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detrde" Aulatz zur grötzieu Besorgnis Englands. Die Bokschewisten bewaffnen das Proletariat, während sie gleichzeitig die Entwaffnung aller polnischen Truppen verlangen und gehen hiermit der kommunistischen Minderheit die Möglichkeit, die Herrschaft an sich zu reißen.

Warnung an Wrangel.

** London, 17. August. lT. lt) Auf eine Anfrage im Unterhaus erklärte Lloyd George, er habe General Wrangel deutlich uritgcteilt, Satz er keine neuen An­griffe gegen die Bolschewisten unternehme, und wenn er sie unternehme, dieses nur auf eigene Verantwor­tung tun müsse.

Zusammenkunft Fehrenbachs mit Lloyd George?

* Lugano, 17. August. (T. U.) Wie derCarriere -ella Sera" hört, verlautet in gut informierte« Krei­se». daß bei der Zusammenkunft zwischen Lloyd George «ud Giolitti Ende -s. Mts. auch der deutsche Reichs- kauzler Fehrenbach teilnehmen werde. lMan wird gut tun, diese unbestätigte Meldung mit aller Vorsicht auf- zllnehmen. Schriftl.)

Die schwarze Schmach.

* St. Jugbert, 17. August. In den letzten Tagen wurden wieder zwei Töchter hochachtbarer Familien auf einem Weg nach einem benachbarten Dorfe von marok­kanischen Truppen in den Wald verschleppt und ver­gewaltigt. Eins der Mädchen ist gestorben. Als der Kommandeur Anzeige davon erhielt, zuckte er mit den Achsel« und meinte, er könne nichts machen, es sei eben Krieg.

* * Frankfurt, 17. August. Eine aus St. Jngbert aus dem Saargebiet zurückgekehrte Persönlichkeit gibt in der F. Z." schreckliche Schilderungen über die Zustände im Saarland. Die farbigen Truppen waren in den letzten Tagen die Herrscher des Landes. Die weißen franzö­sischen Soldaten überließen die Nachkommandos den Schrvarzerc. Fast alle Streifen wurden aus Schwarzen gebildet. Die Afrikaner hatten durch die Verhängung des Belagerungszustandes freie Hand bekommen und wüsteten wie die Wilde». JYn dem Kreis Ingbert sind acht schwere Sittlichkeitsverbrechen binnen einigen Ta­gen orgekommen. Der Gewährsmann hat seine Mit­teilungen mit Zeugennennung belegt.

Der Reichspräsident in Leipzig.

* * Leipzig, 17. August. lT. U.) Reichspräsident Ebert traf gestern vormittag in Begleitung des Reichs­wirts chaftsministers zum Besuch der technischen Herbst­messe hier ein. In einer Ansprache sagte der Präsident, daß die Leipziger Messe dazu angetan sei, das Ver­trauen zu erwecken, daß Deutschland auf dem Welt­märkte wieder eine Stellung erringe.

Aus Ostpreußen.

An die Bevölkerung der Abstimmungsgebiete rich­tete der Reichspräsident und der Reichskanzler eine Kurrdgebung, welche die heute zur Heimat zurückkeh- renden Volksgenossen der Abstimmungsgebiete namens des deutschen Volkes mit tiefbewegtem Herzen will­kommen heißt. Jeder einzelne, der beigetragen habe zum guten Ende des Kampfes, dürste Heute getröstet die Kraft des Wortes empfinden:Der ist in tiefster Seele treu, der die Heimat liebt wie du!"

Der Oberpräsident von Ostpreußen genehmigte für Ostpreußen die Bildung von Selbstschutz- und Grenz­wachen, verbot dagegen die Orgesch.

Proteststreik in Oberschlesteu.

e^jy Berlin. *-«yjüyft ML.Deuthen wird aemel- «t:Die freien GewemlbrrM unü<fetaIrMcher^PM«- teten von Oberschlesien rufen für morgen abend Pro­testversammlungen zur Abwehr -er Versuche der Neu- tralitätsverletzuug Oberschlesteus auf. Sie fordern ein Verbot aller nichtkontrollierter Truppen- und Muni­tionstransporte. Die Kaufmannschaft wird aufgefor­dert, die Läden zu schließen. Die Eisenbahner treten morgen mittag in den Proteststreik. Falls die Forde­rungen zur Sicherheit der Neutralität in Oberschlesien nicht angenommen werden, wird der Generalstreik in schärfster Form angeordnet.

Eruste Lage im Saaraebiet.

* * Karlsruhe, 17. August. Aus Saarbrücken wird gemeldet: Den streikenden Beamten ist eine Frist bis Mittwoch zur Wiederaufnahme des Dienstes gestellt worden, andernfalls sollen sie entwaffnet werden. In Saarbrücken ist ein Zug mit französischen Gas-, Elek- trizitäts- und Eisenbahnarbeitern eingetroffen, die die öffentlichen Betriebe am Dienstag wieder in Gang set­zen sollen. Die Verhandlungen zwischen den Beamten, der Arbeiterschaft und der Regierungskommtssion nah­men nicht den erwarteten Verlauf. Die Lage wird als erneut sehr ernstlich und gespannt bezeichnet. Die Bru­talität der französische« Besatzungstruppen «ehmen ferner zu.

Englischer Gewaltakt?

* London. 17. August. Wie die Blätter melden, ist der nach England gebrachte irenfreundliche Bischaf Mannry zusammen mit seinem Sekretär plötzlich ver- Wwunden.

Der Souflikt zwischen der Tschecho-Slowakei und Ungaru.

Der Konflikt zwischen der Tschecho-Slowakei und !rn muß als verschärft gelten. Die Tschechen be­en einen Angriff Ungarns auf tschecho-slovakisches t und behaupten, daß in Ungarn zu diesem Zwecke lisationen und Truppenkonzentrationen stattfinden. gen behauptet Ungarn seinerseits, daß die Tmecho- akei mehrere hundertawend Mann an der Grenze nnengezogen hätte und sieht darin eine Be- mg seiner Unabhängigkeit.

Der nervöse Hölz.

* Berlin, 17. August. (T. U.) Der sächsische Kom- wmist Hölz wird in ein Sanatorium bei Prag über- Mhrt und dort interniert.

Gegen einen neuen Krieg.

* Amsterdam, 17. August. (T. N.) Die Leitung des internationalen Transportarbeiterverbandes hat gm 14. b. Mts. einen Aufruf an die Transportarbeiter, Seeleute und Eisenbahner aller Länder gesandt, alle Truppen- «nd Mn«iNo»stra«sporte, die für einen neuen Krieg bestimmt seien, zu verhindern. Die Lei­tung des internattonalen Transportarbeiterverbandes wird in dieser Woche zusammentreten, um inter- «ationale Richtlinien aufzustellen.

Amerikanische Note a« Japan.

Aus Washington wird die Veröffentlichung der ame­rikanischen Note an Japan in der Sachalinfrage «»gekündigt, in der auch die ganze sibirische Politik Ja­pans eingehend kritisiert wird. Geichzeitig wird auch zu der japanischen Antwort, die gestern eingetroffen ist, Stellung genommen.

Hochbahunuglück.

m Berlin, 17. August. lT. U.) Ein schwerer Zu­sammenstoß ereignete sich gestern nachmittag ^5 Uhr in der Nähe des Hochbahnhofes Warschauer Brücke. Ein

von der Warschauer Brücke ausfahreuder Hochbahnzug fuhr einem anderen Zuge in die Flanke. Zahlreiche Personen wurden verletzt, darunter drei schwer.

Die Saarregrerung lehnt ab.

>* Daarbriicken. 17. August. Die Verhandlungen der alliiertest Nbeinlan-Skommifsion und -er Hanpt- streikleitnng sind auf dem toten Punkt angelaugt. Die Saarrcgiernng ivill von einer Gleichstellung der staat­lichen und städtischen Beamten mit den rechtsrheini­schen Beamten nichts misten.

Deutsche Rheinschiffahrt.

*^ Basel, 17. August. Belgische Blätter bringen die Mitteilung, daß die deutsche Rheinschiffahrts-Gesell- schaft sich mit der Mtte an die belgische Regierung ge­wandt hat, die Schiffe wieder unter deutscher Flagge durchznlasien. Die belgische Regierung scheint die Ab­sicht zu haben, diesem Ersuchen zu entsprechen.

Allerlei vom Sage.

Der Laudrat von Neutz, Freiherr von Lüninck, wurde durch belgische Militärpolizei verhaftet und erst nach Stellung einer Kaution entlassen. Der Grund der Verhaftung sei, daß der Landrat Bestimmungen der RheinlandSkommstsion nicht sofort ausgeführt habe.

Ein Ostausschub hat sich unter Führung des Zen- trumsabgeordneten Fleischer gebildet, der dem Aus­wärtigen Amt in allen Fragen der Ostmark zur Seite steht. Heute findet die erste Sitzung des Ausschusses statt.

Eine Nahrunqs- ««- Genußmittelausstellung wurde in München auf der Therestenhöhe eröffnet. Gleichzeitig tagt der 13. Verbandstag des Reichsver­bandes deutscher Feinkostkaufleute.

Der Reichsauzeiger veröffentlicht eine Verordnung des Reichspatentamtes betreffend Bildung weiterer Ausschüsse zur Entscheidung über die Schutzdanerver- längermcg für Patente und Gebrauchsmuster.

Der Staatsanzeiger veröffentlicht eine Ausfüh- rungsanweisung des Ministeriums des Innern zu dem Gesetz betreffend vorläufige Regelung verschiedener Fünfte des Gemeinde-Beamtenrechtes.

Die schwierige Lage bet Presse wird beleuchtet durch zwei Entschließungen, die der Verein Deutscher Zei­tungsverleger, Kreis Mitteldeutschland, bei seiner letz­ten Hauptversammlung faßte: Die eine geht dahin, den Hauptverein zu ersuchen, die Arbeiten zur Gründung einer Verleger-Darlehnskasse so schnell als möglich ab- zuschlietzen, da sonst eine große Reihe weiterer Zeitun­gen erliegen werde. In der anderen Entschließung wen­det sich der Verein an die Regierung mit dem Ersuchen, die Senkung des Papierpreises auf je Kilo 2 Mark, insbesondere durch Herabsetzung des Preises für Pa­pierholz zu-ermöglichen, da sonst die Gefahr der Ver­trustung der Presse und des Verkaufs deutscher Zei­tungen an Ausländer immes mehr wachse.

Lloyd George wird am Mittwoch in Luzern eintref­fen, wo er seine Ferien zu verleben gesenkt.

Die italienische Regierung hat Monsignore de la Toreta als Botschafter in Moskau vorgeschlagen.

Der Kmmunist Radek ist zum Präsidenten der Sow- jeldelegation in Minsk ernannt worden.

Französische Munition für General Wrangel wurde in,Antwerpen von den Arbeitern angehalten.

Politische Rundschau.

Die Reichsbefold«ugsorb«ung. Die Reichsregie- runa hat, wie aus der schriftlichen Antwort des Fi- nrMMMlifterS' fiirr-<tnv^nf3^e^S^.9IBaej^^ De- lius hervorgeht, bereits vorbereitende Schritte für eine allgemeine Ueberprüfung der Reichsbesoldungsordnung eingeleitet. Insbesondere haben Besprechungen von Vertretern aller - beteiligten Reichsministerien, seiner Verhandlungen mit den Regierungen der Länder und den Beamtenorganisationen stattgefunden, um festzu­stellen, welche Folgerungen sich für die Einstufung der in den Reichsdienst übernommenen Beamten der Län­der aus der Personalreform bei der Reichspostverwal­tung, aus der Einreibung der in den Reichsdienst über- nommenen Beamten der Landessinanzverwaltnngen und aus der Einreibung der im Landesdienst verblie­benen Beamten in die Besoldungsordnungen der Län­der ergeben könnten. Die Untersuchungen wurden auch auf die Frage ausgedehnt, wieweit solche Folgerungen etwa nicht erst gelegentlich der allgemeinen Ueberprü- fung der Reichsbesoldungsordnung, sondern in aller­nächster Zeit zu ziehen wären. Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, ist der Entwurf einer neuen Reichs- besoldungsordnung ausgestellt und noch Gegenstand von Verhandlungen. Unabhängig hiervon sollen den Be­amten entsprechend der Entschließung des Reichstages vom 2. August d. Is. die sich aus der voraussichtlichen Höherstufung ergebenden Mehrbeträge unverzüglich vorichußweise bezahlt werden. Soweit sich bei der Re­gelung der Bezüge der außerplanmäßigen Beamten un­erträgliche Härten ergeben sollten, wird Abhilfe zuge- sagt. Aenderungen der Diätenordnung sind jedoch nur im Wege der lyesetzgebung möglich. Beamte her Post- und Eisenbahnverwaltung, die aus dem Stand der Staatsarbeiter hervorgegangen sind und als solche be­reits höhere Bezüge hatten, als ihnen nach ihrer Ueber- führung in das Beamtenverhältnis zustehen würden, sollen Ausgleichszulagen erhalten.

Die Ernteaussichten

im diesseitigen Bezirk, dem Bereich der Easseler Landwirtschaftskauimer werden von dem Vorsitzenden, Landrat a. D. von Keudell, wie folgt beurteilt:Die Ernteaussichten find leider nichr die besten. Je näher die Ernte herangerückt ist, umso klarer stellt sich als das Durchschnittsbild dar, daß die durch das schöne Frül>- jahr gezeitigten Hoffnungen auf eine gute Ernte nicht in ErMllung geben iverden. Um es gleich von vorn­herein zu betonen,Trockenheit" undMangel an Stick­stoff" sind die beiden wichtigsten Ursachen für dreie be­dauernswerte Tatsache. In den letzten Wochen stnge- tretene Gewitterregen können wohl die Furtervcrliält- niffe verbessern, vermögen aber an dem schlechten Aus- fall der Körnerernte nichts mehr zu ändern.. Der sttog- gen, die Hauvtsrucht hierzulande, wird nur eine geringe Ernte geben, die unter Mittel, etwa fünf bis sechs Zent- ner der Morgen, bleiben wird. Der Winterioeizen lei­det unter starkem Brand, stelleniveffe bis zu 40 Pro­zent, so daß auch hier die Ernteanssichteil keine besseren sind. Doch dürfte der Durchschnittsertrag höher sein, weil Weizen fast nur auf dem besseren Boden augebant wird. Wintergerste hat sehr enttäuscht, hier hat der so­genannte Streifenbrand den Ertrag wefentluf) gekürzt. Durchschnittsertrag nicht über acht bis zehn Zentner. Sommergerste hat die Trockenheit am besten ertragen, sie verspricht einen Durchschnitt von 7 bis 8 Zentner. Der Hafer, nächst dem Roggen die zweite Hanotfrucht, hat am meisten unter der Trockenheit gelitten. Es gibt vielerorts eine glatte Mißernte. Die Durchschnittsernte wird sicherlich nicht mehr als 6 Zentner betragen. Erbsen und Bohnen stehen gut, auch der Raps dürfte meist be-

friebiat haben. Die Zuckerrübe« versprechen emen gu­ten Ertrag, doch wird viel über Engerlmgfraß geklagt. Ueber die Kartoffeln endlich ist es ferner, «hon heute ein abschließendes Urteil zu sälle«. Viel Kräuselkrank­heit, dazu Frostschäden im Mai. Doch kann nach dem bisherigen Stand immerhin wohl «'it einer knappen Mittelernte gerechnet werden. Selbstterstandlich gcbt es viele Einzelwirtschr.sten, ja ganze Gegenden, die eine gute Ernte machen werden, dank rechtzectiger Flieder- schläge, sowie dank reichlicher AnweiMmg von Kunst­dünger. Sie können den Gescmstdurchschmti aber nicht verändern und auf den kommt es bei der Beurteilung der Ernteaussichten für die Allgemeinheit nun einmal einzig und allein an. . ..... ... e

Der bekannte Landwirt Hellwig kr tistert dce Aus­führungen des Vorsitzenden der Casseler Landwirt- schaftskmr.mer, Landrat a. D. v. Keudell, über die Aus­sichten der diessährigen Ernte. Er glaubt, daßi die Re­gierung eine Erhöhung der Ration, dce in Aussicht stand, nicht genehmigen wird, wenn derartige unzuverlässige Schätzungen verbreitet werden, noch dazu,von verant­wortlicher Stelle. Es sei höchste Zeit, wenutenS in der Provinz Hessen-Nassau dahin zu streben, durchs gerechte Erfassung der Ernte die Lage zu verbesiern, den pro­vinziellen Bedarf zu sichern und gegen eine Verschie- berei einzutreten. Dem Reiche sollten noch Ueberichusie abgegeben werden. Die gegenwärtige Schätzung erwecke den Eindruck, als solle sie nur die hohen Greife begünsti­gen oder zur Verkürzung der Lebensmittelmengen die­nen. Jedenfalls sei es wünschenswert, daß die notwen­dige Erhöhung der Ration im allgemeinen sofort ein- tritt ' M

Vermischtes.

Der Großschiffahrtsweg von Basel nach dem Boden­see. Bei dem internationalen Wettbewerb zur Erlan­gung eines Entwurfs für den Großschiffahrtsweg von Basel nach dem Bodensee ist, nach einer Mctteilung des Schiffahrtsvereins Basel, der Tiesbaufirrna Grike u. Bilfinger A.-G. in Mannheim von den drei ausgesetz­ten Preisen der erste und zweite Preis zusammen mit der Schweizer Firma Albert Butz u. Co. in Basel zu­gesprochen worden.

Ein furchtbares Drama hat sich in Dresden auf der Schützenhofstraße zugetragen. Dort war ein 12jähriger Schnlknabe auf einen Apfelbaum gestiegen und warf feinen Spielkameraden einige Früchte ab. Den Vorgang hatte ein kurz zuvor vom Besuche eingetroffener 17jüb­riger Schlosserlehrling beobachtet. Er nahm einen Tesching und schoß ab. Der Knabe stürzte mit durch­bohrter Lunge vom Baum. Der Lehrling tötete sich darauf selbst durch zwei Schüsse.

Ei« schwerer Autounfall ereignete sich auf der Chaussee Küriv-Perleberg. Ein dem Kausmann Bor- chardt aus Hamburg gehörendes Automobil überschlug sich in voller Fahrt. Borchardt und der Chauffeur er­litten schwere Verletzungen, während zwei Insassen des Autos, ein brasilianischer Kaufmann und ein Münche­ner Herr, auf der Ste.e getötet wurden. Der schwer­verletzte Chauffeur wurde in hoffnungslosem Zustande nach Küritz gebracht.

Ein Explosior-sunglück ereignete sich beim Entladen von Artilleriemnnition auf dem Truppenübungsplatz Kummersdorf im Kreise Teltow. Von den dort beschäf­tigten Arbeitern wurde einer getötet, einem andere« wurde ein Bein abgerissen. Eine größere Zahl von Ar­beitern erlitt, soweit bisher festgestellt werden konnte, leichtere Verletzungen.

Bei einem Dachstuhlbraud fand man in Berlin die verkohlte Leiche einer Frau. Bet einer näheren Besich­tigung stellte sich heraus, daß sie mit einem Riemen er­drosselt worden war. Es besteht der dringende Verdacht, daß ihr Sohn die Mutter ermordet hat. Der Täter hat dann die Wohnung in Brand gesteckt, um die Spuren der Bluttat zu verwischen. Er wurde verhaftet, leugnet aber bisher die Tat.

Die Minengefahr an der Ostküste Islands hat sich vermehrt. Ein Kutter ist auf eine Mine gestoßen und in die Luft geflogen. Die Besatzung ist umgekommen. Drei weitere Kutter werden vermißt. Inspektionsschiffe sind entsändt worden, um die Minen zu beseitigen.

Ein großer Postranb ist in Dublin durch eine

Gruppe bewaffneter und maskierter Männer verübt worden. Sie raubten die Post eines Güterzuges. Bei der geraubten Post befand sich auch Privatkorrespondenz des Lord French.

Die Technische und Banmesse in Leipzig hat unter starker Teilnahme der deutschen Industrie, der Technik und des Bauwesens begonnen. Die Zahl der Aussteller belauft sich auf 3400 Firmen, deren MusteranssteNnngen in der inneren Stadt und auf dein Ausstellungsgelände ein achtunggebietendes Bild deutschen Fleißes abgeben. Die Zahl der in Leipzig einctetroffenen Einkäufer ist noch nicht genau zu ermitteln, doch ist auf dem Aus­stellungsgelände ein sehr lebhafter Verkehr festzustellen. In größerer Zahl haben sich Auslandsin-errssenten aus Dänemark, der Schweiz, Schweden, der Tschechoslowakei und Oesterreich eingcfuuörn. Auch aus Uebersee, ins­besondere aus Südamerika, sind Besucher zur Techni­schen und Baumesse herübergekommen.

Geldschrankelubrecher suchten nachts die Geschäfts­räume des tschecho-slowakischen Konsulats in Berlin heim. Sie verschafften sich gewaltsam Eintritt in das Kassenzimmer, erbrachen nach Art gewerbsmäßiger Knacker" das Geldivind und stahlen daraus 30 000 Mark in deutschem Gelde.

Tot aufgefuubcu wurde in ihrer Wohnung in Chem- nitz die 32 Jahre alte Witwe Rosa Trbovie mit ihren drei Kircdeitt, zwei Knaben und einem Mädchen. Die Trbvvic hatte durch Leuchtgas Selbstmord verübt und ihre drei Kinder mit in den Tod genommen.

Stiegen Bctrugsycrdacht verhaftet worden ist die an­gebliche Baronin Elly von Saun-Wittgenstein, genannt eilen «arm, die Besitzerin der Karin-Lichtspiele in Mttn- then. Ss handelt sich um zahlreiche Darlehns- und Wech- selangcleqcnheitcn.

Ju den Streik getreten sind etwa 9000 Handwerker, Maschinisten und Heizer in 20 Industriebetrieben in Hamburg. Die Fabriken mußten ihren Betrieb schlie­ßen und haben ihre «srbcitcr entlassen.

In her Entwaffn,lnasaktio« sind bisher rund 50 000 Gewehre in der Provinz Hannover von den Einwohner­wehren znsammengczvgen und unbrauchbar gemacht worden.

Ei« Wolkeukratzer in Danzig. Der westpreußische Architekten- und Ingenieurverein Danzig hat für seine Mitglieder und die <nff«illeder des Verbandes Tanzi- ger Architekten einen Ideenwettbewerb für die Erbau­ung eines Geschäftshauses bis zu 25 Stockwerken, in denen 2000 Geschäftsräume Platz finden sollen, ausgc^ schrieben. Für sechs zur Verteilung kommende Preise ist ein Betrag von 12 000 Mark bereitgestellt. Da es sich nur um einen Ideenwettbewerb handelt, wird kei­nes der Projekte zur Ausffivrung kommen. Dem aus namhaften auswärtigen Architekten zusammengesetzten

namhaften auswärtigen Architekten zusammenäesetzl Preisgericht sind 20 Entwürfe angegangen. Die E fcheibuna des Preisgerichts steht noch bevor.

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