Einzelbild herunterladen
 

r" 1* «W Hr ßsne*We* U-Ge.

w Die Mehrzahl der italienisch«» Mütter kritMrk »«Herordeutlich scharf das Ergebnis der Wrifer Kow- Heren-, Sie stelle» fast durchweg fest, daß die Beschlüff« »u-srchfitbrb« seien. Europa habe wieder einen erhedli- Wen Rückschritt gemacht. ,31 Tempo" findet die 2L Milliarden phantaPsch und schließt, -atz nur eine Se*i* ira »es Frie-e«s»ertrages und ein netter Wüst Europa vor dem Zufaurmenbruch bewahren köirne. Auch die »Epoca" stellt fest, daß die Summe von 226 Milliarden unbezahlbar fei Die Beschlüsse der Konferenz von Pa­ris stärrden also lediglich aus dem Papier.

Secolo" mrdCarriere della Sera" stellen ohne Kommentar die vMstän-ige Kapitulation Englands und Italiens vor Frankreich fest, dessen Gründe für die neue Fesselung Deutschlands jedenfalls nberzeugerrd gervesen .Fein müssen. Mit der Uebernahme der deutschen Finanz- ' kontrolle sei bereits in kürzester Zeit zu reMren. Man iwerde nicht Ehr eine neue Bertmgsoerzögerung Deutschlarrds abwarten.

Wettpropaganda gegen Versailles.

** In einer ungestört verlaufenen Versammlung der Deutschen Volkspartei im Zirkus Busch in Berlin schil- -derte der Parteifilhrer Dr. Stresemann die wahnsinni­gen Forderungen des Feindbundes und forderte eine Offensive gegen den Bersailler Frieden. Soweit noch Mittel im Lande aufzutreiben sind, sollten sie für eine Wettpropaganda eingesetzt werden, damit wir erst ein­mal die Achtung der Welt gewinnen.

Polnische Gewalttätigkeit bei der Propaganda

** Am Sonntag nachmittag beobachtete der Polizei- wachtmajor Gerhardt von der Berliner Schutzpolizei ei­nen polnischen Agitator, der in einer Gruppe von Ober- schlesiern lebhafte Propaganda für die Abstimmung im polnischen Sinne machte. Er folgte der Gesellschaft nach einem Lokal in der Friedrichstraße, gab sich dort dem Agitator als Polizeibeamter zu erkennen und wollte ihn festnehmen. In demselben Augenblick zog der Pole ei­nen Schlagring aus der Tasche und versetzte dem Major einen w wuchtigen Hieb ins Gesicht, daß er für einen Augenblick die Besinnung verlor und ihm das Blut aus Murrd und Nase strömte. Diesen Moment benutzte der Täter, aus dem Lokale zu entweichen und in der Menge zu verschwinden. Der verletzte Beamte wurde zu seiner eigenen Sicherheit nach der nächsten Wache der Schutz­polizei geleitet. Ein Arzt stellte bei Anlegung eines Ver­bandes fest, daß ihm das Nasenbein gebrochen war.

Bot Leuwahleu in England.

** Wie die Northeliff-Blütter melden, wird Lloyd George Neuwahlen anordnen, sobald das neue Budget dem Unterlaufe vorgelegt ist. Die Staatsausgaben sol­len so reduziert werden, daß das neue Budaet 958 Mil­lionen Pfund Sterling nicht überschreitet. Wie dieNa­tional Tidende" erfährt, sind verschiedene Steuererleich- ternugeu in Aussicht genommen. So wird die sog. Er­preß Prosit Duty (Besteuerung der Uebergewinne), ge­gen die die Großindustrie bisher erfolglos protestiert hat, aufgehoben werden. Man glaubt, daß durch die da­durch hervorgerufene Befriedigung der Boden für die Abhaltung neuer Wahlen günstig bearbeitet werde, so- daß die Koalitiouspolitik wieder eine Meyrheit erhält und die Unstimmigkeiten innerhalb der unionistischen

Die Leipziger Prozesse.

** Das Reichsgericht in Leipzig hat das Vorverfahren gegen die ersten 11 von der Entente genannten Kriegs- schuldigen abgeschlossen. Nur in vier Fällen ist es zu einer Anklageerhebung gekommen. Die Verhandlungen sollen im März beginnen.

Rückkauf des DampfersVaterland".

** Amerikanischen Meldungen zufolge besieht gewisse Aussicht, daß das größte SchiffVaterland" von Deutsch­land zurückgekauft werden kann, weil die Kosten der In­standsetzung derart hoch sind, daß die amerikanischen Werften nicht dazu in der Lage sind. Eine Summe von 8 bis 10 Millionen Dollar würden für die Reparation des Schiffes notwendig sein, und diese Suunne können die amerikanischen Werften dafür nicht aufbringen.

Vor einer neuen Lohnbewegung in Berlin?

** Berlin. (S. C.) Unter der Jndnstriearbeiterschaft Groß-Berlins macht sich gegenwärtig wegen der Fort­dauer der hohen Lebensmittelpreise eine große Bewegung bemerkbar und besonders auch über die Erhöhung der Abzüge für die Invalidenversicherung. Am Sonntag haben einige Betriebsräteversammlungen sich mit der Lage und mit neuen Lohnforderungen von 20 bis 40 Pro­zent befaßt. Zu Beschlüssen ist es nicht gekommen.

Erhebliche Zunahme der Arbeitslosigkeit.

** Berlin. (S. C.) Der Stand der Arbeitslosigkeit hat in der letzten Woche sich weiter verschärft. Die Zahl der Arbeitslosen hat in Großberlin in der letzten Woche um 7200 zugenommen. Nach Mitteilungen aus dem Reiche ist mit gleichen Resultaten in den wichtigsten deut­schen Industriezentren zu rechnen.

Kohlenüberflutz im Saargebiet.

** Saarbrücken. (F. Z.) In einer Besprechung am 27. Januar teilte die französische Bergverwaltung den Bergarbeitern mit, daß sie gezwungen sei, wegen Man­gels an Absatz Feierschichten einzulegen. Die ersten Feierschichten werden am 31. Januar, 5. und 7. Februar aus den Saargruben eingelegt werden. Arbeiterentlas­sungen werden nicht vorgenommen. Um weitere Feier­schichten zu verhindern, Erden mit Deutschland seit ei­niger Zeit Verhandlungen eingeleitet, um auf dem Wege des Austausches von Ruhrkohlen Süddentichland mit Kohlen aus dem Saargebiet zu versorgen. Weitere Verhandlungen schweben mit Italien und der Schweiz.

Parteiverbindung in Danztg.'

** Danzig. (F. Z.) In Danzig hat sich die Demo­kratische Partei und die Freie wirtschaftliche Vereini­gung zu einer gemeinsamen Partei unter dem Namen Deutsche Partei für Fortschritt und Wirtschaft zusam­mengeschlossen.

Verbi«-n«g zwischen Habsburg und Savoyen.

* Ein italienisches Blatt meldet, daß in offiziellen Kreisen von einer bevorstehenden Verlosung des ehe­maligen Erzherzogs Joseph Franz von Habsburg, eines Sohnes des Erzherzogs Joseph, mit der ältesten Toch­ter des Königs von Italien, Iolantha, gesprochen wird. Tatsächlich befindet sich Erzherzog Joseph Franz schon seit längerer Zeit in Italien.

Stärkung des Aufchlutzgedaukeus.

x Wien. (F. Z.) Das Ausbleiben von positiven Nachrichten über eine Oesterreich zu gewährende Kredit- Hilse aus Paris hat den Anschlußgedänken nunmehr auch in den österreichischen Landtagen wieder akut werden lassen, und es wird jetzt in Salzburg, Linz und Graz die Parole ausaeaeben: Sofortigen Anschluß an Derrtsch--

M«S. Der»b««aer Landtag Yak eine« veson-e'»«« AnMußauSschuß eingesetzt, der in der nächsten Zeit eine Abordnung nach Wien entsenden will, um bei der Be- sprechtmg die besondere Dringlichkeit dieser Frage dav- zulegen. Von Salzburg aus wurden die übrigen Län­der aufgefordert, sich an diesem Schritt der Abordnung 1« beteiligen.

Eigenes Telegraphen-«?» -er schwedische« Presse.

** Stockholm. (F. A) Die bedeutendsten Blätter Stockholms und Schwedens haben jetzt den schon lange erwogenen Plan, ein eigenes Telegraphenbüro zu grün­de», ausgeführt. Es wtrd den Namen Svenska Presse Zentrale führen.

Wartet m» Asse«

Im Hinblick auf die steige«-« Teuerung «ud -i« Notlage -er Beamte« hat das preußische Finanzmini­sterium, wie derH. K." hört, beim Staatsministerium den Autrag gestellt, die neuen Teuerungszuschläge auf dem Wege einer Notverordnung zu gewähren.

** DerLandauer Anzeiger" wurde rvegen Abdrucks des ArtikelsEin Gruß an das deutsche Volk" von Sven Hedin auf drei Tage verboten.

Bei den Wahlen zum Lippesche« Landtag hat, wie uns mit geteilt wird, die Deutsche Volkspartei 15 200 Stimmen erhalten gegen 14 960 bei der Reichstagswahl.

Dsutrdisr Reichstag*

6 1. Sitzung.

Das Gesetz über die Erhebung eiper Abgabe zur Förderuug des Wohunngbaues wird dem WohnungS- ausschuß überwieien. Es folgt die zweite Lesung des Nothansbalts des Reichsernähruugsmiuisteriums. Abg. Hertz (Unabh.) fordert eine Statistik Über die Zahl der Dienstautos und richtet schwere Angriffe gegen die Land­wirte, die ihrer Ablieferungspflicht nicht nachtümmen. Abg. Blunck (Dem.) stellt fest, daß die Lage unserer Brotversorgung katostraphal sei. Wir müssen bis zur nenen Ernte 197 000 Tonnen Brotgetreide aus dem Aus­lande eiuführeu. Das kostet 10 Milliarden mehr, als wenn wir das Getreide im Inlands erzeugen könnten. Abg. Wsienböck (d.-n.) bemerkt, daß das deutsche Volk von 1881 bis 1913 um 44 Prozent Angenommen habe. Die Zunahme unserer Brotgetreideerzeuaung betrage 88 Prozent. An selbsterzeugtem Fleisch habe die deutsche Landwirtschaft der deutschen Bevölkerung pro Kopf und Jahr 50 Kilogramm zur Verfügung gestellt. Dabei seien allerdings erhebliche Mengen Futtermittel aus dem Auslande mit verwendet worden. Die Zwangswirt­schaft habe den Ruin der Landwirtschaft verschuldet. Abg. Dusche (D. Vot.) erklärt, Herr Schmidt habe sich als Landwirtschaitsminister gerühmt, aus politischen Grün­den die NahrungSmittelpreise künstlich niedrig gehalten zu haben. Das derftsche Volk sei dabei verhungert. Für die Demokraten sprach der Abg. KerHchbaum. Er führte u. a. aus: Wir können uns mit dem Maisum­tausch gegen Schweine nicht befreunden. Es werden viele Schweine vorzeitig verschwinden. Vor allem muß der kleinere und mittlere Landwirt den Mais bekommen. Nach kurzen Ausführungen der Abgg. Diernreiter von der Vayer. Volkspartei und Schmidt- Berlin von den Mehrheitssozialdemokraten sowie Tiez-Konstanz (Ztr.) ergreift der Reichsernährungsminister Dr. He r - mes das Wort. Er teilt u. a. mit, daß vom 15. Fe- brnar- «rh-Le KEratrs« um Lüü. Kramm erhöht u«d diese für das gasze Wirtschaftsjahr hindurch beibebalten werden könne. Die Notforderungen wurden schließlich angenommen. Darauf wandte man sich wieder dem Reichswehrministerinm zu und stellte zunächst die strit­tigen Abstimmungen zurück, da das Haus immer noch sehr schlecht besucht war. Die sonstige Einzelberatung brächte nichts Neues. Am Montag steht die Hafer­interpellation uud die Interpellation über Oberschlesien auf der Tagesordnung.

*

Nach einer offenbar offiziös inspirierten Meldung aus Berlin soll Hermes gesagt haben, daß die Brotver- sorguna in dem bisherigen Umfang voraussichtlich bis Ende des gegenwärtigen Wtrtfchaftsjahres gesichert sei und daß vom 15. Februar an die Kochnrehlration auf 200 Gramm erhöht wird.

tie MkWMet-MwMfe.

Dem Reichstag ist der in der Presse bereits mehr­fach besprochene Entwurf eines Gesetzes über die Erhe­bung einer Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues, meist als Mietsteuer bezeichnet, zugegangen, der die Be­schaffung der Mittel für die weitere Unterstützung der Bautätigkeit sichern soll.

Der Entwurf sieht vor, daß die Länder zur Verzin­sung und Tilgung der Mittel, die sie zur Gewährung der Baukostenvorschüsse aufwenden, eine AbgaSe in Höhe von 50 v. H. des Mietwertes von 1914 also nicht der heutigen gesteigerten Miete von den bebauten Grundstücken nicht allein von Wohngebäuden, son­dern auch von Läden, Geschäftsräumen, Werkstätten, Fa­briken und dergleichen erheben. Die Genieinden sollen Zuschläge in gleicher Höhe für den gleichen Zweck erhe­ben. Befreit von der Abgabe sind öffentliche und gemein­nützige Gebäude, ferner alle abgabepflichtigen mit gerin­gem Einkommen,' die Grenze schwankt zwischen 6000 bis 9000 Mark, je nach den Ortsklassen. Neubauten dürfen mit Mitteln aus der Abgabe nur unter stillt werden, wenn Sicherheiten gegen spekultive Ausnutzung gegeben sind.

Der Reichsrat hat eine abweisende Borlage beschlos­sen, welche vor allem die Aufbringung der Mittel statt durch die von der Neichsregierung vorgeschlagene Ab­gabe durch eines landesgesetzliche Grundsteuer ermög­lichen soll. Die Reichsregierung hält jedoch an ihrem Entwürfe fest, da die vom Reichsrat vorgesehene Lösung die dringend notwendige baldige Beschaffung der Gel­der für die Belebung der Bautätigkeit verzögern würde und außerdem bei der Heranziehung der Grundsteuer die im Entwürfe der Reichsregierung enthaltenen sozial­politischen Gesichtspunkte nicht genügend berücksichtigt sind.

Dem Reichstag sind daher getrennte Borlagen der Reichsregierung und des Reichsrates zugestellt.

Gerieft! and Rechte

Ei« Riese«Setr«gsprozeß beginnt am 7. Februar vor dem Landgericht 1 in Berlin. Die gedruckte Anklage­schrift umfaßt 284 Seiten Foliosormat. Allein die Drucklegung der Anklage, die bereits vor Jahresfrist er­folgt ist, hat 17 000 Mark, jedes einzelne Exemplar 600 Mark gekostet. Die Vorgänge, die der Anklage zugrunde liegen, reichen bis in das Jahr 1907 zurück. Hauptan­geklagter ist der frühere Bauunternel>mer Eugen Sie­vers, der bereits Ehr als drei Jahre in Untersuchungs­haft verbracht hat. Er wird beschuldigt, in einer großen

Anzahl vo« Mille« vKm 3httauf von Häusern und Ba«- grundstücken die Verkäufer um Millionen geschädigt M haben. Neben Sievers sind der Kaufmann Julius Klü­ger, der Architekt Kurt Berndt uud der Kaufmann Benno Ebert wegen Beihilfe angeklagt. Für die Verhandlung zu der eine große Anzahl von Zeugen und Sachverständi­gen geladen worden ist, sind mehrere Monate in Aussicht genommen. _,

I« dem große« D«Aeh«sschwivdelProzetz gegen Bof« und Genossen in Hannover, der etwa 14 Tage gedauert hat, wurde das Urteil gesprochen. Böse jun. als Haupt­

«ramtwiteMi

täter wurde wegen fortgesetzten Betruges, unlautere«'. Wettbewerbes, Erpresiung und gewerbsmäßig verschlei­erten Wuchers zu 4 Jahren 5 Monaten Gefängnis, 9000 Mark Geldstrafe und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Böse fen. wegen Beihilfe zu diesem Vergehen zu 1 Jahr Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe und 3 Jahren Ehr­verlust, Frau Kaufmann wegen Beihilfe zu 1000 Mark Geldstrafe.

Wege« G»tteslLster««g verurteilte das Bayreuth« Gericht den Redakteur Döhler der Oberfränkische» Volkszeitung (U. S. P. D.) zu einem Monat GefänMW. Döhle hatte in einem Artikel über die bayerische 1-Mart- Briefmarke die Patrona Bavariae einFrauenzimmer mit einem ledigen Kind" genannt.

Die Plünderuuge« und Sachbeschädig««gen, die sich am 21. Juni abends in Bochum nach einer sozialistifche» Versammlung ereigneten, hatten ein gerichtliches Nach­spiel vor dem Schwurgericht. 20 Personen standen un­ter der Anklage des Landfriedensbruches. Bei den Plün­derungen in der Ntarkthalle und in den Warenhäuser» Leonhard Tietz und Sinn & Co., sowie im Schuhwaren- Hause Union ist ein Schaden von rund 6 Millionen Mark angerichtet worden. Gegen die Hanpträdelsführer, de» Handlungsgehilfen Kox und die Kontoristin Lina Freche wurde auf Gefängnisstrafen von 1 Jahr und 6 Monate», gegen die übrigen Angeklagten, bis auf einen, der fret- gesprochen wurde, auf Gefängnisstrafen von 2 Monate» bis zu einem Jahre erkannt.

Zweimal zum Tode verurteilt wurde vom Kottbuser Schwurgericht der Brunnenbauer Wolf aus Senften- berg, der im April 1920 in Boblitz bei Lübbenau den Schlächter Schodler und den Roßschlächier Hennig ai« Schöneberg (Oberlausitz) ermordet und beraubt hatte.

VKrmjMkOZ«

(x Eine Explosion ereignete sich auf der Reichswerft in Kiel beim Ausprobieren einer Turbine. Dabei wurden zwei Arbeiter getötet und 7 leicht verletzt.

einen Geldschrank mit 49 000 Mark gestohlen haben Berliner Einbrecher bei der Gestütdirektion in Neustadt an der Dosse. Die Einbrecher schleppten den Geldschrank ins Freie erbrachen ihn dort und stahlen varaus 49 00t Mark.

Flußsand als Waschpulver. Ein gewisser Metterus in München hat 178 000 Mark von einer Firma in Schweden erschwindelt, indem er ihr Jsarflutzsand als Rohwaschpulver übersandte. Matterus wurde in Schlee- busch bei Köln verhaftet.

Ei« sehr schwerer Schueesturm hat großen Schade» im Freistaat Danzig, besonders aber im Hafen von Neu- fahrwasser angerichtet. Mehrere Schiffe wurden von ih­ren Liegeplätzen losgerissen und in das Hasenbassin hin­eingetrieben. Der große amerikanische 18 000-Tonnen- TampserPräsident Grant". der ausfahren wollte, riß sich gleichfalls los und legte sich alter vor vte Hafenaus-. fahrt, wodurch die gesamte Fahrtrinne nerwerrt wurde. Vor dem Hafen strandete der russische Motorsegler Ellas". Nach schwerer Arbeit gelang es, die siebe» Mann der Besatzung zu retten. -

Abgeftürzt ist ein Flugzeug bei Malaga (Spanien), das von dem französischen Piloten Courtier gelenkt wurde. Der Pilot ist tot, der Mechaniker wurde schwer verletzt.

Ein großer Brand im Kohle«bergwerk Hansham tot Oberbayern hat sieben Todesopfer gefordert. Ferner sind 13 Bergleute schwer vergiftet worden. Zahlreiche Berg­leute find brotlos geworden, viele von ihnen wandern nach dem Ruhrgebiet aus.

Zwei Verbrecher überfielen am hellen Tage in Nürnberg den Direktor Lehmann vom Wintergarten, schlugen ihn nieder und raubten die Kasse mit 60 000 Mark Inhalt. Einer der Verbrecher wurde festgenom­men. In seinem Besitz befanden sich 40 000 Mark.

Eine folgenschwere Explosionen eines Blindgängers hat sich auf dem Schießplatz in Küstrin (Neum.) ereignet. Die Mannschaften des in Küstrin untergebrachten Pio­nierbataillons III fanden bei einer Uebung einen Blind­gänger, der von früheren Uebungen dort liegen geblieben war. Der Blindgänger explodierte infolge unvorsichtiger -Handhabung. Zwei Soldaten waren sofort tot. Dre» von den sieben Schwerverletzten sind auf dem Wege zum Kraulenhaus gestorben.

w rs^fener entstand in dem Betriebe der Versand- fnma F. A. Seiler in Dessau Die Lagerräume in den oberen Geschossen wurden völlig eingeäschert. Der Scha­den dürfte sich auf mehr als eine halbe Million Mark stellen.

Ein Grotzfeuer ist in Merxem bei Antwerpen ausge­brochen und hat dort mehrere Fabriken und Arbeitshäu- fer zerstört. Der Schaden beträgt mehrere Millionen.

Erne Räuberbande erschien im Kontor der Anhalti- schen Kohlenwerke in Kleinräschen bei Senftenberg. Die Banditen banden die Beamten an ihren Stühlen fest, schlugen den Widerstand leistenden Kassierer mit einem Gummiknüppel nieder, rissen ihm den Schlüssel aus der Tasche und raubten aus dem Geldschrank 200 000 bis 250 ooo Mark.

Ein schweres Rodelunglück ereignete sich auf der Bismarckstraße in Braunlage am Harz. Auf der völlig vereisten, steilabfallenden Straße rodelten die Geschwi­ster Elfe und Margarete Bohlmann aus Potsdam mit einem Lenkrodelschlitten. Dabei stießen sie mit aller Wucht gegen einen starken Baum. Elfe Bohlmann brach sich das Genick und war sofort tot, während ihre Schwe­ster schwere Knochenbrüche erlitt.

Die Skagerrakschlacht im Film. Unter Benutzung amtlichen Materials und der seinerzeit an Ort und Stelle gemachten Aufnahmen hat die Denlin-Film G. m. b. H. eiiRn dreiattiaen Film fertiggestellt, der eine ob­jektive Darstellung dieser größten Seeschlacht des Welt­krieges gibt. Dieser Tage fand im Vorführungsraum der Deulig in Berlin eine Vorführung des Films statt, der u. a. Reichswehrminister Geister mit Gefolge, sowie Admiral Behnke. der Chef der Marineleikung, mit zahl­reichen Herren seines Stabes betwohnte.

Haudel end Verkehr.

»f Basel. Der Rückgang der Mark hat im Schweizer Handel eingesetzt. Hier ging die Mark auf 9 Centimes zurück. Die Pariser Berichte lassen ein weiteres Nachlas­sen in den nächsten Tagen mit Sicherheit erwarten. Dt« Folgen der Pariser Konferenz werden sich bald bemerk­bar machen.