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Nv. 7 Freitag, den 9. Zannar 1920

Sie Wnbahnerbewezung im Reiche

Verschärfung der Streiklage.

ter den EisenbahnarSeitern g erfahren. Es scheint auch t Lohnkämpfen im vorigen Kassen ihren Führern völlig

Die Streikbewegung n Hat eine weitere Verschärfn znesmal wie bei den viel, «öftre, daß die arbeitenden ......... ... ____________

Aus den Händen entgleiten und jeder mäßigende Ein­fluß auf sie infolge des verloren gegangenen Subordi- DationSwillens erfolglos bleibt. Nach den neuesten Mel- j mngen befinden sich bereits 200 000 Eisenbahnarbeiter , m Ausstande, und der Verkehr ist in verschiedenen Dt- j LktionSbezirken auf das empfindlichste gestört. Die iroßen Gefahren eines Eisenbahner-Generalstreiks, die s Ar Deutschland in seiner jetzigen hilflosen Lage aerade- ; u katastrophal wirken müßten. haben allem Anschein ! lach die Regierung schon zum Nachgeben in den Sor« I «rungen der Eisenbahnarbeiter bewogen. Wenn gletch- ! eitig auch behauptet wird, daß die Verhandlungen über i sie Tariffrage noch nicht abgeschlossen seien, so dürfte dieser Umstand doch für die Erfüllung der Forderun- yen belanglos sein. Die Forderungen der Eisenbahner werden der Anfang neuer Lohnkämpfe anderer Berufs- Meige sein, und die Folgen davon werden sich in neuen Preissteigerungen der Lebensmittel und der lebensnot­wendigen Erzeugnisse äußern, sodaß wir nach kurzer Bett wieder auf dem heutigen Stande angelangt sein werden, nur mit dem Unterschiede, daß die Löhne und Preise dann noch ungünstiger und verhängnisvoller Air den endlich einmal zu erfolgenden Abbau sein wer­den. Es muß sich jeder angesichts der furchtbaren Ka- Wtrophe, der wir entgegengehen, darüber klar sein, daß wir uns doch über kurz oder lang dazu aufraffen müs- Mr, Remebur zu schaffen: denn in einem völlig ver- / tonten Lande wie Deutschland können derartige Ver- bältnisie nicht dauernd weiter bestehen, ^e schneller hier der Anfang gemacht und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln in der Umstellung der Preis- und Lohnpolitik durchgegriffen würde, umso eher würden wir zu einer Gesundung unseres Wirtschaftslebens kom­men. Es liegen folgende Drahtmeldungen vor:

Die Regierung zur Annahme der Forderungen geneigt.

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den süddeutschen Staatsbahnbezirken sind die Arbeiter zahlreicher Betriebswerkstätten iu den Ausstand getre­ten. In den Berliner Tarifverhaudlnugen hat die Re­gierung ihre Geneigtheit bekundet, die Fvrdernuge« der Eifen«»hner anzunehmen.

200 000 Eisenbahner im AnSsiand.

w Berlin, 8. Januar. lS. C.) Nach am späte« Abend hier vorliegenden Meldungen sind rund 200 000 Eisenbahuer Preußens in den Streik getreten. Auch in Berliu sind für morgen Versammlungen der radika­len Eisenbahuer einberufen worden, um zu der Streik- frage Stellung zu nehmen.

Ausdehnung des Streikes im westdeutschen Industriegebiet.

w Esse«, 8. Januar. lT. U.) Der Eisenbahner- sireik im rheinisch-westfälischen Jnbusiriebezirk n»mmt immer größeren Umfang an. Hierdurch wird nament­lich die Entladung der Gitter unmöglich gemacht, wäh­rend im übrigen der Personen- und Güterverkehr in beschränktem Umfange aufrecht erhalten werden konnte. Die Milchzüge werden noch abgefertigt und, die drin­gt nden Notstandsarbeiten ansgeführt. Auch m Düssel- dorf lag im Laufe des gestrigen Tages der ganze Ver­kehr still und die Bahnhöfe wäre,» geschlossen

m. Hannover, 8. Januar. lS. C.) In Dortmund hat sich der größte Teil der Eisenbahnarbeiter dem Aus- siand angeschlossen.

Teilstreiks in östlichen Direktionsbezirke«.

> * Berlin, 8. Januar. (S. 6.) Die Eisenbahne»- Streikbewegung inr Reiche hat gestern auch auf die öst- ttchen Direktionsbezirke übergegriffeu. Sowohl im Be­zirk Königsberg als auch im BreSlauer Bezirk bat ein Teil der EisenSabnarbeiter der Betrisbswerkstätten ge­stern die Arbeit niedergelegt.

Abstufung der Teueruugszulage.

v * Elberfeld, 8. Januar. lT. U.) Drei von der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner, Sitz Elberfeld, ein» gerufene großen Versammlungen in flöht. Aachen und Düren nahmen zu den schwebenden Gehalts- und Teue- Mlngsfragen Stellung. In einer Entschließung wrrd anstatt der Gewährung einer gleichmäßigen Ttmerungs- znlaae von 150 Prozent aus sozialen Rüttochten fol­gende Abstusmrg gefordert: 175 Prozent Teueruugs- zuschlag für die unteren tiüukomme», 150 Prozent für bie Ä Prozent für die höheren Ein­kommen. Außerdem wird die sofortige Inangriff­nahme der Lohn- und Gehaltsreformen verlangt.

Die Verhandlungen mit der Regierung.

» » Berlin, 8 Januar. lT. u.) Gestern nachmittag . fand eine gründliche Aussprache zwischen Vertretern des deutschen Eifenbahnerverbandes, des allgemeinen Eifenbahnerverbandes lind der Gener.nhaß ^utscher Eisenbahller einerieitS und Pfilglreöern bei Mehrheits- parteiell der preußischen Landesversammlung und der Etantsregierung auderersetts über den ä^uiwn Kom­plex der Lohnsrage» der Eisenbahner statt. Die Ver­hau dlungen im Ministerium der öffenttimen Arbeiten über die Eiseubahnkr-Zärissrage, die unter dem Vorsitz des RegieriingSrates Weinrauch.geführt Edem sind, wie dasB. T." erfährt noch nicht zum Abschluß ge- ^" Heute beginnen die 3>erhanblungm des deutschen Bcamtenbiindes mit der Neichsregiernug wegen Erhö­hung der Tenernngssniagen um 150 Prozent.

Einigung der Frankfurter Etsenbahuerorgantsatione«.

Zwischen sämtlichen Frankfurter Eisenbahnerorga- nisattonen ist in Anbetracht der gemeinsamen Interes­sen bei der Eisenbahnerbewegung Frieven geschlosien worden. Die Organisationen wandten sich in einem gemeinsamen Aufrtlf an die Bevölkerung, in dem sie die Bewegung als Existenzkampf bezeichnen. Sie wei­sen darauf hin, daß den Eisenbahnern seit Dezember 1918 keinerlei Lohnerhöhungen gewährt wurden. Alle Parteien werden um Unterstützung der Eisenbahnersor- oerungen bei der Stegierung ersucht.

Agitation des Stuten Vollzugsrates.

* * Berlin, 8. Januar. (S. C.) Der Rote Vollzugs- rat hat für die nächsten Tage Versammlungen aller Be- triebsorganisattonen Berlins einberufen, um eine ge­meinsame Stellungnahme der Berliner Arbeiterschaft gegen die Teueruug und gegen die Stillegung der Fabriken wegen Kohlcumougels herveizufnhreu. Unter den Angestellten der Groß-Berliner Verkehrsanstalten werden Tausende von Flugblättern verbreitet, die zu Besprechungen über Lohn- und Teuerungsfragen auf- forbern und die U«>''rstütz«Lg des Lohnkampfes der Ei­senbahner verlangen.

Neuregelung der Gehaltsfrage der Eifenbahubeamte«.

w Berlin. 8. Januar. (S. C.) Belm Eiseubahu- miuister sind Eingaben der Beamtenverceue der Staats- bahne« eingegangen, die sich mit der Neuregelung der Gehalts- und Penflonsvestimmungen befassen. Die Auffassung im EisenbahnmiuistertUM ist, daß sich mit einer nur 100= bis 150prozeutigen Erhöhung der Fahr­preise und des Gütertarifs die Balanzierung des Ei- feubahuetats nicht bewerkftellige« lassen werde.

Maßnahmen der Befatzuugsbehördeu gegen be« Eiseubahuerstreik.

* * Genf, 8. Januar. (S. 6,) DerTemps" mel­det: Für das besetzte Gebiet wurde Anordnung ge­troffen, rvonach eine Einstellung des Zugverkehrs nicht erfolgen dürfe. Im Weigerungsfälle der Deutschen sei der Betrieb militärisch zn übernehmen und dnrchzu- führen.

Der Streik im Verficherungsgewerde.

einigung^ d^s^^Merunttsgeiverbes hat das Retchs- arbeitsministerium beiden Teilen die Einsetzung eines unparteiischen Schlichtttugsausschusses vorgeschlagen. Dieser soll zunächst die strittige Frage klären, welche Angestelltennerdünde über so erhebliche Mitglieder- zahlen verfügen, daß ihre Teilnahme an den kommen­den Tarifverhandlungen gerechtfertigt erscheint, und j hierauf Verhandlungen Über die materielle Grundlage eines netten Tarifvertrages einleiten. Der Borschlag des Reichsarbeitsminifterimns ist zwar durch den Zentralverband der Angestellten angenommen worden, dagegen hat der Arbeitgeberverband der deutschen Versicherungsunternehmungen ihn abgelehnt, sodaß mit dem Ansbrnch ernster Streitigkeiten gerechnet wer­den muß.

Die Vereinigung der leitenden Angestellten in Har^ del und Industrie erklärte sich gegen den Streik im Ber- - sichernngsgewerbe und hat dementsprechend ihre Mit­glieder ansgefordert, die Arbeit nicht niederzulegen.

w Berlin 8. Januar. lS. E i Straßendemonstra- tionen der Verstchernngsbeamten haben Hente früh begonnen nud zn Zusammenstöße« in der Stadt ge­führt. Heute morgen hat sich ein Zug Angestellter der Bersichernugs-GefellschastAllianz" durch die Voh- stratz« über den Wilhelmsplatz vor das Gebäude der ««ssellschast begeben. Es kam z« kleinen Zusammen- stötzen vor dem Gebäude. Im übrigen verbreiten sich die Demonstranten rnüia Streikposten beherrschen die Straßen vollständig. Polizei und Sicherheitswehr sind nicht anwesend. Der Rote Vollznasrat bat znm Jahrestage der spartakisttschen Revolution, 9. Januar, ; einen Aufruf an die Eisenbahner Deutschlands erlassen, der zu allgemeinen Beiriebseiustesinnge» anffvrdert, um , die Revolution des November 1918 fortznscßen.

Vor dem AnMM der RaWkattonen.

w Genf, 8. Januar. cS. E.) Nach Pariser Blät- termeldttugeu von gestern früh werden nach der Hiiter= zeichnung des FriedenSvertrages durch Deutschland ant i kommenden Sonnabend die Besprechungen der Entente- minister in Paris am nächsten Montag beginnen. Frü­hestens nach weiteren acht Tagen werde der Friedens- vertrag in.den alliierten Ländern Rechtskraft erlangen.

* * Genf, 8. Jannar. lT. U.) Der Austausch der Natifikatstnisurkunden und die Unterzeichumig des SchlnßproiokollS wird im Pariser Mtnisterium des ; Mtsivärtlgen stattfinden, in demselben Saal, in dem im ' Jahre 1850 die iknterzeichuung des Pariser Friedens stattiand. der dem Krimkrieg ein Ende machte. Zu- l nächst wirft die lhttu \eichmuw des Protokolls vorn 1. i ' November ( folgen. Dann wird M5 Arttwortschreiberi ! des Obersten Rates überreicht werden, das gestern fest- j gelegt worften ist und den llnifang des abzulieferuden , Materials von 400 000 Tonnen auf insgesamt 275 000 Touuen fest seist von denen 192 000 Ton« m sofort gelie­fert werften »«üsscu. Zum Säiluß wird die Zeremonie des Austausches der RatrsikatiottSurkunde» durch die 14 verbündeten Staaten, die den Bersailler Vertrag un=-- terschrieben »nd ratifiziert haben, und durch Denttch- land Hahfinbcn. Frankreich wnd bei der Zeremonie durch Dutasta oder Jules Eümbvn vertreten werden Die Pariser Blätter berichten, gleich nach dem Jn.krast- treten des Friedensvertrages werde der fra»zösische Geschäftsträger de Marcilly nach Berlin abreisen, und LegationSrat greiften von LerSner werde als criter Geschäftsträger der deutschen Repnolik m Frankreich

ht daS VotschaktSgebSud« in der Rua N All« MSer»; siedeln.

Austausch »er «attstkattoueu Bs «. Jam^r.

** Paris, 8. Januar. lWTB.) W« dirJtttra». figeant" mitteilt, wird der Austausch »er RatiftkatiMM nrtnxften ipSleste«S am Donnerstag, 15. Januar, statt« finden.

Gewaltmittel gegen Deutschland.

** Berliu, 8. Januar. (S. C.) Nach einer Mel­dung des PariserEcho" haben die deutsche« Delegier« ten dem Verlangen des Alliierten-Rates zngesttm«^ daß unabhängig von dem zu uuterzeich«eude« Fries deusprotokoll die Bestimmungeu des Wasfeustillstau« des in Straft bleiben uud Satz, soweit sie von Deutsch­land -loch nicht erfüllt ft«», in kürzester Frist zur Erle« diguug zu bringe« sind.

Mitzstände in einem französischen Kriegsgefasseneulag«.

^ Berliu, 8. Januar. (T. U.) Der Schweizer Ge­sandtschaft ist eine Verbalnote der deutsche« Regier««« wegen der Mitzstaude im französischen Kriegsgefas« geueulager von Chatean-Lando» überreicht worden.

Die Toten des Weltkrieges.

»* Brauuschweig, 8. Januar. lS. C.i In der Ver­sammlung des Braunschweiger Beamtenausschusies teilte Minister Ronneburg mit, Satz nach den neu auf­gestellten Listen Deutschland 1 Milliou 725 000 Tote im Weltkriege zu beklagen habe. Bisher war die Zahl der Toten des Krieges nur mit 1 Million 500 000 amtlich bekannt gegeben.

Die Schweizer BölkerbnnSssorge«.

* Bern, 8. Januar. (WTB.s Die Schweizer Presse aller Richtungen befaßt sich mit der Antwort des Ober­sten Rates auf die Note des Schweizer Bundesrates vom 6. Dezember 1819, welche die Stellung der Schmerz znm Völkerbund darlegt. Es wird mit Bedauern fest- gestellt, daß über einige Punkte nachträglich abweichende Meinungen zutage getreten sind. Es werden anderer­seits Schrttte unternommen werden, um vor dem Zu­sammentritt der Bundesversammlung am 2. Februar eine Klärung der ganzen Angelegenheit herbei-ufirbren. Es handelt sich insbesondere um die AngelegeMei: der Neutralität der Schweiz und um den Zeitpunkt. m>- Frist am».Beitritt der S" ^ -um".BvM«ound zu

Einbernfuug »er JahresklE MR- I« Frankreich.

t-* Paris, 8. Januar. lWTB.) HavaS. Früher war berichtet worden, daß die Jahreskiasie 1900 in zwei Etappen in Frühjahr und im Herbst einberufen wer­den sollte. Nach demJournal" stellt man jedoch in Aussicht, die ganze Jahresklasse in den letzten Tagen des März einzuziehen, da die Jahresklaffe 1918 mr April entlassen werden soll.

Sie «irijchsfillche Loge des Seiche».

Industrielle beim Reichspräsidenten.

e-f Berlin, 8. Januar. lT. C.) Reichspräsident Ebert empsing gestern im Beisein des Reichskanzlers und anderer Minister das Präsidiirm des Reichsver- bandes der deutschen Industrie. Der Verbandsvor­sitzende Dr. Sorge zeichnete in längeren Ausführungen die Lage der öeurfchen Industrie und brächte die ein­zelnen Wünsche der Industrie zum Ausdruck: insbe­sondere wies er auf die einseitige Bernckstchtiguug »er Verbrancherinierefleu hiu. Der Redner bat den Reichspräsidenten, seinen ganzen Einfluß mit allem Nachdruck dahin geltend zu machen, daß im neuen Jahre eine einheitlich und kraftvoll durchgeführte Pro» »uktieuspolitik getrieben würde.

In seiner Mwiöerung führte der Reichspräsident u. a. auS: Die Erfüllung der Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes ha- heute allen anderen Ansgaven voran zn geben. Die Regierung ist sich jedoch klar dr­über, daß die Erreichung dieser Ziele im Innern nicht nur von der freien Betätiqnnq der Uuternehmcr, son­der» auch von ß öfteren Bedingungen ab hängt, deren Erfüllnna in gleicher Weise Vorausseyung des Erkol- ges ist. Eine dieser Voraussetzungen ist die Hebung der stark qesnnkeuev Arbcitsfrendigkeit der Arbeitnebmer. Die Reichsregierung -ist eiifOhlm"ku, jeder unberechtig­ten Arbeitsverweigerung im Interesse der Allgemein­heit und im Interesse der Arbeitnehmer selbst entge- genzntrete». Sie erblick: aber auch andererseits ihre Aufgabe darin, die berechtigten Forderungen der Ar­beitnehmer so zu erfüllen, wie es zur vollen Entfaltung der gewerblichen Proönktton erforderlich ist. Im In­teresse aller Unternehmer liegt es, selbst Maß-iahmen, die dem Geiste sozialer Fortentwicklung entsprechen, SereitroiNig auf sich zu nehmen, statt sich dagegen zu wehren und sie sich erst aufzwingen zn lassen. Weiter­hin kann uftue die Gesundung unserer zerrütteten Ft- Minzen die völlige Entfaltung innerer Produktionsfa- Higkeit weder erreicht noch wirksam werden. Die finan*- zielie Lage Deutschlands fordert gebieterisch durckgrei» fende Maßnahmen. Den Borwurf einseitiger Jnteres- scnvolitik wies der Reichspräsident mit aller Entschie­denheit zurück. Von der vaierländischen Gesinnung der deutschen Industrie erwarte er aber, daß sie in Wittdi- öima aller Schwierigkeiten und Heunnungen der bitte­ren Notwendigkeit der Lage gerecht werde.

Im Anschluß daran würde in mehrstündiger Aus­sprache die wirtschaftliche Lage des Reiches nach den verschiedensten Richtungen hin erörtert In den Pro- duktionSfraaecl trat dabei eine iveitgehende Ueberein- stinnnung zutage ..

Der Kurs der asterrelchuchen Polittlr.

Im FtüamzauSschuß der deutsch-österreichischen Na- tionaloersamunmia erklärte StaatSkanzler Renner, nach der Pariser Reise Änne er hoffen, daß die weieutlichstew