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Nr. 258 5Ä?’E"S HS Donnerstag, den 4. November "^^^'Rk^
1920
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Der französisch- Botschafter bei Llond George.
z- HavaS meldet aus Sonde«: Der,französische Bot- :fester in London sprach bei Llond George vor Er gab tlamens der französischen Regierung die Erklärung eb. Maß daS isolierte Bsraeherr Englands in der Frage S-r- WiederherstcllnKg die Erfüllung der Beftium-rmgen des Friedensvertrages in ihrer GesaMtheit gefährde «nd damit. zugleich die Eittigkeil der Errteiitc.
Die englische Antwort an Frankreich.
a* Noiterdaw. (S. E.l Reuter meldet: Das englische Kabinett hat am Montag eine Note nach Pgriß gelangen lassen, die die Unmöglichkeit ausspricht. die getroffene Verzichterklärung auf Rechte des Verfasster Berttages wieder unwirksam zu machen. Das englische Kabinett hat dagegen für die Zukunft Zusagen gegeben, die für Frankreich als genügend angesehen werden müßten.
Die Kouferenz von Brüssel.
$-» Genf. sS. G.) „Echo de Paris" meldet, daß die Wtedergntmachungskommission den Verhandlungen mir den deutschen Sachverständigen in Brüssel unter dem Vorbehalt zugestimmt hat, daß in Brüssel keine Be- fchlüüe, gefaßt werden.
Keine Einladung zu Genf vor Anfang Januar.
«-»Genf. (S. E.) Sanas meldet, daß der alliierte Rat seine Einladung an Deutschland zur Teilnahme an der Konferenz in Genf nicht vor Anfang Januar ergehen lassen könnte. Ueber die Bedingungen der Zulassung Deutschlands seien die Verhandlungen noch in der Schwebe.
Die zordemW ausMM MchWe.
Frankreich besteht auf dem Schein.
»* Aus Paris wird offiziell die Berliner Nachricht dementiert, daß die französische Regierung die Zahl der von Deutschland ebznlicfernden Kühe von 800 WO auf 400 000 herabgesetzt habe. Frankreich habe Set der Wieder- g:- tmachungskommission dagegen protestiert. Der fran- zö fische Begrer habe unter de« Kriegsfolae» zu schwer zu leiden, als daß man einen solchen Verzicht rechtfertige« könnte.
Znr Konferenz in Genf.
- ", na«-»Mir Mae häs '
ten Rat vor der Zuziehung der Deutschen zur Konferenz von Genf beantragt, die wirtschaftliche Letstungsf-ckig- kcit Deutschlands und die Steuerkraft durch ein Gukkch- ten der Berliner Ueberwachungskommission festzustellen.
Juteruationale Studienkommissto« im Ruhrrevier.
^ Die internationale Gewerkschaftskommission zum Studium der wirtschaftlichen und politischen Berhält- niüe im rheinisch-westfälischen Jndustriebezirk traf, von Essen kommend, in Bochum ein und hatte im Verbandsbüro des Alten Bergarbeiterverbandes eine längere Aussprache mit dessen Vorstand. Die Kommission besteht aus dem ersten und zweiten Vorsitzenden des in- ternationalen Gewerksthaftsbundes, Johaur und Mer- tens (Belgiens. dem Sekretär des internationalen Ge- werkschaftSbundes, Kimmen iSollandi. sowie dem Ge- werkschaftssekretär des französischen MetaNarbciteruer- bandcs. Der Zweck der Studienreise ist. daß der internationale Gewerkschaftsbund in seiner Sitzung am 22. und 23. September in Amsterdam bei der Beratung der allgemeinen Lage in Europa mit .der Möglichkeit eines Einmarsches der Entente in das Ruhrgebiet am 15. November rechnete. Es sollen deshalb möglichst tiefgehende Informationen über die Verhältnisse im Ruhrgebiet erfolgen. deren Ergebnis die Stellungnahme des internationalen Gewerkschaftsbundes zmn beabsichtigte,t Ein- marsch bestimme!, wird.
Französische StiMAunaswache gegen Deutschland. i«, In französischen Regierungskreisen erhält sich hartnäckig das Gerücht, daß d'e deutsche Regierung sich mit der Absicht trage, in aller Kürze den Alliierten in einer Note" die'wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutstb- Bs hoffnungslos darzustellen und die Aufhebung ützrr Abänderung des Verfailler Vertrages zu fordern.
40 MMiar-den Besatzungsksste^.
X Berlin (L. A.f Im Hauptausschuß des Reichstages beantragte d^r Reichsfchatzministw-. bie EtatSvosi- iinrett für die Kosten der feindlichen Besatzung von 20 auf 40 Milliarden Mark zn erhöben.
Der Wiedcranfban BelgienS.
»-i> Brüssel. (S. 6.) Der „Soir" meldet, daß am 1. November neun Zehntel des belgischen Kriegsgebietes wieder ausgebant seien.
Keine Büttel für die Entente mehr!?
►* Berlin. (S. G.) Nach bet der hiesigen Entente- kommission vorliegenden Anweisungen des ANiierten- Rates sollen hinfort keine Agenten, die dentsche Siggts- *i angehörigo sind, mehr für Ermittelnngszwecke der Ueber- * j wachn,iaskommifsion angestellt werden.
Das Verbot der Orgesch.
Erklärung einer führenden Persönlichkeit.
' <- Zu dem Vorstoß des Ministers Scvering erklärt eine führende Persönlichlett der Orgesch einem Mitarbeiter des Berliner „L.-A." folgendes: Der Erlaß des ' preußischen Innenministers Severing ist als reine Par- - teimache anznsprechen. Der Minister kann sich dabei auf
kein Tatsachenmaterisl stützen, weil es solches einfach nicht gibt. Hätte er solches Material, dann würde er es sicherlich längst veröffentlicht haben. Die Gefahr eines Rechisputsches durch die Orgesch ist einfach aus der Luft gegriffen. Dagegen liegen recht bedenkliche Nachrichten vor, daß sie Linksyntschiste« für solche Absichten gut or- garZsiert sind. Die Orgesch ist bekanuterumßen keine Rechtsorggnifatiou, sondern setzt sich ans Mitgliedern aller Parteien zusammen.. Dies ist auch dem Minister Severing wohl bekannt. Wir denken nicht daran, auf deu rechtswidrigen Erlaß hin irgend etwas zu tun. Macht Herr Severing Ernst, dann werden die Gerichte zu sprechen haben.
Ein WirSschaftsyrsgramm im Nerche.
Der Reichstag wird Ende dieser Woche die allgemeine politische Aussprache zum Haushaltsplan ab- schließen. In der koukmenden Woche vom 7. bis 14. November sollen nach Beschluß des Neltesieurates Plenarsitzungen - nicht stattfinden. um die Beratungen deS Haushaltsplanes im Haushaltsausschuß zu fördern. Bet der zweiten Lesung des Etats werden, wie verlautet. die Minister der llieichswirtschaftsministerien ein WirtschastSoroaramm aufstellen, bei dem es sich um sehr weit^ehsude und einschneibends Maßnahme« handelt. Das Progranrm wird die Ankündigung einer ggn- zen Reihe von wichtigen Schritten der Reichsregierung enthalten.
Der FM Hermes.
Der Hauptausschuß des Reichstages setzte seine Besprechungen über den Fall Hermes fort. Dr. Heliferich ld.-n.f wandte sich aegen die Anschaffuua eines Kraftwagens für das NeichsernährungSminifterium im Werte von 280 000 Mark und erklärte, dies sei mit den Begriffen einer vernünftigen Sparsamkeit nicht in Einklang zu bringen. Helffcrich brächte dann einen Antrag ein, in dem die Regierung anfgefordert wird: 1. die Zähl der auf Reichskosten unterdal-enen Kraftwagen einschließlich der der KriegsaeseNschasten wesentlich einzuschränken und 2. dem Reichstag ein Verzeichnis der am 1. Oktober 1919 und am 1. Oktober 1920 auf Reichskosten unterhaltenen Kraftwagen vorzulcaen. Dr. Rösicke (ö.=nj wandte sich sehr scharf gegen das Verfahren, das vom Staatssekretär Ramm gegen die Vegmtcn des Reichsernährungsmini- steriuvls eingeichlaaen worden sei. Nach längerer Aussprache wurde der be'i'chnat^oualc Antrag einstimmig .mtzenvWp.^Ä^ Ein (treuerer .’.Hrwf der It. S V. auf Einsetzung eines l^ntersuchungsarsschusses in Sachen des Falles Hermes-Augustin rourde nbaelehnt.
Gegen die SsziSWernng des Bergdanss.
x Die Leipziger Handelskammer nahm eine Eut- schließung an, in der sie für die Hebung der Kohlenförderung und eine Senkung der Preise eintritt. die Vorschläge der Svzialisienmgökommission aber ablebnt, weil durch sie gerade das Geaenteil erreicht werden würde. Es wurden bei der "Beratung auch Stimmen laut, die sich für ein Entgegenkommen gegenüber der Arbeiterschaft, etwa im Sinne der Sttnnesschcn Vorschläge, aussprachen.
Der bommumstische Parteitag.
^ Aus dem Parteitag der Kommunisten ist folgende Rede Täumws besonders charakteristisch. Er sagte: ..Ich nröchte heute noch als Gast zu Ihnen sprechen. Wir sehnen mit Ungeduld die Vereinigung der Unab- bängigen und der K. P. T herbei. Es sei für daS deistsche ProleMriat von größter Wichtigkeit, dnü zwei große Armeekorps nicht mehr getrennt, sondern mit den gleichen Zielen zusammen marschieren. In den nächsten Tagen und Wochen müsse die Anßerttwlitik in den Vordergrund gestellt werden. In organisatorischer Hinsicht dürfen mir die schweren Ausgaben, die unserer Partei harren, nicht unterschätzen. In den Moskauer Thesen sind bestimmte organisatorische Forderungen aufae- stellt worden, d-e mit den volttifchcn Forderungen aufs cnaste verbunden sind." Er sprach dann noch zum Schluß: „Wir müssen uns darauf eiustellcn. daß vielleicht noch in diesem Winter oder im Frühjahr der Kampf mit all seinen entscheidenden Konseguenzen an • uns herantreten wird."
Die ungarische KZnigssrage.
■x- Der Wiener „Neuen Freien Presse" wird aus Budapest gemeldet: Der Abgeordnete Kovacs hat in der ungarischen Nationalversammlung eine Aussprache über die Könrasfraae eingeleitet. Es hat sich eine Zweidrit- tel-Mebrheit für die freie Königswahl ausgesprochen. 52 Anhänger der Nationalversammlung sind bekanntlich Anhänger des Königs Karl. Die Weigerung des Königs Karl, ausdrücklich auf die österreichischen Erblän- der zu verzichten, hat unter den Anhängern des ngtio- nnlcn Königstums in Ungarn sehr verstimmt.
D'Anuunzio in Geldnöten.
0" Nach einer Meldung des „Avanti" haben in den Wen Tagen verschiedene Offiziere Fiume verlassen, weil d'Annunzio nickst mehr in der Lage sein soll, den Sold ansznzahlen. Wie das Blatt wissen will, besteht d'Annunzio auf dem Verkauf des von ihm gekaperten Dampfers „Conde". Es ist nur geringe Hoffnung vorhanden, daß die Warnungen und Drohungen der Regierung die Känser abschrecken werden. Der „Avanti" hatte sich schon kürzlich mit den Geldnöten Zcs Dichters beschäftigt und ihm vorgeworfen, er habe die Sowjet- behörden in Rußland um eine Anleihe ersucht.
Neue Komplikanonen in Griechenland.
** Der Wahlkamps in Griechenland hat unmittelbar nach der Beisetzung des Königs Alcrander leidenschaft^ ticke Formen angenommen. Urspriinglich sollte die Wahl nur den Zweck haben, ein Urteil über das Wirken der Regierung zu bilden. Der Tod des Königs und die ' Ablehnung des Thrones durch den Prinzen Paul zu Gunsten seines Vaters des Erkönigs Konstantin, oder seines Bruders, des Großfürsten Georg, haben iedoch bynastlsche Fragen aufgeworfen. Da Venizelos sich weigert, die Fraaen nunmehr zu berühren, wird es sich nicht vermeiden lassen, daß die Wahlen auf eine andere Grundlage gestellt werden. Die Opposition hofft, daß diese nicht nur eine Verurteilung der inneren Politik Vcni- zews bringen, intern auch die Wiedereinsetzung des Königs Konsigntin oder wenigstens deS Kronprinzen Georg nach sich ziehen werde.
Die Lage der Wrangel-Armee.
** Helsingfers. lVts.) Die Peiersbnraer „Rote Zeitung" schreibt, daß Wrangel durch den Verlust von Ale- randrowsk die Eisenbahnlinie verloren habe, die die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen seiner Front aufrecht erbickt. Wranael bereitet eine Landung bet Tagauroa an der kaukasischen Miste vor. Seine Flotte ist dnrch drei im Assowschen Meer eingetroffene französische Torpedoboote verstärkt worden.
Wranael hat die erste Getteldesendung an Frauk- rcich-abaeliesert und bereitet in der Krim und im Gouvernement Jekaterinoslaw eine neue Sendung von 120 Millionen Pud. etwa 2 Millionen Tonnen ins Ausland vor.
Bernichtu«g der Armee Wraugel?
Einer drahtlosen Meldung aus Moskau zufolge hat Trotzki bekannt gemacht, daß fünf Armeen das Heer Wrangcks von allen Seiten zermalmten und das Schicksal der Hauptstreitkräfte Wrangels entschieden sei.
1182 Hiurichinngen in SmsjetrmUand in einem Monat.
Die amtliche „Bcvestija" veröffentlicht die Statistik der auf Grund der Urteile des Moskauer Revolutions- trtbunals vollzogenen Hinrichtungen für die Zeit vom 23. Juli bis 21. August. In diesem Zeitraum, also während eines Monats, wurden vollstreckt zehn Hinrichtungen wegen Spionagevergehens, 100 für Verrat, ä^ffiSSftWW ÄSMr ' kür Räulerekcn, 130 für andere Delikte, darunter für Trunksucht. 12 für Wachtoergchen und 77 für Beamten- bestechltchkeit.
Nebermachn«g der Grenze nach Litauen.
Vom Oberpräsidenten in Königsberg wird mitge- teilt: Obwohl an der Grenze nach Litauen seit dem 16. Oktober keine erfolgreichen Uebertritte festgestellt find, hat der Oberpräsident Siehr bei dem Militärbefehlsbaber den Einsatz von Reichswehr an der Grenze beantragt, um einerseits die dortigen Kräfte der Sicherheitspolizei in ihrem schwierigen Dienste zu entlasten, andererseits alle Möglichkeiten ferneren unerlaubten Nebertrittes auszusck'etden. Die Truppen sind antragsgemäß sofort eingesetzt worden.
HpfenavbeUerstreik in Hamburg.
e-* Die Hamburger Hafenarbeiter, größtenteils Links- rgdikale, sind in eine Lohnbewegung eingetreten. Seit Freitag voriger Woche ist eine Stundenlohnerhöhnng von 6,20 Mk. bewilligt worden. Damit beziehen sie einen Stuudeulohn von 15 Mark. Wie verlautet, fordern sie fetzt einen Stnndenlohn von 20 Mark. Die Kai- und LaaerhauSgeielifchast weigert sich aber, weitere Lohner- Höbungen zu bervilligcn. und steht auf dem Standpunkt, daß sie auch den bisher bewilligten Stnndenlohn von 15 Mark auf die Dauer nicht durchführen könne. Am Kai liegen bereits vier Dampfer, die zu löschen sind.
Streik im Berliner Tertilgroßhandel.
Zu dem Streik im Textilgroßhandel in Berlin teilen die Blätter mit, daß die Verhandlungen der Angestellte«- ver(irrer mit den Arbeitgebern zu keiner Verständigung geführt haben. Eine massenhaft besuchte Versanrillmig der Angestellten beschloß einstimmig, sofort in den Streik zu treten, welcher sich auf den gesamten Textilgrotzbandel erstreckt. Die Zentralstreikleitung teilt mit, daß der Stteik Dienstag früh mit voller Kraft ctnaesctzt hat. Zunächst habe die Zentralstrcikleittlng 50 Großbetriebe stillaelegt. Weitere Betriebe würden in den Streik ein- treten, sobald eS die erfolgreiche Durchführung des Kampfes erfordert.
Die Aussperrung in der Berliner Metallindustrie.
„ «* Berlin. (S. G.) In einer Anzahl Metallfabrtken Großberlins hat eine Sabotage der Arbeiterschaft gegenüber Aufträgen für Ungarn eingesetzt. Nachdem die Borsigwerke ihren Betrieb geschlossen und ihre Arbeiter entlassen hgbcn. ist mit der E.stlassung der Arbeiter guch in anderen Berliner Metallfabriken zu rechnen. Die Sabotage der Arbeiter ist auf die Fabrjk-Bctricbsräte zurückzuführen.
Stellungnahme der Gewerkschaften.
** Berlin. (S. G.) Die Gewerkschaften wollen Sonntag zu den Aussperrungen in der Metallindustrie und zur Frage eines Siimpathiesttciks Stellung nehmen.
Fortdaver des Bergarbeiterstreiks in Wales.
2000 Bergleute von Wales find wegen Aufforderung zu Gewalttätigkeiten und zur Zerstörung der Gru- benanlagen gusgesverrt worden. Die Belegschaft hat daranibin beschlossen, im Streik zu verharren. Bet der