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Äre Hand gelangten. Unter Leitung der englischen s daß so große Beispiele fit unseren Kindern uns um« SntHtslrnücitfjeeJ Thomson in Bukarest wurde ein way- deskindern fortwirken als Zeichen einer wahrhaft gro»

res Berheerungskomitee nach Ploesti entsandt, das alle Vorräte zusammenkaufte und die Reservoirs in Brand steckte. Thomson konnte aber sein Ziel nicht annähernd erreichen. Allerdings wurde großer Schaden ange- richtet, aber in kurzer Zeit wieder gutgemacht. An Petroleum, Benzin und Parafin wurden große Vorräte unversehrt vorgefunden. Der rumänische Rückzug ging so schnell vor sich, daß die Rumänen selbst die Zisternenwaggons nicht fortschaffen konnten, von denen auf den Stationen und auf offener Strecke Hun­derte stehen. Sobald die Eisenbahnverbindung wieder hergestellt ist, beginnt der Abtransport der Petroleum- uno Benzinvorräte.

Griechische Fragen.

, Einer Rotterdamer Drahtung zufolge meldet nach demNieuwe Äott. Cour." der LondonerDaily Tele- e" nom Montag aus dem Piräus: Der Reservi­

stband und die Militärs suchten es dahin zu brin- sen, daß die griechische Regierung ihre Annahme des Ultimatums wieder zurückueyme. Die Lage scheine sich nach einer Richtung zu ändern, wo die Behörden sie nicht mehr genügend beherrschen könnten. Die Diplo­maten der Ententemächte seien pessimistisch über die Aussichten.

(Sollten Reuter und Havas, als sie die bedingungs­lose Unterwerfung Griechenlands meldeten, etwa einer Mystifikation zum Opfer gefallen fein?)

Berljngske Tidende" meldet lautB. L.-A." aus Paris: Einem Telegramm aus dem Piräus zufolge, hat sich der Zustand des Königs Konstantin verschlim­mert. Wie verlautet, wird eine neue Operation für not­wendig angesehen.

Nach einer Meldung desRutzkoje Slowo" aus Korfu haben in Saloniki weitere Material- und Trup­penlandungen in größerem Umfang stattgefnnden. Die gelandeten Truppen sind einer neuen, in der Aufstel­lung begriffenen Armee in Aegypten entnommen.

Tauchbootpost nach Amerika.

Gewöhnliche Briefe und Postkarten nach den Ver- emigten Staaten von Amerika und neutralen Ländern im Durchgang durch die Vereinigten Staaten (Mexiko, Mittel- und Südamerika, Westindien, China, Nieder- ländisch-Jndien usw.) können die nächste Zeit durch ein Handelstauchboot befördert werden. Die Versendungs-' dedingungen werden in Kürze amtlich bekannt gegeben werden.

Die Bedeutung der englischen Frachtraumnot.

Im Zusammenhang mit der in England immer fühlbarer und drückender werdenden Frachtraumnot dürften ein paar Ziffern interessieren, aus denen die wachsende Bedeutung dieser Frachtraumnot auf das au= genicheinlichste erhellt. Zum Transport eines Armee­korps sind allein 75 Dampfer von je 4000 Bruttoregi- stertonnen nötig. Der einzelne englische Soldat bedarf für den Transport von England nach Saloniki des 16fa- chen Schiffsraumes wie von England üver den Kanal. Eine Tonne Weizen, die von Australien nach England gebracht werden muß, hat 8%mal mehr Schiffsraum nö­tig als die gleiche Menge aus den Vereinigten Staa­ten, eine Tonne Weizen aus Argentinien über 2mal so viel als aus den Vereinigten Staaten. Angesichts dieser Ziffern wird man den Schmerz desDaily Te­legraph" verstehen, der in seiner Nummer vom 12, De­zember schreibst Wenn wir ' zur SLe Zersägen, versa­gen wir auch zu Land. Die Beherrschung der See ist nutzlos, wenn wir die Freiheit der See, welche die Kriegsflotte uns gewährt, aus Mangel an Handels­schiffen nicht in vollstem Maße benutzen können.

Ei» großer italienischer Postdampfer versenkt.

DasPetit Journal" erfährt aus Genua, daß der große italienische PostdampferPrincine Tomaso" von einem deutschen Unterseeboot versenkt wurde.

Sie fünfzehn Leihen.

Der Familienverband derer von Oertzen zeigt so­eben in einer Trauerkundgebung an, daß von der Fa­milie Oertzen bis zum 12. Dezember 1914 neun Mit­glieder den Heldentod für ihr Vaterland gefunden hat­ten, und daß inzwischen wiederum sechs freut gleichen Schicksal verfallen sind. Fünfzehn Mitglieder einer Fa- milie in diesem Weltkrieg ist gewiß an sich ein erhabenes Beispiel von Opfern für das Vaterland, von Hingabe für die Gesanüheit und von vorbildlicher Tugend, dem Lande, das einen geboren hat, alles zu geben, was aus einer Familie nur immer für diesen höchsten Zweck herausgeholt werden kann. Es ist aber sicher, daß dies heroische Beispiel nur ein Fall von vielen ist, und daß die Namenlosen, die das Schlachtfeld oder die hohe See nun friedlich deckt, in ihren Familien viele ähnliche Fälle zu verzeichnen haben. . , ,

Die Entsetzen des Krieges kommen einem bei sol­chen einzelnen Beispielen, wie der Kundgebung des Familieuverbandes derer von Oertzen aber ganz be­sonders zum Bewußtsein, denn wir greifen hier förm­lich mit Händen, rvelche jugendliche Kraft, welche Fülle von Zukunft aus einer einzigen Familie durch, den Krieg verloren geht, und wie die namenlosen Benmele das gleiche Schicksal millionenfach wiederholen. Ehre und Ruhm bleibt den Gefallenen, die sich für die Le­benden geopfert haben, aber den Lebenden bleibt die schwere Pflicht, es ihnen über das Grab hinaus zu fransen. Zu danken aber nicht nur in Erinnerung und in Wehmut, sondern in Stolz und.durch Taten, ihr Vaterland, das die Lebenden nicht mit gleichen Opfern schützen konnten, auf andere Art zu schützen und auf andere Art für die Zukunft zu erhalten. Die Toten sprechen in dieser Hinsicht eine höchst lebend ge Sprache zu den Lebenden. Sie mahnen uns an die wirkliche Größe dieser Zeit, und sie machen es uns leicht, über die vielen kleinen Mißhelligkeiten des täglichen Daseins hinwegzudenken und hinwegzufühlen.

Wir spüren bei solchen Todesanzeigen wie der von den fünfzehn Oertzen euren Hauch der Ewigkeit, die von Geschlecht zu Geschlecht geht und den einzelnen in Glück und Trauer überdauert. Wenn wir solchen Ge- damen der Ewigkeit in diesen Krieg hincindenkerr, so verschwindet vieles von seiner Furchtbarkeit, und wir sehen über die Gegenwart in die große und gesicherte Zukunft des Deutschen Reiches, zu der jeder der fünf­zehn Oertzen und der Millionen Namenlosen sein Teil beigetragen hat. Ja, es ersaßt uns von solchem hohen Gesichtspunkte aus eine tiefe Freude, wie hier aus dem Tode neues Leben blüht, und wie der Krieg in all sei­ner Grausamkeit doch auch immer wieder Momente und Erscheinungen von höchster Erhabenheit uns nahe-

ist der Tod unserer Helden für uns kein Ab­schluß, sondern etwas lebendig Fortwirkendes, ein Teil unseres eigenen Daseins und ein Teil des Ganzen, aus dein wir hervorgegangen sind und für das wir weiter- leben. Wir danken ihnen allen voll Ehrfurcht über das Grab hinaus für die Treue, die sie ihrem Vaterland und uns Ästen haben, und wir weisen daM Weit

tzen und gesegneten Zeit.

Kriegsallerlel.

Ein neuer französischer Generalstabschef.

General Ntvelle hat nach einem Pariser Telegramm derBasier Nachrichten", den aus der Artillerie her­vorgegangenen Brigade-General Pont unter Beförder­ung zum Munitionsgeneral zum Chef des Generalstabes ernannt. Pont ist ein jüngerer Offizier, der erst zu Beginn des Krieges als Oberstleutnant dem General­stab zugeteilt wurde.

Italiens Kohlenmanget.

Aus ganz Italien kommen Klagen über den Koy- lenmangel, der täglich schärfere Formen annimmt. In den meisten kleinen Gasanstalten macht sich der Mangel Kohlen bereits so stark fühlbar, daß der Betrieb be- s auf ein Bruchteil eingeschränkt werden mußte.

an

reits auf

Russische Stiefelpreise.

Aus den russischen Blättern ist zu entnehmen, datz in Rußland, dem Lande, wo es bis zum Kriege die besten und billigsten Stiesel gab, die Preise für Schuhwerk eine geradezu phantastische Höhe erreicht haben. Ein Paar elegante Damenstiefel kosten in Petersburg jetzt 140 Rubel, während der Preis für die billigsten Damen­stiefel 75 Rubel beträgt. Dabei sind diese aber nur aus Stoff mit ganz wenig Lederteilen. Vor dem Kriege wa- ren solche Stiefel für S Rubel überall zu haben.______

Politische Rundschau.

Baron Burian tritt zurück. Der österreichisch-un­garische Minister des Aeußern, Baron Burian hat demis­sioniert. Zu seinem Nachfolger wurde Graf Ottokar Czernin ernannt. Graf Czernin, der bekanntlich zuletzt österreichisch-ungarischer Gesandter in Bukarest war, gilt als einer der hervorragendsten Vertreter der öster­reichisch-ungarischen Diplomatie. Herr Burian wurde an Stelle des zurücktretenden Prinzen Hohenlohe zum gemeinsamen Finanzminister ernannt.

Radoslawow in Berlin. Der bulgarische Minister­präsident Radoslawow hat sich einige Tage incognito in Berlin aufgehalten und ist, wie er selbst versichert, mit den besten Eindrücken von dort geschieden. Es be­stehe in den Zielen der Politik und in den Mitteln vollste Uebereinstimmung zwischen den Verbündeten. Nah­rungssorgen habe Bulgarien nicht. Er habe seinerzeit in der Sobranje ohne ausdrücklich auf das bevorstehende Friedensangebot anspielen zu wollen, seiner festen Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß der von allen Völkern herbeigesehnte Weltfrieden nicht allzu lange auf sich warten lassen wird. Das ist der Inhalt eines län­geren Interviews, das die ,^ossische Zeitung" veröffent-

Der türkische Parlamentspräsident nach Berlin eins geladen. Der Präsident des Deutschen Reichstages hat, wie dieF. Z." aus Konstantinopel erfährt, den Präsi­denten des türkischen Parlaments, Hadji Ädyl Bei, zu einem Besuch in Berlin Mitte Januar eingeladen. Hadji Adyl wird der Einladung Folge leisten.

Vermischtes.

--..^ Die crsts. E &f lat^ grö^teife^Mfe^ Cas« sel schreibt man uns: Man hat lange danach geforscht, wo und auf welche Weise die erste feindliche Fahne in diesem Kriege erbeutet wurde. Eine Spende des jetzt in Charlottenburg ansässigen Konsuls von Argentinien, Carl Grebe, der für den Angehörigen des 11. Armee­korps, von dem die erste feindliche Fahne erobert wurde, 500 Mark Belohnung ausgesetzt hatte, führte schließlich zu der Feststellung, daß nicht nur die erste feindliche Fahne innerhalb des 11. Armeekorps, sondern die erste feindliche Fahne in diesem Kriege von dem Unteroffi­zier der Reserve A. Schiebenhofer erbeutet wurde. Es handelt sich um die Fahne des russischen Jnfanterie- Reginrents Nr. 119, das seinen Standort vor dem Kriege in Bialystok hatte. Der Unteroffizier gehörte dem Göttinger Infanterie-Regiment Nr. 82 an, das zu­sammen mit dem Infanterie-Regiment Nr. 32 aus Meiningen das Gut Adamsheide in Ostpreußen erstürmt

hatte. In den folgenden Gefechten gelang es nicht nur, einen russischen Brigadestab, sondern mit ihm auch die erwähnte Fahne zu gewinnen. Diese erste in diesem Kriege erbeutete Fahne ist eine sogenannte Ritter-Off orgs-Kreuz-Fahne, wie sie die alten, kampferprobten rus­sischen Regimenter aus dem Jahre 1812 zu führen be­rechtigt waren.

Butter- und Eierkontrolle auf Reisen. Aus Pader-

-e-

born wird gemeldet: Seit Samstag werden die hierher­fahrenden Landfrauen und die das Land aufsuchenden Personen einer scharfen Kontrolle unterzogen. Diese vom Generalkommando auf wiederholtes Ersuchen des Ernährungsamtes eiugeführte Kontrolle bezweckt na- mentlich die Verhinderung des unerlaubten Absatzes von Butter, Eiern usw. innerhalb und außerhalb des Kreises Paderborn. Gleich am ersten Tage wurde fast ein Dutzend Frauen angehalten; die verbotenen Le­bensrnittel wurden beschlagnahmt und Frauen wie Hamsterinnen zur Anzeige gebracht. Auch die Militär- urlauber werden vor der Abreise kontrolliert, ob sie nicht gehamsterte Butter usw. aus dem Kreiseent­führen".

Sie Heilige Nacht im Volksbrauch.

Von Gustav Lindt.

Wieder läuten die Weihnachtsglocken in die Winter­nacht hinaus und tragen ihre Klänge zu denen, die noch immer schwere Wacht halten müssen im blutigen Kampf gegen das Heer der Feinde. Die dritte Kriegsweihnacht! In wie vielen Herzen keimt wohl die Hoffnung, daß vielleicht der Tag nicht mehr fern ist, der uns die Früchte der blutigen Saat ernten läßt, der uns den Frieden bringt. Deshalb wollen wir auch in diesem Jahre das heilige Fest feiern nach alter Titte, stiller vielleicht, aber erfüllt von dem Gedanken, daß unsere Hoffnung uns nicht trügen wird. Die Kraft der deutschen Faust ist heilige Kraft.

Ein Fest feiern heißt gewöhnlich, eine Anzahl von alteingewurzelten Bräuchen Wiederaufleben lassen. Un­gerade die Weihnachtszeit birgt eine solche Fülle uralter und zum Teil auch in ihrem Ursprung noch unacdeu- teter Sitten bei allen Kulturvölkern, daß ein Rückblick auf ihre Entstehungsmöglichkeiten nicht ohne Reiz ist. schon aus dem Grunde, weil sie uns vielfach in eine Zeit zurückführen, in der noch urgermanischer, heidnischer Aberglaube herrschte und die Furcht vor den Göttern die Menschen bedrängte und entmutigte. Fast immer spielt das Licht in der Weihnacht eine bedeutsame Rolle. Kann man sich ein Christfest ohne Lichterglanz doch kaum vorstellen. Dies ist daraus erklärlich, daß der Ursprung des Weihnachtsfestes mit dem SonnenkultuS eng ru- lanlnle.nbüuot.

Ein alter schöner WeihllachtSbrauch, der anerwttAb­itur auf die katholischen Länder beschränkt ist, ist das Aufstellen von Weihnachtskrippen. Schon im frühen Mittelalter entstanden, und ursprünglich in der einfach­sten Ausführung, hatten die Krippen den Bwea, uew Volke das Leben des Heilands zu veranschaulichen. AuS diesem Grunde versetzte man sich bet der Nachbildung der Geschehnisse sehr häufig in die landesüblichen Ver­hältnisse, sodaß die altdeutschen Krippen gewöhnlich keinen orientalischen, sondern gut deutschen Charakter zeigen und darum auch kulturhistorisch wertvoll sind, weil sie das Volksleben jener Zeit oft bis ins kleinste ge­treu wiedergeben. Der einfache und schöne Sinn der Krippen wurde indes bald vergessen, und man stattete sie immer prächtiger aus, bis sie endlich in einer Weise ausarteten, die kaum mehr überboten werden konnte. So errichteten in Neapel reiche Familien Krippen, die sog. Präsepien, die mit ihren prächtigen Schaustellun­gen eine ganze Flucht von Zimmern beanspruchten, und zu deren Besichtigung Reich und Arm sich drängte. In manchen Kirchen spielte die Weihnachtskrippe immer noch eine wichtige Rolle. Ein seltsam sinniger Brauch herrschte seinerzeit in Zürich, wo, solange die Krippe in der Kirche war, keine Prozessionen abgehalten wurden, damit das in der Krippe liegende Jesuskind nicht schon das Kreuz sehe, an dem es später sterben müsse.

Aus der Sitte der Krippeneinrichtung entstanden im elften Jahrhundert auch in den protestantischen Ländern die nächtlichen Weihnachtsspiele, die in den Kirchen auf- geführt wurden und von der Geburt und dem Leben des Heilands handeln sollten. Manchmal werden, wenn auch in sehr anspruchsloser Weise, in manchen Gegenden, besonders in den süddeutschen Gebirgsländern, auch jetzt noch am heiligen Abend Weihnachtsspiele aufge- führt, gewöhnlich von herumgehenden verkleideten Kindern, die in verteilten Rollen alte Weibriachtssprüch« hersagen. Auch in einigen Teilen Ostpreußens war es lange Zeit Brauch, daß Weihnachtslieder singende Kin­der, als Engel verkleidet, mit einer Wiege, in der das Jesuskind lag, und einem an langer Stange sitzenden Stern durch die Dörfer zogen. Seltsame Weihnachts­spiele lebt man, wie der Forscher Nork berichtet, in Spanren wo als Hirten und Engel verkle'd-:s Perso­nen, in ihrer Mitte Maria und Joseph, in der Kirche Tänze aufführen, wozu Musik und Tamburinklänge sie begleiten. Ungeachtet der Tänze handelt es sich hier um eine ernste kirchliche Feier, die, zumal da sie in der Nacht stattffndet, auf die Beschauer zumeist einen tiefen Eindruck hervorruft.

Einen starken Hang zur Prosa zeigt im Gegensatz hierzu die Feier der heiligen Nacht in Schottland, na­mentlich im schotffschen Hochland. Die ganze Nacht wirb rEmltch damit zugebracht, das Essen für den folgenden Festtag herzurichten. Man hackt Holz, drischt das Fut­ter für das Vieh, kocht und bratet. Dazwischen werden allerhand Kartenspiele gespielt oder auch Clodham, ein beliebtes schottisches Kugelspiel. Den Vorbereitungen entsprechend ist auch der Christtag in erster Linie dem Essen, Trinken und dem Spiel gewidmet, sodaß das re­ligiöse Dtoment beim schottischen Hochländer ziemlich in den Hintergrund tritt.

Das deutsche Volk schlägt auch in der Feier seines Wechnachtsfestes den goldenen Mittelweg ein. Es ge­denkt der frommen Bedeutung des Festes, genießt den poesievollen Zauber der alten sinnigen Bräuche, läßt aber auch der materiellen Seite ihr Recht. Und w soll es auch sein, denn romanische Uebertreibungen liegen ^»«WDWMM WK WbWK wollen wir nur eines heraushören: Alle Herzen hinauf! Es muß doch Frieden werden!

Weitere Drahtnachrichten.

Zur Note Wilsons.

9-*> Rotterdam, 23. Dezember. (T. 1L) Der Wa­shingtoner Korrespondent derTimes" telegraphiert lautB. L.-A.", er müsse das englische Volk davor war­nen, anzuuehmen, daß der Präsiderst blindlings die Kar­ten Deutschlands spiele. Man sei überzeugt, daß Deutschland, wenn es sein Friedensangebot wirklich ernst meinte, auf das Ersuchen Lloyd Georges um wei­tere Einzelheiten antworten werde. Wenn die Alliierten bedenken, das der Präsident die deutsche Versicherung aufnehmen mußte, wie es getan wurde, könnte das Vor­gehen des Präsidenten zur Folge haben, daß in Amerika und anderen Ländern, welche durch die Ereignisse in immer engere Beziehungen zu Wachington gelangt sind, eine starke Bewegung zur Unterstützung des Arguments von Llond Georges entstehen und jenes Argumeut lau, tet, daß es an Deutschland sei, zu beweisen, daß es in der Tat bereit sei, seinen Worten Eutscheiduug zu geben. Daily News" erfahren aus Washington, daß WUson mit vorheriger Kenntnis und der Unterstützung der neu­tralen Staaten vorging.

Ein Flüchtliugsasyl uiedergebrauut.

Stockholm, 23. Dezember. (T. U.) AuS Nisch» ntnowgorod wird lautB. L.-A" gemeldet: Das jü­dische Asyl für Flüchtlinge, in dessen engen Räumlich­keiten 2000 rumänische Juden untergebracht sind, ist tu der Nacht vom 17. Dezember von Feuer vernichtet wor­den. Das Holzgebäude branute in kürzester Zeit ute, der. Die Zahl der Getöteten wird auf 150 geschätzt; 450 sind etwa verletzt.

Die Lage auf dem rumänischen Kriegsschauplatz.

--^ Wien, 23. Dezember. (T. U.) DieWiener All- gemeine Ztg." meldet aus Sofia: Vom rumänischen Kriegsschauplatz wird hierher berichtet, daß die 9. Armee der Zentralmächte im langsamen Vorgehen aus Ram, uicu-Sarath begriffen ist. Das Zentrum und die Donau- Arrnee schließen sich eng an. Die Dobrudscha-Armee steht zwischen der Donau und Babadaa von den Donau- Mündungen nur noch 40 Kilometer entfernt.

Bewaffnete frauzöstsche Handelsschiffe.

^ Paris, 23. Dezember. (WTB.) Stach einer Meldung desPetit Parisien" aus Bordeaux wurden verschiedene Handelsschiffe mit Kanonen ausgerüstet, um sich gegen die deutschen Nboote verteidigen zu können.

Französische Marokkosorge«.

^- Bear, 23. Dezember. (WTB.) Die Pariser Presse berichtet von neuen Kämpfen in Marokko, wo der Ait-Ait-Stamm den Krazza-Sramm angriff, der sich unlängst den französischen Truppen unterworfen hatte. Um die Aufständischen zum Rückzug zu zwingen, «» ten starke Kräfte von Tadla entsandt werde».

Selbstmord eines rumänischen Generals.

t*> Budapest, 23. Dezember. (Privattelegr.) Wie der Kriegsberichterstatter desA ^Hag" aus Bukarest meldet, habe der nach der Schlacht am Argesul plötzlich verstorbene General Cottu keineswegs einen natürli­chen Tod erlitten, sondern Selbstmord verübt Man habe ihn des Hochverrats bezichtigt, da er die Ursache Ler Wiederüme zweien tet