Widder Tageblatt
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j fl»r«>se»preile- die einspaltige Petit-eile oder j j >«ren Rann V Pfennig, answörts v> pfwug, ; : im kexlleü Alk. - .— / Fernsprecher Hummer 8. :
BrWel.
Als die Staatsmänner der Entente nach Beendigung des Krieges daran gingen, die Welt politüch neu ein- zuieilen, als sie große Staatengebilde mit Jahrhunderte alter ruhmreicher Vergangenheit zerstörten oder auf- teilten und an ihrer Stelle ein Staatengewirr der verschiedensten Nationalitäten ausrickteten, das einen eisernen Ring um das am Boden liegende Deutschland bilden sollte, und selbst aus dem Ricsenkörper des ohnmächtigen Deutschlands ein Stück nach dem andern, hackten, da waren sie, umgeben mit der Glorie des Sieges, stolz auf ihr großes Friedenswerk, das künftighin jeden Krieg unmöglich machen soll, stolz in dem Bewußtsein, daß es in dem alten Europa fürderhin nur noch eine mächtige Koalition aäbe, die vermöge ihres politischen und wirtschaftlichen Uebergewichts und ihrer überragenden inneren Jntension für immer die Geschicke der Welt und vor allem Europas leiten könnte. Sie haben damals aber offensichtlich oder geflissentlich übersehen, daß es politisch unklug ist, mächtige Völker in eine Zwangsjacke zu stecken, unb daß eine politische und wirtschaftliche Knebelung auf die Dauer unmöglich ist, wenn die unterdrückten Völker sich wieder entwickeln, sie ihren Verpflichtungen nachkommen und wenn die Folgen der Unterdrückung nicht ihre Schatten aäf den Bedrücker werfen sollen. Ueber die Wirkungen des Versailler Friedensvertrages dürften ihre Urheber eigentlich nickt im 8messet gewesen sein. Aber sie haben die Folgen dieser strkuttgön verkannt, die über Stube, Boulogice, Spaa und Aix-les-Bains nun nach Brüssel geführt haben. Es ist das Verhängnis für die gaüze Menschheit, daß man im Lager der Entente — obwohl es auch dort genug einsichtige Politiker gibt, die sich leider vergeblich bemühen, auf die Gefahren hinzuweisen, die sich aus den schweren, unerfüllbaren Verpflichtungen des Friedens- vertrages fontoM für die Besiegten als auch die Sieger ergeben — ängstlich vermeidet, die Fehler der Friedenskonferenz wieder gut zu machen und das Uebel an der Wurzel zu erfassest.
Seit länger als einer Woche sind nun die F i n a n z - und Wirtschaftssachverstänöiqe'n, fast der ganzen Welt in Brüssel zusammen, um die Finanz- und WirUckastslage der einzeln-u Ajaate^ zu ermen urch —eine geeiane-e Grundlage zu Waffen, auf der ein geregelter internationaler Wirtschafts- und Kreditverkehr aufgebaut werden könnte. Bisher haben die Erörterungen zu irgend welchen positiven Ergebnusen nicht geführt, sondern sie haben nur rein afüberlisten Wert. Für die einzelnen Beratungsgegenstände sind besondere Kommissionen eingesetzt worden, die die Materre eingehend zu untertzrchW und das Ergebnis in einem MeRSräMRm der Konferenz vofWecieu haben. Die Erörterung der Prooleme hat gezeigt, daß es außeror- Sentlick schwer ist einen Ausweg aus den chaotischen Zuständen zu finden, in die die alte Welt geratest ist. Zkach den Finanzberichten der einzelnen Staaten haben nur die Neutralen, die Vereinigten Staaten von Nordamerika, Japan und China einigermaßen geordnete Finanzen. Wenigstens ist der Krieg ohne größere Folgen an ihnen vorübergegangen. Aber auch der Flimnzbe- rickt Englands zeigt bereits wesentliche Ansätze zur Besserung der Fistanzlage des Landes: es sind schmr 100 Millionen Dollar zur Tilgung der äußeren Schuld eingesetzt worden. Im übrigen hat Englmid einen geordneten Etat, wenn sich auch in ihm die große Verschuldung des Landes widerspiegelt. Der Finanzbericht Frankreichs bezeichnet die Lage als sehr ernst, stellt aber ebenfalls eine geringe Besterung für dM Schlun des Finanzjahres in Aussicht. Eine ganz wesentliche Belastung bilden die Ausgaben für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete. Frankreich hat bereits -21 Milliarden ^ranken dafür in den Etat eingestellt. Sie natürlich vo^ Deutschland erstattet werden sollen. Das französische Finmizerposee richtet denn auch-einen Appell an die Konferenz, Frankreich in diesem Sinne zu unterstützen, beiseit Bevölkerung heute mehr Steuern zahlen mußte als die jedes anderen Landes. Diese Behauptung ist aber nicht richtig. Die Steuerlast am bett Kopf der deutschen Bevölkerung ist weit größer als die der frau- zösischen. Hier darf nicht der Wechsel-, sondern muß der Mähruuaskurö zugruiide gelegt werben. . Das traurigste Bild völlig zerrütteter <v t = nanzen bietet abgesehen von der trostlosen Finanzlage der nengesckassenenen Staaten auf dem Terrrio- rtum der ehemattgen östereickisck-unaarisck-n Monarchie inth Pvlens bc1' beut sehe Fmanzbel,cht. Nach den übereinstimmenden Berichten, ententiftifcher Blätter hat denn auch der deutsche Bericht feinen tiefen Eindrrckk auf die Konferenzteilnehmer nicht ve«. 6* he ßt allerdings, daß die Entente einen Gegenbericht znmm- menftellen Mid gegen die dentsche Finanzgebarung protestieren werde, mit alleren Worten, die Cnicntc wird versnckcn ihren Einfluß auf die deutsche »'■inartAwirt- scbaft geltend zu machen, rvenngleich dies ja ein unzttlai- siger Eingriff ist, der erheblichen Wchmstandcn begegnen dürfte. Aber auch dadurch ®ürbe bte Eickente nur wenig an unserem Finanzelend ändern. Etiw Besserung kann nur erreicht werden, wenn nns die Entente die Möglichkeit gibt, Rohstoffe oinzuMiren, damit wir mehr arbeiten nub Werte schaffen unb ckirck eine erhebliche Steigernng der Ausfuhr von -veri mabi ttaten den Passivposten in unserer Handelsbilanz in einen entsprechend hohen Aktivposten umwandeln können Aber dafür sind Boranssetzunaen notwendig, gegen die die Entente sich heute noch mit Handen nndFühensträubt, nämlich: die Revision des VersaGer Friede sver^ageS. Man will es allenfalls mit Palliativmitteln versmhcn, die aber bei der völlig verworrenen Finanz- nnd Wn/- schaftSlaae aänzlich unzulänglich sind. Es ist deshalb
auto verstansuck, oatz der amerlkanische Vertreter Boy- sen keine Hoffnung auf eine finanzielle Hilfe Amerikas machte und der Entente nianche unangenehme Wahrheit sagte, deren volle Berechtigung besorrders in den Beratungen über die internationalen Handelsbeziehungen bestätigt wurde. Er wies nämlich darauf hin, die Streit- । art zu begraben und die Hände gemeinsam an den ! Pflug zu legen, d. h. die Sieger sollten von dem Besieg- ' ten nichts Unmögliches verlangen. Die Knebelung des ; freien Handels ist für den Güteraustausch ein großes Hindernis, das unbedingt beseitigt werden muß. Es wurde anerkannt, daß alle Nationen das Recht auf Rohstoffe haben, und dieser Grrmdsaiz muß durch- aewhrt werden, wenn der für eine gesunde Volkswirtschaft notwendige Ausgleich in den wirtschaftlichen Wechselbeziehnngen geschaffen werden soll. Das ist aber nicht möglich, wenn die Rohstoffländer ihre Rohstoffe nickt absetzen und die Industriestaaten aus Mangel an Rohstoffen nicht arbeiten können. Diese Frage muß gelöst werden, dann wird auch eine Konsolidierung der Finanzlage und eine Ausgleichung der Wechselkurse möglich sein.
Natürlich sind dafür neben eigenem Schiffsraum noch großzügige Transaktionen internationaler Kredttgewährnrlg notwendig. Allem Anschein nach hat man aber die Organisierung eines internationalen Kredits an Deutschland abgelehnt und dafür der Aufnahme allgemeiner Zivangsanleiben zugestimmt, was, wenigstens für Deutschland, eine Operation mit gänzlich untauglichen Mitteln wäre. Daß eine inter- rrationale Kreditanleihe an Deutschland wohl faum zustande kounnen wird, 'geht schon daraus hervor, daß Amerika keine Lust hat, sich daran zu beteiligen. Auch der Vorschlag des Holländers Termeulen (f. nachstehende Meldung) zur Gewährung internationaler Kredite auf rein wirtschaftlicher Basis durch Ausgabe von Obligatioilen gegen ausreichende Sicherheiten, die in der Verpfändung gewisser Einnahmen des Landes bestehen, hat für die Länder mit gänzlich herunterge- wirtschafteten Finanzen nur wenig Wert, solange nicht der Gedanke einer ehrlichen Verständigung zwischen Siegern und Besiegten über die Entschädigung zustande gekonimen und in die Praxis umgekevt t# ES Lügt NZ von DmOsN TM'Mmcr unür, .-an om Bri. ,e.er .Homeren- zu positiven Ergebnissen nickt summen kann, weil die Entschädigungsfrage noch nickt geregelt ist und die kreditfähigen Staaten sich a&marfenb verhalten, da sie nicht wissen, was Deutschland an die Entente zahlen muß, und ob es dann noch kreditwürdig ist. Hiervon hängt alles ab. Es war falsch, die Brüsseler Konferenz der Getlfer vorangehen zu lassen.
Die deutsche Delegation hat der Konferenz folgenden Vorschlag unterbreitet: 1. Wir ersuchen darum, daß uns ein Minimum von Schiffsraum zur Verfügung gestellt wird, damit wir unseren internationalen Verkehr wieder aufnehmen sönnen. 2. Wir betrachten es als ein unerläßliches Gebot, daß Deutschlands Ausfuhrartikel, besonders Kohlen, nicht nach dem Jnlandpreise, sondern mit dem Weltmarktpreis bezahlt werden. 3. Ersuchen wir um die Znrückersta t- t u n a der vornehmlich in England und in den Vereinigten Staaten beschlagnahmten deutschen Güter und um die Gewährung eines Kredits in Pfund Sterling oder Dollar in Höhe des Wertes der beschlagnahmten Güter. In den Vereinigten Staaten allein belauft sich der Wert des deutschen Eigentums auf über 800 Millionen Dollar. Wenn uns Kredite in dieser Höhe bewilligt werden, würden wir sie zur Einfuhr von Rohprodukten für die deutsche Industrie ver- lvenden. Wir mürben dadurch die Gefahr des Kurswechsels Überdrücken und die Gefalrr einer neuen Revolution verhüten. Im anderen Falle müßten wir aber Frankreich, insbesondere für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete fertige Waren liefern, deren Wert auf unser Wiedergutmachungskonto migerechnet werden müßte.
Der Wille zur Berstalldigung ist unter oen Konferenzteilnehmern vorbmrden. Wenn die Delegierten bereis sind, diesen Willen in die Tat umzusetzen, dann müßten sie wenigstens diesen deutschen Vorschlag auncbmen, der das Minimum der Vorbedingungen für einen wirtschaftlichen und finanziellen Wiederaufbau bedeutet. Allerdings hätten dann noch die alliierten Regierungen darüber zu ent'ckciden: und da ist ja der Widerstand gegen jede Aerckcruna des Versailler Vertrages zu besannt, als daß wir Anlaß zu großen Hoffnungen hätten. wk.
Die grege intetnefioneler Kredite.
Ei« holländischer Borschlag.
Brüssel, 3. Oktober. (T. U.) Die am Freitag begonnenen Besprechungen über die Möglichkeit internationaler Kreditopcrationen wurde gestern durch längere Ausführungen des holländischen Bankdirektors Ter- menlcn fortgesetzt. Termeulen führte aus, daß in jedem Falle Kredite heute nur auf rein wirtschaftlicher Basis und gegen ausreichende Garantien gewährt würden. Zur Ueberbrtickung aller Schwierigkeiten, die sich aus den nationalen Währungen ergeben, schlägt Termeulen die Bildung einer Zentralkommission vor, die sich aus einer Reihe von Sachverständigen zusammensetzt, deren Aufgabe es sein soll die angebotenen Sicherheiten der .Kredit nachsuckenden Länder zu prüfen und die Höhe der z« gewährenden Anleihen festzustellen. Darauf gibt die betreffende Regierung eine Art von Schnldschein. deren Verzinsung im Einverständnis mit der Zentralkvmmis- sion festgesetzt wird. Die Schuldscheine gewisse öffentliche Einnahme« des Laudes und dienen lediglich der Sicherheit der Kredite. Zeiat sich, daß eine
Nation, die die ausgegebenen umtßattonen feiest verwaltet, ihre Verpflichtungen nickst einhält. so würde so= fort die Einziehung der ata Sickerbeit bestimmten Einnahmen einer Unterkommission der Zentralkommilsion übertragen werden. Die Erträgnisse der verpfändeten Einnahmen würden auf jedes der Länder, dessen Ervor- tcnre Kredite bewilligt haben, in der Höhe derselben überschrieben und daraus die Zinsen gezahlt werden. Ein etwaiger Ueberschuß nach Auflösung der Ope"ation acht au die Regierung des ausgebenden Landes zurück. Diesem Projekt wurde von vcrsckicdeuc« Leiten z»qe- stimmt. Auch die französischen Abgeordneten und für diesen Plan.
Der amerikanische Finanzbericht.
_ ** Brüssel, 4. Oktober. Auch Amerika hat fest einen Gericht über seine finanzielle und wirtschaftliche Laae eingereicht. Der Geist internationaler Zolidarität kommt darin zum Ausdruck. Es wird festgestellt, daß die Vereinigten Staaten ebenso wie alle anderen Länder von der Ungunst der Verhältnisse betroffen sind. Die Teuerung nimmt ständig zu, und die Bevölkerung seufzt unter der schweren Steuerlast. Die meisten Industrien machen eine schwere Krise durch.
Eine finanzielle Hilfe Amerikas.
** Neuuork, 4. Oktober. lT. lt.) Das .Journal of Commerce" dementiert die Erklärungen, die der amerikanische Delegierte Bonsen in Brüssel abgegeben hat. Die amerikanische Regierung werde weitere Anleihen an europäische Länder einstellen, da sie nicht bereit sei, weitere politiscke Verbindlichkeiten einzugehen. Die amerikanische Finanzwelt dagegen habe feit dem Waffenstillstand an Europa drei Milliarden Dollar teils geliehen, teils dort investiert, u. a. 150 Millionen Dollar in Deutschland. Sie betätigt sich auch heute noch finanziell.
Dr. Mayer bei Leygues.
** Genf, 4. Oktober. (T. U.) Nach einem Berick: der Agence Havas erklärte der deutsche Botschafter Dr. Mansr bei dem offiziellen Beb'ck, den er bem fw ?fi= 5KcrOM!üUurr ’ sff&i. - ” ^., «mi^ ^iii»^^^ '-^^
_ Frieden
vertrag bis an die Grenze des Möglichen zu erfüllen. Levaues sagte, er werde alles tun, um Deutschland die Erfüllung seiner Verpflichtungen zu erleichtern.
Was geht in Rußland vor?
•- Berlin, 4. Oktober. lEig. Drahtn.) Bon ver- fÄkbencit Seiten kommt aus Moskau die Nachricht. baB 12 Mitglieder der Friedenskonferenz nach ihrer Rückkehr aus Riga ohne Verhör und ohne Prozeß knrzer- hand füsiliert worden fhtb.
Die vorstehende Meldung wird durch folgende später einacaangene Drahtmelduno berichtigt mtP ergairzt:
w KüNenhagen, 4. Oktober. Drahtmeldnngen aus Narwa zn'olge sind dort schwere Unruhen ausgebrochen. Ein Volkskommissar wurde getötet. Auch die Unruhen bei dem Heer an der Westfront nehmen täglich zu. Ein Ansschutz, bestehend aus 12 Mann, ist nach Moskau gesandt worden, nm den Abschluß des Friedens zu verlangen. Die Mitglieder wurden dort erschossen. Nach uvkoutrollierbareu Meldungen soll TrotzN verwundet worden sein. Die Unruhen in Petersburg nehmen einen beunruhigenden Charakter a«. Die Arbeiter strebt keu wegen Brotmangels. Man nimmt au, daß die Un- rnhen den Sturz der roten Regierung zum Ziele habe«.
Die Niederlage der Russen.
Berlin, 4. Oktober. Havas meldet aus Warschau, daß die Niederlage der Sowjetarmee vernichtend sei. Der Vormarsch der polnischen Armee dauert an. Die Bolschewisten ziehen sich in voller Auflösung zurück. Pinsk, Baronowitschi und Lida sind von den Polen genommen. In drei Tagen haben die polnischen, ukrac- nischen und Wranaelschen Ttreitkrüstc 25 000 Gefangene gemacht. Die Russen haben ungeheure Verluste an io= ten und Verwundeten erlitten und bedeutendes Kriegsmaterial verloren. 10 Sowjctdivisioucu wurden vollständig vernichtet. Ihre Reste mußten sich unter schweren Verlusten zurückziehen. Im Laufe der letzten Kämpfe nahmen die Polen 42 G00 Mann gefangen, erbeuteten 160 Kanouen, 950 Maschinengewehre, 1H ParG zerautos und 7 Pauzerzüge 31 Lokomotiven, 2540 Waggons, 10 Autos und senssiges Material. Aus der Menge des erbeuteten Materials ist zu schließen, daß die Bolschewisten eine Offensive größten Stils vorbereitet hatten.
x Kopenhagen, 4. Oktober. Meldungen von der Front zufolge haben die Polen nach dein Fall von PinSk und Baranowitscki die ehemalige deutsche Ltellungs- liuie erreicht. Bei den Runen herrscht große Nervosität. Auf der Konferenz in Riga bildet die ostgaliztsche Frage die Hanptschwierigkeit. Die Polen lehnen jede Diskussion bedingunnslos ab. „ .,
w Berlin 4. Oktober. Meldungen aus Paris zufolge bat die französische Mittelmeerflotte den Befehl erhalten, nach dem Schwarzen Meer auszulaufen. um an einer Offensive gegen Odessa teilzunehmen, die General Wranael beabsichtige.
Der Bormarsch der Wraugel-Armee.
** Berlin 4. Oktober. (S. C.) Nach einer Mel- dung der „BaSler Nationalzeitung" aus Warschau habe« die ukrainischen Vortrupven unb die Spitze der Arme« des Generals Wranael bet Jekaterinoslaw ihre Vereint- gung vollzogen. Die Stadt Jekaterinoslaw ist vo» bet Truppen der Armee Wränge! zum zweiten Male besetzt worden. 1 •