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Nr. 179

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Mittwoch, den 4. August

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1920

Sie Darschauer Hegietiing vor der fMt

X Berlin, 3. August. (Eig. Drahtn.) Zu der Meldung, daß die polnische Regierung Warfchau ver­lasse» habe, wird von polnischer Seite erklärt, die Re» gierung sei noch in Warschau, denn sie befürchte, daß bei ihrer Flucht sich eine radikale Gegcnregicruug bilden würde.

Entwicklung neuer Kämpfe.

x Warschau, 3. August. (T. U.) Polnischer Front- bencht vom 2. August: Nördlich von Ostrolenka bis zur deutschen Grenze keine Veränderung. In der Gegend von Lomsha sind die Angriffe des Feindes schwächer ge­worden. Unsere Abteilungen der Freiwilligen- und re­gulären Armee griffen hier an. Vom Narew bis zmn Bng sind unsere Abteilungen in steter Fühlung mit dem Feinde östlich der Linie Kosalki-Masowisetz-Wysonski. Am Bug sind Kämpfe in der Gegend von Mielniki im Gange. Bei Brest hat der Feind ansehnliche Kräfte aller Waffengattungen konzentriert nnd wird wahrscheinlich mit aller Gewalt versuchen, in den Besitz der Stellungen zu gelangen. Südlich von Brest keine ernsthaften Kampf­handlungen. Bei Brody sind Kämpfe im Gange, zu denen auf beiden Seiten große Truppenverbände her- angezogen werden. Die Kampfhandlungen verlaufen dort für uns günstig. Am Sereth nehmen die Sümpfe allmählich an Heftigkeit zu.

x Berlin, 3. Augnst. (L. A.) Der Vormarsch der rnssische» Heere dauert unaufhaltsam an.

Lomsha von den Russen besetzt.

x Königsberg, 3. August. (B. T.) Nach den letzten Nachrichten hat es den Anschein, als ob die Polen unter allen Umstände» versuchen wolle», die Suntpfgegend an der Pisa nnd dem Narew zu halten, selbst wenn dies unr anf Koste» der Frontstärke in an­deren Gegenden geschehen sönne. Nach einer soeben eingelaufenen Meldnng ist Lomsha bereits gefallen.

Der Angriff auf Brest-Litowsk.

x Rotterdam, 3. Augus. (S. E.) DieMorning- poft" meldet aus Warschau: Brest-Litowsk war auch Montag abend noch im Besitz der Polen. Die Bussen haben die Besetzung der Au'-»?-".L ^ Brest-Mowst

=_ T'Ur-enLMULtt..'- Set.' Montag friih schweigt das russische Artilleriefeuer wegeu Munitivusmangels.

Brest-Litowsk besetzt.

x Berlin, 3. August. Ein russischer Funkspruch meldet, Brest-Litowsk ist von den roten Truppen ein­genommen. Die Narew-Linie wurde durchbrochen. Die Polen wurden bis Kvwel auf den Stochod zurückge­worfen.

, Neue rnsfische Offensive am Sereth.

m ** 3) r e 31 a n, 3. Augnst. (Pst.) Zuverlässigen Nachrichten zufolge haben die Bolschewisten eine neue Offensive am Sereth eingeleitet. Sie stoßen energisch ver und stehen gegenwärtig 30 Kilometer vor Lemberg. Die Polen ziehen sich zurück.

Vormarsch der Nordarmee anf Warschau.

x Königsberg, 3. August. Die MoskauerPrawda" meldet: Die bolschewistische Nordermee erhielt den Be­fehl, die ostpreußische Grenze nicht zu überschreiten. Die dauernd an der preußischen Grenze eintreffenden bolschewistischen Formationen werden nach Süden db-i-- giert, um sich an dem Hauptaugriff der roten Armee, auf Warschau zu beteiligen.

Die Lage an der polnischen Südfront.

x Rotterdam, 3. August. (S. C.) Der Reuter- Korrespondent meldet aus Warschau: Die Gefahr ist ' noch nicht überwunden, doch beginnt sich der polnische Gegendruck zu verstärken. Die polnische Südfront zwischen Cholm und Lemberg hält seit etwa vier Tagen den russischen Angriffen stand. Die polnischen Sanvt- fräfte verhinderten den russischen Durchbruch nach der südlichen Weichsel. Sie konzentrieren sich bei Ejechanow.

Das polnische Heer unter Eutentebefehl.

x Rotterdam, 3. August. (S. C.)Daily Mail" meldet aus Warschau, die polnische Front ist seit Sonn­tag unter den Befehl von früheren Generalstabsoffi- zieren der Entente gestellt. Brody an der südlichen Front wird seit Sonntag früh von den Polen beschossen.

Die französische Hilfe für Polen.

x Genf, 3. August. (S. E.) Im Heeresausschutz der sranzöstMen Kammer sagte ein Regierungsvertre- 1er, daß zur Zeit 3009 französische Offiziere auf dem Wege nach Warschau seien, wo sie Dienstag ankommen tniiEicn. Tie Wiederherstellung der Lage an oer pol­nischen Freut sei unmittelbar bevorstehend. Ueber tue Truypenhilfe für Polen können nach Lage der Sall.c Dtitteilungen zur Zeit nicht geuracht werden, auch rricht über den Weg, den diese Truppen eingeschlagen hätten.

x Warschau, 3. August. In einer geheimen Sitzung der esiglisch-ssi'anzösischen Sonderkommission und des sog. Ministerkomitees wnröe beschlossen, falls die Waf- fenstillstandsverhandlnngen scheitern sollten, so schnell als möglich zu handeln.

Die Waffenstillstandsverhaudluugea.

I' x Rotte-kai», 3. Augnst. DieTimes" melden aus Warschau, die Walfel, stillstauSSverhaudlttNgc» stehen wenig gnasiig. Die Riesen beharren als Sieger auf ih­ren ichwerw.cgendkn F- rderurrgen. Ihre Forderungen gehen dahin r Beseßnng der polnischen Festunge» außer Warichau b-Z zum Friedensschluß. Dies ist von den Polen Ledu'pungslos abgelehnt worden. -Hn »olnischen s parlamentarischen Kreisen wird erklärt, daß die Dele- . Kienen zvrückberufen werden. Wenn bis zun. 4. Au- * Mst nachmitiags noch kein. WasfEllstano Wiandeae.»

roimren 'ot, werde -er Krieg mit allen Mi?elr sorige- sctzi weI-cn. Tic Sowjetregierung hat ein polnisches Ersuchen al^elelmt. ScituimSEorrcfponfreuten zu den ^nehjfcHi'exl.criMbitsteu znzulaisen.

x. Warschav, 3. August. Der polnische WenenU* stab Scher ertlarte Pressevertretern gegenüber, daß die Bolschewisten außerordentlich gut ausgerüstet sind. Die Runen versuchen, sich vor dem Abschluß des Wasfcnstill- standeZ mit aller Gewalt noch in den Besitz der Bug- Linie zu firgen. Das werde auf keinen Fall gelingen. Wenn ein annehmbarer Waffenstillstand nicht zustande sonnnt, so gebe es nur eins, und das sei der Kamps bis amö Mesker.

w Kopenhagen, 3. August. (2. 6.)National Ti- dcnde" meldet aus Warschau: Die polnische Waffen- stillstnndskomtllission gibt der Regierung durch Funk- spruch besannt, daß die Russell den Beginn der Waffen­ruhe für Dienstag Mitternacht vorschlagen.

Direkte Friedensverhandlnngen.

** Wien, 3. August. (V. Z.) Nach einem Funk­spruch aus Moskau hat die Sowjetregierung den pol­nischen Unterhändlern erklärt, daß sie nicht allein über den Waffenstillstand, sondern auch über den Frieden verhandeln wolle. Diese erweiterten Verhandlungen sollen am 4. Augnst in Minsk beginnen. Da die pol­nische Wasfenstillstandsabordnnng keine ausreichenden Vollmachten für die Friedensverhandlnngen besaß, er­baten die Sowjetdelegierten entweder eine Erweiterung der polnischen Vollmachten oder das Eintreffen von- neuen mit ausreichenden Vollmachten ausgerüsteten De­legierten.

In Erwartung von Enteuictrupven.

w Danzig. 8. August. Im hiesigen H-ßen laufen nnunterl rochen Schiffe der Entente ein. Gestern lan- decen wieder einige 160 Enteute Lfiziere, dre über den polnischen Korridor nach Polen und Warichau weiter fuhren. Der Außenhafen ist durch die Müh orten evge- sperrt. Man nimmt an, daß in den nächsten Tagen die ersten größeren Truppentransporte der Alliierten in Danzig entlaufen. Das gesamte Hascngcblet ist durch englische Torpedoboote abeeire' ü -~-- ^~~

- 'Arussism-rnrnrfme Beledeü-r erhandliruge :.

x Helsingfors, 3. August. Nach zweiwöchiger Un­terbrechung sind die Friedensverhandlnngen zwischen Rußland und Finnland wieder ausgenommen worden. Der russische Vorsitzende erklärte, wenn die finnische Delegation jetzt noch auf der Abtretung von Eftfarelicu bestehe, müsse die russische Delegation auch ihre Kom- pensationsforderungeu wieder ausnehmen.

Bolschewisiernng Polens.

x Basel, 3. August. Die bolschewistischen Trnppcn- führer setzten in den besetzten polnischen Städten die Bürgermeister ab und Bolschewisten ein. Es bestätigt sich, daß die russische Regierung in Polen die Bolsche- misierung durchzusetzen beabsichtigt.

Die Mobilisierung Rumäniens.

x Basel, 3. August. Die Rumänen haben zur Si­cherung der Landesgrenze gegen den bolschewistischen Vormarsch vier Armeekorps entsandt. Die Russen rük- ken in Richtung GalatzBraila vor.

Die derMchs Neutralität.

Zusainmenstötze mit französischen Militärtransporten.

x Berlin, 3. August. (Etg. Drahtn.) In Erfurt ist es in den letzten Tagen mehrmals zu Znsammensiöstcu zwischen den deutschen Eisenbahnbeamten und Militär- transporten der Entente gekommen, da die Eisenbahner jeden aus front Westen kommenden Transport nrihielten und untersuchten. Am letzten Sonnabend kam von Köln ein Traust ortzng mit französischen Soldaten an, dem ein plombierter von zwei Engländern bewachter Wagen an­geschlossen war. Der Ueberwachungsansschuß der Er­furter Eisenbahner ließ den Transport auf ein totes Gleis schieben und teilte den Franzosen mit, daß keine militärischen Transporte, die nach Polen bestimmt seien, weiter befördert würden. Der französische Offizier wollte darauf die Weiterfahrt mit Gewalt erzwingeu, ließ den Zugführer und den Heizer festnehmen und die Komvag- nie mit schntzfertigem Gewehr antreten. Die Eisenbahner erklärten darauf dem Offizier, er möge schleunigst ver­anlassen, daß feine Leute die Gewehre in den Wagen brächten, sonst würde kein Mann des Transporres Deutschland lebend verlassen. Darauf stellten die Fran­zosen die Gewehre zusammen und der frai^öHutie Offi­zier zeigte die Eisenbahnfahrscheine vor, rvonach es sich um französtsche Urlauber hartdelie, die sich auf der Rück­fahrt nach Oberschlesien befanden. Es wurde festgestellt, daß die Transvortausweise keinen deutschen Stempel trugen. Die Elsenbabnergewerkschaft will daher jetzt beiin Reichsverkehrsminister vorstellig werden, damit deutscherseits eine amtliche Ueberwachnna der Entente- züge durchgeführt werde. Dem französischen Transport- zug wurde schließlich die Weiterfahrt gestattet.

.. x Dresden, 3. SbtßufL tT. U.) Die Haiwtbctriebs- rate der Eisenbahnen Sachsens, im Bezirke Sachsen des Deutschen Eisenbahnerverbandes, vcröfsentlichcn einen Ansruf an die gesamte Arbeiterschaft, worin sie mittei- lcn, daß sie Erhebungen im ganzen Reiche angestellt hät­ten nnd danach zu der Ueberzeugung gekommen seien, daß die Truppentransporte, die angeblich Gefangenen­transporte darstellen sollten, zur Unterstützung einer kriegführenden Macht Verwendung finden sollen. Ein­stimmig sei beschlossen worden, daß solche Truppentrans­porte sowie die Beförderung von Munition und sonsti­gem Heercsgnt von den Eisenbahnern unter allen Um- ftönäeu aliAelebut rucxtuLK. Es sollen Uebertvacüvnas-

kommissiouell gebildc! werden, die alles rollende Wagen- niatcrial zu kontrollieren haben. Sämrlichr sozialisti, schen Parteien haben sich diesem Aufruf augeschlviscu.

Dr. Simons über den BolschewiSwns nno die 9lcntralität

x> Berlin, 3. August. (Eig. Drahtu.) Ueber daS Wesen der bolschewistischen Bewegung und die Mohnen» digkeit einer strikten Neutralität Deutschlands im ruf« s'sch-volnEchen Kriege schreibt Reichöminiiter Dr. 51« Vlvns in derD. A. Z." u. a.:Wenn sich die deutsche Jugend verführen lasse, die letzten Krärts des neuen Deutschlands in den Kampf gegen den BvlscheivismuS zu werfen, so würde sie zu spät erkennen, daß sie für die Milliardenforderungen der Gläubiger Rnßlaiiös ge­blutet hat. Die denische Natur ist nicht bolschewistisch, nur der Krankheitszustand, in den Krieg und Blockade unsere Bevölkerung versetzt haben, öffnete den kvmmrr- nistischen Ideen einen so breiten Eingang in den Bolkö- organismus. Jeder Versuch, uns mit Feuer und Schwert von der Richtigkert bolschewistischer Ideen zu überzeugen, würde eine geschlossene Gegnerschaft finden. Wir haben weder für den Kreuzzug Westeuropas gegen den Bolschewismus, noch für den heiligen Krieg des Bol­schewismus gegen Westeuropa etwas übrig. Die deutsche Politik wird ehrlich neutral bleiben, und wer sie daran hindert, der wird das deutsche Volk zu geschlossener Ab­wehr bereit finden. Wenn auch die Machtmittel Deutsch­lands durch den FriedenSvertrag in Versailles zerschla- gen sind, so ist es doch selbst für die heutigen Gewalthaber gefährlich, den einheitlichen Willen eines großen Volkes zu mißachten.

Dre Gefahren der Verletzung der dentschen NentraNtät.

X Berlin, 3. August. Reichsminister des Aeußern Dr. Simons erklärte einem Pressevertreter, wenn die Entente Deutschland als Ausmarschgebiet gegen die rus­sische Front benutzen sollte, so wäre es möglich, baß dies zu Konflikten mit der Entente führen könne. Die Protestkundgebungen der deutschen Arbeiten zeigten zur Genüge, daß eine Verketzmm 51--x a,------ lMMk-.^WLL rxFE____________

lfriauuchmbarcs Ansinnen der Entente.

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x Basel, 3. August. (T. U.) Die «alterten haben in Berlin den Vorschlag unterbreitet, daß Deutschland die Waffen, die in den nächsten Wochen zur Zerstö­rung abliesern muß. den alliierten Kommissionen in Polen direkt «vergebe» solle, wogegen gewisse Konepen- sationen gewährt werden sollen.

Eine neue Note an die Friedenskonferenz.

Die denische Fricöcnsöelegation ließ oer Friedens­konferenz eine neue Note zugehen, worin um die Er­laubnis gebeten wird. Truppen in das Abstimumugs- gebiei von Alleustein zu entsenden. Das Gebiet von- Allenstein ist bisher von alliierten Truppen, nament­lich von Italienern, besetzt gewesen. Schon am21. Juli hatte die deutsche Regierung gefordert, daß sie die Grenze von Allenstein durch eigene Truppen beschützen lassen fötale. Aber die Alliierten haben auf diese For­derung niemals Annbort gegeben. Seit dieser Zeit ist die italienische Besatzungsabteilung nach Lyck zurückge­zogen. Andererseits wurde der deutschen Regierung bekanntgegebeu. daß bolschewistische Truppen an die deutsche Grenze gekommen seien. Unter diesen Bedtn- anugen mußte sich die deutsche Regierung entschließen, den Alliierten eine Note zuzusenücn, worin sie erklärt, daß die Umstände es erforderten, daß dem Retchskom- missar in Allenstein der Ausirag gegeben w-rde, an die Grenze Truppen zu entsenden, wenn die Lage es er­fordern sollte Die deutche Regierung führt in der Rote aus, daß die dem Reichskommissgr erteilten Instrukiio- neu in keiner Weise künftigen Entscheidrulgen der Friedenskonferenz vorgreifeg wollen. Die deutschen Truppen würden später zurückgezogen werden, wenn die Alliierten dieses beschließen würden.

Es ist bcareülich, daß die französische Presse, insbe­sondere derTemps". der Forderung der deulscven Re- gienrng, die durch die Sachlage begründet ist, tu keiner Weise Wohlwolletc entgegenbringi. DerTemps" be­tont, daß eine Enücnduna deutscher Truppen in dgs Gebier von Allcnsum ein Ereignis sei, dessen Schwere jedermann ins Auge, fallen müßte, wenn man die Marie letrachte, da das Gebiet sich in unmittelbarer Nähe Po­lens befinde. Würden die Deutschen Truppen nach Al­lenstein senden, so Minden sie in unmittelbarer Berüh­rung mit den Bolschewisten.

Der Putsch in Zittau.

x Berlin, 3. August. (Eig. Drahtn.) Seit Sonntag herrschen in Zitsau Zustände, die an die schlimmsten Tage der spartakistischen Unruhen in Deutschland er­innern. Auf dem Marktplatz fand am Sonntag morgen eine von mehreren hundert Personen besuchte. Ver- sammlung statt, in der Unabhängige und Kommunisten über den Kopf der Gewerkschaften hinweg einen 13er AnSschuß als Inhaber der höchsten Gewaltausrichtung bildeten und den offenen Kanrpf gegen die vcrfasiungs- mäßigen Organe aufzunehmen erklärten. Sie verlang­ten den Abzug der Sicherheitspolizei, besetzten am k'lbend das Elektrizitätswerk, das die Arbeit einstellte. und stell- ien verschiedene Forderungen auf, die sofort erfüllt wer­den müßten, widrigenfalls im ganzen Bezirk der Gene­ralstreik durchgeführt werden solle. Es wurde auch ge- droht, das Kraftwerk Hirschfeld stillzulegen. Die Forde­rungen, die erhoben tvuröen, verlangen zunächst, daß dts Sicherheitspolizei ohne Waffen aus Zittau zurückgezo­gen werde und daß fatnilirfte Polizeiorganisationen unv die Reichswehr aufznlösen sind. Die sächsische Regierung soll znrttcktreten und an ihre Stelle sollen Arbeuerräte . Mit Ausschluß der bürgerlichen Parteien treten. Dt-sL/t