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Nr. 80

Donnerstag» den 8. April

1920

Me MöVöffeLiwg DeNtschlands.

Zum Vormarsch der Franzose«.

^ Noch ehe die Note Millerands, in der er den Vor- mürsch der französischen Besatzungsarmee anzeigte, in Berlin eingetroffen war, sind die Franzosen in Frank­furt, die alte Krönungsstadt am Main, emgezogen und haben Darmstadt, Hanau, Hömburg und Dieburg besetzt. Die französische Regierung begründet den Vormarsch Prer Truppen mit der Verletzung der Artikel 43 und 44 des Versailler Vertrages durch den Einmarsch der Reichs- wehrtruppen in die neutrale Zone. Gewiß geben die Bestimmungen dieser Artikel der Entente das formelle Recht, in dem Einrücken deutscher Truppen in die Zone des rechten Rheinufers, die westlich der 50 Kilometer öst- lich dieses Flusses gezogenen neutralen Linie liegt, ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis der Entente einen Verstoß gegen den Vertrag zu sehen und das nach dem Wortlaut des Artikels 44 als Versuch einer Störung des Weltfriedens zu betrachten. Aber die Zwangslage, rnder sich die deutsche Regierung befand, war doch so klar ersichtliw und das Interesse, das auch Frankreich daran hatte, rm Ruhrgebiet wieder Ordnung hergestellt zu sehen, so unzweifelhaft, daß man mit dem Siege einer derartigen Auffassung in Paris nicht wohl rechnen konnte. Andererseits lag aber offensichtlich Gefahr im Verzüge, nachdem Aufständische im Ruhrgebiet mit der eventuellen Zerstörung der dortigen Bergwerke gedroht hatten. Das war zunächst auch in Paris anerkannt und eine Verständigung Wer den Vormarsch der Reichswehr- truppen gegen das Ruhrrevier erzielt worden. Aller­dings änderte die französische Regierung schnell ihre Auf­fassung und machte den Einmarsch in das Ruhrrevier von der Notwendigkeit abhängig, der sie sich, obgleich sie ganz offensichtlich war, mit einem Male verschloß.

Der neue Schritt Millerands ist von ungeheurer Tragweite und bedeutet nichts anUereS als den endgül­tigen Beschluß, das Bernichtungswerk, das die ,Pürierten in Versailles gegen Deutschland in die Wege leitete, zu vollenden. Wir stehen vor der Erdrosselung. 'Vs hat sich jetzt gezeigt, daß selbst die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch schlimmstes Raubgesindel, das selbst die radikalsten Kommunisten nicht als Mit­kämpfer anerkennen, die Entente nicht daran hindern kann, Einsehen zu haben und wre (Mwa^ «iil: für AnaMblichr schweigen zu lassen. Im Gegenteil, wir se­hen, daß die haarsträubensten Verwände benutzt wer­den, um dem niedergebrochenen Deutschtum den letzten Stoß zu versetzen. Der französische Geschäftsträger hat nach der Vertreibung von Kapp und Lüttwitz der öent-

schen Regierung gratuliert, daß es ihr gelungen sei, der inneren Lage Herr zu werden. Diese Glückwünsche, die sicherlich bet einem großen Teil von Deutschen Be­ruhigung hervorgerufen haben mögen, klingen jetzt wie Heißender Hohn. Im jetzigen kritrschen Augenblick zer-

Beißender Hohn. Im jetzigen kritischen Augenblick 3«: flattern unsere letzten Illusionen, die wir uns im Tru­bel der jüngsten Vergangenheit noch gemacht haben- gen. Sagen wir es nur glatt heraus, man hat uns seit den schwarzen Tagen des Friedensschlusses von Ver- sailles nicht mehr ernst genommen. Nachdem wir zu allem, gezwungen allerdings, ja und Amen sagten, wa­hren wir nichts weiter als das willenlose Werkzeug in den Rändelt der Siegesstaaten. Man hat die erste Gele­genheit in hinterlistiger Weise benutzt, um uns eine Ver­letzung des Friedensvertrages vortverfen zu können

nnd sich dadurch freie Hand zu schaffen.

Frankreich hat jetzt seinen Willen. Deutschland steht seinen schwarzen Kulturträgern offen. Man ist auf dem Besten Wege, uns der Anarchie entgegenzuführen. Aber was kümmert es Herrn Mtllerand und seine hohen Mi­nister, wenn im Herzen Europas der Terror sich blutig erhebt, und das Gespenst des Bolschewismus sich ver­körpert. Was liegt daran, wenn unser blutender Erd­teil rettungslos dein Verderben preisgegeben wird? Die Hauptsache ist und bleibt der Ruhm dergrande nation". Vielleicht kann man sogar wieder den Rufnach Berlin" ansstoßen, und dafür würden die französischen Nationalisten wohl bettit sein, .alles herzugeben, am Ende auch sich selber. Polen, hat durch die Anbahnung von Friedensverhandlung mit sowierrußland die Ge­fahr des Bolschewismus bis an die Grenzen Deutsch­lands vorgetragen. Pm Rhein ist der Terror noch nicht gänzlich niedergeschlagen, und wird wohl nach dem neuesten Schritt der Pariser Regierung aufs neue sein Haupt erheben. Unter der Arbeiterschaft der europai- Uen Nordstaaten sowie in den Niederlanden gart es in unheimlicher Weise. Die innerpolitische Lage Ita­liens ist kritischer denn je. Und einen solchen Auaen- Blick hat Herr Mtllerand für geeignet erachtet, um seine Pläne zur Durchführung zu bringemDaznive^ ihm seine Verbündeten wohl kaum beglückwünschen, wenigstens nicht im Innern des Herzens.

Deutsche vwleWole an Anstrich.

Der deutsche Geschäftsträger in Paris ist angewie­sen worden, der französischen Regierung eine Pote zu übergeben, in der es n a. heißt: .z . . ..,

Durch Note vom 6. d. MtS. hat die französische Regierung mitteilen lassen, daß der kommandierende General der Rheinarmee Befehl erhalten habe, sofort die Städte Frankfurt, Homburg, Hanau, Darmstadt und Dieburg zu besetzen, weil dem französischen Ver­langen der Zurückziehung der unberechtigt in die neu­trale Zone einmarschierten deutschen Wehrkräfte nicht entsprochen worden sei. Die französische Regrerung hat hinzugestigt, daß die Besetzung ihr Ende crreWc« werde, sobald die deutschen Truppen die «entrale goite vollständig geräumt hätten.

Noch bevor die Note überleben war, ist die Be­setzung der bezeichneten Städte tatsächlich erfolgt. Die deutsche Regierung muß aber gegen das Vorgehen der französischen Armee, im Namen des Rechts, der Ver- nunft und der Menschlichkeit die schärfste Verwahrung einlegem Es kann unmöglich Absicht des Vertrags von Versailles gewesen sein, Deutschland zu verhin­dern, in einem Teile seines Gebietes die Ordnung, die durch Räuber- und Mörderbanden auf das schlimmste gefährdet worden ist, so rasch wie möglich wieder herzustellen. Die Bewegung im Industriege­biet, deren Gefahr leider auch jetzt noch nicht im Aus­land und insbesondere in Frankreich nicht klar er­kannt wird, hätte, wenn ihr nicht rasch entgegengetre- ten worden wäre, den Bestand der Republik innerpo- litisch wie wirtschaftlich erneut auf das schwerste er­schüttert. Die deutsche Regierung hätte v«vera«t- wortlich gehandelt, wenn sie länger zugewartet hätte in der optimistischen Hoffnung, daß die Aufruhrbewe­gung im Ruhrgebiet auch ohne milstärisches Eingrei­fen ihr Ende finden würde. Die Ereignisse haben ihr auch bisher Recht gegeben. Ueberall dort, wo die Truppen hingelangt sind, ist die Bewegung rasch zu- samwerrgebrocheu. Die Befürchtungen, Ute von alliier­ter Seite geäußert worden sind, daß gerade das Ein­

rücken von Truppen die Unruhen verstärken und zur Vernichtung der wichtigsten gewerblichen Anlagen führen würde, haben sich nicht bestätigt.

Der Gedanke, daß die Entsendung von Truppen in das Aufstandsgebiet irgend eine Bedrohung von Frankreich in sich schließen könnte, ist so absurd, daß er einer Widerlegung nicht bedarf.

Deutscherseits darf demnach mit vollster Ueberzeu­gung der Standpunkt vertreten werden, daß eine vor­sätzliche Verletzung des Friedensvertrages, die eine Verantwortlichkeit der deutschen Regierung im Sinne des Vertrages begründen könnte, überhaupt nicht vor- liegt. Selbst wenn aber eine solche Verletzung be­gangen wäre, so wäre dadurch der von ver sranzosi- schen Regierung jetzt vorgenommene militärische Ge- wauakt noch nicht gerechtfertigt. Die alliierten und assoziierten Regierungen haben in ihrer Note vom 8. Dezember v. I. erklärt, daß sich vom Eintreten des Friedenszustandes an die Folgen einer etwaigen NickterMNnna v-r^-Mr^cr- Vrrpfitchtungeu nur nach den allgemeinen Bestimmungen des Frredensvertra- ges sowie nach den vom Völkerrecht anerkannten ge- wölmlichen Versahrensarten bestimmen sollten. Da­mit steht das jetzige Vorgehen der französischen Regie­rung in schroffstem Widerspruch. Ueberdies hat sich aber die französische Regierung über grundlegende Bestimmungen der Völkerb««dakte hinweggesetzt, die einen integrierenden Bestandteil.des Friedensvertra- ges bildem Die Lösung einer derartigen Streitfrage zwischen einem Mitglied und einem Nichtmitglied des Bundes dürfte nicht ohne weiteres mit Gewalt, sondern zunächst in einem internationalen «chlcch- tungsverfahren versucht werden.

Zum Schluß muß die deutsche Regrerung mit allem Nachdruck darauf Hinweisen, daß die von der französischen Regierung ergriffenen unlitariWn Zwangsmaßnahmen notwendigerweise die schwersten Folgen in politischer und wirtschaftlicher Beziehung haben werden. Es ist für jede Regierung tn Deut'ch- land unmöglich, in denr unglücklichen, von tiefen Er­schütterungen immer wieder betroffenen Lande Ruhe und Ordnung herzustellen und attsrechtzuerhalteil, wenn sie auf Schritt und Tritt bei ihren bisherigen Feinden einem ungerechtfertigten Argwohn begegnet und immer erneuter: Drangsalen ausgeietzt bleibt und wenn das deutsche Wirtschaftsleben Störungen auf­gesetzt wird. Die deutsche Regierung hatte es. begrüßt, daß auch die französische Regierung gerade m letzter Zeit zur Anbahnung einer Verständigung am wirr- schgstlichem Gebiet bereit zu »ein Wien. Wie können solche für der, Wiederaufbau Europas wichtige Gedan­ken in die Tat umgefetzt werden, wenn glelmzeitig die französische "Armee in Deutschland einmanchrert und dadurch tiefste Erregung «nd Erbitterung »u das deutsche Volk dincinträgt? Was dem oeutzchen.Volke vor allein not tut, ist Ruhe, nur dann kann sich die ßlrbeitsleistuua soweit heben, daß das Volk leben und die schweren Verpflichtungen des Friedensvertrages erfüllen kann.

England bläst in Frankreichs Horn.

DieTimes" wendet sich in scharfen Worten gegen das Borgelien im Rnvrgebtet mtd verlangt tue Ewlal- sung und Bestrafung der dentscheri Offiziere, Ute für den Trupveneinmarsch die Verantwortung tragen, da sich diese des Vertragsbruchs schuldig gemacht hatten. ^re deutsche Regieruilg sei allerdings in einer sehr schwieri­gen Lage gewesen, aber trotzdem könnten die Alliierten einen Vertragsbruch nicht gestatten. Wenn Ute deutsche Regierung nickst die Schuldigen bestrafe, mufie sie die volle Verantwortung für Repressalien tragen.

In der Nacht vom Montag zum Dienstag hat der französische Ministerpräsident dem deutschen Vertreter in Paris folgende Note überreichen lassen:

Die Note Millerands.

In meinem Schreiben vom 2. April hatte ich Sie gebeten, bei Ihrer Regierung darauf zu dringen, daß die deutschen Truppen, die unrechtmäsugeriuc,^ in die nach dem Drittel 42 festgesetzte neutrale Zone einge­drungen sind, unverzüglich zurückaeschoben werden. Da bisher die Antwort auf dieses Ersuchen ausgeblieben ist, bringe ich Ihnen zur Kenntnis, daß der Obereefc. !S- Haver der Rheinarmee den Befehl erhalten hat, die Städte Frankfurt, Homberg, Hanau, Darmstadt, Dre-

burg sofort zu besetzen. Diese Besetzung wird aufgehos den, sobald die deutsche« Truppe« die neutrale Zo», vollstäudig geräumt habe« werde«."

Eine französische Proklamatto«.

Eine Verlautbarung des Oberstkommaudierendertz der alliierten Besatzungstruppen Generals Degoutte att die Bevölkerung besagt, die Berliner Regierung hat un^ ter dem Druck der Militärpartei eine plötzliche Offen­sive der Reichswehr gegen Ute Arbeiterschaft des Ruhr- gebiets ««geordnet. Dadurch hat sie etne der wesentlich­sten und seierlichsten Bedingungen des Friedensver- trages verletzt. Im Verlause der bis zum 6. April wäh­renden Verhandlungen hat die französische Regierung sich bemüht, die deutsche Regierung von diesem militäri-. schen Vorgehen, das mit einiger Vorsicht hätte vermie­den werden können, abzuhalten. Nichtsdestoweniger sind die Reichswehrtruppen in das Ruhrgebiet einge­rückt. Die Regierung der französischen Republik sieht sich daher gezwungen, sich ei« Pfand za sicher«, damit die Berliner Regierung ihrer Unterschrift nachkommt. Deshalb habe ich den Befehl erhalten, Ute Städte Frank­furt, Homburg, Darmstadt, Hanau und Dieburg sofort zu besetzen. In diesem Augenblick halte ich es für nö­tig, zu erklären, daß diese Besetzung keine feindselige Handlung gegen Ute arbeitsame Bevölkerung dieses Ge­biets bedeutet. Sie hat lediglich den Zweck, die Ausfüh­rung des Vertrages zu sichern und wirs aufhöre«, so­bald die ReiÄswehrtrnppes die neutrale Zone vollstän­dig geräumt haben.

Der deutsch-französische Konflikt.

Einberufung der Nationalversamutluug.

m Berlin, 7. April. (S. C.) In politischen Kreisen verlautet, daß infolge des französischen Vormarsches und des Vorganges im Ruhrgebiet die Rationalversamm- luug, Ute erst am Mittwoch nächster Woche zusammen- treten sollte, schon am kommenden Sonnabend ihre erste Vollsitzung nach den Osterserien abhalten wird. Dieser Zeitpunkt ist in ein«: Besprechung in Aussicht genom­men worden, die gestern nachmittag zwischen dem Reichskanzler und den Parteiführern abgehalten wor­den ist.

Die Prvt-tz5^LLr. »L«^HE Äeu«ru«s.

~jg **- Berlin, 7. April. (S. C.) Gleichzeitig mit der deutschen Protestnote an Frankreich ist ein Protest der dentschen Regierung an die Signatarwächte des Ver­sailler Vertrages abgegangen.

Amerika mißbilligt den Gewaltakt Frankreichs.

Kopenhagen, 7. April. (S. C.) Wie aus Was­hington gemeldet wird, mißbMgt man dort die franzö­sische Aktion. Aus dem Senat wird mitgeteilt, daß der Senat Schritte unternehmen wird, um die Verwendung amerikanischer Truppen zu verhindern, falls es zu Zu­sammenstößen zwischen deutschen und franzojkschen Truppen komme.

Auch Jtalieu dagegeu.

Lugano, 7. April. Die öffentliche Meinung in Italien ist mit dem französischen Vormarsch nicht eins verstauben. Die führenden Zeitnngen lehnen jede Mit- verantworttrng Italiens entschieden ab.

Berat««geu des englischen Miuisterrats.

*-f Rotterdam, 7. April. (S. C.) Nach einerEou- rant"-Meldung aus Loicdon hat der englische Minister­rat am zweiten Osterfeiertag bereits über Ute Besetzung der neutralen Zone durch Frankreich beraten, über die Berickste des englischen Botschafters in Paris nach Lon­don gesandt waren. Lloyd George ist in der Nacht zum Montag aus Wales nach London zurückgekehrt.

Der Geueralstreik iu Frankfurt geplant.

«-» Fra»kf«rt, 7. April. Die Franknircer Gewerk­schaften haben für heute eine Sitzung einberufen, in der Ute Frage eines allgemeinen Generalstreiks als Protest gegen die Besetzung durch die Franzosen errvogen wer­den soll. Das Verbot jeglichen Streiks durch die fran­zösische Milstärbehörde macht keinerlei Eindruck.

Sie 3t6H30fen räumen firmiert

Ein Ultimatum der Bereivigte« Staate«. (?)

^ Berlin, 7. April. (T. U.) Wie derT. U." an-) zttverläfsiger L«c«e mitgeteilt wird, räumen die Fran­zosen seit 2,30 Uhr nachmittags in äußerst schuellem Tempo Frankfurt a. M., Darmstadt mrd die übrige« ge- ster« besetzte« Ortschaften. Die Räumung, die einen fast fluchtartigen Charakter trägt, soll, wie verlautet, anf ein von de« Bereinigte« Staate« geuelltes Ultimatum erfolgen, nach welchem die Räumnng bis 5 Uhr nachmii- taqs vollendet sein muß. Die Unrcb das L«maßcnde Auf­treten der Besatzungstruppe« erregte Bevölkerung be­gleitet Ucu Abzug der Truppes mit höhnische« Zurufen, «ud es ist in Frankfurt a. M. zu einem ernsten Zu- fantntenM zwischen Bevölkerung und Truppe« oes komme«.

Die Befreiung 6es Auhrreviers.

Schwere Kämpfe.

x Bochum, 7. April. (T. 1t) Im hiesigen Bezirk ist gestern auf allen Zechen und Inöustrlewcrken die Arbeit in vollem Umfange wieder anfgenr-Mmen worden. Bei Elberfeld und in den nördlick'en Teilen davon bis Bottrop finden augenblicklich noch schwer Kämpfe statt Bottrop selbst ist von Reichswebrtruppen von drei Sei­ten einaeschlosien und durch Kämpfe arg micgeseAwe«. Zur Zeit finden die hartnäckigüe« Kistspfc bei Paman statt. Die Alten-Essener Bevölkerung ist teilweise ae- flicchtet. In Dortmund haben die Roten Truppen beim