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Nr. 130
Dienstag, den 8. Juni
1920
s Ae Reichslagswahlen.
r w Berlin, 7. Juni. (Eig. Drahtn.) Starkes Anwachsen der Rechtsparteien — Niederlage der Demokraten — Erfolge der Unabhängigen —, das ist kurz das Resultat der Reichstagswahlen, das jetzt schon feststeht, obwohl die genauen Teilergebnisse noch nicht bekannt sind. Noch weiß man natürlich nicht, wie die Neichsmandate sich auf die Koalition und Opposition verteilen werden; denn die überaus schwierige Berechuungs- und Fest- stcllmigswcise des neuen Wahlverfahrens läßt eine rasche Abschätzung des Wahlergebnisses nicht zu. Aber schon die in freit ersten Stunden nach Abschluß des Wahlaktes eingegangene Stimmenzahl genügt vollauf, um erkennen zu lassen. daß die bisherigen Regierungsparteien zu- sammengebroche» sind. Ein Ruck nach rechts und zugleich ein R«ck nach links hat sich in der deutschen Wählerschaft geltend gemacht, der nicht aufzuhalten war. Zwischen Mehrheitssozialdemokraten und Unabhängigen hat das Zahlen Verhältnis gegenüber dem Januar 1919 sich nahezu vollständig umgekehrt. Die demokratische Partei hat nach allen Eindrücken, die bisher zu gewinnen waren, eine geradezu furchtbare Niederlage erlitten. Die Berliner Ergebnisse, die gerade diese Partei besonders empfindlich treffen müssen, scheinen dem übrigen Reiche vorangegangen zu sein. In Halle sind zwar rhre Wähler nach rechts abgewandert, in erster Reihe zur Fahne der Deutschen Volkspartei,' aber auch die deutsch-natrouale Volkspartei hat allerwärts starken Zahlenzuwachs zu verzeichnen. Stellenweise läßt sich auch aus den bisher vorliegenden Zahlenergebnissen eine Abwanderung aus dem sozialistischen Lager. Über die Demokratien hinweg zu den Parteien der Rechten feststellen. Im Ganzen atm genau die gleichen Erscheinungen, die wir bei den oft erwähnten Landtagswahlen der letzten Wochen bereits kennen gelernt haben.
Hessen-Nassau.
Cassel, 7. Juni. (Eig. Drahtn. unseres W- Bertreters. Aus dem 21. Wahlkreis liegt jetzt das vorläufige Ergebnis vor, aus dem möglich tu, einen Ueberblick über die Parteikonstellation zu gewinnen. Die Regierungsmehrheit ist vollkommen erschüttert. Auch aus anderen nachbarlichen Bezirken ist zu ersehen, daß sie gefährdet ist. In um^m Bezirre iU das Äshv^ P-^s^tS «is-b« Ks»-Ao-> ^^j:
Mehrheitssozialdemokraten 124 897, deutsch-demokratische Partei 57 467, Zentrum 47 481 Stimmen. Den größte» StimureuznwaÄs hat die deutsche Volkspartet erfahren, die es auf 69 805 Stimmen gebracht hat, während die Deutsch-Nationalen trotz außerordentlicher rühriger und geschickter Agitation nur 49 445 Stimmen auf sich vereinigen konnte». Erstaunlich ist der Stimmenzuwachs der Unabhängigen, die, da insbesondere die Stadt Frankfurt außerordentlich günstig für sie gewählt hat, 64 425 Stimmen auf sich vereinigen konnten. Die Kommunisten, für die Klara Zetkin als Spitzeukandida« tiu figurierte, brachten es nur auf 3263 Stimmen.
:geriinien Sammelkandtoater den abgegeben für die Mehr
Die Wahlergebnisse der beiden in Betracht kommenden Städte Cassel und Frankfurt sind folgendes In Cassel wurden von 98 820 Wahlberechtigten (voriges Mal v-3 511) 90 732 (89 443) Stimmen abgegeben. Davyu erhielten die Mehrheussozialisten 30 914 (51083), die deutsch-demokratische Partei 10 251 (25 035), Zentrum 3680 (4095). Auch hierbei zeigt sich, daß die bisherige Regiernngskoalirion einen sehr empfindlichen Nreder- bruch seiner Anhängerschaft erfahren hat. Die deutsche Dolkspartei kounle 16 839 Stimmen gegen 2614 Stimmen bei der Wahl zur Nationalversammlung auf sich vereinigen, während die Deutsch-nationalen einen Stimmenzuwachs von 9491 bei der vorigen Wahl auf 18 775 au verzeichnen haben. Auch in Cassel haben die Unab- »ängigen einen starken Zuwachs erhaltem Es wurden 30171 Stimmen für sie abgegeben gegen 1193 Stimmen Set der Wahl zur Nationalversammlung. Die Kommunisten brachten es dahingegen nur auf 122 Stimmen.
Das Ergebnis der Stadt Frankfurt laßt eine ganz «eine Mehrheit für die bürgerlichen Sammelkandidaten erkennbar werden. Es wurden, abgegeben für die Mehr- Heitssozialdemokraten 67 858 Stimmen, für die Unabhan- aiacn 38 200, für die Deutsch-Demokraten 22 854 und für Das Zentrum 25 680 Stimmen. Dahingegen vereinigten «e Dentsch-Nationalen 32 371 und die deutsche Volkspartei 34139 Stimmen auf sich, während es d»e Kommu- nisten auf 1235 Stimmen brachten. Nach dem bisherigen Ergebnis sind als sicher gewählt zu, bezeichnen Scheide- mann, Nießer, Helfferich und der bisherige Zentrums- abgeordnete Schwarz zu Fulda. . o _
w Cassel, 7. Juni. (Eig Drahtn. unseres ^-Mitarbeiters.) Der gestrige Wab sonniag verlie jede Störung. Die blaue und grüne ^icherheitspolizet hatten die Wahllokale unter starken Schutz gestellt. Zur Wahlurne herrschte starker Andrang. Bonchen WM- berechtigken übten 93 Prozent ihr Wahlrecht aus. Die Wahl ergab eine schwere Niederlage der Sozialdeomo- kraten. Diese büßten in Cassel rund 20000 Stimmen ein Schätzungsweise werden im 21. Wahlkreise Sitze erhalt^: Deutsch-Nationale 3, deutsche Volkspartei 8 bis 4, Sozialdemokraten 4 bis 5, Demokraten 2, Zen-
"^^'Fiff-a,^7.^ Juni. Stadt. Deutsch-Nationale 779 Deutsche Volkspartei 687, Zentrum 6501, Mehr- Heitssozialdemokraten 1180, Unabhängige 2024.
Fritzlar.
w Fritzlar, 7. Juni. Deutsch-Nationale. 173. Deutsche Volksparteiler 113, Deutsch-Demokraten 147, So- »talbeniokraten 828, Zentrum 94t
Marburg Stadt.
** Marburg, 7. Juni. Deutsch-Nationale 7884, Deutsche Volksparteiler 6658, Demokraten 2905, Zentrum 1172, Mehrheitssozialdemokraten 8425, Unabhängige 3872.
Das bisherige amtliche Ergebnis in Hesien-Naflau.
** Cassel, 7. Juni. Beim Wahlkommissar des 21. Wahlbezirks wurden bis heute mittag aus 1009? Stimmbezirkeu mit Ausnahme der Stadt Cassel, aber mit Einschluß der Stadt Frankfurt gezählt: Helfferich (d.-u.) 52 000, Nießer (6. Vpt.) 67 000, Schwarz (Ztr.) 62 000, Schücking (Dem.) 46 000, Schetdemaml (M.-Soz) 108 000, Sißmantt (Unabh.) 53 00N, Zetkiu (Kom.) 3000 Stimmen. Der Wahlkreis Heksen-Nassa» umfaßt 2800 Stimmbezirke, fodaß bis jetzt ein Drittel der Stimmen amtlich gezählt worden ist.
Teilergebnisse aus dem Reiche.
.-» Berlin,7.Juni. (T. U.) Bis morgens 4 Uhr wurden im ganzen Reiche gezählt: Demokraten 995 870 (16 Mandate), Zentrum 860 516 (14 Mandate), Sozial- demokraten 2 070 523 (34 Mandate), Devtsch-Nattonale 915188 (15 Mandate), Deutsche Volksparteiler 1414 723 (23 Maudate), Unabhängige 1456 358 (24 Mandate), Kommnnisten 127 573 (2 Mandate).
Berlin, 7. Juni. (S. C.) Bis heute 1 Uhr mittags konnten 182 Abgeordnete als gewählt gelten, und zwar 48 Unabhängige, 44 Sozialdemokrate«, 29 deutsche Volksparteiler, 22 Deutsch-Nationale, 20 Zentrumsabgeordnete, 14 Demokraten, 3 witrttember- gische Bauernbündler, 1 Welse und 1 Kommunist.
w Berlin, 7. Juni. (T. 11.) Das vorläufige Gesamtergebnis der Reichstagswahlen für den Wahlkreis II Stadt Berlin stellt sich wie folgt: Sozialdemokraten 185 641, Zentrum 31301, Deutsch-Demokraten 64 543, Deutschnationale 111700, Deutsche Volkspartei 141291, Unabhängige 470 069, Kommunisten 15 169, wirtschaftliche Vereinigung 23 942.
w Berlin, 7. Juni. (S. C.) Bon den bis t Uhr mittags hier bekannt gewordenen 16 220 922 Stimmen entfallen auf die Unabhängigen 3 647 621, auf die So- zialdenwkraten 3 522 331, auf die deutsche Volkspartet 2 636 968, auf die Demokraten 1626 704, auf die Kommunisten 328 912 und auf die kleineren Parteien (Welsen, Polen, Bauern- und Bürgerpartei in Württemberg, Mitteistaudslistcn usw.) 371391. Im Ganzen dürfte die Zahl der Wahlberechtigten 30 Millionen betragen, die der.ab"egebenen SUnu..^..'„ege . L» Millionen. •
^ Berlin, 7. Juni. Bisher sind als gewählt zu betrachten: von den Demokraten Dernburg, Petersen, Hausmann, Nuschke, Professor Schücking, von Siemens, von den Mehrheitssozialdemokraten Hugo Heil- maiin, Richard Fischer, Scköpflin, Scheidemann, Otto Bell, Minister Bauer, Eduard Bernstein, von der Deutschen Volkspartei Rießer, Dr. Kahl, Stresemann, von den Deutsch-Nationalen Helfferich, Wulle, Laverenz, von den Unabhängigen Frau Zieh, Zubeil, Breitscheid, Crispien, vom Zentrum Erzberger, Fehrenbach, Dr. Wirth.
»-» $ erlitt, 7. Juni. (S. C.) Nach den vorliegenden Ergebnissen entfallen in Berlin aus die Mehrheits- sozialdemokraten 3, auf die Unabhängigen 7, auf die Demokraten 1, auf die deutsche Volkspartet 2 urrd auf die Deutsch-Nationalen 1 Sitz.
Sachsen.
Leipzig-Stadt: ,T.-nat. 5600, D. Volksp. 5200, Dem. 20 000, Soz. 26 000, Unabh. 13 000, Komm. 737.
w. Dresden, 7. Juni. (T. U.) Sozialdemokraten 91412, Deutsche Volksparteiler 66 410, Unabhängige 54 316, Zentrum 4600, Deutsch-Nationale 33763, Demokraten 28 691, Kommunisten 478.
* * Chemvitz, 7. Juni. (T. U.) Vorläufiges Gesamtergebnis des Wahlkreises 33 Chemnitz-Zwickau: Sozialdemokraten 291115, Demokraten 77 813, Unabhängige 155 692, Deutsch-Nationale 158 473. Kommunisten 82 593, Zentrum 2 448, Deutsche Volkspartei 150 560, deutsch-sozialistische Partei 1201.
Magdeburg-Stadt: Mehrheitsioz. 61863, U. S. P. 31 044, Dem. 24 381, Zentr. 3085, D. Volksp. 38 245, D.- nät. 13122. Kourm. 1769, Nat.-Dcm. 491.
Brauuschweig-Stadt: Mehrheitssoz. 6475, U. S. P. 34 335, Dem. 5981, Zentr. 1349, D. Volksp. 14 556, D.- nat 14 250, Kommnn. 1162, D.-Hamr. 2689.
Thüringen.
* * Mühlhansen, 7. Juni. Mehrhcitssozialöcmokra- tcn 2942, Unabhängige 5756, Deutsch-Nationale 3988, Demokraten 1263, Bauerubund 128, Zentrum' 449, Deutsche Volksparteiler 4296, Kommunisten 923.
Langensalza, 7. Juni. Sozialdemokraten 450, Unabhängige 2598. Teutsch-Nationale 100a, Deutsche Volksparteiler 1151, Demokraten 754, Bauernbund 97, Zentrum 94, Kommunisten 377.
» Eisenach, 7. Juni. Demokraten 2818, Dcutjch- Nationale 2121, Bauernbund 74, Deutsche Dolkspartei 5221. Zentrum 255, Sozialdemokraten 1745, Unabhängige 7262, Kommunisten 183. ’
w Gotha, 7. Juni Stadt. Deutsch-Nattonale 1766, Deutsche Volkspartet 5676, Bauerubund 368, Demokraten 3327, Mehrheitssozialdemokraten 1277, Kommunisten und Spartakisten 439, Unabhängige 9897.
Kreis Schleusinge« (einschl. Stadt Suhl): D.-nat. 1606, D. Vpt. 1835, Dem. 3277, Bauermb. 2677, Ztr. 9t Mehrheitssoz. 2666, U. S. P. 13 603, Komm. 1461. Einige kleine Ortschaften stehen noch aus.
» -» Nordhause», 7. Juni. Stadt. Deutsch-Nationale 1723, Deutsche Volkspartei 2811, Bauernbund 461. Demokraten 5134, Mehrheitssozialdemokraten 1126, Kommunisten 13. Unabhängige 707^
^ Berli«, 7. Juni. (Eig. Drahtm) Im Wahlkreis Halle-Merseburg macht sich ein starker Rückgang der
Stimme« für die Demokraten ««b für He Me-rhett-o sozialdemokrate» bemerkbar, die an die deutsche BolkO, partei und an die Unabhängigen gehen. In Halle verlieren die Genannten Parteien rund ein Drittel ihre. Stimme«, die zu den Wahlen für die Nationalversammlung abgegeben waren. Auf dem Lande ist fast dasselbe Bild wie in der Stadt wahrzunehmen.
Halle: D.-nat. 10 715, T. Volksp. 14 310, Dem. 3600, Soz. 7600, Unabh. 39 800, Kommun. 615.
Havuover.
Ha«v. Münden: D.-nat. 524, D. Volksp. 1434, Ztr. 140, Dem. 519, M.-Soz. 1776, Unabh. 797, Komm. 110. m< Götttugeu, 7. Juni. Teutsch-Nationale 4530, Deutsche Volksparteiler 10 724, Weisen 4979, Zentrum 1139, Demokraten 3463, Sozialdemokraten 12 387, Unabhängige 4359, Kommunisten 32.
Hannover: Mehrheitssoz. 87 049, Welsen 85 812, Zentr. 11144, Sem. 10156, D. Volksp. 45 416, U. S. P. 28 900, D.-nat. 16 209, D.-Soz. 450, Natz-Tem. 547, Kommun. 1074.
Das Ergebnis in Essener Bezirk.
Berli«, 7. Juni. (Eig. Drahtn.) AuS den alldem Essener Bezirk vorliegenden Ergebnissen läßt sich ersehen, daß das Zentrnul im allgemeive« feine Positiv« behauptet hat. Die christliche Volkspartei hat ihm nur geringen Abbruch tun können. Auch die Abwanderung aus ihm zu den Rechtsparteien scheint nicht groß zu sein. Dagegen sind die Stimmen der Uuabhängtge« -«rchweg ganz beträchtlich ««gewachsen, ausschließlich auf Kosten der Mehrheitssozialdentokrate«, die durchweg in allen Bezirken große Einbuße erlitten habe«. Die Kommuuistc» haben nirgendswo große Stimmen- zahlen erreichen können. Die Dcmokrate« haben überall ihre Stimmenzahl aus den Wahlen zur Skationalver- famuffuna nicht behaupten können. Die Stimmenzah- len der Rechtsparteien, vor allem die der deutsche« Volkspartet, sind durchweg gauz beträchtlich in die Höhe gegangen. Auch die De«tsch,Nationalen haben ein« überaus starke Zunahme zu verzeichnen.
Esfen-Stadt (von 269 Bez. 250): Mehrheitssoz. 23 932, u. S. P. 55182, Dem. 6710, Zentr. 68 875, D. Volksp. 26 255, D.-nat. 16 962, Kommun. 2115, Wirtsch. Arbetisv. 62, Christl. Volksp. 1659, Polen 2782.
Bochum-Stadt (Amtlich): Mehrheitssoz. 605, 1t 6. P. 11176, Dem. 1630, Zentr. 23 384, T. Volksp. 13 272, D.-nat. 3018, .au ...um 5d7, Pole.» ±601,
Barmeu-Stadt: Biehrheitssoz. 9751, 1L S. P. 30 228, Dem. 4551, Zentr. 8216, D. Volksp. 9270, D.-nat. 24 967, Kommun. 408, Polen 24.
Elberfeld-Stadt: Mehrheitssoz. 12900, U. S. P. 25 788, Dean. 5350, Zentr. 11606, D. Volksp. 11632, D.- nat. 20 100, Komm. 446.
w- Dortmnud, 7. Juni. (T. U.) Vorläuffaes Ge- samtergebnis im Landkreise Dortmund: Soziaideokra- ten 26 055, Zentrum 19 302, Demokraten 1921, Deutsche Volksparteiler 10 628, Deutsch-Nationale 1178, Unab, Hängtge 15 011, christliche Volkspartet 4, Kommunisten 2750, Polen 7777.
Duisburg (endg.):. Mehrheitssoz. 16 982, U. S. P. 18188, Dein. 5892, Zentr. 25 966, D. Volksp. 17 923, D.-nat. 11086, Kommnn. 8395, Christi. VolkSpt. 4, Polen 1952.
Düsseldorf-Stadt (Teilergebnis aus 154 Bez.): D. Volksp. 16 552, D.-nat. 14 705, Dem. 5987, Zentr. 42 274, Mehrheitssoz. 9182, U. S. P. 45 517, Kommun. 1457, Polen 208, Chrtstl. Volksp. 334.
Bade«.
* * Karlsrnhe, 7. Juni. (T. U.) In Baden haben insgesamt erhalten: Demokraten 112 908, Zentrum 325 632, Mehrheitssozialdemokraten 213 566, Teutsch- Nationale 109 062, Deutsche Volkspartei 63 362, Unabhängige 100 752, Kommunisten 15 231.
> * Verbi«, 7. Juni. (Eig. Drahtn.) Nach Draht- meldungen aus Ttuttgarr bringen die JteickStagswiihlen eine Verdoppelung der Stimmenzahl der Rationalli^er raleu, der Mattem und der Weiugärtuer, und zwar auf Kosten der Demokraten. Festzustellen ist eine Abnahme der sozialdemokratischen und eine Zunahme der ««abhängigen Stimmen. Die Stimmen stir die Kommunisten sind gering.
, Bayer«.
» * München, 7. Juni. (T. U.) Gesamtergebnis des Reichstagswahlkreises 27 Oberbayern und Schwaben bte 4 Uhr uwrgens: Bayerische Volksparrei 107 882, Sozialdemokraten 84170, Uuabhtncgtge 68 917, Demokraten 26 725, Banernbnnd 9391, Deutsch-Nationale 86 717. Kommunisten 24 305. Nur der erste Bezirk steht noch aus.
Berlin, 7. Juni. (Eig. Drahtn.) Die Wahlbc- teUiaung in den einzelnen Bezirken Münchens beträgt 80 bis 100 Prozent. Der erwartete Ruck nach rechts über die Demokraten nnd nach links auf Kosten der Mehrheitssozialdemokraten ist unverkennbar, ebenso der Gesavstverlust der Sozialdemokraten unb die vernichtende Niederlage der Demokraten, auf deren Kosten dte Nationalliberalen «ab die Kouservaiive« trat gestärkt sind.
► * Mü«ch«r, 7. Juni. Die bayerische Mittelstands- partei hatte am Wahltage eine außerordemlich rege Agitation entfaltet. Die Mittelstandspartei war die einzige Partei, die über einen einzigen Schlepperdienst mittels Automobile und Droschken verfügte. Der Wahltag selbst ist in iWtdien ruhig verlaufen. Ansammlungen fanden nicht statt. Dagegen nahmen die Geistlichen fast allgemein in den Kirchen zur Wahl Stellung und empfahlen die Wabl derierciaen Kandidaten. die für die Kirche und kür die Freiheit eintreten.