicht notwendig, da die Reichsregierung be­reits über umfangreiches Material verfüge. Im Lai-r der Aussprache gab Abgeordneter Giehrl (Bayr. V eine von den Frakttonen der Baoerischen Bolksp ' Pfittelpartei, Demokraten und des Bauernbundes wie der Mehrheitssozialisten beschlossene Erklärung j kamst, die zum Ausdruck bringt, daß die Verwend. ; farbiger, völlig wesensfremder Besatzungstrupven e t trauriqcs Denkmal rücksichtsloser Siegerbrutalnät u d ein kulturschändesdes Verbreche« ist.