Hersfelöer Tageblatt
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; ^ngtigenprtis für die einspaltige Petit^ile oder t : deren Raum 40 Pfennig,für auswärts öSpfennig, 7 § Sie Rekiamezeile 1.5C Mark. Bei DieSerKolungen : » Nachlaß. ❖ Kür Sie SchriAteitung verantwortlich * » Kranz §unk in ffersfelö. Kernsprecher Nr. 8. :
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Hersftlöer Kreisbiatt"
Amtlicher /inIS-ger für -en Kreis Hersfelö
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Nr. 131
Mittwoch- den 8. Juni
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WM «M i« WMW.
Im oberschlesischen Industriegebiet scheint nunmehr das polnische Chaos zu herrsche«. Es ist soweit gekommen, datz nunmehr in fast sämtlichen von den Franzosen besetzten Orten die Bahnhöfe und ein Viertel der Städte völlig in den Händen der Insurgenten Pud. In Kattowitz sind auf dem Bahnhof zwei Züge Mit je 200 Insurgenten von Joaweiche und Bogoschütz; eingetrosfeu. Die Eisenbahndirektion teilt mit, daß die auf dem Bahnhof anwesenden Eisenbahner zum großen Teil auswärtige Aufständische sind und keineswegs zu dem Kattowitzer Personal gehören. Hier wie auf den anderen Bahnhöfen benutzen die Aufständischen ihre 'Macht dazu, das in den Schuppen befindliche Eisenbahn- Material zu rauben und alle Lebensmiitelzüge für die Insurgenten zu beschlagnahmen. So wurden aus dem Kattowitzer Bahnhof die dort befindlichen Kohlenzüge und Wagen in der Richtung nach Polen hin fortgesah- ren. Einer Abordnung deutscher Bürger von Kattowrtz gegenüber erklärte der Stadtkommandant Oberst Ardt- son, daß er bereit sei, den Bahnhof zurückzuerobern, aber die Stadt müsse sich damit abfinden, kein Licht und kem ~ ;r zu erhalten. Die deutsche Abordnung lehnte ey if diese Auskunft eine Antwort zu geben, und ver- «Mes den Stadtkvw.manöanien darauf, daß es ieme iPslicht und die der alliierten Behörden sei, tue Stadr zu schützen und dafür zu sorgen, daß sie von Jnsurgemen frei bleibe und daß ihr die Lebensmdglrchkert nicht ab-
Wasser ab, an
frei bleibe und daß ihr die Lebensmöglichkert nicht ab- sgeschnitten werde. Auf dem Bahnhof Tarnowrtz, der durch den französischen Befehlshaber w„dce Hände der Mufständischen gekommen ist, laufen täglich M'litar- iransportzüge mit geschlossenen Güterwagen em. Fer- ner wurden dort 13 Lokomotiven gestohlen, obwohl d.e Polen sich gegenüber den Franzosen verpflichtet hatten, nur soviel Lokomotiven zu benutzen, wie sie für den. Bahnhofsbetrieb notwendig brauchten. Auch oer Bentheuer Bah«hof ist völlig in den Händen der Polen. Nach dem Bericht eines Augenzeugen sind dort ungefähr 30 schwere Maschinengewehre, von denen auch me große Beuthener Bahnhosstratze und die umUegenoen Viertel beherrscht werden, in Stellung gebracht Vor dem Bahnhof selbst stehen zwe- franzofuche ^anks, dce je eine polnische und französische Flagge tra^n. Die Zahl der polnischen Panzerzüge vermehrt sich täglich.
So
schinengewehre und ferner zrvei Geschütze mit sich. Auch hier liegt ein Bruch der Abmachungen vor, da die Bahnhöfe nämlich nur zu Lebensnntteltransporten ueigese- den waren. Ueber Beuchen selbst.ist^."nmer iwch nichts iÄsnaues au erfahren gewesen. Täglich finde« ^wi1!1-' L« stattf da L Aufständischen von Rofenberg und Sckombera beständig PlKnder«ngsstre,fe« in die Stadt ' unternehmen Die Geschäft sind fast alle geschlouem ^ne große Anzahl Geschäfte, die geplündert worden sind zeigen BrettervernagelünHn. Mehrere Zeitungen können wegen Papiermangels nicht mehr gedruckt werden. Auch der Papiermangel der übrigen Blätter ist irrnfi. Die Arbeiten auf den Grube« beginne« »u stocke«, uur^uvcb etwa 50 n H. der Arbeiter beschäftigt werden tönen- denn die uSerfüllten Halden machen eine wettere Förderung in großem Umfange unmöglich. Ferner ist auch infolge des Rohstoffmangels in den nächsten Tagen die Stillegung einiger Hüttenwerke zu er=
Mond dräng W EntMeidung üöer gksrjHlesien.
M ßtenf Der „Matin" meldet den Eingaug eines neuen englischen Antrages, der die Entschelditna über Dberkcklesien und die sofortige Durchführung der ^ut- ^ottnuuasaktio« gegen die polnischen Insurgenten, be- IvftM^yRtp der *Matiu" weiter «litteilt, ist mit einer Unterstützung des englische« Antrages durch Italien zu Er » Matin" glaubt, daß nunmehr bis Mitte FurU Ww§l die Entwaffnung üls.auch.die Entscheidung
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Berimt des ZonrIschen Ve^ uts ^Mumeu habe. I« ^^^ öe§ Aufstandes hält mTÄ£ Regierung ihren Standpunkt aufrecht, daß ^ eÄ Zu Pv en gegenüber „zu" günstig war. die Haltung M ^«x^hen der Engländer
_ «taiS 5» ®. li Nach einer Meldung der „Chl-
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öcßen. Der englische Heeresbericht.
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I , .. .. ... . Maris gemeldet wird, bereiten die
pRnrfche xregkerung notymars auiueroroerr wrrs, ihre sämtlichen Freiwilligen aus Oberschlesien bis zum 10.
Juni zurückzuziehen.
Reue Vedingunge« Korfantys.
»^ Rotterdam. Wie aus Oppeln gemeldet wird, sind die Forderungen der Polen folgende: 1) Einstellung des Vormarsches, 2) Zurückziehung der deutschen Truppen, 3) Aufhebung der Posten, 4) Einsetzung einer Lokalpoli- zei in der neutralen Zone, die unter Kontrolle der Alliierten stehen müßte, 5) Versprechen der Alliierten, die polnische Bevölkerung unter ihren Schutz zu nehmen.
Keine Zurücknahme des Selbstschutzes.
m- Breslau. Z.) Die Engländer ziehen iM Krerse Grotz-Strehlitz täglich stärkere Truppenmaisen zusammen. In einer Unterredung des Generals. ,Hose,r, die nach Ablauf der im Ultimatum gestellten Frist erfolgte, scheint General Henniker nicht mehr von einer Räumung der vorn Selbstschutz genommenen Orte gesprochen zu haben, sondern lediglich gegen ein weiteres Vorgehen des Selbstschutzes Verwahrung eingelegt zu haben.
Ei« «euer Erfolg des deutschen Selbstschutzes.
m. Berlin. (F. G.-A.) Nach einer Blättermeldung eroberte der deutiche Selbstschutz irr Oberschlesien einen wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Die Polen räumten darauf den Ort.
Die Deuffchen-Verfolgungen in Polen.
w In Schrreidemühl sind Flüchtlinge aus Rakel, wo es gleichfalls am Sonnabend z« großen Ausschreitungen der Polen gegen die Deutschen gekommen ist, emgetrof- fen. Die Unruhen, bei denen mehrere Geschäfte der Deutschen geplündert wurden, arteten i« eine regelrechte Judenhetze aus. Bei den polnischen Angriffen auf Deutsche in Ostrowo am Sonnabend sind «ach einer Meldung über Bromberg 13 Deutsche verletzt und einige 20 deutsche Geschäfte von den Polen geplündert worden.
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Der im Friedensvertrag festgelegte Schutz der Deutschen in den Polen zuerkannten bcutfcben Gebieten wird von den Polen seit längerer Zeit Nicht mehr beachtet. Die Polen sind vielmehr dazu nbergeMNMN,dre Deutschen in den entrissenen gebieten vollständig restlos zu machen und sie systematisch zu unterdrückn, ^as Bestreben der Polen geht dahin, den ganzen Besitz der Deutschen zu pownisiereu. Besonders krav mhren ste
..„.cn gepachteten Grundbesitz vertreiben. Die Entente hat Deutschland vollständig wehrlos gemacht und ,ihm dadurch die Mittel genommen, seine Rechte gegenüber Polen zu vertreten. Sie hat deshalb die Pflicht, Polen zur Respektierung der iut Versailler Vertrag übernommenen Verpflichtungen anzuhalten. »Es ist die hochge Zeit, daß die Alliierten sich auf ihre Verantwortung besinnen und Polen dazu anhalten, daß es die Rechte der Deutschen in den abgetretenen Gebieten achtet und Ver- folqungen, wie sie besonders wieder in den letzten Tagen vorgekommen sind, verhindert.
DentscheuverfolgRuge« in Graudenz.
w Danzig. Nach einer vorliegenden Meldüng aus Graudenz haben dort polnische Ausschreitungen Uattge- funden. Auf dem früheren Kaiserplatz in Graudenz wurden deutsche Spaziergänger, die dculjch sprachen von den Polen angegriffen und mißhandelt. Die Sicvoltt Lauere bis zum Abend. Viele Deutsche versuchten zu fliehen Die Polen begannen.ihre Ausschreitungen vor der Synagoge.
Ein deiner ReporotiünsausItfjuM
cp L. Nachdem der Reichstag das Londoner Mtinia- tum angenommen har, müssen auch diejenigen, welche seine Ablehnung für richtiger gehalten haben.an^biesei Tatsache ihre Folgerungen ziehen. Wenn sticht alle bisher gebrachten Opfer umsonst sein sollen, wird das ganze deutsche Volk sich auf Erfüllung der rrorderuugen ittigu- stellen haben. Unterlassungen und Zeitversauminsse b^r der Durchführung der von Deutschland übernommenen Belichtungen wurden das Reich von neuem, vor schwere Katastrophen stellen. Die W«kungen wurden weit verhäugnisvoller sein, als sie bei Ablehuung se. aeanerischen Forderungen gewesen waren. / . Erml- htna aber stellt wirtschaftlich die deutsche Regierung und das deutsche Volk vor eine Aufgabe von unermcnluher -chwere Eine Durchführung ist nur dann möglich, wenn eine entschlossene und geschlossene Leitung für allo diesbezüglichen Fragen vorhandeii yt. Besondc.c ^ er- bältnine erfordern besondere Niaßnahmen. ^.re eingki- neu Ressortminister werden nicht in der Lage snn» die Ansstihrung der erforderlich.werdenden Entschlüsse mu die Unterlagen dieser Entschlüsse immer genngend nonell vorzubereiten, und das Kabinett als rW'^e^ iv^ -1 tir recht nicht dazu in der Lage sein. Zu inNig- ^rkei-nr' nis dieser Verhältnisse hat inanbeieitsseltlangerer Zeu für Sie Abrüstungssragen «ne Liwuder «t.lle dw ressriedenskommi!sion und die ^E > '^ » Ä waitl^
«ÄSÄÄÄg SÄÄÄÄ »^«ÄS langwierige Versmndlunaen zu führen. ^ dahin nicht eine entsprechende Stelle, die man Repar- ttousanSschütz nennen mag, selbst geschahen, wird man sie von uns erzwinaen.
TS wäre veryanMwvmr, rostvare Zeik zu verliere» Wir wissen, daß das Urteil der Welt in hohem Maße beeinflußt wird von der durch die feindliche Provagandü in die Welt gefetzte Mär, daß Deutschland sich böswillis seinen Verpflichtungen entziehen wolle. Me energische, organisatorische Jnangrissncchme des Problems durch Tentfchlaud selbst wird seine Wirkung nicht verfefclen- Die Borzüge eines solchen Ausschusses, der autzer einem mit der taktischen Führrmg der ganzen Fragen beauftragten dauernden Leiter, vielleicht aus u einem hervorragenden Vertreter der Finanz, des Unternehmertums und der Arbetterschaft zu bilden wäre, liegen auf der Hand. Das Reichskabinett wird von der Einzelberatung der zur Durchführung des Ultimatums erforderlichen Maßnahmen entlastet, und was von ganz besonderer Bedeutung ist, die Reparationsfrage wird von Anfang an einheitlich bearbeitest Die Kontinuttät der Maßnahmen wird nicht durch irgerrdwelche Aenderungen in der jeweiligen Zusammensetzung des Reichskabinetts in Frage gestellt. Die Aufgaben eines solchen Ausschusses im einzelnen wären rwch in einer besonderen Abhandlung zu erörtern. Bei jeder Verhandlung ist eS rnitzlich, dem Gegner die Vorhand zu überlassen. Sorgen wir durch schnelles Handeln dafür, daß dies in der Reparationsfrage nicht geschieht.
Rerie Borschläge der Rsparationskomvlissto«.
»* Rotterdam. Wie die „Tttues" melden, hat die Re- parationskommiision den Alliierten neue Vorschläge unterbreitet, die weitere Ablieferungen seitens Deutschlands betreffen. Die Reparationskonnniffion schlägt u. a. auch die dauernde Ablieferung von fünf auf deutschen Werften im Jahre gebauten Handelsschiffen gegen Verrechnung vor und wünscht die Anftmhmc der entsprechenden Verhandlungen mit der deutschen Regierung.
Amerika will den Frieden mit Devtschland.
•>* Paris. (F. G.-A.) Wie die „Chicago Tribune" mitteilt, haben die diplomatischen Vertreter der Vereinigten Staaten in Europa den Regierungen die Mitteilung zugeben lassen, daß Amerika die Rattstzierurrg oes Versailler Vertrages ohne die Völkerbundklausel wünscht oder in Verhandlungen wegen Abschlusies eines Sonder- sriedeus mit Deutschland eintreten werde.
Für die Foridauer des Wirtschaftskrieges.
»* Nach einer Havasmeldung des Pariser „Hcrald^
heblicher Arbeit für die Fortdauer der Havöelsbe- schräukuuge« mit den früheren MUtelmächten ausgesprochen.
Die Lieferung der Holzhäuser.
Aus gutunterrichtüter Quelle verkarstet, daß die bisher veröfsentlichien Dteldungen über den Stand der Verhandlunaeu wegen der Lieferung von 25 000 Hotz- häusern in der angegebenen Form nicht zutrenen. I« den Einzelheiten ist zwar eine Einigung er nett worden, aber es taun keine Rede davon sei», daß Frankreich . fort 1500 bis 3000 Häuser bestellst Es komnien anfangs nur 40 Häuser in F rage. Im günstigsten »volle wirb der srauzösische Wiederaufbauminister Lonchenr, der gegerr große Widerstände zu kaurpien hat, 50 Häuser in Auftrag geben und weitere Bestellungen je nach den Aufträgen der Interessenten umchen.
Die Entwaffnung Bayerns.
Der Landeskommisiar für die Entwaffnung der Zivilbevölkerung in Bayern erläßt eine Bekauntmamung; betreffend die Waffenablieferung der Einwohnerwehr^.; Die bayerische Einwohnerwehr beschloß, die Enlwan-^ nuna freiwillig diirckzuiüüren und die Abl,eferung am die Reichstreuhündgcsellschaft rechtzeitig erfolgen zu lassen, daß die von der interalliierten Mitttar-Koittroll- koimnission vorgeschriebene Frist gewahrt werden könne.- • e-i Die Entwaffnung in Bauern ist in vollem Gange. Allein in München und bisher 600 Mafchmengewehrs abgeliefert worden. Zwanzig große von der Reuvs- treuhandgesellschaft errichtete Sammellager sind über das ganze Land verbreitet. Gn großer Transportappa- rat ist in Bewegung gesetzt, um die Waffen aus allen Orten so rasch als möglich nach den Sammeilagern zu leiten. Die Sammellager stehen unter schwerer Bewachung. Die Auflösung der Einwohnerwehren wird erfolgen, sobald die Entwaffnung der Einzelnen Organr- sationen dnrchgefuhrt ist. Der bauet we Entwanmrngs- konrmissar wendet sich in einem Anfru^an die barssrnann Einwohnerwehren, die Waffen unter Ernhalnmg der angegebenen Frist vollständig abzuliefenr.
Forderungen der Sozialdemokratic.
>- als einer aus allen Gegenden Banerus besuchren BezirkSkmlsererrz der BaperiichM Sozialdemokratfftven Partei wurde eine EnttaLienung angenommen, in der die Regierung für die Androhung von Gewalkmatznaa me>r durch die Entente verantwortlich gemacht wird, weil sie der Entente durch ihr Verhalten in der Entww!- unngsfrage einen Vorwand gegeben bat. Es würbe vorbedattlmes Znsammenarbeiten der banerveben Regierung mit der Reichsregiernna gefordert.
Die Defizitwirtschaft im Neiche.
^ Aach Mitteilung aus parlamentarischer wedünier- vierter Quelle weist der Retchsetat für die beiden Monate April und Mai nach vorläufiger Feststellung 3,8 WiEiarbcn Mark Fehlbetrag auf. Die Reichspon hat rn beiden Monaten wieder 750 Millionen Mark Denzit, bte Eisenbahn ein solches von 1,3 Milliarden Mark.
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