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namhafte Abgeordnete aller Parteirichtungen vefänLen. Der Eindruck sei der, daß die Regierungspartei und die Opposition gleiche Enttäuschung fühlten.

In der geheimen Kammersitzung in Paris kam, wie berichtet wird, eine Regierungsvorlage zur Ver­handlung, nach der etwa eine Million Mann aus Al­gier, Tunis und Marokko anzuwerben seien, um diese als Arbeiter in Frankreich zu verwenden. Dadurch würden dann bis zum Frühjahr eine Million neuer Truppen aufgebracht werden. Während der Verhaud- lnugen erhielt Briaud Nachrichten über Anfstände der Eingeborenen in Algier. Infolgedessen kam die Vor­lage zu Fall.

Zünßig Festungen erobert.

Serbien sind es 15 Fe lendria, Pozarevac, Ne^

Nach der Bezwingung von Bukarest ist, wie uns ge­schrieben wird, in dem Siegeszuge der verbündeten Heere eine Höchstleistung geschaffen worden, wie sie bisher noch kein Krieg der Wett gesehen hat. Fast das gesamte euro­päische Festungsgebiet befindet sich mit Ausnahme der Festungen der neutralen Staaten in den Händen der verbündeten Zentralmächte. Nicht weniger als 50 Fe­stungen sind bisher von den verbündeten Mittelmächten erobert worden. Den Hauptanteil stellt Rußland: 18! Es sind dies in Wolhynien Luzk und Dubno, die wieder verloren gingen, ferner die Zentralfestung Brest-Li- towsk, dann Jwangorod, das Festungsdreieck Warfchau- Neu Georgiewsk-Zegrze, nördlich von Warschau, als Teile des gewaltigen Festungsgürtels die Festungen Se- rock, Pultusk, Nozan, Lomza, Ostrolenka, Ossowicz, Grodno, Olita und Kowno. Westlich von Rozan ist noch der kleine befestigte Platz Prasnysz zu erwähnen, um den lange gekämpft wurde. Als letzte Festung kommt Libau in Betracht. In Serbien sind es 15 Fe­stungen, nämlich Belgrad, Semendria, Pozarevac, Ne- gotin, Zajazar, Knazevac, Pirot, Belapalanka, Kragu- ievac, Nisch, Sultan Tepe, Egri Palanta, Nowa Warmch, Sjenica und Novibazar. Nicht alle diese Festungen haben einen bedeutenden Wert, aber es sind alles be­festigte Plätze. Wenn sie auch zumteil von den Serben ohne Kämpfe aufgegeben worden sind, so liegt das da­ran, daß die Serben die Aussichtslosigkeit ihres Be­mühens, sich hinter den veralteten Werken gegen deutsche Geschütze zu verteidigen, einsahen.

Im Westen haben wir eine große Anzahl belgischer und französischer Festungen erobert. Es sind hier ins­gesamt 11 Festungen, wenn man die hauptsächlichsten Befestigungsanlagen in Betracht zieht. Von ihnen ent­fallen 4 auf Belgien und 7 auf Frankreich. Während um die belgischen Festungen zumteil hart gerungen wurde, fielen die französischen Festungen größtenteils beim Ansturm des ersten siegreichen Vormarsches in un­sere Hände. Bei den 4 belgischen Festungen handelt es sich um die Erstürmung der Festungen Lüttich und Na- mur und zwischen ihnen die kleine Sperrfestung Huy, welche den Weg gegen Antwerpen deckte. Als merte Festung ist in Belgien die starke Festung Antwerpen zu verzeichnen. In Frankreich befinden sich in deutschen Händen die Festungen Lille, Maubeuge, Givet, Longwy, Laon, La Fere und Camp öe Romains, außerdem noch eine Anzahl kleinerer Befestigungsanlagen.

Die 45. Festung, die erobert wurde, ist die galizi- sche Hauptfestung Przemysl, die bekanntlich von den Russen erobert und lange Zeit besetzt gehalten worden war. In Rumänien sind nun 5 Festungen in unsere Hände gefallen, wenn man nur die festungsartia aus­gebauten Plätze berücksichtigt, ohne jedoch die befestigten Stützpunkte wie Predeal, Smaia usw. in die Berechnung

Constanza und jetzt fiel die Hauptfestung Bukarest als 50. Festung in die Hände der deutschen, österreichisch- ungarifchen und bulgarischen Truppen. (OKM.)

Das französische LinienschiffSuffren" verloren.

Paris, 8. Dezember. (WTB.) Das Marineminl- sterium gibt bekannt: Das Linienschiff S u s f r e n " (12.730 Tonnen), das am 24. November nach dem Orient abgegangen war, ist nicht angekommen. Es wird für verloren gehalten. Die Besatzung derSuffren" be- trng 18 Offiziere, 700 Mann.

Das- LinienschiffSuffren" stammt aus dem Jahre 1899.

Wie England der zunehmenden Unterseebootsgefahr begegnen will.

LautVoss. Ztg." bereitet die englische Admiralität die Verschmelzung aller Flotten der Alliierten vor, die unter dem Befehl der englischen Admiralität stehen sollen. Auch Japan solle seine Seestreitkräfte zum Teil nach Europa bringen, um andere Geschwader freizu­machen. So hofft England der immer mehr zunehmen­den Unterseebootsgefahr gegen die eigene Küste z« be­gegnen.

16 russische Munitionsdampfer versenkt.

In den letzten Wochen sind nach einer Meldung der Weser-Ztg." aus Stockholm von den deutschen Ubooten im nördlichen Eismeer 16 mit Munition beladene Dam­pfer versenkt worden, die für Rußland bestimmt waren.

Die Männer um Lloyd George.

T. U.-Drahtung aus London.

Ueber die Pläne Lloyd Gorges wird gemeldet, daß die Arbeiterpartei zwei Sitze im Kabinett erhalten solle, nämlich einen im Kriegsrat und drei Sitze tm Ministe­rium. Wie weiter verstautet, will Lloyd George in sein Kabinett 12 Mitglieder ausnehmen, nämlich 5 Unioni- sten, 5 Liberale und 2 Arbeiterabgeordnete. Aus dieser Anzahl soll ein kleiner Kriegsrat ernannt werden. Die hauptsächlichste Schwierigkeit für Lloyd George sei es augenblicklich, eine genügende Vertretung der Liberalen zu erhalten, da fast alle liberalen Minister sich weigern, unter ihm an stehen. _ t

Nach einer Amsterdamer T. U.-Drahtung meldet der parlamentarische Mitarbeiter derTimes" daß Carson als Minister ohne Portefeuille in die Regierung aus­genommen werden wird: Bonar Law wird wahrschein- lich Finanzminister wcröcn; Lord Curzon und Balfour sollen beide zu Sekretären des Auswärtigen Amtes er- nannt werden. Unter den anderen Mitgliedern der früheren Regierung nennt man Lord Robert Cecil, Wal­ter Long und Austeu Chamberlain, die in die neue Regierung wahrscheinlich ausgenommen werden sollen. Chamberlain bleibt vermutlich Minister für Indien. Herbert Samuel, der heutige Minister des Juuenr, hat voll einem Sitz in der neuen Regierung abgesehen, ebenso Grdy, Harconri und andere Liberale. Lord Derby wird vielleicht Kriegsminister werden, er ist augenblicklich UnterstaatSsekretär des Kr eaes. Lord Millner, der Vorsitzende deS Lebensmittelausschusses, wird voraussichtlich Lebeusmitteldiktator werden.

Mquith lehnt königliche Hnldbewctfe ab.

DieMorning Post" meldet, daß Asqnitb ein kö­nigliches Handschreiben erhielt, in dem der König ihm seinen Dank für die großen, dem Lande erwiderten dienst« »uösvrtcht und thu; die Peerswürbe und den

Hosenbandorden anviets. ASausth hat diese Auszeich­nungen dankend abgelehnt.

So laut und geräuschvoll sich der Rücktritt Asquiths vollzogen hat, so still und unauffällig ist, wie derB. L.-A." schreibt, Grey vom Schauplatz seiner langjäh­rigen Tätigkeit verschwunden. Er muß einem Ersatz­mann Platz machen, weil er Lloyd George noch nicht scharf genug ist als Vorkämpfer der deutsch-feindlichen Koalition. Wir haben keinen Grund gehabt, uns vor Grey zu fürchten. Wir werden auch, gestützt auf unser Recht und unser Schwert, mit seinem Nachfolger fertig werden.

Die Bletfaöe Griechenlands.

6*9= Lugano, 9. Dezember. (T. U.) Die mit dem 8. Dezember begonnene Blockade Griechenlands be­wirkte, nach einer Meldung aus Athen, die völlige Isolierung Atticas und Thessaliens. Die Athener Kreise hegen die Befürchtung, daß die Ententemächte noch weitere und schärfere Maßregeln zu treffen beab­sichtigen. Die Bevölkerung Athens scheint vollständig auf der Seite des Königs zu stehen, desgleichen die Mehrzahl der Provinzbewohner.

Zur Verhängung der Blockade über Griechenland sagt derVorwärts": Die Schützer der Kleinen zeigen ihr wahres Gesicht. Seit Griechenland sich gegen den Willen der Entente sträubte, wird es von dieser zum Hungertode verurteilt. Und diese Männer wollten im Ernst über Belgien Entrüstungsreden halten, die diesen schamlosen Gewaltakt mitmachen!

Die Mobilisierung des griechischen Heeres bestätigt sich, wie dieVoss. Ztg." meldet. Sie nimmt ihren ungestörten Verlauf. Man vermutet, daß die Regierung die nötigen Lebensmittelvorräte aufgespei­chert hat.

Ein Thronwechsel in Griechenland?

Wie der Konstantinopeler Korrespondent derFrkf. Ztg." von sehr informierter Seite erfährt, haben sich die Ententestaaten geeinigt, falls sich ein Thronwechsel in Griechenland notwendig erweist, den ältesten Sohn des Prinzen Georg von Griechenland, Petros, zum König zu proklamieren. Da Prinz Petros erst im 9. Jahre steht, sei Venizelos während der Minderjährig- keit als Regent Griechenlands ausersehen. Prinz Georg ist mit einer Tochter Roland Bonapartes ver­heiratet und weilt seit einiger Zeit unfreiwillig in Pa­ris. Seine Anwesenheit in Athen galt als nicht er­wünscht.

Explosion eines griechischen Zerstörers.

Nach einer Stefani-Meldung ist der vom Admiral Fournet beschlagnahmte griechische TorpedojägerPan- thir" infolge einer Entzündung der Petroleumvorräte in die Luft geflogen. 5 Mann der französischen Be­satzung wurden getötet, 25 verwundet.

DerPanthir" war 1911 vom Stapel gelaufen, hatte 256 Tonnen Verdräng, lief 30,5 Seemeiten und zählte 58 Mann Besatzung.

Kriezsallerlei.

England regelt den Kupferverbrauch.

Reuter meldet: Der Munitionsminister hat die Ver­wendung von Kupfer in allen Fabriken außer auf ^^^^^^^^^^^^^^^ftU|&i}»aae^£^Ulgi£i|^i£^aajUi. verboten, ebenso den.....Kauf imö Verkauf von Kupfer, das nicht von außerhalb des Königreichs stammt, ohne besondere Erlaubnis und hat ferner die Meldepflicht für alle vorhandenen Kupfervorräte und für alle Ver­träge über Käufe und Verkäufe von Kupfer angeordnet.

Der dänische Friedensverein.

Die dänische Friedensvereinigung hält um Weih­nachten im ganzen Lande Versammlungen für den Frie­den ab und fordert 8000 andere Vereine zur Unter- stützung auf, um fo die Friedenswünsche des dänischen Volkes klar zum Ausdruck zu bringen.

Die kanadischen Verluste.

Wie dieTimes" aus Torento meldet, beträgt die Gesamtzahl der kanadischen Verluste im Kriege 65 360 Mann, wovon 10 333 gefallen, 5400 ihren Verwundun­gen erlegen und 47187 verwundet worden sind. Die Gesamtzahl der Kanadier, welche freiwillig in die Armee ein getreten sind, beträgt nach Meldungen des Blattes 377 285 Mann.

Politische Rundschau.

Bassermann über den deutschen Siegespreis. Die Nationalliberale Rundschau bringt in ihrer neuesten Nummer einen Aufsatz -es Reichstagsabgeordneten Bassermann, worin sich dieser u. a. äußert: Entweder hat England die Macht, Deutschlands Weltstellung zu vernichten, dann wird es nicht zögern, diesen Schlag zu führen: oder die deutsche Stärke siegt, dann wird man versuchen, uns auf internationalen Kongressen um die Früchte des Sieges zu betrügen, man wird Völker- fchiedsgerichte einrichten und der Welt vom ewigen Frieden erzählen, man wird Kriegsordnungen beschlie­ßen, die uns unsere besten Waffen aus der Hand schla­gen. Und die englische Weltherrschaft wird stabil inert sein. Diesen Weg aber wollen wir nicht gehen. Dafür ist das deutsche Blut nicht geflossen. Wir müssen küm- pfen und durchhalten, bis uns die Siegesfrüchte reifen, bis uns teuflische, in Jahrhunderten erprobte ^taats- kuttst nicht mehr betrügen kann, bis der deutsche Sieg das Werk krönt.

Eine Konferenz der Rektoren aller deutschen Uni­versitäten, die in Halle a. S. zusammentritt, soll laut B. T." dazu dienen, die Wirkung des Zivildienstgesetzes auf die Universitäten zu besprechen.

Ein Prophelenspiegel.

Ein Blick um drei Monate rückwärts.

Zur Kriegserklärung Rumäniens schrieb Capus imFigaro" am 29. August: Die rumänische Kriegs­erklärung gibt der Welt die Gewißheit der deutschen Niederlage. Ob Deutschland das Herannahen der ab- wendbaren baldigen Bestrafung erkennen wird? Das ist die Frage von Wochen, vielleicht nur noch von Ta­gen. Rumänien verschifft dem Verbände die Zuversicht und den Beweis, daß Deutschland seinem Untergang nicht mehr entgehen kann. ,

Alsace" erklärte am 80. August: Die Knegserkla- rung bedeutet das Ende Oesterreichs, die Wiederher­stellung Serbiens, die Züchtigung Bulgariens, die Iso­lierung der Türkei und das Eindringen in Deutsch­land. Das Ende der Mittelmächte ist da.

Berthaulet schrieb in derLibcrte" vom W. August: In den Plänen der Verbündeten ist ein Grotz-Rumä- Uten ebenso unentbeürlich wie ein Groß-L-erbien für

daS Gleichgewicht in Europa. Rumänien greift jetz ein, da Munstion vorhanden. Bald werden die goT denen Tore des Orients wieder offen sein.

DerPetit Parisien" vom 29. August schreibt: 700 000 Mann werden zu unseren Armeen stoßen. Die Solgen sind klar vorauszusehen. Bulgarien wird im ugenblick zerschmettert, die Türkei wird abgeschnitten und außer Kampf gesetzt, die letzte Phase des KriegeS beginnt.

DasJournal" vom 28. August sagt: Die Ent­scheidung Rumäniens ist interessant, weil in chr die Garantie sicheren Erfolges liegt.

DerTelegraaf" vom 2. September schreibt: Der letzte entscheidende Akt des Weltdramas hat begonnen. Die Weizenpreise in London sind bereits stark gefallen in der Erwartung, daß die Dardanellen demnächst be­zwungen werden.

Vermischtes-

DaS Eiserne Kreuz für Kriegsberichterstatter. Die bekannten Kriegsberichterstatter W. Scheuermann und Rolf Brandt sind für Wre Verdienste um die Kriegs­berichterstattung mit dem Eisernen Kreuz zwester Klasse ausgezeichnet worden.

Die Rieseuverdieuste der «orwegischen Fischer. Die norwegischen Fischer haben in dieiem Jahre achtmal so viel verdient wie in Friedanszeitem Das kleine Fi­scherdorf Tromsö hat mit 173 Fahrzeugen allein für feine Fischfänge 6 Mill. Kr. verdient.

Um 80 000 Mark betrogen. Der Inhaber einer Zi­garettenfabrik in Hamburg, der 44 Jahre alte Kauf­mann Theodor Eggeling, hatte zwei wohlhabenden Her­ren vorgespiegelt, daß er, um große Bestellungen der Heeresverwaltung ausführen zu können, seinen Betrieb vergrößern müsse und dazu Kapital brauäre. Die Her­ren ließen sich überreden, sich an dem Geschäft mit zu­sammen 80 000 Mark zu beteiligen. Statt jedoch das Geld in den Betrieb hineinzustecken, behielt Eggeling es für sich und verschwand damit.

Zimmerreiuigung bei Festbeleuchtung. Das Leip­ziger Polizeiamt weist darauf hin, daß in der gegen­wärtigen Zeit der Koylenknapvhest es eine ernste Pflicht der Dienstherrschaften ist, darauf zu achten, daß die Dienstmädchen frühnwrgens beim Reinigen der Zim­mer nicht verschwenderisch mit dem Gas- und nament­lich dem elektrischen Licht umgehen. Die den polizeili­chen Frührunöen aufgetragenen Beooachtunaen hätten z. B. ergeben, daß noch jetzt im sogenannten Konzert­viertel von Leipzig zwischen 6 und 7 Uhr vormittags einzelne Stürmer bei einer Kronleuchterbeleuchtung von 6, 8 und sogar 10 elektrischen Kerzen gereinigt würden. Es sei dies eine geradezu unverantwortliche, vielen Dienstherrschaften gewiß nicht einmal bekannte Ver­schwendung der elektrischen Kraft.

Witze vom Tage. Kritik.Wie gefällt dir mein neuer Bräutigam? Den habe ich im Zoologischen Gar­ten kennen gelernt!"Hm, wohl am billigen Sonntag?" Die Pappendeckel-Sohlen. . . . Soll i' die Schuh' zum Schuster tragen?"Warum net gar, trag' f lieber zum Buchbinder!" Ktsmet. Gattin, lauf dem Spaztergang):Weißt du noch, hier am Denkmal war immer unser Renöezvousplatz! Wie oft bist du aller- dinqs nicht gefommen, wenn ich dich berbestellt hatte,

. aber es hat nichts genittzt, gekriegt habe ich dick doch!" Tröstlich. Mutter (nach der Trauung):Und nun, mein lieber Schwieqersöhu, versichere ich Sie meiner wohlwollenden Neutralität!" (Fliegende Blätter".)

Weitere Drahtnachrichten.

Hervorragende Leistungen unserer Panzerautomobile.

0-* Berlin, 9. Dezember. (T. u.) Im Feldzug in der Walachei haben sich deutsche Panzerautomobile ganz besonders ausgezeichnet. Nach der Ueberwindung des Szurduk-Pasies stieß ein Panzerwagen bis über Badeni vor, wo er Patrouillen abschotz. Westlich und nördlich Badeni waren die Rumänen mit dem Bau starker Stel­lungen beschäftigt. Das Automobil überraschte im Dorfe ein Bataillon Infanterie in Marschkolonne und mähte es in weniger als einer Minute auf eine Entfernung von hundert Meter mit drei Maschinengewehren nieder. 300 blieben tot und 150 verwundet am Platze, der Rest entfloh. Das Automobil fuhr dann über das Torf hin­aus und beschoß flankierend die im Bau befindlichen Stellungen, worauf der Feind sich eiligst zurückzog. Ein zweites Panzerauto machte eine kühne Erkundnngsfahrt nördlich von Bosiori de Bede. In dem nördlich gelegenen Dorfe Heuca waren rumänische Truppenverladungen festgestellt und der zur Aufklärung entsandte Panzer­wagen traf 15 Klm. vor den vordersten Kavalleriepostie- rngen in Heuca ein. Die Bevölkerung strömte zusam­men, bekränzte das Automobil mit Blumen, bewirtete die Mannschaft mit Wein im Glauben, ein russisches Automobil vor sich zu haben. Mitten im jubelnden Em­pfange fuhren drei Lokomottven in die Station ein, wo­rauf das Panzerautomobil sofort aus allen Maschinen­gewehren heftiges Feuer eröffnete. Die Bevölkerung stob indes auseinander und die Lokomottven suchten mit beschädigten Kesseln in Dampf gebüllt, zu entkommen. Das Automobil überholte indeß die Lokomottven bet Balaci und sprengte vor ihnen die Gleise, fodaß sie fest« saßen. Ein anderes Panzerautomobil erreichte 18 Klm. vor den deutschen Truppen die Babriliriie Orsova-Pi- Itafit und führte bei Strehaia die befohlene Zerstörung aller Signaleinrichtungen aus, wobei es ein anderes Automobil erbeutete.

Joffre tritt aus Gesnü-Seitsrückstchten zurück?

Genf, 9. Dezember. iX lt.) DasJournal de Geneve" bestätigt lautM. Mp." die Abdankung Jofs- res. Eine sstachricht. fügt daS Blatt hinzu, die in und außerhalb Frankreichs sicherlich angstvolle Erregung Öcrvorntfcn wird. Die offizielle Mirteilung wird in kurzem erfolgen. Als Grund für den Rücktritt des fran» Mischen Generalissimus werden Gesundbeiisrücksickten geltend gemacht. Als Nachfolger JoffreS kormnen nach der Pariser Presse Castelnau, Hoch und Petain in Frage.

Entschlossene Haltung Griechenlands.

i»* Budapest, 9. Dezember. (T. U.) Der Bericht­erstatter desAz Est" in Sofia erfährt lautB. L.-A." aus griechiMwr diplomatischer Quelle, daß zwischeu Alben und Sofia drahtlose telegraphische Verbindung besteht. Die Athener griechische Regiernng verständigte die Entente und die Zentratmawke, daß Grieckenland streng die bewaffnete Neutralität aufrecht crbalteu will, keiuerlei Konzesfione« an die Enientc mehr machen nnd jede «ene Herausforderung her Alliierte« als ein' Krieassall anlebeu werde