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Nr. 26

Dienstag, den 3. Februar

1920

ß^ WWh für Reeifion der Mde«s.

E h- gonbon, 2. Februar. (T. U.) Asguith erklärte in einer Wahlrede, es sei Sie Pflicht, für die Eiuberu- ptng des Völkerbundes zu wirken. Die erste Aufgabe des Völkerbundes sollte die Revision der territoriale« Besttmmnnae« des Versailler Vertrages sei«. Weiter sagte Asqmth, die internationale Lage erfordere vor allem die Wiederherstellung des Friedeuszustandes «nd die Wiederanknahme der Handelsbeziehungen mit Rutz- laud. Zum Schluß trat Mquith für die Einberufung einer iuternatiouale« Wirtschaftskouferenz aller vom Kriege mitgenommeuen Staaten ein.

Auch eine italienische Stimme für Revision.

** Lugano, 2. Februar (S. C.) Bezeichnend für die Stimmung in Italien ist der Leitartikel desCor- riere della Sera:, in welchem dieser mit einer Revision des Versailler Friedensvertrages einverstanden ist, Po­len den Friedensschluß mit Sowsetrutzland anempsiehlt und die Zulassung Deutschlands und Rußlands zum Bölkerbnude fordert. Es gebe keine« Völkerbund ohne Rußland und Dentschland, schreibt das einflußreiche konfervative Blatt.

Die FriedensaussichSen in Nordamerika.

»-» Basel, 1. Februar. lT. U.). Aus Washington wird gemeldet, die Konferenz zwischen den republika­nischen nnd demokratischen Senatoren über den Frie- densvertrag ist ohne Erfolg anseinandergegange«. Die Kouferenz wurde infolge der Weigerung, Lodges Vor­behalte zu Artikel 10 des Friedeusvertrages anzunch- men, abgebrochen.

»* Haag, 1*. Februar.Nieuwe Courant" mel­det aus Washington, als die Konferenz der Senatoren abgebrochen wurde, war eine Uebereinkunft über die Vorbehalte des Senators Lodge erreicht worden, daß, wenn der Friedensvertrag nieder vor den Senat komme, die Ratisiziernna in irgend einer Form aestchert sei, da der dahinzielende Druck der öffentlichen Mei­nung sehr stark sei. Nepublika siche und demokratische Blätter erklären, daß Wilson r.n Antrag Untermood anzunehmen bereit sei. dnrch Bt »u eine Kommission von 10 Senatoren eingesetzt werden soll, um über die An­nahme dieses Kompromisses zi beschließen.

** Haag, 1? Febrnar.' fc Ü.) DerBrüsseler Standard" rechnet es sich zur Ehr? an daß er seinen Lesern die Angen über Frankreich geö'fnet hat. Wir sind durchaus nicht voreingenommen für Frankreich, iteruen uns tb nicht nur selbst, sondern auch anderen Sand in die Auaen. Allen, Sie die Singen offen halten, kann es nicht entgehen, daß Frankreich einem gänzlich unabhängigen Belgien keine Gunst erweisen werde. Bei aller Ritterlichkcii der französischen Nation bleibt die Politik Frankreichs eine dnrchans egoistische, besonders in wirtschaftlicher Hinsicht.

England behält Fliegeroffiziere zurück.

h> Berlin. 1, Februar. fT. N ) Zwei Fliegerüsii- zicre, die mit Admiral von Reuter von Seava Flow znrückerwartet wurden, sind nicht zurückgekehrt. Sie werde:, in London znrückgcbalten. wo sie vor einem Strafgericht abaeurteilt werden sollen, weil sie an einem' Flug über London teilgenommen haben. Freilassung in England zurückgehaltener Gefüngen^r.

t-* Rotterdam, L Februar. (S. E.) DieTimes" inclden, daß Sie britische Regierung Sie Zurückhaltung von deutschen Kriegsgefangenen in England, Sie wegen Verbrechen im Kriege angeklagt sind,. aufgehoben Hak. Die Freigabe der noch zurückgehalienen rund 650 Sent- schen Kriegsgefangenen ist inzwischen angeorhuet worden. t

«6? die Gerechtigkeit einem grausamen und rachsüchtigen Feind preisgeben, um ihrem Lande Schwierigkeiten zu ersparen. Aber es ist ünnlos, Steine auf die Männer zu werfen, die es ablehnen, sich zu stellen. Sie können sehr wohl mit Theodor Barth der Meinung sein, daß in der Politik Unrechidmoen auch eine Sünde ist, und es daher für ihre Pflicht halten, nichts zu tun, um den Siegeszug des Unrechts und der Vergewaltigung zu er­leichtern, den die alliierten und assoziierten Regierun­gen ins Werk gesetzt haben. So ist es möglich, nach be­stem Gewissen Ihre Frage mitJa" und mitNein"

Mf die Gerechtigkeit einem

zu beantworten.

Es wäre eine Lüge und ein nationales und inter­nationales Verbrechen zugleich, wollten wir unseren Feinden das moralische Recht zubilligen, Richter zu sein. Sie waren während des Krieges schlecht wie wir, und sie haben willkürlich den Krieg und seine Scheuß­lichkeiten in den Frieden hineingetragen ohne Gamnö. Ich trete setzt durchaus dafür ein, daß eine internatio- Male Konferenz die internationalen Verbrechen feststellt, me der Weltverachtung preisgibt und sie sühnt. Wer hinter ihr muß das Gewissen der Völker und das Ver­antwortungsgefühl gegenüber der Menschheit stehen. Sie darf nicht ein Richtcrausschutz verbündeter Raub­staaten fein. Die internationale Konferenz, die das moralische Recht zum Richten hätte, existiert noch nicht, und sie kann nicht geschaffen werden, bis der Friedens­vertrag von Versailles revidiert und feine Gesinnung von den siegreichen Völkern abgeschworen ist.

Holland nud die zweite Auslieferungsnote.

»^ Rotterdam, 2. Februar. (S. C.) Die hollän­dischen Blätter melden, daß die niederländische Re­gierung auch zu der bevorstehenden zweiten Note der Entente die Stellungnahme der zweiten holländischen Kammer in geheimer Sitzu ig einfordern werde, bevor sie zur Beantwortung schreitet. Der letzte Beschluß der Kammer bat übrigens nach einer Meldung desCou- rant" eine Neuv-Zehntel-Mehrheit für die bekanntge­gebene Stellung der Regierung, das Auslieferungs- verlangen abzulehnen, gesurrden.

Das Verlange« «ach Amslieferung des Kaisers.

fe* Rotterdam, 2. Februar. (S. C.) Reuter meldet am Sonnabend, es verlautet, daß der Prozeß gegen den früheren deutschen Kaiser n der letzten Febimar-Woche beginnen werde. Die.Ankerten ermorden die Artslie

Vorbehalt Amerikas zu Artikel 10.

f-i- Washiruwn. 2. Februar Der von Taft abge- kgbte Tert des Vorbehaltes zu Artikel 10 des Friedeus- vertrgacs hat eine Fassnna erhalten, wonach die Ver­einigten Staaten sich weigern, irgendwelche Vcrvflich- tmwm auf sich zn nehnun, die sich gegen die Nnver- sehrtheit des Gebietes eines fremden Staates oder des­sen politische Himbüannmfeit ricE n. Die Berenr'g^n Staaten weiaern sich, sich Verpslicktnngen zu nnterzie- hen. durch die sie gehalten finE,zu irgend einem Zweck von dem Lande nnd seiner S eemacht Gebrauch zu machen Der aoimrm, der nach Irr StartSversaMmg allein die Macht hat, sollte Garantien in besonderen Fällen hinsichtlich der moralischen Berpflichinna geben. Er könnte den Vereinigten Staaten ihre Haltung wr3 schreiben wenn es Hm Sarum handeln würde. dre Er- sordernisse des Weltfriedens und der Gerechtigkeit' zu erforderliche SGstmwnalmic vorfrOreken und die daraus ergebenden Maßnahmen treuen.

Franzöfieruna des Sarrgeblets.

* Saar rücke«, 2. Februar. Der »berste Bar kr des baaixakkO hat den sog. Sa-'rftaat als G HA besieh rd eriGA. Er hat eine Reihe von Vers.' gen erfassen, so Die Anwendnug bes frattzösist ie:» Wesens. In der zweiten Fauttarbalscn sind Mül, ucen - Objekte im f^arländisibe« I«d«strieaebiet ,'« kranzö- . fische Hände tu eräeMugen. Das Eisenwerk in «< uckig-- bert das s3 6<^ Weiter besch cktiat. »wie das B»n. tt- werk in Sa' brücken gingen in sranzönschen Ventz narr.

Kaiser sowie internationale R< Recht auf Ausliefernna begründen. NeverreichAug der Ausliessrungsliste am 10. Februar.

M Genf, 2. Februar. (S. C.) Nach einer Havas- melbung wird am 10. Februar Deutschland die Liste der Auszuliefernden von der Entente überreicht werde».

DieHauptschuldige«".

* Paris 2. Februar. Nach demEcho de Paris" umfaßt die Liste der deutschen Schuldigen 800 Namen, aus der folgende Persönlichkeiten hervorgehoben wer­den: Prinz Rnpprccht von Bavern wegen der Depor­tation aus Nordsrankreich. Herzog Albrecht von Würt­temberg wegen Massaktes in Nammz Generalob.rst von. Sind wegen Ermordung von Geiseln und Flücht­lingen, General i n 8 ülow wegen Brandstiftung in den Araonnen und Erich!eHu«a von Flüchtlingen, Ge- ntrülseidmar z all von Macke« en wegen Diebstahls. Brandstiftung und Hinrichtungen in Rumänien, von der Langen wegen Ennoröung von Miß Cavrü sowie von Kapitän ,trWk Admiral von Caxelle wegen Atten­tats. das durch den U-Böotkrieg verübt worden ist, Ge­neral Lima«« von Gautcrs wegen der Massakres in Armenien und Syrien, General Stenaer weven- des Befehls, keine Gefangenen zu machen Die Liste nennt weiter n. a. noch die (Gebrüder Niemeyer wegen Mm- Hanöluna von enal' chen Gefangene» kM Lager von Holzminden. Ferne ' wird General Manteusiel gefor­dert, der der Braudnistung in reu angeksagt wird.

(Nach der Gestnnuug Hansiens, die er bisher üE kräftig vertreten hat, sind seine Ausführungen nur meS» Spiegelfechterei, als daß ihnen irgendwelche praktisch« Bedeutung Bet?,«messen wäre und sie als das Ergebniß! der Erkennung der tatsächlichen NationalitätenÄrsama mensetzung in Schleswig angesehen werden konntertzi Gerade Hanssen ist einer derjenigen, die die AbstiMG mnngsgrenze am liebsten noch weiter nach Süden ver­legt gesehen hätten und die es mit den Vorschriften übe* die Abstimmung nicht so genau nehmen, wenigstens nicht in dem für Dänemark günstigen Sinne. Das be­weist auch die Ergänzung der dänischen Abstimmungs­liste nach Ablauf des Einzeichnungstermins, wogegen die deutsche Regierung Protest eingelegt Hat. Es ist sehr wahrscheinlich, daß Hanssen, dem die dänische Regie» rung nicht ohne triftige Gründe einen Ministers» siel für Schleswig übertragen und der die Hoffnungen ssr dänischen Regierung hinsichtlich feiner Propaganda in Schleswig auch erfüllt hat, doch von Bedenken über den Ausfall der Abstimmung gegnält wird und durch die Veröffentlichung seiner spontanen Anwallung einer loyalen Auffassung über die deutsch-dänische Ausein­andersetzung an die Leichtgläubigkeit und das blinde Vertrauen des deutschen Michels zu appellieren versucht. Das bisherige Verhalten Hanssens muß das größte Mißtrauen erwecken. Aus diesem Grunde ist seine Aus­lassung bemerkenswert und muß im Interesse der Ret­tung der Nordmark beachtet werden.)

Die Ausweisungen aus Nordschleswig.

** Berlin, L Februar. (S. C.) Aus dem fehlen« chen Abstimmungsgebiet sind am Sonnabend 20 Ans- Weisungen der Reichsregierung bekannt gegeben worden.

Zur Abstimmmug in Nordschleswig.

Der deutsche Ausschuß für das Herzogtum Schles­wig teilt folgendes mit: Alle Stimmberechtigten, der ersten Zone des schleswigschen Abstimmungsgebietes, die bereits im Besitz einer Bescheinigung des amtliche« Äbstimmnnqse sschusses über die erfolgte Eintragung in die Stimmliste sind, denen aber noch kein Gutschein für die Freifahrt zngeqanaen ist, bitten wir dringend, dies sofort dem deutschen Ausschuß Flensburg, Süd er­graben 59, Fernsprecher 2227 und 2557 mitzuteilen Alle, die sich am- Abstimmung in der ersten Zone gemeldet, t erwarteten Ausweis nicht erhaben haben,

, vermutlich nicht in die Kommen und tun gut. auch ihnen ein i für die Freifahrt zuaegangen ist, von der FErt in das Abstinmiungsgebiet aüzu'eben. da ihnen der Ausweis und öam't der Paß für die Ein­reise fehlt, ohne den sie die Grenze nicht passiere» können.

OÜGenm-cher Protest gegen polnische Willkür.

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sWrM gegen die AnSzulisferndsn.

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Die Preßinforna

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Gchnldigten i.idit auf To^ strica-gekichE sollen ange 3nmtMtt8« oder Mstuitgs

h einem weiteren Besü ,.u, die gegen die anM

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Provinziai-Landtag bar gegen die vollständige tejepho- »itzse Rbscknü»«« OfGreutze«s vom Reiche durch die Polen bei der Neichsregierung schärfsten Protest ein­gelegt.

Die Räumung SlHenfkinS. ___

Allen siei«, 2 Februar. «L. A.) Der Abschied der Allensteiner Garnison von der »tadi am Sonntag mit­tag entwickelte sich zu einer feierlichen.und einörncks- vollen Kn-'dgcbmlg für das Tentschtum. Die ganze Staöt hatte geflaggt. TanEnde von Zuschauern wog­ten durch die Straßen. Zu den abmarsüsiercoden T»rp- pen und zu den Einwohnern der Stadt sprachen der Bürgermeister Zuelcha« und der Generalmajor Buch- Holz. Die Antwort war das von den Truppen. und der Bevölkerung gemeinsam angestimmte Lied .Deut m- land, Deutschland üben alles". Vor dem Abmarsth zo­gen die Truppe« im Parademarsch am Landratsamt vorbei. - M

Die SteAererhebnug in den NostimmungsKebiele«.

Rotterdam, 2. Februar. (S- C.) Die -Morning^ pM" meldet aus Paris, nach einem Beschluß der Al­liierten bat die deutsche Steuergesetzgebung in den vor­übergehend besetzten Gebieten bis zur Bolkoabltim- muug zu ruherr soweit die Alliierten nicht Mr die ktnf- rechterhaltung des öffentlichen Dienstes Sie Lieuerer- hebnng anordnen.

Sie Lage im Murrn.

Sabstietsiing des TeMraohesverkehrs im Rohrgebiet.

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