3 I
j EMeiit,«»« Voche»tag «ch«, / Ve-rgsprA» • - für yerslÄd sswce d»rch die Post be-o-en »Leckst. -
- föhri, MK. 3.— «Hue Trßgeiiohn u. pistbefleilgLid, :
Nr. 45
IjOfdÖÄ MMUM | ääx: |
D«mk:e.f»ksSrchöruckerel,f.t.SWMtsngvertrat».frlmzfM.hersfeiS.
Mittwoch den 25 Februar 1920
Eine neue Aale der Entente.
! Borlegung der deutsche« Urteile binnen 3 Mostaie«.
** Rotterdam, 24. Februar., (S. C.) Eine Sepesche meldet aus Paris: Die neue Note 4« land, die die Vorlegung der Urteilssprüche bet
uter--
Lach Berlin ab gehen.
«aten verlangt, liegt dürfte nä^fie Woche
Vernehmung der Belastungszeugen.
** Ge«f, 24. Februar. C.) Die „Times" melden: Die erste Sitzung der Kommission für die Aburteilung der Deutschen, die Unter Camöons Vorsitz am Freitag stattfand, hat einen Verzicht auf Deutsche, die auf der Auslteferungsliste stehen, abgeleynt. ES wurde den einzelnen Staatsregierungen überlasten, eine Revision der Listen vorzunehmen. Die Kommission beschloß, die kommissarische Vernehmung der Bslaituugszerrge« unverzüglich einzuleiten. Gegen die persönliche Vernehmung der Zeugen durch die deutschen Gertchtsbehör- ben sprachen sich Frankreich und Belgien aus.
Die Prüfnngskommissio« für die Anslieferungsliste«.
Genf, 24. Februar. lS. C.) Die Pariser Kommission, die sich mit der Nachprüfung der Auslieferungs- ttste beschäftigt, hat ihre Sitzungen, unterbrochen, da Lord Birkenhead nach London gereist ist, um neue Borschläge entgegenzunehmen.
Fordernng von Wirtschaftsmatznahmen gegen Holland.
** Rotterdam, 24. Februar. (S. C.) Wie „Daily Mail" erfährt, fordern große englische Handelshäuser IN Rundschreiben ihre Kundschaft auf, die Handetsbe- ziehunge« mit den Niederlanden so lange ruben zu lassen, als HollaW nicht ztkr Sicherung des Frrederrs Europas Maßnahmen für die Juteruierung und Unschäd- richmachung des deutschen Kaisers getroffen habe.
*
Dentschland soll den letzten Centime bezahle«.
** Parts, 24. Febrnar. lS. C.f Stach einem Havas- bericht sagte Pvincaree bei Uebernahme des Vorsitzes der WieöergutNtachuNgskommission. er werde feine rüste dafür einsetzen, daß der letzt^ileni <* vor »es .^^.^ - - —- wenn die Avtra-
Fayryunderts umfassen sollte.
der Adriafrage nach?
so
Maßnahme Protest erheben. Aber der Pariser Gescnrüte in London hat die Regierung benachrichtigt, datz England einen Druck auf Frankreich ausüben kann, weil es in der Lage ist, Sie monatliche Lieferung von 700 000 Tonnen Kohlen aufzuheben, ferner kann es in der gan- g Welt die Lieferung von Kohlen an französische iffe verweigern und die Erlaubnis, die es englischen issen für die monatliche Lieferung von 500 000 '
50
GegensStze zMschen FrÄKkrelch und Englands
** Paris, 24. Februar. Der „Matin" berichtet Wer die Verhandlunaen bei der Anwesenheit Milleraubs in
wirtschaft.
in
______.... ____________titele Lieferung von 500 000 Tonnen Lebensmittel an Frankreich erteilt hat, zurückziehen. Schließlich kann England die Lieferung der in
»* Basel, 24. Februar. (T. U.) Aus Paris wird gemeldet, Las „Journal" und die „Tribüne" machen Mitteilung Wer den Wortlaut der angeblich schon vor- e Alliierten in der Wilson nach wie vor
liegenden Antwort Wilsons an l Adriafrage. Danach widersetzt sich_________ _____ .
Her Anwendung des Londoner Vertrages von 1915, lasse ledoch eine Tür zur Verständign«« offen. Wilson könne nicht zugeben, datz der Gebietsstreife» von Voloscal unter die italienische Kontrolle falle.
Vor wichiise« EiiischeiSuoM in LonSo«.
Ueber die in Aussicht stehenden Verhandlungen Oen dem Verband und Rußland schreibt die „Bas- ationalzeitung", daß in diesen Tagen in London eine Entscheidung von nicht mehr z« überbietcuder Wichtigkeit fallen müsse, nämlich, ob der Verband in Verhandlungen mit SowsetrutzlanS cintrete oder nicht. Vor allem wirb Milleraud heftigsten Widerstand leisten. Er habe drei Stunden in einer Geheimsitzuna der französischen Kommission für auswärtige Auaeleaenbciterc Spießruten laufen müsse« wegen des Rückzuges des Verbandes vor Deutschland in der Anslieserurrgsfrage. Wenn Frankreich Lenin als Nachfolger des Zaren an- erkenne, dann sei die «ationaliftfsche und kapitalistische Partei bet Kammermehrheit ius Herz getroffen, ivas sie SAitterand niemals verzeihen würde. Frankreichs Politik gegenüber Rußland war Sie der Blockade und »er Eiukreifung durch ein Systevt ieiudttcher Rand- staaten. Diese Politik habe nunmehr kläglich Schiffbruch geltsten. England wolle mit Rußland nr Verhandlungen eintretett, weil es den Bolfchewisucns fürchte, Senn dieser sei der schlimmste Feind Eualauds. England wurde sich niemals mit den Bolscheusisten ver- ständigen, wenn nicht die Gefahr einer revolutionären Erhebung Asiens besttinde, wo Englands Schuld und vielleicht auch sein Verderben liege Durch Frankreichs Mitzbeyagen werde England seine Kreise niemals stören lassen.
Euglisch-russische FriedenSverhandlnngsn?
m- Rotterdam, 24. Februar (T, II.) Die „Mor- «ingvosi" schreibt Allen Ableugnungen zum Trotz halten wir unsern Bericht aufrecht, daß zwrsclwn England und der SowjetrczieWna in Kopenbase« Friedenöver- handlunge« emgeseitet würben sind. JuzwMen haben «e Bolscheivisten zugesag' daß sie demobiltscren wc^ Heu wen« der Berband ihnen die Unverletzltchkest der Grenze« Sowjetrntzlands garantiere.. Auch Nitti. der italienische Prernierminister, soll feine ZukstnmMg gegeben haben. Nur die französische Regierung sieht «Mb zurück. Aber die Deutschen, so versichert die ,.Mor- Ningposl", verhandeln «ant flott mit der Sowtetregie- rnng durch einen bolschewistischen Vertreter in Berlin, wenn es sich auch vorläufig nur um den Gcianaenen- gusiaistch handelt.
Die Friedenskonferenz in London.
-, Haag, 24. Februar. lT. U.) Die FAcdenskon- «rcHA bat am Montag in der Dorvning Street eiue Sitzung abgebaltcu. Shtwefenb waren Llüyd George, Cam- Hon, 'Berthelot und Nittt. Das offizielle KouwtlMtqnee, das über die Verhandlungen veröffentlicht wurde, besag! die Beratungen über den Frtedonsvertrag mit der gtixfei seien wieder aufgenomuren und schon bedeutend Befördert worden. ^ .
englischen Hafen für Frankreichs Rechnung im Bau befindlichen Sckiffe anhalten. Vom finanziellen Standpunkt aus sind die Folgen nicht minder ernst. Die Forderung, die 300 000 Tonnen zurückzugeben, ist Wer für Frankreich unannehmbar.
Die Friedensdebatte iu Amerika.
6* Washington, 24. Februar. Der Antrag des Senators Frank, auf Wiederherstellung des Friedenszu- stmröes in den Vereinigten Staaten enthält die Aufforderung an die Regierung, eine internattouale Konferenz einzWerufen. An dieser Konferenz sollen die Alliierten, die ehemaligen Feinde und die Neutralen teil- nehmen, um auf Grund der abgeschloffenen Verträge in der ganzen Welt den Borkriegszustand wieder her- zufftellem
Der Kamps um Wilso«.
$* Vasel, 24. Februar. Im amerikanischen Repräsentantenhaus werden fortwährend Vorschläge zur Frage der UnfähiakeiiserNärung des Präsidence« Wil- fon eingebracht. Der Korrespmident des „Weekly Dis- patsch" in Wasbinaton f »iW ejue solchs
Swiiuiiou yetwrgerüien habe wie die Enthüllung, daß seine Gattin, Frau Wilson, die PräfiSeuti« der Vereinigten Staaten ist. Ohne ihre Erlauvurs kann nie- nrand die Schwelle des Weißen Hauses betreten, wenn die Angelegenheit auch noch so wichtig sei.
Lord Cecil für Mildernnq der Wiedergutmachnngs- fordernngen.
w Genf, 24. Februar. (§. C.s „Echo de Paris" meldet aus London: Lord Cecil hat ^u« Agrtations- reise in das Land angetreten, in der er für eine Anpassung der WtedergutmachuugsbsdirrgAvgerl an die wirkliche Leistungsfähigkeit der frühere« Keinds sprechen will. Das Blatt 'fabelt die Handlungsweise Lord Ce- crls als wenig bundesfrenudlich für Frankreich, dessen Gebiete zu über ein FiiEel durch die Deutschen planmäßig zerstört und verwüstet worden seien.
Der ALSverÄsrr? Deuffchlarrds»
Die Radikalen gegen Verlängerung der Schichtdaner.
** Essen, 24. Februar. (S. C.) Bersammlunge« der radtkatc» Bergleute nahmen gegen die ZugestäuS- niffe der OrganisationSleiter in Sachen der Erhöhung der Schichtdatler Enstchlietzunaen an. Die radikale« Redner erklärten alle Zugeständnisse der OrganisationS- führer mit dem Reichskanzler für «ttll u«d nichtig, sofern nicht vorher die Bergarbeiter selbst befragt würdert Die Bergarbeiter wurden aufgeforöert, M ihrer bisher rigeu Resistenz gegen eine Verläugermrg -er Schickk- daner zu verharre«.
** Köln, 24. Februar. (T. U.) Bei der Aktiena^ fellschaft van der Zypen-Wissener Eisenhüste haben och setzt nach etwa einhalbjährigen Verhandlungen die Arbetter des Walzwerkes bereit erklärt, einer 48stündiger» Arbeitswoche Mzusttmmsm Der Entschluß bedeutet für das Walzwerk eiue Ersparnis an Kohle« von etwa 20 Prozent und für die Arbetter einen ungeschmälerte« Woche nverdienst von 48 Arbeitsstunden.
Die Ernährung-frage»
schastsminister erteilte auf die Aniraae der Abgeordneten Schultz-Bromberg, Dr. Heintze und Genossen wege« der Sicherstell«rm der Ernähr««« der Bevölkerung im kommeWen WtrtschattsiWr folgende Antwort: Dir Frage, in welcher § .mleuWWSiMkMWW
iaST^bte EMübr^rr» wer ?
..^ifuiiu
te erssr
«nnaeu werden mit «röglichster Beschleunigung dem Reichsrat und dem 6. Ausschus der Nationalversamm-
lung zur Beschlußfassung vor.
wird auch zu p schichten, deren
sung vorgelegt werden. Darauf sein, inwieweit den BevölkerungS-
°ommeusverhältniste den zu erwiro«
tenben höheren Preisen nicht folgen können. Sie Möglichkeit gesichert werden müsse, diese wirst'chaftltche Entwickelung zu überstehen.
** Köln, 24. Februar. tS. C.) In einer Besprechung der Vertreter der Beborden des Handels und der Industrie sowie der wirtschaftliche« Verbände mit dem Unterstaatssekretär Hirsch aus dem Reichswirtichasts- ministerium wies OderbürgermeMer Dr. Adenauer auf die bedauernswerte Tatsache hin. daß zahlreiche Ausländer in Köln Riesencinkäu's machten. Als einziges Bei-
Der Anschlag auf den Reichstag.
►* Berlin, 24. Februar. (S. C.i Das Verfahre« wegen der blutigen Vorgänge vor dem Reichstage, wöbet 42 Denlonstranien getötet und über 30 verletzt würben, ist vor dem Unrersuchungsrichter abgeschlossen worden. Es ist gegen acht in Haft befindliche Personen, meisten» Mitglieder der kommunistischen und unWhängigen Partei, die Anklageerhebung wegen Anfsordcrung zum Verbrechen nach Par. 105 des Reichsstrafgesetzbuches be- antragi.
der in Köln Riesencinkäu's machten. Als emzige spiel dafür teilte er mit, daß ein Lampen - schüft nem Tage für 100 (K0 Mark Lammn an Ausläu-er vcr-
kanft habe.
an ei-
Bolschswistrsche Offensive gegen Pelen.
>* F^rankfurt a. M, 24. Felm-ar. (V. A.) Aus Warschau wird gemeldet: Der seit langem von den Bolschewistcu vorberertstc Angriff ist nunmehr im Abschnitt von Pologna Wirklichkeit geworden. Den gan- - m Tag über eutspan» sich eine erbitterte Sc.u^f. Trotz " .der Bolschewisten
zen Tag über emwann u«) eure eron der zahlennrüßigen Ueberlegenheit wurden die Angriffe abgewiesen.
Drs Paekfer Neffe Dr. Renners.
^ Wien, 24. Februar. Aus Ansatz der morgen beginnenden eieichnunasfrist für die 4prvzeutige öster- reichilche Prämienanleihe erklärte der Staatssekretär der Finanzen Dr. Reis Pressevertreter,» gegenüber, datz bei seiner Pariser Reise u mt nur die Enorderniffe an LebeusmittÄv für die mn un Monate sondern auch Kredite für Rssistoffe zur Wiederaufnahme prodnktir»er Arbeit gesichert worden seien. Gegenüber dieser etwas optim •; 0 ifcxnt Darstellung Mit das , ZiKt-Uhr-Abend- biatt" daran fest, daß die Pariser Reise abermals ei« Wverfola gewesen sei. denn Dr Renner babe noch vor wenigen Tagen erklärt, die Regierung müsse zurücktre- tem weil sich die Hilfe der Entente als Unzureichend er- wetse Als einziger Ausweg,bliebe dann nur noch der Anschluß an Deutschland übrig. Die Franzosen Ritten diese Fwlacrurw «u ch erkannt, als Dr. Renner in 'Paris bei der W u sereutmachnngskommission vorsprach. Die Folgen des Parker Fiasko dürften sich schon in den nächsten Tagen fühlbar machen.
Sie SWerimg der ßLhlsnförderyug.
Die chrt lichen Bergarbeiter für Ucberschichte«.
*♦ Esse«, 24. Februar. tT. H.) In Essen fand am Sonntag und :siientag eine außerordentliche VcrbtNldS- tagung des Gerverkvereins christlicher Bergarbeiter Deinicblands statt, die aus allen deutschen Vwgrerleren stark besuch! war. Auf der Tagesordnung stand in erster Linie ^'- -^^ ^jchtabkommen. An den Verband-
Der Arbeitspls« der Natimcalversammlvug.
Berlin, 24. Februar. Die Nationalversammlung wirb vor Ostern höchstens vier Wochen tagen und spätestens am 24. März in die Osterserien geben. I» bee ersten 14 Tagen wird das Parlament fast aussLlietztich die Steuergefetze beraten. BeWsichrigt ist, die erste Lesung der neuen Wahlgesetze vorzunehmen und ein Etats- notgesetz zu verabschieden, damit vom 1. April ab die lausenden Slusqaben im Reiche geleistet werden formen. Ferner soll ein Beaurienbesoldungsreformgesetz erledigt werden. Auch die Gesetze über die Uebernahme der Ei- fesLah» uns ber Barn rifn.cn Post auf das Re'ch, die zum 1. Avril geparkt ist, selten verabschiedet werden. Dane- ben werden noch einige kleinere Vorlagen verabschiedet. Auf ber Tagung der ersten Sitzung am Donnerstag fleht als wichiigsier Punkt die erste und zweite Verarung des Gesetzentwurfes zur Verärrderrma des Artikels 13, Absatz 2 der Verfassung Ses Reiches. Dieser bezieLt sich auf die Entscheidung über die Gültigkeit laubeSrerbtlt* cher Vorschriften durch den Obersten Gerichtshof. Diese firunfrtou soll nach dem twrHeaenben Gesetz das Reichs- gericht übernehmen. 2lutterbem wird in erster Lesung der Entwurf des Körperfchaftsstenergesetzes SeboWeli. Es folgen die Berichte des Eingabe- und BolkSwirt- fäaftSa u eschusses.
uc«e Reichsanwalt.
m Leipzig, 24 Februar. Die ncugeiSaffene Stelle des Reichsanwalts wurde Lcmdaerichtsdirekwr Dr. Bcmmgsrtncr vom Landgericht l in Berlin übertragen.
Eine neue Aktion Erzdergers?
w Lsrracd, 24. Februar. Die Vereinigung der vertriebenen Elsaß-Lothriirger bat geaen die lleberrvckfung einer BorentschädiMng von 500 Trillionen Mark an die aus Elsatz-Lorhringen vertriebene Schwerindustrie pro- testiert mit dem Hinweis, daß die vielen Gesuche der vertriebenen Matz-Lothringer um eine nnawiteile Hilfe »cS Reiches bisher noch immer unbeaninwrlci gebliebe« feien. Die Vereinigung erhielt gestern «» avttliche- Xekarair.m mit der Mitreilung, daß die Zukr-eisung ron 500 Millionen an Sie OchWerinduirrie ebne Wissen her Reich, regiernng vom Finanzminiiter Stiserger verfügt worde« sei.
Anschtun der französischen Sozialiste« au Moska«
** Genf, 24. Februar. (S. CA Der Kongreß deS Sosialisteuverbaudes der Seine bar mit großer Mcor- Heit beschlossen, sich sofort der dritten Jutertumouale an- suiWlköen. ...