Einzelbild herunterladen
 

Verbandssorgen um Rumänien.

««»-! London. 28. November. (T. UJ Die schwie­rige Lage Rumäniens bildet andauernd Gegenstand be­denklicher sorgenvoller Besprechungen seitens der Blätter.

Wie dieKöln Bolksztg." meldet, bringt der Mai­länderCorriere della Sera" aus Paris einen spal- tenlangen pessimistischen Aufsatz über die Lage Rumä­niens. Die schlimmsten Tage für den rumänischen Feld­zug, dessen Entscheidung nur noch nach Tagen zähle, hätten begonnen. Das Schicksal Rumäniens werde tat­sächlich innerhalb dieser Woche besiegelt werden. Der vereinigte Angriff der Verbündeten kommt mit solchen Riesenschritten vorwärts, daß die erwartete Russenhilfe kaum den Ausschlag geben könne.

Ueber die großen Verluste der Rumänen . in den letzten Schlachten

drahtet lautB. L.-A." der Berichterstatter des russi­schen BlattesNovosty" aus Jassy: Die Rumänen ha­ben sich im Jiu- und Alt-Tale erbittert geschlagen und verschiedene Gebiete bedeutend länger gehalten, als dienlich war. Dieser zähe Widerstand sei auch die Ursache der großen Verluste der Rumänen. Das be­reits einmal in der Schlacht von Hermannstadt und am Roten-Turm-Patz arg dezimierte erste rumänische Ar­meekorps, dessen Bestand sich vorwiegend aus Bukare- ster Wehrpflichtigen zusammensetzt und dessen Ersatz ebenfalls in der Hauptsache aus Bukarest stammt, hat derartigen Widerstand geleistet, daß es fast vollständig aufgerteven wurde. Dieses Armeekorps hat mindestens 20 000 Mann verloren, von ihm bestehen nur noch Trümmer.

*

Rußland erhöht seine Anstrengungen.

Nach neueren Nachrichten aus Rußland erscheint es der »Bermania" zufolge nicht ausgeschlossen, daß der Rücktritt Stürmers mit dem Wechsel im militärischen Oberbefehl indirekt zusammenhängt. Die Berufung des Grotzsürsten fei ein deutliches Anzeichen dafür, daß mau in Rußland die äußersten Anstrengungen für die Ret­tung der verlorenen kriegerischen Lage machen wolle. In dieser Richtung liege auch die Ernennung Trepows. Man hoffe, daß dieser die Munitionserzeugung erheb­lich zu heben wissen werde. Laut Berliner Blättern sollen auch im Wirkungskreise der französischen ober­sten Heeresleitung umfassende Neuerungen bevorsteheu, die besonders die Heeresversorgung betreffen.

Neuer Streifzug gegen die englische Küste.

!$-»i Berlin, 27. November. (Amtlich.)' Teile unserer Seestreitkräfte unternahmen in der Nacht vom 26. zum 27. November erneut einen Streifzug bis dicht vor die englische Küste. Unweit Lowestoft wurde ein feindliches Bewachungsfahrzeug verseukt, die Besatzung gefangen genommen. Einige neutrale Dampfer wurde« ««gehalten, ««tersncht, und, da keine Bannware führend, wieder freigelasse«. Unsere Streitkräfte kehrte« zurück, ohne irgeud wie sonst mit dem Feinde Berührung zu sinden.

Der Ches des Admiralstavs der Marine.

L o w e st o f t an der Südostküste Englands ist schon des öfteren von unseren Seestreitkräften besucht worden. Es ist eine der bedeutenderen Seestädte Englands.

Deutsche Heldentaten in Ostafrika.

DieKöln. Bolksztg." veröffentlicht ttteilunsen gegen DeutsHoMri'" miMmpffe, über bisher unbe­kannte Erfolge unserer Ostafrikaner gegen die briti,He Ugandabahn am Anfang des Jahres 1916. Danach be­setzten deutsche Abteilungen an der Ugandabahn am 15. Januar Samburu, sprengte« Brücken und Pauzerzüge in die Luft und zerstörten den Bahnkörper. Zwei von Mombassa abgelassene Panzerzüge gingen mit starken Besatzungen verloren. Auch an anderen Platzen gingen die Deutschen siegreich vor. Kein Zug von Mombassa erreichte im Januar mehr das Hinterland. Die. Aufre­gung in der Hauptstadt von Birtrsch-Ostamka, in Nai­robi, war sehr groß, besonders weil in Uganda Aut- stände ousgevrochen und dort viele Truppen nötig waren. Nachdem später südafrikanische Verstärkungen eingetroffen waren, zogen sich ine Deutschen aus bietet Gegend zurück, lieferten darauf mehrere für..dre Snö- afrikaner uuglückliche Gefechte am Salaitahugel. In sämtlichen Gefechten im Januar und Februar büßten die Engländer in Ostafrika mehr als 5000 Mann ein und verloren sieben Panzerzüge.

Sie Venizelos-koinSdie.

DerB. L.-A" schreibt: Die angebliche Kriegser­klärung, die uns und unseren bulgarischen Bundesge- nossen von Herrn Venizelos zugedacht ist hat, wie wir zuverlässig versichern können, an unseren leitenden Stel­len die Gemüter nicht aus der Fassung gebracht. Wir wissen zwar bisher nur, daß der deutsche Ge,andte mit seinen drei Kollegen in Kavalla eingetroffen ist, davon aber, was Herr Venizelos sinnt und plant,, haben wir noch keinerlei Nachricht erhalten. Auch -er griechische Ge­sanote in Berlin ist bisher ohne weitere Mitteilung aus einer Hesinat geblieben. Sollte Venizelos mit einer Kriegserklärung an Deutschland hervortreten, so würde er bald erkennen, daß man ihn hier nichts so wichtig em- schätzt, wie es anöerwärts vielleicht der <ya^ ist In un- eren Augen ist er

ß -A" daß die Alliierten jetzt nur now ^cmzews als den aäeiuigen Herrscher Griechenlands betrachten. Man habe geglaubt, daß mit der Entfernung der Gesandten der Mittelmächte die ententeseindliche Propaganda auf. hören und König Konstantin sich dem Unvermeidlichett fügen werde, Mau sei aber hierin enttäuscht worden. Jetzt seien die Alliierten entschlossen, nicht die geringste Rücksicht mehr auf den König zu nehmen und nur die

.......4 ihn hier nicht so wichtig ein- rwärts vielleicht der Fall ist. In un- nichts weiter als ein Rebell, der sich ______ .....Mae Regierung des Landes erhoben <N Als solcher würde er auch von uns behandelt wer­den. Etwas anderes ist es natürlich, wie das griechische Volk sich selbst seiner zu erwehren gedenkt. Man kann es nur im Interesse des ariechischen. Königreiches auf das tiefste beoaueru, daß ein selbstgefälliger Abeuteurer den Versuch unternehmen kann, es in unabsehbare Wir­ren hineinzuziehen.

Der angenblickliche Stand der Dinge in Athen.

Pariser Telegramme aus Athen hefaaeit lautB. »-Adaß die Alliierten ietzt nur noch Venizelos als iWr Griechenlands betrachten. Man

? mit der Entfernung der Gesandten »er ententeseindliche Propaganda auf»

~ in sich dem Unvern

. ...... ........ w hierin enttäuscht Jetzt seien die Alliierten entschlossen,Zitcht die Rücksicht mehr auf den Kön..

eigenen Ziele zu verfolgen . ,

Was die gegenwärtige Forderung der Entente auf AuSUcferung der militärischen Riistung des Landes Betrifft, so sind nach einer Athener Äteldittig derKöln. Zig." der König und die Regierung entschlossen, dies um keiuen Preis zuzugesteheu.

Sarrail verlangt Eisenbahnwagen von Griechenland.

Aus Athen wird gemeldet: Nach Wiederherstellung der Effenbahnverbindnng zwischen Monastir und Salo­niki hat General Sarrail die Forderung an die grie­chische Regierung wiederholt, ihm fünfzig Waggons für den Transport von Proviant «nd Munition z« liefern. Infolge M wn KMMtMgell in M Mähe des

Piräus trafen die Dampsschtffe nicht mehr in dem Ha­fen ein.

Das Vorgehen der Entente in Griechenland macht in Schweden großen Eindruck.Aftonbladet" bringt einen Leitartikel, der das Schicksal Griechenlands als Spiegel für das schwedische Volk bezeichnet und stark unterstreicht, daß man sich die Ereignisse in Athen be­sonders im Hinblick auf die englisch-schwedischen Ver­handlungen in London als warnendes Beispiel vor Augen halten möge.

ßtiegSflflerleL

Die amerikanische Friedensbewegung.

Die Jahreskonferenz zur Erzwingung des Friedens, die am jetzigen Wochenende in Neuyort stattfindet, wird demB. L.-A." zufolge begleitet sein von der Verlesung der Rede des Reichskanzlers. Man hört die Meinung, die Rede werde die Grundlage für Line Frie­denserörterung geben.

Wechsel im stellvertretenden Generalkommando des 10. Armeekorps.

An Stelle des'Generals der Infanterie v. Linde- Suden ist General von Hänisch zum stellvertretenden kommandierenden General des 10. Armeekorps ernannt worden. Nach der Rangliste von 1914 war Generalleut­nant von Hänisch mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Generalinspektion des Militärverkehrswesens be- trant.

Einführung der Zivildienstpflicht in England.

Einer Drahtmeldnng desRußkoje Slowo" aus London zufolge werden, wie derB. L.-A." aus Malmö berichtet, bereits alle Vorbereitungen zur Einführung der Zivildienstpflicht in England getroffen. Dieser Ta- qe wird eine allgemeine Aufnahme der noch verfüg­baren Arbeitskräfte im Lande erfolgen. Man ist der Ansicht,, daß alle erreichbaren Arbeitskräfte bis zum 55. Lebensjahre zur Pflicht der nationalen Arbeit an­gehalten werden.

Russischer Kredit und Finauze».

Ein Finanzartikel desNew York American" sagt: Der Zustand nicht nur der russischen Finanzen, sondern auch des russischen Kredits selbst gegenüber seinen Ver­bündeten werde unvermutet enthüllt, offenbar durch ein Versehen der britischen Zensur. Durch dieses -Versehen zeigt sich, daß die Anleihe von 50 Millionen Nen, die der Zar in Japan unterzubringen versuchte, einen Miß­erfolg hatte. Die durch Schatzscheine gedeckte Anleihe konnte nach der Zeichnung von den japanischen Bankiers in dem geforderten Betrage nicht untergebracht werden, und fast die ganze Anleihe blieb in ihren Händen.

Das hilfsdienslgesstz im Ässchutz.

Nach Abschluß der allgemeinen Betrachtung des Ge­setzentwurfs wendete sich der Reichshaushaltsausschuß am Morckag vormittag der Beratung der Einzelheiten zu. Zunächst begründete ein Zentrumsredner bett Antrag, die Ausführungsbestimmungen des Bun­desrats unter Zustimmung des Hauptausschusses zu er­lassen. Dem Grundgedanken dieses Antrages treten die sozialdemokratischen und der fortschrittliche Redner bei. Der Reichstagsausschuß müsse über alle wichtigen Fra­gen auf dem laufenden erhalten bleiben. Ein Redner der Konservativen wünschte keine Verschiebung der Befugnisse von Reichstag und Bundesrat. Staats­sekretär He

deshalb habe der Bundesrat nicht bestimmte Richtli­nien für die Ausführung festgelegt. Es sei notwendig, ben Gedanken, dem das Gesetz dienen soll, so rasch als möglich zu venvirktichen. Der Bundesrat sei unter diesen Umständen gezwungen, weitgebenden Kredit für die Ausführung im einzelnen vom Reichstag zu verlan­gen. Das Gesetz berühre die persönliche Freiheit der Staatsbürger in erheblich stärkerem Maße, als etwa die wirtschaftlichen Verordnungen des Bundesrats. Er halte es für vollkommen unmöglich, alle vom Bundes­rat zu erlaffenden Ausführungsbestimmungen des Ge­setzes an die Zustimmung des Reichstages oder eines Ausschusses zu binden. Die Handlungsfreiheit, die das Kriegsamt unbedingt brauche, dürfe nicht eingeschränkt werden. Ein Nationalliberaler wünschte im Gesetz auszusprechen, daß der Bundesrat die Aussüh- rungSbeftimmungen erlasse, daß allgemeine Verordnun­gen aber der Zustimmung eines vom Reichstag gewähl­ten Ausschusses von 15 Mitgliedern bedürften. Ein Zentrumsredner sprach sich ebenfalls für einen derartigen Ausschutz aus. Ein Sozialdemokrat forderte, daß die Befugnisse des Ausschusses gesetzlich umschrieben werden müßten, um Konflikte zu vermei­den. Schließlich einigte man sich dahin, daß die zur Ausftihrung des Gesetzes erforderlichen allgemeinen Bestimmungen vom Bundesrat nur mit Zustimmung eines vom Reichstag aus seiner Mitte gewählten, Scus- sckmsses von 15 Mitgliedern erlassen werden können. Von konservativer Seite wurde beantragt, das Gesetz drei Monate nach Friedensschluß wieder aufzuhcven. während die Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft automatisch die Aufhebung am 1. Juli 1917 eiutreten lassen will. Staatssekretär Helfferich legte Wert darauf, daß die Geltung bis zum Kriegsende geWrt sei; einseitig die Aufhebung dem Refchstag mit Aus­schluß des Bundesrats zu überMen sei nach seiner Ansicht nicht angängig. Es wurde beschloisen Satz das Gesetz nach Ablauf eines Monats n^!) FriedenSichuitz aufgehoben werden soll.

Eine Verständigung über das Gesetz.

Die Vorstände der Reichstagsfraktionen, abgesehen bett vaterländischen Hilfsdienst beschäftigt, um im Ein; vernehmen mit Vertretern der Regieruns und des Kriegsamtes ben Weg für eine Verständigung zu suchen. Diese ist auch in bet Hauptsache gelungen, sodaß mit der Verabschiedung des Gesetzes im Laufe dieser Woche ge- rechuet werben kamr.

Vermischtes-

Eine ganze Familie vergiftet. Nach dem Genuß ver­dorbener LebenSunttcl fit der aus vier Personen be­stehenden Familie des Arbeiters Raffel in Braunsberg (Ostpreußens sind die 17jährige Tochter und. die Fah­rige Tochter gestorben, der Barer sowohl wie die Mutter sind in bedenklichem Zustande ins Krankenhaus gebracht wordeu.

Sturmverheernngen auf Sizilien. Die Mailänder Blätter berichten von großen Verheerungen, die ein orkanartiger Sturm gestern in ganz Sizilien anrichtete. Die Ueberschwcmmungen verursachten ungeheuren scha­den. Mehrere Personen wurden getötet, die Eisenbahnen und Telcgraphenverbindunaen sind größtenteils gestört NN- viele Gebäude eillgestürzi. .

101 Jahre alt und noch keine Ersenbahn gesehen. Die AusMüerin Anna Söldner in Schmiedreut im

Bayrischen Wald wird dieser Tage 101 Jahr alt. N« wünscht so schreibt dieSüdo. Ztg." nur noch das Ende dieses Krieges zu erleben und eine Eisen­bahn zu sehen und darauf zu fahren, denn soweit hat es das steinalte Mütterlein tief drinnen im Bayrischen Wald bei seinen mehr als hundert Jahren noch nicht gebracht.

Die sparsame französische Heeresverwaltung. Die beiden folgenden Geschichten, die einem Berliner Blatt entnommen sind, werfen ein überaus helles Lichi auf die mangelhafte Verwaltung der französischen Militär­behörde. Der erste Fall betrifft einen großen Posten ^-chaftelle, die in Argentinien für die Armee angekauft worden waren. Die Felle waren auch richtig in Borde- aux angekommen und auf dem Uferkai ausgeladen wor­den. Hier blieben sie liegen, bis man eines Tages be- merkte, daß sie verfault waren. Der Posten hatte die Kleinigkeit von 500 000 Kranes gekostet. In dem löb­lichen Bestreben, nichts zu verlieren, verkaufte die Ver­waltung die verfaulten Felle als Dünger, wodurch sie immerhin von der halben Million 200 Francs rettete. Noch lehrhafter ist die zweite Geschichte. Als die Herbst- stürme entsetzten, beeilte sich die Intendantur, für die Schützengräben Holzkohle anzukaufen, die sie mit 10 Franc das Einheitsmatz bezahlte. Aus irgendeinem Grunde wurde die Kohle dann für verwendungsunfä- hig erklärt und auf Grund dieses Gutachtens als Ab­fall für einen Franc verkauft. Der Herr, der diesen Abfall gekauft hatte, machte ein recht gutes Geschäft, denn er verkaufte den Ab-all sofort wieder für 20 Franc an dieselbe Jntendanturstelle zurück, die sie ihm ver­kauft hatte, und die die als Abfall verhandelten und wieder zurückgekauften Holzkohlen jetzt endlich nach den Schützengraben beförderte!

Eine Britin über Deutschland.Daily Expreß" be­richtet über einen zweitenHobhouse-Fall". Ein Fräu­lein Dr. Ella Searcett-Synge sei von Kanada nach Ser­bien gekommen, dort als Arzt unter der serbischen Re­gierung, später nach Besetzung durch die Teutschen un­ter dem Roten Kreuz tätig gewesen und hätte dann Deutschland bereist. Sie sei britisch von Geburt, spräche fließend deutsch und habe sich nach ihren Angaben auf Verwendung der amerikanischen Botschaft besonderer Erleichterungen und Freiheiten durch höhere Beamte rm preußischen Kriegsministerium und im Berliner Auswärtigen Zimt erfreut. IhreEnthüllungen" seien in englischen Zeitschriften erschienen. Mitz Zunge er­klärte, daß, wenn die Wahrheit über Deutschland in England bekannt würbe, im Lande sofort Friedenssor- derungen einsetzen würden, aber das britische Auswär­tige Amt wolle nichts Günstiges über Tentschland hö­ren, und jeder, der zurückküme, wisse, daß man Be­lohnungen und Auszeichnungen nur dadurch erlangen könne, daß man alles erdenkliche Schlechte über Deutsch­land berichte.

Heiteres vom Tage, ginntet dieselbe.Aber, Katht, wenn du krank bist, darfst du doch Nicht den ganzen Tag Bekannte besuchen!"Na, ich muß aber doch den Leuten erzählen, daß mir der Arzt das Sprechen verboten hat!" Gewissenhaft.Beinahe verblutet wäre ich diesen Morgen, weil ich keine Berbandwatte hatte! Aber so geht's ein<m mit der Hausapotheke,- was man braucht, das fehlt gerade!"O, bei mir aber nicht! In meiner Hausapotheke befindet sich zum Beispiel eine Flasche mit Kognak ... die wird jeden Tag neu gefüllt!"

Kaiser Zk

an; ZssesI Leiche in der Hofburg

lichkeit in mattem

Leichenwagen

rm rn

die W «'ende wa­

ren zusammengeströmt, lautlose Stille herrschte überall, doppelt ergreifend im Dunkel der Nacht, das vom «chem der schwarzumflorten Laternen und der anflo- dernc-en Fackeln erhellt wurde. Der Neberführung vor­an ging die Einsegnung der Leiche im Schlosse durch die Hofgeistlichkeit. Nach der Einsegnung wurde der Sarg unter Vorantritt der Geistlichkeit in mattem Schein der ihn flankierenden, von acht Edelknaben ge­tragenen Weihlichter zum Leichenwagen getragen. Punkt 10 Uhr setzte sich der Trauerzug in Bewegung. Den Zug eröffneten zwei Hosreitknechte mit Laternen, gefolgt von einer Eskadron SMuaslerie. Ihnen folgte ein zweispänniger Hofwagen mir den Kammerdienern, ein Hoskonmussär zu Pferde, sodann, durm zwei later- nentragenöc Hofreitknechte getrennt, vier sechsspännige schwarze Hofstaatswagen, in denen die Flügeiadjuran- ten, die beiden Generaladjutanten, die beiden fürstlichen Kämmerer des Kaisers und schließlich der erste Oberst- hofmeister Fürst Moutcnuovo Platz genommen hatten. Nun folgte der schwarzdrapierte, mit acht Rappen be­spannte Leichenwagen, zur Diensten flankiert von acht österreichischen Trabanten-Leitgaröen, zur Linken von acht ungarischen Trabanten-Leivaarden, ferner von acht Leibgardereitern zur Rechten und acht Leibgardereitern zur Linken. Eine Eskadron Kavallerie beschloß den Zug. Der Zug bewegte sich über die Ringstraße, den äußeren und inneren Burgplatz in den Schweizer Hof. Gegen 11 Uhr traf der Zug in der Hofburg ein. Dort erwarteten ihn die obersten Hofchargen, die Gardeka­pitäne, der Hofmärschall in Ungarn und die Hofdienste sowie die Hofgeistlichkeit. Hmsaalkammerdiener und Hoflakaien trugen den Sarg in die schwarz ausgeschla­gene Hofburgkapelle. Mit der Eillsegnung der auf das Schaubrett gehobenen Leiche hatte die UÜberführung ihren Abschluß gefunden. Die Tore der Kirche wurden geschloffen und werden Dienstag früh für den Einlaß des Publikums zur Besichtigung der Leiche wieder ge- öffnet.

Kaiser Karl ist am Montag .mm ersten Male als Monarch in der Hofburg erschienen. Er wurde auf dem Wege von Schönbrunn nach der Hofburg vom Publikum mit großer Begeisterung begrüßt.

Weitere Drahtnachrichten.

Gin griechischer Dampfer gesunken.

w Genf, 28. November. ,T. U.) Einer Depesche aus Athen zufolge ist abermals ein griechischer Damp­fer unweit des Piräus gesunken. Fortan dürfen die griechischen Schiffe nicht mehr im Piräus anlegen.

General Roanes an der Salruitl-Frontz

6-$= Sofia, 28. November. (T. II.) Von der Sa. loniki-Front wird gemeldet: Der französische Kriegs­minister Rognes nahm am 14. November, begleitet von Garrall und dem ganzen Stäbe, eine Besiünigmig der dortigen Truppen vor. General Roques war außer- ordentlich nervös. Er zog fitit von allen zurück und be­sichtigte, nur von einem Obersten begleitet die Stellun­gen. Sarrail und die anderen Offiziere blieben im ita­lienischen Biwak zurück. Im Truppenlager wird der Besuch lebhaft kommentiert als ein Zeichen der unsiche­ren Lage der Salonikiaktivu.

Die Rumänen zerstöre« die 'Bahn FccestiMnkareft.

»>->»> Karlsrmre. 28. November. cT lt. Der .Se- colo" meldet lautV. L.-A." aus Petersburg: Die Ru­mänen zerstören die Do,tau Badnünle Feieni-Vularesi. um ein Vordringen des Feindes auf Bukarest vom Osten her unmöglich zu Machen.