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w Am Frettaa abend fau» tu Berlin eine stark be- fefite Bersammluna vo« Offizieren der Reichswehr feit a« dieser wurde eine Protesterklärung gegert die B^chuldigungeu pflichtge treuer Offiziere des jetzigen Heeres d,nch Schetdeniarr« im Reichstage angelwnuneu. Die Srklänma der Offiziere wurde sofort deur Reichs- Wedeminffter übermittelt.

Der neue Portugiesische Gesandte in Berlin.

Berlin lD. 3.) Lambertint Pinto ist zum por- htgtefifdbcii Gesandten in Berlin ernannt worden.

Die «ene« WUhttter im Berliner Magistrat.

* Berlin (S. C.) Bon den am Donnerstag neu- attvSdlten Berliner Stadtratsmitgliedern gehören 15 CwS sortaldemokratischen Parteien an. Dadurch ist auch der rlcrliner Magistrat rot gewordell. Bon den ISkiadrraieu haben 12 noch nie etwas mit Kommunal­wirtschaft zu tun gehabt. 2 sind Handwerker, 3 frühere Arbeiter, « seit ^abrzebntcn Agitatoren. Alle haben fich um die sozialdemokratischen Parteien verdient gemacht.

Die 8tttfAdbena über Danzig.

* * Genf. (E. C.) DerTeurps" meldet: Die Ent- toetbUHb des Obersten RateS über den Staatsvertrag zwischen dem Freistaat Danzig und Polen geht dahin, -atz, fasts beide Vertragsschließende sich nicht eurigen, der »orgcschlagene Entwurf Rechtskraft durch Encichei- -una des Völkerbundes erhalten wird.

Vriaz Paul nimmt die griechische Königswürde an.

* Büttel. lS. C.) Nach einer Meldung aus Vene­dig ist Prinz Paul von Griechenland im Hafen von Brtabift eingetroffen, wo er auf einem griechischen Schiff die Reife nach Griechenland am Sonnabend an- tritt.

Die Agentur Elefant meldet aus Athen: Der Be- lagermtgszustand in Griechenland ist aufgehoben. Prtuz Paul hat die Annahme der Königswürde auge-

Europäische Fahrplau-Konferenz.

* Bern. (B. Z.) Die erste seit langer Zeit geplante europäische Fahrplan-Konferenz nach dem Kriege findet nunmehr in Bern vom 1. bis 3. Dezember statt. Die Direktionen und Eeneraldirektionen der deutschen Retchseisenbakmen sind eingeladen und werden sich ohne Zweifel beteiligen. Ebenso wurden SchiffsgeseNschaffen, welche Eisenbahnanschlüsse vermitteln, cingelabeu. Ge­genstand der Beratung ist der nächste Sommerfahrplan.

Grundlose Beschuldiguugen.

* Die Polizetdirektion von München teilt mit, daß sämtliche Angaben der sozialdemokratischen Kammer- fraktion erfundene Behauptungen eines entlassenen Hilfsbeamten seien. Weder hätten die angeblichen Te- lepüongespräche noch irgendwelche Verhandlungen zur Beseitigung Dritter jemals stattgefunden. Nebrügens erwarte die Polizetdirektion die völlige Klarstellung der Beschuldigungen durch die Gerichtsbehörde. Der Mi­nisterpräsident bat es abgelehnt, aus Grund der beweis- losen Anschuldigungen den Polizeipräsidenten vom Dienst zu suspendieren.

DerVorwärts" über die Münchener Polizei-Affäre.

* * München. (Vts.) Ueber den Verlauf der Unter­suchung in der Münchener Polizeiaffäre gibt derBor- wärts^ folgende Darstellung: Die nach Bildung des Untersuchungsausschusses abgegebenen Erklärungen der Regierung enthielten nicht nur ein Urteil in einem schwebenden Verfahren, sie gaben auch dem Untersu­chungsausschuß den Wink, seine Tätigkeit einzustellen. Dem entsprachen die den Mehrbeitsparteien angehören- den zwei Vertreter des Ausschusses. Bei der Unmög­lichkeit, die bürgerlichen Parteien zur Wahl von ande- - .n,üZtz2izck!Lr« rrl^ymegen. .trat her. lAMaa^ Lgi 'Rtcttaa abend noch zusammen und wählte eliren r '^ui ligliedrtgen Ausschuß, in dem die bürgerlichen Par­teien mit 10 gegen 4 Stimmen die Majorität oem; ii, während sie im ersten siebengliedrigen Ausschuß in der Minderheit geblieben waren. Darin besteh: aber auch der Grund, weshalb aus einem formell ganz nebeusüch- iitten Vorgang der erste Ausschuß gesprengt wurde. Der jetzt gebildete Ausschuß kann nun wieder von vorn an- fauaen. wobei es fraglich sein wird, ob alle Zeugen noch zu ermitteln sind, die die Verbindungen zwischen den Topvelspitzeln »Ziacheur und Dobler und der Po- lizeidirektion hergestellt haben. Die unter dem Namen Solinger austretende Person ist nicht zu ermitteln. Al­ler Wahrscheinlichkeit nach ist es der frühere Leutnant Böhm. Er ist bereits über alle Berge.

Das Schicksal des Memellaudes. w Der General-Gouverneur des Memelgebietes, General Odoru, erklärte einem Pressevertreter gegen­über. daß ein Einmarsch polnischer Truppen oder von Trlwpen eines anderen Staates in das Gebier von Me- mel völlig unmöglich setz Das Schicksal des Memel­landes wird nicht durch eine Gewalt- oder Zwangstat. sondern allein durch freie souveräne Entscheidung der alliierten und assoziierten Mächte bestimmt werden.

Polnische Frechheit kennt keine Grenzen.

* * Aus Danzig wird gemeldet: Der deutsch-katholi­schen Bevölkerung hat sich eine große Erregung bemäch- tigr angesichts des Verlangens polnischer Geistlicher, einige Danziger Gotteshäuser den Polen zu überlassen. In einer großen Volksversammlung wurde der anwe­sende polnische Geistliche, Domherr Michalski, aus dem Saale gewiesen mrd dann eine Entschließung angenom­men, in der die Abtrennung Dauzigs von den polni­schen Bistum Kulm und die Angliederung an das deut­sche Bistum Ermland gesordetr wurde.

Iinierstützuuq Wrangels durch Frankreich.

* General Wrangel erklärte einem außerordentli­chen per trete: Frankreichs gegenüber, daß er seit ent­schlossen sei, den Kampf bis zum äußersten fortzuseyen, um daS russische Volk von der unerträglichen Tyrannei -es roten Regiments zu befreien. Der französische Ver­treter erwiderte, auch Frankreich sei entschlossen, Ruß­land jede moralische und materielle Unterstützung im Kampfe gegen den Bolschewismus zukommen zu lassen.

Waffenstillst««» zwischen Rußland und Petljvr«.

* Meldungen von der bolschewistischen Kampffront zufolge soll die bolschewistische Armee ohne Wissen der Moskauer Reaierung Parlamentäre zu Petljura ge­schickt haben, um ihm einen Waffenstrüsta«» anzuble- ten. Petljura wll das Angebot angenommen haben. Die Moskauer Regierung hat unter dem Druck der ro- oien Armee dieser Vereinbarung zugesttmmt.

Unruhen i* Nvrdrutzland.

* * Genf. lS. C.) DerTemps" meldet aus Helsing- sorS: An der nuttifc^ruinfdxn Grenze vernimmt man seit Tagen schweres Artilleriefeuer in der Richtung nach Petersburg. In Wiborg sind Hunderte von sflüchtliir- gen eingetroffen. Die Russen sperren seit Mittwoch die Grenze durch Stacheldraht ab.

Bolschewistischer Anssian- bet Safser«.

w Der Kaffern-Ausstand in Südafrika nimmt be­sorgniserregenden Umfang cn. Berichte aus Port Eli- fabefb zufolge wird der Aufftand auf bolschewistische Provaganba unter den Kaffern zurückgeführt. Zwei eng­lische Kreuzer sind nach Port Elisabeth unterwegs, um den Ausstand zu unterdrücken.

Muerrsi vom Tage.

w Die Fra»e bet Berfassttug 8er iZrcisiadt Dauzig ist an die Bölkerbundsversannnürng in Genf verivie- seu worden.

Im Gebiet von Odessa, in den Gouvernemeuts Po- dolsk und Eberson ist laut «Berlingske Tidende" ein Aufstand ausgebrochen.

Das sächsische Gesamt-Mmisterium beschloß gegen die «Stimmen der bemotrattfeben Minister, den 9. No­vember zum gesetzlichen Feiertag zu erheben.

Die preußische Regiernng hat gegen 74 preußische Staatsbeamte, gegen die anläßlich des Kapp-Putsches ein Strafverfahren, das aber auf Grund des Amnestie­erlasses niedergeschlagen wurde, jetzt das Disziplinar­verfahren eröffnet.

Bei dem Streit nm die U. S. P. D -Parteikasie« haben lautL.-A." die Ncukommunistcn die Gerichte an- gerufen.

Die tu Italien beschlagnahmten deiltschen Gelder und Wertpapiere werden nach Erklärungen des italieni­schen Ministers für Industrie demnächst freigegeben werden.

Die Bergarbeiter des Beckens von Eharlerol haben beschlossen, den Streik am 1. November zu beginnen.

DerStaatsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz zur Ueberführung der standesherrlichen Bergregale an den Staat.

Hreutzische Caniiesoetfammlung.

Sitzung vom Kreitag, 29. Oktober.

Die zweite Beratung der Verfassung wirb fortge­setzt.

Der von den Deutschnationalen beantragte Zusatz zu 8 1Die LandeSfarben Mid schwarz-wetß" wird ge­gen die Stimmen der sozialdemokratischen Parteien und mit dieser Aenderung § 1 gegen die Stimmen der Un­abhängigen angenommen. Damit ist zugleich Abschrlitt 1 lDer Staat) erledigt.

Der 2. Abschnitt handelt von der Staatsgewalt. Ihr Träger ist nach 8 2 die Gesamtheit des Volkes.

Nach 8 3b rnht die Ansübung des Stimmrechts für die Soldaten während der Dauer ihrer Zugehörigkeit zur Wehrinacht.

Nach einer Debatte wird die Ausschutzsassung an- genommeu.

Nach 8 4 ist das Staatsministerium die oberste voll­ziehende unb leitende Behörde des Staates.

Dr. v.,Kries (d.-n.j beantragt, an Stelle dieser Be­stimmung Vorschriften über die Funktionen eines Staatspräsidenten zu setzen, der für große Staaten un­entbehrlich sei.

Abg. Dr. Leidig (D. Vpt.) empfiehlt einen gleich­artigen Antrag seiner Partei.

Die Anträge werden gegen die Rechte abgelehnt. Es bleibt die Ausschutzfassung.

Die Fassung des 8 4a (Ausübung der Rechtspflege durch unabhängige, nur den Gesetzen unterworfene Richter) wird nach den Ausschnßbeschlüssen aufrechier- Halten.

Abschnitt 3 handelt vom Landtag. Die Sitzungs­periode dauert 4 Jahre. Die Wähler müssen minde­stens 20, die Gewählten 25 Jahre alt sein. Die Wahl­prüfung erfolgt durch ein Wahlvrüfungsgericht, beste­hend aus 3 Abgeordneten und 2 Oberverwaltungsge- richtsmitglieöern.

Ein Antrag der Sozialdemokraten, auch das Wühl- barkeitsalter auf 20 Jahre herabzusetzen, wird abge­lehnt.

Zlbschnitt 3a handelt vom Staatsrat. Der grund­legende § 24 a bestimmt: Zur Vertretung der Provin- ^errT>Ll.cher Geietzacbmlg und Verwaltung des Staates wird ein Skaatsrat gebildet.

Abg. Hoctzkch (d.-n.) will den Staatsrat nicht nur als Vertretung der Provinzen, sondern auch der Be- rufsstünde gebildet wissen.

Sonnabend 11 Uhr: Fortsetzung. Schluß 6 Uhr.

Der Erotzhessische VirlschajisbunS.

Uns wird geschrieben: Deutschland ist durch den verlorenen Krieg und die Revolution am Zusammen- brethem Seine Stärke beruhte von jeher in dem deut­schen Bürger und Bauern. Sie haben am meisten un­ter den heutigen Verhältnisse zu leiden. Des Arbeiter­standes haben sich radikale I-ührer bemächtigt, die ihn weit unter sein früheres Niveau zogen und die es durch geschickte Agitation vermochten, die Arbeiter als allei­nige Träger des Staates darzustellen, und zu verlan­gen, daß er als solcher auch die Herrschaft in ihm aus- übt. Der deutsche Bürger und Bauer ließ sich dadurch vollständig einschüchteru. Aber endlich besann er sich auf feine ursprünglich. Macht, nicht mehr bedingunas- los beugte er, sich jenem Volksteilc, dem als Teil des Volksganzen seine Rechte selbstverständlich zugestanden werden. Er beanspruchte die gleichen Rechte wie das Proletariat. Die Stärke des Arbeiterstandes ruht in 'einen Gewerkschaften. Deshalb müssen sich Bürger nnd Bauer auch in einer Gewerkschaft zusammenschlietzen, d. h. tu einer Vereinigung, die sich ihre Führer wählt, und diese Führer müssen wiederum als Vertreter der hinter ihnen stehenden Masten, die ihnen bedingungs­los folgen, in der Lage sein, zu deu maßgebendeu Re­gierungsstellen hingehen und Teil am Staatsleben so­wohl in der Politik Ivie in der Wirtschaft nehmen zu könne«.

Die Ohnmacht des nicht organisierten Bürger- und, Bauerntums gegenüber beut Einfluß der organisierten sozialistischen Parteien aller Richtungen im wirtschaft­lichen und politischen Leben habe« das Bürger- und Ba«cr«i«m Großhesjens, Waldecks und Thüringens ncranlaht, sich in einem Verbände zusammenzuschlietzen, der die Interessen dieser beiden Stände in gewerksämsi- licher Art vertreten wird. Im Grotzhessffchen Wirt- fchasiZbund wird jeder Unterschied in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht abgelehnt. Es gibt in ihm keine konfessionelle Ausschaltung, alle Elemente, die staatserhaltend ivirken wollen, schließen sich in ihm zu­sammen. Ihm liegt jede Art polizeilicher oder> militä­rischer Maknahvtcn fern. Auf vollständig gesetzmäßi­gem Wege will er das K:r:n Teutschen gewährleistete Recht an der 'Erhaltung des Staates ausüben und in der Abwehr bei Anschläge« auf diese mit denselben Mitteln wirken wie seine c^gner. Den: Großhessischen Wirtschaft-bund gehören ar.: Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, Großhandel, K einhandel, Hotel- und Gast­wirte, Aerzte, Zahnärzte, .-'ivo.-eker, Tierärzte, Rechts- amvälte, Techniker, Gbcm^e;. turnte usw., deren Ver­bände sich ihm entweder ^r.eeaiio angeschlossen haben oder einzeln beigetreten im'-. Tcr Verband hat bereits eine derartige Mächtigkeit erlangt, daß seine Führer ein gewichtiges Wort mit in die Wagschale werfen werde«.

Wissenschaft Kunst nnd fciterahir»

Ei« vorgeschichtliches Urnenfelb ist, wie inHessen­land" berichtet wird, an der uralten Straße am fitste des Ring- und des DrcicuberaeS bei Unterweißenborn,

Sie nach ThürMge« yinetnfüyrt, autgerunoen nwrocn. 3 Zuületch wurde« die Reste einer Siedlung her Stätten , «as der Zeit um 100 n. Chr. entdeckt. Es sind bis jetzt 10 mehr oder minder gnterhaltene altgermamsche Brandgraber mit reichhaltigen Knochenresten sreigelegt, aus denen Bronzeftbeln und drei Psosteulöcher als Ueberreste eines germanischen Hauses geborgen wurden. ;

Für das Preisa, tsschre.be« über «e«e Männerklei- d««g, das vom Bund der Erneuerung in Berlin ausge- > gangen ist, ist tue Einlteferunasfrist bis zum 1. Dezeor- - Der verlängert worden, da der Zeitungsstreik störend gewirkt hat. Das PreisatlSschreiben soll eine Erorke- ruug darüberherbetführen, wie die notwenöigeVeretn- mchung der Mannerkleiduna mit Wirklichkeitssinn und Geschmack burchgesührt werden sann.

Vennisdites.

Zu der Unterschlagung bei »er Abwicklnvgsstelle des Slurmbätasllons 8 erklärt die Nachrichtenstelle des Rcichswebrmtulsteriums, daß es sich nicht um den Be­trag von zwei Millionen Mark, sondern nur um etwa 400 0M Mark handele. Ueber den Betrag von 1,6 Mit- notiert Mark seien Belege vorhanden.

** Vor dem Bolksgericht in Straubing hatte sich der praktische Arzt Dr. Hornes wegen Beihilfe zum Tod- fchlagsversuch zu verantworten. Der angeklagte Arzt war gegen eine Bezahlung von 20 000 Mark dem Ba^rnhofbesitzer Geiger behilflich gewesen, dessen Frau durch stark wirkende Einspritzungen mit giftigen Arz­neien zu töten. Nach mehrstündiger Verhandlung ver­urteilte das Volksgericht den Arzt mir zu einer Zucht­hausstrafe von zwei Jahren mit Rücksicht aus den Um­stand, daß der Versuch mißlungen und die Frau am Leben geblieben war.

Eine Mine brächte ein Fischkutter in dem von den Deutschen gereinigten Feld von Herthas Flaak mit bem Fischnetz an die Oberfläche des Wassers. Die Mine be­rührte das Achterteil des Schiffes, doch gelang es, die Fischgeräte sreizumacken. und die Mitte sank, ohne zu; explodieren. Es ist dies das erstemal, daß, seitdem die Deutschen die Minensuche beendet haben, bei Herthas Flaak eine Mine festgestellt wurde.

Vo« glühenden Kohle« verschüttet wurde ein Ar­beiter auf dem Gaswerk in Braunschweig. Der Unglück­liche verbrannte, ehe man ihm Rettung bringen konnte.

Nach einem Kampf mit Kriminalbeamte« ist in Hannover der von mehreren Staatsanwaltschaften ge­suchte Einbrecher Langensteiner aus Ratingen jestge- nommen worden; er ist durch einen Schutz schwer vcr- mundet worden.

Im Handgemenge erschossen. In Bischofswerda kamen nachts im Auto von Meisten der Pferdehändler Lehmann aus Bautzen, der Mühlenbesttzer Richter aus Bautzen und ein Gutsbesitzer Lehmann und pochten Ru Wirt des HotelsKönig Albert" heraus, weil sie eine Tasse Kaffee trinken wollten. Anscheinend war die Bk- lenchtung des Wagens nicht in Ordnung, so daß die In­sassen mit dem Schutzmann Kühne in Streit gerieten, andere Polizeibeamte wurden binzugerufen, es kam zum Handgemenge, bei dem der" Wachtmeister Schuster von seinem Revolver Gebrauch machte und Lehmann tötete.

Die Tschechisier««g des Rieseugebirges. Seit lan­gem gehen die Tschechen barauf aus, das schöne deutsche Riesengebirge zu einer rein tschechischen Touristendo­mäne zu machen. Den Deutschen soll der Besuch des' Niesengebirges durch Ersetzung der deutschen Bauden- pächter durch tschechische nach Möglichkeit verleidet wer­den. Dieses Ziel ist, wie die Präger Nar. Pol. trinm. phicrend berichtet, jetzt schon teilweise erreicht. Die ?ter« Pachtung der Harrachschen Bauden im Riesengelstrge an Tschechen wurde hurchgeführr. Außerdem ist ein großer Teil bedeutsamer Bauden in die Verwaltung von Tsche- schen nbergegangen.

Fortgesetzte Betrügereien in Berlin, die von einer Anzahl ungetreuer Postausbelfer seit mehreren Morm- ten verübt wurden, hat die Shrimtnalpulizei in Verbin- > dung mit der Oberpostdirektion ein Ende gemacht. Auf mehreren Postämtern in Berlin nnd Tegel wurden ge= fäschte Postanweisungen, die sich im einzelnen auf 900 bis 1000 Mark beliefen, in den Betrieb eirtgefchmuggelt.' Die Anweisungen waren vorwiegend an Inhaber von; Zigarren-, Zigaretten- und Likörhandtungen gerichtet. Die eingeschmuggelten Anweisnnen wurden bet der Post als Fälschungen erkannt. Zwei der Betrüger sind in Hambnrg verhaftet worden. Drei weitere Aushelfer wurden auf Grund der weiteren Ermittlungen in Ber­lin und Tegel verhaftet. Die Fälscher haben auf biete Weise nahezu 100 000 Mark in die Hände bekommen.'

Die terroristischen Anschläge in Madrid haben in > letzter Zeit eine starke Zunahme erfahre«. In Sara- unncE wurde gegen die medizinische Fakultät der Univer- ütä- eine Bombe geworfen, die bedeutenden Schaden am richtete. Opfer an Menschenleben umreit nicht zu vex- zeill neu. In Murillo und Barcelona würbe ebenfalls bnreh 'Bombenwürfe großer Schaden angerichtet.

5" ? Pachtreckt vo« gauz Porboftfibirien, östlich vom 116. Meridian, einschließlich der Halbinsel Kamtschatka, ein Gebiet von einigen 400 000 Quadratmeilen, mit dem alleinigen Recht der Ausbeutung von Kohlen, Oel und Fischen hat nach einer Petersburger Meldung das ame­rikanische Simdikat Bauberlui fitr 60 Jahre erworben. Das Sonbifat hofft, im Frühjahr 1921 das Gebiet über- nebrnen und mit der Tätigkeit leginnen zu können. Die Lachsfischerei soll an Konservenfabriken verpachtet wer-' den, die jetzt in Alaska tätig sind.

Einer, der feinen «e«e« Titel haben will, Wie dem Täal. Korresp. aus KEantinopel geschrieben, wird, aelit der türkische Sultan ernstlich mit der Absicht:? um, auf einen Teil seiner Xitel Verzicht zu leistend Es geschieht dies offenbar in der Erkenntnis dessen, baK seine Titel den wirklichen Verhalinrssen ganz und gar nicht mehr entsprechen. Taten sie das nämlich, so wäre er der mächtigste Mann der Erde. Seine Titel lauten, um nur ein paar hcrauszuaresten: Sultan der Sul­tane, Kaiser der Kaiser, Schatten Gottes auf Erden,, Bruder der Sonne, »err, her die Kronen verteilt, Herr,.^ der auf allen Thronen sitzt, eein Hof ist die Wohn» stätte des Steges, und zu.Wen seines Thrones siu- bet die ganze Welt eine Zuflucht. Man muß zugeben, daß viele, ja bic meisten btefer iiberfchnzengllcfieu Titel, hub Beinamen, heute beinahe wie «pott und Hohn flUi= gen, wenn man die, leider armielige Rolle bebentt/bio derBeherrscher aller Gläubigen" vorerst zu ipteleir ge­zwungen ist. t

Heiteres vom Tage. Modern.Also fn/fein 14 deine Herrschaft, daß sie jede, Wei 3lÄ %Ä?5 Mimm:Jawohl und sogar mich rUfeit fit: Minne- riete!" Drohn« g. ,Ick biTn dir ;en§ üftz« Stopp, bet deine Sogen m't deinem^irostcn Zeh Svch§«tidsech- zig spielen können-' Strümpfe. Ein junger Russe, der eben nach Deutschland fam, suchte sich nach Möglichkeit in der deiltschen spräche znrec^tzhfiuben und sich möglichst verständlich zu machen. Eines Tage» uill er etwas.kaufen, deiscu Bezeichnung tnm entfallen ist. Er weiß sich zu helfen. Ei geht in den Ladeil unb fordert:Handschuhe für die Fußfinger."