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Nr. 163

Zetziger Bezugspreis gegen Vorausbezahlung monatlich 2. (Dk., frei ßaus 2,25 Mk.

Einigung in der kohlenfrage?

Monatliche Lieferung von 2 Millionen Tonnen.

Berlin, 15. Juli. (S. C.) Aus Spaa wird der B. Z. am Mittag" gemeldet: gute zweite lauge Be­sprechung, die gestern abend zwischen Aon» George und Simons stattfand, hat schließlich gegen Mitternacht zu einem Uebereinkommen geführt. Simons hat die Bedin­gungen der Kohlenlieferung von zwei Millionen Ton­nen unter gewissen VoranLseßungc« angenommen. Diese Voraussetzungen sollen sich auf Lieirrungen vo» Lebeusmitteln beziehe«, namentlich für die Grnbenar- reiter. Diese Nachrcht ist in EntentekMsm heute srüh allgemein verbreitet und findet allgenreiu Glauben, ist aber von deutscher Seite noch nickt bestätigt.

Die neuen deutschen Gegenvorschläge.

w Spaa, 15. Juli. tV. 3.) Der wesentlichste Inhalt der heute vormittag von der deutschen Delegation den Alliierten gemachten Gegenvorschläge ist nach derV. 3": 1. Die deutsche Regierung verpflichtet sich, vom 1. August 1920 an auf vorläufig sechs Monate den Alliier- ten Regierungen monatlich 2 Millionen Tonnen Koh­len zur Verfügung zu stelle«. 2. Die alliierte« Regie­rungen leisten den Gegenwert der Kohlen bis zur Höhe des deutscheu Inlandpreises durch Anrechnung auf das Reparationskonto, ferner aber die Differenz bis znm Weltmarktpreis in bar, soweit nicht die Art der Zahlung durch das allgemeirre Abkomme« über die finanziellen Fragen anderes bestimmt. 3. Während der Dauer der vorgeschlagene« Kohlenliesernngen findet eine Erhö­hung der monatlich abzuliefernden Meng«: durch den Wiedergutmachungsausschutz nicht statt. 1. Es wird alsbald ein Abkommen über die Lage in Oberschlesien getroffen, wodurch entweder die deutsche Regierung die Disposition der oberschlesischen Kohle« erhält oder ihr der monatliche Bezug von mmdssteus 1% Millionen Tonnen oberschlesischer Kohle gewährleistet wird. 5. Es wird alsbald eine gemischte Kommission in Essen ein­gerichtet, deren Zweck es ist, die Mittel zu untersuchen, mit denen man die Lebenshaltung der Bergarbeiter in Nahrung, Kleidung und Wohnung und dcunit die Er­höhung der Kohlenförderung im Ruhrgebiet erreiche« könne. 6. Die Alliierten erklären sich bereit, Deutsch-

^...,_^«;< von ar.»UB-nch«n LeSessmittek« für die Bevölkerung sowie von Rohltotsen für die I«- bnstrie und Landwirtschaft einen angemessenen Vor­schuß zu gewähren. Diese Bedingungen sind heute vcr- mittag mit eingehendem Begleitschreiben des «Jtiirifictä Simons Äoyd George übergeben worden. Man glaubt, aunehmen zu dürfen, daß die Mehrzahl der dsmfchen F^orschläge als mäßig anzusehen ist und daß auch in -ru beiden strittigen Pu«kten eine Eivlguug erzielt werden

Die Beratungen der deutschen Minister.

»» Köln. 15. Juli. (S. y.) Aus Spaa wird gemel­det: Die deutschen KaMisttösitzrmgeu nachmittags und abends wurden ohne wesentliche Beschlüsse geschlossen, ^tt der Abendsitzung eni'ch'ed man sich nur dafür, da« eine Abordnung von drei deutschen Delegierten, Mini­ster Simons mit zwei anderen Herreu, zu Lloyd George gesandt werden soll. Als Simons mit den beiden Her­ren Lloyd George um Mitternacht verließ, sandteder englische Ministerpräsident sogleich eine dringende Note an Milleraud. Der Optimismus ist aber verfrüht.

Ultimatum in der Kohlenfrage,

w Haag, 15. Juli. (T. lt.) Der für heute Nacht in Aussicht genommene deutsche Kabinettsrat fand nickst statt. Gestern um 9 Uhr hat sich die gesamte Delegation versammelt. Ueber die Resultate kann man natürlich nichts prophezeien. Man glaubt aber, daß sich die über­wiegende Mehrzahl der hier anwesenden verantwortli­chen Männer über die ungeheure Gefahr eines Abbru­ches der Verhandlungen klar ist. In der Stadt geht al­lerdings das Gerücht um, daß der französische Vorschlag auf ein Ultimatum lautet mit 24 Stunden Laufzeit und mi zwei Stunden Zeit zur Abreise.

»» Spaa 15. Juli. Eine Persönlichkeit aus der nächsten Umgebung Lloyd Georges erklärte, daß der eng- iffche Ministerpräsident der Verhandlung mit den Deut­schen müde sei. Es sei fest damit,zu rechnen, daß.er keinerlei Zusammenkünfte und Ausivrachen mehr besu­chen werde. Llovd George fei fest cntichloyen ein kla­res und deutliches Protokoll ausarocitcn zu lasten. Die­ses Protokoll soll dann den Dem,Heu zur Unterichrtst vorgelegi werden. Die Besetzung des lltttlirgebictes, ob­wohl sie schwer durchführbar sei,. sei eine notwendige Maßnahme. In englischen Kreiim wird mit einer vollständigen dentschen Ministerkrue gerechnet, wenn die zwei Protokolle unterschrieben werden sollen.. Tropdem ist man auf Seiten der Alliierten entschlossen, in den bis­herigen Forderungen fest zu bleiben.

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»»Berlin, 15. Juli. lEig. Drahtmi Airs Spaa oird derD. A. 3." von ihrem Sonderberichterstatter -nter dem 14. gemeldet: Die Besprechung zwischen dem Minister des Auswärtigen Dr. «imons und Lloyd s-orge begann um 2 Uhr und dauerte etwa dreiviertel ^nden. Es scheint, daß üe vollkommen crgeou,slo3 ' > e<,°en ist. Der englische Ministerpräsident verwies e'Nch auf den Friedensvertrag und soll sich rm übrigen vollkommen unzugänglich erwiesen

i aber ^,^ 'leu darauf tra' im Spetsesaal des Hotels An zc> et Lubin die deutsche Delegation mit der Mehr- ' zahl tu vier weilenden Sachverställdigen zu einer ®e= ratung lammen. Es nahmen daran etiva 4» Herren eil. ban^r Stinnes, Rathenau, Deruburg, Wtedield, ' Dr. SRehr u. a Die Beratungen dauerten euva zwei - Stunden h haben offenbar einen recht lebhaften Ber-

^yveitAQ, den 16. Juli

lauf genounnen. Ueber ihr Ergebnis mürbe keine Mist- teilung geumcht. Im Anschluß an diese Sitzuüg trat die Delegation in der Wohnung des Reichskanzlers zu ei­ner wetteren Beratung zusammen. Inzwischen verhan­delten in der Villa de la Freineuse die alliierte« Staats­männer unter Hinzuziehung des Marschalls Foch und des belgischen Generals Magltne. Die Lage wird be­sonders auch in alliierten Kreisen nach wie vor als ernst bezeichnet. Man erklärte allgemein, daß die Entente in der Ernährungsfrage und vielleicht auch in anderen Dingen zu Zugeständnissen bereit wäre, daß sie öfter tut» ter alle« Umständen i« der Kohlenfrage

a«f ihrer Fordernag bestehe«

werde. Weder Millerand noch Lloyd George könnten ht ihre Parlamente zurückkehren, ohne in dieser Frage ein befriedigendes Resultat erzielt zu babem Welche Argu­mente die Deutschen auch in der Kohlenfrage vorbrdch- ten und welche Taktik sie auch anwenden mögen, so werde es ihnen nicht gelingen, den Standpunkt der En­tente zu ändern. Als Charakteristikum der Lage ver­dient ferner erwähnt zu werden, daß im Laufe des heu­tigen Tages wiederholte und sehr lange Besprechungen zwischen Lloyd George und Millerand ohne Hinzuzie­hung dritter stattgefunden babem Millerand äußerte sich am Ende französischen Pressevertretern gegenüber in sehr befriedigender Weise über die Unterredungen. Um 10 Uhr abends trat die deutsche Delegation zu einer neuen Sitzung zusammen. Eine Mitteilung über die Lage wurde von deutscher Seite heute während des gan­zen Tages nicht ausgegeben. Bon zuverlässiger italie­nischer Seite erfahre ich, daß die

Gefahr der Okkupation des Ruhrgebiets durch die Fintierten in nächste Nähe gerückt ist. Der Oberste Rat soll in seiner heutigen Sitzung alle «ötigeu Einzelheiten des Unternehmens festgelegt habem Es sollen sechs Divisionen zur Verwendung kommen, dar­unter zwei englische, drei französische und eine belgische. Dem gleichen Gewährsmann zufolge wird die deutsche Delegation morgen in einer neuen Konferenz-Sitzung von den Alliierten vor die Alternative gestellt werden, sich etwa zur Licseruyg von zwei Millioue« Tonnen Kohlen monatlich zu verpflichten oder die Mitteiluug von der bevorstehenden Besetzung des Ruhrgebiets eut- kegcnzuuehme«. W

Aeußerst gespannte Lage.

Spaa, 15. Juli. Die Stimmung in Spaa ist pein­lich gespannt. Wie man hört, hat der englische Mini­sterpräsident sich auf den Friedensvertrag berufen und jede weitere Erörterung der Kohlenfrage abgelehnt. Lloyd George und Millerand hatten im Laufe des gestri­gen Tages wiederholt lange Besprechungen, zu denen keine Zeugen hinzugezogen wurden Am Abend erklär­ten die beiden Ministerpräsidenten französischen Presse­vertretern gegenüber, daß die Besprechungen einen sehr befriedigenden Verlauf genommen hätten. Die Stadt ist voller Gertichte. Man glaubt, daß die Besetzung des Ruhrr'eviers in greifbare Nähe gerückt sei. Weiter will man wissen, daß ein Ultimatum der Enteute vorliege, dessen 24stündige Frist bereits ant Donnerstag, also heute abend, abläuft. Es heißt, das Ultimatum musie dem deutschen Kabinett schon gellerm Vorgelegen haben. Die französische Preise berichtet tibereinllimmerid, daß die alliierten Sachverständigen erklärt hätten, eine Beset­zung des Rubraebietes durch die Alliierten würde für diese bedeutend besser fein als die Annamne der deut­schen Vorschläge. Man ist hier in Spa« e 's alles vor- bereitet.

Dielächerlichen deutsche« Borschi "ge".

Berlin, 15. Juli. lEig. Drahtn.t Aus Paris wird gemeldet, daß dielächerlichen Vorschläge" des Dr. Simons, in diesem Jahr monatlich 1700 000 Tonnen Kohlen zu liefern und die Bergwerke von Oberschlesien selbst auszubenten. zur Aufhebung der Konferenz ge­führt haben. DieseVergewaltigung des Vertrages von Versailles" habe bei den Alliierten eine tiefe Enttäu­schung hervorgerufen, nachdem siein versöhnlichem Sinne gearbeitet" und ernstlich versucht Hütten, mit den Deutschen zufruchtbarer Zusammenarbeit" zu kommen.

Beratyug der Sachverständigen.

>» Spaa, 15. Juli. In der gestrigen gemeinsamen Sitzung der deutschen Delegation mit den französischen Sachverständigen ging es außerordentlich lebhaft zu. Stinnes schlug wiederholt einen starken Ton an. fiper die Mehrheit der Sachverständigen war für die Fortset­zung der Verhandlungen. Simons, der mehrfach ,e,n-. sprang, behielt sich sein Schlus-urteil vor. _ Die Beivre- chüngen zwischen den deutschen «achveritandlgen der Industrie und Finanz mit den Alliierten dauern fort.

Protest der Bergarbeiter.

»» Bochnm, 15. Juli. (T. U.) Die Arbeitnehmer- gruppe der Arbeitökammer im Ruhrkohleagebiet hat ge­stern über die Koblenfordernnac« der Entente beraten und einstimmig eine Entschlicßnng angcnoM,en, die durch dringendes Telegramm dem Minister des Aeutzcru Simons nach Spaa übermittelt wurde und in der es heißt:Die Arbeitnebmergruppe der Arbeitskammer für den Rnhrberaban hält die Erfüllung der hohen Kohlen- lieferungsfordernvg der Entente für unmöglich. Sie hält schon den Vorschlag der deutschen Regierung für viel zu weitgehend und nnerfüllbar. Die Arbeitnebmergruppe der Arbeitskammer protestiert aus das eutschiedeuste gegen daS beabsichtigte Ententediktat hinsichtlich der Kohlenlieferungen. Sie lehnt jede Uebersch*htabmachung durch Diktat der Entente ab. Der beabsichtigten Berg­beschlagnahme der Kohlen z« Gnnsteu der Entente so­wie der Besetzung des Ruhrgebiets zur Dnrcksührung dieser Fordernugcn der Entente stehe das Recht der Ar-

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40 Plg., ausBäris 60 Pfg.

1920

äw m «wffi «icht, wenn sich die deutsche« RegierungSvertrei^r MW müsse«.

* Esien, 15. Juli. Zahlreiche ArbeijVrhmero««j satntnliutsten der Kohlenindustvie nahmen Äelluug mT der Kohlenförderung der Entente. In dringenden- legrammen wurden Minister Dr. Simons Emsstiießun, gen übermittelt, in denen die Arbeiterschaft gegen die be­absichtigte Aufzwingung des Enterstedikiats protestiert. Es wird jede Ueberschicht im Falle eines Diktats des Entente abgelehnt. In verschiebeuen Telegramme» heißt eS, daß die Belegschaften deS NuhrdebieteS bt< Durchführung eines Diktats nicht ruhig hinnehm« würben. f

Dringendes Telegramm HneS nach Spaa.

» Bochum, 15. Juli. (T. u.) Der Bergarbeiter- führer Sus, der aus Spaa zurückgekehrt ist, sandte fot* SendeS dringendes Telegramm an den Minister Simon» t Spaa:Zunehmende Arbeiisunlust der Bergarbeiter, noch mehr Ueberschichten zu übernehmen. Grund: 1. die außerordentlich schlechte Ernährung, vor allen Dingen das ungenießbare Broi, 2. die heiße Temperatur, die regelmäßig auf die Ucberarbett hemmend einwirki, 8. die Nachrichien aus Spaa, daß ZwangSmatzregeln gegen daS Ruhrgebiet erörtert würden. Ich bitte, dieses bei den weiteren Verhandlungen zu berückstchiigen. gez. Hus.^

Borausstchtliches Ende der Konferenz.

* Berlin, 15. Juli. Man rechnei damit, daß die öeuttche Delegation am Sonutag aus Spaa zurückkehren wird. Mit Rücksicht-auf den bevorstehenden Wiederzu- Tammentritt des Reichstages ist von einer besoudere» Eiuverufuna des Ausschusses für auswärtige Angele­genheiten Abstand genommen worden.

Hetze der französischen Presie.

w Ge«f, 15. Juli. Die französische Presse bringt eine ossizielle Darstellung der Verhandlungen in Spaa, in der die Veraniworttmg für die Schwicrigkeiien der deuischen Abordnung zugeschoben wird. ES wird be- hauptei, Frankreich und die Alliierien hätten sich in­folge der Erklärung Hues sofort berett erklärt, für die Ernährung von i5uou Bergleuten zu fora'n, und daß in Aussicht genommen war, etne Kommission nach dem Nukracbiet zu entsenden, um die Vorbereitung für die Unterkunft neuer Bergleute zu treffen. Trotzdem sei Sie Haftung der deutschen Vertreter seit zwei Tagen im­mer unzugänglicher geworden. Der Minister des Aeu- ßeru Simons habe sich zwar stets korrekt erwiesen. Aber aus seiner Haltung gehe hervor, baß er immer mehr unter dem Einsluß der Großindustrie und ihres Ver. trcters in.Spaa gekommen sei.

Der amtliche Havasbcricht.

w Geuf, 15. Juli. lS. E.t Der Havasbericht über Spaa vom Mittwoch abend schließt mit den Worten: Die Deutschen zeigen kein Entgegenkommen und keine Geneigtheit, die in Versailles übernommenen Verpflich­tungen auch nur teilweise zu erfüllen. Insofern steht die Konferenz vor einem refultatlofen AuSgang. Am Mittwoch abend fanden eingehende Besprechungen Mil- lerandS, Llovd Georges und Fachs statt, in denen wich­tige Beschlüsse für den Fall eines AbbruchS der Konse- rcnz gefaßt wurden.

Die Voraussetzungen für die Entschädigung.

** Rotterdam, 15. Juli. lT. M Aus Spaa wird aemeldei, der deutsche Reichsfinanzuttuister Dr. Wirth hat acht Bebingunqe« für die Uebermittelung eines ge- nauen Augebots hinsichtlich der Euischäbigungssumme 'gestellt. Er dar u. a. fit" Dcutschlgnd das Meistbegttn- sttgnugsrccht, das vollständige Hoheiisrechi über alle Zölle und die Rückgabe der dentschen Handelssloite ge­

fordert.

Die Brüsseler Jinanzlavfereuz.

»-! Paris, 15. Juli. DerMat'u" meldet aus Spaa. Satz der Oberste Rat dem Völkerbund erklärt habe, daß die internationale Finanzksufereuz in Brüssel am 23. Juli zusammeutrete, selbst wenn sie die Frage einer in­ternationalen Anleihe unter Beteiligung Deutschlands noch nicht behandeln könne.

Der Vormarsch der Bolschewisten.

Basel, 15. Juli. (T. U.1 Der Funkendienst in Riga meldet die Einnahme von Nowo Alcranbrowsk dnrch die Rote Armee. Die nette bolschewiüischc Linie verläuft 10 Kilometer östlich von Wilna. Auch die Fe- finna Lnzk im Süden ist von den Bolschewisten besetzt worden. Ferner wird gemeldet, daß btc galizische Gre«z- scstnug Brod« seit Freitag von den Pole« geräumt ist. Polnische Soldatcu find in großer Zahl aus tschecho-sko- wakilcheS Staatsgebiet «bergetreten, wo sie entwaffnet und interniert wurde«.

Waffensttllstandsvermittlnng durch ENgland.

TtmeS" meldet, daß der Sowjetregterung 7 Tage Zeit gegeben wurden, um auf die am letzten Sonnabenk Abend telegraphierte Note der englischen Regierung, be­treffend den Waffeystillstand mit Polen, zu antworten. Die Antwort Moskaus wird nicht vor Freitag erwartet.

Militärische Stttbienkommission für Pole«.

Berlin, 15. Juli. 13 französische höhere Stabs­offiziere sind gestern über Berlin nach Polen adaereitt Der französische Botschafter war am Balmlwf Fried richstraße zum Empfang. Die Offiziere hielten sich aber nur kurze Zeit in Berlin auf. Wie es heißi, sollen n. die bedrängte Lage Polens studieren. Von eigentlichen Truppenteilbungen hat man nichts erfahren.