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Rr. 79

Mittwoch, den 7. April

192 t

Dotmerfdj der IrMWe«

Frankfurt ««d Darmstadt besetzt.

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MLk8««WW! in der Stadt. Ihnen folgte« la«gtz Waffeugattungen, «aÄe«tttch Kavallerie, »ritzen «nd starke TäÄkgefchwader. Alle . rbaude warben besetzt. Die DL^Htüer- gk« mit dem Reiche Mb unterbräche«. Dör Bor- erfolgte vom Brückeuköpf 1 a«s, wo bereits ge- «Eaugreiche Truppen zufamnrengezotze« waren.

Eer Zeit ist auch Darmstadt besetzt worden.

. Bafel, 6. April.. In Pariser amtliche« Kreisen versucht, die durch die Besetzung von Frankfurt ffeitc Lage so »arzustelleu, als die von der deut- Regiermtg in ihrer letzten Note vorgebrachte« de «icht stichhaltig seien. So rückte beispielsweife We deutsche Marinebrigade vor, Bitte trgendwcl- Mderstaud zu finde«. Die Gesamtzahl der deut- Truppe«, die sich im schnelle« Vormarsch befin- _ ^««te in Kürze 50 006 Mau« überschreiten. Der ; M^tand, daß die Note der deutschen Regierung, die am abend in Paris überreicht wurde, an den Vor- abea der Friedenskonferenz gerichtet ist, wird so Egefaßt, daß die dentsche Regiern«« die Gesamtheit »er Alliierte« für die Frage der Besetzung »es Rnhr- aMeies interessieren will, «nd man verweist darauf, M die französische Regierung vou sich aus in dieser MAge allein keine Entscheidung treffen könne. Die Mrvssität in Paris hat sich in den letzten Tagen be- tWchtlich verschärft. Dem Borrücken «»» Frankfurt eiagen verschiedene Konferenzen des Miniiterprastden- tc* Millerand mit Marschall Foch voraus.

sich im schnelle« Vormarsch best: ze 50 006 Mau« überschreite«. D

^Frankfurt a. M., 6. April. (S. C.) Die in Frankfurt a. M. eingerückten französischen Truppen ge­hören Formationen an, die bisher im Taaraebiet stan- K«. Die Gewerkschaften Frankfurts haben eine Sitzung für Mittwoch abend anberanmt, in der z« der Frage ei- Md akgemei«en Generalstreiks als Protest gegen die- französische Besatzung Stellnng genommen werden soll.

ite* Frankfurt, 6. April. (S. C.) Zur Besetzung von .-Frankfurt am Main wird gemeldet, daß die Franzosen bereits am Ostermontag Verstärkungen, üesteheird aus : Kavallerie und Senegalnegern sowie aus Tankgeschwa- !jdM^ von Mainz, aus gegen Franksurt vorgeschoben

»-^Darmstadt, 6. April. (S. C.) Der Einmarsch »er französisch«« Truppen in Darmstadt hat heute nwr- 6« 4 Uhr stattgefunsen und ist in völliger Ruhe ab-? gelaufen. Die Franzosen besetzten den Bahnhof, die Post und die öffentlichen Gebäude. Znr Besetzungl Darmstadts sind nur farbige Truppen verwendet worden,

Mainz, 0. Slpril. (S. C.) Die franzöfische Rhei«flottille ist in der Nacht nach Hanau abgefahren. Die Besetzung Fraukfnrts ist ohne Zwischenfall vor sich Mgaugen, da infolge der frühen Morgenstunde die Be­völkerung nicht auf den Straßen war und den Einzug »er französischen Truppen nicht sah. Post-, Telegraphen- «Ud Telebhouverkehr wird vorderhand Ungestört auf-

Darmstadt, 6. April. Eine kleine französische Truppenabteilung hat heute früh 4 Uhr den Bahnhof Darmstadt besetzt. Der Staatsprästdent hat dagegen Ginkprnch erhoben. Regierung und Oberbitrgermeister erließen einen Aufruf, die Ruhe zu bewahren. Die ^anzoseu haben erklärt, sie würden die Behörde einst­weilen unbehindert arbeiten lassen.

te* Berlin, 6. April. (D. T. Z.) In Frankfurt sind 20 000 Franzosen einmarschiert und haben Eisenbahn, .Post und Polizei besetzt. Der Belagerungszustand ist erklärt worden. Patrouillen durchziehen die Stadt. Die Sicherheitswehr ist entwaffnet. Dagegen ditrfen die blauen Polizeibeamten ihre Tätigkeit weiter auSüben. Aus Wiesbaden wird gemeldet, daß die Verwaltung der «enbesetzten Städte unter dem Befehl der hohen Rhein- lalKkonMüssion und zu den ehemaligen Waffenstill- siandsbedingungen erfolgt.

Anch Offenbach «nd Hombnrg besetzt.

6. April. (Vts.) De«P. P. N." r«- stenbach «nb Homb«rg von den Fran-

^Berlin,«. April. (Bis.) DenP. P. N." z«- feine sind anch Offenbach und Homburg von den Fran­ken besetzt worden. I« der besetzten Zone ist der Belagernngszn stand erklärt, ein Zeitungsverbot ausge- lnrochn, die Briefzensnr «nd die Telegraphen- «vd Te- lephonsperre eingeführt worden. Die Behörde« ardei- *at ««ter französischer Kontrolle.

England beteiligt sich nicht.

* London, 6. April. lD. T. A) DerDaily Ex- yreß* erfährt, die englische Regierung werde sich wei- «enl, an der Besetzung Frankfurts und Darmstadts teil- »MiehMels.

Die OttminggaHion im lluhrrevier.

Der Einmarsch der Reichswehrtruppen in das Ruhrgebiet hat eine gewisse Klärung der verworrenen Lage gebracht. Schneller, als man zunächst erwarten durfte, ist der Vormarsch vonstatten gegangen, und auch »er befürchtete Generalstreik ist, soweit aus den vorlie- Sudcn Nachrichten ersichtlich, bisher nicht ausgebrochen. te Regierung hat lange gezögert, ehe sie die Truppen in Bewegung setzte, und dies auch nur erst dann, als nicht nur vom Bürgertum, sondern von allen politischen Parteien einschließlich der Unabhängigen M5 Ein rücken der Truppen gefordert wurde. Der Vormarsch geht in Lwet 9tid)iuuacn vor sich, von Norden, nw noch am Sonnabend Duisburg genommen wurde, und von Dsten, wo bereits Dortmund besetzt ist und die Trup-

»lM^, schnellstens auf., Essen vorzustotzen hoffen. Neu- ^.nWMerten Widerstand scheinen die vorrückenden Re- ^SMmastrüpvrn bisher nicht gefunden zu haben. Die fMMckfmrrndkn Teile der Roten Armee, die sich in plündernde« Bünden ausgelW hat, konzentrieren sich auf Essen. Wahrscheinlich versuchen sie, in den Hamborner Wetterwickkel, die spartakisiesche Hochburg, zu gelangen, ehe sie die Waffen strecken werden.

Wenn die schnelle Säuberung des Industriegebiets von der Anarchie auf dem Terror von der Bevölkerung einerseits als eine befreiende und erlösende Tat emp­funden werden wird, so ist die Aktion tm Ruhrgebiet andererseits leider mit außenpolitischen Schwierigkeiten verbunden. Der französische Ministerpräsident hat die Rücknahme der Reichswehrtruppen aus der neutralen Zone gefordert, weil sie die Stärke der im Friedensver- trage vorgesehenen Kontingente überschritten hätten und der Einmarsch der Truppen eine Verletzung der Be- stiumsungen des Artikels 44 des Versailler Vertrages bedeute. Die Franzosen haben deshalb Frankfurt, Darmstadt und Hanau besetzt. Die Reichsregierung tritt diesem französischen Vorgehen entqegen, moem sie nach- weist, daß die in das Rrchrgebiet vorrückenden Truppen nicht einmal die Stärke des im Friedensvertrag vorgese­henen Kontingents für die neutrale Zone erreicht hätten. Die Haltung der frairzösifchcnRegierung war seit Beginn der Unruhen im Ruhrrevier unklar, und es ist nicht ver- wunderlW, wenn Frankreich die Zwangslage, in der sich die deutsche Regierung befindet, weil sie vor der Al- ternative steht: entweder Niederwerfung ves Terrors im Ruhrrevier oder Vernichtung und Bolschewisterung ganz Deutschlands, ausnutzt, um seine Bestrebungen, Deutschland zu schädigen, wo es kann, und fern Emoor- kommen auf ewige Zeiten zu verhindern, durchzufübren. Daß Europas Schicksal von dem Deutschlands abbängt, will es nicht anerkennen, weil es dadurch zuaesteyeu müßte. daß darin die Grundlagen für Frankreichs Schwäche und Deutschlands Stärke liegen. wk.

te* Münster, 6. April. (S. C.) Aus dem Ruhrre- vier werde« «eue Konflikte gemeldet. Im Bochum er Bezirk machten die Bollzugsräts 6er Reichswehr Schwierigkeiten in der Durchführung der Waffenab- gave. Im Landkreis Esien hat der Bollzugsrat mit dem Rücktritt vom Münstersche« Abkomme« gedroht, falls die abzulieferube« Waffe« nicht un Besitz der Bollzugsräte und Arbeiterräte verbliebe«.

Schnelles Bsrdriuge« der Reichswehrtruppen.

** Münster, 6. April. (T. U.) Nach der: hier einge­gangenen Nachrichten haben die Reichswehrtrnvpe» des Generals Kabisch Mülheim ohne ernsten Widerstand besetzt. Die Linie wird also laufen DnisSnrg-Mnlheim- Oberhansen-Äottrop (Kanalf Hiurickbnrg-Meugede- Holzhanseu-AlteA-Herue-Ashelm-Holzwegede n«S nach Schwerte, letzteres ausschließlich. Jnzwische« eingelan- sene Nachrichten besagen, daß anch Dortmund von den Reichswehrtruppen besetzt wurde. Der Koutmunisten- führer und Vorsitzende des radikalen Dortmunder Boll- zugsrates, Weinberg, ist geflohen.

Die Stärke der Reichswehrtruppen.

te* Münster, 6. April. tS. C.) Das Reichswehr- kommaudo berechnet die Stärke der gegen das Ruhrre- vier operierenden Reichswehrtruppen uns 32 000 Mann. Sofern die Operationen planmäßig fortschreiten, wird Sonnabend dieser Woche die Besetzung des ganzen Rnhrgcbietes eine vollständige sein.

Plünderungen anf dem Lande.

te* Münster, 6. April. (T. 11.) Aus dem Landgebiet werden schwere Plttnbernnae« gemeldet. Es wird, er­wartet, daß Essen und Kastrop im Lanfe des heutige« Tages besetzt werden. Der Bahnhof Wickede ist von roten Banden gestürmt worden, ebenso die ZechenAd- miral* undGlückaus".

Die Befreiung des Judustriegebiets.

»* Köln, 6. April. (T. R.) Stach,den jetzt vorlie­genden Nachrichten schreitet die Befreiung des 3«>«= striegcbietes langsai« fort. In dem südlichen Gebiet ist die Reichswehr vollständig Herr der Lage. In dem Düs­seldorfer Revier erwarter man bestimmt, daß,hcute tue Arbeit allgemein wieder aufgeuomme« wird. Der Fernsprechverkehr im rheinisch-westfälischen Industrie­gebiet ist zum größten Teil gesperrt, vcsonders mt Dortmund, Essen und Duisburg ist keine Verbindung Eine Erhöhung der deutsche« Tritppenmacht abgelehut.

** Genf, 6. April. Havas meldet, daß in der Sitzung des militärischen Beirates unter dem Besitz l^s Mar- schalls Foch ein Slntraa Dentschlands, seine Truppen anf 400 OOO Man« erhöhen zu dürfen, um den inneren Frieden zu sichenr, abgelebnt worden sei

Itt den befreiten Gebietstellen.

** Düsseldorf, 6. April. (T. II ) Die Lage. im Nllhrrevier bat sich während der Osterfeiertage eimger- maßen geklärt. Duisburg ist nach dem Emmarsch der Reichswehrtruppen ruhig. Die Roie Aruree, soweit sie noch nicht aufgelöst ist, soll sich bei Esien konzentriere«. Du Düsseldorf sind die Verhältnisse normal, namentlich in Anbetracht dessen, daß zahlreiche Flüchflinge der Ro­ten Armee die Stadt passiert haben. »ie sind in Trupps von 800 bis 900 Mann hier entwaffnet und abgeschoben worden. Die Funktionäre der sozialistischen Parteien und der Gewerkschaften haben am Sonntag Verhand­lungen abgehalten und beschlossen, von eurem General­streik abzusehe». Man hofft, daß innerhalb.von drei Tagen auch im übrigen Bezirk die Ordnung wieder Her­

Tage« auch ___________

gestellt sein wird. _. . m

Am Sonnabend hat eine Bande von der Roten Ar­mee die hiesige Infanteriekaserne besucht, ite vollständig ansgeplündert und die geraubten Gegenstände, wie Strümpfe. » ukw» auf der Straße an Svottvreiken

verkauft. Die Sicherheitswehr schritt bald ein Kai nahm den Burschen die geraubten Gegensükude ab u*6 verhaftete die ganze Bande.

* * Berlin, 6. April. Die polizeiliche Aufrämuunas- aktion der Reichswehrtruppen im Ruhrgebiet hat wäh­rend der Ostertage gute Fortschritte gemacht. Man hoffc, Essen auf mittag zu erreichen. In Bottrop haben die entrückenden Truppen schwere Kämpfe durchgemacht. Sie verloren 20 Tote. Hamborn, Duisburg, Strekrade und Oberhausen, Mülheim und Dortmund wurden besetzt. Der Widerstand der Roten Armee wurde durch Einsatz von Arfillerte und Kraftwagen gebrochen. Nunmehr ist

I das nördliche Land des eigeutlichen Industriegebietes, besetzt. In Asseln befinden sich noch bolschewistische Patrouillen. Der Vormarsch der Reichswehr geht nur Elberfeld und Hagen herum. Diese Städte werden von der Reichswehr nicht besetzt. Es herrscht RMe. Die Entwarnung der Bevölkerung ist tm vollen Gange. Bis die letzten Reste des bolschewistischen Terrors beseitist sind, wird nach milttärischer Ansicht noch eine Woche ver­gehen.

Spartakistischer Terror i» Remscheid.

* * Köln, 5. April. (T. 1t) Aus Remscheid wird gemeldet: Nachdem am Donnerstag abend die Remschei- der Arbeiterschaft den Abbruch des Goueralstreiks be­schloßen hatte, alarmiert« eine Rotte bewaffneter Spar, !^.'-ste«, oenen der Beschluß nicht zusagte, durch Gewehr- fchüsie dre Arbectersicherheitswehr, um sie für ihre Zwecke zu mißbrauchen. Dies gelang aber den Spartakisten mchU Sie vollführt-u dann mit mehreren Gewehren eine MMdenlange wüste Schießerei und drangen in die Kirche ein. Dort läuteten sie mit alle« Glocken Starrn. Gegen Mitternacht gelang es, dem gefährlichen Unfug, durch den die Bürgerschaft in die größte Erregung ge­setzt worden war, ein Ende zu machen.

Esien, der Herd der Unruhen.

* * Wesel, 6. April. In sämtlichen Orten arbeiten dre Truppen zusamnren mit den Gewerkschaftsführern, um geordnete Zustände zu schaffen. Der einzige Her­der Unruhe ist Epen. Vou hier aus erfolgte am Sonn­tag abend ein Angriff auf Oberhausen, 3er jedoch abge- wiesen wurde. Der Zentralrat von Eisen, Dr. Storm, ist nach Barmen geflüchtet. Er hatte keine Gewalt webr über dre Roten TrWveu. Am zioeueu Ferertag fanden Plunderunken,« ben Hauptverkehrsstraßen statt.

Die Front bei Duisburg.

. . ** ®eicl. 6. April. An der Front bei Duisburg sind dre Ostertage ruhig verlaufen. Tre zurückfluten- den Roten Truppen sollen nördlich der Stadt Wider­stand leisten. Sie rechnen auf die Mitwirkung der Düs­seldorfer Volkswehr. Die Entwaffnung der Anfständi- fche» schreitet fort. Nach Aussagen eines festaenomme- nelk Vollzugsrates in Hamborn waren russische Offi­ziere vor und hinter der Front tätig.

Schwere Kämpfe südlich Wesel.

* * Münster, 5. April. (T. II.) Ueber die militä­rische Lage veröffentlicht das Wehrkreiskommando Münster einen Bericht, in dem es heißt: Südlich von Wesel leistete der Gegner noch bei Walsum am Sonn­abend nachmittag erbitterte« Widerftaud, der durch Är- tilleriefeuer gebrochen werden konnte. Die Verluste des Gegriers betrugen 200 Tote. Den Regierungstruppen fielen erhebliche Munittonsvorräte in die Hürrde, ein schweres Geschütz und eine Anzahl Maschinengewehre.

Die Polizeiaktion".

Aus Berlin wird unterm 5. April amtlich gemeldet: Dre Volizeiaktrou im Ruhrgebiet nimmt einen plaumä, fnsen Verlauf. Um Städte mrd Orffchallex und im be- fnnöeren öte friedliche Bevölkerung zu schonen, enthalten sich die Truppen aller nicht unbedingt erforderlichen Kampthanölungen, was an die Leistungsfähigkeit und den Opfersinn der Truppen,, unter denen sich mehrere mddeutiche srormationeu befinden, eine ganz Besondere Amgabe stellt. Zur Zeit steht die Reiü^wehr nördlich von Bottrop, das noch nicht besetzt ist. Westlich von Tori mund, in das die ersten Abteilungen soeben einge- drmigen sind, gehen die Truppen in der Linie Lunen- Kamen gegen erheblich stärkere Abteilungen der Roten Banden vor. Auch im Landkreise H.röe schreitet die Reinigungsaktion vorwärts. In Dortmund selbst lm= den erhebliche Plünderungen stastaefnuden. In Eisen nehmen die Plünderungen ihren Fortgang. Von dem Postdirektor wurden 120 000 Mark erpreßt. Die Ko«- sumanstalt von Krupp ist gestern abend beraubt wor­den. Auch die ländliche Bevölkerung zwischen Esien, Velbert und Mulde im leidet erheblich unter Plünderun­gen. Sehr ernst ist auch immer noch die Lage in der Stadt Mülheisr, wenn sich auch das Gros der 9tweit Banden, das bisher dort gelegen hat, zu verlausen be­ginnt. Der Abgeordnete Hu^ hat ausdrücklich erklärt, daß eine Beruhigung von Essen rrud Mülheim ohne Einsetzung des Militärs undurchführbar sei. Es ist zu erwarten, daß am Dienstag oder Mittwoch Esten ent­setzt werden kann. Der Zentralrat soll aus Este« gefio- Hen sein, angeblich hat er sich nach Barmen deoeren. Hier wie überhaupt im bergtscherr Lande, so in Süffel» dort herrschen im großen und ganzen Ruhe unb Ordnung.

Weiter wird aus Berlin gemeldet: Anstatt üe.» für die Durchführung des Bielefelder Adlonunens einzu- fcoen, sucht die sogen. Kampfieimng der Roten Trup- £t deren Widerstand noch zu steigern, indem sie be« lptet, daß die Reichswehr durch Sperrfeuer hinter den Roten Linien deren Auflösung verbrüdere, und daß Ab- teilungeu der Reichsrvebr selbständig vorgebeit. Sem» geaenüber wird auf das nacddrttckliKste feftyefieut daß alle militärischen Operationm nur im ^htvcruedmeu