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Hersfelder Tageblatt

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Nr. 277 Ä^IM KtÄ Sonnabend, den 27. November ^^^"L^x ^ 198»

Der Kampf um Oberschiefie«.

,» Berlin. sS. C.) Bis.Freitag früh war noch keine amtliche Mitteilung auS Paris eingetroffe» über den Lerutin der Volksabstimmung in Oberschlesten. Man nimmt an amtlicher Stelle an, das; diese Mitteilung erst mit der Bekanntgabe der Entschließung des alliierten Rates erfolgen wird. Die Entscheidnug soll am Freitag in der Botschafterkon serenz in Paris falle». Zu dem Ansfall dieser Entscheidung hat die Rede des französi­schen Ministerpräsidenten Wygneö bereits vorbereitet. Die deutsche Regierung wird, falls die Entscheidung in diesem Sinne ergeht, und tatsächlich das Abstimmungs- recht entgegen dem klaren Sinn des Versailler Vertra­ges besthräukt werden soll, schärfsten Protest bei den Ententereqiernngeu erheben. Eine Abstimmung, die auf dieser Basis geschaffen werden sollte, würde die deutsche Regierung niemals und unter keinen Bedingungen als rechtmäßig und bindend «verkenne».

(Der französische Ministerpräsident Leygues hat im Kammerallsschuß für auswärtige Angelegenheiten er­klärt, daß die Frage noch nicht geklärt sei. ob alle außer­halb Oberschlesiens wohnende Oberschwester, etwa 250 000 bis 300 000 zur Abstimmung zugelassen werden lotsen oder nicht. Die Einreise der Deutschen könnte die Ord­nung be^ j)Cr Abstimmung gefährden. Der Zweck der Worte Lengues ist klar. Die Polen sind sich nicht rm Zweifel darüber, daß sich eine gewaltige Mehrbetr bei der Abstimmung in Oberschlesten für Deutschland ent­scheiden werde. Die Ausführungen Lengues sind wahr­scheinlich auf polnische Vorstellungen dieserhalb zurück- zuführen, und Lengues hat die Gelegenheit rm Kam- merausschuß benutzt die Botsthafterkonferenz vorher hierauf aufmerksam zu machen und sie zu beeinflusse«. In Deutschland kann dieser Versuch nur mit einem Entrüstunassturm beantwortet werden wie ferner Zeit die ursprüngliche Bestimmung des Versailler Vertrages, daß Oberschlesten ohne Volksabstimmung an Polen fal­len sollte. Da Frankreich stch sonst, wenn es sich um Verpflichtungen Deutschlands handelt, haarscharf an den Wortlaut der Bestimmungen des Friedensvertrages klammert. bar es setzt kein Recht, eine klare Bestimmung des Vertrages ändern zu wollen.)

Die oberschlesische Presse über die Autonomie.

w Bentbeu. (Bis.) Die Meldung von der Annahme des Autonomiegesetzes wurde am Donnerstag in Ober- schlesien durch Ert-abläl'gr ver-breitet. deutschen

rung der Arbeiten der Brüsseler Finanztmueren«. «e- sonders wird sie sich auch mit dem Plan von internatto- nalen Handelskrediten beschäftigen, den die Brüsseler Finanzkonferenz angenommen hat. Die Wirtschafts­kommission betrachtet es als ihre Hauptaufgabe, die nächste internationale Witt'chafts- und Finar-zkonserenz ' vorzubereiten, die in dem Schlutzbericht der Brüsieler Finanzkonferenz Mgeregt wird. Diese neue Konferenz soll im nächsten Jahre in Gmif staitfinden und die dauernde wirtschaftliche und finanzielle Organisation des Völkerbundes vor bereiten.

GüuMngswiMchaft im Bötterb««».

w Infolge zahlreicher Angriffe auf die in dem Völker­bund beliebte Günstlingsmirtschaft in der Besetzung ei«- zelner Stellen sah sich die Finanzkommission gezwungen, zu beantragen, daß die Organisation aller Sekretariate , nur fünf Jahre geltend fein soll. Hierauf soll eine voll­ständige Erneuerung der Ernennungen erfolgen. Fort­an werdeir die Bezüge des Personals öffentlich bekannt gegeben werden.

Internationale Verkehrskonferenz in Paris.

** In Paris hielt am Donnerstag eine internationale Kommission ihre erste Sitzung ab, die sich mit der Verr bessernug der nür rWlicben Beziehnagen zwischen de« Weftttagkeu und Osteuropa beschäftigt. Die Kommission nahm eine Entschließung an, die die Verbesserung der Eisenbahnvßrbindunge» fordert sowie die möglichst sofor­tige Zusammenberufung einer Konferenz zur Regelung des internationalen Transportwesens.

Keine Zur nckKehuug der amerikanische« Truppe».

>» Der seit Dienstag in Koblenz weilende amerika­nische Senator Fuller erklärte, daß nur geringe Wahr-» sechinlichkeit für eine Zurückziehung der amerikanischen Truppen aus dem Rheinlande vorhanden sei. Für die alliierten Stcgierungeü int es untunlich, die amerikani­schen Streiter risse in absehbarer Zeit zu entfernen, trotz der Agitatiml, die in dieser Hinsicht in Washington offensichlich betrieben wird.

Deutsche AVkVLrt inder D'eselmotoE-Grase

Der Krieg he Ofteu.

Die Truppe« Balachvwitsch ««ziugett.

*- Der Frontbericht des Generalstabes der Roten Ar­mee berichtet die Umzingelung der v,n BalachvWitsch geleitete» Hauptkräfte auf dem linken Ufer des Pri- bitzs. Ihre Vernichtung werde vorbereitet.

Einstellung der poluisch-litauischeu Ferndseligkeite«.

** Wie dieBerlingske Tidende- aus Kowno meldet, sind die Felndseligkeiten an der lttauisch-polnttchsn Front eingestellt worden.

Vor netten russisch-polnische« Kämpfen.

** AuS Sowno wird gemeldet, daß die Bol offiziell anküudigten, sie würden in den nächst die Stadt Wllua besetzen. Der Kriegsznßanl Polen und Rvtzland ist wieder aufgelebt. Mm für die nächsten Tage die ersten Kampfhanülu

v. Kahr in Berlin.

** Im Laufe des Dounerstags ist der bäuerische M-° ntsterpräfident von Kahr in Berlin eingetroffen. Vr weilte vormittags beim Retchsautzenminister Dr. Si­mons und machte nachmittags Reichskanzler Fehrenbach einen Besuch. Am Freitag wird er beim Reichskanzler zum Frühstück verweilen. Wie der .,L.-A." hört, wird der bayerische Mtnisterpräsident Gelegenheit nehme«, mit den in Frage kommenden Berliner Regierungsstel­le» über die Entwaffnung der bayerischen Einwohner­wehren zu verhandeln. Mit dem Reichskommissar Dr. Peters hat er bis zur Stunde noch nicht gesprochen Doch wirb er sich auch mit diesem besprechen. Die bishe­rigen Besuche stellten reine Höffichkeitsakte dar.

Ungarische Ehrung Mackeusens.

** Aus Snbmft wird gemeldet: Seit längerer Zeit ist hier eine Artion im Gange, dem Feldmarschall von

x DieD. H. l" schreibt:

bereitet, wie wn ^ ren, eine Antwort «I die Nr-Ze der Bo b'--tterle,'cr '«,'> ::i der inaeleaenbeit der Diesel- »rvtorcrr. vor, Li" n ennqci: Taae» abge-e» soll. Es ba-

Mackensen für das ihm ungetane Unrecht Genugtuung zu geben, wie überhaupt die Ungarn die Fehler, die sie gegenüber Deutschland begangen haben, möglichst out1 machen wollen. Ein Ausfluß dieser Bewegung ist die Stiftung eines E' rensabelö seitens des Komitats Ro- arad. Semütae Ehrengeschenke sind Mackensen von der

Dir i-,M. Ss »..i äSlSÄSS? W«M; öti?'»^i M«f s?.^ Mf-^ o>r fest Stiiv^tt Mii(Xöcn& gU0Cw®t wotueu* ^»6 AR^G^

kett Städten Uuaarns zuaedaSt worden. D-e anww

«u«a frenadschastlicher rieziehnnae« war auch das

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der bevorstehenden Abstimmung.

Bildung von Abstimmuugsausschüsie«.

»* Ans Kmtowiß wird gemeldet: Die interalliierte Kovimission hat die Bildung von Abstimmungsaus- schüsieu für alle Gemeinden Oberschlestens binnen fünf Tagen an geordnet. Die Ausschüsse sollen sich aus ie mer einheimischen Deutschen und Volen zu ammensetzen. Ausgeschlossen sollen Beamte und Geistliche fein. Von der PuSwcisnna aller nicht in Oberschlesien geborenen Wachtmeister der staatlichen. blauen Polizei aus dem Abstimmungsgebiet werden in Smdenburg und Kattv- witz weit über die Hälfte aller PolizeimannsSaften be­troffen.

Ei« Dementi.

x DerNiatin" dementiert die in der deutsche« Prelle erschienene Meldung, wonach die alliiert«, Truhen in Oberschlesten während der Zeit der Volksabstimmung mit schweren Waffen ausgerüstet und die mit der Balm Ankommenden Oberschlesier besonders schars überwacht werden sollen. Die Melduna. die nur dazu bestimmt sei, den Haß gegen Frankreich in Deutschland zu steigern, sei vollkommen falsch. Es sei bisher feine berartme Maßnahme getroffen worden, für die wenigstens nicht Frankreich allcin, sondern alle in Oberscolesten vertre«

^^ &««S" .

In dem bisher schon unruhigen Orte Collartowitz wurde bei einer Hochzeitsfeier ein Wachtmeister der Ab- stlmmunapvvlizet von einem Posen anbahernb belästigt, her schließlich eine Ohrfeige davontrug. Dorauf mur= bei die anwesenden zwölf Mann der Abstimmungs-

den die anwesenden zwölf Mann der Abstimumnas- polkzct umstellt und mit .Karabinern und Pistolen an­gegriffen. gg -80 Schüsse wurden abgegeben. Die telc- vHVNische Verbindung wurde absteschnitten. Der aus dem Schauplatz erscheinende englische .tkrctskontroNeur wurde angehalten und mußte sich schließlich mit der Waffe Bahn schaffen. Zwei AavyfräöeRüitorcr wurden verhaftet. Eine Anzahl Personen wurden verletzt.

Rene Gewaltpläne »er Pole»?

w »entben. sVtS.) In einem Telegramm an den Borsitzenden der interalliierten Kommission für Ober- schlesien, Lerond, warnt der deutsche AbsttmmungSkom- missar, Urbanik, davor, die blaue Polizei bei der Ncir- wrmierung nach ähnlichen Grundsätzen zu gestalten wie die Abstimmuugövolizei, die toter Aufgabe m keiner w Weise aeruamfen sei. Einbruch, Raub und Mokd seien Ä heute an der Tagesordnung. Das Telegramm schließt: h «Wir ivarnen vor den solgeschwereu Maßnabmem weil . Slnzeichen 6afür vorhanden sind, daß Oberschlesten vor neuen chwere» Ereignisie» steht.

! Die VSlkerbundslagung.

Vesprechuxa wirtschaftlicher und finanzieller Fragen.

w Die Wirtschafts- und Finanzkimimlssion 6er Völker- n « ^n geteilt Fortfüh-

_____ . ums_______ .. . ......

fuudev. Die Bo'ichasterkrmferenz ^af in ihrer Note un- <ei' Ausrechlerhaltuna ihres grundsätzlichen Standpunk­tes für die UclH-rfübruno der K-Boots D:e>elmotoren eine Frist bis mm 31. März 1921 gesetzt. Es ist anzu- nehmen, daß sich die Antwort der deutschen Regierung mit diesem ZugMönönis zufrieden geben wird.

die Jeliisis» des Beitrages »an Pestes.

o* Zwischen Frankreich und Italien ist nach einer Iu- formatiou desSccolo" eine Einigung über die geplante Protestnote i« der griechischen Frage noch nicht erfolgt Als wahrscheinliches Ergebnis der Belprechungeu zwi­schen Leuaues und Lloöd George vermutet man in Ita­lien die Vereinbarung vollkommener Handlungsfreiheit. Frankreich dürfte das Schweraewicht seiner Aktion auf den nach den Ereignissen in Armenien ohnehin brüchrg gewordenen und noch nicht ratifizierten Vertrag von SeorcS legen. Nun hat Italien von Anfang an gegen die der Türkei auferleaten Friedensbedingmrge» opvo- niert und dem Vertrag nur mit Rücksicht auf das da­mals red> ungelöste Adria-Problem zugestnnmt. Mit dn- Revision des Vertrages von ScvreS eröffnet sich für Italien eine Möglichkeit, Ansprüche zu verwirklichn, die eine nicht umvesentliche Aenderung der englische« Mittelywer-Polittk vormissetzen.

Die Stellnug Englauds z« Griechenland.

>* Die englische Regierung erläßt in den »TimeS" eine offizielle Erklärung, in der ausgesprochen wird, daß die englische Regierung sich über ihr Verhältnis z» Griechenland erst in einigen Tagen ngch den Verband- liinaen mit dem französischen Ministerpräsidenten end- gUltig crsi scheiden fam=. fügt aber als Meinung des foreign Office hinzu, daß der Rückkehr des Königs Kon- ftmitti: kein Hindernis in den Weg gelegt werden soll, falls das griechische Volk sich für die Rückkehr aussvrecbe. Gleichzeitig müsse aber der neuen Regierung klar ge­macht werben, daß sie nicht eine Unterstützung, wie sie VenkzeldS erhalten habe, erwarten könne.

Seelsch-polnischeMischaslWerhm-lUMii

Die deutsch-polnischen WirtschaftSverbandlungen, die am 22. November wieder ausgenommen wurden, zei­tigten bisher il a. folgende Ergebnisse: Polen gestM- tet die Durchsührnng der dentschen Post in deutschen Postwagen auf den Linien, die für den Transitverkehr freigeacben wurden. Jede direkte Durch r ist zoll frei. Polen gewährt Deutschland das Transit der Netze, dem Bromberger Kanal und bi zur Noggtmündung. Deutschland uns durch Lieferung von Lokomeitlvn nnd notwendigen Reparaturen. Polen.ge« die direkte *

De«isch-»»garischer Saubel

** Die ungarische Regierung wird auf Grund gesetz­licher Ermächtigung den deutsch-ungarischen Sandelsv«> trag, der von Deutschland bereits rattfiziert ist, im Ber- ordnunaswege in Kraft setzen.

Päpstliche Stiftung für deutsche Kisber.

»* Wie aus Rom gedrahtet wird, stiftete der Papst ftr die vom Schweizer Hilfskomitee eingelettete Unterbrin­gung notleidender deutscher Kinder in Italien 200 000 Lire.

Die Einreiseverfügusg Degouttes anfgeGvbe».

** Franksurt e. M. (F. Z.) Der französische Militär- befelllshabe'.' im besetzten Gebiet. Generm Degmrtte, hakte angeordnet, daß zuretsende Deutsche sich nicht län­ger als 20 Tage in französischen Garnisonstädten auf- mlten dürfen. Wie das Milttärblatr mitteilt, bat nun die interalliierte Kommission in Koblenz dahin entschto- dex. daß die Verordnung nicht zur Ausfübxlrna kommt.» Schutz der «atkoualeu Minderheiten.

* Senf. fg. C.) DerTemvs^ und das .Journal^ meldw zur oberschlesischen Abstimmung, daß nach der. Auffallung der Vrtschafterkonserenz für die bei der Ab-! stimmung unterliegenden Volksstämme Sprach- und na­tional-, Sicherhei.en unter dem Schutze des Äölkerüuu-' des aeschaffen werden müßen.

Beeudiguua des uiederschlesische» Metallarveiterftreiks.

** eicenih. lVts.) Die unter dem Vorsitz des Regie- r»lig.svräsidenten aenfim-enen Verhandlunmn haben im schwebende» Äte^zllarbeitersrreik zu einer Einigung ge-. führt. Die Arbeiten sollen im gesamten Streifivtotet am. nächsten ^ücntaa wieder ausgenommen werden.

Die Entschädigung für daS Fci:,db»»d-«ieh.

>* Frankfurt. «F. Z.) Das 9letto§m»rh"toafteiaeriM hält am Freitag in Frankfurt a. M. eine Sitzung ab. Zur Vettmndlung stehen etwa 14 Fälle in denen es sich um Einsprüche gegen die Festsetzung der Bergittunctzn und Entschädign.lgml handelt, die von der'r' tungsvehörde für nach dem FriedenSoertnig serudes Vieh gezahlt wurden Nach 8 7 des über die Enteimurng und Entschädigung aus A Friedensvertniges und nach § 8 des AuSsübiu.. »^-, setzes zum Friedensvertrag kann fimerimlb 6 Mo ten na» Festsetzung des Preises durch die VerwaltungSbe-! bördmr ein Anruf des ReickSwirtsch-zfiSgertchts erfoiirati Von diesem Recht bat eine Anzahl süddeutscher und inkt- teldeut scher Landwirte und Buchhalter Gobrm" macht. Die Äierbandlungen siud nicht öffentlich.

Ei« Belctdiguugßprozeß ibcmannS.

BrombergZ Tvoru, Denk Eylau, Llssa laud ne nie» «Lärms« rtenbura.

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>- Bitterf^ld. Der ve Betl^i erscheinende« <6 n^rtii, Dr. Wagner, p digung des Cast^er O

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