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HersfelSer Lreisblatt

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Nr. 169

ZetziZer Bezugspreis gegen Vorausbezahlung monatlich 2. Mk., frei Baus 2,25 Mk.

Freitag, den 23. Juli

Anzeigenpreis für die einspaltige Zeile 40 Pl< auswärts 60 Pig.

1920

Der Zusammenbruch Polens.

Der schnelle Siegeslauf der bolschewistischen Heere .Segen Polen hat die Aufmerksamkeit von den anläßlich der Konferenz von Spaa im Vordergründe des öffent­lichen politischen Interesses stehenden Tagesfrugen ab- «elenkt und sie auf die dadurch geschaffene Lage im Osten gerichtet. Während man in Deutschland unter den pessimistischen Eindrücken von Spaa der Entwickelung der Verhältnisse jenseits der Ostgrenzen noch mit rela­tiv gleichgültigen Gefühlen gegenübersteht, sind die französischen und englischen Staatsmänner in großer Besorgnis über das Schicksal Polens. Es liegt in der innerpolitischen Lage Deutschlands begründet, daß auch die Retchsregierung den Vorgängen im Osten eine grö­ßere Bedeutung als die eines passiven Zuichauens bei­messen muß. Wie Außenminister Simons im Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten erklärt hat. sind von der Reichsregierung auch schon in Anbetracht der Tat­sache. daß die bolschewistische Armee nur wenige Tages­märsche von der ostpreußischen Grenze entfernt steht, die erforderlichen Maßnahmen zum Schutze der Grenz­bewohner Ostpreußens getroffen worden. Diese Schutz-

über das Verhängnisvolle ihrer russischen Randstaaten­politik, die auch in der Geschichte des deutschen Nieder- bruches ein besonderes Kapitel ausfüllen wird, nachzu- denken und zu erkennen, daß ihr weltfremder Doktrina­rismus der Welt den Frieden nicht bringen kam:, wk.

Lloyd George über das Sjtprob'em.

** Berlin, 22. Juli. (Eig. Drahtn.) Aus London wirb telegraphiert: Lloyb George sprach gestern nach­mittag im englischen Unterhaus über die politische Lage. Er erklärte, daß Polen den Alliierte« große Besorgnis bereite. Er habe an die Polen offene Worte gerichtet nnd sehr bedauert, daß sich seine Befürchtungen als be­rechtigt erwiesen Hütten. Die Unabhävgigkeit Poleus sei eine Notwendigkeit für das ganze Friedensgewebs. Ohne ein unabhängiges Polen würden die großen, mili­tärisch aggressiven Nachbarstaaten, die nach Gebieten anderer Rassen trachten, bis an die deutsche Grenze rei­chen. Der polnische Premierminister habe es unter­nommen, die poluische Armee bis innerhalb der legiti­me« polnische« Grenze znrnckzuziehen. Millerand habe Sie Antwort öcr Sowjets Nls unverschämt bezeichnet. Er, Lloyd George, würde es vorziehen, die Antwort als nn-

Maßnahmen stellen natürlich nicht eine modern ausge­rüstete Armee dar, die nötiaenfalls einen Einsall stär­kerer Streitkräfte in Deutschland verhindern könnte. Das kommt aber vorläufig auch nicht in Betracht. Tschit- fefiertn, der russische Außenminister, hat erklärt, daß das --(WkSzser der Bolschewisten sei, die alte Grenze von 1614 zwischen Deutschland und Rußland wieder herzu- stetten. Es ist danach nicht zu befürchten, daß die Bol- Wewiften in Deutschland ei «bringen werden, wozu sie auch gar keinen Anlaß haben; denn erst dreser Tage hat der Reichspräsident die Regierungen in Moskau und Warschau der absoluten Neutralität Dentschland^ per» sichert. Es liegt für die Bolschewisten fern Anlaß vor, den Frieden mit Deutschland zu brechen. Eine andere .Mäste ist allerdings, ob sie nicht versuchen werden, ihren politischen Einfluß in Deutschland aeitehd machen. Diese Gefahr besteht und muß mit allen Mitteln abzu- wenden versucht werden. Das Vordringen der beliebt wisttschen Armeen gegen die ostpreußische Grenze hat bet den Linksradikalen in Deutschland erneut die Hoff- Mnü stuf einen Zusammenschluß mit Rußland und 6te K^rwirklimtzna der Weltrevolution erweckt. Soweit sind wir nun sei doch noch i^ und es ist auch Nicht abzu^h-n. jS^che^i. ' - ... ,v euU

EMug Rußlands Ww ekncV stegreichen Feld- zuge gegen Polen annehmeü wird. Trotzdem biCtht vorläufig die Gefahr für Deutschland groß, und es wird der Reichsreqicruttg bei einer weiteren Ver­minderung des deutschen Heeres en miniature sehr schwer werden, das deutsche Volk vor neuen im neren Unruhen, die das Ziel des Rätegedankens und des Anichlunes an Rußland verfolgen, zu bewahren. Atan sieht die Gefahr in ihrer ganzen Schwere insofern leichter, als bei einem Siege Polens die polnische Gefahr für die Ostmarkcu und für Oberschlesten vielleicht noch größer wäre als die bolschewistische es unter Umstän­den sein wird. Polen hat infolge seiner größenwahn­sinnigen Politik, feiner ständigen Bedrohung deutschen Gebietes und der Drangsalierung der deutschen Bevölke­rung in den Deutschland geraubten Gebieten die Smn- vath-e des deutschen Volkes nicht, das ohne das Gefühl des Mitleids ganz gerne sehen würde, wenn der ständige Friedensbedroher an der Ostgrenze schnell verschwinden und im Interesse des Handelsverkehrs mit Rußland die oeutsch-russische Grenze wiederhergestellt werden würde. Welcher Geist die polnischen Staatsmänner beseelt, geht daraus hervor, daß der polnische ^Innenminister noch un­ter den stürzenden Sänlen des morschen Staatsbaues an der Weichsel verkündet hat, daß die Abstimmung in Oberschlesien unter allen Umständen stattfinden und zu Gunsten Polens ausfallen müsse!

korrekt zu nennen. Die Sowjetregierring sei gewillt, einen Waffenstillstand mit Polen in versöhnlichem Sinne zu prüfen. Doch scheinen Anzeichen vorhanden zu sein,

zu prüfen. Doch f(.

daß die Sowjetregiernng nur bereit sei, k heit mit einer proletarischen Regierung Das ist, so fuhr Lloyd George fort, eil

erung nur bereit sei, diese Angelegen- j zu verhandeln.

<<us i n, jv fuvi c »vyv v/tuiyi ivi-v ^me unerträgliche Position. Der Standpnnkt der Alliierten gegenüber

Rußland ist der, daß es ihm frei bleibt, sich seine eigene Regierung an wählen. Die Sowjetregierung ist nicht

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vom russischen Volke gewählt worden. Sie ist ebenso ück wje ihre Vorgängerin. Um die hona fw nels zu prüfen, haben öl? Alliierten Polen ge

autokrati! _ _

der Sowjets zu prüfen, haben raten, um Waffenstillstand zu bitten. _____ ,

land weigert und wenn die rassischen Truppen in Polen eititkärschieien, meinen die Alliierten Polen alle Unter- ttüßnng zuführen, die sie geben können. Innerhalb dK letzten paar Tage haben die Polen eine freiwillige Arme? von 899 OOQ Mann aufgebracht. Es ließt im Interesse Großbritanniens und Europa . daß Polen als selbsttin-

von 899 09Q Mann ausgebramt. Es ließt im I Großbritanniens und Europa . daß Polen als h btßi? Staat erhalten bleibt. er britische Botschafter in Berlin hat sich nach Polen l eben, und es ist Zehr leicht

. ,rr

vinz Ostpreußen m «efahrznsiaud. Alle Reichswehr« formattoue« sind i« «larmbereiischast. Die Anslösoua "Ejer Umvildu-g der Sicherheitspolizei in Lstprenßentj! mit Rücksicht auf ben Ernst der gage vorläufig einst* stellt worden.

Die Gefahr einer Bedrohn«« Ostpreußens.

** Königsberg, 22. Juli. An unterrichteter Stelle wird angenommen, daß nach Beendigung des Feldzuges gegen Polen wieder eine der gewohnten Pausen eintre» ten wird. Die Gefahr einer Bedrohung Ostpreußens m aber auch in solchem Falle nur aufgeschoben, keineslveaS beseittat. Bon zuständiger Stelle wird betont, daß vor der Vorstellung zu warnen ist, die bolschewistische Av. mee habe sich tm nationalen Sinne verändert, daß an eine Verständigung mit ihr zu denken sei. Sie ist tm. mer noch ein festes und zilverlässigeß Werkzeug in den Händen von Lenin und Trotzkt, deren politischer Platz noch immer die Bolschewisterung Europas ist.

Russische Kavallerie a« der Kreuze.

** Berlt«, 22. Jult. Der Hauptaus-chuß für Aus­wärtiges hielt gestern tm Reichstag eine Sitzung ab. Im Verlauf der Stauung lief eine Meldrrng ein, daß rusfisckie Kavallerie an der deutschen Grenze erschienen fei. Diele Meldung gab Anlaß zur Erörterung des Grenzschutzes. Rerchskanzler Fehrenbach erklärte, daß der Grenzschutz im Osten bereits in Spaa ausführlich besprochen wor­den ist und Minister Dr. Simons erklärte, daß wir un­sere Grenze demnächst schützen und übertretende Trup­pen entwaffnen werden. Die OrtSwebren werden zur Verstärkung des mist tärtfeben Grenzschutzes heran gezo­gen. Von dieser Maßnahme ist 6er Entente MitteillMg gemacht warben. Ferner wurde die Notwendigkeit be­tont, die Grenze des Abstimmungsgebietes durch deut- sche Truppen schützen zu lassen, da diese neutral sind, und die Franzosen sich im Kriege mit Rußland befin­den. Ein Kampf zwischen französischen und russischen Tnlppen würde den Krieg auf deutschen Boden tragen.

Kein Einfall der Bolschewisten in Dentschland.

** Kopenhagen, 22. Juli. Ein MoSkaver Fnnksprnch meldet, der große Sowjet hat beschloße«, die bolschewistischen Truppen anznweisen. das deutsche Ge­biet nickt zn betreten. Der Vertreter der Sowjeirevubli! in Berlip drückte diesen Beschloß der deutschen Regie» rünä zur Kenntnis mit der Forderung streu

HM sen wird:

Weiteres Vordringen der roten Armee.

H- Helft ngfors, 22. Juli. Meldungen au? Kowno zttfolge marschiere« drei große bolschewistische Heere auf Warschau. Ströme von Truppen ziehen nach Wilna. Die Stadt ist von einer Soldateska über: schwemmt, die jede bürgerliche Verwaltung unmöglich

Das in seiner Evistenz bedrohte Polen macht den Siaatsmäunern an der Seine nnd Themse, wie schon oben erwähnt, große Sorgem Nach Millerand hat nun auch Lloyd George sich desedlen" Polens angenom­men und warme und hochtrabende Töne für den polni­schen Schützling gefunden. Bei Millerand darf man vorausseken, daß er mit großer- Besorgnis die bolsche- miftifdjc Wolke über Polen hereinbrechen sieht rmd daß es ihm ernst ist, mir einer ansehnlichen Hilssarmee dem in großer Eile znrückslutenden polnischen Heere zu Hilfe zu kommen, wenn vielleicht diese Hilfe and) zu spät kommt imd von der polnischen Herrlichkeit nach an­derthalb Jahren ihres Bestehens nichts mehr zu retten sein dürfte. Es ist nicht allein die Schuld Polens, daß «q in diese verzweifelte Lage gekommen ist, sondern die moralische Verantwortung dafür tragen die Politiker an der Seine, und vor allem Millerand, die Polen zum Werkzeug für ihre imperialistischen Ziele gegeu ^Hn^^ land und Deutschland gemacht habeu. Was den engli­schen und frunzöstschen Heeren auf russischem Boden nicht gelungen ist. nämlich den BolschewisiMts nieder- zurinaen. damit Frankreich seine Milliarden wieder er­halte, mit denen es das alte zarisffsche Rußland zum Verutchtungskampf denen Deutschland gedungen hatte, sollte der polnische Vasall erreichen, der nun vor den bolschewistischen Schlägen zn Kreuze kriechen mun und » dessen lauter Ruf um Waffeustillstand nicht einmal von den Rußen erhört wird. Die Siegessprache der Bolsche- uusten studet Paris als unverschämt und London als m korrekt nnd^nun soll nach einem fünftägigen Ultima- . tum, was den Rnssen gestellt worden ist, ein neuer En- f teutefeldzug gegen Rußland beginnen. Ob er Erfolg u haben wird oder nicht, läßt sich schwer voraussehen. Es f ist aber möglich, daß anch die Etüenteheere das schick- ; sal PolenS nicht mehr abwenden können. Den Veriailler | Demagogen wird dann aber GelegenHeit geboten seht,

macht. .

. ^ Watfchan, 22. Juli. lT. u.) Der polnische Hee­resbericht vom 21. Juli berichtet: Feindliche Ab^eiluu- gen haben Grodno Zcsejü und trggen ihre Angriffe auf die Chaussee Groduo-Lukowau vor. Unsere Abteilun­gen kämpfen bet Bakum. Dieser Ort ging eine Zeitlang verloren, wurde aber durch Gegenangriff wieder gerwm- men. Die Bolschewisten versuchen bet Luna und Wola imd an der ganzen S:ara entlang auf jeden fall durch- znbrechen. Heftige bolschewistische Angriffe auf der gan­zen Stara-Linte, die sich besonders gegen den Brücken- kovf Slomin richwieu. wurden aufgehalten. Es ent­spannen sich heftige Kämpfe zwischen Slomin und Bic- lmva. Die Bolschewiken versammelten für öie>e Aktion drei Infanterie-Divisionen und erlitten beim forcieren der Stara große Verluste. Im Polevic^lbschnlit bet Iazlvwce haben unsere Abteilungen feindliche Angriffe obgewiesen und bolschewistische Abteilungen aus den Vorfeldern zurückgeworfen. Oestlich der front wußte General Balaichousics alle Angriffe zu vereiteln, trotz­dem die Bolschewisten auf dem engen Raum eine Di­vision und große Kavalleriemasien veriammelt hatten. Der Feind nahm Rzcczyon und lvarf unsere Truppen auf Prywiczorka zurück. Südlich davon wurden alle feindlichen Versuche, die front zu durchbrechen, von un­seren Abteilungen vereitelt. Im Süden mußte die 18. Division nach heldenmütigem Kampfe Dnbno räumen. Bei Targowica und bet Kosin wehrte die ß. Armee wei­tere feindliche Angriffe ab. Bei Wolockowice hatte eine 800 Mann starke Kavallerie-Brigade der Bolschewisten unsere front durchbrochen, wurde aber unter schweren Bcrlnsten zurückgeworsem In der Nacht vom 19. zum 20. ging ein ganzes kubanisches Kosakeu-Regiment mit feinen Offizieren zu uns über.

Werbungen für eine rote Armee in Ostpreußen.

w Berlin, 22. Juli. (Eig. Drahtn.) In Stadt und Kreis Insterburg hat, wie derOstpreußischen Zeitung" geschrieben wird, eine äußerst rege Werbetätigkeit für eine in Ostpreußen zu bildende rote Armee eingesetzt. Der Zentralwerbcvunkt scheint der Insterburger Bahn­hof zu sein, wo besonders in den Zügen der abwandern­den Landarbeiter geworben wird. Besonderes Gewichr legen die Werber auf frühere mit den Waffen geübte Soldaten. Die Angeworbenen werden nach Königsberg und großer! Kreisstädten geschickt und zur Geheimhaltnng verpflichte. Die Radikalen sind in der dortigen Gegend gegenwärtig recht hoffnungsvoll gestimmt. Sie sagen, daß die Mißerfolge der Polen gegen die russischen Bol­schewisten endlich ein Zeichen seien, daß man den russi­schen Befreiern bald die Hand reichen könne.

Ostpreußen Gefahrzone.

* Königsberg, 22. leitnng hat umfassende Sichert prentzen getroffen. Seit vorges

Jtcki. Die Reichswehr- Heitsvrüßnahme» in Ost­stern befindet sich die Pro-

Po verspricht Oberschkesteu Äotouomi«.

.* Berlin 22. Juli. Aus Warschau wird berichtet, bef polnische Landtag nahm ein Gesetz an, das den an Polen fällenden Teilen Oberschlesiens und den tschechi­schen Gebieten eine weitgehende Autonomie gewährt. Ein weiteres Gesetz regelt die Durchführung der Agrar­reform und die Enteignung des Großgrundbesitzes.

Truppentransporte der Entente für Polen.

w Köln, Tz. Juli. Der britische Oberkommandte. rende im Rheinlands Mr vs^ Urlaub für alle Offiziers der Besatzungsarmee aufgehobetk. Ber £££ werd^ alliierte Truppenformationen zusammengezogem Au- ' genscheinlich sind sie dazu bestimmt, nach Polen trans­portiert zu werden.

Abreise von Ententeoffiziercu «ach Warschau.

*» Berlin, 22. Juli. lT. C.) Eine Anzahl Offiziere der Ententc-Ueberwachrmgskommffsion ist gestern abend nach Warschau abgefahren, um dem Alliiertenrot Bericht über die Lage in Polen zu erstatten. General Rollet be- gibt sich heute abend auf zwei Tage nach Warschau.

Die Besprechungen über Spaa.

Ansschntz für auswärtige Angelegenheiten.

Der Ausschuß für auswärtige Angeleqenheiten setzte Mittwoch nachmittag seine Vcrhandliiugen fort.

Abg. Svaüu weist darauf hin, daß auch bei der Aus­legung des fAedcnsvcrtrags die Ntachtfraqe von Be­deutung ist. Hinsichtlich der Möglichkeit, das verlangre Kohlenquarrtum zu liefern, ist der Redner der Met- nimm, daß der Versuch zum Liefern aus jeden Fall ge­macht werden müsse und bei allseitigem guten Willen Erfolg haben kaum Die Haltung der Telcgaffon billigt der Redner.

516a. Dr. Stresemauu gibt zur Erwägung, in der Kommission von einer Beschlußfassung abzusehen und das Votum dem Plenum des Reichstages zu überlaste!!. Der Redner erörtert eingehend die Kohlenfrage. Nach sachkundigen Feststellungen würde eine Minderbeliefe- rung um 20 Prozent ein treten. Der zähe Widerstand der Nnterneümersachverständiqen war kein Aus'lutz ka­pitalistischer Anschanmrgen. sondern entsprach aud> der Auffassung der Arbeitersachverständigen imd war ledig­lich wirtschaftlich basiert. Die Zusage wegen der.ober- schlesischen Kohle sei für die Durchführung des Slokom- mens von m'ößter Wichffakeit. Der Redner weist dann eingehend die gegen den Abg. StinneS gerichtete Kritik zurück. Abgesehen von Einzelheiten fei zu betonen, daß durch das Auftreten der Herren StinneS und Hue erst die Entente auf den Weg von Verhandlungen gebrach, worden fei. Separatistische Bestrebungen werden von der Großindustrie abgelehnt, und es ist bedauerlich, daß sie Herrn StinneS untergeschoben worden sind. Sr würd'' aus privaten Interessen einem Einmarsch nicht mit scheelen Augen entgegengesehen haben. llnneaAtef der Stellung seiner Freunde zum Grsamrkomvler der Frage stimmen sie der Würdigung der tzeistnng des Mi­nisters des Auswärtigen zu.

Abg. Schiffer führ- aus, es sei unricmtfl, irgendwie ten einer Revision des Versg'ller Vertrags zu wreches. - Unser Rechtsstanövunkt müsse «egenith-z den Einuiarich drohunaen mit allem Stachdruck vertraten werden. Un .