Hersfelöer Tageblatt
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Nr. 143
Mittwoch, den 22. Juni
19581
ner DormaniD der Engländer.
Die Polen noch Herren auf »em flache« La«»e.
Aus Oppeln wird gemeldet: Die Engländer sind in Myslowitz eingerückt. Sie haben die Stadt daraufhin dem französischen Wachkommandeur übergeben. Die Lage in Oberschlesien ist durch die Besetzung der großen Städte noch nicht gebessert, da die Polen nach wie vor das flache Land beherrschen «v» noch keine Lebensmrttel Nt hie Städte gelangen lassen.
^ Rotterdam. Die „Morningpost" meldet aus Ov- peln: Nach einer vierwöchentlichen Pause sind die ersten deutschen Zeitungen wieder tn dem oberschlesischen Jn- dustmegebiet eingegangen. An der Wiederherstellung und Sicherung der Bahn- und Postlmien wird sest Sonntag gearbeitet. Zwischen den Franzosen ustd Eng- Ndern ist ein Nebereinkommen getroffen worden, -n au len strittigen Gebieten neben französischen auch englische Besatzungskommandos einzumchten. Am Montag sind die Engländer in Marienhütte und Nickolai emmar-
Dppel«. Im Augenblick läßt sich über die Lage in dem oberschlesischen Industriegebiet kein allgemeines Bild abgeben. Aus dem Bericht eines Gewerkschasts^ Mhrers an den „Vorwärts" ist zu entnehmen, daß bet SÄÄÄ
' B ' Die Entwaffnung in Oberschlesien.
L ^ gmter meldet über die Parffer Besprechungen: Eine Lösung der oberschlesischen Früge ist in den Pariser Besprechungen nicht erfolgt. Eme E-mgung ist aber darüber erzielt worden, daß DcAtichland und P - strenakten Beachtung der Nentralimt anzmiai- ten siiiö und daß die Entwaffnungsaktiv« mit «‘• cn Mittel« hurchz,»führen ist. ,
' (Hoffentlich wird der Beschluß über die Mvt-- «luasalnvn auch in unparteiischer Weise dürchäesuhit, bodaß die Beachtttstg der Neutralität und die Abgabe der lassen n^ von den Deutschen verlangt wird, soll- allen Mitteln erzwungen W$. Btsher « « Äisteus immer so, daß die Durchführung oer Anord- uunaen 5" ^"'-"-r!"-.'-^« MMDMMMWWWWW
Der Standpunkt Englands.
*» Die „Times" melden aus Paris: Lord Curzon hat den englischen Standpunkt vertreten, wonach die Volks- abftimnmug »er einzelne« Kreise matzgebe«» für ihre staatsrechtliche Znterl«ng sein soll. Ein Abgehen dieser Stellungnahme Englands sei weder in den gen noch in den späteren Verhandln«!
von jetzt.
tu erwarten.
er „Times"-
Polnische Ortswehren in der geräumte« Zone.
- Auf Grund des Befehls Leronds, dessen Gültigkeit mangels Zustimmung der gesamten J-nteralllierten Kommission in Zweisel gezogen wurde, bleibt überall in den von den Insurgenten geräumten Orten polursche Ortswehr zurück. Die deutschen Parteien und Gewerkschaften haben in einem Telegramm an die Interalli- terten Kommission gegen diese offensichtliche Legalisierung des Ausstandes Verwahrung eingelegt.
Ein ungeteiltes Oberschleste« für Deutschland.
gegolten. Ihre A«sheb«»g ist eotlättfig «icht M ew warten, wohl aber nach Erledigung der oberschlesischeM Angelegenheit und nach der deutsch-französischen Eini^ gung über den Wiederaufbau.
England hat fei« Ziel erreicht.
e* Lloyd George hat am Montag die Reichskonsere«- mit einer Rede eröffnet. Er erklärte, daß trotz i*«S Agitation unter den Arbeitern und der bedenkliche« Lage infolge der Arbeislosigkeit das englische Volk gegenwärtig nicht die EntbehÖrng durchmachen müsse, wie nach den napoleonischen Kriegen. In gewissen Lä«- dern sei das Elend entsetzlich groß. Die West beginn» aber, ihrer Schwierigkeiten Herr zu werden. Dann tam Lloyd Geora: auf Deutschland zu sprechen. Die Ent^ waffnung sei so gut wie durchgeführt. Deutschland habe, keine Flotte mehr und nur nqh 100000 Mann Saldo-, ten. Es habe keine Maschinengewehre mehr, sondern, nur noch einige 100 Geschütze.
MWZWVN GS-EHMS« «ilffen seiner Truppen ausiouchten.s
Neue Berhandlungeu über die RLumung.
mveäfrtit Ueber den von dentscher «-reite au^ge-
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Die Verhandlungen werden fortgesetzt »
Sie Polizei in Kattowitz wieder in Dienst i«b-ä®» tun und zwar bei Tage.
^ Die Hinanszögernng her Eutschei»««S.
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Mornina Post" meint zu den Pariser Erörterungen KL^MZMMM ;feöS äÄ4^
x Ueber inoffizielle Beratungen der internationalen Gewerkschaften in Oberfchlefien berichtet der »Volkswille": Bei den Verhandlungen wiesen die deutschen Vertreter der freien Gewerkschaften auf dte Gefahr hm, die der Arbeiterschaft berorfieht, wenn das oberfchlemche Industriegebiet an Polen »'allen würde. Sie forderren eht ««geteiltes Oberschleste« für Dentschland. Die polnischen Arbeitervertreter sorderten em ungeteiltes Oberschlesien für Polen. Einen Aufruf der ^n.e>.>ia- tiouake in Amsterdam lehnten die polnischen Vertreter ah zu veröffentlichen. Schließlich einigte man M, vom Zevtralvorstand einen gewemmmen Ausruf M die Arbeiter Oberschlesiens zu erlassen.
/ Prevßcss Sorge für Oberschlesien.
Im preußischen Landtag haben die Zentrumspartei, Deutschuaiionale Volkspartei, Deutsche Volksparrei und Demokratische Partei einen Antrag emgebracht bei vorn StaalLwinisterium Auskunft darüber verlangt, was m Ausführung des Landtagsbeschkusses vom Ir. Mai 1921 aeschehen ist, durch den das preutzffche ^taatvMiMste- rium aufgeferbert wurde, beim Reich dahin zu w.^v.n, daß die interalliierten Mächte ihren Berpstlmtnngen in Oberschlesien »aachkommen und alles zu tun, um schwere Lage der
— ' '^~^& des Reiches bei der In
teralliierten Liommission nachdrücklich bahnt wtrfe, baß l&K L «| LL°?!^ L«SHM, Me'wraSÄÄ Är'U-Ew»u/dim»MV eiMwVlen preiktz sch^Mittel zur Verfügung zu neuen. Schließlich^ koÄ W Staatsministerium sobald als «'M n$ hab für bte Feststellung der Schaden jo Melder
■ Ergebnis den: Landtag mittellen.
ForUeßung der mißsöadeuer Bejpreißungm.
». Baris (F G-A.) Wie das „Echo de Paris" »ÄÄWW* Wi-r-n>U!d-umi»wcr» äS«<»S?”^*rtaS"i neuen VerhandlUMw wrt»m gttt
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Das Zahlungsproblem. ezn-ge
». Neutiork. <F. G.-A i ES w'^ aus gMer ^ aus 'f^aihittaton gemeldet, daß die ZeieiiNgleu »
I ,En üt bet WiederMtmachungskoniMimou ernsie Ve- M Lkündigt haben aeacn dwZaNungho^B^
“mevit“‘,lWtfc«ä «ÄÄ 5<nne.
x «nuboit* ,V. Z.) Die englische Regierung gibt Ftzt zu, daß einige der an England abgeüefertcn «rätn*
Deutschland zurückverkanst worden leten. Es Ham fielt Aid) um 10 Schiffe, die auf Rechnung der Repei^ - tionskommission nach Hamburg verkauft wurden.
Die Politik der Erneuerung.
^ Der in Dresden tagende Parteiausschuß »er Deutsch-nationalen Volkspartei in Sachsen sandte dem General Sofer einen telegraphischen Dankaruß für sem» Hilfe in Oberschlesien. Ferner wurde nach einigen Reden, darunter der des Grafen Westarp, eine Emichlre- ßung angenommen, in der die sächsische Deuftch-nano- nale Volkspartei der Reichstagsfraktion ihre volle Uebereinstimmung mit ihrer Haltung aussprrckt, insbesondere in der Ablehnung des Ultimatums. ^ie iach- sische Deutsch-nationale VolkSpartei erwartet, dan dre gerade Li«ie auch weiter verfolat werde. Nur eins Par- tei, die sich völlig freigehalten habe von jeder Mitschuld an der Revolution, dem Diktat von, Versailles und der Unterzeichnung des Lorrdoner Ultimatums taun M. Deutschlands Erneuerung berufen werden. .
an der
Der Reichskanzler in Essen.
Nach Besichtigung der Elekttoausstellung in Essen durch bett Reichskanzler Dr. Wirth begrüßte Ob-rdurger- Meister Dr. Luther den Reichskanzler^Am dre Ambras Dr. Luthers betonte Reichskanzler Dr. Wirth, daß n« die Reicksregierung der schwere der „Sanktionen un» der damit verbundenen wirtschaftlichen Nachteile be,anders für die Städte Duisburg, und ^üneldon v
Die Nheiuland-Zwangsmahnahmen.
x Die Besprechungen zwischen Lord Eurzon und Briand haben außer der oberschlesischen-midier Or^. frage auch der Aufhebung der Rhernland-.sanrn»^
u^ Baturwinenschasienw-u- ÄÄ Äff SÄS 2 mildern.' Wir brauchten, wenn wir durchkommen wM- <en alle Kräfte, die in Deutschland überhaupt mobil gemacht werden könnten.. Die 9^*5nr*^
Richtung der großen Politik vorgcyeichnet. Le 'Glitik fei im Volke im weitesten Maße vernanden worden ^ie Politik der Verständigung und Beriovnuns nach innen und außen dürfe nicht scheitern. Dwic^Zi^ e durch Arbeit zur Freiheit zu kommen. Der Wille, aufrichtig und treu dem erkannten Ziel zuzuürebeu, mime stets fließen aus großer Liebe zum Vaterland. DeriWiing der LetWlisorünung des Reidistags.
die Vorgänge im Reichstag während der «n- zunaen am Freitag und Sonnabend Veranlassung den würden, das Thema von der Versckarmng der Ge- schärtsordnung wieder auizmichmen, war zu er weilen. Ein darauf abzielender Amrag ist auch^Michen em- oebracht worden. Er stammt von dem deut wen .olks parteilichen Abgeordneten Prmcöor -rr. Kahl undwr dert die »Aenderung der Geschäftsordnung in lolgeud<. Sinne» Wenn ein Abgeordneter den Anorünnnaeu des Präsidenten oder eines BizLprüMurtentwtz damaliger Verwarnung nicht ^olge lemet, kann er i..„ s;, Taner von 4 Wochen von den LkAuugeu dr» Re.ck» taas^ ausgeschlossen werden. Für diese Zeit n»rü dem rKrr Abgeordneten die Ausweivkarte entzogen "vö die Aufwandsentschädigung gesperrt." an *g -^,, erPnen wird angenommen, da« sich iM Reichs.ag eftr" große Mehrheit für die Annahme die,es Antrages
Neue Radanszeven im Reichstag geplant.
w Die Vorgänge im Reichstage Ende der vorige» «?^S werden wahrscheinlich in den uachnen ^agen ^Äortfeeuua e^aineiL Die Kommunisten in ganz «erlin emK etzlich der radikalen Vetr»iebsrate ruren R^ Anbänaer auft sich für weitere Anordnungen der Am Reichstag selbst erwaner man ime W'eöerholung ^ kmnwunisti'ckeu Lärmszenen, wesvalb die Kontrolle Sr sSne&fäer wieder außerordentlich verschärft ist-
Das griechisch-türkische Problem.
^j- Resultate der Zusammenkunft zwischen Lord Eur^vn und Briand werden in den offiziellen Krerien der Enrente nicht als verheißungsvoll, beurteilt. ^Lrarke ^ifscrenze« bestehen und sind die Ursache, lmn dm ^ icklüne her Alliierten etwas vage amgebauich^ worden i & Auch so beschränkt sich der beabsichtigte Sdintt m i Athen darauf, Garte blanche zu erwMen, wenn nch d^ liniierten darüber einig wären, rvelcke »euem G-e«,e. i ^ -jeden tollen. Auch reservieren sich .rraukretch und halten ihre Handlungsfreiheit für den.^all. da'; -at* onra ablehnt, während England gewunickt hatte, hab , sie Mückte Griechenland für sein Emgegenkommei. Ga- ; rauften versprochen hätten. Die ^lnualune der Vm- ; schräge der Alliierten bedeutet f«r Grreckenlai.d den