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Aus der Heimat.

See-FMaMam-K»««!.

Ueber dieses Kanal-Projekt hielt am 83. ds. Mts. Herr Dr. Weimar-Fulda in der Aula deS Lyzeums seinen Bortrag.

Erschienen waren einigeVertreter desFabrikanten- »ereinS und der Gewerkschaften.

Herr W. Engelhardt, Bierbrauereibesitzer begrüßte im Namen deS Magistrats den Redner.

Herr Dr. Weimar-Fulda beschränkte sich, da sehr Wenig Interessenten erschienen waren, ingfeinem Bor­trag nur auf die Grundlinien des KanalbauplaneS »nd führte etwa folgendes aus:

Wir haben einen Krieg verloren. Dieses erfordert von uns eine andere Einstellung in Bezug auf unsere LerkehrSpolitik. ES heißt sparen! Die Benutzung der Wasserwege verbilligt die Transportkosten gegenüber den Tarifen der Eisenbahn ganz wesentlich. Darum ist die Forderung: daS Wafserstratzennetz durch Kanäle «uSzudauen t Drei große diesbezügliche Pläne liegen »er Regierung vor: Der Rhein-Neckar-Kanal, «best Verwirklichung Unterstützung von Frankreich findet) der Rhein-Donau-Kanal, und der Mittelland-Kanal;

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»ie Ausführung des letzten Planes ist schon regierungS- feitig genehmigt.

Der FriedenSvertrag hat all unsere Ströme internativnalisiert, bis auf die Weser. Auf der Weser find wir noch zuhause. Auch ist die Weser »och nicht an die Verkehrsadern der Wasserstraßen »urch Kanäle angeschloffen. DaS mitteldeutsche Wirt­schaftsgebiet durch Kanalbauten aufzuschließen liegen drei Projekte vor: Der Werra-Kanal, der Lahn-Kanal »nd »er Wulda-Kinzig-Sinn-Main-Kanal. In Eisenach ist schon ein seit 1920 von der Regierung genehmigtes BorarbettungSamt mit der Borprüfung der Kanal­pläne beschäftigt. Der letzte Plan habe die beste» Aussichten, verwirklicht zu werden, doch müßten sich alle Anlieger, Körperschaften und Städten auf diese Kanalltnie festlegen un» in zäher Arbeit durch Ein- reichung von Petitionen usw. dem Plan Unterstützung gedeihen lassen.

Durch Bau deS Fulda-Kinzig-Stnn-Main-Kanals »erden die zwei anderen Kanäle vollständig ersetzt. Auch die Stadt Frankfurt zeige starkes Interesse für unseren Kanal. Am 19. März d. JS. haben die be­teiligten Regierungen und Städte Vertreter zu einer KonfereuznachFuldagesandt,deren SrgebniSGründung eines Kanal-Bau-Vereins war.

Der Provinziallandtag bewilligte schon Mk. 50090 für den Bau des Kanals.

Als Unterlage für die Arbeiten zum Bau der Wasserstraße dient ein vollständig durchgearbeiteter Plan, den in früheren Fahren schon ein RegierungS- beamter gemacht hat. Die Einreichung eines teuren Vorprojektes sei dadurch wohl unnötig, zumal die Regierung einen Voranschlag des Kanals verlangt habe.

Unser Kanal verbindet in gerader Pinie den Mvrden einschließlich der Seehäfen mit dem Süden. Dadurch schließt er Landstrecken für den Verkehr auf,

Wasserweg durchschneidet, liefern jährlich 4101050001 Raummeter Grubenholz nach dem Rheinisch-Mest- fälischen Industriegebiet. Den billigeren WasiertranS- portweg würden zukünftig viele «m Kanal liegende Braunkohlenbergwerke und Basaltwerke benutzen. Das müßte diesen Industrie» großen Aufschwung geben. Atese Gründe für den Bau eines KanalS haben weder Werra-Kanal, noch Lahn-Kanal aufzu- führen. Der Werra-Kanal führt 75«/» durch in­dustrielles Oedland; der Lahn-Kanal würde bei Koblenz enden, waS wegen Ueberwachung des RheinS durch französische Kommissionen nicht angenehm sei und die Strecke unrentabel erscheinen lasse.

Um den Wasserstand der Weser wegen der Auf­nahme von 1101 Tonnen Schiffen auf 1,20 Meter bis 1,40 Meter z« bringen, seien 9 Talsperren nötig.

Herr Dr. Weimar sagte am Ende seiner interessanten Ausführungen, daß er nochmals über diesen Gegenstand reden werde, hoffentlich sei dann mehr Jnterese vor­handen.

Da stch niemand zur Diskussion meldete, schloß Herr tzngelhardt mit Worten des Dankes an den

Redner die Versammlung.

A. K.

-n- Hersfeld. (Schöffengericht.) Wegen Forst- »iebstahls wurden zwei Einwohner von Bebra zu Geldstrafen von je 168 Mark und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Einwohner N. von hier wurde wegen Körperverletzung eines anderen Haus­bewohners mit einem gefährlichen Handwerk zu einer Geldstrafe von 50 Mark, an deren Stelle im Unver- mögenssalle für je 10 Mark 1 Tag Gefängnis tritt, und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Einwohner W. von hier war wegen Diebstahls in der Eisenbahnwerkstätte angeklagt. Der Angeklagte wollte sich einen Apparat zum Branntweinbrennen herstellen und hatte die hierzu nötigen Gegenstände entwendet. W. wurde wegen Unterschlagung in einem und Lieb- stahlS in zwei Fällen zu einer Gesamtstrafe von 1 Monaten Gefängnis und zu den Kosten deS Verfahrens verurteilt. Der Zeuge R. wurde, weil er deS Mein­eides dringend verdächtig war, sofort in Haft genommen. Der Einwohner Ph. N. von KalkvbeS hatte einen Etrafbefehl.über 30 Mark erhalten, gegen welchen der­selbe richterliche Entscheidung beantragte. N. erhielt eine Geldstrafe von 9 Mark, und hat die Kosten zu tragen. Der Händler W. von hier hatte einen Straf- besehl von 300 Mark erhalten und hatte hiergegen Einspruch erhoben. W. wurde, weil er Korn unbe­rechtigt verfüttert hatte, zu einer Geldstrafe von sei Mark, an deren Stelle im Unvermögensfalle 30 Tage Haft treten, und zu den Kosten des Verfahrens ver­urteilt. Die Ehefrau N. von hier hatte in einem hiesigen Schuhgeschäft ein Paar Schuhe entwendet und wurde dafür mit einer Woche Gefängnis bestraft. Es wurde ein Strafaufschub von t Jahre» bewilligt. Der Schlosser N. R. von hier wurde beschuldigt «neu Schlosserlehrling körperlich mißhandelt zu haben.

Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe vo» einem Monat und zu den Kosten des Verfahrens ver­urteilt. Weil er die Tat aus Unbesonnenheit be­gangen hatte, wurde ihm ein Strafaufschub von 3 Jahren gewährt. Wegen Beleidigung wurde der Landwirt JohS. H. von Rohrbach zu einer Geldstrafe von 50 Mark und der Privatkläger auf Grund der Gegenklage ebenfalls zu 50 Mark verurteilt. Die Kosten haben beide gemeinschaftlich zu tragen.

8 Hersfeld. Nachdem bereits vor einigen Tagen der Streik in der Maschinenfabrik Kupfermühle beendet worden war, haben nunmehr auch die streikenden Arbeiter der Firma Börner die Arbeit wieder ausgenommen.

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ueber ite Schweigepflicht »es Betriebsrats hat der vorläufige Reichswirtschaftsrat einen bemerkenswerten Schiedsspruch gefällt. Der Betriebsrat wie sein Vor­sitzender ist verpflichtet, die Mitteilungen, die ihnen von der Geschäftsleitung vertraulich gemacht werden, st lange geheim zu halten, bis die Zeit abgelaufen ist, oi der Geschäftsführer für die Behandlung der Angelegen­heiten bestimmt. In einem anderen Bescheide des Reichswirtschaftsrates wird die Zahl der Ersatzmitglie- Ler, die bei den Betriebsratswahlen zu wählen sind, für unbeschränkt erklärt. Bei einer Zahl von 6 Betriebs­ratsmitgliedern gelten nicht nur die sechs folgenden Be­werber einer Vorschlagsliste als Ersatzleute. Es können auch die anderen Bewerber einer Vorschlagsliste in die freiwerdenden Stellen ausgeschtedener Betriebsratsmit­glieder einrücken.

Die neue Fahrpreiserhöhuug bildete in einer tu Bad Pyrmont abgehaltenen Tagung des Verkehrsver- bandes Niedersachsen den Gegenstand eingehender Ver­handlungen. Nach einem Referat des Vertreters der Sektion Hannover des Verbandes reisender Kaufleute, Groenewald, der begründete, in wie hohem Maße ge­rade der reisende Kaufmann unter der abermaligen Fahrpreisverteuerung zu leiden hat, wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen, den beim Reichs- verkehrsminifterium bereits vorliegenden Antrag des Berbandes reisender Kaufleute Deutschlands auf Ein­führung von Kilometerhefren durch den Berkehrsver- banb Niedersachsen zu unterstützen, da für. solche Rei­sende, die viel nnd regelmäßig die Bahn benutzen, eine Vergünstigung wohl angebracht ist. Die Erfahrungen mit den früher in Baden, in Ungarn und anderen Lan­dern üblichen Kilometerhesten sollen durchaus günstig

gewesen sein. _ ,

Wein- und SpiriluoftUsendnugen als Liebesgabe» müssen vom Reichsminister für Ernährung und Land­wirtschaft zur Einfuhr besonders genehmigt werden, wenn der Wein mehr als 50 Liter oder Flaschen be­trägt, bei Rum, Arrak, Kognak und sonstigen Trink- branntweinen, wenn es sich um mehr als 6 Flaschen handelt und bei Obst- und Fruchtweinen mit mehr als 300 Liter oder Flaschen. Wenn es zweifelhaft ist, ob es sich tatsächlich um Liebesgaben oder um Handelsivare handelt, muß eine Einfuhrbewilligung verlangt wer­den. Diese wird dann von dem Reichsbeauftragren sur die Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr ausgestellt.

Die Pilze wachsen. Die Regenperiode der letzten Tage hatte zur Folge, daß das Wachstum der Prtze, vornehmlich der sogenannten Psesferlinge, tu den Wäl­dern gefördert wurde.

Die Heupresse haben zur Zest eine Höhe erreicht, wie man sie selbst in den teuersten Kriegsjahren nicht

gutes Kleeheu aber werden in manchen Gegenden jetzt schon bis zu 100 Mark gezahlt. Bei vielen Landwirten herrscht wegen dieser enormen Verteuerung der Heu­preise eine große Erbitterung.

Die österreichische Sichlvermerksgebühr für Mit­glieder des Deutschen und Oesterreichischen Alpenver- einS wurde auf Sie Hälfte ermäßigt.

Stundung ber vorläufige» Einkommensteuer. Im Reichsanzeiger" wird eine Verordnung über die Stuu- dung der vorläufigen Einkonnnensteuer für das Rech­nungsjahr 1921 vom Arbeitslöhne veröffentlicht. Sie bezieht sich nur auf jährliche Einkommen bis zu 24 000 Mark. "

Sisenach. In Anbetracht des große» Erfolges, Be* die Stadt Eisenach mit der Herausgabe des Luthernot- SeldeS (360 000 Serienauflage) erzielt hat, beabsichtigt te Wartburgstadt, zum kommenden Herbst neues, künstlerisch hochwertiges Notgeld in verschiedenen Se­rien herauszubringen. Es sollen als Unterlagen die Schwindschen Fresken auf der Wartburg zu einer Elt- fabethserie und einer Landgrafenserie dienen. Ferner wird die Tannhäusersage zum Gegenstand künstlerischer Motive für die Notgeldscheine genommen werden. ,Die bekannten Zeichner und Kunstmaler Professor Satt­ler-München, Ättzer-Göttingen und Schiestl-Würzburg werden von der Stadt aufgefordert werden, Entwürfe einzureichen.

Suhl. In der letzten Gadtverordtretensttzung wurde beschlossen, daß das Stadtparlament und die Kommis­sionen so lange alle Geschäfte ruhen lassen, bis die Re­gierung die Arbeiterpresse, denSuhler Volkswillen", wieder erscheinen läßt und die Beschlüsse der Stadtver- ordnetenve^ammlung künftig genehmigt.

j* Eassel. Der Polizeipräsident teilte mit, daß mit einer Heranssegung der Polizeistunde in nächster Zest nicht zu Teilten ist. Es bleibt bei der bisherigen Be» stimmung.

In einer Osenrohrfabrik verunglückte ein Lehr­ling, der an der Sianzmaschine arbeitete. Er hat sich sämtliche Finger der reckten Hand gequetscht und mußte nach Anlegung eines Notverbandes durch Sanitäts- mamrfdxiften in das Krankenhaus gebracht werden.

Der Preis für das durch Wassermesser abgegebene Wasser tUeberwasser) erhöht sich auf 1 Mark pro Kbm. Diese Erhöhung hat Gültigkeit vom 1. Vierteljahr des Rechnungsjahres 1921.

Blankenheim b. Bebra. Die uoer 500 Jahre alte Dorflinde ist einem starken Winde zum Opfer gefallen. Mit ihr ging der schönste Schmuck unseres Dörfchens dahin. Mancher Wandrer stand sinnend in tiefer Ehr­furcht vor dem gewaltigen Riesen. der eine stumme, ernste Smacke redete, die Menschheit zurückversetzte in eine ruhigere, bessere Zeit, in längst vergangene glück­liche Tage. Hier versammelte sich die Schuljugend zu fröhlichem Spiel, die Erwachsenen zu frohem Tanze, die Alten, sie ruhten hier aus nach des Tages Arbeit und Mühen. Nun liegt sie entwurzelt am Boden, zerknickt durch die gewaltige Kraft der Natur.

Weisungen. Festgenomme« wurde hier der am 20. Dezember 1898 zu Solingen geborene Knecht Alfred Nosemeyer, welcher von der Staatsanwaltschaft Weimar wegen Diedstaüls steckbrieflich gesucht wurde.

; , Eschwege, _^. ,, Der deutige» «re,stagsstsiv»a - ; ^9en zwei Anträge für ö-e Besetzurig des hiesigen Lans- ratspostens vom e ' Antrag des Abgeordneten Hohbach, das preutziiche ^taatsministürmm zu ersuchen, den Aerrw com. Landrat Längerem» Landrat des Kreises Eschwege ernennen, und ein Antrag der Kretsarbeitsge- mctnidmrt, das prernmche Staatsministerium zu er« der Verwaltung des Kreises Eschweae au« Est kommlssarrich einen Herrn zu beauftragen, der ferne Befahmung sur den Posten als Landrat durch Ab- fegung der Prüfung für das höhere Verwaltungs- oder Richteramt dargetan hat. Auf Antrag des Herrn Abg. MlUmer wurde die Beschlutzfassung über die Vor­schläge mit 12 gegen 10 Stimmen verlaat Der Haushalisvvrausctilag schlietzt in Einnahme un» Ausgabe mit 3 162 701 Mark ad. Die direkte Äreisstener ist auf 600 Prozent der Realsteuern festgesetzt worden * Hann. Müude«. Nach Meldung desM. Tbl." fmä von 63 Bewerbern um den Direktorpostc« des städti­schen Gymnasiums einige zur engeren Wahl «üe» worden.

In einem Stein orucb tm Watde fand man 2 Ge­wehre und 500 Patronen.

* Ein ehemaliger Feldwebelleutnant Kaufmann V., hier, wurde voui Göttinger Gericht zu einer Woche Ge­fängnis verurteilt, weil er bei der Abwicklungsstelle des Pwnierbataillvis 200 Sauerstofflaschen verkauft und dann Eintragungen gefälscht hatte. Ursprünglich hatte ihm das Kriegsgericht 3 Monate (Hefängnis zugedacht. Göttiugen. Das allgemein beliebte Müglied unseres Theaters Fräulein Marga Stiebitz scheidet auf ihre« Wunsch aus dem Ensemble des Schauspiels, um an a«- derer Stelle tätig zu sein. Sie wird sich in der Rolle desRauteedelein" in HaupimannsBersunkeue Glocke" vom hiesigen Publikum verabschieden.

Neuyaus a. W. Hier und auf den Höhen deS TM- ringer Waldes hat es geschneit. Die verschneiten He»° bündel auf den Wiesett boten einen äußerst seltsam* Anblick.

Gotha. Eine weitere bequeme Retsevervindnug ««ch dem vielbesuchreir Höhenlustkurort Oberhof wird M Postverwaltung am 1. Juli durch die Einrichtung M- ner Krafiwagenlinie Goiba-Ohrdruf-Oberhof zunäcM für die Monate Juli und August schaffen.

Bad Suiza. Durch Wegzug des kommunistischen Ge- meindevertreters Schlosser Götze ist dessen Sitz im Ge­meinderat freigeworden. Vom Wahlansschutz war ßer auf der Wahlliste nächstfolgende, der Dkaurer Ackev- mann, als Gemeinderatsmitglied bestellt worden. Die­ser lehnte die Wahl mit der Begründung ab, daß an keine Beziehungen mehr zur Kmnmunistischen Partei habe. Weiter hat sich nun aber das überraschende Er­gebnis herausgesteftt, daß auch die anderen vier auf der Wahlliste Stehenden die Annahme des Mandats unter ähnlichen Begründungen abgefeimt haben. Nach deM jetzigen Wahlgesetz bleibt der Sitz bis zur nächst«« Wahl frei.

Camburg. Ein 21jähriges Mädchen von hier stürzte sich im Beisein und mit Einverständnis seiner Mutt« nnd der kleinen Schwester, von denen es weinend Ab­schied nahm, in die Mtthllache und sonnte nur als Leiche geborgen werden. Das Mädchen, das etwas beschränk, war, war einem Verführer tu die Hände gefallen nn* hatte anscheinend samt der Mutter in seiner Angst kei­nen anderen Ausweg gewußt, als den Gang & Saale.

Erfurt. Während im Wenesaal des Bahnhofs ein sb

Sanöström und Liedloff aus Erfurt an ihn heran un» stähle« seinen Koffer, sowie einen Karton mit 8000 Zi­garetten. Vor der Strafkammer gaben die beiden Den Diebstahl zu und bekannten ferner, daß sie tm Vorgar­ten einer Gastwirtschaft fit der Roonstraße ein Fahr­rad entwendet hatten. Während Liedloff mit 2 Mona­ten Gefängnis darum kam, wurde der wegen Eigen- tumsvergehcns vorbestrafie Sendström zu einer 10w nötigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Sera. Die vier Personen, die in der Angelegenhe» der MnnitionsverschlepPvug, des Beiseiteschaffens vo» . Gewehren usw. verhaftet worden waren, wurden aus der Haft entlassen, nachdem die Verhältnisse geklärt worden sind. - Weimar. Die erste Sitz«»g »es Landtages war iru» von einstundiger Dauer. Nach einigen Anfragen weni­ger bedeutsamen Inhalts richtet die Rechte eine Inter­pellation an die Regierung, in welcher sie sich über die Vorgänge in der Landespolizei Ausknnft erbittet die Rechtfertigung der Regierung erwariet. Staats­minister Dr. Paulssen erwidert, daß er die Interpel­lation gelegentlich der Verhandlungen des Antraae» der Linken mit beantworten wird Es folgt die 1. Le­sung der Vorlage betreffend Gervährung einer besonde­ren Zuwendung an Schwerkriegsverletzte. Die Vor­lage ivirb sofort in 1. und 2. Sefima angenommen. Die erste Lesung bei reifend Uebernahme der Unterhaltung der Landwirischaftsversuchsstation an der Universität Jena aus das Thüringer Land zeitigt eine längere De­batte. Schließlich wird die Materie an den Haushalts­ausschutz iiberlviesen.

Rudolstadt. Auf dem Bauplatz an der Schwarzburger Straße gegenüber dem Postgebäude wnröe mit dem Satt »es neuen Rndolst-ldtcr Bchördenhanses begonnen. I» dem großen Gebäude, das mehrere Millionen Mark Baukosten verschlingen wird, solle» auch das LayWcatM autt und die Kreisbebörde unteraebracht werde». Vom Eichsselde. Die Heidelbecrerute wird, so ftörtibt dieEichf", wenn bald wieder besseres Wetter erntre- ten sollte, in einiger Zeit beginnen können. Die A-trau- cher haben außerordentlich vollgeblüht, aber der reiche» Blüte entspricht der Fruchtansatz bei weitem mcht. Wir werden kaum mit einer mittelguten Ernte rechnen kön­nen. Die schweren Nachssroste während der Blutezefi haben großen Schaden angerichtet. Auch nnd me e, Früchte infolge der Dürre vorzeitig abgesallen. Die Aussichten sind also für die Beerenbesucher in diesem Jahre nickt aüustta.

vereine uni versammln««.

Freitag, »en 24. Juni.

Deutschnationale Vvlkspartei: JvhanntSfeier auf dem Johannisberg, abends 8 Uhr (bei ungünstiger Witterung im Stern).

Familien-Rachricht«

Gestorben: Willy Schaffert, Hersfeld, 21 Jahre alt.