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Nr. 176
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Sonnabend, den 31. Juli
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1920
Zujammendillch der polnischen Ironl.
Beginn der Waffeusttllstandsverhandlvvgen.
»i Berlin, 30. Juli. (Eig. Drahtn.) Die polnische Seereslettnng stimmte zu, am 30. Juli, 8 Uhr abends Parlamentäre durch die russische Front z« entsenden. Der Fall von Bialystok dürfte bevorstehen oder inzwischen schon eingetreten sein. Die Starew-Linie wird noch nmkämpst. Die gesamte Front nähert sich der Bug- Linie. Die Bolschewisten sind gegen Lemberg bis zum Sereth-Uebergang vorgerückt.
Der Rückmarsch der polnischen Rordarmee.
»i Berlin, 30. Juli. Der Sonderberichterstatter der „Nattonalzeitung" meldet vom gestrigen Tage von der politischen Nordfront: Das Schicksal der polnischen Nordarmee vollzieht sich mit unheimlicher Schnelligkeit. Die Russen haben Ossowice genommen. Der Zusam- menbrilch der polnischen Nordarmee vollzog sich von nun an katastrophal. Eine beispiellose Kopflosigkeit hat die Polen ergriffen. Feder Zusanrmenhalt zwischen den flüchtenden Truppen hat vollkommen aufgehört. In Grafewo, unweit von Lyck, sind am Donnerstag Vor- tnwven der roten Armee erschienen. Die Polen ziehen sich südöstlich vom ostpreußischen Grenzgebiet auf das Gebiet von Ostrolerrka zurück.
Polnische Eingeständnisse der Mederlage«.
01. Warschau, 30. Juli. (T. 11.) Polnischer Heeresbericht vom 29. Juli. An der Nordfront verdrängte nns der Feind aus Ossowice. Weitere Angriffe in der Richtung Lomscha und Wizna wurden abgeschlagen. Unsere Abteilungen nahmen südlich von Bialystok und westlich des Bialowieser Forstes ihre rückwärtigen Stellungen ein. Südlich Kobryu wurde eine bolschewistische Jn- fauteriebrigade vernichtet und 100 Gefangene gemacht. In der Gegend von-Brody wurden von unseren Abteilungen feindliche Kavalleriemassen angegriffen. Am Sereth ist die Lage unverändert.
Der Bericht der Eutentemission.
»i Berlin, 30. Juli. (Eig. Drahtn.) Die französische Mission hat ihren ersten Bericht aus Warschau gesandt. Es halte schwer, die Angelegenheit mit dem Präsidenten Pilsudski zu behandeln, der die Lage der Wahrheit nicht entsprechend sehen will. Nur mit größter Mühe sei es gelungen, ihn zu ick erzeugen, daß die ver- ____Li«udeie» Offiziere in der poluncoen Armee eine zweckentsprechende Rolle spielen müßten. Die Mission hat aber den Eindruck/ daß sich die Lage wieder in. Ordnung bringen lasse und diese nicht rettungslos verloren sei. Im übrigen weiß man in französischen politischen Streifen, daß die Verhandlungen mit der Sowietregierung in Bezug auf Polen zu Mißerfolgen bestimmt waren, da die Russen bereits die durch Lloyd George angegebene Grenze überschritten hätten. Als sie über den Riemen kamen, seien die Bedingungen erfüllt worden, auf Grund deren die Verbündeten Polen Untersckwungen zugesagt Hütten, die in der Lieferung von Munition und Kriegsmaterial bestehe.
Die Lage an der Front.
*i Berlin, 30. Juli. (Eig. Drahtn.) Für heute Abend 8 Uhr hat die russische Regierung den Termm zum Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen mit Polen angesekt. Unterdessen geht der Vormarsch weiter. lieber die gegenwärtige Lage auf dem ramschen Kriegsschauplatz erfährt der Mitarbeiter des L.-A." von militärischer Seite folgendes: Starke russische Ka- valleAemassen stehen unter dem Oberbefehl des früheren russischen Unteroffiziers Pudjenny, der auch den Frontdurchbruch bei Kiew erzielte, in dem früheren russischen Gouvernement Snwalki. Die Taktik der Russen besteht darin, mit diesen großen Kavalleriemassen durchzubrecheu, um im Rücken der Polen die Verbindungswege und Eisenbahnen zu besetzen und so die ganze poluische Front ins Schwanke» zu bringen. Die hinter der Kavallerie befindlichen Jnfanterieabteilun- cen sind weniger stark. Nachdem die Polen nunmehr auch die Stnr-Linie anfgegeben haben, befindet sich ihre gesamte Front im vollen Znsammenbrnch. Daß die Russen die ®nnft der Lage ausnutzen wollen, daraus Heutet schon die Antwort an die Polen hin, daß die Wafseustillstandsunterhänbler sich am heutigen Freitag abend 8 Uhr an der bezeichneten Stelle einfinden sollen. An der ostpreußischen Grenze sind die roten Truppen h,s an die deutsche Grenze Herangckommeu, um möglichst viel polnisches Gebiet und die Eisenbahnlinie von Grajcwo in die Sand zu bekommen. In Galizien befinden sich die Rüsten im schnellen Vormarsch ans Lem- Sera. Wa« die Russen weiter beabsichtigen, ist ungewiß. Zunächst haben sie wohl die Absicht, die polnische Ernte, die bereits teilweise im Gange ist an sich zu bringen und damit ihren N-rpflegungsschwierigkeiten Herr zu werden. Ferner siebt fest, daß auch die Rusi^n durch die Offensive geschwächt sind und ein Jutereye daran haben, zunächst ihre Verbände zum Stehen,, zu bringen und aufzuschließen. Aus diesen Gründen durften die Kämpfe vorerst au der deutschen Grenze auf jeden Fall zym Stillstand kommen.
Vormarsch der Armee Wraugels.
oi Berlin, 30. Juli. (Eig. Drahtn.) Nach einem 1 Bericht des ukrainischen Pressebüros nähert sich die Ar- i mec Wrangel Jekaterinoslaw, das gleichzeitig vom Westen her durch die ukrainischen ausitandischen Truppen Mackmos bedroht ist. Die Räumung von Poltawa und Charkow wird durch die roten Truppen vorbereitet. ' lieber Charkow ist der Belagerungszustand verhängt warben. Am Cbruez dauert der Kampf der ukrainischen . rrupven gegen die die Neberschreitung des Flusses versuchende rote Armee mit verstärkten Kräften an, die in . oas Niestr-Gebiet flüchret. Abteilungen der ukrainischen
Armee Pawlenkos haben die Verteidigung der Cbruez- Linie durch wiederholte Flankenangriffe unterstützt.
Der polnische Rückzug.
** Rotterdam, 30. Juli. (S. C.) Nach einer Havas- meldung ist die gesamte polnische Nordfront auf Lomscha-Ostrolenka zurückgenommen. Die Lage ist Ost- galizien sei unverändert. Lemberg ist von bei Polen in Berteidigungszustand versetzt.
Warschau bedroht.
•i Zürich, 30. Juli. Eine bolschewistische Armee nähert sich südlich von Grodno und bedroht Warschau. Die Regierung trifft Vorbereitungen, den Sitz von Warschau nach Kalisch zu verlegen. Warschau und die umliegende Festungszone wurde als Operationsgebiet erklärt.
Rußlands Bedingungen.
Aus Kiew wird gemeldet: Die russischen Waffen- stillstaudsbedingungen für Polen sind: Polen gibt Wilna, Minsk, Grodno und Cholm auf. Polen liefert sein gesamtes Kriegsmaterial an Rußland ab, sowie 70 Prozent des Eisenbahnmaterials. Die Sowietverfas- jung wird für die Dauer eines Jahres eingeführt. Polen bestimmt dann selbst seine neue Verfassung. Polen wird für die Dauer von 5 Jahren militärisch besetzt. Als Pfand werden die polnischen Salz- und Kohlengruben an Rußland übertragen.
Verletzung der deutsche» Neutralität?
** Rotterdam, 30. Juli. Alle aus Paris einlausen- den Meldungen besagen übereinstimmend, daß die Alliierten nicht daran denken, die deutsche Neutralitätserklärung als Hindernis zn betrachten. Polen militärische Hilfe zu gewähren. Gegebenenfalls wird, wenn der Waffenstillstand nicht zustande kommen sollte, auch mit Gewalt der Truppendurchzug durch Deutschland herbeigeführt werden.
Mliierte Truppentransporte durch Deutschland?
01 Genf, 30. Juli. (S. C.) Der „Temps" erfährt, daß die alliierten Hilfstruppen für Polen am Donnerstag und Freitag über Deutschlaud transportiert werde», falls bis dahin der Waffenstillstand nicht eingetreten sei. Bestiirzung über den Znsammenbrnch Polens in Paris.
«i Paris, 30. Juli. (L.-A.) Die gestrige Sitzung des Ministerrats war vollständig b£t_ noGMjm ira^ gewidmei. Alle Minister stimmten darin übereilt, daß der Znsammcnvruch Polens ein nicht wieder gut zu machender Schlag für Frankreich bedeuten würbe. Millerand erklärte, daß die polnische Niederlage Be- fttrchtirngen in den französischen politischen Kreisen hervorgerufen hat. Das Ende Polens bedeute die Wieder- cinfithrnng der dreijährigen Dienstpflicht in Frankreich. Der Rat hat beschlossen, jede Politik, die die Sowjets fd)oiten könnte, zu unterlassen und eine große militärische Aktion zu Gunsten Polens zu unternehmen, selbst wenn diese Aktion für die äußere und innere Lage ungünstige Folgen haben könnte. Der Rat hat von dem von Marschall Foch ausgearbeiteten Plan, der die Landung eines alliierten Erpeditionskorps in Odessa vor- sieht, Kenntnis genommen. Die IlntmoA der englischen und der italienischen Regierung wird noch abgewartet, ehe militärische Maßregeln ergriffen werden.
Wann greift England ein?
w Rotterdam, 30. Juli. (S. C.) Der „Courant" meldet aus London: Das englische Kabinett hält erst mit dem Weichen der Bua-Linie und der Aufgabe Brest- Litowsks den BündniSfall zu Gunsten Polens gegeben.
Die Antwort Englands au die Sowfet-Regiernng.
ei London, 30. Juli. Die Alliierten einigten sich über den Wortlaut der Antwortnote, die an die Soiv- ietregiernug geschickt werden soll. Verhandlungen haben nur Aussicht auf Ersola, wenn die Vertreter PolenS und der in Fr-age kommenden Randstaaten auf der Lou- ; dosier Konferenz vertreten sind. Der Zweck der Konfe- ; renz sei die Wiedcrherstelluna des Friedens in Europa uud in erster Linie zwischen Polen und Sowjetrußlaird. Es sollen auch noch die schwebenden Fragen zwischen Sowietrußlaud und den Randstaaten beraten werden.
Abbruch der litauisch-russische« Beziehungen.
x Basel, 30. Juli. Die Sowjetregierung hat die von Litaue« in einem Ultimatum geforderte Zurückziehung der rote» Armee abgelehnt. Der litanische Miutsterrat beschloß den Abbruch der Beziehungen zu Sowjetrnß- laud.
Bedrohnvg Finnlands durch die Rüsten.
*i Rotterdam, 30. Juli. lS. C.) Die ^Moruing- vost" meldet aus Helsinqsors: Dir fimsische Regierung rvandte sich an den alliierten Rat mit dem Hinweis aus starke russische Truppenansammlungen an der finnischen Landesgrenze.
Die Lage in Südrußland.
O” Wien, 30. Juli. (T. R.) Die Truppen des Generals Wrangel haben Krtwoirog, einen der Hanpi- vlätze der Eisen- unb Koblenindustrie des Donez-Bek- kens im Gouvernement Jekaterinoslaw, besetzt. Im Rücken der bolschewistischen Armee dehnt sich die Auf- standsbewegnng der ukrainischen Bevölkerung gegen die Sowjetverwaltirna längs des Dnjepr mehr unb mehr aus. Die ukrainischen Soldaten des Don und KnbMi haben sich gegen die Sowietkommissare erhoben. Jm- tolgeöessen sind die roten Truppen aus diesen Distrikten zurtickgezogell worden.
Ungeheure goftei Der Sesetzung.
Im Hauptausschutz des Reichstages teilte bei dem Titel FBci-mögensverwaltunch' für die besetzten rheinischen Gebiete Abgeordneter Stücklen (Soz.) als Berichterstatter mit, daß dort 150 000 Mann »remder Truppe» sich bennden, dazu etwa 94 Delegierte der Rheinland
kommission mit ihrem Troß, deren Kosten das Reich bezahlen müßte. Dazu kämen die für den „Hohen Ans- schnß" angesetzien Kosten von 20 Millionen Mark. Bis Ende April 1920 seien von »»8 bezahlt worden 1783 Millionen Mark in bar, außerdem an unmittelbaren Leistungen 1565 Millionen, insgesamt 3848 Millionen.
Im Hauptausschuß verlangt weiter Abg. Dr. Becker- Hessen (D. Vvt.), daß bei den Verhandlungen in Gerrs auf Abmilderung der ungeheuren Kosten der Besat- zvUgstrvppe« hingewirkt werden soll. Ein Regierungs- ver tretet erklärte, daß die Absicht besteht, über das Vorgehen der Besaßungstruppen beim Hohen Rat Einspruch zu erheben. Abg. Müller-Franken (Soz.) verlangte Sammlung des Materials über das verschwenderische Vorgehen der Franzosen und eine Verbreitung in anderen Ländern. Mba. Mumm (b.=n.) verlangte cinmii- Hac Stellnugnahme des hlcichStages acaen die schwarze Sckmach und beschwerte sich darttber, daß auch die Bordelle der Vcsatzmrastruvven von deutschen Steilergcl- dern bezahlt würben. Bei der Abstinnnung wurde die Forderung des Aba. Becker-Sesicu in Fornr einer Entschließung anerkannt. Tue Nnabhäugigen stimmte« gegen die Forderung, die schwarzen Truppen durch weiße zu ersetzen.
Durdifiifttiing Des fiotjlenabfommeiis.
Beratnngen des Rcichskohlcnratcs.
In einer Bcrsannnlung des Reichs-Kohlenraies erklärte Geheimrat Stndt: Um die Forderungen der Enteilte zu erfüllen, müßten zwei Tatsachen berücksichtigt werden: Erstens müßten klare und durchsichtige Licfe- rungspläne ausgestellt werben uud zweitens müßte danach gestrebt werden, die deutsche Wirtschaft zu bewegen, Koble« nach Möglichkeit abzustoßen, ohne ihre Existenz zu gesührden. Heute fei bereits mit der Entente über einen Lieferungsplan gesprochen worden. Es ergebe sich nun die Frage, welche Verbrauchergruppen zn kürzen seien. Ein kleiner Abstrich werde bet der Eisenbahn voraettommen werden. Für Gaswerke würde die Kontingentierung auf 70 Prozent des Lte- ferungsvertrages 1917/18 znrückgesetzt. Die Ausfnhr (außerhalb der Lieferungen an die Entente) würbe gegen den Monat Wafvon 232 Otto Touukn aus 100 90G normen vermindert. Bei der Schmelz und bei Holland würde die llstiudestareilzc clugehalten werben. Andere neutrale Mächte körmteir überhaupt keine Koble mehr geliefert erhalten. Die Industrie- und Hilttenzechen werben im August 621 000 Tonucn Steinkohle und 96 000 Tonnen Braunkohle weniger erhalten. Es sei ferner selbstverständlich, daß unsere gesamte Kohlenver- fornung auf eine breitere Basis gestellt werden müsse. Diesem Zwecke könnte auch eine gesteigerte Ansbcntung der Forsten dienen. Weiter müsse mit allen Mitteln an der Verbesserung der Wärmkwirtschaft gearbeitet werden. Die Herstellung aller überflüssigen Produkte, besonders der Ersatzstoffe, soweit sie nicht mehr nötig seien und der Lnruswaren sei erheblich einzuschränken. Günstig wirke ein Zusammenschluß der Judustrie zu LieferungSverbäudeu. Wecker müsse der Lichtverbrauch der Großstädte eingeschränkt werben. Die lange Polizeistunde könne ans die Dauer nicht aufrecht erhalten bleiben. Die Mitteicklugen über die Kohlcnvcrschie- bungen nannte -er Redner stark übertrieben. Zusam- menfassend meint der Vortragende, daß nicht einmal ein Prozerlt der deutschen Förderung verschöbe-c worden seien und daß die Verschiebnugen zndem meist minderwertige Kobken umfaßt hätten.
Besprechungen des RcichskohlenvcrbandeS.
Jm Anschluß an die Sitzung des ReichskohlenrateS fand eine Tagung des Reichskoblenverbandcs unb des großen Ausschusses des ReichSkohleurates statt, die insbesondere über den Antrag auf eine ab 1. August wirksame Kohlenpreiserhöhung des Rheinisch-westfälischen Kohlensyndikats von 25 Mark pro Tonne ailsschlicßlich Kohlcnsieuer Beschluß fassen sollte. Diese 25 Mark setzen sich auß. 3 Posten zusammen: 1. 11 Mark für verstärkten Seimstätteuban,' 2. 9 Mark zur Uebernahme der fcü Juui anläßlich einer SoOnftctgernng einstweilen vom Reiche frebitweife hergegebenen -VA Mark pro Schicht für LebensmittelbonS: 3. 1,80 Tiark bczw. rund 2 Mark zur Rückzahlung der zu Ziffer 2 genannten schon ausgegebeuen Beträge an das Reich. Staatssekretär Dr. Hirsch teilte dazu mit, daß das Kabinett sich mit der Frage beschäftigt habe und -n folgendem Ergebnis gelangt sei: Das allgemein wirtschaftliche Interesse läßt zur Zeit eine 5lohlenpreiserhöb»nq nicht zu. Indessen erklärt die Reichsregternug sich bereit, für den Berg- arbeckerLeimstLtteuban sofort 300 Mill. Mark tm Wege des Kredcks bereitzustellen und auf die Rttckzabluug der oben zu Punkt 2 genannten Beträge zu versiebten. Die bleibenden 9 Mark deS Antrags würden die Zechen ab 1. Auaust selbst ohne Preiserhöhung tragen können. Nach eingehender Aussprache wurde angenommen, daß die PrciserbSbuna zu Punkt 3 über 2 Mark durch das Angebot her RelchSrccsieruug hinfällig sei. Ein An- trag, hiernach nur 23 Mark vro Tonus Preiserhöhung zu beschließen, wurde abgelehnr. Eiu weiterer Antrag, angesichts des Augebots deS SeimstätteukreditS nur bic noch verbleibenden 9 Mark Preiserhöhung zu fordern, fand Annahme. Staatssekretär Dr. Hirsch legte gegen die Erhöhung im Auftrage bei Reschsregierung Einspruch ein. Es wurde ein kleiner Ausschnß aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern und einem Verbraucher gewählt, der dem ReichSkabiuett den Standpunkt der Bergbaninteresien morgen bartegen soll Schließlich kanden Verhandlungen statt, die aus eine Ermaßta»na der Braunkohlenpretse Hiuzielcrl. Diese Vc-rbaudlungen daueru noch an.