MM KWTW WMMM MM äM Ä Säst Transportschiffe der Alliierten mit französischen Truppen an den LandnngSvrücken liegen. Am Montag habe der König den Offizieren des ersten Armeüorps seine Anerkennung für ihre schneidige Haltung ausgesprochen und befohlen, bewaffneten Widerstand zu leisten, falls die Truppen der Alliierten versuchen sollten, von den Griechen besetzte Gebäude zu besetzen.
Der „Corriere della Sera" meldet aus Athen: Mis «isterpräsident Lambros gab am Donnerstag Erklärungen ah. mit denen er die ablehnende Haltung der Regierung bestätigte. Die antivenizeststischen Blätter verlangen Widerstand. Mehrere Athener Regimenter sind mit Kriegsmaterial nach Nordosten abgezogen. In der
Lage scheint eine Wendung einzutreten.
Ueber die Stimmung im Lande
meldet die „Neue Freie Presse" laut „Köln. Ztg.": In Athen hofft man, daß nach der Niederwerfung Rumäniens bald die Reihe an Sarrail kommen wird. Die noch im vorigen Jahre vorhandene Mißachtmig gegen Bulgarien ist dank dessen tadelloser Haltung in Mazedonien geschwunden, und hat dem Wunsche Platz gemacht, daß die Bulgaren zusammen mit den Deutschen das gequälte Land von seinen Eindringlingen befreien möchten.
Rußlands Ale.
„Die Unruhe der Massen wächst."
„Svenska Dagbladet" in Stockholm erfährt von Augenzeugen aus Rußland, daß die Lebensmittelfrage immer brennender werde. Die Unruhe der Massen wachse ständig. In den Vorstädten von Petersburg komme es oft zu Zusammenstößen zwischen Kosaken und den Einwohnern. Ausstandsunruhen seien seit einiger Zeit an der Tagesordnung, obwohl die Ausständischen sofort in Schützengräben geschickt würden. Die allgemeine Kriegs- mü-igkeit greife von den Städten auf das Land über. Die Unzufriedenheit könne nur durch das Mittel unterdrückt werden, das in Rußland in kritischen Lagen immer angewandt werde, durch die harte Hand, die zu- schlage. „Die gegenwärtige Lage in Rußland", so schließt der Bericht des Schweden wörtlich, „ muß zu der Annahme bestimmen, daß man wahrend des Winters und vielleicht ziemlich bald recht überraschende Neuigkeiten von dort hören wird. Trotz aller Avleugnungen steht Rußland vor einer Entscheidung, denn man ist sich allgemein darüber klar, daß der jetzt herrschende Zustand
unhaltbar ist."
Die Madrider Zeitung „ABC" veröffentlicht laut „Köln. Ztg." einen erschütternden Brief der in Rußland verheirateten spanischen Schriftstellerin Sofia Casannova über das Elend der dortigen armen Klassen, deren Entbehrungen sie unaussprechlich nennt. Sie hätten weder Schuhzeug noch Kleider, um die entsetzlichen Leiden zu überstehen, und das Volk höre mit Verzweiflung und Zorn, daß der Krieg auf Verlangen Englands sich noch um mehrere Jahre verlängern wird. In den Kellerwohnungen, den Asylen und auf der Straße sehe man barfüßige oder mit umgebundenen alten Schuhen bekleidete Kinder. Das Volk bekomme Lebensmittel
nur
in den geringsten Mengen.
Petersburger Bilder.
Der Pe
t-* Lugano, 2. Dezember. (Privattelegr.) .Corriere della Sera" bringt laut „B. T." einen
...... Nischen Ernährungsver
rchtvare Wohnungs«
Hältnisie
Hauptstadt herrscht eine „ „ _
Preis für Kleiderstoffe fei a«f den Mindestsatz von 63 Franken für den Meter gestiegen. An Zttn-Hölzer« fehle es fast ganz; sie tonten jetzt ebenso wie zahlreiche andere Artikel aus Japan, das -en ganzen rusiische« Markt erobert habe. Man plane auch, einen großen Teil der Arbeitervevölkernng nach -em Innern abzn-
schiebe«.
Der Hungerkrieg wendet sich gegen unsere Feinde
Im Gegensatz zu dieser trüben Sachlage für unsere rde herrschen hinsichtlich der Brotversorgung in
Feinde herrschen hinsichtlich der Brotveriorgung m Deutschland und den ihm verbündeten Ländern bessere Verhältnisse. Die Ernten sind hier über Erwarten gut ausgefallen. In der letzten Zeit haben die verbündeten Heere durch ihre schnellen und großen Erfolge in Rumänien auch m wirtschaftlicher Beziehung für uns außerordentlich Nützliches und Wertvolles geleistet. Die wirtschaftlichen Folgen unserer Siege in Rumänien werden uns ohne Frage das siegreiche Durchhalten in Bezug auf den Lebensmittelunterhalt bedeutend erleichtern. Wichtige Stapelplätze Rumäniens sind bereits von uns besetzt worden. Tag um Tag wird der unseren Heeren von den Rumänen entgegengesetzte Widerstand zurückgedrängt und unaufhaltsam werden von uns neue Fortschritte erzielt. In wirtschaftlicher Beziehung ist es Überaus wichtig, daß die Donaustrecke bis Giurgiu und die benachbarte Bahnstrecke durch die Walachei frei und für uns benutzbar geworden sind. Mit dem Besitz der kleinen Walachei haben wir eines der fruchtbarsten Gebiete Rumäniens mit Beschlag belegt. Ein großer Teil der hier gewachsenen neuen Ernst dürfte wohl infolge der militärischen Ereignisse vor dem räuberischen rumänischen Ueberfall nicht haben fortgeschafft werden können, zumal ein Teil der alten @rnte, der von unseren Feinden aufgekaust worden
Enfte, der von unseren Feinden aufgekaust war, die vorhandenen Speicher in Braila usw
......— ... ________ usw. in Anspruch genommen haben dürfte. Für die Zukunft wird ferner in Betracht kommen, daß wohl alle Maßnahmen getroffen werden, um den Frühjahrsanbau in den besetzten Gebieten bewerkstelligen zu lassen. Während unsere Feinde mit unzureichenden und sinkenden Vorräten rechnen müssen, deren Heranschaffung zudem von Zufahrtswegen abhängt, die durch uns gefährdet werden können, verfügen wir über ausreichende Getreidevorräte, die menschlicher Voraussicht nach noch eine Erhöhung erfahren. Auch unsere Fleischversorgung dürfte wohl von den Ereignissen in Rumänien günstig beeinflußt werden können.
Kriegglilleciei.
Der Einzug der polnischen Legione« i« Warscha« hat am Freitag unter dem stürmischen Jubel -er ganzen Bevölkerung stattgefunden. Auf dem Sachsenplatze nahmen die sämtlichen Truppen Aufstellung. General- gouverneur von Beseler erschien zu Pferde und ritt unter den Klängen der polnischen Nationalhymne die Front ab. Darin hielt der Generalgouverneur eine Ansprache, in der er die Truppen in der Hauptstadt ihres Vaterlandes willkommen hieß.
Verbot der Lichtreklame in Berlin und Brandenburg.
Dilrch haß Oberkommando in den Marken ist jede ßltiürenante vom 2. Dezember ab für Berlin und die Provinz Brandenburg verboten worden.
5000 bis 6000 Tdvesopfer fit Archattgölsk.
Nach den letzten über Stockholm eingetroffenen Meldungen von der Explosionskatastrophe in Archangelsk soll die Zahl der Getöteten zwischen 5000 und 6000 betragen. Drei Dampser wurden vernichtet, weitere sechs bis sieben schwer beschädigt. 1000 Kilo Tran vom Hafen wurden weit ins Wasser geschleudert. Eine Reihe größerer Gebäude am Kai wurde dem Erdboden gleich gemacht.____________
Sichüin en für die Emähmugssrage.
Die verstärkte Haushaltskommission des preußischen Abgeordnetenhauses hat beschlossen, dem Hause verschiedene Leitsätze vorzufchlageu, die die Sicherstet- lung der ErnäHrungsfrage regeln. Wir heben unter den dort vorgezeichneten Richtlinien folgende hervor:
Die nächstjährige K ar tof felv er so r gu n g ist zwar unter Beibehaltung der öffentlichen Bewirtichaf- tung, aber unter möglichster Zuziehung des Handels und durch Abschluß von Lieferungsverträgen zu bewirken. Denen, die Kartoffeln, Obst und Gemüse zum eigenen Gebrauch gebaut haben, soll der Verbrauch an ihrem Wohnsitz nicht deshalb verwehrt werden dürfen, weil der Erzeugungsort und der Wohnort verschiedenen Kreisverbänden angehören.
Zur Versorgung der Bevölkerung, namentlich der Schwerarbeitenden, mit F e t t, zur Versorgung der Kinder und Kranken mit Dt i l ch und als Flerschreserve für Zeiten dringender Not ist unser Rindviehbestand zwar im Einklang mit unseren Ficktermitteln, aber mit aller Schonutlg zu erhalten. Namentlich Geflügel ist von der Gebrauchsregelung auszunehmen. Es ist eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Fischen und eine angemessene Herabsetzung der Ftschpreise herbei- zuführen.
Da infolge des Futtermangels ein wesentliches Herabgehen der Schweinehaltung jetzt nicht zu vermeiden ist, ist dafür Sorge zu tragen, daß unter allen Umständen eine hinreichende Zahl Zucht fchweine erhalten wird. Den Teilhabern von Schweinemastgerws- senschasten dürfen, sofern alle Genossen ihre Hausabfälle zur Schweinemast abführen, dieselben Bevorzugungen bezüglich der Anrechnung des genossenschaftlich gewonnenen Fleisches auf die Fleischkarte gewährt werden wie bei Hausschlachtungen einzelner Selbstversorger.
Die Unterschiede in der Verteilung von Fett und Fleisch an die versorgungsberechtigte Bevölkerung sind zu Beseitigen, unbeschadet einer besonderen Berücksichtigung der Schwer- und Tchwerst-Arbeiter. Unterschiede zwischen Stadt und Land in der Versorgung mit Nahrungsmitteln sind nur berechtigt, soweit dieselben durch besondere Ernährungsverhälinisie und durch die Rücksicht auf die P: oduttwu geboten sind. Es ist Sorge zu tragen, daß das wirtschastliche Leben weniger als bis- her durch wechselnde Befttmmungen beunruhigt wird.
Politische Rundschau.
Ueber unsere Kriegsziele sagt die „Köln. Volksztg." u. a.: Als die schwierigste Aufgabe, die der Friedensschluß lösen muß, galt stets die belgische Frage. In politischer Beziehung hat sich wohl eine Uebereinftim- mung dahin ergeben, daß wir an eine einfache Annexion Belgiens in staatsrechtlichem Sinne nicht denken. Wenn die belgische Regierung will, so kann sie von uns aus zweisellos einen Frieden haben, der den belgischen Staat und eine belgische Atonarchie wieder erstehen läßt, uns n reale, nicht nur papierene Garantien
. olitik und der
könnte. Wichiig wird vor allem die Stellung von Antwerpen sein. Unsere künftige militärische und wirtschaftliche Sicherheit erfordert, daß wir die Hand auf Antwerpen halten, das uns künftig so lebenswichtig sein wird wie Hamburg und Bremen. Dasselbe gilt von der Maasliute überhaupt und ihren Festungen, die Sperrkette durch Belgien, gleichzeitig die Deckung eines feindlichen Aufmarsches, darf nicht abermals uns bedrohen. Bezüglich einer Sicherstellung Frankreich gegenüber erklärt die „Köln. Volksztg.", die besetzten französischen Gebiete, darunter das große nordfranzösische Kohlenbecken, seien wichtige Faustpfänder für uns, die wir nicht herauszugeben brauchen, wenn unsere militärische und wirtschaftliche Sicherheit nicht anderweitig voll gewährleistet und deutsches Eigentum dafür zurückge- gebeu wird. Hier liegt die Lösung der Kolonialfrage zum letzten Teil begründet.
Malkenseos Gollvertrauen
Die Körperschaften der evangelischen Kirchengemeinde zu Hohensalza hatten vor einiger Zeit beschlossen, den Platz in der evangelischen Kirche, auf dem Gc- neralfeldmarschall v. Mackensen am 15., 18. und 22. November 1914 an den Gottesdiensten teilgenommen hat, mit einer silbernen Gedenktafel und einer Inschrift zu bezeichnen. Hierüber ist dem Geueratseldmarschall gelegentlich eines Missionsfestes unter gleichzeitiger Ueoer- reichung einer Photographie Bericht erstattet worden, worauf nunmehr ein eigenhändiges Tank- und Antwortschreiben des Generalfeldmarschalls cingctronen ist, dem die „Meuzzeitung" folgende Stellen entnimmt: ^n Czenstockau zum Oberbefehl über eine vor gewaltlger Uebermacht zurückgehende Armee berufen und beauftragt, durch einen Stoß gegen die Flanke dieser Uebermacht eine Wendung der Kriegslage hervetzuführen, traf ich, mit Sorgen reich beladen, im November 1914 in Hohensalza ein. Mein Gottvertrauen fand damals in den Gottesdiensten die Kraft, mir airch in den krrtückeu Tagen meines Führerdaseins erhalten zu bleiben. Ich habe seitdem als Oberbefehlshaber noch manche kritische Stunde durchlebt. Die Wintertage von Lodz, die auf den ganzen Weltkrieg so einflußreiche Offensive in Ga- lizien und Polen im Frühjahr und Sommer 1915 von Gorlici bis über Brest-Litowsk hinaus, der serbische Beldzug im Herbst 1915 mit der Notwendigkeit eines onau-Ueberganges angesichts des Feindes und endlich die eigenartigen Verhältnisse, unter denen sich jüngst für mich der Beginn der Operationen gegen Rumänien vollzog, ließen mich trotz aller Tüchtigkeit und Tapferkeit der mir anvertrauten Truppen genug kritische Stunden durchleben. Aber die Tage in Hohen- salza waren doch die bedenklichsten, die der Weltkrieg mir bisher bereitet hat. Sie verbinden mich mit dem Ort, an dem ich sie durchlebte, wie mit der Stätte, an der ich meine Zuversicht immer wieder fand. Das deutsche Missionswerk wird nicht untergehen; es wird nach dem Kriege kräftiger aufblühen als zuvor. Ich bin voll Zuversicht für Deutschlands Zukunft. Der Sieg wird uns mit Gottes Hilfe bleiben. Aber daheim muß man durch- halten, bis wir gesiegt haben.
n durchleben. Aber die Tage in Hohen- doch die bedenklichsten, die der Weltkrieg reitet hat. Sie verbinden mich mit dem Ort,
Vermischtes-
Die Bolksspende für die Kriegs- «nd Zivilge- lauLruerr. Lmülleiubalb PLillioneu Diark ist Las bis-
yerkge Ergebnis der voirswenve mr ore oeu Kriegs- und Zivilgefangenen. Wiederum ein Z» der unerschöpflichen Opferfreudiateit des demichen kes und ein Beweis seiner großen finanziellen Stärke! Mit Stolz blickt der Hauptarbeitsausschuß aus dieses Ergebnis zurück, an dessen Zustandekommen die Deut- ichen aller Gaue, die Ausländsdeutschen, sowie auch die Angehörigen des Heeres und der Marine beteiligt sind. Ein Ergebnis, zu dem jeder nach seinen Kräften, der Reiche und der Arme beigetragen hat. Aus allen Schiften der Bevölkerung flofsen die reichlichen Gaben, jeder Teutsche wollte dabei sein, wo es galt, unseren armen Gefangenen, fern der Heimat, zu helfen, sie auf« zurichten und ihnen zu zeigen, daß das Vaterland sie nicht vergessen hat. Ein Viertel dieser Spende bleibt den Ortsvereinen vom Roten Kreuz, die die Lrgani- faitonen. in ihren Bezirken in hervorragender Weise durchgeführt haben. Hieraus sollen die Vereine in er« fter Linie tue zu ihren Bezirken gehörenden deutschen Gefangenen versorgen. Durch die dem Hauptarbeits- ausichutz zur Verfügung stehenden drei Viertel der Spende ist er in die schöne Lage versetzt, weitgehende große allgemeine Unterstützungen für die deutschen Gefangenen zu leisten.
?en so”
Allgemeinheit die- Außerdem wurden
Die sozialen Leistnngen der Firma Krnpp. Im Geschäftsjahr 191415 hätte die Firma Krupp eine Dividende von 24 Prozent verteilen können. Sie setzte die Dividende aber nur auf 12 Proz. fest, weil die §irma Krupp auf den 12 Prozent übersteigenden Betrag verzichtete und aus dem mit 28,7 Millionen Mark im Anschluß an die Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen eine der Allgemeinheit dienende Kruppstiftung errichten ließ. Außerdem wurden im Vorfahr je 3 Millionen Mark au außerordentlichen Zuwendungen für Zwecke der Penstonskaffen und der Jnvalidenstiftung sowie 5 Millionen Mark zum Bau größerer Arbeiterwohnungen aufgewendet. Für das verflossene Geschäftsjahr 191516 finden die freiwillige« Aufwendungen der Firma Krupp eine Fortsetzung. Es werden wiederum 5 Millionen Mark zur Bestreitung der Kriegsbeihilfen im laufenden Jahre zur Verfügung gestellt, iowie an außerordentlichen Zuwendungen für Zwecke der Peusionskaffen 2 Millionen Mark und tot den Arbeiter-Urlaubsfonds ebenfalls 2 Millionen Mark bewilligt. Weiter ist bet Gelegenheit des Geschäftsabschlusses für 1915/16 bekanntgegeben worden, daß die Firma auch in diesem Jahre in Anbetracht der Zeitverhältnisse den Beamten und Arbeitern besondere Zuwendungen gewährt. Zu diesem Zweck ist aus den lausenden Mitteln des Jahres 1916 17 wiederum ein Betrag von 12 Millionen Mark bestimmt worden, von dem ein Teil schon verausgabt ist, ein anderer Teil demnächst zur Auszahlung gelangen wird. Von den Beamten und Arbeitern der Kruppschen Werke sind bisher rund 31 000 ins Feld gezogen.
Das Eisenbahnunglück in Ungar«. Die Zahl der bei der Eiseubahukatastrophe Verunglückten beträgt 66 Tote, meist Soldaten, und 150 Verwundete, darunter 60 Schwerverletzte. Die Verwundeten sind in einem Spitalzuge zumeist nach Budapest gebracht worden. Die Ursache des Unglücksfalls ist, daß infolge eines verspätet abgegebenen Haltesignals der Wiener Eilzug in den Grazer Personenzug hineinsuhr.
Der Verkauf des Bureau Reuter. Reuters Tele- gramin Company ist für den Preis von 550 000 Pfund Sterling an Mark Rapier, Lord Glencennor, Lord Peel und Sir Star Jameson verkauft worden. Daß die alte Lügenverbreiterin und verbiffene Kriegsbetze- rin öeu Besitzer gewechselt hat, wie schon vor einiger Zeit angeküttöigi wurde, samt uns nur insofern interessieren, daß damit hoffentlich auch der deutsche Name des Unternehmens schwinden wird, dessen wir uns oft
>er,
u des Un*
, ... . --------------- ,—, .,^ öeu Namen der Käufer nach zu urteilen, kaum zu erwarten, da ihre Träger ausnahmslos als Jingos vom reinsten Wasier anzusprechen sind.
Weitere Drahtnachrichten.
Eine ganze Familie unter Bergiftnugserscheinnngen erkrankt.
Castel, 2. Dezember. Unter auffallenden Bergif, tnngserschelnungen erkrankte, wie aus Helmshauseu bei Gensungen gemeldet wird, eine aus fünf Perforier bestehende Familie eines polm r Arbeiters, welch« auf dem Gutshofe der Witwe Tu ng in Arbeit stand Am Abend hatte man allgemein a dem Gutshofe dick« Milch und Kartoffeln als Abendessen eingenommen Die Frau des polnischen Arbeiters ist noch in der Nachi gestorben. Auffallend war, daß von den übrigen Gutsbewohnern, die das gleiche Abendepen wie die polnisch« Familie erhalten hatten, niemand erkrankte. Es wurde festgestellt, daß die Personen, bei denen sich Bergif- tungserscheinungen zeigten, später noch gemeinsam' in ihrer Wohnstube Tee getrunken haben. Eine gericht- lkche Untersuchung ist im Gange. Unter dem Verdacht, Gift in den Tee gemischt zu haben, wurde nach Meldung Casseler Blätter der Ehemann der verstorbenen Polin verhaftet. Er soll im letzten Sommer ein Liebesverhältnis mit einem jungen Mädchen angeknüpft haben.
Ein Aufruf GerardS.
** London, 2. Dezember. (T. lt.) Aus Network wird dem „Daily Telegraph" gemeldet: Der amerika- nische Botschafter am Berliner Hose, Gerard, hat vor seiner Abreise nach Deutschland einen Aufruf erlassen, Beiträge für das amerikanische H 'skomitee zur Linderung der Not deutscher Witwen , e Waisen zu sammeln.
Die Lage in Bukarest.
_ w> Kopenhagen, 2. Dezember. lT. U.) Ueber die Lage in Bukarest berichtet taut „K. T." der Pariser Korrespondent von „Politiken": In den Straßen der Stadt, die von einem Teil der Zivilbevölkernnq geräumt wurden, kann man das Donnern der schweren Geschütze von der Donau-Armee hören. Die deutsche« und bulgarische« Truppen stehen im Süden nur 40 bis 50 Kilometer von den Festungswerken Trotzdem sink die Rumänen ruhig und eutschlosien, jeden Kilometer des Bodens zäh zu verteidigen.
König Konstantin bleibt fest.
o*#- Lngano, 2. Dezember. (T. U.) Der Athener Be- richterstatter des „Secolo" bestätigt, daß die griechische Reservistenliga die Fortfüvruug des Kriegsmaterials aus Athen gegen Norden fortsetzt. Der König bleibe unerschütterlich.
„Rutzkoie Slowo" meidet laut „B. L.-A." aus Athen daß das 2. und 3. griechische Korps eine Wresse an den König richteten, worin um Widerstand in Thessalien gebeten wird.
Offensive der Stoffen in den Karpathen?
w> London, 2. Dezember. (T. II.) Reuters Sonderkorrespondent in Petersburg meldet daß nach Telegrammen aus Odessa die Stollen auf der Karpathen- front die Offensive ergreifen.
Der Athener deutsche Gesandte auf der Heimreise.
e-r Wien, 2. Dezember. (T. U.) Der Athener deut- sche Gesandte Graf Mirbach traf laut „B. T." gesteifter ein und setzte abends die Steife nach Berlin hr