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Skrett polnischen Sireiikrüste überrascht. Verstärkun­gen sind unterwegs. Die Beschteßuna von Brest-Lt- towsk dauert an. m , r i

w Zürich, 1. September. Die Nachrichten von entern neuen russischen Vorstoß gegen Lemberg lauten beun- ruhigend. Russische Kavallerie steht nur noch 20 Kilo­meter von Lemberg entfernt. Die polnischen Streit- kräfte sind den Russen an Zahl überlegen. Im Rücken Her polnischen Truppen in Galizien haben sich kommu­nistische Bewegungen gezeigt.

Ukrainisch-polnisches Bündnis.

w Basel, 1. September. Nach dem ukrainischen Preßbüro hat Polen und die Ukraine ein Schutz- und Trutzbiiuönis geschlossen, das nach den Verhandlungen der gegenseitigen Bevollmächtigten in Brest-Litowsk zu­stande gekommen ist. Die Ukrainer haben die Selbstän­digkeit und die Unabhängigkeit von Polen garantiert.

Hinrichtungen in Solda«.

** Königsberg, 1. September. Nach Meldungen aus Soldau sind am letzten Freitag wieder acht Deutsche standrechtlich erschaffen worden. Auch in Strasburg haben die Polen zwei deutsche Einwohner wegen angeb­lichen Hochverrats erschoffen.

Panik an »er amerikanischen Börse.

w Basel, 1. September. An der amerikanischen Börse haben die Nachrichten von der neuen bolschewi- stischen Offensive und einer bolschewistischen Revolu­tion in Galizien Panik hervorgerufen. Die Kurse sind rapid gesunken.

Sie Orgesch bleibt auch in Ostpreußen weiter verboten"

Eine regiernngsoffiziöse Feststellung.

Die regierungsofsiziösenPol. Pari. Nachr." erfah­ren von zuständiger Stelle:Durch die Telegraphen- Union wird aus Königsberg eine irreführende Notiz veröffentlicht, deren Ueberschrift darauf hinweist, daß die Oraesch in Ostpreußen anerkannt worden ser Auch die maßgebenden Stellen in Ostpreußen hätten sich, .so wird behauptet, davon überzeugt, daßElcherich tm Einklang mit seinem bekannten Programm nur dem Wohle des Ganzen dienen will". Ohne uns aus wei­tere Auseinandersetzungen mit dieser tendenzioien No­tiz einzulaffen, stellen wir fest, daß die Orgesch für Ost- preuße« weiter verboten bleibt."

Umsturz in Italien?

«^London, 1. September. Aus Italien kommen benurnhigende Meldungen, wonach in Rom ein Staats­streich der Radikalen bevorstehen soll. Diese beabsich­tigen die 8l»sr«fu«g der Republik. Auch in Paris macht »«, sich über die Lage in Italien große Sorge. Ande­ren Informationen zufolge hat die königliche Hofhaltung Räume für den Empfang fremder Regenten bereit ge­stellt. In der Nacht, bevor dieser Auftrag gegeben wurde, iv angeblich ein Kurier mit einer persönliche« Botschaft für König Georg in London angekommen. Man zieht daraus den Schluß, daß der italienische König plötzlich als Flüchtling verschwinde« könnte. Alle Nachrichten aus Rom unterliege« in den letzten Tage« einer stre«^ gen Zensur. S ^- ^ ^ ^

- ----- Reichsuotopfer.

»- Berlin,^. September In diese» Tagen kommen die Besprechungen über die allgemeinen Bewertungs­vorschriftey für die Steuerveranlagung des Reichsnot- opfers zum Abschluß. Nach Feststellung der endgülti­gen Fassung wird die Bekanntgabe noch in der lausen­den Woche erfolgen. Eine Verlängerung der Frist zur Einreickung der Steuererklärung über den 30. -Septem­ber hinaus ist nicht vorgenommen.

Seine Mehleiufuhr!

w Berlin, 1. September. Zwischen der deutschen - Bäckerei'Geusffeulchaft und dem tD'nährungsminiiter wird augenblicklich ein Sampf um die läuMide Einfuhr amerikanischen Weizenmehls geführt. Heute findet die letzte Entscheidung in dieser Sache statt. Es handelt sich um die Lieseruna von 800 Waggons feinsten amerikani­schen Weizenmehls, für das der Neuyorker Staatsver­band der nordamerikanischen Bäckermeister den deut­schen Bäckermeistern zwei Monate Kredit gewähren will. Der deutsche Ernährungsminister hat mitgeteilt, daß er nicht beabsichtige, die Einfuhr von ausländischem Mehl freizuaebe»».

General Hossmau« spricht.

n* Berlin, 1. September. General Hofsmann nahm gestern in einer Versammlung der Mehrheitssozialisten das Wort. Er stellte sich als der von den Friebensver- handlnngen in Brest-Litowsk bekannte General vor und betonte, daß man aus der gegenwärtige« Lage uur mit Hilfe der deutschen Arbeiter herauskomme« kanv. Das Vaterland müsse höher stehen als die Parteien Deutschlands. Wir brauchen die russischen Lebensmit­tel. Es wird aber nicht möglich sein mit der auswär­tigen russischen Regierung zu einer Verständigung zu kommen. Hossmann ermähnte die Versammlung, die Regierung zu unterstützen und dazu beizutragen, daß das deutsche Volk sich wieder hocharbeite. Dem General wurde Beifall gezollt.

Srüppelsürsorge.

w Berlin, 1. September. (S.-A.) Der dritte Kon­greß für Krüppelfürsorge wurde heute in Berlin im Beisein des Ministers Stegerwald eröffnet.

Die Rebeuregiernng der Eisenbahner.

w Berlin, 1. September. (Bts.i Die am Diens­tag im Berliner Gewerkschaftshaus tagenden Vetriebs- tme der Eisenbahndirektion Berlin, der Werkstätten und Betriebsmeistereion des deutschen Eisenbahuerverban- deS legte schärfsten Protest ein gegen die Erlaffe des Reichsverkehrsmtnisters, wonach die Kommissionen zur Ueberwachung der Truppentransporte ausgehoben wer­den sollen. Die Betriebsräte würden sich auch durch Drohung mit der Entlassung nicht einschsichtern lassen, sondern die Truppentransporte, Waffen und Munition und KriegSgeräte nach wie vor anhalten, bis die Reichs- kommission die Transporte erlaubt.

Ausweis»«« deutscher Beamter.

w Königsberg, 1. September. In der Nähe von Prasnyz sind die Russen in schwere Kämpfe mit den Polen verwickelt. Die deutsche« Beamte« solle« aus dem Soldauer Gebiet ausgewiese« werde«. Neues pol­nisches Militär traf in der dortigen Gegend ein. An der Grenze herrscht Ruhe.

Ablieferung »eutscher Luftschiffe.

* Friedrichshafe«. 1. September. Das Luftschiff L 61" hat die Alpen in 3600 Meter Höhe überquert. ' Die Strecke zwischen Friedrichshafen und Rom wurde in rund 12 Stunden zurückgelegt. Dabei ist das Luft­schiff nicht einmal mit voller Kraft gefahren. Die Ein- fahtt in die römische Halle gestaltete sich schwierig. Kaum war das Luftschiff in die Halle etnaesahren, so wurde die italienische Flagge am Bug gehißt. Das Schiff hat den NamenJtalia" erhalten. Die Zeitun­gen erinnern daran, daß durch dieses Luftschiff die eng- rtsche Hauptstadt London wiederholt bombardiert wor­

den ist. Die deutsche Besatzung ist bereits auf der Rück­fahrt. Sie wurde in Rom herzlich ausgenommen.

Deutsch-italienische Wirtschaftsverhau-lunge«.

» * Berlin, 1. September. lT. U.) Bet der deut­schen Regierung ist die Einladung zu einer Konferenz zwischen den Ernährungsministern Italiens und Deutschlands eingegangen, auf der über Vorschüsse zur Verpflegung des deutschen Volkes und über die Koh- lenlicferungen Deutschlands beraten werden soll.

U. S. P-Konscrenz.

» !* Berlin, 1. September. (Vts.) Im Reichötags- gebände begann heute die Reichskonferenz der U. S. P. D., die sich mit den Beschlüssen der zweiten Konferenz der dritten Internationale besassen wird. Zum Haupt- referenten wurde Crisptan ernannt, als Borreserent Dämnig vorgesehen.

KabiuettsdUdnug in Spanien.

* * Madrid, 1. September. (L.-A.) Die Neubildung des spanischen Kabinetts ist unter Vorsitz des bisherigen Ministerpräsidenten Dato zustandegekommen.

Anerkennung Finnlands.

* * Brüssel, 1. September. (L. A.) Die belgische Regierung hat die finnische Regierung anerkannt.

Streikbeschluß in Württemberg.

* * Stuttgart, 1. September. In einer Vollversamm­lung der Betriebsräte wurde beschlossen, sich dem Steuerabzug zu unterwerfen und sofortige Zurückzie­hung der Truppen aus den Betrieben zu verlangen. Die Regierung wird die Sicherheitspolizei erst dann aus den besetzten Betrieben zurückziehen wenn die Gewähr dafür vorhanden ist, daß die öffentliche Ruhe nicht ge­stört wird. Auch in Ulm hat eine Abstimmung in sämt­lichen Betrieben eine große Mehrheit gegen den Streik ergeben.

Das Herrgöttle von Bieberach."

* * Stuttgart, 1. September. Im Anschluß an die Bemerkung des deutschen Außenministers Dr. Simons in seinem kürzlichen Schweizer Interview, die Rolle Erzüergers sei noch nicht beendet, ist das württember- gische ZentrumsorganDie Oberschwäbische Volkszei- tung" der Ansicht, daß Erzberger für einen Auslands- posten in Betracht komme, wahrscheinlich für die Schweiz oder Holland.

Wilhelm W««dt t.

w Leipzig, 1. September. (L.-A.) Geheimrat Pro- feffor Dr. Wilhelm Wnndt, der bekannte Philosoph, ist im Alter von 88 Jahren hier gestorben.

Französische Gier.

Die französische Regierung hat der deutschen Regie­rung vorgeschlagen, ihr als Ersatz für die zerstörten Büchereien in den Kriegsgebieten die Bestände der Deut­schen Bücherei in Leipzig zu übergeben. Alsdann würde Frankreich auf den Wiederaufbau der einzelnen zerstör­ten Bibliotheken verzichten.

Fortdauer der Unruhen in Belfast.

In Belfast dauern die Unruhen fort. Die Revolu­tionären verüben weitere Brandstiftungen und zetteln Stratzenkämpfe an, die viele Opfer fordern. Der bisher angerichtete Sachschäden belauft sich auf hunderktaüsende vSN Win-7 ... l

Ein krlscher Held. ......r*

Der Bürgermeister von Cork, der in heroischer Auf­opferung für die Sache Irlands im Gefängnis von Bristol seit 2& Wochen im Hungerstreik verharrt and infolge der Erschöpfung dem Tode nahe ist, ist heute aus der Haft entlasten worden.

Allerlei vom Tage.

General Brussilow und Klembowski sollen nach Meldungen aus Kowno bei einem Offiziersmaffaere er­schossen sein.

General Weygand wurde bei seiner Rückkehr von der Pariser Bevölkerung begeistert ausgenommen.

Die deutsche« Dampfer der Hamburg-Südamerika- und Wörmannlinie wurden in Teneriffa von der Ver­waltung und der Bevölkerung festlich empfangen.

Zu schweren Znsammenstötzen kam es in Mailand und Florenz nach sozialistischen Versammlungen. Durch das Feuer der Polizei wurden zwei Mann getötet und viele verwundet.

Enver Pascha, der, wie gemeldet, in Moskau etn- getrossen ist, organisiert unter den Moslems einen Feld­zug gegen England.

Der amerikanische Botschafter in London DaviS wird seinen Posten verlassen.

400 000 irische Amerikaner sandten ein Sympathie- und Danktelegramm an den Bügermeister von Cork.

Die ehemalige deutsche Kronprinzessin ist in Olden- zaal mit ihren Kindern auf der Rückreise eingetroffen.

Die rnsstsch-litauischen Streittgkeiten werden in den nächsten Tagen auf einer Konferenz in Wilna beigelegt werden.

Die Streiklage in Stuttgart ist unverändert.

Sympathiekundgebungen für Sowjetrntzland haben in den italienischen Städten stattgekunden.

Der Saarländische Beamtenstreik hat mit der be- dingnngslosen Wiederaufnahme des Dienstes geendet.

Die schweizerischen Eisenbahner verlangen eine Kontrollkommission zur Ueberwachung internationaler Tranporte, besonders der Züge nach Polen. Die schwei­zerische Regierung hat die Forderung abgelehnt.

Politische Rundschau.

Zusammenbruch der freien Fleischwirtschaft in Baden. Nach der im Juli erfolgten Aushevnng der Zwangswirtschaft für Fleisth stellt sich jetzt heraus, daß die völlige Freigabe des Fleisches auf die Dauer nicht aufrecht erhalten werben kann. Zunächst sollen die fleischlosen Tage mit sofortiger Wirkung wieder einge- sührt werben.

Die Adriasrage. Der italienische Ministerrat hat in seiner letzten Sitzung die Adriasrage behaudelt. Ita­lien will sich eine wirksame Verteidigung in der Adria sichern. Was Fiume anbetrifft, so hat die italienische Regierung jetzt noch nicht die Absicht, sich in die im Na­tionalist dieser Siabt bereits behandelte Frage der Au­tonomie einzumischen. Die italienische Regiernng wünscht, daß, bevor sie sich ausspricht, die territorialen Fragen und die Modalitäten betressend die Autonomie festgesetzt werben.

Gefährliche Irrwege.

Nach Pressemeldungen soll in einer Vertreterver­sammlung der freien Gewerkschaften und der Fachräte der Münchener Betriebsräte beschlossen worden sein, der ReichSregierung durch den allgemeine,i Teutschen Gewerkschastsbunb ein Ultimatum auf Herbeiführung eines Preisabbaues zu stellen, widrigntfalls zu einem Generalstreik aufgefordert werde.

In diesem Beschluß halten sich ein kindlicher Glaube an die Allmacht des Staates, sowie die Unkenntnis wirtfchastliechr Zusammenhänge die Wage. So einfach

liegen die Dinge nicht! Der Preis ist immer noch das Ergebnis von Warenangebot und Warennachrrage. , Infolge des durch den Krieg verursachten Warenman- aefs hat sich heute ein riesenhafter Warenhunger ecn- gestellt. Dieser außerordentlich gesteigerten Nachfrage nach Rohstoffen, Nahrungsmitteln und Ferligfabrika- . ten vermag aber die deutsche Volkswirtschaft auch nicht annähernd durch ein entsprechendes Angebot gerecht zu werden. Wir sind infolge des niedrigen Wertstandes unserer Mark nicht in der Lage, ausreichende Waren­bestände zu den ungeheuerlichen Auslandspreiien her- anzuschaffen, zumal eine bedingte Knappheit gerade an den wichtigsten Rohstoffen herrscht, die an sich schon eine ausreichende Eindeckung unmöglich macht. Der Preis einer Ware kann höchstens bis zum Selbsttostenpreis heruntergehen. Wer darunter verkauft, würde sehr bald wirtschaftlich erledigt sein. Ein Grundsatz, der übrigens von den Gewerkschaften hinsichtlich der @nt* lohmmg der Arbeiter restlos angewandt wird. Wer amerikanische Lebensmittel oder Fertigwaren tauft, um damit den einheimischen Bedarf zu decken, muß sei- neu Lieferanten in amerikanischem Gelde bezahlen. Genan so verhält es sich mit der Begleichungaller an­deren Auslandskäufe. Der Einkaufspreis hangt als» hier, abgesehen von den Transportkosten der Ware, hauptsächlich vom Wert des ausländischen Geldes. ab.

hier, abgesehen von den Transportkosten hauptsächlich vom Wert des ausländischen ausgedrückt in deutscher Mark. Wie sich aber in letzter Zeit die Verhältuiffe entwickelt haben, ist aus der fol­genden Uebersicht der Kursentwicklung für d-ret der wichtigsten Devisen zu ersehen:

31. 5. 20 30. 6. 20 21. 8. 20 ---- 1360,0

Holland f. 100 Gulden

London f. 1 Pfd. Sterl.

Neunork f. 1 Dollar

Daraus ergib- sich Steigerung des Wertes

1359,5

145

37

151

38

1663,0 183,5

51,5

eine ununterbrochene starke

_ ______ _______ des ausländisch:» Geldes xe-

genüber der deutschen Mark. Wer am 3!. Mai noch ein englisches Pfund Sterling, für das man in Frie- -enszetten rund 20 Mark bezahlte, für 145 bekam, mußte am 21. August an der Börse 183 Mark dafür be­zahlen. Das bedeutet nichts anderes, als daß die aus England bezogenen Waren in der angegebenen Zeit erheblich im Preise gestiegen sind, also Mitte August auf dem deutschen Markte nicht wohlfeiler abgegeben werden konnten, als Ende Mai. Auf der Seite der Warennachfrage spielt ebenfalls die ungeheure Entwer­tung der Mark bet der Hochhaltung der Preise die aus­schlaggebende Rolle. Der Umlauf an deutschen Reichs­banknoten hat sich seit dem 31. 7. 1917 von 8,9 Milliar­den auf 56 Milliarden am 7. 8.1920 vermehrt, das heißt, die Mark, die vor 3 Jahren noch etwa 90 Pfennig wert war, ist heute kaum mehr den zehnten Teil wert und wird durch die wachsende Ausgabe von Papiergeld dauernd weiter entwertet. Auf der anderen Seite ha­ben wir es demnach mit einer teuer eingekauften, stark nachgefragten Ware zu tun, der als Gegenwert ein dauernd sich entwertendes Papiergeld gegenübersteht,- was als Endergebnis die unerträgliche Preishöhe her- vorbringt. An diesen Verhältnissen dürfte aber am allerwenigsten ein Generalstreik eiümr bessern, eher das Gegenteil vom GewoNten erzielen I

v^imn rtiaen Nordo

Im orkanartigen Nordoststurm hat der Ostseeschlep- perBetty" mit zwei Schleppschiffen im Schlepptau, die je 600 Tonnen Erz geladen hatten, auf der Fahrt von Orelösund nach Stettin 30 Seemeilen vor Swinemünde beide Schiffe verloren. Eins davon wurde nach längerem Suchen wiedergefunden und nach Swinemünde gebracht: das Schicksal des anderen, das acht Marrn Besatzung an Bord hatte, ist noch unbekannt.

Großer Unterschlagungen hat sich der Stadtsekretär Götz in Bochum, der die Kassengesclmfte der städtischen Beleuchtungswerke führte, schuldig gemacht. Man spricht von einer Summe von 100 000 Mark. Er ist be­reits verhaftet worden. Die Untersuchung wurde ein-

geleitet. . ; ___

Bon den Boten erschossen worden ist, wie mts---^ Graudenz berichtet wird, der Student Fritz Becker, Sohn eines Gutsbesitzers ans dem Kreise Kulm (West- vreußenj. Er wurde auf der Fahrt von Graudenz nach Danzig aus dem Zuge geholt und des Landesverrats bezichtigt.

Große Schiebungen vo» Waffe»»- und Mnnftions« vorräten wurden, wie aus Wien berichtet wird, in der Engesfelder Akunitionssabrik entdeckt. Waffen un6 Munition sollen In großen Mengen ins Ausland ver­schoben morben sein.

Eine wichtige Beror-uung. Durch die städtische»» Aemter in Jena lief deser Tage eine Verfügung von höchster wirtschaftlicher Bedeutung. Sie empfahl, an­stelle der runden Bleistifte kantige zu verwenden, um das Herunterrollen der Stifte und Abbrechen der Spitzen tunlichst an vermeiden. Wenn eine Verfügung käme, daß die leitenden Stellen in Jena statt der run­den eckige Köpfe zu gebrauchen hätten, so brauchten sie sich auch diese nicht zu zerbrechen.

Große Wal-vrä«-e in Ostkarelien. ueber einem großen Teil Finnlands liegt seit einigen Tagen ein dichter Nebel von Brandrauch, der vom Osten kommt. Die Luft ist mit Ascheteilen angefüllt. Man glaubt, daß der Rauch von kolosjalen Waldbränden in Ostkare­lien unb im Innern Rußlands berrührt.

Der L«ft-ie«si A«sterda»n-Hamv«rg-Malmoe unb Zwischenlandnna in Bremen mit Anschlnß nach Berlin beginnt am 11. September. Abreise in Amsterdam mor­gens 8 Uhr, Ankunft in Berlin 3 Uhr nachmittags.

Großsener ist auf bem Walzwerke der Aktiengesell­schaft Ubdeholm in Munksors (Schweden) ausgebro­chen.,, Der Schaden wird auf 45 Millionen Kronen "^Äe Bedeutung der Geflügelzucht. Mt bem Sitz in Rerlin-Südende ist dieser Tage eine Zentralgenos- senschaft zur Förderung der Geflügelzucht errichtet worden.

eine Brieftasche mit über 100 000 Mark Werte« wurde einem Kaufmann aus Charloftenburg gestohlen. Er benutzte einen stark besetzten AutoomnibuS zu einer Fahrt von der Bleibtreu- nach der K»lrfürstenstrabe tu 1 Berlin. Im Wagen ist ihm die Brieftasche wahrschein­lich von wet Männern gestohlen worden, die dicht neben ihn» standen. Die Tasche enthielt 1800 Mark bares Geld und wei Perlenketten, die einen Wert von über 100 000 Mark haben.

Den Tod U» den Welle« haben anscheinend fünf, Ruderer des Schweriner RudervereinS gefull-er», die eine Sportfahrt nach Bad Kleinen unternommen hät­ten. Trotz der Warnung von Insassen eines Segel­bootes traten sie die Rückfahrt an. Bet der Golbbura wurde das Boot am nächsten Tag kieloben treibe»»- auf. gesischt. Von den Ruderern hat man keine Spur ge- funoeit.

Die Arreg««« l» Norwege« über das bet Madsen gefundene russische Gold hält an. Die Blätter weisen darauf hin daß die russische diplomatische Vertretung iN Norwegen am bem bisher üblich gewesenen Wege GolS Senug hätte bekommen können. Mabson aber habe das )eld einruschmuggeln versucht. , « , . ^