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Nr. 21

Mittwoch, den 28. Januar

1926

Das Utensils auf Erzberger.

Der amtliche Bericht.

/ Ueber das Attentat auf Erzberger wird amtlich ae- Melbet: Montag nachmitag gegen %3 Uhr, als der Meichsminister Erzberger das Kriminalgericht . Dott durch den Ausgang Rathenower Straße verlasse.. Mud bereits seinen Wagen bestiegen hatte, drängte sich Mtn junger Mensch an den Wagen heran, fragte, ob der Minister Erzberger im Wagen sei und gab auf die be­jahende Antwort mehrere Schüsse auf ihn ab. Eines jHer Geschosse prallte an der Uhrkette des Ministers ab. kDurch den zweiten von außen her durch die Wagen- Metbe abgegebenen Schutz wurde der Minister an der Rechten Schulter verletzt. Dem sofort zugreifenden Po- Mzetbeauiten gelang es, den Täter festzunehmen. Der Mjährige junge Mensch, der den Eindruck eines Sech- Mhujahrigen macht, ist der frühere Fähnrich, jetzige Mchüler Oltwig v. Hirschfeld aus Berlin. Er gab an, her fei zu der Ueberzeugung gekommen, daß Erzberger Bitt Schädling sei und beseitigt werden müsse. Diese Weberzeugung habe sich durch das Anhören der heutigen Mertchtsverbandlung bet chm gestärkt, und er sei des- Kalb zur Ausführung der Tat geschritten. Er stellt Ausdrücklich in Abrede, den Plan des Attentats auf Erz- Kerger mit irgend jemand besprochen oder unter Ein- Wirkung anderer gehandelt zu haben. Der Minister Wat sich nach dem Attentat sofort zu einem Arzt begeben, der eine genaue Untersuchung der Wunde und eine

in Moa-

verlassen

Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen vornahm, die er- Mb, daß die Kugel in der rechten Schulter steckt. Die Verletzung gibt zu irgendwelchen Besorgnissen keinen Anlaß.

* * Berlin, 27. Januar. (ß. A.j In der Landes- Mrsamnrlung gab der Präsident Leinert die Entrüstung Hes Hauses über das Attentat gegen Erzberger zum Ausdruck.

Die Aussage des Täters.

Weiter wird uns gedrahtet:

W Berlin, 27. Januar. lS. C.) Der Attentäter Von Hirschfeld sagte bei seiner gestern abend stattgehab- ten ersten Vernehmung aus, er habe, fehlen Mittäter. Die Tat 1er aus eigenem und an einigem Wstten ent- fyrinhen. Erzberger habe schon bei Abschluß des Waf- senstillstandes durch unwahre Behauptungen die Osf- fentlichkeit irregeMrt. Er habe jedenfalls gegen die Wahrheit behauptet und verbreiten lassen, die Beset­zung des Rheingebietes höre unbedingt mit Friedens- schlütz auf, das Saargebiet würde nie au Frankreich ver­pfändet und anderes mehr. Im entscheidenden und kri­tischen Augenblick der Friedeusunterzeichnung sei Erz- Verger jedoch mit Frau und Kindern nach der Schweiz «nsgerückt. Er, der Täter, habe Erzberger als Verrä­ter und Urheber der nationalen Notlage mit Absicht uud Vorbedacht töten wolle« und er bedaure nur, wenn es ihm nicht geglückt sein sollte. Der Verhaftete wurde in das Moabiter Untersuchungsgefängnis eingeliefert.

Der Täter ist am 24. 11. 1899 zu Berlin geboren und wohnte in Steglitz bei seinen Eltern. Der Vater ist Bankbeamter.

Das Befinden Erzbergers.

m Berli«, 27. Januar. lT. U.) Ueber das Befin­den Erzbergers meldet dasB. T.": Es handelt sich um einen sog. Steckschuß. Professor Dr. Plesch hat bisher eine Röntgenaufnahme über die Lage der Kugel naht vornehmen können, da der Patient an großer Ab- spannnug und starken Schmerzen leidet. Die Rvntgcn- Mnnahme soll heute vormittag vorgenommen werden. Es konnte vorläufig nur festgestellt werden, daß die Lunge nicht verletzt ist. Die Behandlung uud Beobachtung des Reichsfiuanzmunsters wird mit größ­ter Peinlichkeit durchgeführt, da die Kugel sehr wahr­scheinlich Etosftcile in die Wunde mctgeruseu hak Der Meichsfinanzminister befindet sich in seiner Wohnung. Mie Professor Plesch in Mater Abendstunde mitteilte, Gibt das Befinden des Patienten zu Besorgnissen keine« Mnlaß. Er «rar in der 10. Abendstunde fieberfrei.

H- Berlin, 27. Januar. tWBTI Minister Erzberger that die Nacht verhältnismäßig rnlng verbracht.. Die Wunde verursacht ihm große Schmerzen und verhmdert jede Bewegimg des Armes, um so mehr, als eme Mut- «cschwnlst sich gebildet hat. Im Anschluß an das Ver­hör des verhafteten Hirschfeld im Polizewrand um er- svlate sofort feine eingehende Hernehmung durch den Ltuwstgatsgnwglt Krause der Etaatsanwliltschaft I. In Dieser Vernehmung hat der Täter wesentlichen d^ fetten Angaben wiederholt, wie er he.bereits vorher gemacht hatte. Heute vormittag wird u dem Unter fit- Wungsrichter vorgeführt. Der Erzberger-Helfserich-Pio- »est ist auf Freitag vormittag vertagt wordem

Berlin, 27. Januar. <S. D^is Befindcu des Mtuisters Erzberger war auch heute früh uud mittag Relativ gut. Der Minister klagt lebo® Wer »««eh- »neude Sa nierzen hi der Schulter, wo sich die .^"ael be Pildet. Weuic auch eine aMeublickliche Gefahr mcht ln- Hebt, so ist doch mit der Möglichkeit einer Wltndinfek- tion zu rechnen, da Stoffreste in die Wunde Kelaugt Und. Erzberger wird auf ärztliche Anordnung längere 'Reit der Bernsstätigkeit fern bleiben nitisseu.

^ Berli«, 27 Januar. lL. 90 Heute mittag wurde Sichsfirlanzminister Erzberger durch Professor Dr. kcli unter Hinzuziehung des Chirurgen Professor Dr. N'br.mbt wiederum unter stich! und es wurde eine niaeuansnalmre der rechten Schulter uvraettommen. Anfimvine ergab, daß die Kugel im Echnltervlai! und Teile des Schtilterkuochens zersplittert hat. E8 ein großer innerer ittlutergntz stattaesnndetl. An e Entfernung des Geschosses ist vorläufig nicht zu rkeu Der MiMter leidet fortgesetzt iruter groben Merzen. Wenn auch "Uebeiisaefahr »ich! besteh!, so eine antzerordentliche Schwäche vorhanden. Ander

der Schnlterwunde hat Erzberger noch eine kleine Ver­letzung am Kopfe davongetragen.

w Berlin, 27. Januar. tT. 1O Der Reichspräst- Lent hat dem Finanzminister Erzberger ein Telegramm zugeben lassen, in dem er die Hoffnung gusspricht, daß Erzberger seine schwere, verantwortungsvolle Tätigkeit bald wieder aufnehmen könne.

Die Rechtsvertreter des Reichsministers Erzberger haben beschlossen, ihrerseits alles zu tun, um den Pro­zeß gese« Dr. Helfferich fortznftthre«. Man wird also Heute versuchen, auch ohne den Nebenkläger zu verhan­deln. In der 7. Abendstunde wurden die Zugänge zur Wilhettustratze, in der sich das Reichsfinanzministerium befindet, von der Sicherheitsivehr mit spanischen Ret­tern abgesperrt und mit Niafchinengewehren besetzt.

Die Reichsregierung spricht in einem Aufruf ihre tiefste Empörung über die verbrecherischen Ausschrei- tungen aus politischen Gründen aus Sie hängt den Attentäter an die Rockschöße keiner Partei, stellt aber vor aller Welt fest, daß die blutige Tat unmöglich ge­wesen wäre, wenn die stunlose und verantwortungslose Hetze, die seit Monaten und erst recht in den letzten Tagen gegen den Reichsfinanzminister getrieben werde, unterblieben wäre.

Der deutsch-österreichische Staatskanzler Dr. Renner hat dem Retchsfinanzminister Erzberger anläßlich des Attentats telegraphisch seine Teilnahme ausgesprochen. Der englische und der italienische Geschäftsträger haben sich nach dem Befinden Erzbergers erknndigt.

Mfd)M litte die Miierleu.

Erzwingung geordueter Zustände in Deutschland?

s^ Basel, 27. Januar. lS. 6.) DieMorningpost* bringt bedeutsame Auslassuuqen über die deutsche Ar- betterbewegung. Das sehr einflußreiche Organ des eng­lischen Hochadels und der rechtsstehenden Regierunas­kreise bezeichnet die fortgesetzten Streiks in Deutsch­land als eine Lebensfrage, die die Alliierten direkt uns gehe und mtt der sich die Euteute bald zu besessen ha­ben würde. Die Zustände in Deutschland gefährde« ernstlich die Zahlungsvcrvflichtnuge« Deutschlands an die Entente, die jetzt Pgi nneu_JnL . Die airgenblick- Mcue deutsche Regreruua habe meter ANtoxit«^ nach Ent­schlußkraft, um durch diktatorische Btatznahnien die all­gemeine Arbeitsunlust in Deutschland zu beheben. Die Alliiertert seien völlig desinteresstert an der Staatsform Dentschlands. Ob Mouarchie oder Republik sei de« Alliierten gänzlich gleichgültig. Nnr noch durch eine Diktatur sei das deutsche Volk zur Vernunft zu briu- gen, zur Rückkehr vou der Arbeitsloseuprämiierung, von dem Sechs-Stuuden-Tag, den Streik- und Sabo- tagegelüsteu. DieMorniugpost" fchlictzt: Deutschland ist Senfe so meist wie Frankreich war, als Bouaparte die gesetzgebende Versammlung mit 200 Grenadieren anseinandertrieb nud der sinnlosen Herrschaft einer unreife« Masse das Ziel fetzte.

Die Auslassungen des konservativen englischen Blattes über eine Intervention der Alliierten in Deuttchlacid zur Wiederherstellung geordneter Zustände sirid nicht die erste Androhmrg in dieser Frage in der feindlichen Presse. Die deutsche Regieruug ist auf Grund des Friedensvertrages leider nur noch das aus- ; führende Organ der Commission des revarations, der weitgehende Eingriffe in die deutsche Verrvaltung zu- ! I stehen und die sich auch für befugt halte» dürfte, auf die Gestaltung der inneren Verhältnisse in Deutschland ei- j neu entscheidenden Einfluß auszuüben, sofern Deutsch­land seine VerpslichtuMien gegenüber der Entente nicht zu erfüllen vermag. Wir sind aber schon dirrc!) die Aus- führung der Waffeustillsraudsbedittgtrugen völlig ver­armt und haben keine Mittel mehr, mit denen wir die

i ungeheuren Forderungen des Friedeusvertrages be- ; gleichen könnten. Nur durch eine Stabilisierung un- terer Wirtschaft und Hebnng der Produktion märe es möglich, die Forderungen der 9lfiiiene.it allmählich ab- zuttagen. Durch die Sobotierlma der Wirtschaft sind wir aber des einzigen Zahlungsmittels Lieranbt, das : uns noch zur Verfügung stand. Die Androhung des ettglischen Blattes mit einem Eingreifen der Alliierten in Deittschlaud verdient daher eine gewisse Aufmerk- : samkeit, und es muß alles geschehen, um das abzuwen- deu. Trotzdem wird aber in Deutschland die Forderung nach bem Sechs Stunden-Tag immer lauter erhoben.

Das gänzliche Fiasko des Sechs-Stunden-Arbettstages im Räterußland wird nicht beachtet. Die Bolschewisten haben notgedrirngeu den lSstündigen Arbeitstag wieder einführen müssen. Hier in Deutschland will man aber davon nichts lernen. Man treibt von einer Illusion zur anderen.

Allgemeiner 8-Stunden-Arbeitstag.

w Berti«, 27. Januar. lS. CO Die Besprechuu- i gen der radikale» Arbeiterräie der Berliner Fnbrstke« ! am letzten Sonntag haben zu dem Beschlntz aelMrt, daß i die Fordernnge» auf Einfübrnnq des b-Sturcdcnar- veitstages in Berlin «nd im ststeiche nuvcrzüglich anfza- vehme» seien.

Die Verhandlnugen der Rnbrdcraarbeiter.

Die Generalversammlung des alten Bergarbeiter- verlwndes in Berlin sprach sich einstimmig arundsätzlich für Verkürzuna der regelmäßigen unterirdischen Ar­beitszeit a«s >> Stunde« aus. Ferner wurde ein Oppo- sitivusauiroa, die Sechsstundenschicht im Februar durch Arbeitseiustelluug zu erzwingen, mit 182 gegen «6 Stimmen obgetchut

lieber die Zugcsttmdiitsse bei ben Tarisverhaudlun- gen wurde N..a. mhneleilt. daß der Grundlob« der un­terirdisch beichästiaten Arbeiter um 3 Alark, der Ge- dtugelohn um 5 Mark erhöht wird.

Die bayerische Industrie gefährdet.

»» München, 27. Januar. Die Kohle««ot in Bayern zur Katastrophe. Die Hoch»fen«eM in berg und Rofenberg, von denen die bayerische Jnd, hinsichtlich der Eisenversoraung vollständig abhayKi stehen still. Anch sämtliche Zementwörke, die für Ausban der Wasserstraßen notwendig sind, mußten gelegt werde«. Ebenso liegt die Gasindustrie u«i Fabrikation von Keramik still. Die Lage in der D ivdnstrte von Hof gibt zu ernste« Besorgnisse« A

Aus den Abitimmungsgebieieu.

Die Räumung der Ostgebiete verschoben.

Die Räumung der abzutretenden Gebiete in West­preußen, Ostpreußen, Oberschlesien, Memel und DanM ist um 8 Tage verschoben worden. Me Rämmmg der Zone von Westpreutzen beginnt daher erst am 3V. Ja­nuar, der Abstimmungsgebiete Nkartenwerder LM Oberschlesiens erst am 3L Januar. Der Vormarsch der Polen in Westpreutzen kommt hierdurch am SL Januar auf der Linie hart südlich Berent zum Stehen. Die Räunntng der abzutretenden Gebiete südlich des Frei­staates Danzig wird, statt, wie bisher vorgesehen, MM 4., erst zum 6. Februar vollzogen werden. Bis -mn Eintreffen der Ententetruppen, das ist bis zum 9. Februar, verbleiben kleine Detachements zur Unter* stützung der Sicherhettspolizei im Freistaatgebiet. Das Generalkommando verläßt Danzig am 31 Januar und siedelt nach Köslin über. In Danzig bleibt nur noch ein Wachkommando unter Führung des Oberleutnants Stapff.

Das Kaiser-Wllhelm-Denkmal in HaderSlebe«.

* * Haderslebe«, 27. Januar. fWTB.s Das Kai- ser-Wilhelm-Denkmak in Hadersleben, das bekanntlich vor dem Einzug der französischen Truppen mit Decken verhüllt worden war und dessen Besettigung von einem Teil der Einwohnerschaft gefordert wird, wird aus dem Gruicdstück des deutschen BürgervereinS ausgestellt u>er» den, um es allen weiteren Angriffei zu entziehen. 1

LrLertL!8«LRche Znt^El^s Lr? M^r^DI

* Basel, 27. Januar. (T. tt) Aus Paris wird ge­meldet, wie verlautet, wird die Entente in ihrer Ant­wort an die holländische Regierung die Frage der ke- beuslüvglichen Jvter«ieru«g des Erkaisers in einer Fe- Ittmg aufwerfen.

Eme nette Note an Holland.

^ Amsterdam, 27. Januar. (WTB.) Laut ^Tele- graaf" meldet der gewöhnlich gut mtterrichrete Parla­mentsberichterstatter des ,Dailv Telegraph", es werde an die niederländische Regierung eine neue Note ge­sandt werden, Sie demnächst durch den Ausschutz von htechtssachverftändigen der alliierten Regierungen auf- gestellt werden wird.

Die AmSliefernug des Kaisers.

* Genf, 27. Januar. lS. C.)Echo de Paris"' mel­det aus London, die englische Justizkommission betet höchsten Gerichtshof hat die Zulässigkeit der Verurtei­lung Wilhelms 11. in contumaciam nicht aussprechen können. Die Alliierten sind daher in die Zwangslage versetzt, auf Auslieferung des Kaisers zu bestehe«.

ei Genf, 27. Januar lS. C.) DerTemps" mel­det, die Rnsliefeimugskovcmissio« der Alliierten hat er­klärt, daß aus öffeutlich-rcchttiche« Grüudc« auf Almr- cilung Wilhelms H. nickt verzichtet werde« könne.

Finnländischer Protest gegen die Rnsliefernng Deutscher.

** Amsterdam, 27. Januar. tWTB.iAllgemeeit Handelsblad" meldet aus Helnigfors vom 26. d. M., daß der vormalige Finanzveriveser Swinhumm, der Di­rektor der Universität von Helsingfors und zwer Profes­soren sowie zahlreiche andere Persönlichkeiten Finn­lands einen offonen Brief veröffentlicht baben, in dem sie das Ersuchen um Auslieferttug des deutschen Kai­sers «nd deutscher Bürger aufs schärfste oerurteUe«. Sie erklären, daß eine Attslieferung tm Widersprnch zu den Grundsätze» der Haager Konventton vom Iah« 1907 und zitUt Völkerrecht stehe.

Die Rückkehr der Gefangene«.

w Paris, 27. Januar. tWTB.) Sie Heimschaf- fmrg der deutschen Kriegsgefangenen voRsteßt sich pro- grammätzig. In St. Nazairc sind zwe? ScklM anae- fommen, um die Zkriegsgefangeneit mrfzmrehmen. IN St. Malo soll am 30. Januar ein Dampfer für 600 Ge­fangene ankommen. 30 000 in den befreiten Gebiet«: internierte taciangene sind bereits Erausportiert rvyr- ben Am 25. Januar baben unaeMr 300 Offiziere den Bahnhof von St. stufte mit der Besilunmulg nach Worms verlassen.

i« Berlin, 27. Januar. lWTB.i 2! telegraptzüc-er Nachricht des 5 ranSpgrtsützrcrs ist der DampferKi- fufu Marti" mit Heimkehrer« aus Japau an: 18. Jana- or in Sabang angekourmen und am 20. Januar nach Port Said weiter gegangen.

Die FriedenSanssichten i« Amerika.

w Haag, 27. Januar. lT. U.) Senator Lodge bat erklärt daß eine Etnigung über den Friedensvcrtrag nuirmeiir nmürscheinlich sei. Auch sonst gut informierte cH.uiübe Quellen sprechen davon, daß eine günstige Er­scheinung schon in den nächsten Tagen zu ertn-irten fet Einige Senatoren, die aber von der He««ftprcste unter­stützt werden,, erklären es für notwendig daß der.^rte- betnwertraa durch eine Bolksgdsttnuauug beüdttnt werbe, was etwa ein Jahr dauern würde. Der Druck der amerikanischen Geschäftswelt auf den Senat nimnn weiter sy.