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Nr. SSS ÄS^Ä^ Freitag, den S. November

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1920

Der neue StäRSen! ververeNglen Steaten.

Großer rcyitblHoifffict Wahlsieg.

Die Präsidentenwahl in den Vereinigten Staate" hat den erwarteten Ausgang genommen. Der republi-- kanische Senator Warren Gamaliel SarSing wurde mit einer auf mindestens 400 000 Stimmen zu schützenden Mehrheit zum Präsidenten aemählt. Er ist als Sieger hervorgeaangcn, und zwar mit einer Mehrheit, wie sie bisher in der Geschichte Amerikas noch nicht zu ver­zeichnen war. Man rechnet damit, daß sich über 6 Mil­lionen Stimmen für ihn ausgesprochen haben. In sämtlichen auch in den früher ausgesprochen demokra­tischen Staaten, haben die republikanischen Stimmen er­

heblich zugenommen.

Nach Bekanntwerden feiner Wahl zum Präsidenten erschien Hardina auf seinem Balkon und hielt folgende Ansprache: PIch habe gemeinsam mit Ihnen gearbeitet und habe mich immer Bemüht, Ihnen gegenüber mit vollständiger Ehrenhaftigkeit zu handelu. Wenn das Schicksal mich nun zum Präsidenten bestimmt, so werde ich gegenüber allen Völkern ein lonales Verfahren em- schlagen." In einer Unterredung sagte Harding'Ich hege keine Gefühle des Triumphes, sondern bitte Gott, daß er mir die Kraft gebe, die mir anvertranten Auf­gaben zu lösen. Ich betrachte meine Wahl nicht als einen persönlichen Sieg, sondern als einen Ruf der Nation an die republikanische Partei. Meine Stellung gegenüber beut ViMerÄmrd nnd den auswnpoUtifchen Fragen ist durch die Wahl in keiner Weise berührt." Es ist sehr wahrscheinlich, daß Harding die Widersprüche, die der seine politische Richtung darlegen wird, sobald das Wahl­ergebnis amtlich bekanntgeaebcn ist. Der Vorsitzende des demokratischen Wahlkomitees, White, gab nach Be- kmintwerden der einzelnen Resultate die Wahl HardiNgs zu und versuchte sie zir erklären. Daraus führte er aus Dadurch, daß jedoch hervorragende Republikaner die Völkerbundsidee vollkommen vreiSocgefceu haben, haben sie das Volk veranlaßt, sich für einen Völkerbund aus- zufprechsn. der nur eine Verdrehung des nrmrünalichen Gedankens barstem. Ich hoffe, daß diese sich doch noch Bahn brechen und für die Menschheit gerettet werden könne."

Der WahMinpf in den Vereinigten Staaten hat, wie voranszu'ehen war, mit dem Stege des üi e n u = blikaners geendigt. Wenn man von dem, vandiba-

standen sich nur zwei Werner gegenüber, .SarSing als der Erwählte der Republikaner und Cor als der Kan­didat" der Demokraten, der als solcher die Unterstützung Wilsons hatte. Das war allerdings vielleich' aerobe fein Verhängnis, denn die unpopuläre Politik Wilsons ba^te auch seinem Schützling diejenigen Sumpatbien der brei­ten Massen entzogen ohne die seine Bewerbung ,um den Sitz im Weißen Hause aussichtslos war. G-wac-lt und am' Donnerstag die Wahlmänner, die erst am zweite!?. MonMg des kommenden Jahres Hetmatstaatenweise Den Präsidenten in geheimer Abstimmung erküren: und das Ergebnis dieser WavL.wird dann erst, am zweiten Mitt- woch des Februar durch die beiden Sauser des Kongres­ses verkündet. Die Wahlmänner müssen nach dem ut, Amerika gülsigen Brauch ihre Wahl auf die Männer beschränken, die im Sommer vorher von den sogen. Na- Konalkonveiiten der Parteien bestimmt sind, und das ist für die Republikaner eben Hardina. .

Für Deutschland hat der Ausgang der Wahihand- lung die allergrößte Bedeutung, da die Vereinigten Staaten trotz der von ihnen wieberbolt an gekündigten Enthaltsamkeit gegenüber der europäischen Polit k wren maßgebenden Einfluß bei der Regelung der grouen in­ternationalen Fragen, auch soweit sie sich,, unmirtelbar auf Europa beziehen, nicht verleugnen können. Und Hießt allein dies. Nachdem einmal die Union entschei­dend in den Web krieg cinac griffen hat, bat sie die Ver- antwortung für die endgültige Erledigung der Frie- Lensfraaen übernommen, bereu ursprüikgliche Behand- lung geradezu aus amerikanische Iniimtive zurückzn- kühren ist. Hier beginnt ja gerade tue Tragödie Wil- sons der in seinem Konflikt mit den Alliierten unterle­gen ist und in der demokratischen Niederlage die Folgen seiner Charakterschwäche zu büßen hat. , .

Hinsichtlich der Politik des neuen Präsidenten in den europäischen Fragen läßt sich heute, allerdings kein ab- scbließendes Urteil gewinnen Em Deutschenfreund dürste auch er n t ch t sein, aber der imperialistischen Po­litik Wilsons und seiner Freunde hat er von je seine Zustimmung versagt. Insofern können wir hoffen, daß er bei der weiteren Behandlung der eurovasichen Pro­bleme zumindest seine Sand zu einer weiteren ^c'ge- waltigung Deutschlands nicht bieten wird. Das hat er auch bereits deutlich zu . verstehen gegeben. so durch die Ankündigung, daß er die'amerikanisches

(^urnust zurückzieben werde, und durch seme wiederbol- ^Reden über die Bölkerbm.dsfraae An Frie­den mir Deutschland. der bis deute noch nicht als ge­schlossen zu gelten hat wird öurck Harding einer baldi- gen Erledigung eutgegengesuhrt werden müssen, faltzs er i die Wünsche der öffentlichen Meinung der Union recht '^"Äelümils über den Sieg Sardinas dürfen wir Deut- ; scheu uns jedenfalls über die Niederlage der , Wilsvuparket freuen, denn in Wilson werden wir ' stets den verhängnisvollsten Leiter der amerüanischcn Politik zu erblicken haben. Sein E ngreifen in den Krieg mochte er durch seine allgemei nen menschltmen und pazifistischen Grundsätze am ,Ende rechtfertigen, daß ^r aber beim Friedensschluß nickt durckaebalten bat.

, sondern biete lere Grün Mütze in einem ^ugenvircr im

' Stich ließ, als sich Deutschland arglos seiner Führung - anrer<-rrte,.br / ist die große Schuld, die wir ihm nicht I verzeihen sönnen. Gerade die neuesten Versisfeuilichun- i -<n über b:e Vorgänge hinter Versailler Kh'lissen, die

durck den AKerikoner Baruck enthüllt werden, lassen . das Versagen Wilsims gegenüber den sean-ön-sien Ge- .

.waltpoltiikern im grellsten Lichte crf.ltcüicn. Will hier i das neue Amerika eine große Schuld wiedergu-machen, , dann wird es fern die beste Gelezenheii haben, wo die Frage der Revision des Versailler C^ewaktvertrages auch in den fanatischesten deutsch'Endlichen Kreisen des Auslands mehr und mehr Verständnis finbet.

De-' Wahlsieg Hardür^Z.

«-^Geuf. <S. E.) Di? Savas-Agcnt'.rr meldet Mitt­woch abend 5 Uhr aus Washington: Das SchkAßres«!- tat der Präsidcntsch^ftsabstimmvug ist 359 Wahl stim­me» für Harding und 168 Wahlstzw.men für Gor. Gor beglückwünschte -seinen Gegenkandidaten telegraphisch.

Harding gegen den Versailler Vertrag.

x- ®cef. <S. G.) DerMatin" meTbet aus Neubork: Harding hat sich am Vorabend der Wahl in politischen Kreisen dahin geäußert, daß er den y- rfatUer FriedenS- vcrtrag in der vorliegenden Form ohne Abänderung nicht gutbeißen könne und daß er ihm nicht zustimmen werde. Es wird bekannt, daß Sardinas Name unter fast allen Äbä«: ern:msaut;Hgen zum Versailler Ver­trag und zum Völkerbundsvertrag, die durch den Senat gegangen sind, gestanden hat.

Sie SeSfietet MetzerM -: aÄM«?mftreiy

e-c Nach einer Meldung derAction francaife" wirb in belgischen politischen Kreisen erklärt: Die Art des Vorgehens bei der Festsetrung der Wiederherstellung/- ' anforüdie werde Gegenstand der demnächst in Brüssel stattfindenden Konferenz fein, zu der alle Staaten, die in Span vertreten waren, zwei Delegierte entsenden wer­den. Auch Deutschland werde zwei Sertreter namBaü machen, die beratende Stimme haben sollen. ES wird jedoch versichert, daß Simons gegenwärtig in Pgris und London Schritte unternebrne, damit den deirtschen Ver­tretern weitergehende Rechte eingeräumt werden.

DieUWZPOWSTNN^ DeN^chlands»

Der Hauptausschuß des Reichstages tra? am Mitt­woch in die Besprechung über die Aus übruna des >/ric=

sind Verhandlungen mit maßgebenden Stellen der Bc- katzungsmächte ausgenommen worden, um aus .me,c Weise eine Milderung der Besatz,nugskosie-- zu erzielen. Um dies zu erreichen, sei es erforderlich, auf eine Scr- aöreüunn der Belatzungsstürke üitlzuwirken.nnd ferner bir Garnisonen endgültig festzulegen. Der Neichss?mtz- minifter gab sodann noch weitere Erläuterungen über die außerordentlichen Kosten, die bis jetzt erwachsen sind und die noch zu erwarten stehen. Er gab ferner bekannt, daß trotz her erst kürzlich erfolgten Erhöhung an? 15 Milliarden erste weitere Sersuffetzung des Etats leider erforderlich sei. Neue Forderungen der Besat- zunasmächte und das Abschlußergebnis des ersten Salb- jahres verlangten diese Höhe. Dr. Helfferrch (b.-u.i forderte, ba es sich um die höchste Position des ganzen EMts. über 40 Milliarden handele, die Anwesenheit des Ministers oder seines Vertreters. Wenn die Angabe des ReichsschatzministerS richtig fei, daß Amerika die Kosten seiner 17 000 Mann starken Okkupationsarmee täglich auf 1220 000 Dollar beziffere, so seien das rund 00 Millionen Papiermark pro Tag oder rund 32 MU- liardeti im Fahre für 17 000 Amerikaner. Das sei doch eine noJRnbce Unmöglichkeit. -Allseitige Zustimmung.) Wahlkampf gezeitigt hat, anfklären und in einer Rede Staatssekretär Walther sprach über Regnill-tMwn die eine besondere Härte darstellten. Es ,ei beavsichtiot, die Auszahlung unmittelbar zwischen Ortsklassen und Mi- nisterren zn regeln unter AuSschaltuna der Zwischemn- stan'cn, um e ne schnelle Auszahlung zu erreichen. Staatssekretär Walther teilte ferner mit, daß d e Ka­serne in «ndwrgsvafcn nicht 8 Millionen, wie im Hiat veranschlagt fei. sondern 42 Millionen koste. Die son­stigen Bauvorhaben erhöhen sich auf 120 Millionen Mark, davon koste das erste halbe Fahr bereits 60 Mil­lionen Mark. Fn den letzen Taaen wurden Fordcrun- gen für ernste Banprmekte aufaeftcKt, so für einen neuen Flugplatz bei Mainz, der mit 15 Millionen ver­anschlagt sei, außerdem haben ^ie Bclaier bei S aciren Fnfanierie-, Kavallerie- und Artillcinclager verlangt, die auf 56 750 000 Mark kommen werden.

Der Kamvk um die Verminderung der Vesatznnasarmce.

>* Genf (S. C.) Der ..Platin" meldet, daß gegen die Höhe der BesgtzungSarmee in Deutschland und ge­gen die am 1. November eingetretene Vcritarkung um zwei französische Bataillone am Dienstag eine neue Vorstellung Deutschlands durch den deutschen Botschafter überreicht worden ist.

Gerüchte über neue Putschplane.

* DieMagdeburaische Volksstimme" teilt mit. Satz ihr im Laufe des Mittwoch-Vormittags von verschiede­nen Seiten Nachrichten zugegangen sc^n, die baranf Hin­weisen, daß von reaktionärer Seite Ende dieser Woche ein Anfs-aud in Szene gesetzt werden sollte. S^ ver­öffentlicht dazu auözngswclse ein Schreiben der Techni- schen Rothilfe an die pensionierten Lokomotivführer, Zugführer und die sonstigen Eisenbahnbeamten, die aus­gefordert werden, sich der Technischen Nothilfe zur Ver- filouna Alt stellen, um den Eisenbahnverkehr aufrecht zu

erhalten. Die Beamten werden ansgefordert, soweit fic eigene Waffen besitzen, diele mitznbringen.

DbnKhme des Arhetts oze-FeersL.

Wie aus dem Reichsarbeitsnnnistec lum mitgeteilt wird, ist die Gesamtzahl der unterstützten Erwerbslosen im Reiche nach den amtlichen Feststellungen in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober 1920 weiter znriickKegaraen. Wäh­rend sie am 1. Oktober nach den endgültigen Feststellnn- gen 396.151 betrug, Betief sie sich am 15. Oktober auf 374 983. ES ist also ein Rückgang um 21168. und zwar 14 457 männliche und 6711 weibliche Eriverbstose zu ver- zeichueü. Die Zahl der Familienangehörigen, die als Zuschlagsempfänger unterstützt werden, ist von 360 23S auf 348 637 berabgeggugen. Die AnswenduNgen an Er- werbslosennntersiützuug, die in der zweiten Hälfte deS Monats September für Reich, Länder und Gemeinden zusammen 45,7 Millionen betrogen hatten, verminderten sich in der zweiten Hälfte des Oktober auf 41,2 Millionen Mark.

Vs^rnarsch der Volschewiften in der Krim.

X Nach dem bolschewistischen Seeresberich dauert das ftcarcidje Vordriva?» der bolschewistischen Truppen gegen den Genera? Wrangst fort. Die Stadt Nedv- woska wurde von den Bollchewtsten erobert. Diese er­beuteten mehrere Panzerzüge. In Miltopol eroberten die eivdringenden Bollchewisten mehrere Panzerzüge, 18 Geschütze. 100 Muniuonswageu unb 2 Millionen Pud Getreide. Meldungeu aus Odessa besagen, daß auch dort die rote Armee im rechen Vorschreiten begriffen sei. Weitere Stützpunkte sind von den roten Vorposten bcictz- würben. Die bolschewistische Delegation in Lon­don hat diese Erfolge der Bolschewisten bestätigt und er­klärt. daß die roten Tnrpven in der Krim weiter vor- rücken.

Bolschewistische Schreckeusherrfchaft an bet korcan sche« Grenze.

»* Aus Wladiwostok wird berichtet: Die vereinigten Trrwven der russischen Bolichewic eu und der revolutio­nären Koreaner sowie chinesische Banditen haben in der Stadt Hun Ebun an der Nordgrenze von Korea nugc- beurc Verwüstungen angerichtet. Sunberie non Bür- gern sind ermordet worden. Eii- großer Teil der Be- wohncr sind als Gesmigene forto-stöleovt worden. Die Bolschewisten raubten das wertvollste Hab und Gut der Bewohner. Die das Land unsicher iwebe üben roten Truppen ver-ügen über ahlreiche Geschüt-e, die sie aus dttusSWien - S^affeiurtonaleR geraubt, haben. An den -tEN Konipftzv"tzvveir 'Mtt?r'ür ic -twv-Bvkkchewisccw nucb chinesische effiliere teilgenomme!' Die iapansichen Offiziere sandten 14 000 Mann nach Sun Chun. Diese haben die Stadt besetzt und die Berbind-ima mit Korea abgeschnitten.

Russische Bolschewisten in Deutschland.

x Berlin. (S. C.) In der Vorstandssitzung des kom- muuistischcu Parleitggcs wurde mitgeteilt, daß 17 russi­sche Gewerkschafts- und Sowjefncrtretcr tu Berlin ein- getroffen sind, um an den Beratungen der .Kommunisten über die in Deutschland zur Unterstützung Sowjetruß- lands zu ergreifenden Maßnahmen reilzunchmen.

Serbifch-ttalrenischer Zwischenfall.

** Ans Lugano wird gemeldet: DieTribuna" be­richtet von einem neuen italiciitüMerbifchen Zwischen­fall. der sich bei der Einfahrt des italienischen Dampfers Issoria" in den Safen von Buccati' ereignete. Die dor­tige serbische Garnison eröffnete auf den Dampfer ein Maschinengewehrfener, das sie trotz S-ssens der italieni­schen Flagge nur noch in verstärktem Maße fortsetzte. Der Dampfer mußte sich infolgedessen nach Fiume flüchten.

Neuer Nacktragsetat im Reiche.

e* Berlin. (S. C.) Auch für das Reich ist ein neu^r Nachtragsetat in der Höhe von 414 Milliarden Mark für die letzte Novemberwoche zn erwarten. Die Vorlage sieht im Rcichsftnanzministcrinm ihrer Vollendung ent­gegen.

Enteuic-Einsprnch gegen Kopp.

«-» Berlin. (S. G.) Gegen die Reste des Bolschewisten- Vertreters Viktor Kopp in die russischen Gefangenen­lager des Reiches ist ein neuer Einspruch der Entente- kontrollkommission erfolgt.

Die Ein vobriermehre».

-x Berlin. (S. Wie wir erfahren, haben bis Mittwoch mittag 26 Einwohnerwehren in Preußen ihre Wiedererrichtung eniaeteüct, nachdem der preußische Iustizmtnister entschieden hat, daß die Orgesch keine staatsaetührltche Einrichinng fei. In Berlin findet kom­menden Sonntag eine Beratung der Vorstände der frü­heren Einwohnerwehren statt.

Die Feier deS Znsammcubrnchs.

x Berlin iS. G.) Die Betriebsräte Grotzberlins und die Gewerkschaften beschlossen, den 9. November durch allgemeine Arb-itsimhe zu feiern, nachdem der angekün- digte Antrag der Unabliängtgen im Reichstag, den 9. November zum gesetzmäßige« Feiertag zu erklären, nickn eingebrachi worden ist. Ob auch die städtischen Arbeiter der ArbeitSruhe sich anschlicßcn werden, soll erst Sonn­tag entschieden werden. Sn diesem Faste würde Berlin ohne Verkehrsmittel itnd ohne Licht und Gas sein.

Der Oberste Rat gegen die Orgesch.

x Basel. lT. Die Preß-Infonnation meldet aus Paris Der Oberste Rat befaßte sich mit dem Bestehe» der Orgesch in Deutschland und Oesterreich unb kam zu dem Schluß, daß die Bestrcbuuaeu dieser Organisation auf die Savotiernug des FriedenSt»ertraaeS abzieley.