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Rr. 252 "^"Ä'V^^ Donnerst«,, de» 28. Oktober ""^LLkÄ^^ 1920

Die ZeslfleAllng der DiederW!mach»W. ÄMÄ^^^^^

Frankreichs Borschläge. Über die Entwaffnung der Bevöiker«»- u

: Eine Jntev-

w Aus dem Haag wird demB. T" gemeldet: Nach denTimes" hat die letzte Note Frankreichs an England über den Weg, auf dem die deutsche Kriegsentschädigung festzuitellen ist, folgenden Inhalt: 1. Es wird eine Sach- verständigen-Konferenz der Hauptmächte, Belgien ein- geschlossen, einberufen, die von dem Wiederherstellungs- auSschutz berufen wird und die deutschen Vorschläge, die von den deutschen Sachverständigen vorzulegen sind, untersucht. 2. Der Wieberherstellungsausschuß macht anfgrund dieser Konferenz einen Bericht an die aüiier- ten Regierungen. 3. Die alliierten Regierungen prüfen diesen Bericht auf der Konferenz in Gens. 4. Die deut­schen Vertreter werden dorthin berufen, um wie in Spas zum Thema gehört zu werden. Sachverständige nehmen an diese« Beratungen teil. 5. Das Ergebnis der Kon­ferenz von Genf geht wieder an die Wtederherstelluugs- kourmissio«. Die Wiederherstellungskommission, die be­reits im Besitz der Schadensanfstellungeu der verschie­denen Regiernnge« ist, kann nunmehr ihre endgültige Stellungnahme vornehmen. 7. Diese letzte Entscheidung geht an den Obersten Rat, der von ihr Kenntnis nimmt . und entscheidet, welche Maßnahmen zu treffen sind.

Nachgeben in der Dieselmotoren-Frage?

* Auf eine Anfrage nach dem Stande der Diesel- motoren-Angelegenbett erklärte Handelsmtntster Hamm im bayerischen Landtage, daß die Gefahr eines Bauver- Votes von Dieselmotoren als abgewendet bezeichnet wer­den könne. Die Reichsregierung wird aber weiterhin nichts unterlassen, um auch die Gefahr einer Zerstörung der ursprünglich für Unterseeboote gebauten, aber nach' dem Friedensvertrage znr Verwendung für gewerbliche Zwecke freigegebenen Dieselmotoren abzuwehren.

Der Bölkerbnndsral.

Der Völkerbundsrar beschäftigte sich mit dem Lr- gebnis der Brüsseler Finanzkonserenz, über die Bour­geois Bericht erstattete. Es wurde ein Bureau zum Studium der Finanzsragen beschlossen. Tittoni erstw- tete seinen dem Inhalt nach bereits bekannten Bericht über die wirtschaftliche Lage der Welt UN" über die Rohstoffmonopole und schloß mit der Forderung, daß

werde.' Balfour erklärte, er teile die stcht Aenischen Vertreters nicht.

Die Kohlenlicfernnge« an die Eatevte.

w. Genf. (S. C.fJournal des Debars". stellt fest, baß bis zum 20. Oktober die im Oktober fälligen Koh- lenmengen von Deutschland bis auf wenige sonnen ge­liefert worden sind.

alküllunften au» der zriede«sko«!erenz.

Größtes Aufsehen in allen politischen Kreisen Lon­dons erregt das Erscheinen eines Buches, das von der Londoner Presse vielfach in Parallele mit dem berühmt gewordenen Werk des Prof. Kennes gestellt wird. DaS Buch ist betiteltDas Zustandekommen der Wiedergut- «achungs- und Wirtschaftsbestimmungön des Frtedens- vertrages" und hat zum Verfasser Bernard M. Baruck, der, ein enger vertrauter Wilsons, zurzeit der Friedens­konferenz als Finanzberater der amerikanischen Frie-- »ensbelegatton in Paris tätig war. Baruchs Buch be­faßt sich zum größten Teil mit der Schrweruuä des Kampfes um die Wiedergutmachung und bietet nach dieser Richtung hin wertvolle Erganzuirgen zu den Darstellungen Keynes' uno Tardieus. Das HkAptinterefse des Werks beruht tn den zahlreichen neuen und bisher unveröffentlichten Dokumenten, dre ihm beigegeben sind. Von Interesse für Deutschland sind insbesondere zwei Enthüllungen Baruchs. Der dama­lige französische Minister Klotz war es, der mit aller Energie den Standpunkt vertrat, daß alle dem Waffen­stillstand vorausaehenden Verhandlungen durch die Umstände, unter denen der Waffenstillstand selbst Unterzeichnet wurde, hinfällig geworden seien und aufgehört hätten, irgend welche Gültigkeit oder auch nur Tragweite für die Friedensbedinaungen zu haben. Klotz sagte damals in einer Sitzung:Deutichland kapitulierte am 11. November, weil es niedergezwungen wcw, und nicht, weil es die Bedingungen des Präsidenten Wilson annehmbar und billig fand. Zwischen der deutschen Re­gierung und den alliierten und assoziierten Machten cn» stiert nur ein Dokument, das Form und Bedeutung ei­nes Abkonimens hat und vernünftigerweise so genannt werden kann, das ist der Waffenstillstandsvertrag vour

November 1918" Die zweite interessante Feststellung ist die, daß die Aufnahme tener ReMmmunu m den Friedensvertrag, die Deutschland die Zahluna der Pensionen auferlegt, einem Memorandum des Ge- «erals Smuts zu verdanken tst, in dem die Ansicht ver­treten wurde, die Zahlung der Pensionen durch Deutsch­land könne ruhig in die Kategorie der Schäden der Zi- vilbevölkernug eingeschlossen nurde«. In »iescm iPunkte $»eXKM ÄVAStÄ» ken des Präsidenten Wilson beseitigte.

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Ja, Ardeilsprogramm der veichrlager. «SSSSW

___________________________-ts des Gesetzes über die Entwaffnung der Bevölker»«« und eine Inter- pellation betreffend die Heruichtung der Dieselmotoren. Es folgt dann die erste Neratnng über den Harrshalts- plau. Die Atzung wird eine hochpolitische Rote bekom­men durch die geplanten Kanzler- und Mintsterreden. Den Reigen wird der Reichskanzler Fehrenbach eröffnen. Ob er sich nur mit innerpolstischen Fragen befassen wird, steht noch dahin. In den Reden der Parteiführer wer­den die Parteitage von Helle, Cassel uNd Hannover einen breiten Raum einnehmen. Bor allem aber wird der

Fall Hervres aufgrund des Casstler Parteitages von den sozialdemokratischen Rednern aufgeworfen werden. Jedenfalls wird Mittwoch oder Dormerstag auch der Minister des Aeußern Dr. Simons die außenpolitische Lage behandeln. Anschließend wird, was natürlich ist, der Retchsfinanzminister Dr. Wirth zum Etat Stellung nehmen und Finanz- und Steuerfragen erörtern. Im Mittelpunkt des reichen politischen Beratnugsstoffes wird wohl die oberschlefische Autonomie- und die Sozia- lisieruugsfrage sieben. Man darf mit einer Aussprache rechnen, die mehrere Sitzungen in Anspruch nimmt.

Vor einem SenetalSreif in Berlin.

- Die städtischen Arbeiter in Berlin haben ihre Lohnforderunge« bis zvm 2. November befristet. Das GewerkkchastskarteN hat i«,zwischen das Eingreife« der Technischen Nothilfe zur Änfrechterhaltuug her Gas-. Licht- und Wasterversorguug der Reichshauptstadt alS Grund zum sofortige« allgemeine« A«sttand in Berlt« bezeichnet. Der Generalstreik dürfte diesmal ansg« sprachen politische« Charakter trage«, wie es in der kom- mnuistischeu Bersamwlvvg am Sonntag Heretts ««ge­kündigt morde« ist. Der Generalstreik soll die Antwort a»f die Ausweisung der russischen Sowjetverireter mr8 Deutschland darstelleu.

Zum Tode des Bntgetmeifiets non Kots.

w Nachdenl die englische Regierung bezüglich der Verhiuderuua von Demonstrationen für Mac Swiney beruhigende Erklärungen erhalten hat, hat sie die feier­liche Zlufbahrring der Leiche des verstorbenen Bürger­meisters von Cork in der Scnts'm ^ Kathedrale gestat- -M. - toi ^iu.uÄii .tot* *».. .AVi Wlj^g .M Trauermesse für den Verstorbenen lesen. Hteräuf wird die Leiche nach Irland übergeführt werden, und zwar wird sich der feierliche Zug durch das Herz Londons zum Elision Bahulw' bervegeu. Vertreter der nationalen Verbände aus ganz Irland werden in London erwartet.

Die englische Presse konnnentiert im nllgememen den Tod Mac Swinens mit Worten des Bedauerns und weist auf die Wirkung in der ganzen Welt hin.Man­chester Guardian" greift die Regierung heftig an.

Die Polizei in Lmrdon bat umfangreiche Vmcklchts- matznahmen getroffen. Alle aus Irland eintreffenden Reisenden werden überwacht. In Kingstown wurde» acht bewaffnete Männer, die unter chrer ZiMlkleiduv« Sinnfeiner-Unisormcn trugen, verhaftet.

Zum Tode des Griechen-Königs.

w Geuf. lS. C.) Havas meldet am Dienstag nach­mittag aus Athen Der König ist eines «atiirliche« Tode : gestorben. Die Todesursache ist in eruer Kr-ankheit zu suchen, die den König vor längerer Zeit befallen hatte. Der Ministerrat hat nicht die Abtzcht, die Rückkehr dev Königs Konstantin nach Griechenland zuzulasien. An­dererseits ist auch kein Antrag an das Parlament auf Aenderung der griechischen StaatSform in Aussicht ge-

nommen. . _ . .

« Basel. (S. E.) Laut demBasier Anzeiger" wird dem PariserTemvs" ans Athen gemeldet, daß der Tod des Königs von Griechenland drei Tage lang geherm gehalten worden ist. Man glaubt, daß die Ursache des Todes nicht in dem Biß eines tollwütigen Affen zn suchen sei. Heber die Todesursache liegen in der Oeffem- lichkert nur Mutmaßungen vor, da eine Leichenöffnung nicht vorgenommen worden sei.

Zürich. (S. C.) DerTaacsanzelger" meldet aus Rom? Hier lagen Nachrichten über Korfu vor, wonach - in Athen die Minister unter Vorsitz Benizelos die Ur­kunde über den Tod des Königs unterzeichnet haben, die alö Todesursache Herzschwäche angibt. Der Ministerrat hat die Vereidigung der Truppen auf den 6. November festgesetzt. Das ist der Tag vor den Kamwerwahlem In Athen erwarten weite Volkskreise die Rückkehr des Königs Konstantin auf den Thron, die aber nicht erfol­gen wird, da der Exkönig Lugano bis jetzt nicht ver-

täte liegen in der Oeffenr- :, da eine Leichenöffnung

w Rotterdam. lS. C.) DieXimeS" melden anS Athen, daß die Demonstrationen der letzten Tage in Athen ruhig verlaufen sind. Der Tod des KöniaS «r ruhig aufgenonmren worden. Die Oeffentlichkeit spricht lediglich darüber, daß kein ärztlicher Krankhettsberickt veröffentlicht worden ist. Die Regierung wirb voraus­sichtlich nähere Mitteilungen nur in einer geheimen Sondersitzung der Kammer machen. Die am 7. Novem­ber neu zu wählende Kammer soll am 20. November zu- sammentretcn. , _

** R«u. (B. T.) Eine Athener Depesche desTcnwo" meldet: Benizelos, dem die Kammer zwei^llos die Re­gentschaft übertragelr würde, würde skrupellos alle Mit­tel anwenden, um die Wahlschlachtzu dessen fei die Lage für Benizelos,nicht se

die ffo

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der neuen Provinzen seien lv» viele seiner früheren «

winnen. I«- denn

Die «önigsfrage in Griecheuland.

n* In Athen herrscht m den polittschen Kreise« in­folge des Sinfcheidens des Königs Alexander große Er- r^Mlua. Die Frage der Nachfolaeichaft wird ieiden- schastlich erörtert. In den Benizelos ergebene» Kreisen wird als Nachfolger Prinz Pa«l, der tüngste Sohn deS Königs Konstantin, genannt. Benizelos erklärte, die Verfassung bezeichne den füngeren Bruder deß KSuigS Alexander, Prinzen Paul, als Thronerbe, wofiir mau iebM erst die Zustimmung seines Vaters, des KönraS Konstantin, einholen müsse, während sein längster Sohn bei der Uebernahme des Thrones gewisse Zusagen über die Beziehungen zwischen seinem Vater und ihm ma­chen müsse. König Konstantin erwarte seine Zurückbe- rufung auf den Thron durch das Volk und habe daher seinem fünasiem Sohne die Erlaubnis zur Uebernahme der Krone GriechenkandS versagt. Benizelos glaubt nun, der Ausfall der Wähle» werde König Konstantin eines anderen belehren, sodaß er seinem Sohn nur aus persönlichen Gründen die Krone vorenthält.

* Ministerpräsident Benizelos erklärte einem Presie- vertrster gegenüber, es sei sicher, daß Prinz Paul den griechischen Thron besteigen werde. Alle qegentrilioen Gerüchte seien eine Machenschaft der Anhänger des Er- fettlos Konstantin. Die Regierung werde, wie B«rt- zelos sagte, eine Regentschaft einsetzen, und nach den Wablerr werde Prinz Paul den Thron besteigen. Die griechische Regierung habe weder die Ausrufung der Republik beabsichtigt, «och habe sie die Berufung eineS auswärtige« Prinzen auf den griechischen Thron i»S A«ae gefaßt.

Neuer italieuischee Botschafter tu Berlt».

b* Der Direktor des Turiner WattesStampa", Se­nator Fraffatt, soll znm italienischen Botschafter in Ber­lin ernannt werden. Der bisherige italienische Botschof« Ler in Berlin, de Martini, ist für den Londoner Post« ausersehen.

w Berlin tB. T.) Einem Telegramm zufolge wird

zum italienischen Bwichafter in Berlin formell demen­tiert.

8re»züberschreit««sex in Ostpreuße».

* Berti« (B. T.) Nach einer Mitteiluna des Presse­dienstes der preußischen StaatSregierung ging am 14. Oktover M»» «Mew^snerer «rupp «*t» äKuria «md

zwei Offizieren von der ehemaligen Freiwilltgen-Pokl- zettruppe, die am 8. auf Wunsch der EMenie ausgelüW wrobcn war, und am 15. ein Trupp von drei Offiziere« und 300 Maitv nördlich und südlich von Eybkuhue« über die Grenze. Es fanden ferner Teilübertritts vo« insgesamt 150 Mann statt. Grenzüberschreitnugen mit Geschützen, Maschinengewehren und Mtnenwerfern ha­ben nach den Feststellungen des Regierungsprüsideute» von Gumbinnen nicht stattgefunden.

Die Berbaudlunge« Wer Dauztg.

- Genf. (S. E s Havas meldet: Die B konferenz hat sowohl dem Freistaat Danzig Polen eine Frist v»« 10 Tage« zur nochmal' funa und zur Annahme des übermittelten entwurfes aewähri.. Die Botschafterkonferenz bat für den Fall des ftuchtlosen Verlaufs dieser Frist endaMttgen Maßnahmen vorbehalten.

Vorsichtsmaßnahmen in Rom.

» Zürich. (S. C.» DerTages-Anzeiger" aus Rom: Der Ministerrat erteilte dem P fetten für Sonntag die außerordentlichen Bo zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung.

Die Streiklage in England.

w Genf. lS. C.i Wie die Blätter aus England m*i den, bat die Mehrzahl der englischen Gewerkschaft«», eine abwartende Stellung gegenüber dem Bergarb«»- terstreik eingenommen, eine soforttge Dtreikerklärung» aber abaelehur. Die Lage sei entgegen den ausländi­schen alarmierenden Gerüchten nicht ernster als te^ct Streikveweamra. Die öffentliche Ruhe ist uns AuS-j nähme einiger Ausschreitungen in Birminzcham und- Manchester nicht gestört worden.

Der Mittella«dka«al.

** Eine in asemitterobc stattgefundene Besprechun» von Vertretern des Reichs und aller an der Vollendung des Mittellandkanals interessierten Länder führte zu dem Ergebnis, daß daß Reich schon jetzt vor dem Ueber- gang der Wasserstraßen in eine Prüfung der Kaualfon« etutritt, um dem Reichstage so bald als möglich eine, Vorlage unterbreiten zu können.

Bolschewistische Propagaaba-Gelder.

durch eine» Dermittler vornehmen ließ und der« lös dann dem Zahlmeister 6er Sowjetregierung, 6 mann, für Propagandazwecke übergeben wurde. Zusammenhang hierrnit teilt das Blatt mit, datzNmö sorgfältigen Erkrmdtgnngen der Anschein bestehe sollte für die MonatSwende Oktober-November große Streikbewegung entfesselt werden

Umsturzprvpigauda der htierniettfn Russe».

* Der Magistrat der Stadt Hameln gibt Als vor einig etwa 8000 rüst Notwendktzkett