Einzelbild herunterladen
 

Hersfel-er Tageblatt

? Knzeigenprris für Sie einspaltige Petitzeile oder : .....................................-..^

r öerenRaum 4Spstnnia, für auswärts sopftimtg, r ^HV?» ^ V AR§»^^' Mi. T v' $ W. $ : EMrint feöen Wochentag.» der Vezugspreis b« r

; die Reklamezeile 1.50 Mark. Sei Wiederholungen : trägt im voraus zahibar, für Hersfelü 7.5s Mark, :

: "achlaß.»Zür die Schriftleitung verantwortlich r x : durch die Post bezogen 7.80 Mark, bei freier Zu- ;

t~±±l!±^.S!^^^^ Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfew : * 8 §nnL Luchdruckerei in Hersfeld. " !

Nr. 128

Sonnabend, den 4. Juni

1921

Sie SchMÄMg der SchulErage.

Der Amerikaner Stewart E. Bruce hat in einem von ihm reifsten Werke gesagt:Würde durch Un­tersuchungen festgestellt, daß die Alliierten ebensosehr wie Deutschland am Kriege schuld wären, so würde die gesamte Menschheit anders empfinden und ein neuer Geist des Verzeiheus sich einst eilen; das an sich allein könnte zum wahren Weltfrieden hinleiten." An einer solchen Feststellung ist in erster Linie Deutschland in­teressiert, das bisher als der alleinige Schuldige gilt. M dieser Richtung muß sich die deutsche Propaganda in her nächsten Zeit bewegest. Die bekannte ZeitschriftDie deutiEe Nation^ widmet ihr Mar-Heft der Behandlung der Schuldfrage. Wir lassen daraus aus einem Aufsatz von B. W. v. Bülow einen Auszug folgen, der die Richtung weist, in welcher sich die Erörterung der ^schuld frage vom deutschen Standpunkte aus zu bewe­isen hat. Der Verfasser sagt: Der Versailler Vertrag M auf der Alleinschuld Deutschland aufgebaut. Unsere .Anstrengungen sollen diese Grundpfeiler stürzen. Dies ÄW leicht gemacht worden: Wir haben nur zu be- «eiseN/ daß die anderen Mächte ebenfalls eine' Verant­wortung txifft, und die nioralifchen Grundlagen des Vertrages werdest hinfällig. Die Frage, wen die grö­ßere Verantwortung trifft, und ob von einer Allein- ichuld der Gegner die Rede sein kann, dürfen wir ge­trost der Geschichte überlassen. Ihre Erörterung kann im Augenblick nur verwirren und Schaden anrichten. 'Wird in Deutschland die Schuldfrage aufgerollt, so stellt dies eine große Prapagandaaktion dar, die letzten En­des das Ausland beeinflussen soll. Es müssen aber die psychologischen Voraussetzungen beachtet werden. Von

Mitverantwortung der feindlichen Regierungen wird man Millionen von Menschen in anderen Ländern unschwer überzeugen sönnen. Viele werden uns sogar rütttig Gehör schenken, liniere völlige Unschuld Und die Alleinschuld unserer Gegner können sie aber nicht glau­ben, und wenn wir mit Engelszungen redeten. Dazu Wirkt die sechsjährige großzügige Kriegspropaganda zu stark nach. Selbst wenn der Verstand unseren Argu­menten Recht gäbe, würde das Herz nicht folgen. Es ist, wie mit dem Beweis der Existenz Gottes: Er läßt sich nicht führen, man glaubt oder glaubt nicht. Zudem ist die Alleinschuld ein absolutes Ergebnis, dqs jederzeit

Mitschuld lMWMWM W^ - «WMWWNWM kann) steht, einmal bewiesen, für alle Zeiten fest. Dre Mitverantwortlichkeit unserer Feinde ant Ausbruch des Krieges M Wr VyMMiit GaNftheistlich und glEb- würM, daß die Saat unserer Argumente mehr frucht- WEen Acker als Steine und Dornen finden wird. Wäre Deuischlünd der allein Schuldige, dann müßte die En­tente nichts getan haben, um zu der gefährlichen Spau- mMia beizutragen, die nach übereinstimmendem Urteil aller vor Kriegsausbruch bestand, den Krieg nicht und unter keinen Umständen gewollt haben, und ichlwtzlcch alles getan haben, um den Ausbruch des Weltkrieges zu verhindern. Gegenbeweise zu diesen Punkten zu beu­gen, ist nicht schwer. ES ist genügend bekannt, dan Eng­lands Handel mit Frankreich über Marokko und Aegop- ten schon 1904 den Grund zu einer mehrjährigen euro­päischen Krise W; daß schließlich Rußland mr Ver­ein mit der Entente den Balkankrreg anzettelte und Serbien gegen Oesterreich-Ungarn aufhetzte, somit tue Saat ausstreute, aus der der Weltkrieg aufgcng.. Ohne aenügenden Anlaß hat uns England 1911 mit dem Kriege gedroht. Grey erklärte 1912, daß er alles dman- seven würde, um der deutschen Machtstellung den inbl- barsten Schlag zu versetzen. Auch Frankreich war, nach dem Zeugnis keiner Verbündeten, in der KrEenzeit 1812'13 der Krieg willkommen. War es.1914 anders? M<m lese, was Paleologue über die Gespräche oernch- tete, die während Pomcarees Besuch am Zarenhose ge­führt wurden. Für Rußlands Kriegswillen gibt es Beweise in Fülle. Und sind etwa die unheimlichen Kriegsvorbereitungen des Dreiverbandes tu den letz­ten Jahren, ja, den letzten Monaten vor der.Katmtropye Zeugnisse für eine friedfertige Gesinnung? Was hat die Pariser Regierung getan, mn den Abbruch öe» Krieges zu verhindern? Sie hat jede Einwirkung auf Petersburg abgelehnt und nur den Rat gegeben, die Mobilmachung geschickt vor den Deutschen zu verbergen. Und die Regierung in London? Nickt ein epi^qev Mal hat sie gegen die russische Mobilmachung Einspruch er­hoben, obwohl allseitig feststand, daß diese den Krieg un- vermeidlich machen würde. Ueber die Vorgangs M Pe­tersburg ist hier kein Wort zu verlieren. Wer hemr- lich gegen einen dtachbar mobilisiert, der rhn naht be­droht und der sich die Drobung des Ausmarsches wM aesalleit lasten kann, der will den Krieg. Fürwahr, die Alliierten haben uns mir ihrer übermütigen Behany- wnq der Alleinschuld Deutschlands unsere Ausgabe lemst aemackt. Warm wollen mir sie uns selbst ernomerett und die Erörerung über das hinansführen, was zur Entwertung des Friedens nötig ist, Semene bringen argen Behauptungen, die »richt ausqestellt wurderr und Behauptungen ausstellen, die das Ausland nicht glau­ben wird, weil es sie noch nicht glauben will. Bernch- ten wir auf die Rechtfertigung dieses oder renes und beschränken wir uns auf die Widerleginig der Anklage der Alleinschuld, indem wir die Mitverantwortung der Gegner nackweisen, so eint alle Deutschen ein Weg, ein

Ziel und hoffentlich dann auch ein Wille.

^ Der erste Unterausschuß des Nntersuchungsaus- schusses des Reichstages über die Vorgeschichte des

Weltkrieges hat unter Leitung des Reichsministers des annern Dr. Graduauer die Untersuchung über die mi- tärischen Rüstungen und die Mobilmachungen, die dem

Ausbruche des Krieges vorausgingen, beeirdet, und das Ergebnis in einem zweiten Weißbuch niedergelegt, das soeben der Oeffentlichkeit übergeben worden ist. Das Weißbuch spricht ausführlich über die militärischen Maßnahmen in Deutschland und Oesterreich-Ungarn im Juli 1914 sowie über die Bedeutung der allgemeines russtschen Mobilmachung und legt dann den deutschen Operationsplan dar. Das Buch schließt mit einer Reihe von Feststellungen über die Kräfteverhältnisse der krieg­führenden Staaten zueinander urrd tritt damit der Auf­fassung entgegen, daß ...... bruch eine erdrückende.. ______ sesse« hätten. Der Unterausschuß hat nunmehr die Un­tersuchung der ganzen politischen Vorgeschichte des Weltkrieges ausgenommen. Die Untersuchung wird sich auf die Zeit vor dem Attentat von Serajewo erstrecken.

Die Lage in Oberschlesien.

die Mittelmächte bei Kricgsans-

ie militärische Ueberlegenheit be-

»=«- Die Lage in Oberschlesien hat eine wesentliche Aen- öeritng nicht erfahren. Die schweren Ausschreitungen der Jnsnrgente« im Kreise Rosenberg dauern an. Mel­dungen über die Fortsetzung des zum Stillstand gekom­menen Vormarsches der englischen Truppen in der Ge­gend von Groß-Strehlitz lagen bisher noch nicht vor. Der deutsche Bevollmächtigte in Oppeln ist erneut bei der Interalliierten Kommtssiou wegen der Verhaftung des Abgeordneten Hartmann vorstellig geworden. Die Interalliierte KötNiNission hat dem Grafen Praschma miigetetlt, sie habe Nachforschungen eingeleitet und würde, sobald irgend möglich, von dem Ergebnis der zur Freilassung eingeleiteten Schritte Kenntnis geben. Der deutsche Bevollmächtigte ist angewiesen, nachdrück­lich die sofortige Freilaffung des Abgeordneten Hart­mann weiter zu betreiben.

Neue Angriffe der Pole«.

>* Die Einstellung des englischen Vormarsches hat die Polen zu neuen Angriffen gegen den deutschen Selbstschutz veranlaßt. ZuvUläfsigen Meldungen zu­folge haben die Engländer die Verhüngung des Kriegs­zustandes beMtMU, dem sich aber der französische Ge­neral LSrond widersetzt hat. Er erreicht dadur , daß eine militärische Aktion nur möglich t, wenn sie von

Der polUi,^,..

** Polnische reguläre Truppen haben bei Landsberg drer Brücken über den Grenzfluß geschlagen, damit die polnischen Insurgenten ihre Raubgüter waggonweise über die Grenze schaffen können. An einem Orte stehen . 15 Waggons mit polnischen Geschützen und Munition, ebenso ein prinncoe: Panzerzug. Auch in Bismarck- Hütte ist polnische Artillerie a gelangt.

Weitere Truppentransporte nach Oberschlesten.

»' In Köln und Umgebung sind 3000 Schotländer einquartiert. Fortwährend rollen Militärzüge nach Mainz, die weitere Truppen nach Oberschlesten beför­dern sollen.

AMmatmrr an Korsanty.

w. Rotterdam. DieTimes" melden aus Oppeln, daß der englische Oberkönnnandierende General Henni- ker die von der Interalliierten Kommission gewünschte Frist von zwei Tagen angenommen hat, nm den polni­schen Insurgenten Gelegenheit zu geben, sich zu unter­werfen. Am Freitag beginnt der Vormarsch der alliier­ten Truppen in das Jndnftriegebiet.

Neuer italieuischer Aufteilungsvorschlag.

** Wie derCourant" meldet, hat der italienische Bor­schlag für die Austeilung Oberschlestens folgenden Wort­laut: Polen soll die südlichen Bezirke östlich der Oder, die Kreise Pletz, Nybnik und ein Teil von Ratibor er­halten, ferner die Bezirke Kattowitz, Königshütte, Ben- then und Tarnopol. Deutschland erhält die Bergwerke von Gleiwitz und Hindenburg und die Gegend, durch die die Eisenbahnlinie RatiborGleiwitz führt, ferner die Bezirke westlich der Oder.

Entwaffnung in Oberschlesten.

^ Breslan. Aus Oppeln wird gemeldet: Wie ver­lautet, bat die Interalliierten Commission beschloffen, daß sowohl die preußischen Selbitschntzorgarnsatconen als auch die polnischen Insurgenten entwaffnet werden sollen, um Ruhe und Ordnung in Overichlesren wieder herzustellen, und zwar soll der deutsche Selbstschutz von den Franzosen und die polnischen Jnmrgenteu von den Engländern und Italienern entwaffnet werden. Eine Bestimmung darüber liegt noch nicht vor. Es herricht in allen politischen Parteien, einschließlich der Komnm- nisten, volle Einmütigkeit darüber, daß ein deutsche» Vorgehen bedenklich sein wurde: jedenfalls wollen die Demichen eirlgedeiik der früheren Erfahrungen, den deutschen Selbstschutz nickn früher auslofen, a!» bis die polnischen Aufrührer restlos entwaffnet und.

Londoner Wette» über Oberschlestens Schicksal.

te» Rotterdam. DerCourant" meldet aus London, daß Wetten in Voudon über OverfÄlenen mit drei für Deutschland und zwei für Polen abgeschlmsen werden.

BolksttSstrmmuKq ob Muttersprache im oberschlesifcheu Abstimmungsgebiet.

Das Ergebnis der Volksabstimmung in Oberschle- sien ist von der deutschen und dem uuparteuchf urtei­lenden Teile der ausländischen Presse m t Recht als em großer Sieg der deutschen Sache gefeiert worden. Die Größe dieses Erfolges tritt noch deutlicher hervor, wen»

man die Volksabstimmung mit dem Ergebnis der letz^ ten Erheburrg über die Muttersprache vergleicht. Einer« wichen Vergleiche stellen sich allerdings nicht unerheb­liche Schwierigkeiten in den Weg: denn erstens liegt zrvrschen der lehren Erfassung der Muttersprache am 1. Dezember 1910 und der Abstimmung vom 20. März 1921 ein Zeitraum von mehr als 10 Jahren, in dem! natürlich gewisse Bevölkeruvgsverschiebungen stattge- funden haben. Zweitens deckr sich der Kreis der absiinr-i mungsberechtigten Personen nicht vollkommen mit dem der Personen, die durch die Volkszählung vom Jahre- 1910 erfaßt worden sind. Immerhin beweisen die Zah-! len, welche dieStatistische Korrespondenz" mitteilt, daß nicht nur die deutsche Bevölkerung treu an ihrem Sa* terlande festhält, sondern daß auch ein sehr erhebliche« Teil der Polen von der Zugehörigkeit zum polnisches Staate nichts wissen will. Itach dem Ergebnis der Ab- sttmmung sind 717 000 Stimmen oder 60 Prozent für Deutschland und nur 484 000 Stimmen oder 40 Prozent für Polen abgegeben worden, während nach der Mutter- fprachenstatistik vom Jahre 1910 34 Prozent der Bevöl­kerung deutsch und 60 Prozent polnisch sprechen. Der^ Rest hatte eine andere Muttersprache (z. B. mährisch), oder war doppelsprachig. Daraus ergibt sich, daß die Deutschen 2526 Prozent mehr Stimmen erhalten ha­ben, als nach der Muttersprachenstatistik zu erwarten, gewesen wäre. Ohne den polnischen Terror wäre zwei-^ fellos das Ergebnis für Deutschland noch wesentlich günstiger gewesen. Es wäre ein Irrtum, wollte man diesen Erfolg lediglich den Heimatwanderern zuschrei­ben. Die Zahl der Heimatwanderer betrug rund 181000 Personen. Nach den eigenen Angaben von Korsanty Ha-, ben von diesen 25 Prozent oder rund 45 000, in der Hauptsache aus dem Ruhrgebiet stammende Polen, pol­nisch gestimmt.

In allen Kreisen ist der Anteil der deutschen Stim- men an der Gesamtzahl größer gewesen als der Anteils der Personen mit deutscher Muttersprache an der Ge-' samtbevölkerimg. Teilweise ist der Unterschied gerade­zu erstaunlich groß. So z. B. betrugen in Namslau die polnisch Sprechenden 48,53 Prozent, die polnischen Stimmen nur 2,48 Prozent. Die entsprechenden Zahlen lauteten für Kreuzburg 47 Prozent und 4 Prozent, Op- peln Land 75,76 Prozent und 30,63 Prozent, Ratiboo Stadt 29,99 Prozent und 9,09 .Prozent usw. Auch den 'S^reifT^tWim^^

Beuthen Stadt und Land, Königshütte, Hindenburg und Kattowitz Stadt und Land umfaßt, Hatte eine erhebliche! deutsche Mehrheit, nämlich 300 000 oder 53,77 Prozent deutsche Stimmen und 258 000 oder 46,23 Prozent pol­nische Stimmen. Die deutsche Mehrheit betrug also rund1 42 000 Stimmen oder 7,5 Prozent. Dieser überwiegend deutsche Bezirk hängt unmittelbar mit den gleichfalls überwiegend deutschen Bezirken von Kosel Land, Neu­stadt, Leobschütz und Lublinitz zusammem In Pletz und Rybnik haben sich zwar polnische Mehrheiten erge­ben, aber der Ariteil der polnischen Stimmen an der! Gesamtzahl der Stimmen bleibt auch in diesen Kreisen mit 75 und 65 Prozent wesentlich hinter dem Anteil der, polnisch Sprechenden an der Gesamtbevölkerung mit 86 und 78 Prozent zurück. Das beweist, daß auch hier ein: erheblicher Teil der Polen deutsch gestunt ist. Zweifel­los ist dieser Teil bedeutend größer, als es nach der Ab­stimmung scheint: denn gerade hier ist der polnische Terror am schlimmsten gewesen, und seine Wirkungen haben sich am schärssien fühlbar gemacht. Aus vorste- herrden Ausführungen ergibt sich, daß auch nicht die Ab­trennung eines einzigen Kreises von Oberschlesten in Frage kommen kann.

Die EniMSffnung Bayerns.

^ Reichskommissar Dr. Peters hat am Donnerstag seine seit langem angekündigte Reise nach Bauern an­getreten. Nach Erklärungen des Reichskounnissars vor seiner Abreise zu Parlmuentariern ist die Verfügung des Reichskabinetts zur Zwangsentwaffnung der Eiu- wohnerwehren bei etwaigem Widerstände bereits am 31. Mai ergangen.

>* Die Tatsache, daß Eitgland die Erklärung abgege­ben hat, die Auslösung der Einwohnerwehren muffe streng durchgesührt werden, hat in weiten Kreisen, die eine Hoffnung auf irgendwelche Unterstützung der rng- lischen Regierung in dieser Frage gehegt hatten, eine bittere Enttäuschung hervorgerufen. Die bayerische StaatSregierung glaubt, daß vielen Kreisen das Vorge­hen Enalands und Frankreichs nicht bekannt sei. Die Folgen würden sich früher oder später zeigen. In Re­gierungskreisen wird erklärt, daß eine aktive Beteili­gung der bayerischen Regierung nur bei der Entwasf- mmgsaktion notwendig sei, die Auflösung der Einwoh­nerwehren könne ohne die Mtwirkung der bayerischen Regierung geschehen. Der Ministerpräsident hat in sei­ner letzten Rede bereits den Standpunkt der bayerischen Regierung gegenüber der Reichsregierung dargelegt: Die loyale Entgegennahme der von der Reichsregierung erlassenen Verordnungen.

Das unerfüllbare Kohlendiktat.

h Die Kohlenlieferungen für die Entente in: Mai sind um die gewaltige Höhe von fast 400 000 Tonnen hin­ter den vertraglichen Lieferungen znriickgehlieben. Eine weitere Verschlechterung der Lieferungen für den Mo­nat Juni ist unabwendbar. In Berlin zeigen die gro­ßen Maschinenfabriken bei Fortdauer der Kohlennot für den 10. Juni eine 25- bis 30prozentige Emfchränkung Aer Betriebsreit an.