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Fronten zu bekämpfen, damit sie veranlaßt werden, eine Reserve an der bcssarabischen Grenze ins Gefecht zu bringen. General Wengand ist davon überzeugt, daß dies die letzte russische Reserve ist, deren Stärke fort­während abnimmt, weil sie ihre Front in Nordpoleu nicht schwächen können. Auch ukrainische Truppen sollen Herangezogen werden, soweit sie nicht zu den Bolschc- Wisten übergegangen sind. General Wrangel verfügt augenblicklich über mehrere französische Fliegerabtei- lungen, die den Russen nordwestlich von Odessa zu schaffen machen. Man erwartet den Fall von Odessa.

, Stillstand der Ruffe«.

** Königsberg, 20. August. In dem Vorgehen der Bolschewisten scheint infolge der Rückwirkung der Lage vor Warschau ein Stillstand eingetreten zu sein. Stär­kere Regimenter sind aus der Gegend von Soldan in südlicher Richtung vorgegangen. Die Linie der polni­schen Nordaruree ist bedeutend gewachsen.

Weitere polnische Fortschritte.

Basel, 20. August. lS. G.) Am Donnerstag wird aus Warschau gemeldet: Der Eisenbahnknoten­punkt Radimin östlich von Warschau ist von den Polen in der Mittwochnacht genommen worden. Dagegen rnuOe die polnische Linie an der Strypa zurückgenom­

men werden.

Kopenhagen, 20. August. (S. G.)Berlingske Ti- bende" meldet aus Warschau: Die Polen haben bei Lickow, Pultusk und Rozan die russische Front durch­brochen. Infolgedessen nimmt der russische Rückzug ge­waltige Dimensionen an. Die Russen waren bis Don­nerstag abend tut Norden auf Mlawa und Ostrow, un ' Osten Biala »wffchen Lukow und Brest-Litowsk zu- rückaeworfeu Am Narew bei Bialystok stand die

Am Narew bei Bialystok stand

rückgeworfem

zweite polnische Hauptarmes.

Russischer Rückzug.

aus

** Berlin, 20. August. (Erg. Drahtn.) Wie Soldau gemeldet wird, haben die Polen bei Strasburg He« Russen den gesamten Train abgenommen, die in der Richtung ans Loldau fluchtartig zurückgehen.

»s* Basel, 20. August. (S. C.) DieNattonalzei- tung" meldet von der polnischen Nord front: Ctechanow und Pultusk sind von -den Russen geräumt. Im Korri- ridor haben die Polen mit Artillerie die Bahnlinie

Thorn-Eulau besetzt.

Die russische Nordsront gefährdet.

Königsberg, 20. August. (B. T.) Durch den pol­nischen Vorstoß auf Mlawa sind die Russen im polni­schen Korridor in eine kritische Lage geraten. Heftige Kämkfe bei Wlozlaweck bestätigen den russischen Ver­such, die polnische Linie durch Erzwingung der Weichsel- Übergänge auszurollen. Der rechte russische Flügel soll bedroht sein. I« Soldau herrscht größte Unruhe. Die Bewohner flüchte« mit aller ihrer Habe.

Maßregel««» Soldaus?

w Berlin, 20. August. lEig. Drahtn.) Mit großer Besorgnis muß den Ereignissen entgegengesehen wer­den, denen Soldau entgegengeht, wenn Soldau tatsäch­lich wiederum in polnische Hände fallen follte. Ein Teil .er deutschen Bewohner hatte sich beim Einmarsch der russischen Armee sehr unvorsichtig benommen, wöbet ihnen zugute gehalten werden soll, daß sie unter polni- cher Herrschaft bedrückt wurden und darum den russi- chen Einmarsch begrüßten. So hatten sie die Russen mit dem Hissen der schwarz-weiß-roten deutschen Fah­ren begrüßt. Meist sind es nur einzelne Personen, die sich zu diesen übereilten Handlungen haben hinreiben lassen. Büßen muß es nachher die gesamte Bevölke­rung der Stadt Soldau. Auch wurden in den letzten Tagen über Soldau Flugblätter abgeworfen, worin mitgetetlt wurde, daß Soldau, wenn es wieder von den -gStor-wröfetÄ&wi- -te^-*«» CrbbobL«.. gleich» macht werde.

Neue Kämpfe um Soldau.

Alleuftci», 20. August. lT. C.) Aus Soldau wird gemeldet: Gestern abend ist russische Reiterei nach dem Süden abgerückt. Die russische Infanterie ist noch in Soldam Man hört in Soldau Kanonendonner aus der Richtung Mlawa.

Selbstschutz.

** Berlin, 20. August. lEig. Drahtn.) In Soldau hat sich eine aus Unabhängigen bestehende Schutzwehr ausgemacht, die die Grenze beietzt hält und die Aussüh- runa von Vieh und Getreide verhindern soll.

Polnische Gewalttaten.

Berlin, 20 August. (Eig. Drahtn.) In Bornitz im Kreise Neutomischl wurden kürzlich 188 Deutsche verhaftet. Hierbei kam es z« blnttgen Z«samme«ftö- tze«, bei denen einer der Verhafteten dntch Einschlägen der Schädeldecke schwer verwundet wurde. Die Verhaf­teten wurden nach Retz abtransportiert. Dort wurden sie bis zu 13 Personen in eine Zelle eingesperrt. Wo­hin sie von dort aus verschleppt worden sind, ist bisher unbekannt. Später wurden gegen Stellung einer Kau­tion fünf von ihnen freigelassen. Die Erregung der deutschen Bevölkerung in Kongreßpolen und in den Grenzgebieten wächst. Die Flucht der Deutschen a«s Pole« «immt täglich zu. Alle Grenzstädte sind über- füKt So beherbergt das Städtchen Birnbaum, das bis­her 5000 Einwohner zählte, zurzeit 15 000 Flüchtlinge <MS den polnischen Gebieten.

Die Berhaudluuge« i« Minsk.

Minsk, 20. August. lT. U.) Der Berichterstat­ter desManchester Guardian" in Minsk meldet: Die Maische Delegation zusammen mit den Pressevertre­tern Englands, Frankreichs, Amerikas und der Neutra­len sind in Minsk eingetroffen. Bei Eröffnung der Konferenz erklärte der russische Präsident Daniewski, dich Rußlad nicht beabsichtige, Polens Souveränität und lHrabhäugigkest anzutasten. Sowjetrutzland werde sich g keinen Umständen in die polnischen inneren An- mheiten einmtschen. Ferner erklärte er, daß Kon- olen ein wett größeres Gebiet erhalten werde, als um der Entente zuaeitanden sei.

Amerikauische Besorgnis.

** Neu York, 20. August. Das amerikanische Kabi- E wird sich noch in dieser Woche mit der russisch-pol­nischen Krise beschäftigen, ^n Washington wird be- 'ürchtet, daß ein deutsch-russisches Bündnis vor dem Echlußfftebe. Alle Anzeichen deuten auf eiue russisch- deutsche Vereinigung hin. In diesem Sinne ist auch an Frankreich berichtet worden. Daraus erklärt sich die jetzige Stellungnahme Frankreichs. Weiter ist man in 'Safhinrston über die Beziehungen zu Japan nicht ohne Besorgnis, weil die javanische Antwort auf die Note bezüglich der Sachalin-Frage unbefriedigend ausgefal­len ist. Die amerikanische Staatsregiernng wird sich nach einer Erklärung des Staatssekretärs Colby die roßte Mühe geben, die gespannte Lage nicht zu ver- rchärfeu.

Wrangel greift an.

M' Basel, 20. August. Englische Blätter melden, Htmeral Wrangel versucht mit seinem linken Flügel auf as Ostufer des Dnjepr zu gelangen, um m die kkraine einzudringen. Seine Truppen sind durch eine Fauernarmee von 80 000 Mann verstärkt worden. Auch vir Donkosaken kommen dem General zu Hilfe.

Aufstände im Rücken der Wraugelschc« Armee.

Nach Nteldungen der bolschewistischen Presse mehren sich im Rücken der Wrangelschen Armee Aufstände der Bevölkerung und militärische Revolten. An Bord des zur Wrangelschen Flotte gehörigen DreadnoughtWol- ia" ist eine Revolte ausgebrochen. Wrangel hat 100 Mann erschießen lassen. Die Besatzung hat ihm daraufhin den Gehorsam gekündigt und ist abgedampft.

Miljuloff zn Wrangel entsandt.

Auf der letzten Versaumrlung der Kadetten in Pa­ris wurde die sofortige Abreise Miljukoffs und anderer hervorragender Mitglieder der Kadettenpartei nach der Krim beschlossen, sie wollen in unmittelbarer Nähe von General Wrangel tätig sein.

Selbstmord von Wrangels Generalstabschef.

Der Generalstabschef Wrangels, der Befehl erhalten hatte, von Paris nach der Krim zurückzukehren, hat in der Wohnung einer Dame Selbsttnord verübt.

Eine Protestnote an die Saarregiernng.

Die Vorgänge im Saargebiet haben die deutsche Regierung veranlaßt, eine Note an die Saarregierung zu richten, in der u. a. die Rechtsverhältnisse der Be­amten, die zu einem Streik geführt haben, berührt werden. Auch wird darin Protest erhoben gegen die

Ausschreitungen des srarkzösischen Militärs während des Streiks und gegen die französische Behanptung, daß die deutsche Regierung den Streik gefördert habe.

Die Note war bereits am 14. August abgegangen. - Post zurückgeschickt, weil die Saargebiets ebenfalls vom Die deutsche Regierung hat

Sie wurde aber von der Verkehrsanstalten des Streik betroffen waren, die Note daraufhin auf zustellen lassen.

Nordische Kritik

Umwegen der Saarregierung

über den Völkerbund.

Wie der Korrespondent derTelegrapken-Union" meldet, wurde gestern im Storthing die 12. interpar­lamentarische nordische Delegiertenkonferenz eröffnet. In der Aussprache wurden scharfe Angriffe gegen den Völkerbund gerichtet, in dem die kleineren Staaten nicht zu ihrem Rechte kämen. Es fei ein Fehler, daß Deutschland nicht zum Völkerbund zugelassen worden sei. Auch die Frage der völligen Abrüstung wurde

gestreift.

Einspruch Escherichs.

w München» 20. August. Escherich hat in einem Telegramul an den Reichspräsidenten Protest gegen das Vorgehen des preußischen Ministers des Innern gegen seine Organisationen eingelegt. Er kürrdigt an, daß er keine verfassungsmäßigen Mittel unversucht lassen werde, um seiner Organisation die Rechte zu er- kinupfen.

Slawisches Abwchrbüudnis gegen Uugar«.

Gestern wurde in Belgrad ein Abwchrbüudnis ge­gen die ständige ungarische Kriegsbereitschaft zwischen Südslawien und der Tschecho-Slowakei durch den ffche- chischen Außenminister mit der BGerader Regierung abgeschlosserr.

FranzösischesVersehen".

Wie derTemos" mitteilt, ist durch ein Vergehen des Ministeriums des Innern den beiden englffchen Arbeiterdelegierten Adamson und Gosling die Reise von Boulogne nach Paris ermöglicht worden. Man habe nämlich geglaubt, sie würden erst heute in Bou­logne eintreffen. Der Polizetpräsidenr von Boulogne habe den Auftrag gehabt, ihnen das Betreten franzö- stschen Bodens zu untersagen.

Keine Erörterung des Versailles Vertrages.

* * Rom, 20. August. <V. Z.) Der Berichterstatter Ml" Nnftvnnke" - tn^Lnzerw -erführt vsu autorita­tiver deutscher Seite, Deutschland beabsichtige keines­wegs eine Erörterung des Bersailler Vertrages bei der Zusammenkunft Lloyd Georges mit Dr. Simons her- beizufsihren. Die Besprechungen werden sich lediglich auf die deutsch-englischen Beziehungen beschränken.

Entwaffnung Bayerns.

> * Genf, 20. August. (S. G.) Nach einerTemps"- Meldung hat der französische Gesandte in München dem alliierten Rat Vorschläge über die Ausführung der Entwaffnung für Bayern und Siiddeutschland unter­breitet, die dem besonderen Verhältnis Süddeutschlands bei der Entwaffnung Rechnung tragen sollte.

Ueberschichte« im Ruhrbergbau.

w Esten, 20. August. lB. Z.) Für den Ruhrbe­zirk ist ein neues Ueberschichtenabkommen zustandeae- lommen, wonach das Abkommen vom 8. 3. auf allen Zechen wieder durchgeführt wird.

Arbeislokeudemoustratiouen.

* Berlin, 20. August. (L. A.) Im Lustgarten fand heute unter Teilnahme von 10000 Personen eine Arbeitslosendemonstration statt, um für die Beschaffung von Arbeit zu demonstrieren. Eine Anzahl Züge rückte mit roten Fahnen heran. An zahlreichen Punkten des Lustgartens hielten Führer Reden an die Demonstran­ten, indem sie sofortige Schritte zur Beschaffung von Arbeit, Zahlung einer einmaligen BeihUfe von 500 Mark, freie Verteilung von Lebensmitteln, Beschaffung von warmer Kleidung und genügendem Heizmaterial für die Arbeitslosen sowie die Gleichstellung der Frauenunterstützngen mit denen der Männer forder­ten. Von verschiedenen Rednern wnrde erklärt, daß man den Magistrat unbedingt zur Durchführung dieser For­derungen zwingen, sowie den russischen Brüdern die Hand bieten müsse. Die Demonstranten marschierten darauf in geschlossenem Zuge zum Rathaus. Eine zweite Versammlung fand auf dem Temvelhofer Felde statt. Nach gehaltenen Reden zog man ebenfalls zum Berliner Rathause. Unter Ausrufen auf die Weltrevolution zer­streute man sich. Es kam zu keinen ernsten Zwischen- fällen.

Mieterprotest.

* * Dresden, 20. August. Der Zentralvorstand des Bundes deutsch«: Mietervereine hat mit Rüefficht auf die Bclchlüfse des deutschen Hausbesitzervereins eine Entschlkeßung gefaßt, in der es heißt: Die Organisa­tion der Mieterschaft ist bereit, daß die Regierung ge­genüber dem Ansturm der Hausbesitzerorganisation fest bleibe und die Interessen dieser nicht über die der Wohnungsmieter stelle. Wir verlangen, daß die stei­gende Haus- und Bodenrente verhindert wirb. Einen angedrohten Stenerstreik der Hausbesitzer werben wir zu brechen wissen.

Mleelel wm Tage.

Das Attentat gegen Regier««gsrat«tzschel in Magdeburg steht nicht mit der Svitzelaffäre im Zusam­menhang. Es handelt sich lediglich um einen groben Unfug, den ein Lazarettinsasse verübte.

Zu blutigen Kämpfe« kam es in Londonderry in Irland. Marschall French hat Dublin verlassen, um sich nach London zu begeben.

Die Metallarbeiter in Italien treten heute in einen allgemeinen Lohnstreik.

Die Schissswerft Blohm n. Boß wird fysolge Aus­schreitungen gegen die Leirung bis auf weiteres ge schlössen.

Sowseidelegicrte sind in Paris eingetrofsen, ohn! daß bisher Sicheres tiber ihre Sendung verlautet.

Ju Washington wurden große Sympathrekundge-- bungen für Polen ins Werk gesetzt.

Das alvanische Ministerium ist zu Verhandlungen nach Athen abgereist. Die KoMNisston soll Verhand­lungen zwecks einer amerikanischen Anleche einleiten.

Kriegsmarcrialsendnnae« in sech» Waggons Flug­zeugteilen wurden neuerdings in Bremen von Eisen­bahnern und Arbeitern angehalten.

Die Rückkehr der deutsche« Kriegsgefa«gene« aus Rußland wird laut russischer Regierungsmitteilung durch Vermehrung der Transportmittel und Ausbau des Lagers Narwa in die Wege geleitet In Moskau und Petersburg wartet eine große Zahl Gefangener auf die Rückkehr in die Heimat. >

Die Organisation Escherich ist in außerordentlicher Sitzung der württembergischen Regierung für das Staatsgebiet verboten worden.

Amerikanische Geldzahlu«ge« an Polen wurden von der amerikanischen Regierung verweigert, da sich Polen im Krieg befände. o t

Die Hinrichtung des Führers der 3. bolschewistische« Arinee wurde durch Trotz« verfügt, weil der General an der Südfront eine Niederlage erlitt.

Die -cuikch-fciudlichen Unruhen in Ramsaate habe« eine Verstärkung der Polizei zur Folge gehabt. Bei den Kämpfen mit der Menge wurden zwei Personen getötet.

Eine französische Anleihe von 150 Millionen Dollar ist zur Amoriisaiion der englisch-französischen Anleihe in Amerika geplant.

PoIitiSche Rundschau«

Wahlordnung für die Reichspräsideuteuwahl. Dem Reichsrat liegt, wie wir erfahren, der Entwurf einer Verordnung über die Wahl des Reichspräsidenten vor. Der Entwurf lehnt sich möglichst an die Vorschriften der Reichswahlordnmig vom 1. Mai 1920 an, berücksich­tigt indessen auch die Erfahrungen der Reichstagswahl vom 6. Juni 1920. So werden die Vorschriften über die Wahlscheine erweitert werden, da deren Ausstellung in großstädtischen Gemeinden insofern nach den bisheri­gen Bestimmungen Schwierigkeiten bietet, als die Wählerlisten den Wahlvorstehern zur Bildung des Wahlvorstandes einige Tage vor der Wahl zugesandt werden müssen. Indessen muß die Möglichkeit zur Er­langung von Wählscheinen tunlichst lange gegeben sein, da bei einer frühzeitigen Schließung ihrer Ausstellung der Zweck des Wahlscheines selbst vereitelt werden würde. Der Entwurf will daher bezüglich des Zeit­punktes, an dem die Wählerlisten geschlossen werden müssen, den Gemeinden möglichst freie Hand lassen, und nach Abschluß der Wählerlisten sollen nachträgliche Be­richtigungen vorgenommen werden können. Ferner hat sich vielfach das Bedürfnis gezeigt, für kleinere, be­sonders ländliche Wahlbezirke die Wahlzeit abzukürzen. Alsdann soll die Verordnung auf eine beschleunigte Feststellung des Wahlergebnisfes einwirken, so daß das Resultat der Wahl vorliegt.

Aus der Heimat.

* Die Holz- und die Polsterklasse. Wie dieVoss. Ztg." berichtet, will die Reichseisenbahn am 1. Juli 1921 das Zweiklassen-System einführen; es soll dann nur noch eine Holz- und eine Polsterklasse geben. Dieser Beschluß scheint letzten Endes auf eine neue FghlpreiseMhung binanszulallfen, denn es wurde gleich zum Ausdruck gebraM, 'daß'es' niM-lMMvgttcy sei, daß die neue Holzklasse später eineandere Be­rechnung" erfährt. Man wird also eine Mittellinie einführen, um den Fahrpreis zwischen der 3. und 4. Klasse auszugleichen. Die Preise der 3. Klasse werden vielleicht nicht steigen, aber die bisherigen Reisenden der 4. Klasse werden wohl eine neue Erhöhung des Fahrpreises zu erwarten haben. Ebenso wird es mit der Polsterklasse werden, wo der Unterschied zwischen der 1. und 2. Klasseausgeglichen" werden muß.

§ Hersfeld, 21. August. Der z. Zt. gültige Früh- kartofsel-Erzeugec hoch st preis für die Pro­vinz Hessen-Nassau von 32 Mk. je Zentner wird hier­durch mit Wirkung vom 16. L. Mts. ab auf 28 Mk. ermäßigt.

):( Hersfeld, 2L August. Am gestrigen Nachmittage traf hier ein französischer Offizier ein, um die Gräber der hier verstorbenen französischen Ge­fangenen zu besichtigen.

§ Hersfeld, 21. August. Der Kanzleidiätar Müller vom hiesigen Finanzamt ist zum Kanzlei- a s s t st e n t befördert worden.

W. Hersfeld, 21. August. Wie allsonntäglich, ist seitens des strebsamen Hersfelder Wander- vereins auch für morgen ein Ausflug vorgesehen, der die Teilnehmer an dieser 5.10 früh beginnenden Fahrt mit dem in Bebra leider unvermeidlichen, einstündigen Aufenthalte gegen 8 Uhr nach Albungen bringt. In bereitwilligster Weise will der Werra- talverein in Eschwege die Führung übernehmen und sich auch zahlreich an der Wanderung beteiligen. Geplant ist eine Wanderung über Langenberg, Heiligenberg, Fürstenstetn, Hohenstein, Goburg, Schöne Aussicht, Gobert, WolfStisch, Pferdeloch, Solzfrau und Silberklippen nach Eschwege, wo am Nachmittage die Mitglieder beider Vereine in einem gemütlichen Beisammensein bis zur Abfahrt des Zuges 7.07 Gelegenheit zum näheren Kennenlernen und zur Aussprache im BereinStnteresse haben werden.--- Da fast der ganze Tag für die Wanderung zur Ver­fügung steht, kann oftmals gerastet und so jede Ueber- anstrengung vermieden werden; bei sehr großer Teil, nehm erzähl ist die Trennung in zwei oder drei Gruppen für verschieden lange Wanderungsbauer und für verschiedene Strecken aber mit dem ge­meinsamen Endziele in Eschwege leicht durchführ­bar. Es sei im Interesse einer möglichst zahl­reichen Beteiligung darauf hingewiesen, daß sich bet diesem AuSfluge Gelegenheit bietet, eine Reihe der allerschönstey Punkte im Werratale kennen zu lernen. Hoffentlich bewährt sich auch diesmal daS gewohnte Wetterglück!

8 Hersfeld, 21. August. Vor der Handwerkskammer in Cassel bestanden die Meisterprüfung: die ' Wagner Ferdinand Hohmann-Hersfeld, Konrad Hüll. Friedewald, die Schmiede August Hohmann-Hersfeld, Keorg Borberg.HerSfeld, Johannes Wieaand-Tann, Heinrich Pfeiffer-Niederjossa, Karl Storch-Eonrode.