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ri«qeM Tageblatt

Nr. 78

Liensta>, den 6. April

1920

Aufrührr nicht mehr in der Gewalt der Führer.

WelmMsch in das Suhrrevier. ^ ^

at Bett Waffen streifen, «w Beil Reaktion Bett letzte» ~ Aaa zu versetzen? Die Abgabe der Waffen könne nach

>laa M versetzen? Die Abgabe der Waffi

e* Berlin, 8. April. (T. U.) Der Reichskanzler ann Müller äußerte sich gestern vor Vertretern der esse über die Lgge im Ruhrgebiet wie folgt: Wir dür­fen uns nicht verhehlen, daß jetzt die Lage dort außer­ordentlich ernst geworden ist. Es ist so gekommen, tast Persönlichkeiten, mit denen man die Abkommen abge- Mlossen hat, inzwischen die Gewalt über die Masten ver­loren haben. Nur in Teilen des bergisch-märkischen Distrikts ist die Lage durch ein Einvernchmen mit den radikalen Elementen ruhig. Dagegen ist die Situation in Mülheim, Duisburg, Sterkrade und anderen Orten außerordentlich bedenklich. Trotzdem hat die Reichsre­gierung die größte Reserve beobachtet, weil die meisten beunruhigenden Nachrichten bisher fast ausschließlich von bürgerlicher Seite und aus den Reihen der christlichen Arbeiterschaft kamen. Heute morgen sind nun aber auch die Vertreter der Mehrheitssozialdemokraten in der Reichskanzlei gewesen nnd habe» alles bestätigt und da­bei u. a. aufs schärfste betont, daß der Generalstreik in Essen gegen ihren Willen gemacht worden sei. Nur

t, daß die roletariat

lefelder Abkommen so geregelt wer«

tten Waffen für das revolutionäre ____________ sofort greifbar bleiben. Die Entschließungen wurden, obwohl eine Anzahl Redner zunächst dagegen gesprochen hatte, einstimmig angenommen.

durch Gewalt sei er erzwungen worden. Infolge die­ses Terrors hätten dann auch die Kaufleute, Haudwer- ker usw. ihre Betriebe geschlossen. Auch die Mehrheits- fozialdemokraten erklärten, daß eine Heilung von innen heraus nicht möglich fei und daß sie das Einrücken der Reichswehr als eine Erlösung betrachte» würden. Nach einer der Regierung gewordenen Mitteilung wird eine Waffenabgabe der Roten Armee kaum erfolgen. Auch

Wa

chskommissar Severing sieht die Lage als sehr be- .......ngenö an. In Mülheim hat die Rote Armee die gesamte Bevölkerung aufgefordert, nunmehr auch ihrer­seits zn den Waffen zu greifen. In Duisburg wird ge­plündert. In Hamborn wurde die städtische Kasse a»sz geraubt. Dort haben alle Parteien einschließlich der .Unabhängigen das Einrücker! der Reichswehr gefordert. ReLlinghansen ist bereits von Truppen besetzt worden, «Dort hat man sofort eine Vereinbarung mit den Par­teien getroffen, daß nunmehr eine Einwohnerwehr ge- ibildet werden soll. Anfangs war die Kohlenproduktion während der Aufruhrperiode nur sehr wenig beeinträch­tigt. Jetzt liegt sie völlig darnieder.

Es ist immerhin möglich, daß sich die Lage noch in den nächsten Stunden entspannt, aber die Hoffnung da- mu «,^ng. - Infolgedessen wird man damit

der

rechnen müssen, daß innerhalb 48 Stunden die Trup­pen eingreifen, um wieder Ruhe und Ordnung zu schaf­fen. Es muß indessen hervorgehoben werden, daß es sich lediglich um eine polizeiliche Aktion, nicht aber etwa um einen militärischen Feldzug handelt, der einen Bür- aerkrieg entfesseln soll. Nicht gegen Arbeit, sondern le­diglich gegen den Janhangel soll eingeschritten werden. Mit der Entente wird ununterbrochen verhandelt, da die Reichsregierung den Standpunkt vertritt, daß in dem militärisch neutralen Gebiete, das von Baden bis herauf nach Westfalen reicht, die dort zugelassenen 20 Batail­lone nicht ausreichen.

Russische Hand im Spiele?

Das Londoner Exchange-Telegraphenbureau meldet aus Paris: Im Ruhrgebiet wurden Dokumente in rus­sischer Sprache aufgefunden, aus denen hervorgeht, daß der eines allgemeinen KoMMUNistenaufstandes in ganz Deutschland von langer Hand vorbereitet und bereits bis in alle Einzelheiten ausgearbeitet worden war. Der Aufstand sollte gleichzeitig in ganz Deutschland ausbre- chen, sobald Frankfurt am Main und Stuttgart von den Kommunisten genommen wäre.

Anerkennung des Bielefelder Abkommens.

Die^Beschlüsse der Vollversammlung der Vollzugs- räie im rheinisch-westfälischen Industriebezirk, die ein­stimmig die Bieleselder Vereinbarungen anerkannt hatte, ließen eine Klärung der Lage im Ruhrrevier er­warten. Durch das Entgleiten der Massen aus den Händen ihrer Führer sind aber nach Erklärungen des Reichskanzlers Müller die Beschlüsse illusorisch gewor­den. Ueber die Vollversammlung der BollzugSräte m Essen liegt folgende Drahtmeldung vor:

t* Essen, 2. April. (T. U.) Die Vollversammlung der Vollzugsräte im rheinisch-westfälischen Industriebe- zirk beschloß gestern abend auf Grund der Verhandlun­gen in Münster die Anerkennung und sofortige A«S- ffitzrnna der Bielefelder Vereinbarungen. Die Leitung der Roten Armee hat erklärt, daß sie sich diesem Be- fchlnsse unterwerfe und für sofortige Durchführung sor­gen werde. Weiter wurde der Abbruch des General­streiks beschlossen, wobei erklärt wurde, die Arbeiter­schaft würde sofort wieder zum Kampf aufgerufen, wenn die Regierung nicht die von ihr übernommenen Ver­pflichtungen erfülle, insbesondere, wenn eS üw nicht ge­linge, der Truppenbewegung gegen das IndustUegebiet W^ivbalt Alt tun In einer weiteren Entschließung des MentralrateS wird ausgcfübrt, öas Bielefelder ^lbkom- «ti,M rArfpß.« m? Auflösung der politischen Räte nicht in 3 DieTeNcn die sich während des Kampfes gebildet haben, hören auf zu bestehen, aber alle poMichen Rate hpnehmt *s('Her Ebenso soll der ZeuirRrat ausgelant werden. Den Ärbeiterrüten sollen ohne Unterschied Partei auch Beamte angehören. Die BollzugSräte, waü- lcn den Bentralrat. Der Slutrag des ^etttralrates gebt nun dahin: Der Zentralrat für daS Iridnstriegebict st zu saunn enzu setzen aus 18 Vertretern der Vollzugsrate, ic einen Vertreter der drei politifchen Parteien der Ar- hciter, des Aktionskomitees, der freien Gewerkschaften, der Skrbetterorganisatimien, der genwswnschaMichcn Or- Blionen nnd der Eisenbahner des Indmtricgebie s.

ante der Verhandlungen wurde venr den verschie- Nedueru Heimu. man müsse vielleicht bald wieder

Rückzug der Roten Armee.

^ Münster, 3. April. tS. C.) Nach einer Mrtief- knvg des Wehrkreiskommandos 6 hat die Reichswehr- gruppe Wesel am Freitag die Linie Walsnm-Holsen- Königshardt erreicht. Sie hat zahlreiche Beute gemacht. Dinslaken hat durch Plünderung, die vom Roten Boll- zugsrat planmäßig durchgeführt wurde, sehr gelitten. Zahlreiche Einwohner stud getötet oder als Geiseln fort- geschleppt worden. Auf Diuslaken lag am Freitag mit­tag das Artilleriefeuer der Roten Armee. Die Gruppe Lippe ist aus Reckliughauseu hinaus vorgestotze« und hat von Reckliughauseu einen Panzerzug auf Westerholt vorgetrieben, Plündernde Bauden durchziehen das Land.

* Münster, 8. April. (S. C.) In Münster wurde am Freitag abend die Lage im Ruhrgemel als keines­wegs geklärt angesehen. Die optimistische Auffassung der Berliner Regierungskreise und auch oeZ ZiEkom- missars Severing wird nicht geteilt. Die Unabhängigen verlassen zwar die Rote Armee, die aber immer noch Zuzug von radikalen Elementen erhält, so in Oberhau- sen und Duisburg. Die aus Westfalen in das rhei­nische Industriegebiet zurückgehende Rote Armee hat fast alle Geschütze mitgenommen, was auf die Absicht weiteren Widerstandes schließen läßt.

Die Lage »och ungeklärt.

* * Essen, 3. April. (B. Z.) Die Lage im Jndustrie- BeBiet hat sich trotz der Vereinbarungen in Münster noch nicht geklärt. Bei Abbruch des Kampfes ist es viel­mehr zu neuen Konflikte» gekommen. Der Essener Zentralrat teilt arüber mit, daß die Reichswehrrrnppen entgegen den Vereinbarungen den zurückgehenden 3io- teu Truppen folgen und ihren Vormarsch fortsetzen. Darauf fei es zu blutigen Zusammenstötzeu gekommen. Der Zentralrat hält an seinem Bechlutz des Abbruchs des Kampfes und des Gmkeralstreiks fest. Er hat aber eine Abordnung nach Berlin gesandt, die sich mit der ZeNtraSeitnng der drei fsMMffchert tuteten uns de» Gewerkschaften in Verbtud»ug setzen soll, um die Ge­werkschaften zu veranlasse»., den Generalstreik im gan­zen Reiche zu proklamieren, da die Regierung die Ver- einbarnugen von Bielefeld und Münster nicht erfüllt habe. In den Bielefelder Abmachungen steht allerdings, daß der Einmarsch der Reichswehrtruppen in das Ju- dnstrieqebict zu unterbleiben habe. In Münster bat aber der Regisrnngsvertreter den Vorbehalt gemacht, -atz gewisse Orte, wiwe Dmsbnrg und MAHeiur, wo be­sonders unhaltbare Zustaude herrschen und Plünderun­gen Vorkommen, ansgenomme» sein sollten. Anschei­nend ist hierüber in Münster nichts Bestimmtes vorge- kegt worden. Diese Unklarheit führte zu verschiedeuc» Ausleguugeu der Abmachnugeu und ist die Ursache der »cneu Konflikte.

Französische Pressestimmev zur Lage im Ruhrgebiet.

w Paris, 3. April. Die Haltung der französischen Presse zu dem Ersuchen der deutschen Regierung, die Truppen im Ruhrrevier zu verstärken, ist verschieden. DasJournal des Debüts" tritt ziemlich unverhüllt für die Besetzung weiterer deutscher Gebiete ein und sucht zu beweisen, daß diese Besetzung den Deutschen selbst er- wünicht sein müßte, falls sie nicht inkstande seien, in den fraglichen Gebieten selbst die Ordnung aufrecht zu er- haliew Die französische Regierung hat Vorsicht und Mäßigung gegenüber Deutschland schon bis zuvl äußer­sten geübt, edier man dürfe die Mäßigung nicht so fort­setzen, um die deutschen MMtaristen das verlorene Ge­biet ivieder erobern zn lassen. Desmrlb sollten die Al­liierten gemeinsam erklären, daß alle diese Vertrags­verletzungen ausgeglichen rocrden müßten durch eine Besetzung gewisser Punkte Deutschlands durch die -A- liierten Gruppen. DerTermw ' erklärt deurgegennber, daß es im Interesse Frankreichs liege, wenn der Kon­flikt im Ruhrgebiet friedlich beigelegt werde, obwohl die deutsche Regierung sich durch ihren Geschirrstrager Mayer bereit erklärt habe, die französische Bedingung auf Besetzung weiterer deutscher Gebiete anzunLhmeti, falls sie nach Ablauf von drei oder sechs Wochen nrcht in der Lage sei, die Truppen aus dem Rrchrgebiet zuruck- zuziehen.

Die Lebe»smittelversorgv»g des Rnvrreviers.

^ Münster, 2. April. (T. U.) Für die Versorgung des zur Zeit von den Kommunisten besetzten roernnch- westfälischeu Industriegebietes mit Lebensmittel« sind unisangreiche Maßnahmen getroffen worden. Die Lie­ferung wirt> erfolgen, wenn die von der Reichsreglerung gestellten Bedingungen der Waffenabwabe, Auflösnng der Roten Front und Wiedereinsetzuna oer gefetzmäm- gen Behörden erfüllt sind. Gegenwärtig weilen P>ertre- ter der holländischen Lebensmittelfirmen und Vertreter der Reichsregierung in Münster, um die Verhandlungen mit den in Betracht konmrenden Behörden abzuschließen. An der dentsch-bolläubischen Grenze fteye» große Men­gen Lebensmittel zum sofortigen Abtransport bereit.

Neue Kämpfe an der Weseler Front.

* * Düsseldorf, 3. April. Die Lage an der Front von Wesel ist gestern nachmittag kritisch geworden. Die Re- giernriitstrupven hatten Sperrfeuer gelegt, wMB die Rote Arinee nicht zursttckgehen konnte. Um 6 Uhr traf die Nachricht ein, daß das Feuer auf einige ^tunderr eingestellt rvcrdcu soll. Inzwischen fuhren von beiden Seiten Parlamentarier an die Front, um im Sinne des

Bielefelder Abkommens den Abbruch des Kampfes her- beizuführen. In Düsseldorf ist wieder alles ruhig. Tick Stern vormittag von bewaffneten Roten Truppen

brochenen Siertzandlungen der Funktionäre der sozuö^ listifchen Partsten, sämtlicher Gewerkschaften und Le8 Betriebsräte sind gestern abend unter dem Schutze eines' großen Ausgebotes der Düsseldorfer Sichertzettspolize^ wieder ausgenommen worden. Die Versammlung be-^ schloß einMmmig, sich auf den Boden der Abmachuntzew von Münster zu stellen. Eine Abordnung aus Düssel-- borf wird sich an die Kampffront der Roten Armee bS< geben, um die Truppen über die getroffenen Vereinba­rungen zu unterrichten und zur Abgabe der Warfen ant* zufordern. In Duisburg ist die Lage sehr verworren.

Drohung des Chemvitzer Rote» Bollzugsrates.

t* Leipzig, 3. April. (S. C.) Der Chemnitzer Rote Vollzugsrat hat beschlossen, daß in dem Augenbluk, wo die sächsische Regierung Reichswehrtruppen nach Eheur- nitz schicken sollte, man im Vogtlande dazu schreiten werde, den Generalstreik und den bewaffueren^lufüauh gegen die Regierung zu proklamleren. ^mtllcha, Luxus- und Knaftautos wurden durch den Arberterrar beschlagnahmt.

Die Haltttng Frankreichs.

»^. Paris, 2. April. (T. 11) Der deutsche Gr'Mfts- träger Dr. Mayer wurde gestern morgen von dem ftan- zösischen Ministerpräsidenten Millerand empfangen. Er überreichte neue Informationen über dw Lage im Ruhrgebiet. Herr Millerand antwortete, da« er sich an seinem vorgestrigen Schreiben halten müsse. .

«Danach hält Millerand eine rmlitäriiche Besetzung des Ruhrreviers noch nicht für notwendig. Er hat x^- Mayer gegenüber die Anifassung vertreten, dan die Er uiüchtigunq, das Rnhrbecken [gemeint ist wohl die nen- trale Seite] durch deutsche Truppen zu benetzen, ?nrs Beeinträchtigung der Artikel 43 und 4^ des ^er Miller Vertrages darstellen würde und sich nur durch eine ge­bieterische Notwendigkeit rechtfertigen ließe.)

Vor der Entscheidung.

Die Vollzugsräte des rheftnsch-westfättschen In- dusMegeRets haben in ®üen einstimmig beichwMn, das Bieleselder Abkommen anzuerkennen, mrd auch d^^e^- wng der Roten M«^ ist

Danach hätte man erwarten, dürren, das die Lage iM Rubrrevier sich nun konsolidieren würde und daß &4d wieder gesetzmäßige Zustände herrschen.würden. , In Wirklichkeft scheinen aber die Esiener Beschluiie aui d,e Entwickelung im Ruhrgebiet ohne enticherdenden ^n.- fluß zu fein, weil die Vollzugsräte und die Leiter der Aulstanösbewegnug die Macht über die Magen verloren haben. Banden durchziehen plündernd und rmlbeittr das Ruhrgebiet und setzen die Bevölkerung m ^rek- fen. Diese Banden sind mit der Haltung der Roten Kampftettuna nicht einverstanden, wett ne ihnen nicht radikal genug ist. Die Httferufe der Bevölkerung mea- ren sich immer mehr. Es handelt sich heute darmm, die­sem Bandenmuvescn Herr zu werden. Fw Bevölke­rung des Ruhrreviers und die dortigen Behörden sind dazu nicht imstande. Der Reichskanzler Hermann MA^, ler, der bisher noch recht optimi,lisch war, beurteilt nach Auslassungen gegenüber Vertretern der PE die ^t- Wickelung der Dinge im Ruhrgebiet nunmeHr recht ernst Nach seiner Auffassung wird es nicht andere uwglich fein, die Ruhe und Ordnung wieder herzmtel- len, als Srck den Einmarsch der Truppen. Die Not rm Ruhrgebiet ist so groß, daß nicht lange meist verhandelt uud abgeirartet werden kann, ob nicht doch noch ohne militärisches Eingreifen geordnete Zunande geghaffnk werden könnten. Die Hungersnot wird von Tag h», Tag größer, urrd es wird nicht mehr lange dauern, M die Vorräte gänzlich grifgebraucht stnd. Hermann Schil­ler weist besonders Baratts htm daß es sich bei einem Einmarsch der Truppennicht um eine militärische, son­dern lediglich um eine polizeiliche Llktwn handelt, die dem verbrecherischen Treiben der marodierenden Ban­den ein Ende bereiten soll. Da nach den Ausfühi-uugcn Müllers bis in die Freies der Unabhängigen hinein duS Treiben dieser Banden als eine ständige Beunruhigung und Drangsalierung der Bevölkerung empfunden und deshalb das Einrücken der Reichswehr gefordert wird, ist zu hoffen, daß irgendwelche Reibereien Mischen d-'L Bevölkerung und der Reichswehr nicht entstehen und die Säuberung des Ruhrreviers nicht unnötig ruck Schwierigkeiten verbunden wird. -

Thürrngen.

^r Die Vorgänge in tt»S bei SöNMerSa.

** Gaffel, 3. April. Die ReichswehrLriaads 11 mel­det: Nach den bisherigen Feststellungen über die Vor­gänge in und bei Sönrmerda am 24. März sind stand­rechtliche ErsÄietzungc« vorgekommen. 12 AumU'ror fielen im Stampfe mit der Waffe in der Hand, wob^. her- vorzubeben ist, daß eine ausreichende Anmürung des Bevölkerung* dem militärischen Eingreifen vorcrnmrgau- aen ist. Zwei Festgenoomrene wurden bet einem Fluche» verfud) erschossen. Das Ergebnis der sofort etna- este- ten und im Gange beiindlichen aerichMchen Wuemu» chung mu6 abgewartet werden. Bemerkeusw«^ nt daß eine Anzahl der festgenommenen Annw die

Truppen vor der W«t nnd den tätlichen Angritten dcr Bevölkerung gefLützt werden mußte. Ein Mtg^ed der Truppe wurde hierbei schwer verletzt.

Ein englisch'türkisches GeheimabkomMen.

Nachdem eine england-feindliche tzMttGfchs Zei» iuna eine Meldung von einem Mglifch-inrAfche« »« Heimvertrag veröffentlicht hat, berichtet mm auch der