" Der vlllerlSnvlsche Hilssdienst,
" r Der Wortlaut des Gesetzentwurfes.
. § 1. Jeder männliche Deutsche vom vollendeten 17.
Dis zum vollendeten 60. Lebensjahr, soweit er nicht zum Dienst in der bewaffneten Macht einberufen ist, ist zum vaterländischen Hilfsdienst während des Krieges ver- V § 2. Als vaterländischer Hilfsdienst gilt außer dem Dienst bei den Behörden und behördlichen Einrichtungen insbesondere die Arbeit in der Kriegsindustrie, in der Landwirtschaft, in der Krankenpflege und in kriegswirtschaftlichen Organisationen jeder Art, sowie in son- Mgen Betrieben, die für Zwecke der Kriegführung oder IBolksversorgung unmittelbar oder mittelbar von Bedeutung sind. Die Leitung des vaterländischen Hilfsdienstes liegt dem beim Königlich preußischen Kriegs- Ministerium errichteten Kriegsamt ob.
8 3. Der Bundesrat erläßt die zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlichen Bestimmungen. Er kann Zuwiderhandlungen mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder mit einer dieser Strafen oder mit Haft bedrohen.
§ 4. Das Gesetz tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft. Der Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens,
In den dem Gesetzentwurf beigegebenen Richtlinien
für die Ausführung heißt es u. a>: Als im vaterländischen Hilfsdienst tätig gelten alle Personen, die bei Behörden und behördlichen Einrichtungen, in der Kriegsindustrie, in der Landwirtschaft, in der Krankecrpflege und in kriegswirtschaftlichen Organisationen jeder Art 'sowie in sonstigen Berufen oder Betrieben, die für Zwecke der Kriegsführung oder Volksversorgung unmittelbar oder mittelbar beschäftigt sind, soweit die Zahl dieser Personen das Bedürfnis nicht übersteigt. Ueber die Frage, ob die Zahl der bei einer Behörde beschäftigten Personen das Bedürfnis übersteigt, entscheidet die -zuständige Reichs- oder Landeszentralbehörde im Einvernehmen mit dem Kriegsauft. Im übrigen entscheiden Wer die Frage, ob ein Beruf oder ein Betrieb im Sinne von Ziffer 1 von Bedeutung ist, sowie ob und'in welchem Uuffang die Zahl der in einem Berufe, einer Organisation oder in einem Betriebe tätigen Personen das Bedürfnis übersteigt, Ausschüsse, die für den Bezirk jedes stellvertretenden Generalkommandos zu bilden sind. Gegen die Entscheidung des Ausschusses findet Beschwerde bei der beim Kriegsamt einzurichtenden Zentralstelle statt. Die nicht im Sinne der Ziffer 2 beschäftigten Arbeitskräfte können jederzeit zum vaterländischen Hilfsdienst herangezogen werden. Die Heranziehung erfolgt in der Regel zunächst durch eine Auf- forderung zur freiwilligen Meldung.
Die Einheit des Handelns.
* Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt unter der Ueber- schrift: „Die Einheit des Handelns": Erstes Erfordernis einer erfolgreichen Kriegführung ist die Einheit des Handelns auch auf der inneren Front. Der Krieg ist nicht nur ein Kampf der Waffen, sondern auch ein Kampf der Wirtschaft. Die Erzeugung des Sriegsbeöarfs und die Volksversorgung sind für den usgang des Krieges von der gleiche« Wichtigkeit, wie die eigentlichen Kriegshandlungen. In allen diesen Dingen brauchen wir das engste Zusammenwrr- ken aller Beteiligten. Dieses Zusammenwirken her- . Aufgabe
der leitenden Stellen. In der Frage des vaterländischen Hilfsdienstes wird ihre gemeinsame Arbeit eine neue Probe ablegen. Wenn es eines schlagenden Beweises für dieses vertrauensvolle Zusaurmenwtrken bedürft hätte, so iväre der Beweis erbracht worden durch den Brief des Generalfeldmarschalls von Hinöen- burg an den Reichskanzler und die Folgen, die der Kanzler dem Briefe gab. Offen und freimütig teilt der Feldmarschall dem Kanzler ferne Sorgen und Wünsche mit, offen und freimütig bringt der Kanzler mrt einem warmen Appell den Brief zur Kenntnis der Bundesregierungen, in deren Hand die Ausführung aus dem Gebiet der Volksernährung liegt; denn er sieht in dem Schreiben des Felönrarschalls die denkbar wertvollste Unterstützung seiner eigenen Bestrebungen. Leider unterblieb es nicht, den Brief und seine Weftergabe durch den Kanzler aus dem Zeugnis der vertrauensvollen Zusammenarbeit in das Gegenteil umzudeuten.
Deutscher Heldenmut an der Somme.
Aus dem Großen Hauptquartier meldet Professor Wegener 6 er „Köln. Ztg." unter dem 20. November über die letzten Kämpfe an der Somme u. a.: Nach wie vor ist bei unseren Truppen ein starkes Gefühl davon vorhanden, daß sie im Kampfe Mann gegen Mann fo- wohl den Engländern wie den Franzosen unbedingt überlegen sind, so sehr, daß es nicht die große Ueber- zahl an Menschen ist, die an der Somme die Fortschritte des Gegners erklärt, sondern einzig und allein die Uebermacht des hier vereinigten Geschütz- und Mu- nitionsmaterials von Frankreich, England und Amerika zusammen und daß deshalb unser dringendstes Erfordernis eine Steigerung unserer eigenen Kriegs- materialerzeugung zur Höchsturöglichsten Grenze ist.
Der militärische. Mitarbeiter der „Times" schreibt in seinem Artikel, daß die Siege der Briten und Franzosen an der Somme, an der Ancre und bei Berdun taktische Siege seien, keine strategischen. Das erste Ziel der Mutierten müsse sein, möglichst viele Deutsche zu
derÄlliterten mMe sein, möglichst vieleDeütsL „ töten, und dies sei auch erreicht worden. Die Zeit für die Strategie komme später.
Ein rumänischer General über die Lage.
Der Sonderberichterstatter des „Secolo" in Bukarest meldet, General Gradescu habe im „Adeverul" ei- nen Artikel veröffentlicht, in dem er sage, die Deutschen, die sich überall in Feindesland befänden, seien weder militärisch noch wirtschaftlich ernstlich bedroht. Sie würden mit allen verfügbaren Reserven einen furchtbaren Ueberfall gegen Rumänien ausführen. Die Rumäne« müßten sich auf schlimme Tage gefaßt machen. Die Offensive der Alliierten zur Entlastung Rumäniens genüge nicht, um Rumänien vor der unmittelbar -rohen-
den Gefahr zn retten.
Der Franktireurkrieg in Rumänien.
Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt unter der Ueber- schrift „Maßregeln gegen das Verhalten der rumänischen Ländesbevölkerung": Die rumänische Laudesbe- völkernng beteiligt sich, wie aus allen Meldungen der deutschen Truppen hervorgeht, in hinterlistiger und völkerrechtswidriger Weise an den Kaumsen, die nun so rasch in ihr eigenes Gebiet hineingetragen worden sind. Besonders einzelr--------- ... _ ------, auch ganze Fuhrkolonnen werden von der rumänischen Bevölkerung aus dem Hinterhalt angegriffen. Nach
-se an den Kämpfen, die nun Gebiet hineingetragen worden uzelne Reiter und Fahrzeuge, aber
Aus dem großen Hauptquartier. ]
» Großes Hauptquartier, 22. November. (Amtlich. WTB.),
Westlicher Kriegsschauplatz.
Nebliges Wetter hinderte großenteils die Gefechtstätigkeit. Südlich des La Bafsse-Kanals drangen Patrouillen des Anhaltischen Infanterie-Regiments Nr. 93 und des Magdeburgischen Pionierbataillons Nr. 4 in die englischen Gräben ein und brachten nach Zerstörung der Verteidigungsanlagen über zwanzig (20) Gefangene und ein Maschinengewehr zurück.
Auch im Sommegebiet blieb das Artilleriefeuer tagsüber gering und verstärkte sich abends nur auf beiden Ancre-Ufern und am St. Pierre-Baast-Walde. — Ein Angriff der Engländer nordwestlich von Serre brach in unserem Abwehrfeuer zusammen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Südwestlich von Riga holten Stoßtrupps« deutschen Landsturms aus der russischen Stellung ohne eigenen Verlust dreiurrddreitzig (33) Gefangene und zwei (2) Maschinengewehre.
Im übrigen vom Meer bis zum Karpathenknie bei Kronstadt (Brasso) keine größeren Gefechtshand- luugen.
Nördlich von Campolung wiederholten sich die vergeblichen rumänischen Angriffe gegen die deutsche und österreichisch-ungarische Front.
An der Roten-Turm-Patz-Stratze und in den Seitentälern des Alt wurde kämpfend Boden g e - w o n n e n.
Widerstand des geschlagenen Gegners durch Bajonett-Angriff und Attacke schnell brechend» drangen vormittags von Norden west- und ostpreußische Infanterie, von Westen her Eskadrons Ihrer Majestät Kürassier-Regiment Königin als erste deutsche Truppen in Craiova ei«.
Balkart-Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des 6eneralfeldmarfch. v. fßachenfen.
In der Dobrudscha nahe der Küste Vorfeldgefechte, an der Donau stellenweise Artilleriefeuer.
Makedonische front.
Zwischen Ochrida- und Prespa-See sowie in der Ebene von Mouasttr kamen Vortruppen der Entente in den Bereich der deutsch-bulgarischen Stellungen.
Oestlich vou Paralewo gewannen unsere Garde- Jäger eine Höhe zurück und hielten sie gegen mehrere starke Angriffe.
Der erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
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Berlin, 22. November. (Amtlich.) Im Sommegebiet nichts von Bedeutung.
Bei Orsova Fortschritte.
Nordöstlich Monastir scheiterten Ententenu- griffe an deutsch-bulgarischer Frout.
Dom ötterr.-rmgar. Generalstab.
Wien, 22. November. Amtlich wird gemeldet:
Oestlicher Kriegsschauplatz
Craiova ist nach kurzem Kampf genommen worden. Beiderseits des Olt- (Alt-) Flusses wichen die R «- m ä n e « w ei t e r z u r ü ck.
Nördlich von Campolung blieben alle Anstrengungen des Feindes, durch erbitterte Angriffe Erfolg zu erringen, abermals ergebnislos. Sonst an der Ostfront nichts von Belang.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chxfs des Generalstabes. v. Hoefer, Feldmarschalleutnant.
bei dem Einmarsch in Belgien und Nordfrankreich mit einer fanatischen Bevölkerung gemacht haben, werden sie sich gegen diese völkerrechtswidrige Art der Kriegs- führung besser zu schützen wissen. Die in Rumänien kämpfenden Truppen haben Befehl erhalten, nicht nur jede Zivilperson, die sich am Kampfe beteiligt, sondern auch die Behörden daselbst zur Verantwortung zu ziehen, da es außer Zweifel steht, daß sie die Anstifter dieser schändlichen Bewegung in der Bevölkerung sind.
Die Gesandten der Mittelmächte auf dem Wege nach Kavalla.
Nach einer Reuter-Meldung aus Athen ist das Verlangen der Diplomaten der feindlichen Staaten, die Abreise aufzuschieben, verweigert worden. Mittwoch mor- gen neun Uhr haben sich laut „B. T." die betreffenden Diplomaten und Konsuln au Bord eines griechischen Dampfers begeben und nach Kavalla eingeschifft. Die Athener Regierung wurde völlig Übergängen.
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Zum Vorgehen der Entente gegenüber den in Athen beglaubigten Gesandten der Mittelmächte schreibt die „Neue Freie Presse": Eine schlimmere Rechtslosigkeit und ein stärkerer Einbruch in das Völkerrecht ist selten begangen worden. Die Neutralität scheinbar zuge- stehend und ein abhängiges Land zwingen, die diplomatischen Beziehungen mit feindlichen Staaten abzn- brechen, ist nackter Zynismus, der noch mehr verletzt, als rohe Gewalt. Das Unwahre in der Entente ist noch häßlicher, als ihre auf das Verderben der Welt gerichtete Politik, nicht weniger der Zivilisation. Unwürdig ist der Zwang, durch den die Griechen dazu gebracht werden sollen, trotz der Neutralität ihre Munition abzulie- fern, wie es mit den Schiffen bereits geschah. Das ist Erpressung, Raub des Stärkeren, begangen am Scluva- chereu. Die griechische Regierung weigerte sich bisher, solchen Forderungen zu entsprechen. Sie zeigt in ihrer bedrängten Lage höheren Mut, als gewisse andere Länder, die in größerer Sicherheit zusammenknicken, wenn England droht.
„U-Deutschland" auf der Heimreise.
Aus Neuyork meldet der Draht vorn 21. November: Die „Deutschland" passierte Rhode Island um 4,18 nachmittags in den Territorialgewässern mit östlichem Kurs. Man erwartet nicht, daß sie tauchen wird, ehe sie Point Jndith passiert hat.
/ Voint JudKH M die östlichste Spitze Mit Nyövr W land. Möge dem Schiffe auf der Heimfahrt ein freund« Ucher Stern leuchten. Die Wünsche des ganzen deutschen Volkes beglerten es auf seiner Reise.
Kriegsallerlei.'
Ein britisches Hospitalschiff gesunken.
Die britische Admiralität teilt mit, daß das britische Hospftalschiff „Britannta" (47 500 Bruttoregistertonnen) am Morgen des 21. November im Zea-Kanal (Aegät- sches Meer) durch eine Mine oder einen Torpedo zum Sinken gebracht worden ist. Es wurden 1106 Personen gerettet, von denen 28 verletzt sind. Man glaubt, daß 50 Personen ums Leben gekommen sind.
Aufgehobenes Spionagenest tu Blisstnge«.
Den Amsterdamer Blättern wird aus Blissingen gemeldet, daß die dortige Polizei einem ausgedehnten Spwnagedienst auf die Spur gekommen ist. Mehrere Belgier, darunter zwei Frauen, wurden verhaftet.
Auszeichnung des Generalobersten v. Woyrsch.
Amtlich wird aus dem Großen Hauptquartier ge« meldet: Se. Majestät der Kaffer hat den Generalobersten v. Woyrsch durch eine A.K.O. zum Chef des 4. schlesi- schen Infanterie-Regiments Nr. 51 ernannt.
Ein griechisches Frejwilligenbataillon bei Serres vernichtet.
Das erste Bataillon der revolutionären griechischen Truppen ist nach Meldungen antivenizelistischer Blätter Bei Serres buchstäblich vernichtet worden. Es heißt, daß die vor den Blftgaren zurückweichenden griechischen Abteilungen aus Versehen in das Artilleriefeuer der französischen Truppen geraten sind.
Politische Rundschau.
Der Reichstag ist auf Sonnabend nachmittag 3 Uhr zu einer Sitzung einberufen. Auf der Tagesordnung stehen Petitionsberichte. Die neue Vorlage Wer den vaterländischen Hllfsdienst ist inzwischen als Gesetz erschiene« und den Reichstagsabgeordneten zugegangen. Sie ist jedoch noch nicht auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gesetzt worden.
Friede«sbestreb«»gen in der Schweiz. Die sozial- deuwkraftsche Fraktion des großen Rates in Rorschach in der Schweiz hat beschlossen, den Schweizer Bundesrat zu ersuchen, im Verein mit den übrigen Neutralen den kriegführenden Mächten feine Vermittlung anMbteten.
Die einmaligen Stiegsjulagen in {Stengen.
Der preußische Finanzminister hat an die Nachgeordneten Behörden folgende VerMgung erlassen:
Zu Ailfaug des Monats Dezember 1916 sind neben den bishertgeri laufenden Kriegsbeihilfen einmalige Kriegstenerungszulagen nach folgenden Grundsätzen zu zahlen:
Etatsmäßig arigestellte Staatsbeamte mit einem Diensteinkommen bis 4500 Mk. einschließlich sowie ständig gegen Entgelt beschäftigte — autzeretatsmätzige — Staatsbeamte mit einem Tiensteinkommen bis 4800 M einschließlich erhalten, wenn sie unverheiratet sind 4C Mark, verheiratet sind, aber keine Kinder unter 15 Jahren oder nicht solche älteren Kinder im Alter bis zum vollenderemftz. Fahre, die — ohne eigenes Einkommen — sich noch in Schul- oder Berufsausbildung befinden, zu unterhalten haben, 60 M-, 1 Kind haben 90 M., 2 Kinder haben 120 M., 3 Kinder haben 150 M-, 4 Kinder haben 180 M., 5 und mehr Kinder haben 200 M.^
Grundsätzlich sind nur Kinder bis zu 15 Jahren zu berücksichtigen. Soweit aber ein oder mehrere Kinder bis zum 18. Lebensjahre, die — ohne eigenes Einkommen — sich noch in Schul- oder Berufsausbildung befinden, von dem Beamten unterhalten werden, erhält dieser gleichfalls die einmalige Kriegsteuerungszulage.
Verwitwete ober geschiedene Beamte, die überhaupt keine Kinder zu unterhalten haben, sind den unverheirateten Beamten gleichzustellen und wie diese mit einmaligen Kriegsteuerungszulagen zu bedenken, gleichgültig, ob der Beaufte einen eigenen Haushalt hat oder nicht. Soweit ein verwitweter oder geschiedener Beamter ein oder mehrere Kinder über 18 Jahre, die nicht selbsttätig erwerbstätig sind, im gemeinsamen Haushalt unterhält, wird er den kinderlos verheirateten Beamten gleich erachtet und erhält die für diese maßgebende einmalige Zulage (60 M.).
Die einmaligen Kriegsteuerungszulagen sind nach den vorstehenden Grundsätzen auch an die höheren Be- anften zu zahlen, desgleichen an die Lohnangestellten höherer Ordnung.
Weitere Drahtnachrichten.
Handschreiben Kaiser Karls an den Mivistcrpräsideuten.
Wien, 23. November. (WTB.) Eine Extraausgabe der „Wiener Zeitung" ve^ficntlichl ein rulerhüch- stes Handschreiben des Kaisers Karl an den Ministerpräsidenten Dr. v. Koerber vom 21. November, in dem er mitteilt, daß er die Regierung übernommen habe, die Mitglieder des Ministeriums bestätigt und den Ministerpräsidenten beauftragt, eine Proklamation „An meine Völker" zu verlautbaren.
Reger Eintritt i« das polnische Heer.
»^ Königsberg (Pr.), 23. November. (Privattelegr.) Obgleich der gestrige Miilwoch der erste Meldetag für den Eintritt in das polnische Heer ist, liefen laut ,B. «-A." nach polnischen Blättern schon vorher zahlreiche Meldungen aus den verschiedenen Schichten der Bevölkerung ein. In den Meldebüros erteilen Angehörige der polnischen Legion Auskunft.
Schwere Explosion in einer Petersburger Muuitionsfabrik.
^ Kopenhagen, 23. November. (Privattelegr.l Die Petersburger Telearapben-Agentitr meldet laut „B. L- A.", daß in einer Munitionsfabrik in der Petersburger Raftannaja-Straße sich eine schwere Explosion ereignete. Eine Mißabi Personen kam um. Die Urrache der cnt= zündung ist unbekannt. Die benachbarten Gebäude und beschädigt. Die knappe amtliche
daß sich tut Augenblick der Explosion über hundert Leute in der Fabrik befanden. Ob jemand davon gerettet ist, verschweigt die Meldung.
Wilson berät über die Lage in Mexiko.
r- Bern, 22. November. (WTB.) Der „TempS" meldet aus WaMngto«, am Montag habe inner W l- feite Vorsitz eine Beratung mehrerer Regierungsmit, alieder über die Lage in Mexiko staitgerunden. Man rechne damit, daß Wilson zu energischen Schritte« über, gehen werde.