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Rr. 210 3S^^^ Donnerstag, den 9. September ^'VL 1920

Die Willkür der Eisenbahner.

** Berlin, 8. September. Der Eiseuöahuerkonflikt hat gestern eine neue Verschärfung erfahren. Die Be, iriebsräte von mehr als 100 Berliner Fabriken be­schlossen eine Sympathicknn-ftebnug für die Eisen­bahner. In einer Entschließung wurde ausdrücklich er­klärt, hast die Berliner ?irbeitcrschaft auch vor einem Generalstreik nicht znruckschrecken werde, umdas Recht der Eisenbahner" zu sichern, die Gütertransporte auf Munition zn untersuchen. Die Aufreizung gegen den Erlaß deS Vsrkchrsrniuistcrö Gröner ist zu einer Macht­probe getrieben worden, mit dem Zweck, den Einfluß der Eisenbahncrorganisationen zu stärken. Der Reichsver­kehrsmini ster Grüner hat inzwischen die Entlassung von 14 Eisenbahnern im Direktionsbezirk Berlin ansgespro- che«. In StelldÄ sind wiederum zwei Mnnitioustrans- porste durch die dortigen Werkstättenarbeiter an der Weiterfahrt gehindert worden. Die französische Regie- rnng hat von der deutschen Regierung für die letzte« Mnvitionszerstörungen 100 000 Franken Schadensersatz gefordert, die bereits bezahlt sein sollen.

Vor einem allgemeinen Eisenbahuerstreik.

»-»Berlin, 8. September. lS. C.) Der deutsche Eisenbahnerverband hat eine Delegiertentagung auf Sonntag nach Berlin einbernsen, um z»nr Eiseubähner- frage Stellung zu nehmen. Dem Verband liegen ans zahlreichen Ortsgruppen Anträge vor auf sofortige Proklamierung des allgemeinen Eiseubahuerstreikes.

*

Es ist durchaus natürlich, wenn in der Gegenwart, im Zeitalter der Ideengegensätze politische Meinungen scharf aufeinanderplatzen. Die Oppositionen von rechts wie von links können in der Anfbauvolitik des deut­schen Volkes nur durchaus befruchtend wirken, indem sie einerseits den Sauerteig für die Politik der Mitte, andererseits die Auswüchse der einzelnen Parteipolitik behindern. Es hieße über die Bedeutung jener Par­teien, mit deren Programm wir durchaus nicht über- eiustimmeü, tm Unklaren sein, und den Burgfrieden der Innenpolitik gefährden, wenn wir an dieser Stelle mit allzu schroffer Kritik unseren volitinhen Gegnern entgegenträten. Wenn man mtth^d des Krieges lei- My.SM%Ä^ « ÄS! ob rechts oder links, nicht betätigt wurde, so hat für die heutige Zeit, da es gilt, wirtschaftliche, geistige und mo= ralische Werte, die uns im halben Jahrzehnt des Welt­krieges verloren gingen, aufzubauen, ganz besondere Bedeutung. Nur mit der Anspannung aller Volks- kräfte kann die Allfeabe gelingen, der jungen deutschen Republik, deren Bestand von Tag zu Tag durch Ma­chenschaften politischer Extreme gefährdet wird, eine Grundlage zu geben, die einen Aufstieg des deutschen Volksganzeu zu ehemaliger Blüte eruwglicht. Daß auf diesem Wege die politischen Gegensätze, sofern sie nicht in grobe Interessenwirtschaft auöarten, gleich der Kon­kurrenz im Wirtschaftsleben eine Hauptrolle spielen, beweisen die sozialen Errungenschaften des letzten Jah­res, die geben wir es ruhig zu durch die Kritik der jetzigen und ehemaligen Oppositionsparteien ange­regt wurden. Nie wollten wir diese Gegensätze zu Gunsten politischen Fortschrittes vermissen, wogegen wir gegen den Einfluß parteipolitischer Interessenwirt- schast auf die Gestaltung unserer diplomatischen Lage strengste Verwahrung einlegen müssen.

Dieses Wort hat heute mehr Bedeutung denn je, wo sich in Berlin die EisenbabubetriebSräte, unterstützt von den Betriebsräten Hunderter Berliner Fabriken, anschicken, unter Hintansetzung des wirklichen Staats­interesses sich Eingriffe in die Staatsmaschine zu erlau­ben, die, wie der Erfurter Sabotageakt beweist, bereits auf unsere diplomatischen Beziehungen ihren Einfluß auSzuüben beginnt. Soeben erreicht uns die Meldung, daß man in Kreisen der Eisenbahner bereits mit der Durchführung des allgemeinen EisenbahnerstreikeS rechnet, obwohl die Verbandsorganisationen sich noch gestern str die Inucbaltmig der Erlasse des deutschen Verkehrsministes auSsprachen. Selbst Teile der Ber­liner Gewerkschaftsverbände suchen die Eisenbahner im Rechte zur Kontrolle aller Transporte zu unter­stützen, ohne daß man in jenen Kreisen bedenkt, daß mit einem kommenden Eisenbahnstreik das gesamte deutsche Wirtschaftsleben Rückschläge erfährt, die dock, im letzten Ende viel schwerer alle erwcrbstätiacn Arbeiter als den kapitalkräftigen Unternehmer treffen. Hat jenen Drahtziehern, denn anders können wir Elemente nicht bezeichnen, die auf Kosten des Allgemeinwohles partei­politischen Siegen zu frönen suchen, ^r znsammengc- brochene Stuttgarter Generalstreik nicht eine deutliche Spräche geredet, deren schwerwiegende Folgen daraus erhellen, daß bisher nur 70 Prozent der am Streike beteiligten Arbeiter wiedercingestellt werden konn­ten? . . . Oder war das Ergebnis der letz en Leipzi­ger Messe nicht Beweis geling für den wirtschaftlichen Abstieg unserer Industrie? ...

Selbstverständlich wird man von jener Seite, der diese Worte als Mahnung, weint auch ungestört, gel­ten, mit sichtlicher Entrüstung jegliche parteipolitischen Ziele der gegenwärtigen Eiseubalmerbcwegnng zu wi- derlegen suchen. Eigentümlich muß jedoch die Tatsache berühren, daß zur selben Zeit von gleicher Seite sämt­liche Lolmtarife gekündigt wurden, deren Aufstellung erst im vergangenen Quartal erfolgte. Wäre dem nicht so, so wäre das Gebühren sowohl der Erfurter Eisen­bahner wie das der Berliner Betriebsräte ultrerständ- lich. Denn daß man mit derartigen Eingriffen gegen die Bestimmungen deS Versailler Vertrages franzö» Mch-englischer Politik BernunftSwege weisen könnte,

wird wohl auch den Berliner Betriebsräten unmöglich erscheinen.

Mit diesen Bestrebungen, die auf die Lahmlegung des deutschen Wirtjckastslebens und der Untergrabung der demokratstchen Scaatsautorität hinauslausen, ist gleich,teitig die deutsche außenpolitische Front, die im Reichstagsausschuß für auswärtige Augelegeirheiten bei Besrechung der Breslauer Vorgänge fast eine un- durchbrechbare Einheit barstellte, abermals zerbrochen. Abermals ist der Glaube des Auslands an die Ver­nunftspolitik der deutschen Regierung untergraben, während gleichzeitig der unserer Wirtschaft dringend nötige Kredit im Sinken begriffen ist. M. H.

Osstlicher Kriegsschauplatz.

Um die Dnjepr-Linie.

x Berlin, 8. September. Aus Warschau wird be­richtet: Am Uebergang des Dujepr-Flusses sind schwere Kampfe zwischen den Polen und Bolschewisten im Gange. Die Bolschewisten haben an der Nordfront eine große Umgruppierung vorgenommen. Neuerdings werden zahlreiche Truppen zusammengezogen, um an­scheinend eine Gegenoffensive zu unternehmen. In Wolhynien sind in den letzten Tagen 10 neue russische Divisionen sestgestellt worden. Die Bolschewisten ha­ben im Abschnitt des Äug mit starken Kräften einen Angriff unternommen. Sie haben bisher örtliche Er­folge erzielt.

9tane russische Augriffe.

x Paris, 8. September. Meldungen ans Warschau zufolge siud die Polen aus Tarnopol zurückgegangen. Im Raume von Dubno haben die Russen von neuem ihre Angriffe ausgenommen. In großen Massen nJuröe Kavallerie eingesetzt.

Litauens Selbsthilfe.

Warschan, 8. Septeniber. Angesichts der litaui­schen Angriffe und der litauischen Note hat die polnische Regierung bereits entsprechende militärische Maßnah­men getroffen. Der interalliierte Rat hat im polnisch- russischen Konflikte seine Vermittelung angeboten und beschlossen, die im Osten festgesetzten Grenzen der Rand- staaten als endgüstig^zu h^zelLnen. Nolln-Eilige Ver- mtiWungett sollen avaelelmt werden. F»zwischen baven

renzen der Rand- D-" Nochmilige Ver- ^H

die Gitniter Augustowo besetzt, nachdem die Stadt von den Polen geräumt worden war. Größere litauische Truppeualvetci'ugeu befinden sich auf dem Vormarsch in Mchtung Grodno.

Polnischer Frontbericht.

o* Warschau, 8. September. (T. U.) Amtlicher Hee­resbericht vom 7. Unsere Kavallerieabteilungen hielten den weiteren Vormarsch der litauischen, Truppen auf. Es wurden wieder 200 Gefangene gemacht, 5 Maschi­nengewehre, 8 Feldküchen und 60 Munitionswagen er­beutet. Die Kämpfe bei Hrubieszow begannen. Die Armee Vudiennys versuchte in der Richtung auf Wla- dimir-Wolinski und Mszilnn durchzuziehen. In der Geaend operierende Sowjettrupvcu erlitten schwere Verluste. Zwischen Kamunka und Busk gingen unsere Abteilungen auf das Ostufer des Bua über und zer- sprengteL die dort angesammelten feindlichen Truppen. Feindliche Abteilungen, die Krasnc und Sniatyn an- ariffen. wurden zurückgeschlagen Zwischen Kolorow und Bobalyn sind hartnäckige Kämpfe im Gange. Un­sere Abteilungen waren znerst gezwungen, sich hinter das Flüßchen Swirz zurückzuziehen, gehen aber jetzt zum Gegenangriff vor. LätigS des Dniepr ist es ruhig.

Die Rigaer Verhandlungen.

x Rotierdam, 8. September. lS. C.) DieTimes" melden aus Riaa: Die polnische Friedensdelegation Hai den stiussen eine Frist zur strikien Erklärung bis znm kommenden Sonntag gestellt. Es zeigt sich, daß man auf beiden Seiten zu schnellem Frieden gelangen wolle.

Zn bett Waffenstillstandsverhandlunge«.

x Rotterdam, 8. September. (S. E.) Reuter mel­det aus Warschau: Die russische Regierung hat einen FunkspruV nach Warschau gerichtet, wonach ein teil- weiser Waffenstillstand an der Nordfront vorge,chlagen wird. Die Polen haben den russichen Borschlag abge- lelmt und einen Waffenstillstand an allen Fronten ver­langt.

Rumänien erklärt sich neutral.

x Rotterdam, 8. September. Die Agentur Reuter erfährt von zuständiger Seite, daß die rumänische Re­gierung den Kriegführenden nicht gestatten werde, ihr Gebiet zu überschreiten. Rumänien besteht auf striktester Neutralität.

Rußlands Innenpolitik.

x Helsingfors, S. September. Litauische Flückt- liuge aus Rußland berichten, daß auf dem platten Lande vielfach Aufstaube gegen die Sowjetregieruug audge- brocheu seien. In PeterSbura uud Moskau soll die Stimmung auS ?lulaß der Mißerfolge der bolscheivisti- schen Armee« gefährlich fein. Meldungen anS Helsing­fors bestätigen die wachsende Unzufriedenheit, die der starken Propaganda der wzial-revolutionärcn Agita­toren zugeschrieben wird. Auch auS dem südlichen Ruß­land werden Banernanfstände gemeldet. Eine grüne Armee aus Deserteuren durchzieht plündernd das Laud. Die autibolsckcwistische Bewegung spiegelt nrb auch in der Tätigkeit der bolschewistische» Gerichtshöfe wieder, In der Zeit vom 22. Mai bis 22. Juni wurden in Mos^ kau 000 und in der Zeit vom 22. Juni bis 22. Juli 898 Personen standrechtlich erschollen.

Russisch-tttrkiick.es Abkomme«.

x Londou, 8. September. DerMEiingposi" zu­folge besteht zwischen Tschlischerin und Mustafa Kemal

ein Geheimabkommen, danach erklärt die Soivietregie- I rung die Unabhängigkeit der Türkei sowie die ünab^ Hännigkeit aller türkischen Gebiete, die der Türkei durch | die Alliierten entrissen worden sind. Armenien i Syrien sollen unabhängige Staaten werden. Ei"c ; fremde Kontrolle über die Türkei wird nicht Gestattet, h Die.Berteilung des Landes in Einflußsphären soll riick- 1 gängig gemacht werden. Die türkische Regierung M"- stafa Kemals erhält das Recht im Kaukasus und in Georgien alles Kriegsmaterial aufzubringen, bat sie zum Kamvf gegen Euglaud Benötigt,

Enver Pascha im Bolschewistenheer.

*k Moskau, 8. September. lL. A.) Enver Pascha ist zum Oberkommanbierenden der gegen Indien ope­rierenden bolschewistischen Armee ernannt.

Aus deutschem Greuzgebket.

Berlin, 8. September. lT. 1t.) Nach einer Mel­dung derAllcufteiner Zeitung" ans Soldan sollen die Polen vou der dortigen Bevölkeruug die sofortige Op­tion, ob für Deutschland ober Polen, verlaugeu, widri­genfalls die gesamte dentsche Bevrlkernng ansgewiefeu werden soll. Für Soldaner Flüchtlinge soll vorläusig Fürsorge durch das Rote Kreuz erfolgen. Das aus­wärtige Amt hat in Warschau die Entsendung eines bevollmächtigten polnischen Regieruugsvertreters ng» Neibenburg angeregt, der gemeinsam mit Vertreter« der preußischen und der Reichsbehörde die Rückkehr der Flüchtlinge und die Rückgabe des Eigentums in die Wege leiten soll. Ferner wird augestrebt, daß Polcu eine Amnestie für die Soldaner Flüchtlinge erläßt.

Polnische Justiz. .

** Königsberg, 8. September. (Eig. Trahtu.j Die litauischen Truppen, die gegen die Polen Vorgehen, find überall mit Begeisterung von der Bevölkerung empfan­gen worden, die schwer unter der polnischen Herrschaft zu leiden gehabt hatte. In Augustowo haben die Po­len ohne richterliches Urteil 15 angesehene Personen der Stadt erschossen. In Suwalki bar die polnische Mi­litärbehörde ein Sammellager eingerichtet, in dem die Berhasreten mißhandelt wurden und sumnew

_____litmUschr$«rfei-ntm-Tmnnren ""reichliches Material wer die mürrischen Ausschreitungen, das dem Bölker- bund und allen auswärtigen Regierungen unterbreitet

werden fast.

Deutsche Masseuflucht aus Oberschlesie«.

** Kattowlß, 8. September. Die Lage hat sich im Landkreis verschärft. Die zahlreichen Familien, die trotz aller Verfolgungen der Polen bisher in der Heimat ansgehalten hatten, habe» die Flucht ergriffen. In vielen Gegenden ist der Schulbetrieb vollständig einge­stellt, weil die Kinder der Polen sich weigern, dem Unter­richt in deutscher Sprache beizuwohnen.

>* Genf, 8. September. Meldungen aus Paris zu­folge hat in der oberschlesischen Frage der alliierte Rat es abgelehnt, gegen die Anordnung der interalliierten Commission für die Abstimmungsgebiete einznschreiten und wünscht eine beschleunigte Eutwaffnnnasaktion und daran anschließend Vorbereitungen für die Abstimmung.

Bolschewistische Meuterei.

Danzig, 8. Sepeimber. Der deutsche Dampfer Wodin", mit 200 bolschewistischen Gefangenne von Ost­preußen nach dem westlichen Deutschland unterwegs, mußte wegen Sturms die Danziger Bucht aufsuchen und legte im Zoppoter Hafen an. Während der Anwesenheit des Schiffes begaben sich bolschewistische Elemente von Zoppot auf deu Dampfer und traktierten die Gefange­nen solange mit Spiritussen, daß eine Meuterei als­bald ausbrach. Die Russen verlangten sofortige Frei­lassung und schickten sich an, als ihrer Forderung nicht Folge gegeben wurde, die Kommandobrücke zu stürmen. Die Haltrufe des Postens blieben unbeachtet. Der Hanptführer der Meuterer wurde -arm durch eine Ku­gel in den Kopf uiedcrgestrcckt. Darauf trat Ernüch­terung unter den Rußen ein. Der Dampfer lief sodann Neufahrwafser au und wurde unter Bewachung der Si­cherheitspolizei gestellt Die Untersuchung des Vorfalles soll auf deutschem Boden erfolgen.

Die deutsche Entschädigung.

Basel, 8. September. lS. C.) Nach einer Meldung des Baseler Anzeigers aus Paris hat dir Montagsitzmtg der Wtedergutmachungstommlssion einer Verleihung der Ansprüche an Deutschland auf 20 Jahre zugestimmt vnd einer Hcrabsctznua der Gesamtsumme, die schätzuugswcise auf 115 Milliarden anzugeben sei.

Deutsche Forderungen au den Völkerbund.

Rotterdam, 8. September. lS. E.t Morningpost meldet aus Paris, daß die deutsche Regierung wegen des polnischen Vorgehens im abgetretenen Gebiet, wo­durch die Rechte der deutschen Bevölkerung dieser Ge­biete verletzt werden, einen Protest an die Völkerbund- konferenz richtete. Tt. _;.._:. .....: des Völkerbundes für die deutschen Staatsangehörigen dieser Gebiete.

Die Eingabe verlangt den Schutz

Der

___Chauvinist Millcraud.

** Rotterdam, 8. September. lS. C.i Nach einer Tinicsmeldung aus Paris hielt Millcraud am Montag in Reims eine Rede, worin er alS seine heiligste Auf­gabe jetzt und für die Zukunft die restlose Durchfüh­rung und Erfüllung des Versailler FriebeuSvertrageS bezeichnete. Nicht die Wiederherstellung des Wohlstan­des in Deutschland, sondern nur die Wiedergutmachung schwerster Verbrechen habe sich der Versatuer Vertrag zum Ziel gesetzt. Solalige noch einer der Ntttkümpfcr

dieses unerhörten Kriegsüberfalles lebe, werde sich in Frankreich keine einzige Stimme für die Milder««« der Bedingungen deS Bersailler BertrageS erheben dürfen..

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