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Hersfelöer Tageblatt

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Kranz Zunk in Hersfeld. Zrrnfprecher Nr. S. :

Hersfelöer Kreisblatt"

Amtlicher Anzeiger Mr öen Kreis Hersfel-

Erscheint jeden Wochentag. der Bezugspreis be» trägt im voraus zahlbar, für Hersfelö 7.50 Mark, : durch die Post bezogen 7.80 Mark, bei freier Zu- : stelung ins Haus.« druck und Verlag von Ludwig ; Zunks Buchdruckerei in Hersfelö.

Nr. 23

Freitag, de« 28. Januar

1921

Die Pariser KONssreNz.

Die englisch-französischen Gegensätze.

** DerD. A. Z." wird aus Paris gemeldet: Die Bemühungen der Pariser Konferenz sind gegenwärtig daraus gerichtet, außerhalb der offiziellen Sitzungen die nötigen Ausgleichsformeln zu ffnden. Nach dem ersten Zusammenprall, den bereits die Eröffnungssitzung ge­bracht hat und der ziemlich heftig gewesen zu sein scheint, ist man auf allen Seiten sehr vorsichtig geworden und versucht, in zahlreichen Privatbesprechungen eine enge Sühlungnahme zu erreichen und das Terrain vorzu- reiten. Solche Besprechungen fanden u. a. statt zwi­schen General Rollet und dem englischen General Bing- Ham, zwischen Lloyd George und Loucheur, zwischen Lord d'Abernon und Doumer. Viel bemerkt wurde

es auch, daß nach Schluß der Sitzungen am Mittwoch vm-mittaa Briand und Loucheur noch eine Besprechnng Mit den englischen Delegierten Jaspar und Theunys hatten,-die sehr lebhaft verlaufen soll und als deren Er­gebnis wohl die von Havas verbreitete Erklärung der Helgsschey Delegierten anzusehen ist, wonach Belgien in -er Entwaffmingsfrage keineswegs die englische Auf­fassung teilt, sondern an der Seite Frankreichs steht. Der englische Ministerpräsident hat den Bericht des ...... " ' "" ""'- ^rage mehrfach mit

statt;

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Auffallend ist, i George habe

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Satz alle Blätter eifrig verkünden, Lloyd George Ix- . sicki nicht nur über die militärischen, sondern auch über politischen Fähigkeiten von Foch ausgesprochen. Foch hat dem offiziellen Diner, das Millerand am Mittwoch zu Ehren der alliierten Staatsmänner gab, nicht berge- wohntj ebenso ist ein Frühstück, zu dem Foch Lloyd George geladen hatte, vorläufig verschoben worden.

Frankreich besteht auf Sem Schein.

" w Aus Paris wird gemeldet: Mittwoch früh fanden auf dem von Briand den englischen Delegierten gegebe­nen Frühstttck, dem auch die Herren Doumer und Lou­cheur beiwohnten verschiedene Aussprachen statt. Aus allen Besprechmrgen scheint aber bervorzugehen, daß die französische Delegation nnerbittlich auf ihrem Stand« Punkt beharrt, nm die strikte Durchführung des ^r:e- densvertrages zu verlangen. Die Stellung des neuen Ministerpräsidenten Briand hängt von der Durchsetzung der französischen Forderungen ab. Wollte er vor der Kammer neue Konzessionen füt die Wiedergutmachung

runa Der Bemyungszone einer zeynzayrigen Reieyung in dem bisherigen Umfange gleichkommen wird, so be trägt die Gesamtsumme der Befatznnqskosten 225 Mil­liarden Papiermark. Der vorurteilslose Historiker, so schreibt Graf Montaelas, wird in dem nationalökono- mischen Unverstand das einfache Mittel sehen, wie durch vernünftige Regelung der Besatzungsfrage mit einem Schlag die Regelung -er ganzen Entschädignngsfragc er- ' möglicht werden könne.

Die Erbödnnq der Kshleulwfsrunaeu.

** Die französische Regierung hält die in Boulogne aufgestellten Forderungen für ungenügend. Augenblick­lich wird die Frage untersucht, ob es nwalich sein wird, die Steinkohlenlieserungen zu erhöhen. Auf keinen Fall scheint Srcmfreicb von den Mraschaften argehen zu wol­len, die in jedem Vertrag mit Deutschland enthalten sein müssen. Man schätzt die .Zahlungen, die Deutschland ge­leistet hat, auf über 8 Milliarden Gel-mark. Die Stein- kohlenfraae wird neue Besprechungen notwendig machen.

Berzichtforberung auf Weitere Schisfsaölieferung.

** London. (L.-A.) Die Schiffbauer von Clyde for­dern. daß die englische Regierung auf die 300 000 Ton­nen noch zu lieferrwen deutschen Schiffsraum verzichte.

Ententekonirolle Wer die deutschen Finanze«?

** Berlin. fS. C.) LautEcho- be Paris" will States« reich auf die Ruhrbesetzung verzichten, meint die Kon­trolle der deutschen Finanzen durch die Entente zuge­standen wird. An amtlicher Berliner Stelle liegt noch keine Bestätigung der Meldung vor; sie wird aber für unglaubwürdig gehalten.

Was die Londoner Presse erwartet.

** London. (L.-A.) Die hiesige Presse befürchtet, daß die Pariser Konferenz binnen kurzem ergebnislos zu Ende gehen wird.

Zerstörung der militärischen EutfernuNgsmesfer.

»» Bon zuständiger Seite in Berlin wird mitgeterlt, daß die Ententekontrollkommission auf der Zeruorung der militärischen Entfernungsmesser besteht trotz ihres wissenschastltKm: Wertes.

Englands Stellung zum Anschluß Oesterreichs.

** Der Konferenz-Berichterstatter Perttnax, der sich um das strenge Schweigegebot, das für die Verhandlun­gen in Parts'erlassen ist, keineswegs kümmert, erklärte imEcho de Paris", daß Lloyd George sich gegen einen Staatskredit für Oesterreich ausgesprochen

naw Apr-uu Der mm Fayre, sondern sobald als mögllO- weiter rerHandcl» wird. Diese- Verlangen ist von dem tranzösischen Botschafter in Berlin bei seiner entschei-j -ende:: Besprechung mit dem deutschen Außenministers als berechtigt ane -konnt worden. Es bildet also die' Grundlage der wetteren Verhandlungen. Ohne ein Ent-^ gegenkommen der alliierten Regierungen auf den von »er deutschen Delegation in Brüssel bezeichneten Geble-, ten kömue die deutsche Regierung die Annahme der fünf Jahresleistungen, die ein großes Entgegenkommen H- rerfeitß darftefit, nickt verantworten. Die Brüsseler

von beiüen Seiten bezeichnete Saüwerst8nSt.6eupa«rck Zeit gewinnen, bestimmte technische Vorfragen zur Re-: paratton zu erörtern. Auch diese Er'örtermmen sind msst zum Teil erledigt. Die gegenwärtige Taglrng dar Mi-t nisterpräsidsuten in Paris steht mit dem tierctnSarfetr Gang der Reparationsvevhandlutrgen in keinem uneutt-, telbaren Zusammenharm. Sie kann weder die noch aus-' stehenden Besprechungen der Sachverständigen, noch diei in Spaa zngesagte Regiernngskmffereuz in Genf erset-' zen. Vorher bedarf es unbedingt einer Besprechnng der- industriellen Sachverständigen über die Mechode der Sachleistungen.

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ein Forsait eintreten, und hinter sich hat er da^ Parla­ment, das auf thu lauert.

: ÄStrÄ-B «^titfl Der alliierten Staatsmänner, daß die ^^M' äts?'^^

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Ä\" «^ösuna dieser Summe wird Deutschland äu Ä»r? M aelasien Wenn es sich aber erweisen sollte, ^w'^ r kurz bemesstu sei, so wird man dresen

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mgS IA JUM^R Vuraers dessen Schulden größer als feilte Eiunahmen ^s^^H: uerfMren. Es müßte daher einen Teil seines Besitzes verpfänden, wie z. B. Eisenbahnen, Bergwer c ufw.'Doumers erinnerte an die melen Ersten, dre^ran^ reich zu beklagen habe, und an die verwüsteten - .m len Es brauche 54 Milliarden für Pennonen und 48

ÄftÄÄW« SSÄ wenn das Land bankerott werde, das den Krieg oegou-

iten we. ^ Milliarden BesatzungSkoste«. , «er«? «Nvulaplas gibt imBerlmer Tageblatt aus

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bestritten wEröen in . - > ^ fr6^t eine Gesamtsumme Mienen ffapiern^ jährlich über 24

von monatlich über .ueuu8f0itc Als nrsacke Milliarden Pav ermark,^5jn»^ Die

dieser..phaittas> Uweu . >>N - <> und deren Wermä-

fcSeÄ »Äp. «M^-r-W Mann EutentetrUWen, wob"u ^"etwa 65 000 Mann nie icke Raum von deuM Truppen in

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SJhS Äste® imft' Italien ein Interesse an der Hilf? ftir ^e^erreich hätten. England sciuerschts s^e i« ein!« Anschluß Deutsch-Oesterreichs an Denischlaud nichts Gefährliches. . _ .

Die SchMierrOKken in Parrs.

synl4$ r^x endgültigen Entscheidung über d^e für ^ euffch L wichtT PraL der R^aration M^kmnmem Die Pariser Konferenz war allerdings urfmtmgttw z

ÄMS Verlaufes der Brüsseler Konferenz^t

LL^LK-MU«« von den Alliiertem ^"gestrebt oU werden w w - ^ ssm^

an die Abmachungen unt Brmnö zu Haltern

Der Kanzler über die WrederaMmachrmg.

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her Beurteilung des SachverbaftMes und de.

L^N-NW^Äw»» s-i-.-« -jr'S^.JV lic Höhe seiner Reparationsschuld sobald Ro^M^keu-etmulerne«. Es bat ein vertragsmäßt- |®«W

W^J& wenn es ihr gelänge, sich mit den alltier- tcuReasimnmen^

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« 6«B ,uE *h*fSSS ZWMWMsM Men der Beretnbaruua über die Annuitäten nicht erst

Die Rsvrfion des Beriraßes vsrr Sevres.

>» Wie derSeeolo" meldet, haben sich in Rom unter! dem Vorsitz von Ahmed Rizza Bei. dem Präitdenirn 6er türkischen FriedenKdelsKrijon, verschiedene türkische Per­sönlichkeiten, darunter Rrfften Bei und Gigni Bet, beide Mitglieder der Regierung von Anaora, AersammÄt, um' ein Prograrum für die Revision Sei Bertrsges von Sev-, reS auLLuarbeitm, das den EntenlemLästeu vvrgrlegti werben soll. Das Programm, ausgeHend von der Vor­aussetzung, daß der tät fische Staat auf seine echnvgra- phischen Grenzen beschränk werde, fordert ^r diese Freiheit zu Lande und zu Wasser und damtt Abstreifuug^ der ihm im Vertrag von Sevres angelegten Fesseln, nicht nur Aufhebung der griechischen Soiweräsität in Thra­zien und Kleinasien, sondern auch der Km-troÜe und^ wiRschastlichen Eiuffußzmie sowie des Resnnes der Kolttrolle der lleberweHung der Meerengen und der Kapitulationen.

Die Pariser Konsereur hat beschlossen. inMMKL-, strr Oeit W,.LrjFftL.FM. c^yww .P.?-!-..,,^tL»- land und der Türkei teilnehmen sollen, um zu eurer Regelung der Orientfrage 3« kommen.

^War OLerfchiefien HaudsksLöMi?"

w Der .Oberschlesische Wanderer bringt muer dieser Ueberschrift einen Anffehen erregerröeu Arrrkel, den er sich als eigenen Bericht aus RotterüM vrWten ttch.. 'Darin heißt es: In Kreffeu der engluchen D-plomatte^ wurde am Mittwoä) ein Artikel derDarly MüA m- sprocken, in dem es m a. heißt: In Parrs möge man den Polen Oberschlesien versprmbQr haben. Say Ber- tyreebett kann aber nicht eingelön werden, :vLun es kei­nen Stein aus dem Friedeusvertrag, hLvauvSruue.- jm. Dem Vertrage gemäß soll das Selbstdemrmuung-^'e>M der obericklesischen Bevölkerung zu ent-chechen haoem Die Sicherheit der Stimmberechtusten mr gEurr wer- dem Das ist Bertrag-pflicht der Allirertem We-u: aoer ein Land der Verbündeten nickt m der Lage W. d-.,e Sicherheit sowie Ruhe und Ordnung., wahrend te; ^o- stimnnmg zu gewährleisten, dann E-t-an^e «.:»«-. ^en AusstckrUAa dieser Attfgabe uheru.hNen.

* DerOberschlesische Wunderer" schreibt dazu: Drese Enthüllimg macht uns OberfHlesiern vieles klar. -u werden danach handeln.

Wachsende zuversichtliche Stimmung.

Fm Kreise Rybnik ist die Stimumns für ,DE- 7v«d in den letzten Tagen bedeutend guu.fnger gewor 8m Die Furcht vor den polnischen Putsch«» ist gewt- chen, und es koirmrt die Hoffnung au^datzciue Gm-'--'. wete Abstimmung Moglrch fern wrrö. ~ "Ox ä^4^ Die die Folgen des polnsichen Terrors täglich am^eiM- mn Leibe erfährt, ist über,'Regend ordnnnastt^eu-rM, rvird selbst für Rode und Ordnung :argem Das deut­sche AbstiumurnsskmnEariot eMartz bau m.Spelten &ä aas*ftÄ® ticken Industriegebiet die BevottermM ^itE^Wir^ AhtMi tvrB allein bei Deutschland eine g -itfriM chrtr» sthaffbentwickc Irlng für OberiSlesien M ermatten ist.

Amerikariischer AeberlaLL in WerSsch.

Der Hasibefehl in ihren Händen ist vrdrmngsge- 2 E dem amerikanischer: Generals!aaiKattwalt aus. gestellt worden. Die amerikanische Kommiffwn in Kob- Y-Js. ».As heretts Mittwoch abend gegen die Festnahme de/ beiden amerikanischen PolizeiRamten Einsmuch dein: dadtscken Minffterium erhob«« und ihre Frei, lassnug in kürzester Frist gefordert. ^

sFn Eberbach hielten sich seit eintger £ÄÄf^ ÄSS

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