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Nr. 126 (Erstes Blatt) Donnerstag, den 3. Juni 1920

i Die englisch-russischen Verhandlungen.

p Wutgeheul an der Seine.

j «-^Berlin, 2. Juni. (Eig. Drahtn.) Die Londoner Nachricht über den Empfang des Sowjet-Delegierte« Straffin durch die englische Regierung ruft in der fran- zösischen Presse einen Sturm der Entrüstung hervor. Für die gesamte Presse gilt es als feststehend, daß der englische Ministerpräsident mit seinem Vorgehen die Ver­einbarungen verletze, die mit den übrigen Verbündeten in der russischen Frage getroffen worden wären. Be­sonders empört zeigen sich die Blätter angesichts der Möglichkeit, daß England das Anerbieten von russischen Goldzahlungen annehmen könnte, indem sie darauf Hin­weisen, daß das russische Gold von allen Gläubigern Rußlands als Garantie der russischen Staatsschuld re­spektiert werden müsse.Wenn die internationale So­lidarität nicht ein leeres Wort ist", so ruft Saint Brice imJournal" aus,dann hätte noch ein Abkommen ge­schlossen werden müssen, um diese einzige Sicherheit der Gläubiger Rußlands als unantastbar zu erklären, und alle anständigen Elemente der englischen Handelswelt ' hätten sich dieser französischen Auffassung auch ange­schlossen."

In diesem Zusammenhänge wird ferner betont, daß Frankreich gegen den Vertrag zwischen der russischen Regierung und 15 schlesischen Handelshäuser« protestiert, weil die Zahlung an die Verkäufer jedenfalls in Gold erfolgen solle.

DerMatin" läßt sich aus London melden, daß die Verhandlungen tatsächlich bis auf alle Einzelheiten vor­bereitet wurden und daß die englische Delegation aus Politikern und Wirtschaftsfachleuten bestehe. Im übri­gen vertritt die ganze Pariser Presse die Auffassung, die z. B. von derRepubligue franeaise" mit folgenden Be­merkungen ausgedrückt wird:Der Tag, da Lloyd George die russischen Abgesandten empfängt, wird die elende Verbrccherbandc, die in Moskau regiert, rot anstreichen können. Denn an diesem Tage wird sie von der Entente tatsächlich als Regierung anerkannt sein. Der wahre Grund der Besprechungen ist nach der Meinung des Temps" und übrigens auch nach der allgemeinen An­sicht darin zu suchen, daß Eng ^ ie Fortschritte der Bolschewisten in Persien für«,^ <<..-^nd sie Volswewi- Hcn sie HrWe Englands gegen die polnische Offensive in der Ukraine brauchen. Der polnische Patriotismus brlde den SÄutzwall für Westeuropa, und die Bolschewisten zu unterstützen, würde ein wahres Verbrechen gegen die Ge­sittung bedeuten. Auch in Asien könne sich der Bolsche­wismus nur deshalb fcstsetzen, weil der türkische und per­sische Patriotismus sich den englischen Protektoratsab­sichten zur Wehr setzen müsse. WennLloyd George emen Vertrag mit Krassin unterzeichne, könne er die bolsche­wistische Gefahr von Persien und Jndcen fernhalten, aber nur unter Zerreißung des englisch-persischen Vertrages.

Wieder eine Neutsch-russische Grenze.

Das Ziel der Bolschewisten.

x 3 e r I i n , 2. Juni. (Eig. Drahtn.) Der Wlrt- schaftskommissar der Sowjet-Regierung äußerte, daß d,e Offensive gegen Polen programwäßig bis zum end­gültigen Erfolg durchgeführt würde. Rußland brauche zu seinem Wiederaufbau und für seine Znknnft eine ge­rechte Grenze: Rußland-Deutschland. Zweifelsohne werde die Sowjet-Regierung ihr Ziel erreichen.

Der russisch-polnische Krieg.

x Breslau, 2; Juni. Der polnische Generalstab meldet aus Warschau, längs der Enenbahnlune Polotsk irr der Richtung nach Südwesten sind die Angrme der bolschewistischen Truppen sehr gering. Kundschafter- meldungen zufolge haben die bolschewistischen Truppe» schwere Verluste erlitten. Sie leiden Mangel an Kriegs­material Ein neuer Versuch der Bolschewisten, die Be- resina zwischen Borissow und Bobrusch zu überschreiten, ist gescheitert.

Schwarze Hilfstruppen für Polen.

Basel, 2. Juni. Die Preß Information berichtet aus Paris, Frankreich werde große Bestände seiner farbigen Hilfstruppen ttaf Polen entsenden. Die ^ruv- ven sollen auf dem Seewege nach Polen gebracht wer­den. Eine Anzahl französischer StabsoMziere^begab sich bereits Ende voriger Woche nach Warschau. Ihre Auf­gabe ist. die polnischen Truppen bei der Ausbildung zu unterstützen. , .

Minsk von den Polen wieder erobert.

x Rotterdann 2. Juni. (S.G) -cDEy Mail" be­richtet aus Warschau: Der polnische Heeresbericht mel­det die Wieverciunahme von Minsk. .

x Rotterdam, 2. Juni. (S. C.)Reuter meldet den Rückzug der Russen über die Beresina in der Rich­tung Orschä.

Die Gefährdung Oberschlesiens.

Bewaffnung polnischer Bauden unter französischer

x- Breslau, 2. Jmlü""(E' C.) AUs Oberschlesien wird das Auftauche« von bewaffneten voluischen Ban­den gemeldet, so im Gebiet Bentheu, KönigsHütte und Myslowiß. Die Bewaffnung der Polen geschieht unter der Aufsicht der französischen Besaßungsarnree.

Französisch-belgische vernichlmispolM.

Es gehört ein krankhaft guter Wille und ein lächer­licher Optimismus dazu, die heutige politische Lage ^nKücn" zu bezeichucn. Die Entente nt heute nicht

mehr die alte. In den Reihen der Alliierten sind nicht unwesentliche Veränderungen vor sich gegangen, aber die Hauptsache, die Hatzpolitik mit ihren furchtbaren wirtschaftlichen Folge«, bleibt bestehen. Bet näherem Zusehen wird man sogar mit Schrecken gewahr, daß diese sich noch verstärkt hat. Die fast ergebnislos ver­laufene Konferenz von San Remo ließ für einen Au­genblick einen Hoffnungsschimmer aufleuchten, der je­doch durch die Londoner Vorbesprechungen zur Zusam- meukunft in Spaa alsbald erlosch. Der Chefredakteur derDaily News", Cardtner, der soeben die Resultate seiner Studienreise durch Deutschland in seinem Blatte veröffentlicht, scheint dir kommenden Ereignisse in ihrer ganzen Schwere vorauszusehen. Er warnt, indem er in dem ersten Artikel über Deutschland den Männern des Obersten Rates zuruft, daß, falls es der konnnenden Konferenz in Spaa nicht gelänge, dem Zersetzungspro­zeß in Deutschland Einhalt zu gebieten, dieses zu einem Körper würde, der die ganze Welt vergiftet.

Die Bildung der französisch-belgischen Alliance hat die allgemeine politische Lage äußerst ungünstig beein­flußt. Es ist mit ihr ein Block entstanden, der seine Agressivpolitik nicht verbirgt und dessen Zweck es ist, eine ständige Bedrohung des europäischen Friedens dar- zusiellen. Man braucht nur auf die fortwährenden Wühlereien der Franzosen und Belgier in Westdeutsch­land hinzuweisen, man braucht nur an das völkerrcckts- widrige Gebühren der französischen Truppen in Ober- schlesien zu denken und an die Bestrebungen, die von Pariser und Brüsseler Kaufleuten zwecks Wiedereröff­nung desLoches im Westen" in die Wege geleitet werden, und man wird die Warnungsrufe Cardiners verstehen. Aber auch außerhalb Deutschlands zeitigt, die französisch-belgische Politik ihre katastrophalen Fol­gen. Der Kammersieg Milleranös bedeutet keineswegs ein Abschwenken von der bisherigen französischen Agressivpolitik. Was ein Klotz und Tardieu nebst ih? ren Hintermännern Poincaree und Clemenceau beab­sichtigen, wird ja zum großen Teil durch die Taktik des jetzigen Ministerpräsidenten erfüllt. Die Bestrebungen, das große Armenhaus Europas, Oesterreich, am Leben zu erhalten, beweist die Angst, die man in Paris vor einem Anschluß des kleinen ^-.".amtaate.- an Deutsch- lauü.ka«- Glaube man u« der Seine wirklich, daß man Naturnotwendigkeiten auf die Dauer hintanhalten kann? Alle politischen Bestrebungen, die darauf hin­auslaufen, die organisch-notwendige Entwicklung zu verhindern, Müssen zu schwersten Kollisionen führen.

Den denkbar folgenschwersten Schritt hat aber Frankreich wohl damit begangen, daß es die polnische Offensive gegen Sowjetrußland mit allen ihm zur Ver­fügung stehenden Mitteln zu unterstützen suchte und in Warschau noch immer goldene Berge verspricht, um ein Fortsetzen der Kampfhandlungen zu ermöglichen und einen allzu frühen Friedensschluß zu verhindern. Sol­len die roten Truppen Moskaus weiter nach Mitteleu­ropa Vordringen und unseren schwer geprüften Erdteil vollends ins Verderben stürzen, An einen erfolgrei­chen Widerstand Zentraleuropas gegen die erstarkte russiche Flutwelle ist unter den gegenwärtigen Ver­hältnissen nicht zu denken.' Die fortwährenden Ent- wafinungsaktionen und Erpressungen, die Frankreich an Deutschland verübte, haben uns zu sehr geschwächt, als daß wir in der Stunde der Gefahr uns und das übrige Europa retten könnten. Wird die Politik von Paris und Brüssel in der bisherigen Weise auch nur auf eine kurze Zeit fortgesetzt, so treiben wir alle ret- ungslos dem Abgrund entgegen, und das Wort Friede gehört der Vergangenheit am

33m Völkerbundes

x Berlin, 2. Juni. (Eig. Drahtn.) Auf die Ge­rüchte von einer Verlegung des Sitzes des Völkerbun­des von Genf nach einer Stadt der verbündeten Länder und mit Rücksicht darauf, daß der Rat des Völkerbundes anläßlich seiner letzten Tagung in Rom noch keinen Be­schluß wegen der Nebersiedlung der Einrichtung des Völkerbundes nach Genf gefaßt hat, richtete der schwei­zer Bundesrat an den Rat des Völkerbundes eine Note. Er bittet darin um nähere Angabe des Zeitpunktes, zu dem die tatsächliche Uebersiedelung des Völkerbundes nach Genf stattfinden könne.

Amerikas Austritt ans der Rheinlandkommission.

x Köln, 2. Juni. (T. U.) Infolge der Nichtrati- fizierung des Friedensvertrages wird Amerika in Zu­kunft nicht mehr in der interalliierten Rheinlandkom- Mission vertreten sein. Nächste Woche verlaßt dasBmeri- kanische Mitglied der interalliierten Rhemlandkonnmuion Koblenz. Die erforderlichen Geschäfte werden von dem Oberbefehlshaber der amerikanischen Besatzungstruppen General Ellen besorgt werden.

Ablieferung der Zeppelin-Luftschiffe.

x Rotterdam, 2. Juni. Eine Meldung aus London besagt, daß der Zeppelin L. 71, eins der größten deut­schen Luftschiffe, gemäß dem FriedcnsverKage an Eng­land abzuliefern ist. - Dieser Zeppelin hat eine normale Geschwindigkeit von 160 Kilometern in der stunde. Seine Konstruktion war nach englischer Auzfanung von Deutschland vorgenommen worden, um den Ozeau zu liberfliegen und Nvuyork zu bombardieren. Ein Sivecter Nieseu-Zeppelin L 72 soll demnächst von Deutschland an Frankreich abgeliefert werden.

Keine Zugeständnisie in der Wiedergutmachnugsfragc.

X Genf, 2 Juni. (S. C.)Havas" meldet, die französische Abteilung der Wiedergutmachnngskomm s- sion hat in einer Erklärung an den alliierten Rat die Möglichkeit weiterer Zngcständnisic an Deutschland in der Frage der Wicderguüllachung und des Wiederauf­baues verneint Havas Mat hinzu, daß durch diesen Be-

»eine Einschränkung der BeratuugSthEata W eintreten wurde.

Der Krieg für England noch Nicht beendet.

x Rotterdam, 2. Juni. (S. C.) Die ^imeS" mele den: Beim Empfang der Führer der Allbeiterpart« sagte Lloyd George, für England sei der Krieg noch nicht zu Ende, wenn auch der strategische Steg erreicht sei: Der Entwaffnung Deutschlands sei leider nicht dio Entwaffnung der übrigen Kontinentalmächte gefolgt was ihn mit Sorgen für die Zukunft erfülle. Sowohl Deutschland wie Oesterreich müsse das WirtschaftslebÄ erntöglicht werden.

Deutsche Note wegen der Ko«fere«z in Spaa.

x Berli«, 2. Juni. (S. C,) Wie wir aus zuver> lässiger parlamentarischer Quelle erfahre«, hat die deut­sche Regierung durch den Geschäftsträger in Paris dt< alliierten Kabinette um Bckauutgabc der Tagesordnun- der Konferenz in Spaa ersucht, soweit die deutschen De­legierten daran teilnehmen sollen. Das deutsche Er­suchen ist am Montag in Paris überreicht worden.

Sie Pariser wlrtschaftsverhandlungen.

ImPetit Journal" werden über die Auffassung, welche man im französischen Handelsministerium über die deutsch-frauzösischen Wirtschaftsverhandlmrgen hat, Aeußerungen veröffentlicht, welche, wenn sie der Wahr­heit eutsprechen, von deutscher Seite schärstte Zuritck- Weisung erfordertem Im Handelsministerium ici er­klärt worden, berichtet dasPetit Journal", daß die deutschen. Vertreter vollständig die Bedingungen ver­kannt hätten, unter welchen Frankreich zugestanden hätte, sie zu empfangen. Es hätte sich für sie darum ge­handelt, Frankreich zu Privatabmachnngen vor der Kouferenz von Spaa zu verpflichten, die eigentlich erst die finanzielle Leistungsfähigkeit Deutschlands feststellen solle. Die Deutschen rechneten damit, mit Frankreich unter Ausschluß der übrigen Alliierten Abmachungen zu treffen, aber Frankreichs Standpunkt sei ein völlig anderer. Deutschland verfuge noch über die gleiche In­dustrie ersten Ranges, welche lisher dazu 6;ciüe. Frankreichs -Boden und Frankreichs Industrie zu zer­störe«. Frankreich wolle jetzt wissen, ob diese deutsche Industrie noch an ihrer Illusion von der Weltherrschaft festhalte, oder ob sie wünsche, am Wiederaufbau von Frankreich mitzuhelfem Statt dessen aber wollten die deutschen Vertreter, daß Handelsbeziehungen mit Deutschland wieder ausgenommen werden und daß die Ein- und Ausfuhr zwischen Frankreich und Teurschland geregelt würde. Sie vergäßen, daß das eine Sache sei, welche schon der Veriailler Frieden vorsehe, und daß es nur an Frankreich liege, dartiber zu entscheiden. Wichtig sei, daß die französische Handelswelt fiel) um Aufträqe an deutsche Firmen nicht so sehr beeile und sich der Zeit vor dem Kriege erinnere. Frankreich habe die Aufgabe, sich vor der Gefahr zu schützen, welche in der allzii raschen Wiederanfnahme des uneiugeschränk- len Handelsverkehrs mit Deutschland liege.

Hierzu bemerkt derH. K.": Wenn im französischen Handelsministerium wirklich diese Worte gesprochen wurden, so stehen sie mit der Begrüßungsansvrache nickt überci«, die der französische Handelsminister IMac gelegentlich der Eröffnung der Verhandlungen mit den deutschen Delegierten hielt, und sie zerstören vollständig den Zweck, den Deutschland bei diesen Verhandlungen mit den Franzosen verfolgt. Die Absicht bei diesen Ver­handlungen ist die Regelung der Ein- und AuSfuhr- verhältnisie, und diese haben weder mit dem Veriailler Frieden noch mit dem Ausschluß der Alliierten etwas zu tun.

Die Brüsseler Flnauzkonferenz.

x Berlin, 2. Juni. (Eig. Drahtn.) Die Briisieler Finanzkonierenz soll am 5. Juli beginnen, aber es soll im Juni eine vorbereitende Konferenz in London statt. finden, an der der schwedische Professor Cassel, der sich augenblicklich in England aufhält, als Sachverständiger teilnehmen wird.

Die erste Tagung des Reichstages.

x Berlin, 2. Juni. In parlamcittarifchen Kreisen wird versickert, daß außenpolitische Erfordernisse einen früheren Zusammentritt des Reichstages notwendig ma­chen, als er nach der Verfassung hätte stattfinden mühen. Am 21. Juni beginnt die Konferenz in Spaa. Bis da­hin muß eine neue Regierung gebildet sein. Die neue Regierung muß außerdem vom neuen Reichstag Von macht für die Verhandlungen in Spaa erhalten. Es er­gibt sich hieraus von selbst, daß schon Mitte Juni vor- aussichtlich die erste Sitzung des neuen Reichstages 'tatt- finden wird. Ein späterer Termin kann kaum mvgliä sein. Wie auch das Wahlergebnis mißfallen möge, die Neubildung wird eine gewisse Zeit erfordern, und daß eine neue Regierung gebildet werden muß, ist bereits sicher.

Rücktritt der Regierung nach den Wahlen.

x Berlin, 2. Juni. Die drei Koalittollsparteien ha- ben sich seit der letzten Zusammensetzung des Kabinette unter dem Vorsitz deS Reichskanzlers Hermann SlüHei daltin geeinigt, daß nach den Neuwahlen das GesarM- kabinett zurücktritt. Der Reichspräsident soll vollstän­dig freie Hand bekommen, auf Grund des Wahlergeb­nisses eine von ihm zu wählende Person mir der Neu- bildnng deß Kabinetts zu beauftragen.

Ruhige Wahlkämpfe im ganzen Reiche.

x Berlin, 2. Juni. Der Wahlkampf wird im gan­zen Reiche mit einer Ruhe geführt, die in keinem Ver­gleich mit früheren Wahlkarnpfen steht. Eine Umfrage bei allen Parteien hat ergeben, daß diese darin das erste Anzeichen einer Riickkehr zur kühlen Bcrvnnst erblicken.